Carla Bruni: No promises

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Manchmal muss auch ein RocknRoll-Reporter mal verschnaufen und da passt diese CD sehr gut ins Konzept: Carla Bruni war auf den Laufstegen dieser Welt zu Hause. Und während viele Modells den Absprung aus der Glitzerwelt der Mode mehr schlecht als recht bewerkstelligen, schafft es die in Frankreich aufgewachsenen Italienerin auch mit ihrem zweiten Album ein Ausrufezeichen zu setzen. Wieder ist es Carlas rauchige Stimme, die Akzente setzt, Gänsehaut verursacht. Sang sie auf dem Debüt noch französisch, erklingen die neuen Werke nun in Englisch. Das macht Sinn, schließlich vertont Carla Bruni auf „No promises“ elf englische Gedichte aus den letzten 150 Jahren. Schöner und aufregender als von Carla Bruni kann man sich Lyrik von Emily Dickinson, Dorothy Parker, W. B. Yeats oder Walter de la Mare kaum vorstellen. Im Gegensatz zur Debüt-CD, auf der die Akustikgitarren dominierten, ist die instrumentale Bandbreite nun deutlich vergrößert worden. Téléphone-Mitglied Louis Bertignac ist es wieder, der zarte und Carlas Stimme umschmeichelnde Klangkaskaden liefert, in dem er Flötetöne, Tubaklänge und Streicherteppiche beisteuert. Diese sehr ruhige CD ist deshalb etwas für verträumte Abende. Mit 34 Minuten ist „No promises“ außerordentlich kurz, was bei einer Vollpreis-CD als Kritikpunkt zu werten ist. Diese 34 Minuten sind aber immerhin jeden Euro wert, denn es gibt keinen einzigen Ausfall.
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