Queensryche: Operation Mindcrime II

Was genau haben die Mannen um Ausnahmesänger Geoff Tate in den letzten Jahren gemacht? Eigentlich haben wir sie doch schon längst abgeschrieben nach all den schwachen Scheiben. Und die Ankündigung, dass 18 Jahre (!) nach dem Prog-Metal-Meilenstein "Operation Mindcrime" eine Fortsetzung folgen würde, hat im Prinzip niemanden vom Stuhl gehauen. Warum? Weil von dieser Band nichts mehr zu erwarten war. Und, wenn man nun eben diese Fortsetzung der dramatischen orwellartigen Zukunftsvision um Hauptdarsteller Nikki in den CD-Player schiebt, ist sie bereits nach dem orchestralen Intro ("Freiheit") wieder da, diese unglaubliche Atmosphäre, die die Geschichte ausstrahlt. Und, dass musikalisch trotz des Fehlens von Gitarrist Chris de Garmo, der viel zur Meisterreife der Songs auf "Operation Mindcrime" beigetragen hat, Queensryche wieder da sind, wo sie 1988 aufgehört haben, ist die eigentlich freudige Überraschung. Unglaublich dicht steht die Story wie eine Eins, die Musik transportiert die Dramatik perfekt, das Werk ist deutlich düsterer als Teil 1. Auch, wenn es immer wieder Anklänge an die Songs des ersten Werks gibt, kann man nicht unbedingt sagen, dass es sich die Band einfach gemacht hat und lediglich abgekupfert wurde. Ein Schwachpunkt wird allerdings nach dutzendem Durchhörens deutlich: Die Songs üben keine so dauerhafte Faszination aus, wie die des ersten Teiles. Trotzdem ist Gänsehaut pur angesagt. Und, wenn dann auch noch Altmeister DIO als Dr. X die Stimmbänder bemüht, gilt es nur noch eins zu sagen: Queensryche sind wieder da - und da ist es mir völlig egal, ob sie Part II aus finanziellen Gründen aufgenommen haben oder nicht.

 

Fazit: Düstere und hochklassige Fortsetzung eines der besten Metal-Alben aller Zeiten Stil: Metal
VÖ: 31.3. 2006
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