EIn schöner lauer Abend, ein rappelvolles Amphitheater in Gelsenkirchen am Kanal: Nach den aus journalistischer Sicht katastrophalen ersten beiden Abenden mit Foreigner und Midnight Oil (beide Bands versuchten die Fotografen mit lächerlichen Vertragswerken zu knebeln – woraufhin einfach kein Knipser erschien…) machten Toto alles richtig: Die Band strotzte nur so vor Spielfreude, der Sound war super, die Stimmung bestens. Dazu kam, dass mit ZFG eine durchaus spannende Vorband zocken durfte. Kein Wunder, besteht die Band doch unter anderem aus Lukather-Sprössling Trev an der Gitarre und Sam Porcaro, Sohn des 2015 verstorbenen Toto-Bassisten Mike Porcaro. Die Formation bot einen aufregenden energetischen Rock, der nicht zu hart ausfällt, dennoch eine dickere Kante als Toto aufweist.
Noch ein Wort zum Gelsenkirchener Ordnungsdienst: Wenn eine Stadt ein solches Musikfest an einem Sonntagabend dazu nutzt, um dicke Kohle in einem Industriegebiet zu machen, in dem reihenweise (zwar im Halteverbot, aber nicht sicherheitsgefährdend parkende Autos) mit einem Strafzettel verschönert werden, muss man sich nicht wundern, wenn irgendwann kein Veranstalter und Besucher mehr Lust hat, in dieser Stadt ein Konzert zu zelebrieren. Die Parkplatzsituation rund um das Theater ist bei einer ausverkauften Show nun wirklich nicht einfach, so dass man auch mal Gnade vor Recht hätte ergehen lassen können. Armselig…
Wir haben Fotos von:
All pics: Thorsten Seiffert. No use without prior written permission
Master Chief, Junge für alles, Fotograbenkämpfer und Textakrobat. Herausgeber und Erfinder.