Ich war auch mal Märchentante …

Der Drache Waldemar beim Versteckspielen.

Da habe ich doch gerade in den Untiefen meiner alten Festplatte das Märchen gefunden, dass ich vor 10 Jahren für Lena geschrieben habe. Über Prinzessin Lena, die allen Lebewesen ins Herz gucken konnte und dem Drachen Waldemar, der ihr Freund wurde. Ich hab sogar dafür gezeichnet – auch wenn das nicht wirklich meine Kernkompetenz ist (was auch die Frage beantwortet, ob das Bild im Beitrag von Lena ist: Nein.). Aber das Märchen finde ich immer noch hübsch.  Ich hab hier mal den Anfang des Märchens reinkopiert. Das Bild zeigt übrigens Waldemar beim Versteckenspielen …

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Sky – zum Himmel schreiender Dilettantismus …

Mit groß angelegten Werbeaktionen für Sky Ticket versucht der Pay-TV-Sender die Serienjunkies von Netflix & Co abzuwerben.  Doch die Aktion scheint einigermaßen nach hinten loszugehen. Zum einen, weil das Portal im Vergleich zu Netflix, Amazon Prime und den anderen sehr userunfreundlich aufgebaut ist, zum anderen, weil es gerade offenbar massive Abrechnungsprobleme gibt. Zahlreiche User beschweren sich auf Facebook und Twitter darüber, dass Ihnen der Beitrag für September (9,99 Euro) abgebucht worden, obwohl das Ticket frühzeitig gekündigt wurde. Und ja: auch ich gehöre dazu … Mal sehen, wie schnell ich mein Geld zurück bekomme.
Einen ausführlicheren Vergleich von Sky Ticket, Netflix und Amazon Prime schreibe ich demnächst (wenn ich den Blog hier endlich in den Griff bekommen habe …)

 

UPDATE: Sky Ticket hat sich auf seiner FB-Seite zu der Panne geäußert: „Hallo Silke, tut mir leid, wir hatten leider ein technisches Problem. Deshalb wurden einigen Kunden noch Geld abgebucht, obwohl sie bereits gekündigt hatten. Das Geld erstatten wir selbstverständlich zurück. Alle weiteren Infos findest du hier: http://bit.ly/2gBwpLA ~Rebecca“

Kuttner kommt – und ihr hoffentlich auch!

Ich möchte hier jetzt endlich einmal die Lanze für Jürgen Kuttner brechen! Der Mann tritt schon seit längerem in unregelmäßigen Abständen im Ringlokschuppen in Mülheim mit seinen „Videoschnipsel-Vorträgen“ auf und hat meiner Meinung nach bisher viel zu wenig Resonanz bekommen. In seiner Heimatstadt Berlin hat er mit diesem Programm aus moderierten TV-Ausschnitten (so will ich es jetzt einmal vereinfachen) bereits seit langem Kult-Status und füllt dort sogar die Volksbühne (war es die Volksbühne? Ich glaube schon….). Das Konzept ist eigentlich denkbar einfach: Kuttner erklärt erst in epischer Breite, was er gleich zeigen wird, weswegen er es zeigt und was das Besondere an dem jeweiligen Ausschnitt ist. Dabei schweift er ab, philosophiert, frotzelt – und das so genial, dass das Filmchen fast zur Nebensache gerät.
Die Ausschnitte sind natürlich bei jedem Auftritt andere – bis auf den letzten Schnipsel, der immer der selbe ist und auch immer zum Thema des Abends passt.

Also: Am Freitag, 18. Januar, ist Kuttner wieder im Schuppen (www.ringlokschuppen.de) und ich hoffe, ihr werdet alle zahlreich erscheinen!!!!

Und wer schon einmal ein Appetitthäppchen möchte:

 

Update:
Ich hab in meinem Archiv gerade noch einen Artikel gefunden, den ich 2007 für die WAZ über Kuttners Videoschnippselvorträge geschrieben habe. Hier ist er für euch:

Ein Brühwürfel-Abend ohne fliegende BHs

Jürgen Kuttner macht aus Mülheimern Weltverbesserer

„Sieben oder acht Vorschläge die Welt zu verbessern“ hatte Jürgen Kuttner im Gepäck, als er am Freitag im Ringlokschuppen zum inzwischen siebten Mal einen seiner legendären „Videoschnipsel-Vorträge“ veranstaltete. In seiner Heimatstadt Berlin ist Kuttner mit dieser Mischung aus bissiger Medienkritik, fröhlicher Anarchie und ironisch-intelligenter Besserwisserei bereits Kultstatus erlangt – jeden Monat füllt er dort die Volksbühne. In Mülheim fand sein Vortrag zwar auch vor fast ausverkauftem Haus statt – allerdings gab es auch nur knapp 100 Plätze. Wie immer bei Kuttner werden die Zuschauer erst einmal mit einer Endlosschleife gequält. Erst dann erscheint Kuttner, klein und quirlig, am Mikrofon und erklärt den Sinn dieser Schleife. Sie würde den Abend quasi schon enthalten, „so brühwürfelmäßig“. Und er verspricht, dass jetzt alle Ebenen der Weltverbesserungsmöglichkeiten abgearbeitet würden. „Gestern war ich im Ringlokschuppen, heute bin ich Weltverbesserer geworden“, sollen die Zuschauer sagen können, das sei seine Intention. Die acht kurzen Ausschnitte erklärt er dem Publikum zuerst, bevor er sie zeigt. Und er erklärt sie ausführlich, mit einem scharfen Blick für Details und Zusammenhänge, sinniert über die zweite Kommastelle bei den Prozentangaben der DDR-Wahlen, freut sich an der Methode  „Aus Scheiße Trillerpfeifen machen“, erinnert  an den Kabarettisten Wolfgang Neuss, der sagte

„Heute mache ich mir mal kein Abendbrot, heute mache ich mir mal Gedanken“ und philosophiert über die Tatsache, dass die Zukunft, über die in der Vergangenheit diskutiert wurde, in der Gegenwart schon wieder Vergangenheit ist (bevor er einen Ausschnitt zeigte, in dem Jugendliche Anfang der 70er Jahre über die Welt im Jahr 2000 diskutieren).

Krönender Abschluss war der letzte Videoschnipsel, der bei jeder Kuttner-Veranstaltung immer derselbe ist: Der Wahlkampf-Song der Grünen „Sonne statt Reagan“ mit Joseph Beuys am Mikrofon. Da viele Zuschauer zum ersten Mal da waren, gab es die die volle detailreiche Erklärung. Zum Glück – denn der eigentliche Spaß sind die ausschweifenden Erklärungen Jürgen Kuttners.  Dieser erklärte nach dem langanhaltenden Applaus, er „habe den Beifall zur Kenntnis genommen“ und es sei ja auch ein „okayer Abend“ gewesen, aber ein wenig enttäuscht sei er ja schon, dass nicht ein einziger BH auf die Bühne geflogen sei. Am 11. Mai gibt es die Chance, diese Scharte auszuwetzen, denn dann erklärt Kuttner im Ringlokschuppen wieder die Welt, diesmal unter dem Motto „Das Glück ist ein warmes Gewehr“.

Waterloo in the Waterklo

Boah, bin ich sauer! Gestern morgen habe ich bei meinem Hausmeister angerufen, da in meinem Klo das Wasser immer nachläuft. Ist ja nicht weiter dramatisch, wir hatten einen Termin für heute nachmittag verabredet. Gestern abend dann war eben dieses Klo plötzlich auch noch verstopft – aber immerhin floss das Wasser noch ab, wenn auch langsam. Der Hausmeister war natürlich nicht mehr zu erreichen, aber ich war guten Mutes, die Sache irgendwie bis zum nächsten Morgen zu überstehen.

Heute morgen um 5 Uhr hat mich dann meine Nachbarin unter mir rausgeklingelt, ob ich auch Wasser im Badezimmer stehen hätte. Hatte ich, und zwar reichlich. Denn das halbverstopfte Klo hatte sich zu einem ganz verstopften Klo entwickelt – und was passiert, wenn in ein ganz verstopftes Klo permanent Wasser aus dem Wasserkasten fließt, könnt Ihr Euch ja denken… Um 5 Uhr morgens ist ein Hausmeister natürlich erst recht nicht zu erreichen, und da ich nicht herausfinden konnte, wie ich den Wasserzufluss zur Toilette stoppen konnte, habe ich mit einem kleinen Eimer im Viertelstunden-Takt die Schüssel leergeschöpft. Natürlich erst, nachdem ich den Swimmingpool, in den sich mein Bad verwandelt hatte, mühsam trockengelegt hatte…

Inzwischen war der Hausmeister da und dank neuem Schwimmer und dem Einsatz eines ganz normalen Pömpels (Ihr wisst schon, diese putzigen Gummisaug-Teile) ist alles wieder heile – aber ich hab die Faxen echt sowas von dicke…. (und muss doch soviel arbeiten – menno!!!)

Schnief!

Schnief!!!

Nu isser ausgelesen, der letzte Harry Potter. Aus und vorbei. Das Buch ist zugeschlagen, die Nase geputzt und nun steh ich da und bin ein wenig traurig, dass ich ab jetzt ohne neue Abenteuer in der Zaubererwelt leben muss. In größten Teilen fand ich den finalen Band sensationell gut, manchmal nicht ganz so und was ich von dem Schluss halten soll, weiss ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz (aber Ihr werdet aus mir keine Details hrausbekommen! Da hilft kein Fluch und kein Zauber der Welt). Immerhin kann ich mich jetzt wieder um andere Dinge kümmern, wie essen, schlafen mit anderen Menschen reden und so nette Dinge (ach – und natürlich meine Berlin-Bilder bearbeiten und in mein Album stellen!)….

Und einen Trost habe ich ja noch – im Oktober kommt die deutsch Ausgabe, dann verstehe ich vielleicht ja auch das ein oder andere, das mir jetzt noch nicht klar ist…

The future is unwritten

Ich komme gerade aus dem Filmforum, wo ich „The future is unwritten: Joe Strummer“ gesehen habe. Ich bin total hin und weg, euphorisiert, geflasht, aufgewühlt – was für ein Film!!! Die Dokumentation ist so intensiv gemacht, mit soviel Liebe und Respekt zur Musik, er vermittelt soviel Wissen, soviel Weisheit, soviel Zeitgeschehen – es ist echt Wahnsinn. Joe Strummer war mit Sicherheit kein einfacher Mensch und bestimmt auch nicht immer ein netter Mensch, aber er hat uns mit seinen Songs und seinem Leben etwas hinterlassen, dass hoffentlich noch viele Generationen beeinflussen wird, dass hoffentlich auch mir noch manches Mal den nötigen Kick geben wird. The future is unwritten – das gilt auch für mich…

Boah Leute, guckt Euch den Film an!!!! Ich komme gern nochmal mit (wenn ihr Euch nicht schämt, dass ne heulende Rothaarige neben Euch sitzt…)

Wie peinlich ist das denn?

Gerade habe ich eine Meldung darüber gelesen, dass in Stralsund die rechtsgerichtete Wochenzeitung «Junge Freiheit» in einem Beutel mit Tourismuswerbung zusammen mit weiteren Zeitungen und Tourismuskram verteilt worden ist. „Die Verteilung der «Jungen Freiheit» sei sofort beendet worden, nachdem die GWO auf die politische Ausrichtung der Zeitung aufmerksam gemacht worden sei.“, heißt es in der dpa-Nachricht. Weiter heißt es dort “ Wie die GWO-Sprecherin erklärte, habe man nach einer flüchtigen Prüfung die Zeitung für ein Blatt der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale gehalten. Es sei ein bedauerlicher Fehler gewesen.“

Wie peinlich ist das denn alles???? Nicht nur, dass jetzt diverse Touristen erst (oder vielleicht auch zu) recht denken, dass im Osten alle rechtsradikal sind, viel peinlicher ist es, dass es den Verantwortlichen offenbar an grundelegender politischer Bildung fehlt – denn dass die „Junge Freiheit“ ein rechtes Pamphlet ist, ist eigentlich allgemein bekannt.

Und am allerpeinlichsten müsste es der FDP sein – denn nach dieser Aussage muss man ja davon ausgehen, dass deren veröffentlichte Meinungen nicht weit entfernt von denen dieses neuen braunen Gesindels sind…

Ohje…