Köln, Stadtpläne, das Leben und ich…

Köln ist ja ein absoluter Horror, was das Autofahren angeht- nirgens darf man abbiegen und überall sind Einbahnstraßen. Ich bin einmal bestimmt 20 Minuten lang parallel zu der Straße gefahren, auf die ich wollte. Ich wusste das – aber es gab wirklich keine einzige verdammte Möglichkeit, die paar Straßen dazwischen zu überwinden, immer wieder wurde ich auf die falsche Straße zurückgeführt.

Und als ich gerade so darüber nachgedacht habe, was zum Teufel eigentlich falsch läuft bei mir, musste ich da wieder dran denken. Denn im Prinzip ist mein Leben genau so: Ich weiß ganz genau, dass die Straße, auf der ich bin, nicht die richtige ist, dass ich auf einen anderen Weg muss, aber, wenn ich versuche, dort hin zu gelangen, lande ich doch wieder am Ausgangspunkt. Das ist ganz schön frustrierend.

Als ich das erste Mal mit dem Wagen in Köln war, hatte ich mich sogar so sehr verfranst, dass ich noch nicht einmal mehr wusste, wo ich genau war. Ich habe damals total genervt angehalten, mir den nächsten Passanten am Kragen gepackt (ich war echt fuchtig, ich glaube, der arme Mann hatte etwas Angst vor mir), ihm meinen Stadtplan unter die Nase gehalten und gesagt: „So: Ich will HIER hin und Sie sagen mir jetzt bitte, WO ich gerade bin und wie ich dort hinkomme, wo ich hin will!“ Hat er dann glücklicherweise auch getan und ich bin doch noch am Ziel angekommen.
Leider hat das Leben mir keinen tauglichen Stadtplan an die Hand gegeben und bisher habe ich auch noch niemanden gefunden, der mir wirklich den Weg erklären konnte.
Ich werde wohl weiter durch die Straßen irren müssen – vielleicht komme ich der richtigen Straße ja irgendwann einmal wenigstens ein wenig näher…

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