Ich war auch mal Märchentante …

Der Drache Waldemar beim Versteckspielen.

Da habe ich doch gerade in den Untiefen meiner alten Festplatte das Märchen gefunden, dass ich vor 10 Jahren für Lena geschrieben habe. Über Prinzessin Lena, die allen Lebewesen ins Herz gucken konnte und dem Drachen Waldemar, der ihr Freund wurde. Ich hab sogar dafür gezeichnet – auch wenn das nicht wirklich meine Kernkompetenz ist (was auch die Frage beantwortet, ob das Bild im Beitrag von Lena ist: Nein.). Aber das Märchen finde ich immer noch hübsch.  Ich hab hier mal den Anfang des Märchens reinkopiert. Das Bild zeigt übrigens Waldemar beim Versteckenspielen …

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Held des Tages …

… ach was, des Jahres! Das ist definitiv der beste aller Marcs, der mir gerade alle meine alten Blogartikel in meinen neuen Blog gewuppt hat. Und glaubt mir, das war gar nicht so einfach! Ich freu mich wie Bolle, dass ich jetzt wieder in alten Erinnerungen kramen kann, von denen ich dachte, sie seien längst im digitalen Orbit verschollen. Zwar fehlen die ein oder anderen Bilder (die meisten sollte ich aber noch auf dem Rechner haben, vielleicht lade ich die noch hoch), aber auch die alten Kommentare sind wieder da, das finde ich wirklich fein. Wer mag, kann jetzt also hemmungslos in meinen alten Reiseberichten und Gedanken kramen!

Und ich werde mich jetzt erstmal wieder ins WordPress einlesen, da hat sich ja doch das ein oder andere getan. Aber im Backend fühle ich mich immer noch sehr Zuhause …

Sky – zum Himmel schreiender Dilettantismus …

Mit groß angelegten Werbeaktionen für Sky Ticket versucht der Pay-TV-Sender die Serienjunkies von Netflix & Co abzuwerben.  Doch die Aktion scheint einigermaßen nach hinten loszugehen. Zum einen, weil das Portal im Vergleich zu Netflix, Amazon Prime und den anderen sehr userunfreundlich aufgebaut ist, zum anderen, weil es gerade offenbar massive Abrechnungsprobleme gibt. Zahlreiche User beschweren sich auf Facebook und Twitter darüber, dass Ihnen der Beitrag für September (9,99 Euro) abgebucht worden, obwohl das Ticket frühzeitig gekündigt wurde. Und ja: auch ich gehöre dazu … Mal sehen, wie schnell ich mein Geld zurück bekomme.
Einen ausführlicheren Vergleich von Sky Ticket, Netflix und Amazon Prime schreibe ich demnächst (wenn ich den Blog hier endlich in den Griff bekommen habe …)

 

UPDATE: Sky Ticket hat sich auf seiner FB-Seite zu der Panne geäußert: „Hallo Silke, tut mir leid, wir hatten leider ein technisches Problem. Deshalb wurden einigen Kunden noch Geld abgebucht, obwohl sie bereits gekündigt hatten. Das Geld erstatten wir selbstverständlich zurück. Alle weiteren Infos findest du hier: http://bit.ly/2gBwpLA ~Rebecca“

Friederike Kempner zum Frühling

Gerade gefunden, schlappgelacht und hier für Euch, von der unbeschreiblichen Friederike Kempner (1836-1904):

 

„Also doch…?

 

Wenn der holde Frühling lenzt,

wenn man sich mit Veilchen kränzt,

wenn man sich mit frohem Muth

Schnittlauch in das Rührei thut,

kreisen durch des Menschen Säfte

neue, ungeahnte Kräfte.

Jegliche Verstopfung weicht,

alle Herzen werden leicht

und das meine fragt sich still,

„ob mich dies’ Jahr einer will?“

 

Die gute Damen ist wegen ihrer unfreiwilligen Komik zu zweifelhaftem Ruhm gekommen und gilt als „Das Genie der unfreiwilligen Komik“. Ich fühle mich der Dame sehr verbunden. 😉

(von meinem alten Facebook-Account mal rüberkopiert und zeitlich einsortiert, damit die Lücke nicht so groß ist 😉 )

Kuttner kommt – und ihr hoffentlich auch!

Ich möchte hier jetzt endlich einmal die Lanze für Jürgen Kuttner brechen! Der Mann tritt schon seit längerem in unregelmäßigen Abständen im Ringlokschuppen in Mülheim mit seinen „Videoschnipsel-Vorträgen“ auf und hat meiner Meinung nach bisher viel zu wenig Resonanz bekommen. In seiner Heimatstadt Berlin hat er mit diesem Programm aus moderierten TV-Ausschnitten (so will ich es jetzt einmal vereinfachen) bereits seit langem Kult-Status und füllt dort sogar die Volksbühne (war es die Volksbühne? Ich glaube schon….). Das Konzept ist eigentlich denkbar einfach: Kuttner erklärt erst in epischer Breite, was er gleich zeigen wird, weswegen er es zeigt und was das Besondere an dem jeweiligen Ausschnitt ist. Dabei schweift er ab, philosophiert, frotzelt – und das so genial, dass das Filmchen fast zur Nebensache gerät.
Die Ausschnitte sind natürlich bei jedem Auftritt andere – bis auf den letzten Schnipsel, der immer der selbe ist und auch immer zum Thema des Abends passt.

Also: Am Freitag, 18. Januar, ist Kuttner wieder im Schuppen (www.ringlokschuppen.de) und ich hoffe, ihr werdet alle zahlreich erscheinen!!!!

Und wer schon einmal ein Appetitthäppchen möchte:

 

Update:
Ich hab in meinem Archiv gerade noch einen Artikel gefunden, den ich 2007 für die WAZ über Kuttners Videoschnippselvorträge geschrieben habe. Hier ist er für euch:

Ein Brühwürfel-Abend ohne fliegende BHs

Jürgen Kuttner macht aus Mülheimern Weltverbesserer

„Sieben oder acht Vorschläge die Welt zu verbessern“ hatte Jürgen Kuttner im Gepäck, als er am Freitag im Ringlokschuppen zum inzwischen siebten Mal einen seiner legendären „Videoschnipsel-Vorträge“ veranstaltete. In seiner Heimatstadt Berlin ist Kuttner mit dieser Mischung aus bissiger Medienkritik, fröhlicher Anarchie und ironisch-intelligenter Besserwisserei bereits Kultstatus erlangt – jeden Monat füllt er dort die Volksbühne. In Mülheim fand sein Vortrag zwar auch vor fast ausverkauftem Haus statt – allerdings gab es auch nur knapp 100 Plätze. Wie immer bei Kuttner werden die Zuschauer erst einmal mit einer Endlosschleife gequält. Erst dann erscheint Kuttner, klein und quirlig, am Mikrofon und erklärt den Sinn dieser Schleife. Sie würde den Abend quasi schon enthalten, „so brühwürfelmäßig“. Und er verspricht, dass jetzt alle Ebenen der Weltverbesserungsmöglichkeiten abgearbeitet würden. „Gestern war ich im Ringlokschuppen, heute bin ich Weltverbesserer geworden“, sollen die Zuschauer sagen können, das sei seine Intention. Die acht kurzen Ausschnitte erklärt er dem Publikum zuerst, bevor er sie zeigt. Und er erklärt sie ausführlich, mit einem scharfen Blick für Details und Zusammenhänge, sinniert über die zweite Kommastelle bei den Prozentangaben der DDR-Wahlen, freut sich an der Methode  „Aus Scheiße Trillerpfeifen machen“, erinnert  an den Kabarettisten Wolfgang Neuss, der sagte

„Heute mache ich mir mal kein Abendbrot, heute mache ich mir mal Gedanken“ und philosophiert über die Tatsache, dass die Zukunft, über die in der Vergangenheit diskutiert wurde, in der Gegenwart schon wieder Vergangenheit ist (bevor er einen Ausschnitt zeigte, in dem Jugendliche Anfang der 70er Jahre über die Welt im Jahr 2000 diskutieren).

Krönender Abschluss war der letzte Videoschnipsel, der bei jeder Kuttner-Veranstaltung immer derselbe ist: Der Wahlkampf-Song der Grünen „Sonne statt Reagan“ mit Joseph Beuys am Mikrofon. Da viele Zuschauer zum ersten Mal da waren, gab es die die volle detailreiche Erklärung. Zum Glück – denn der eigentliche Spaß sind die ausschweifenden Erklärungen Jürgen Kuttners.  Dieser erklärte nach dem langanhaltenden Applaus, er „habe den Beifall zur Kenntnis genommen“ und es sei ja auch ein „okayer Abend“ gewesen, aber ein wenig enttäuscht sei er ja schon, dass nicht ein einziger BH auf die Bühne geflogen sei. Am 11. Mai gibt es die Chance, diese Scharte auszuwetzen, denn dann erklärt Kuttner im Ringlokschuppen wieder die Welt, diesmal unter dem Motto „Das Glück ist ein warmes Gewehr“.

Ma was zu lachen….

Da habe ich doch vorhin im Gespräch mit einem Bekannten entsetzt festgestellt, dass er diesen Witz nicht kennt. Darum hier einmal für alle:

Ein Mann steht vor Gericht, weil er seine Frau erschlagen hat.
Richter: „Das ist ein sehr brutales Vergehen. Wenn Sie mit etwas Milde rechnen wollen, müssen Sie uns schon eine Begründung geben.“
Der Mann: „Die war so doof, die mußte ich einfach erschlagen!“
Richter: „Das ist ja noch viel schlimmer. Wenn Sie nicht wollen, dass die Geschworenen Sie von vornherein schuldig sprechen sollen, dann geben Sie uns bitte eine plausible Erklärung.“
Darauf der Mann: „Das war folgendermaßen. Wir wohnten in einem Hochhaus im 13. Stock und im ersten Sock wohnte eine reizende Portiersfamilie, die hatte drei Kinder. Es war schrecklich! Die waren so klein geblieben, von Natur aus. Der Zwölfjährige war 80cm groß, der 19-jährige 90cm. Ich kam eines Tages hoch zu meiner Frau und sage: Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern unserer Portiersfamilie.
‚Ja,‘ sagt meine Frau, ‚das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.‘
Ich sage: ‚Nein, was Du meinst, sind Pygmäen.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Pygmäen, das ist das, was der Mensch unter der Haut hat, davon kriegt er Sommersprossen.‘
Ich sage: ‚Das ist Pigment.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Pigment, darauf haben die alten Römer geschrieben.‘
Ich sage: ‚Das ist Pergament!‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau,’Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht…‘
Herr Richter, Sie können sich vorstellen, ich verschlucke mir das Fragment, ich setze mich in meinen Lehnstuhl und lese Zeitung. Plötzlich kommt meine Frau mit einem Satz, ich denke, jetzt ist sie irrenhausreif ‚Liebling, guck mal, was hier steht!‘ Sie macht ein Buch auf, zeigt auf eine Textstelle und sagt:
‚Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.‘
Ich nehme das Buch an mich und sage, aber Schatz, das ist ein französisches Buch, da steht:
‚La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Lois XV. Das heißt: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚das mußt du wörtlich übersetzen:
La Marquise – das Sonnendach,Pompadour – das Handtäschchen,la Maitresse – die Lehrerin,Lois XV – der Zuhälter 15, Ich muß das schließlich ganz genau wissen, ich habe extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt.‘
Ich sage: ‚Du meinst einen Lektor.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Lektor war der griechische Held des Altertums.‘
Ich sage: ‚Das war Hektor, und der war Trojaner.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Hektor ist ein Flächenmaß.‘
Ich sage: ‚Das ist ein Hektar.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Hektar ist der Göttertrank.‘
Ich sage: ‚Das ist der Nektar.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Nektar ist ein Fluß in Süddeutschland.‘
Ich sage: ‚Das ist der Neckar.‘
Meine Frau: ‚Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald gras ich am Nektar, bald gras ich am Rhein, das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen.‘
Ich sage: ‚Das heißt Duett.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen.‘
Ich sage: ‚Das ist ein Duell.‘
‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen finsteren Bergloch herauskommt.
Herr Richter – da habe ich einen Hammer genommen und habe sie totgeschlagen…“
Betretenes Schweigen, dann der Richter:
„Freispruch, ich hätte sie schon bei Hektor erschlagen…“

Drehbuchautoren, das Leben und ich….

So, nach einer Doppelfolge einer meiner Lieblingsserien (Grey’s Anatomy (ich bin seit einiger Zeit sowieso total Serien-süchtig)) und zwischenzeitlichem Zapping zu einer weiteren genialen Serie (Boston Legal) sitze ich hier und simmelier weiter über die Gedanken, die ich mir währenddessen gemacht habe (beim ins Taschentuch heulen und lachen und so).
Zum einen möchte ich gern einen Drehbuchautor heiraten – wer so wunderbar romantische Charaktere erschaffen kann, muss im echten Leben doch auch überaus romantisch sein – oder? (Also bitte – alle Single-Drehbuchautoren bei mir melden!)
Außerdem möchte ich endlich mal das Drehbuch meines Lebens in die Finger bekommen. Nicht nur, um diverse Korrekturen vorzunehmen, sondern auch, um endlich mal zu wissen, was da noch so auf mich zukommt und welchen Text ich parat haben sollte. Vielleicht könnte mich das vor der ein oder anderen Peinlichkeit bewaren und überhaupt…. Oder schreiben wir selbst vielleicht permanent an diesem Drehbuch? Dann will ich aber auf der Stelle einen Script-Doctor haben, denn ich brauche ganz sicher Unterstützung bei meinem Buch.

Drehbuch-Autoren werden übrigens meiner Meinung nach überall total unterschätzt. Immer werden Regisseure und Schauspieler, selbst Kameraleute hochgejubelt ohne Ende (und sie haben es gelegentlich auch verdient!) – aber was sind all diese Leute ohne ein gescheites Drehbuch? Wäre Stanley Kubriks Clockwork Orange (läuft jetzt gerade bei mir im Hintergrund, arte) so genial ohne das geniale Buch und ohne die kongeniale Umsetzung durch den Drehbuchautor? „Ich schau Dir in die Augen, Kleines“, „Jippeejaje Schweinebacke“ „Hasta la vista, Baby“ – alle diese Erinnerungen sind Erfolge der Autoren – und die werden NIE gefeiert, noch nicht mal drüben in Amerika. Oftmals bekommen sie noch nicht mal eine Einladung zur Premiere – ist das nicht unfair?

Aber ich will gar nicht so viel Mitleid mit den (Drehbuch-)Autoren dieser Welt haben – denn in Wahrheit bin ich ja auch jedesmal, wenn mir eine Wort- oder Satz- oder ganze Drehbuch-Perle unterkommt, enorm neidisch, weil ich das nämlich auch können will… und das kann ich eben nicht (könnten Kühe fliegen? Eben!)

Eine weitere gedankliche Baustelle: Bei den Doktors auf Pro 7 ist momentan eine Frau in Behandlung, die das Gedächtnis verloren hat und schwer damit hadert. Das verstehe ich auf der einen Seite – auf der andern beneide ich sie abe auch, so pervers das jetzt vielleicht klingt. Aber (und so sprach auch der behandelnde Assistenz-Arzt (wetten, dass die beiden noch ein Paar werden?)) ist es nicht eine absolute Chance, nochmal bei 0 anzufangen? Die ganzen Neurosen, die man im Laufe der Jahre zwangsläufig anhäuft – alle weg. Keine Erinnerung – keine Reue. Allerdings fehlen dann auch alle die schönen Momente, die das Leben bisher ausgemacht haben – und das ist die Kehrseite der Medaille….

So, jetzt widme ich mich wieder meinem Rotwein, denn nach mindestens 8 Jahren Rotwein-Abstinenz habe vor kurzem herausgefunden, dass ich ihn wieder trinken kann, ohne gleich Migräne zu bekommen – und so habe ich diesen langvermissten Freund wieder in die Arme geschlossen..

Hach, jetzt hab ich wieder viel zu viel geschrieben, heutzutage liest doch eh keiner mehr so viel…..