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Montag Juni 25, 2018
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Review: Farmer’s Almanac - Brother Dege

51g5k4lc7mL. SS500Für alle Großstadt-Cowboys gibt es gute Neuigkeiten: Brother Dege kommt im April nach Deutschland und hat sein zehntes Album, Farmer’s Almanac,  der Satteltasche. Wem Brother Dege nichts sagt, der sei schnell eines Besseren belehrt. Mit „Too old to die young“ verpasste Dege Quentin Tarantinos „Django unchained“ den perfekten Südstaatenflair.

Das neue Album lässt die Fans auch nicht im Regen stehen und liefert den bekannten Delta Blues Sound. Der aus Louisiana stammende Dege Legg liefert sich auf seiner neuen Scheibe gekonnte Duette mit seiner Resonatorgitarre. Auch seine charakteristische rauchige Stimme gestützt vom Dobro-Slide-Riffling kommt nicht zu kurz.

Erneut kann man sich Leggs Platte wunderbar als Soundtrack vorstellen. Es erzählt eine Geschichte: Von der instrumentalen Ouvertüre „Partial to the Bitters" bis zum Epilog von „Partial to the Bitters, Pt. II". Der allgegenwärtige Rhythmus, der das Bein zum mitstampfen animiert, zieht sich durch das gesamte Album. Von langsameren Songs wie „No man to slave“ bis hin zu anziehendem Tempo wie bei „Bastards Blues“ gibt Dege den klaren Takt an. Überraschungsmomente hat er in seiner Platte auch versteckt: In „The moon & the scarecrow“ wird man nicht ein, sondern gleich zweimal in die Irre geführt. Nein das Lied ist nicht zu Ende, es geht wirklich acht Minuten. Inhaltlich arbeitet Brother Dege mit Depressionen, Realitätsflucht und Kleinstadt-Dramen. Einfach und authentisch abgemischt könnte die Platte auch aus früheren Zeiten stammen.

Für eine Hand voll Dollar erwartet euch ein Album mit elf Tracks von Psyouthern Records. Also rauf an die Landstraße, Farmer’s Alamanac aufgedreht und beim mitstampfen das Schalten nicht vergessen.

 

„Fazit: Ein Muss für die Delta Blues-Musiksammlung.“

 

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