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Samstag November 25, 2017
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Classics: Future Shock / Gillan

imageIan Gillan war (und ist es ja mittlerweile auch wieder) die Stimme von Deep Purple. Nach seiner Trennung der damals neben Led Zeppelin größten Hardrock-Band der Welt, wollte er nie wieder Musik machen.

Sein alter Bandkollege Roger Glover konnte ihn dann aber doch überzeugen, dass die Rockwelt nicht ohne ihn kann – und er nicht ohne sie.

Nachdem seine ersten LPs unter dem Banner „Ian Gillan Band“ veröffentlicht wurden und sich durch einen Sound auszeichneten, der für Heavy-Fans doch eher abschreckend wirkte, kehrte er 1979 wieder zu rauhen und erdigeren Tönen zurück, der Bandname wurde schlicht auf „Gillan“ gekürzt.

1981 erschien dann die LP „Future Shock“, die in England sogar auf Platz 2 der Albumcharts schoss.

Mit Bernie Tormé gab es einen Gitarristen, der einen völlig eigenständigen Sound hatte, schräg, kreischend und ziemlich heavy. Überhaupt war Geschwindigkeit und Härte immer ein großes Thema bei Gillan („The Ballad Of The Lucitania Express“). Immer schön auf dicke Hose, aber durchaus mit Anspruch und teilweise großartigen Texten.

In „No Laughing In Heaven“ beschreibt er z.B., wie er sich und seinen Lebensstil ändert, um ein guter Mensch zu sein, damit er in den Himmel kommt. Doch als es soweit ist, merkt er wie öde es da oben ist. Er versucht mit Gott zu verhandeln, damit er doch in die Hölle kann – aber leider ist es dann zu spät. Er muß bleiben.

 

vinyl-record-icon"Does Humor belong in music?“ fragte einst Frank Zappa – bei Gillan kann man das ganz eindeutig mit „Ja“ beantworten.

Colin Towns, der Keyboarder und mittlerweile Filmkomponist, der bereits seit 1976 mit Ian Gillan zusammenarbeitet sorgt für die musikalischen Entspannungsphasen zwischen den Rockgewittern. Im speziellen sei hier die Ballade „If I Sing Softly“ erwähnt.

Auf der Habenseite haben wir hier eine fantastische Hardrockscheibe mit einem einzigartigen Sound. Die Produktion mag aus heutiger Sicht etwas dünn wirken, dafür beisst der Gitarrensound dem Hörer direkt ins Ohr. Eine toll zusammenspielende Band mit hervorragenden Musikern und einem Ian Gillan in Höchstform. Das heisst nicht, dass er versucht die Höhen von „Child In Time“ zu überbieten, sondern er macht das, was er am Besten kann: entertainen und abrocken.

Diese Platte macht einfach Spaß – und man bekommt auch ordentlich was für`s Geld:

Die Remastered-Version bietet sage und schreibe 10 Bonustracks, womit wir hier auf 20 Titel kommen.

5 von 6 Punkten – der Punktabzug erklärt sich durch die wenig druckvolle Produktion

 

Fazit: „Future Shock“ ist eine rohe Platte mit unbändiger Spielfreude aufs Vinyl gepresst. Verkopft ist hier gar nichts, das ist Rock`n`Roll pur, direkt ins Gesicht und in den Magen.

 

5von6

 

 

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