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Dienstag Oktober 24, 2017
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Willie Nile in Dortmund

Willie-Nile-PressefotoCrowdfunding ist das große Ding, auch bei Musikern. Gerade erst haben "Protest the Hero" so ihre aktuelle CD finanziert (Review HIER), doch auch in anderen Musikrichtungen wird das Sammeln von Fanmoneten zur Fetigstellung eines Albums immer beliebter. Auch Singer-Songwriter Willie Nile hat sich an sein Publikum gewandt, um "American Ride" zu finanzieren. Die Fans beteiligten sich in Scharen und in nur vier Tagen hatte er die Kohle zusammen. Zum Glück!

Die zeitlosen Qualitäten von starken Melodien, trefflichen Texten und leidenschaftlicher Performance, die Nile Fans in aller Welt einbrachten, sind auf  "American Ride" unüberhörbar. Es zählt gewiss zu den stärksten und persönlichsten Alben des Musikers in seiner 35-jährigen Karriere. „Insgesamt ist es ziemlich rockig, aber hier und da biegen wir auch mal ab", beschreibt Nile das Album. „Es gibt Songs über Menschenrechte, Freiheit, Songs über Liebe und Hass, Songs über Verlust, über Gott oder die Abwesenheit von Gott und Songs über Solidarität. Es ist ein lebendiges, optimistisches Album geworden. Ich bin sehr glücklich damit."

Obwohl Niles Karriere auf dem Höhepunkt der Major-Label-Ära begann, war er nie glücklich mit seinem Status als Künstler eines großen Labels. In den vergangenen Jahren hat Nile die Freiheit und Autonomie seines Daseins als Indie-Künstler schätzen gelernt. Um American Ride umzusetzen, wandte er sich deshalb an seine Fans und gewann ihre Unterstützung für die Aufnahmen, Herstellung und Promotion des Albums mithilfe der bereits erwähnten Pledgemusic-
Kampagne. „Das Musikbusiness hart sich seit meinen Anfängen komplett verändert", sagt er. „Musiker können heutzutage unabhängig sein und ihre Musik nach ihren eigenen Vorstellungen umsetzen und ich genieße diese künstlerische Freiheit. Ich habe das große Glück, dass Freunde und Fans mich und meine Musik unterstützen, es ist großartig und sehr ermutigend, das zu erleben." 

Zu Willie Niles Fans zählen Bruce Springsteen, mit dem er bereits mehrfach auf der Bühne stand, und Pete Townshend, der ihn sich persönlich als Opening Act der Who-Tour 1982 wünschte.

Wer sich von den Live-Qualitäten des New Yorkers überzeugen will, kann dies am Donnerstag, 28. November, im Blue Notes Club in Dortmund tun. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Tickets kosten 20/25 Euro.

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