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Dienstag Oktober 24, 2017
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Simple Minds in Bochum

Das Bochumer Zeltfestival ist ohnehin stets gut bestückt, mit den Simple Minds kann in diesem Jahr aber ein ganz besonderer Leckerbissen den Fans zum Fraß vorgeworfen werden. Mit Knallern wie „Don’t you (forget about me)“ oder „Alive and kicking“ sorgten die Simple Minds für ein ganzes Lebensgefühl in den 80er Jahren. Mehr 30 Millionen verkaufte Tonträger stehen auf der Habenseite. Am 27. August (ab 19 Uhr) werden die „Simple Minds“ beim Zeltfestival am Kemnader See auftreten. Mit dabei hat die Band ihre unsterblichen Klassiker aber auch Stücke aus ihrem aktuellen Album. 2009 veröffentlichte die Band um Frontmann Jim Kerr mit „Graffiti Soul“ nämlich ihren 15. Longplayer.

Im Jahr 2008 zelebrierten Simple Minds ihre Geschichte mit einem spannenden Ausblick auf die Zukunft: Bereits ein paar Mausklicks bei YouTube genügen, um zu erkennen, dass ihre ausverkaufte Stadiontournee zum dreißigsten Band-Jubiläum, in deren Rahmen sie in Großbritannien und ganz Europa auftraten, ein voller Erfolg war. Die in Glasgow gegründete Band präsentierte den Fans ein spektakuläres Live-Set, in dem sie neben unsterblichen Klassikern wie „Alive And Kicking“ unter anderem auch sämtliche Stücke von ihrem „New Gold Dream (81-82-83-84)“-Meilenstein aus dem Jahr 1982 spielten.

Doch während sie ihre Fans an die musikalischen Höhepunkte der letzten Jahrzehnte erinnerten, legten sie zugleich das Fundament für ihren nächsten Schritt: „Mit den Jubiläumskonzerten wollten wir in erster Linie klarstellen, dass unsere nächste Platte absolut einmalig und großartig klingt“, sagt Frontmann Jim Kerr. „Wir wollten ein echtes Vollblutalbum aufnehmen, eine beherzte Platte mit mutigen Pop-Hymnen. Sprich: Es ging uns um Musik, der man nicht anmerkt, dass wir schon seit drei Jahrzehnten existieren.“

Während „Graffiti Soul“ diesem Anspruch locker gerecht wird, ist „Rockets“, die erste Singleauskopplung, das Tüpfelchen auf dem i: Ausgestattet mit einem Gitarrenriff, das einem nicht mehr aus dem Kopf gehen will, überdimensionalen Melodien, eingängigem Gesang und lässigem Klatschen, ist es zweifelsohne die ansteckendste Pop-Hymne, die Simple Minds seit geraumer Zeit aufgenommen haben.

„Früher haben wir immer sehr viel Nabelschau betrieben. Wir waren stets auf der Suche nach unserem Platz im großen musikalischen Weltgefüge“, sagt Kerr. „Aber hin und wieder muss man einfach einen Schlussstrich unter die ganze Grübelei ziehen und stattdessen weitermachen. Genau das haben wir gemacht, und wir waren noch nie mit so viel kreativer Energie bei der Sache. Wir sind wirklich begeistert von diesem Album.“

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