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Donnerstag Juni 21, 2018
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Avatar - Aufbruch nach Pandora

Mit einem Film, der alle Rekorde bricht, schließt Star-Regisseur James Cameron nahtlos an seinen über zehn Jahre alten „Titanic“-Erfolg an. Dabei ist die Handlung beinahe unspektakulär: Weil sich die Rohstoffe der menschlichen Rasse dem Ende neigen, plant ein Spezialteam aus Wissenschaftlern und Ex-Marines, den Planeten Pandora auszuschöpfen. Dazu schleusen sie speziell gefertigte und von ihnen ferngesteuerte Avatare unter die fremdartigen Bewohner, die Na´vis. Der querschnittsgelähmte Jake Sully (Sam Worthington) gewinnt so schnell das Vertrauen der Kreaturen und taucht in ihre Kultur ein. Doch die Mission droht zu scheitern, denn Jake – gepusht durch eine Liebelei mit der Einheimischen Neytiri (Zoe Saldana) – wird bald selbst einer von ihnen ...  Ein bißchen Krieg der Welten, anknüpfend an die modernen Ängste der Ressourcenerschöpfung, der Kampf Gut gegen Böse, etwas Alien und eine Geschichte fürs Herz – das ist „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Wirklich sehenswert ist aber alles abseits der Story: Auf dem Rücken ihrer Drachen fliegend eröffnen die Na´vis dem Zuschauer unglaubliche Panoramen auf eine phantastische Pflanzenwelt wie aus dem Farbmalkasten gepinselt, auf schwebende Felsgebilde und Wunderbäume, endlose Lufträume und tiefe Dschungel, auch Fabel-(Raub)-Tiere, eine wahre Märchenwelt für Erwachsene. Zauberhaft auch die Fähigkeit des Stammes, sich per körpereigenem USB-Stick mit Flora und Fauna innig zu verbinden. Gedreht wurde das Science-Fiction-Spektakel mit hochmoderner 3D-Fusion-Kamera, und statt nette Zusatzeffekte zu bieten wirkt die parallele Old-School-2D-Ausstrahlung in den Kinos hier erstmals ernsthaft lächerlich. Die Besetzung des Filmes spielt maximal die zweite Geige, dennoch sei erwähnt, dass der Regisseur neben Worthington auch seiner alten Bekannten Sigourney Weaver einen Avatar schenkte und damit keinen Fehler machte. Sie bleibt dem Filmemacher sicher auch weiterhin treu: Derzeit bastelt Cameron am Projekt, seinen Erfolg noch zu verdreifachen – mit „Avatar – die Trilogie“.

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