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Samstag November 25, 2017
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Pro&Contra: Knights of Badassdom

 

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Doc Rock gibt CONTRA!

 

Es hätte alles so schön werden können: mit der Horrorkomödie Knights of Badassdom hat Regisseur Joe Lynch einen wunderhübschen Ansatz zum Thema Live Action Roleplay (kurz LARP) in die Runde geworfen. Dass der Film nicht wirklich in den Kinos präsent war, sondern direkt auf Scheibe gebrannt wurde, muss nicht unbedingt ein schlechtes Vorzeichen sein, ist es aber meist. So auch hier: Was Joe Lynch aus einer wirklich tollen Idee und einer ebenso guten Darstellerriege (u.a. Game of Thrones-Star Peter Dinklage) macht, ist eine Schande. Die erste halbe Stunde des Films (der nur 89 Minuten lang ist) macht dabei durchaus Spaß, stellt es doch die etwas nerdigen Rollenspieler in den Mittelpunkt. Die sind aber nur der Rahmen für eine absolut langweilige Slasherorgie, die durch eine dünne Story und sehr sehr schlechte Special Effects einfach nur beschämend ist. Das Problem ist die "Idee", dass die Rollenspieler "echte" Magie entfachen und durch ein mysteriöses Buch (gähn) einen weiblichen Dämon heraufbeschwören. Eine nette Komödie rund um das Thema "LARP" hätte wirklich was gehabt, doch diese trashige Vermischung ist sinnlos, weil nicht unterhaltsam (und ich bin ein großer Fan von Trash-Streifen). Die kurze Verweildauer von Dinklage auf dem Bildschirm ist zudem echte Verschwendung. Auch werde ich den Gedanken nicht los, dass der Regisseur nicht verstanden hat, welches schauspielerische Potential hier vorhanden ist. Der Film ist unrealistisch und das ist natürlich gut so. Aber völlig hanebüchen ist dann doch, dass es vor Ort des LARP vor schönen Frauen nur so wimmelt. Da war wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken (lasst mir bitte meine Vorurteile!). 

 

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Guybrush Threepwood sagt PRO!  

 

Zugegeben, die Vorfreude auf die LARP/Horror-Kömodie Knights of Badassdom war groß und wurde durch den Umstand dass die Teaser für den Film schon jahrelang durchs Internet geistern weiter angefacht. Die Produktion für den Streifen ist 2010 angelaufen und zwischendurch wurde es so still um den Film von Regisseur Joe Lynch, dass eine Fertigstellung des Projektes eher unwahrscheinlich erschien.. Die Zutaten für den Film könnten aus einem Rezeptbuch für LARPs und klassische (Trash) Horrorfilme stammen: Ein unzerstörbares, magisches Buch (aus dem Internet!), eine Gruppe (Sozial-)Versager, fiese Rowdies, ein echt penetranter Spielleiter und ein wirklich fieser Dämon. Als kleines Bonbon für Fantasyfans konnte man auch Game of Thrones-Star Peter Dinklage in den Film einbinden, leider kommt seine Rolle in dem Splatter-Spektakel allerdings viel zu kurz. Die Story ist erschreckend einfach: Eine Gruppe trotteliger LARPer beschwört versehentlich einen Succubus und  muss mit dem Problem nun irgendwie fertig werden, bevor der Succubus sich fröhlich durch die komplette Gruppe metzelt. Mit diesem Hintergrundwissen darf man sich also auf eine wunderbar trashige Komödie mit leichten Abstrichen freuen. Peter Dinklage als Zwergenkrieger Hung wird relativ schnell verheizt, was ziemlich schade ist und so manchen Fan enttäuschen wird. Einigen der Special Effects hätte ein größeres Budget gut getan und auch der LARP-Aspekt kommt bis auf die obligatorische Endschlacht, welche in einem Splatterfest endet, eher zu kurz. Auch herrscht bei KoB also eine gewisse Orientierungslosigkeit, ob es sich nun um einen absichtlich trashigen Streifen handelt, oder ob der Joe Lynch eigentlich einen A-Movie im Sinn hatte, aber nur ein B-Movie zustande gebracht hat. Lässt man sich trotz der Abstriche auf den Film ein erwartet einen ein teilweise zum Schreien komisches Spektakel, was unter anderem auch Jimmi Simpson in der großartig gespielten Rolle des penetranten Spielleiters Ronny zu verdanken ist. Nichtsdestotrotz erwartet einen ein kurzweiliger, unterhaltsamer Film der zwar deutlich Potential verschenkt,  aber dennoch das einige Herzen von Horrortrashfans schneller schlagen lassen wird.

 

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