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Mittwoch November 22, 2017
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Liebe Freunde gepflegter Sprache,

in Zeiten, in denen eine neue Rechtschreibung immer noch für Verwirrung in allen Bereichen sorgt, in denen der Duden Lexika für Umgangssprache herausbringt, fällt es ja leider kaum noch auf und ins Gewicht, wenn diese unsere Sprache verbal vergewaltigt wird. Neulich ist es mir allerdings mal wieder kalt den Rücken runtergelaufen. Nein, nicht des schlechten Wetters wegen, sondern ob eines Gespräches, dessen Zeugin ich zufällig wurde. Eine junge Mutter saß da friedlich mit ihrer Tochter und teilte sich mit ihr eine Tüte Süßigkeiten. Irgendwann wollte das Mädchen jedoch mehr, was es {mosimage}mit einem lauten „Gib mich datt Keks!“ kundtat. Spontan rollten sich mir da die Fußnägel auf aus lauter Mitleid mit der deutschen Grammatik. Doch auch der Mutter gefiel die Ausdrucksweise ihres Sprösslings nicht besonders. „Wie heißt datt!?“ fuhr sie die Kleine streng an und zog die Keks-Tüte aus ihrer Reichweite. Ich schickte der vermeintlichen Retterin der Deutschen Sprache bereits dankbare Blicke zu, als sie dem verständnislos schmollenden Kind erklärte: „Datt heißt ,Gib mich datt Keks, b i t t e!’“ Soviel zum Thema Muttersprache...
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