rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Montag November 20, 2017
Home  //  REPORTS  //  INTERVIEWS  //  "(Fast) alles analog": Robert Pehrsson im Gespräch

"(Fast) alles analog": Robert Pehrsson im Gespräch

Photo: Eneko Garcia Ureta

 

Robert Pehrsson's Humbucker (Photo: Eneko Garcia Ureta) liefern ein überzeugendes Erstlingswerk ab. Unser Review zur CD findet Ihr HIER! Wir erwischten Robert zwischen Tür und Angel und baten ihm zum kurzen Plausch.

Robert, dein Debüt-Abum ist eine der besten CDs in diesem Jahr. Die Kritiken müssen überwältigend gewesen sein. 

"Vielen Dank. Die Kritiken und Reaktionen bis jetzt waren in der Tat unglaublich, besonders in Deutschland".

 Warum hast du den Namen Humbucker als Bandnamen gewählt? Werden wir dich nie mit einer klassischen Stratocaster sehen? 

"Ich hatte viele Bandnamen auf der Liste, aber ich war mir bei keinem sicher. Dann hatte Nicke Andersson (The Hellacopters - die Red.) die Idee mit Robert Pehrsson's Humbucker, weil ich ja meistens die Gibson Les Paul spiele. Er hat mir dann gleich auch ein Logo gestaltet, also gab es keinen Grund mehr nach einem anderen Namen zu suchen. Ich finde den Namen großartig und mag die Andeutung auf die Gitarre. Alle meine Gitarren, außer meiner Telecaster, haben den Humbucker-Tonabnehmer. Das ganze Album wurde mit ein paar Les Pauls, einer Gibson SG und einer Flying V aufgenommen. Der Name passt also perfekt."

Viele sehen in Schweden das Rock/Metal Land Nummer Eins in der Welt. Wie kommt es, dass es in deinem Land so viele talentierte Musiker gibt? 

"Ich denke nicht, dass Schweden das Land Nummer Eins ist. Ich denke generell nicht über die Musik in solchen Dimensionen. Es gibt solche Sachen wie die Besten oder eine Nummer Eins nicht. Das liegt immer im Auge des Betrachters, in diesem Fall liegt es bei dem Zuhörer. Wir haben eine Menge wichtiger Bands, die aus Schweden kommen. Vielleicht haben diese den Kindern den Weg gezeigt und die Kids wollen jetzt das gleiche machen? Außerdem ist es in Schweden recht einfach eine Band zu gründen. Es gibt genug Plätze zum Proben. Manchmal kann man sogar Instrumente ausleihen. Als Anfänger kann man also recht schnell loslegen."

Andere Bands heutzutage versuchen nur noch härter und lauter zu klingen. Deine CD atmet und erinnert mich an die 70er. Habt ihr analoges Equipment für die Aufnahmen benutzt? 

"Danke. Wir haben die CD so aufgenommen, wie ich alle Alben zuvor auch aufgenommen habe. Ich mag es, wenn meine Scheiben so klingen, ich mag diesen Sound einfach. Zudem ist es die einzige Art, die ich kenne, um Platten aufzunehmen. Der einzige Unterschied zu damals ist, dass alles mit Pro Tools gemacht wird und nicht auf Band kommt. Abgesehen davon ist alles analog, alle Kompressoren, Preamps usw. Selbstverständlich haben wir den Mix auf einem echten Pult gemacht und nicht in Pro Tools. Was man hört, sind echte Verstärker und Drums.

Das Budget ist der Grund, warum wir nicht auf Band aufnehmen. Heutzutage ist es sehr schwer ein Budget zu bekommen, mit dem man es sich so etwas leisten kann. Ich wollte nicht, dass das Album komprimiert, hart und laut wird. Ich finde es nur ärgerlich und unerfreulich, wenn man sich solche Produktionen anhört. Irgendwie ist es auch ein bisschen schade, dass dies anscheinend zu einer Art Standard geworden ist."

  Zu guter Letzt unsere Trademark-Frage: wenn du eine Figur aus den Simpsons wärst, wer würdest du sein und warum? 

"Haha. Dann wäre ich wahrscheinlich ein Mix aus Bart und Lisa. Ich war ein wenig wie Bart als ich aufgewachsen bin. Dann bin ich aber ruhiger geworden. Vielleicht nicht so ruhig wie Lisa, aber sie spielt ein Instrument."

 

Share on Facebook

Konzert-Tipps

Translate