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Montag Oktober 23, 2017
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Review: Project Cars 2

project-cars-2 6003094Der Herbst meint es dieses Jahr gut mit Gamepad-Rennfahrern und so fährt in diesen Wochen neben den Konsolen-Boliden 'GT Sport' und 'Forza 7' auch 'Project Cars 2' von der Boxengasse auf die Rennstrecke. Nach dem Überraschungserfolg im letzten Jahr versprach Entwickler Slightly Mad Studios auf die Community zu hören und die Kritikpunkte konsequent anzugehen. Sehr schade ist allerdings, dass dies an vielen Stellen nicht wirklich gelungen ist und so der Eindruck einige tiefe Kratzer im Lack erhält. Insgesamt wirkt das Spiel etwas polierter im Vergleich zum Vorgänger. Das fällt beim Menu und dem immer noch etwas spröden Karrieremodus auf. Grafisch braucht sich das Spiel hinter den Branchenriesen nicht zu verstecken. Die abwechslungsreichen Kurse sahen auf der PS4 Pro gut aus und wirkten mit den dynamischen Wettereffekten sehr lebendig und real. Überhaupt gibt es immens viele Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten - von den Fahrhilfen über die Steuerung und vielem mehr. Und genau dort erleidet Project Cars leider einen kompletten Motorschaden. Es gelingt kaum, sowohl auf 'Werkseinstellungen' noch über individualisiertes Fahrverhalten unter Zuschaltung von Fahrhilfen ein halbwegs realistisches Fahrverhalten hinzubekommen. Die über 170 Fahrzeuge, die ab Start alle freigeschaltet sind (ein motivierendes Freischalten des Fuhrparks wie bei GT und Forza entfällt leider), steuern sich mit dem Gamepad so merkwürdig, dass es selten gelingt, unfallfrei eine Runde zu beenden. Manchmal bricht der Wagen auf einer Geraden ohne Grund einfach aus oder eine Kurve wird zu einer unkontrollierbaren Rutschpartie auf Seifenlauge. Der Anspruch, ein möglichst realistisches Fahrverhalten abzubilden, scheitert hier krachend. Dazu kommt, dass sich die KI-Gegner verhalten wie Verkehrsrowdies auf Koks und den Spieler desöfteren ungestraft von der Strecke schießen. Das sorgt für Frust hinter dem virtuellen Lenkrad. Damit nicht genug: Das Geschwindigkeitsgefühl ist auch eher dürftig, so dass eine Fahrt mit 300 km/h in einem Ferrari wie ein Sonntagsauflug im Opel Kadett auf einer bundesdeutschen Landstraße wirkt. Wie es besser geht zeigen derzeit Forza 7 und GT Sport, die beide ein zugängliches Fahrverhalten mit toller Optik kombinieren, so dass Project Cars 2 von diesen beiden derzeit nur die Rücklichter sieht.

 

Fazit: Totalschaden mit schöner Grafik

 

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