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Montag Oktober 23, 2017
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Review: Call of Duty - Infinite Warfare

cod34Die Call of Duty-Reihe ist so etwas wie der Arnold Schwarzenegger unter den Actionspielen: Wo COD draufsteht, knall es an allen Ecken und Enden, gibt es mehr Explosionen als Dialoge. "Infinite Warfare" macht da natürlich keine Ausnahme, das will es aber natürlich auch überhaupt nicht, die Spielreihe ist schließlich die umsatzstärkste auf dem Planeten.

Die Story von Infinite Warfare ist fix erzählt: Die Zukunft - unendliche... ach nein. Endliche Rohstoffe. Die natürlichen Ressourcen der Erde sind erschöpft und die Menschheit muss sich von anderen Planeten und Asteroiden leckere Rohstoffe zusammenklauen. Doch das wollen auch andere. Die Settlement Defence Front (SDF) unter Führung von Admiral Salen Kotch vom Mars und gespielt von Kit Harington aus Game of Thrones (Jon Snow) ist der große (und komplett uncharismatische) Gegenspieler. Der Bösewicht quasi. Es gilt ihn also zur Strecke zu bringen. Viel mehr muss man nicht wissen, um in die Haut von Nich Reyes zu schlüpfen. Als dieser führen wir nun unsere Streitkräfte erstmals auch ins All. Und da, wo es eigentlich keine Explosionen zu hören gibt, knallen wir so manches Raumschiff in die ewigen Jagdgründe. Dabei bietet Infinite Warfare eine hübsche Mischung aus Herumlaufen und Ballern sowie Herumfliegen und - Ihr habt es Euch gedacht - Ballern. Die Grafik ist atemberaubend, die Explosionen suchen ihresgleichen, der Sound ist top, die Steuerung präzise, die Gegner fordernd (was vor allem an der enormen Menge der Kollegen liegt). Ist Infinite Warfare also das beste Action-Spiel nach Jesu Geburt? Nein, es ist nicht einmal das beste Call of Duty-Spiel, denn im Singleplayer ist die Story doch arg dünn und setzt auf ziemlich großspurigen Patriotismusquatsch im besten Ami-Stil. Dazu ist es einfach zu linear. Dieses CoD trennt die Gelegenheitsspieler von den Profis. Während erstere im Singleplayer eine Weile Spaß haben können, sind viele Pro-Zocker genervt von der vielen Rumhüpferei und den schlechten Spawnpunkten im Multiplayer. Hübsch hingegen: Ein im 80er Stil gehaltenes Jahrmarkt-Zombie-Abenteuer gibt es zum Spiel obendrauf. Tipp: Installiert bitte unbedingt die englische Sprachversion. Die deutsche Synchro stinkt.

 

Fazit: CoD im Weltraum - alles ballert, alles explodiert - Profis sind genervt

 

 

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