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Freitag November 24, 2017
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Review: Mafia 3 (PS4)

81iz1c16feL. SL1500 Einmal auf links gedreht hat das Entwicklerstudio Hangar 13 die Mafia-Reihe mit Mafia 3. Waren wir in den ersten beiden Teilen noch überzeugte old-schoolige und vor allem italienische Mafiosi, ist nun alles ganz anders und wir trachten den europäischen Einwanderern nach dem Leben und übernehmen ihre Geschäfte. Wir, das ist der farbige Vietnam-Veteram Lincoln Clay, der in der fiktiven Stadt New Bordeaux (eindeutig New Orleans), Ende der 60er Jahre sich neben harten Geschäften auch mit einer ganzen Menge Rassismus beschäftigen muss. Nach Jahren des Kampfes in Vietnam kennt Lincoln Clay die Wahrheit: Familie ist nicht das, wo man hineingeboren wird, sondern das, wofür man stirbt. Wieder zu Hause in New Bordeaux will Lincoln seiner kriminellen Vergangenheit entfliehen. Doch als seine Ersatzfamilie, die schwarzen Gangster, von der italienischen Mafia verraten und ausgelöscht wird, gründet Lincoln auf der Asche der Vergangenheit eine neue Familie und schlägt eine Schneise der Rache und Vergeltung durch die Reihen der Verantwortlichen. 

Die Mafia-Reihe hatte immer schon etwas von GTA, nur mit dem spannenden Mafia-Setting. Das ändert sich auch mit Teil 3 nicht. Die Story wird famos erzählt, kann aber nicht von einigen Gameplay-Problemen ablenken.

Die Grafik ist eher unterdurchschnittlich und die KI leider strunzdumm. Ein Beispiel? Will man an einen Mafia-Boss muss man auf dessen Gelände stets eine wirklich große Anzahl an Beschützern ausschalten. Hat man einen angelockt (ein kurzer Pfiff reicht) und diesen um die Ecke gebracht, kommt irgendwann der nächste. Fast nie kommen zwei, drei, um zu sehen, was los ist. So kann man mit etwas Geduld und ohne große Ballerei ein Areal säubern, bevor man zum Boss schleicht. Schwach. Dennoch macht Mafia in vielen Momenten durchaus Spaß. Etwa dann, wenn es tief in die US-Amerikanische Geschichte geht, die Passanten über die üblichen Rassenprobleme der damaligen (und leider auch heutigen) Zeit reden, wenn das Radio 60er-Klassiker spielt, man mit den coolen Autos dieser Zeit durch die hübsch gestaltete Stadt braust. Die Auftragsarten wiederholen sich leider relativ schnell, GTA ist hier wesentlich abwechslungsreicher. Auch die Interaktion mit Passanten oder der Polizei ist mäßig. So kann man bequem mit einer Leiche auf dem Rücken durch die Straßen laufen ohne, dass jemand Alarm schlägt. Klaut man ein Auto hingegen, hängt sich sofort ein besorgter Bürger ans Telefon. Unterm Strich haben wir hier ein Spiel, dass durch seine Erzählstruktur (immer wieder werden die Zwischensequenzen mit Flashbacks aufgelocktert, in denen Agenten von heute erzählen, wie es damals in den 60ern gelaufen) überragt, dem aber die Spielmechanik den ein oder anderen Strich durch die Rechnung macht.

 

Fazit: Tolle Story, Gameplay so lala, Grafik auf PS3-Niveau (!)

 

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