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Mittwoch November 22, 2017
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PS4-Review: Watchdogs

71YvEUo0JYL. SL1141 Da ist er ja nun endlich, der langersehnte GTA-Killer für die PS4: Watch Dogs war nicht mit geringem Hype erwartet worden und verschlägt nach ewiger Verzögerung den Spieler in ein von Hackern beherrschtes Chicago. Aber ist Watch Dogs wirklich besser als GTA V? Nein! Das Spiel ist grandios, mit enormem Umfang versehen und bietet einige richtig coole Spielideen, doch am Thron des Open-World-Gottes kratzt Ubisoft damit keineswegs.

Nicht falsch verstehen: Watch Dogs ist das beste bisherige Spiel der neuen Konsolengeneration, doch nicht alles ist hier Gold, was glänzt. Kurz zur Story: Wir sind Aiden Pearce, ein Hacker und Ex-Gangster, dessen kriminelle Vergangenheit zu einer blutigen Familientragödie führte. Nun ist man also auf der Jagd nach den Leuten, die der Familie Leid zugefügt haben, und hat die Möglichkeit, jeden in seinem Umfeld zu überwachen und zu hacken, indem Pearce alles manipuliert, was mit dem Netzwerk der Stadt verbunden ist. Ob Überwachungskameras, Handyhacks, Ampelkontrolle, Brücken- und S-Bahn-Manipulation - (fast) alles ist möglich.

Die Storyline ist mehr als üppig, 40 Stunden kann man alleine damit beschäftigt sein. Die offene Welt ist eher halboffen. So gibt es nur sehr wenige Gebäude, die man betreten kann, dies zum Beispiel war in GTA deutlich besser. Auch kann man sein erhacktes Geld nicht wirklich schön unter die Leute bringen. Autos klaut man oder bestellt sie an einen Standort, Häuser kaufen ist ebenfalls nicht möglich, die Freizeitaktivitäten sind sehr eingeschränkt. Mal einen trinken gehen oder einen digitalen Trip einwerfen - das war's schon und ist in der Regel nur ein kurzer und nicht so häufig wiederholbarer Spaß. Hier hat GTA ganz klar die Nase vorn. Die Steuerung von Watch Dogs ist am Anfang etwas störrisch, weil die Tastenbelegung nicht immer den eingebürgerten Regeln entspricht.

Mit X etwa duckt man sich und sucht Deckung. Gerannt wird mit R2. Nach einigen Stunden stellt das aber kein großes Problem mehr dar. Auch ist die Fahrphysik nichts, womit man von Seiten Ubisofts prahlen sollte. Wenn man den Vergleich mit GTA aber gar nicht anstellt, bekommt man mit Watch Dogs ein großartiges, lang fesselndes Spiel (in der Storyline). Hat man die Geschichte allerdings einmal durchgespielt, reizt das Game nicht mehr zum langen Aufenthalt in Chicago. Die Grafik ist gut, aber Next Gen sieht für mich noch etwas anders aus. Doch springt mal ins Wasser, hier reizt die Engine anscheinend alles aus. Die Wasserdarstellung ist absolut überragend.

 

Fazit: Bestes PS4-Game bisher, aber nicht der GTA-Killer

 

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