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Freitag November 24, 2017
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Fallout New Vegas (PS3)

'Fallout 3' war vor 2 Jahren ein von Kritikern und Gamern unisono gelobtes
und geliebtes Rollenspiel. Nun steht der Nachfolger 'Fallout New Vegas' in
den Regalen und erneut heißt es, ein post-atomares Amerika in
Rollenspielmanier zu erforschen. Doch handelt es sich dabei wirklich um ein
komplett neues Spiel oder ist das einzig Neue vielleicht nur das NEW in
'New Vegas'? Tatsächlich sind die Unterschiede zum Vorgänger gering, das
gilt erfreulicherweise sowohl fürs Gameplay als auch leider für die
technische Umsetzung. Und hier hat sich in den letzten 2 Jahren wenig bis
gar nichts getan, die Grafik wirkt altbacken und die Animationen hölzern
wie eh und je. Besonders ärgerlich sind jedoch die Grafik-Bugs, die auch
bereits in 'Fallout 3' das Spielvergnügen getrübt haben. Hier hat Bethesda
eindeutig nicht seine Hausaufgaben gemacht, denn schwebende
Mutanteninsekten und orientierungslos rotierende Gegner gab es schon im
Prequel. Hier kann man nur auf weitere Patche hoffen. Wer jedoch über diese
Mängel hinwegsehen kann, den erwartet ein fesselndes Rollenspiel in einer
riesigen offenen Welt, die rund ums ehemalige Las Vegas in der Mojave-Wüste
angesiedelt ist. 125 Orte gibt es zu entdecken und mindestens genausoviele
Missionen und Quests sind zu erfüllen. Die Atmosphäre im atomar
verstrahlten Nevada ist bedrückend und lebendig zugleich, die Story
erfreulich komplex und die Steuerung gewohnt intuitiv. Die
Glücksspielmetropole Las Vegas, die sich seit der nuklearen Apokalypse New
Vegas nennt, ist der Mittelpunkt der Spielewelt und wie es sich für ein
Zockerparadies gehört, kann man hier auch seine hart erkämpften Kronkorken
beim Roulette und Black Jack verdaddeln. Der Schwierigkeitsgrad kann
variabel gesetzt werden, ist aber immer fair und nie demotivierend. Wer
allerdings selbst auf höchstem Level mit verbundenen Augen ganze
Mutantenherden pulverisiert, der sollte sich am neuen Hardcore-Modus
versuchen. Dieser beinhaltet diverse Änderungen, die das Überleben in der
Wüste zu einem echten Survivaltraining machen. Insgesamt ist FNW wieder
eine sehr gelungene Interprätation des Rollenspiel-Genres und macht trotz
einiger technischer Mängel viel und lange Freude, der Titel 'Game of the
Year' wie beim Vorgänger wäre allerdings eine ähnliche Überraschung wie die
Ehrung 'Fußballer des Jahres' für Sebastian Schachten. Wir geben 4/6
Kronkorken.


 
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