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Dienstag November 21, 2017
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20.000 Meilen unter dem Meer

Jepp, als wir den Titel lasen dachten wir auch: Oh toll, was sich dahinter wohl verbirgt? Kurzer Blick aufs Packshot: Oh Mist, ein Suchbildabenteuer. Na gut, in den Rätselheften machen diese Fehlerbildchen ja auch immer Spaß, warum nicht mal als PC-Spiel ausprobieren, scheint ja ein neuer Trend zu sein?! Wenn man sich das Packshot weiter anschaut klingt das, was uns erwartet, auch recht vielversprechend. „Erleben Sie spannende Tauchgänge zu Algenwäldern und Korallenriffs und kämpfen Sie gegen die Gefahren, die am Boden des Ozeans lauern.“ Ja gerne! Mhm, mit „spannenden Tauchgängen“ sind wohl die Suchbilder gemeint. Hier sieht man ein Gewirr von Sachen und muss die in der Liste enthaltenen Gegenstände finden. Wenn man Schwierigkeiten hat diese zu entdecken, kann man die eingebaute Hilfe benutzen, die den Gegenstand umkreist. Da wir keinen Zeitdruck haben gelingt es mühelos. Oder die Fehlerbilder? Da ist es wirklich wie aus den Rätselheften bekannt, dass zwei Bilder nebeneinander sind und man die Unterschiede finden muss. Kein Problem für Adleraugen wie wir sie haben!Aber uns erwarten ja auch noch „Kämpfe gegen die Gefahren des Ozeans“. Das wird doch anspruchsvoller sein, nicht wahr? Nö, nicht wirklich! Der „Kampf“ sieht so aus, dass ein kleines Tauchermännchen am linken Bildschirmrand rauf und runterfahren kann und mit ner Harpune auf die entgegenkommenden „Gefahren“ schießt. Pommesbudenspielautomaten lassen grüßen. Die Schwierigkeit hier ist, dass man dafür eine bestimmte Anzahl in einer abgesteckten Zeit platt machen muss. Aber auch kein großes Problem. Umrahmt sind die einzelnen Rätselspiele mit einer Geschichte. Der Wisschenschaftler Pierre Arronax gerät zusammen mit seinem Diener Conseil und dem Harpunier Ned-Land in Gefangenschaft auf der Nautilus, dem U-Boot des sagenumwobenen Käpitän Nemos. Praktisch sieht das so aus, dass Standbilder der Akteure mit Sprechblasen eingeblendet werden, wahrlich keine grafische Meisterleistung. Da diese „Geschichte“ keinen weiteren Einfluss auf die Rätsel hat, liest man sich den ganzen Sermon auch gar nicht mehr durch. Die Rätselbilder machen schon Spaß, die Idee, das in eine Geschichte einzubetten ist ja auch nett gemeint, aber so dilletantisch umgesetzt, dass man sich fragt in welchem Jahr das Spiel wohl erstellt wurde.Für nen kurzen Zeitvertreib und für Leute, die auf diese Art von Rätseln stehen, ist „20.000 Meilen unter dem Meer“ schon zu empfehlen. Wer allerdings etwas Anspruch oder gute Unterhaltung sucht ist hier fehl am Platze.

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