rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Mittwoch November 22, 2017
Home  //  REPORTS  //  BUCH  //  Review: Tell 'Em All - James Hetfield: Die Biografie

Review: Tell 'Em All - James Hetfield: Die Biografie

tellemNun liegt es also vor, das erste Buch, das die Geschichte von James Hetfield als treibende Kraft des Bay-Area-Thras und Metallica dokumentieren soll. Overamstel bringt die Biografie in Deutschland über die Brockhaus Verlagsauslieferung und das Forum Independent Sales Team auf den Markt. Die Biografie ist nicht von offiziell, sprich von Hetfield selber geschrieben. 

Mark Eglinton, der Hetfield 1986 zum ersten Mal in Edinburgh getroffen hat, versucht mit "Tell 'em All" (im englischen übrigens deutlich cooler als "So let it be written" betitelt) ein tieferes Verständnis für James' Rolle im kreativen Erschaffungsprozess seiner Band zu vermitteln. Echte Fans werden bis auf wenige Ausnahmen (etwa die O-Töne von Schulfreund und frühem Mitspieler Hugh Tanner, der zum ersten Mal seit 30 Jahren für das Buch einem Interview einwilligte) nicht allzu viel aufregend Neues erfahren, bekommen aber eine recht detaillierte Abhandlung über die Karriere der Band geliefert. 

Das Problem der "Biografie" ist, dass sie von einer sehr weit außenstehenden Position verfasst worden ist. Eglinton lässt zwar eine Menge andere Musiker zu Wort kommen (etwa Chuck Billy oder Kreators Mille Petrozza: "„Ich liebe seine Lyrics auf ... And Justice For All. Es ist mein Lieblingsalbum von ihnen, und James’ Texte haben einen sehr cleveren und kritischen Unterton.“), doch es handelt sich insgesamt eher um ein Werk, dass dem Schaffen der Band Metallica akribisch folgt, immer wieder die Einflüsse Hetfields dokumentiert, aber als Biografie eines der bedeutendsten Musikers des Metal deutlich zu kurz greift. 

Nahezu nichts in "Tell 'em all" ist neu für alte Hasen, dennoch ist das Buch gut und kurzweilig geschrieben. Die Hard-Fans werden müde lächeln, hinter die Kulissen wird nur sehr selten geblickt. Für alle anderen ist "Tell 'em all" ein netter Zeitvertreib ohne, dass man große Tiefe erwarten kann.

 

Fazit: Nix für Hardcore-Fans - für alle anderen eine nette Thrash-Geschichtsstunde

 

Picture

Share on Facebook

Konzert-Tipps

Translate