rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Montag November 20, 2017
Home  //  REPORTS  //  BUCH  //  Review: I'm the man / Scott Ian

Review: I'm the man / Scott Ian

DownloadZugegeben, ich bin kein Fan von übersetzten Musikerbiographien und habe Scott Ian's "I'm the man -The Story of that Guy from Anthrax" bereits vor dem deutschen Musterexemplar aus dem Verlag Nicole Schmenk schon im Original gelesen. Und so war ich skeptisch, als ich das schön aufgemachte Hardcover aus der Post holte und zum ersten Mal aufschlug. "Die Geschichte dieses Typen von Anthrax" ist dann der deutsche Untertitel und der klingt weniger cool als im englischen Original, aber geschenkt. Denn im Laufe des Buches hat mich die Übersetzung vollends überzeugen können. Die Story selber ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben: Anthrax-Gründer Ian haut Anekdoten ohne Ende raus, erzählt, wie er mit Gene Simmons oder Lemmy die verrücktesten Sachen gemacht hat und sogar, dass Lars Ulrich fast bei Metallica herausgeflogen wäre (manchmal werden Träume leider nicht wahr). Auch Slipknot-Schrumpfkopf Corey Taylor ist dabei. Und wäre fast sogar Anthrax-Sänger geworden. Aber eben nur fast (manchmal werden Träume leider nicht wahr - Part II). Dafür schreit Belladonna wieder für die Milzbrandmusiker. Dazu erfährt man natürlich auch eine ganze Menge über Scott selber, seine Beziehung zu Meat Loaf-Tochter Pearl und die Anthrax-Karriere sowieso. Einige tolle, alte und ungesehene Fotos (Scott Ian trifft Madonna u.a. !)  ergänzen den 300-Seiten-Brocken. Ist das Buch in der deutschen Fassung also komplett empfehlenswert? Ich würde so gerne heftig den Kopf nicken, wäre da nicht ein entscheidendes Details, welches den Kauf der Originalversion unablässlich macht (wenn man die Sprache gut genug versteht): Die grandiose Story "Schöner Kötzen mit Kilmister" (Ihr ahnt, worum es geht: Lemmy säuft Scott kaputt) ist eigentlich mit einem tollen Comic illustriert. In der deutschen Fassung muss auf diesen leider verzichtet werden. Immerhin wird die Story dadurch nicht weniger genial. Als Buch ist "I'm the Man" jedoch eine der besten und authentischsten Musikerbiographien der letzten Jahre.

 

Fazit: Tolle deutsche Fassung mit einem kleinen Schönheitsfehler

 

Picture

 

Share on Facebook

Konzert-Tipps

Translate