Werbegeschenke

Früher hießen sie Werbegeschenke, heute oft Give-aways. Aber auch die unterliegen gewissen Modetrends. Kalender bekommt man seit jeher, ob für die Wand, die Tasche oder den Schreibtisch. Was es früher oft gab, sind Papier-Schreibtischunterlagen, auf denen man nützliche Dinge kritzeln konnte. Ich bin ein leidenschaftlicher „beim Telefonieren Maler". Häuschen, Männeken, Pfeile, ja vor allem Pfeile haben es mir angetan. Ich bin völlig verzweifelt, weil solche Schreibtischunterlagen vom Aussterben bedroht sind. Seit einigen Jahren werden diese Dinger (die übrigens prima Werbemittel sind, liebe Firmen) immer seltener in der freien Wildbahn der MW-Redaktion angetroffen. Ich male schon seit geraumer Zeit mit dem Bleistift auf dem Tisch rum. Die Putzfrau findet es doof, ich eigentlich auch. Aber das ist ein pawlowscher Reflex (Sie wissen, der mit den sabbernden Hunden). Ich muss malen. Und manchmal auch Telefonnummern draufpinnen. Gibt es niemanden außer mir, der die tollen Unterlagen vermisst? Statt dessen bekommt man jetzt ständig Schlüsselanhänger geschenkt. Bin ich Hausmeister? So viele Schlüssel habe ich gar nicht...

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