Gesetz der Rache

„Ein Mann, der alles verloren hat, ist zu allem fähig“ kündigt sich F. Gary Grays aktueller Kinostreifen „Gesetz der Rache“ an und der Selbstjustiz-Thriller hält sein Versprechen: Clyde Shelton (Gerald Butler) muss gleich zu Filmbeginn, selbst angestochen, wehrlos mit ansehen, wie Gewaltverbrecher seine Frau und Kind brutal ermorden. Mit dem ihm mitgegebenen Worten „can´t fight fade“ kann er sich ebenso abfinden wie mit dem milden Urteil, welches dem Mörder nach einem „Deal“ mit Staatsanwalt Nick Rice (Jamie Foxx) zufällt. Nach seiner Familie verliert Shelton schließlich auch seinen Glauben an Gesetz und Gerechtigkeit. Statt in Kurzschlussreaktionen zu verfallen, beginnt die clever ausgetüftelte Vergeltung des hasserfüllten Witwers erst zehn Jahre nach den grauenvollen Geschehnissen und damit ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Shelton und Rice, bei dem nie ganz sicher ist, wer hier Gut und wer Böse verkörpert. Eines ist sicher: Die Mixtur aus Charles Bronsons „Ein Mann sieht Rot“ (Selbstjustizmotiv), Jonathan Demmes „Schweigen der Lämmer“ (Verhörszenen) und „Saw“ (Mordszenarien) ist (moralisch) immer etwas „drüber“ und nach logischen Aspekten lückenhaft. Dafür aber ist der Streifen vor allem dank eines witzig-durchgeknallten Gerald Butler (gegenüber dem streckenweisen lahmen Foxx, der erst in der Schlussszene das Spiel seines Gegenübers für sich zu nutzen lernt) durchaus über die 109 Minuten unterhaltend und mit einigen Schock-Momenten gespickt, so dass manchmal gar Zweifel bezüglich der Ab-16-Freigabe aufkommen.

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