Review: Queen of Time - Amorphis

amorphis-queen-of-timeEine der erfolgreichsten finnischen Metal-Bands kehrt mit einem überraschenden Album zurück. In ihrer fast drei Dekaden andauernden Bandgeschichte hat „Amorphis“ einige Metamorphosen mitgemacht. Vom Death-Metal wandten sie sich irgendwann mehr dem Progressive-Metal zu und verstrickten finnische und arabische Elemente in ihren Songs. Diese findet man auch vermehrt in ihrem zehn Tracks starken "Queen of Time" wieder.

„The Bee“ berauscht durch die zahlreichen harmonischen Wechsel und die vielen Arabesque-Einlagen mit der Gitarre. Der Mix aus Growls und den cleanen und starken Chorus-Parts wird begleitet von choralem Gesang und den harmonischen Wechseln. Was eine Biene mit Metal zu tun hat, ist mir leider trotzdem nicht klar.

Es ist mir bewusst, dass das Wort „episch“ in der Vergangenheit zu inflationär gebraucht wurde, jedoch vergebe ich dieses Prädikat an „Wrong Direction“. Extrem melodisch, sehr eingängiger Chorus, und das Gefühl dabei den finnischen Wind entgegen geblasen zu bekommen – am Ende endlich noch ein paar Growls dazu - Danke!

„Amongst Stars“ kommt ähnlich melodisch und noch gefälliger daher. Die härteren Growl-Parts werden dann durch die Vocals von Anneke von Giersbergen verschnörkelt. Bisschen mehr Dampf hätte schon sein dürfen.

Sind die Finnen bei „Golden Elk“ vielleicht fremdgegangen und haben sich an einem Hamburger-Schiffshorn bedient? Spaß beiseite, der Track geht gut nach vorne. Die arabischen Elemente mit den härteren Vocals haben für mich Ohrwurm-Potenzial. Das Riff will man direkt nachklimpern. Mit „Heart Of A Giant“ liefern die Finnen einen absoluten Live-Intro-Track. Ich wiederhole: pure finnische Epik. Mal sehen welchen Einstieg die Finnen dann beim diesjährigen Auftritt bei Wacken aus dem Hut zaubern. Insgesamt drei Shows haben sie 2018 in Deutschland.

Insgesamt bleiben Amorphis in „Queen Of Time“ ihrer Linie treu. An mancher Stelle dürften Sie gerne wieder härtere Seiten aufziehen.

 

Fazit: Album Nummer 13 ist alles andere als eine Unglücksplatte

 

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