Avid: Demo

cd1_lgMittlerweile gibt es ja dank des preisgünstigen und guten Heimstudioequipments Eigenproduktionen wie Sand am Meer. Das macht es für eine Band natürlich nicht einfacher aus der großen Ursuppe des Rocknoll herauszutreten. Avid könnten es aber trotzdem schaffen. Avid - das sind Chris (24, voc), Julian (23, bass), Scholle (23, drums) und Steph (19, git.) aus Wesel und Avid rocken auf ihrem brandneuen 6-Track-Demo ziemlich amtlich. Irgendwo zwischen "3 Doors down" und "Incubus" ist Avid anzusiedeln und immer wieder blitzen genau diese Ikonen durch die sechs Tracks. Das könnte durchaus eine Sparte sein, die es in Deutschland mit Leben zu füllen gilt. Handwerklich rockt das Quartett mehr als ordentlich, vor allem die Gitarrenarbeit überzeugt. Doch auch die Rhythmusgruppe versteht es, Druck zu produzieren und wumert sich durch die new-rockigen Arrangements, während Sänger Chris mal kraftvoll, mal überzeugend wimmernd ein starkes Aushängeschild des Avid-Sounds ist. Nicht alle Songs überzeugen derart wie der Einstiegstrack "Turn it on" (zum Beispiel das etwas zu vorhersehbare "Not alone"), doch unterm Strich steht ein überzeugender Erstschlag. Plattenfirmen können also unbedenklich zugreifen, Avid suchen nämlich noch einen Deal. Mit dem im Rücken würden sicher auch die zu sehr im mumpfigen Bassrevier wildernden Zerr-Gitarren fett brillant klingen. So bleibt das typische Heimstudio-Phänomen im Gitarrenbereich: Während die cleanen Klänge super sind, können sich die verzerrten Sounds nicht richtig durchsetzen, aber das ist ja ausschließlich ein produktionstechnisches Problem und schmälert die Leistung von Avid nicht. Mehr zu Avid gibt es HIER

Stil: Rock

Fazit: Prima Demo, mit dem ein Plattenvertrag winken könnte

4von6