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Sonntag August 19, 2018
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Doc 'n' Roll - 16.10.15

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This is friday, this is my day ... (The Subways) und dementsprechend mache ich heute mal ein wenig auf Verschwörungstheoretiker. Ich erzähle Euch von meinem Auto. Das ist ein Seat Leon. Und Seat gehört ja zur großen schmutzigen VW-Familie (Stichwort Abgasskandal). Folgendes trägt sich derzeit in meinem Autochen zu: Seit zwei Jahren gurke ich mit dem kleinen Schwarzen durch die Konzertgeschichte. Wenn der Tank proppevoll ist, sagt mir der Bordcomputer, dass ich bei meiner zu erwartenden Fahrweise 720, manchmal 730 Kilometer damit brausen kann. Bisher war genau das auch der Fall. In etwa seit der Zeit des aufgedeckten Skandals um den lügenden Chip im Wagen kann ich laut Bordroboter 900 Kilometer fahren. Bisher habe ich es nicht komplett ausgereizt, aber es scheint sich in der Tat zu bestätigen. Nein, ich fahre nicht sparsamer als vorher und nein, ich habe meinen Tank nicht um einige Liter heimlich vergrößert.965901 632480893430290 849310758 o

Nun gibt es zwei Szenarien: Einmal die langweilige Geschichte um den fehlerhaften Bordcomputer. Die will ich Euch ersparen, wobei sie natürlich die wahrscheinlichste ist. Besser gefällt mir aber diese Story: Seit langen Jahren hat der VW-Konzern eine geheime Absprache mit der Mineralölindustrie. Die Einzelheiten kenne ich natürlich nicht, doch es könnte in etwa so laufen:

"Unsere Autos sind sehr verbrauchsarm und diese Art des Motorbaus ist für uns auch sehr viel günstiger. Wir wissen aber um Ihre Sorge, dass nicht genug Autofahrer an die Tankstellen der Welt pilgern. Aus diesem Grund haben wir einen Chip eingebaut, der den grundsätzlichen Verbrauch eines jeden Autos in unserem Konzern um mehrere Liter anhebt.

Bei Tests, etwa von unabhängigen Automobilzeitschriften, schaltet dieser sich natürlich aus. Das Ganze hat auch den Vorteil, dass wir zwar defakto bereits 3-5 Liter-Autos im Portfolio haben, durch dieses Chiptuning aber noch einmal überteuert kleine 3-Liter-Autos an eine andere Zielgruppe verscheuern können." Staunen bei den Vertretern der Mineralölindustrie. "Das klingt ja toll. Aber für diese Zauberei wollen Sie doch im Gegensatz von uns sicher auch etwas."

Hier wird es dunkel und meine Glaskugel spuckt leider nicht die detaillierten Informationen mehr aus. Es gibt aber sicherlich einen ganzen Haufen an "Gegenleistungen", über die sich ein Konzern wie VW freuen würde. Seitdem die Affäre um den lügenden Abgas-Chip nun ans Tageslicht gekommen ist, herrscht Panik im Konzern und die Führungsetage hat entschieden, dass man per Killswitch den Benzinfresserchip (vorerst?) deaktiviert. Nichts ist unmöglich - das war natürlich der Slogan eines japanischen Automobilherstellers, trifft aber sicherlich auch auf andere Firmen zu.

Aus der Welt der Verschwörungen kommen wir zu den ganz irdischen musikalischen Themen. Rise Against hat Dortmund gerockt als gebe es kein Morgen. Ist die Live-Performance der Band eigentlich immer grandios, so war es der Sound an diesem Abend in der Westfalenhalle leider nicht. Schade drum. Fotos gibt es HIER!

Noch ein Wort zum zehnjährigen Geburtstag des RocknRoll Reporters: In Kürze hauen wir einige Preise zur Feier des Tages raus, unter anderem Software im Wert von 900 Euro, Gutscheine für Tattoos und Piercings, Fotobücher und noch ein paar schöne Dinge. Also, immer schon hier und auf Facebook die Äuglein aufhalten. 

So, Feierabend, aber nicht ohne einen Gigtipp: Heute Abend ist Riverside in Oberhausen und das ist schließlich ein Pflichttermin.

 

 

Gebt Gas und habt Spaß ...

 

 

  

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