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Freitag Februar 23, 2018
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Review: Guitar Jack 2 USB

guitarjack-usb-audio-io-desktop-mobile-lowres360x298Es ist aus Metall, klein und handlich, funktioniert sowohl an mobilen Geräten wie Iphone, Ipad oder Android als auch am PC und Mac - der Guitar Jack 2 USB von Sonoma ist ein 24-Bit-Soundinterface, besitzt einen 6,3-mm-Klinkeneingang für Instrumente, eine 3,5-mm-Stereoklinke für Mic/Line (Stereo) und einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss und geht den bereits mit dem Guitar Jack 2 für IOS (Test HIER) eingeschlagenen Weg konsequent weiter, in dem es ein absolutes All-in-One-Interface ist.

Die zusätzliche Funktionalität, die über einen Micro-USB-Anschluss hergestellt wird, hat ausschließlich Vorteil. Haben wir beim reinen IOS-Gerät mit Dockanschluss noch bemängelt, dass sich die Verbindung eher auf wackeligen Füßen stützt, benötigt man nun zwar das Camera Connection-Kit am Iphone/Ipad, um das USB-Gerät einzusetzen, hat dafür aber auch eine bombensichere Konnektivität.

Dass aus Zufall das Interface sich vom Ipad löst, ist nun nicht mehr drin. Dazu gibt es noch einige feine Unterschiede: Das USB-Gerät erkennt automatisch, welches Instrument angeschlossen ist und welches Level das benötigt. Der Sound ist hervorragend, die Latenz sehr sehr gering, so dass der Guitar Jack 2 USB in jedem Homestudio eine gute Figur macht. Ein Designfaktor verbessert das neue Interface ebenfalls: Während das IOS-Gerät noch glänzte und somit anfällig für Fingerabdrücke deluxe war, ist der Guitar Jack 2 USB aus gebürstetem Metall. Im übrigen kann man die kleine Wunderkiste auch an einen Gitarrenverstärker anschließen, so dass es dieses mal rein gar nichts zu meckern gibt. Der Preis von 129 Euro ist hier durchaus zu vertreten. Besser, hochwertiger und handlicher kann man nicht zwischen den verschiedenen Welten (IOS/Android/PC/Mac) wandeln!

Achtung: Wir verlosen unser Testexemplar! 

Wer gewinnen will, wird bis zum 1. November, Fan unserer Facebook-Seite oder (wenn er schon Fan ist) schreibt eine Email mit der Betreffzeile "GUITARJACK" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein! Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Test: Saints Row 4

Saints-Row-4-box-artIch gebe zu, ich konnte der Saints Row-Reihe bislang nicht viel abgewinnen, erschien sie mir doch wie der hässliche kleine Bruder von GTA mit kruden Storylines. Saints Row 4 aber ist so durchgeknallt und so konsequent bekloppt, dass man das hässliche schwarze Entlein der Open World-Familie einfach in die Arme schließen muss, um es zu knuddeln - und danach in virtuellem Blut sudelnd laut lachen zu müssen bis das Rippenfell bebt.

Unser Held, der Anführer der Saints Row-Homies, ist plötzlich der Präsident der mächtigsten Nation des Planeten. Nanu? Was ist passiert? Ganz einfach: Die USA hat ihren Hang dazu, seltsame Typen zu Staatschefs zu machen, auch in der Virtualität fortgeführt und der ehemalige Gangführer (und Weltenretter) schlendert somit in der Eingangsszene salopp zur Pressekonferenz, beendet per Dekret den Tod durch Krebs und - wird danach von Aliens angegriffen.

Klingt wirr, wahnsinnig und bescheuert? Das war nur der Anfang. In der Folgezeit katapultieren die Aliens den muskelbepackten Helden in eine virtuelle Welt - erst sind es die heilen 50er (in denen man dennoch allerhand Blut vergießen darf), dann die aus Saints Row 3 bekannte Spielwelt, der Stadt Steelport Sehr klug von den Herstellern, denn so konnte ein Teil der gebauten Level recycelt werden. Bis wir aus dieser Simualtion ausbrechen können, fließt eine Menge Blut, werden Tonnen von Autokarossen zerlegt und harmlose Fußgänger aus Versehen geplättet. Dazwischen bekommen wir Superkräfte, fliegen durch den Weltraum und und und.

Besonders witzig sind die häufigen Anspielungen auf Sci-Fi-Klassiker, Dumpf-Blockbuster oder Spiele-Hits (Mass Effect). Die verrückten Ideen ziehen sich durch das ganze Game, so dass man nach 15 bis 20 Stunden Spielzeit Denkwürdiges wie ein Blowjob mit einem Roboter nicht so schnell verdrängen kann. Das alles macht eine Menge Spaß, selbst, wenn die Grafik nahe am Augenkrebniveau knuspert, die KI strunzdumm und die Steuerung der Fahrzeuge nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Gewaltdarstellung ist massiv - roter sieht man sonst nur in einer Blutbank. Unterm Strich bleibt ein technisch schwaches Spiel mit krudem Humor. 

Double Crush Syndrome: The You Filter

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Hat es ihm der Rockgott geflüstert? Andy Brings, Ex-Sodom, Ex-The Traceelords, Axe-Andy, singt nach zwei Deutschrock-CDs wieder in der Muttersprache des verzerrten Saitenschwungs. Gott sei Dank. Double Crush Syndrome heißt seine neue Band, die er mit Aurora Steffens (bass, backing vocals) und Markus Herzog (drums) zum Olymp führen will. Der Weg könnte steinig werden, denn Doube Crush Syndrome machen nicht alles, aber vieles anders als andere. Der Trend ist ihr Feind - und das tut dem Hörer richtig gut.

Nach dem ersten Song "She's a pistol" (schönes Ramones-Intro übrigens ...) ist man erst einmal platt, wie roh das Ganze tönt. Keine komprimierte Tonscheiße, die nach zweimaligem Hören das Ohr so nervt, dass der Silberling in die Ecke fliegt, sondern fette Scheiße made in the Eighties. Die CD hat Raum und der Sound ist lebendig. 

Double Crush Syndrome klingen wie die RamonesAngusKissLemmyCrüe und das sind in den gelben Seiten des Rocks die besten Referenzen. "The You Filter" ist ein Gesamtkaputtwerk - angefangen vom Trash-Cover bis hin zu den Bandfotos. Das ist so Underground, dass man eine große Plattenfirma dahinter vermuten könnte. Die hätte aber sicher den rohen und deshalb geilen Sound des CD versaut. War noch was? Ach ja, Songs. Die gibt es auch auf "The You Filter". Die erste Single "Yeah! Pain" rumpelt mit eingängigem Refrain und Malcolm Young-Gedächtnis-Intro lustig durch die Boxen, "Blood on my shirt" könnte ein zerfledderter The Traceelords-Knüller (Refrain!) mit erneut harter AC/DC-Schlagseite sein, "Refuse to kiss ass" biedert sich in Sachen Riffing etwas zu sehr an eine Band an, deren Sänger sich ins Nirvana geschossen hat, während "Die for Rock'nRoll" ein Übersong mit Weltklasse-Refrain ist.

Es macht Spaß, in den Songs zu stöbern, denn es finden sich immer hübsche Versatzstücke aus 100.000 Jahren RocknRoll-Geschichte. Hier wird deutlich, wo Andy Brings Wurzeln rumlungern. Dabei kocht die Band ihr eigenes Süppchen und vermischt wunderbar die Zutaten zu einem scharfen Hauptgang ... der vor der Schlussnummer "Tonight" aber lieber abgeräumt gewesen wäre. Abgedämpfte Achtelakkorde mit balladeskem Einschlag - das will ich von Double Crush Syndrome so nicht hören. Das kann das rockende Monument "The You Filter" aber wirklich nicht vom Sockel reißen. Bis zum Olymp sind es nur noch ein paar Akkorde ...

 

Die Band auf Tour:

July 13: De Haan / Belgium ("Coq Rock Festival" with THE QUIREBOYS and more)
July 30: Nürnberg (Rockfabrik, supporting UGLY KID JOE)
August 17: Oberhausen (Crowded House with GUN BARREL)
August 23: Lichtenfels (Paunchy Cats)
September 7: Berlin (IFA)
October 31: Köln (Jugendpark)

 


 

 

Review: The Last of us

the-last-of-us-cover1Man nehme: Storyfetzen aus "I am Legend", "The Walking Dead" und "28 days later", packe einen mit sich selbst zweifelnden, zerbrechlichen Helden und ein toughes kleines Mädchen hinzu und bringe dies auf "Uncharted"-Niveau - schwupps hat man eines der besten Spiele des Jahres 2013 für die dahinsiechende Playstation3. "The Last of us" ist großes, nein, ganz ganz großes Konsolenkino. Das Spiel ist ein solcher Titel, für den sich X-Boxler die Gliedmaße abtrennen würden. "The Last of us" gibt es nur auf der PS3 und wurde von "Naughty Dog", den Uncharted-Machern, produziert. 

Die Story ist schnell erzählt: Schmuggler Joel schlägt sich zusammen mit der 14-jährigen Ellie durch ein Endzeit-Szenario. Ein Virus hat in rasender Geschwindigkeit Menschen befallen, indem Sporen über die Umgebung aus der Luft übertragen wurden. Die Befallenen werden zu Zombies. Punkt. Zwischen Joel und Ellie entwickelt sich nach harschem Beginn eine zarte Vater-Tochter-Beziehung. Mehr will ich hier nicht verraten, auch nicht, warum sie sich durch das Ödland schlagen müssen.

Was am Spiel vor allem begeistert, ist die düstere Atmosphäre, die einen sofort packt und in die eigentlich recht simple Handlung verwebt. Grafisch wurde bei der Präsentation von "The Last of us" ordentlich auf den Putz gehauen, im Spiel hat man dann zugunsten einer flüssigen Darstellung aber offensichtlich dann doch Abstriche gemacht. Die Bilddarstellung ist dennoch gut, lediglich einige verwaschene Texturen gibt es zu bemängeln. Wenn ich bei einem Spiel nicht bemerke, dass ich die Hintergrundmusik nicht ausgestellt habe, ist dies ein sehr gutes Zeichen für den Titel. So auch hier. Immer stimmig, nie aufdringlich erlebt man den höchst interaktiven Zombiestreifen. Eine wahre Wonne. Zum Ton gibt es noch zu sagen, dass "The Last of us" Vorbildcharakter besitzt, denn es lässt sich sowohl auf deutsch als auch auf englisch spielen. Die deutsche Synchronisation ist aber sehr gut gelungen.

Spielerisch gibt es keine großen Revolutionen, wenngleich es hier und da einige schöne Idee gibt (etwa, dass Messer nicht ewig halten und man mit herumliegenden Backsteinen und Flaschen um sich werfen kann, oder, dass man Gegenstände wie Medizinkoffer selbst aus umliegenden Teilen herstellen kann). Der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf "einfach" recht fordernd und irgendwie hat man nie genug Munition. Dafür ist das Speichersystem 1a und der Autosave lässt einen nie viel wiederholen. 1370039825-runner-punch1

Die Steuerung ist unkompliziert, manchmal (meist kurz vor oder nach Zwischensequenzen) ist das Renntempo der Figuren etwas zäh, was aber wohl Absicht ist. Apropos Zwischensequenzen: Die befinden sich auf Augenhöhe mit der "Uncharted"-Serie und treiben die Story schön voran.

Nach rund 16 Stunden ist das Vergnügen leider vorbei, es bleibt ein ordentlicher, wenn auch nicht überragenden Multiplayer-Teil, und die Aussicht, dass nach dem Abspann eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen sein könnte. "The Last of us" ist vielleicht der letzte richtig große Titel für die Playstation3 und ein "Must have".

Review: Grid 2

Grid-2-Playstation-3-cover-811x1024Grid 2 von Codemasters sollte ein weitere Meilenstein im Racing-Genre werden. Gekommen ist es leider ganz anders. Der Hype war groß um dieses Spiel, das fertig Produkt enttäuscht dann aber leider in vielen Belangen. Doch fangen wir mit dem positiven an: Der Spieler muss nicht ewig rumfahren und Rennen gewinnen, um tolle Autos freizuschalten. Gleich zu Beginn ist man recht gut ausgestattet. Der Einstieg ins Game ist durchaus schnell geschafft und schon bald fühlt man sich in den Menüs von Grid zu im heimischen Cockpit. Auch der Motorensound ist fett und geil.

Als erster Nervfaktor fallen dann die elendig langen Ladezeiten auf, doch da ist man von Skyrim schon Schlimmeres gewohnt.

Liegt der Wagen dann erst einmal auf der Strecke enttäuscht die Grafik auf ganzer Linie. verwaschene Texturen, (gewollte?) Grafikfehler bei einem Crash und brutal reizbares Fahrverhalten machen es einem nicht leicht. In fast jeder Kurve muss gedriftet werden, das ist nicht sehr realistisch. Überhaupt: Zwar gibt es ein Schadensmodell, welches man optional aktivieren kann, doch die Wagen halten so viel aus, dass man es sich auch sparen kann. War der Vorgänger noch eine perfekte Mixtur aus Arcade und Simulation, verkommt Grid 2 zum reinen Arcade-Renner und reiht sich damit hinter EAs Need for Speed ein.

Und ein Rennspiel ohne Cockpitansicht ist ja immer spitze sieht die schwarze Flagge ohnehin schon vor der Zieleinfahrt. Codemasters hat hier eine riesige Chance vertan. Schade. 

Injustice: Götter unter uns

InjusticeGodsAmongUsCoverArtImmer mitten in die Fresse rein ... singen die Ärzte und die haben "Injustice: Götter unter uns" nicht einmal gespielt. Der Prügeltitel ist ganz im Mortal Combat-Stil gehalten, bietet dann aber doch etwas mehr als nur ein schnödes Charakteraustauschen und drau, nämlich: Eine Storyline!

Bei "Injustice: Götter unter uns" treffen zwei Legenden aufeinander, denn NetherRealm, der preisgekrönte Entwickler der ultimativen Prügelspiel-Serie Mortal Kombat, schickt diesmal die berühmten Helden und Schurken der DC Comics in die Arena.Die Story bietet im Single-Player-Modus ordentlich Atmosphäre, spielerisch werden sich Mortal Combat-Veteranen aber sofort heimisch fühlen.

Doch auch in Sachen Tastenbelegung gibt es interessante Neuheiten: Mittels Schultertaste lässt sich die Umgebung gegen den Gegner einsetzen.Apropos: DC-Kultschauplätze wie die Bathöhle und Supermans Festung der Einsamkeit sind natürlich ebenfalls am Start. Für mich machen die Kämpfer wie Batman, Joker, Superman, Catwoman und viele andere deutlich mehr her als die Mortal Combat-Pendants aber das ist Geschmacksache. Darüber kann man halt streiten, nicht aber über die Grafik, die selbst auf der mittlerweile etwas betagten PS4 saugut rüberkommt.

Fazit: Mehr als nur ein aufgeborhtes Mortal Combat ist Injustice auf jeden Fall. Wie immer bei Beat em ups muss man diese Spielart schon mögen, um restlos begeistert zu sein. Immerhin bietet hier die schöne Storyline einen interessanten anderen Ansatz.

Test: Bioshock Infinite (PS3)

bioshock infinite ps31Und am Ende ist es doch "nur" ein Shooter, wenn auch ein guter! Das könnte das Fazit von Bioshock Infinite sein, doch das wäre dann arg zu kurz, um diesem Game gerecht zu werden. Es ist das Jahr 1912 und die amerikanischen Ideale werden durch die schwebende Stadt Columbia verkörpert.

Ja, richtig gehört: Es geht aufwärts, während beim Vorgänger noch unter Wasser geplätschert wurde. Dumm nur, dass Columbia auf einmal verschwindet. Da kommt der Gamer alias Pinkerton-Agenten Booker DeWitt ins Spiel, der nach Columbia gesandt wird, um die junge Elizabeth zu retten. So weit so normal und unaufgeregt. Viel verraten darf ich über die Story hier einfach nicht, nur so viel: Sie ist brillant und hollywoodreif.

Grafisch macht Infinite einen sehr guten Eindruck, selbst auf dem Auslaufmodell PS3. Atmosphärisch gab es wohl nie einen solch packenden Shooter (Ok, Halflife war sicher noch besser). Das Kampfsystem ist ausgereift und Irrational Games hat es einfach geschafft, Bioshock auf ein neues Level zu heben.

Am Ende dreht die Storyline so richtig auf und vor allem total ab! Wenn die RocknRollReporter aber etwas zu meckern haben, wird das auch gesagt: Viele der verfügbaren und freischaltbaren Kräfte machen lediglich das Spiel "fetter", sind aber im Kampf oft unsinnig und unnötig. Hardcore-Spieler werden zudem bemängeln, dass eigentlich auf allen Schwierigkeitsstufen das Game zu einfach ist. Dennoch: Bioshock Infinite ist bisher das beste Spiel des Jahres.

Review: Crysis 3 (PS3)

screenshot 281126 thumb wide940Die Crysis-Reihe trumpfte immer schon vor allem durch die opulente Grafik auf. Spielerisch war nicht immer alles Gold, was da so schön glitzerte. Vor allem KI-Schwächen nervten bei den beiden vergangenen Teilen. Crysis 3 will nun alles besser machen. Und in der Tat ist der dritte Output aus dem Hause Crytek seinen beiden Vorgängern in fast allen Belangen weit überlegen.

Vor allem die Einbeziehung unseres Kumpels Psycho, der nun erstmals ein Gesicht hat, schafft es, emotional Ordentliches zu bewirken. Mit einem echten Buddy an seiner Seite killt es sich doch einfach viel besser. Storytechnisch ist Crysis 3 solide, manchmal unglaubwürdig, am Ende zu schmusig und schmalzig - wie ein echter Hollywood-Blockbuster halt. Und genau das ist Crysis 3: Feinstes Popcorn-Shooter-Kino.

Dazu trägt natürlich die sensationelle Grafik und der Bombastsound bei. Gleich zu Beginn weiß man, wo der Hammer hängt. Im Regen und bei Nacht ist das Spiel bereits so schön, dass man sich atemberaubt zurücklehnt - und erst einmal abgeschossen wird. Wie man spielt, ist einem oft selbst überlassen: entweder als Rambo, der einfach durchprescht oder als schleichender schweigsamer Rächer, der nach und nach unbemerkt die Feinde aus dem Weg räumt. Einen Kritikpunkt gibt es denoch: Die lineare Struktur des Spiels!

Angekündigt war mehr Open World, mehr freie Entscheidung, herausgekommen ist nichts anderes als bei den Teilen 1 und 2. Schade, aber - und das ist gut so: es bleibt Luft nach oben! Grafisch eher nicht, es sei denn Crysis 4 wird für die PS4 entwickelt. Bis dahin warten wir mit angespanntem Atem. 

Holy Hell: EP + Verlosung

holyhellepDie US-Band Holy Hell ist ein Baby aus dem Manowar-Clan und hat nun als Appetithäppchen für die später im Jahr erscheinende CD "Darkness Visible" eine EP auf den Markt geworfen, um die Wartezeit zum Longplayer zu verkürzen. Maria Breon und ihre Jungs präsentieren darauf wieder feinsten Power-Metal im Fahrwasser eine Band wie Nightwish oder Delain. Zum Glück halten sich bei Holy Hell die Bombastwände etwas mehr im Hintergrund. "Lucifer's Warning" als Eröffnungstrack macht Lust auf die ganze CD. Getragene Strophen, hymnischer Refrain und tolles Flitzergitarrensolo bilden das Fundament, über dem alles die Stimme von Maria Breon engelsgleich thront. Super Nummer. Etwas schwächer präsentiert sich der Folgetrack "Accept the Darkness" und nervt mit einer zu platten (und so schon zu oft gehörten) Hookline im Refrain. "Haunted" gefällt mir da schon viel besser. Getragen, fast doomig und einem schnellen Soloteil ausgestattet ist der letzte Studiotrack auf der EP ein Hit. Danach gibt es noch "Armageddon" in einer Live-Version und viel besser kann man einen solchen musikalischen Happen nicht abrunden.

 Dazu verlosen wir 2 T-Shirts und 1 Zipper in Girliegröße (siehe Fotos unten) sowie 2x die EP "Apokalypse". 

Wer gewinnen will, schreibt bis Donnerstag, 26. Juli 2012, eine Email mit der Betreffzeile "HolyHell" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein!

Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Test Drive Ferrari Racing Legends

ferarriTestdrive - allein der Name bring muffige Atari und C64-Joysticks zurück in Erinnerung- Kaum eine Rennserie hat so lange überlegt. Mit Test Drive Ferrari Racing Legends werden erstmals die Ferrari-Traumautos aus mehr als 60 Jahren in HD nachempfunden. 

Seit über 60 Jahren steht der Name Ferrari für Hochgeschwindigkeit und Luxus in der Automobilwelt. Das vom italienischen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründete Unternehmen setzte hohe Standards in der Automobilwelt und ist berühmt für sein Engagement auf dem Gebiet der Autorennen.

Der Spieler wird auf eine Reise durch die Zeit geschickt, von den frühen Tagen der Autorenngeschichte (1947-1973) bis in die Gegenwart des modernen Rennsports. Sehr cool: das in Sepia daherkommende Ambiente der ganz frühen Events aus den 50ern. Gleich 52 Ferraris wurden modelliert, der Spielumfang ist sehr groß. Von Rennen um Titel oder einfachen Tesfahrten eines Prototypen ist fast alles dabei. Leider ist der Schwierigkeitsgrad nicht unbedingt ausbalanciert: Bereits auf er zweiteinfachsten Stufe sind die Missionen in den 70ern bockschwer. Ein Lenkrad als Eingabegerät ist dringend erforderlich, um gescheit zu cruisen.

Insgesamt gibt 39 Strecken in Europa und den USA. Fast alle Autos fahren sich unterschiedlich, das ist ein echtes Pfund, mit dem das Spiel wuchern kann. Genauso verhält es sich mit der Soundkulisse. Was hier auf die Beine gestellt wurde und ins Ohr saust, ist schlichtweg sensationell gut.

Es gibt drei verschiedenen Singleplayer-Modi, diverse Mehrspieler-Optionen und Online-Leaderboards.

 

Grafisch ist Test Drive Ferrari Racing Legends kein Premiumtitel. Zu oft poppen Landschaftsgegenstände auf, zu verwaschen und detaillos wirken manche Strecken. Immerhin: Die Cockpit-Ansichten sind toll. Ganz schwach hingegen: Die Events und die Zielsetzungen sind in liebloser Textaufmachung im Ladebildschirm versteckt.Trotz der Kritik: Für Rennsportfans ist dieser Titel ein Muss. 

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Hier die Streckenliste in der Übersicht:
 Catalunya GP - Spanien
 Catalunya National - Spanien
 Spa Francorchamps GP (1980) - Belgien
 Spa Francorchamps GP (2004) - Belgien
 Côte d'Azur Casino Riviera - Frankreich
 Côte d'Azur Monte Grande – Frankreich
 Côte d'Azur Monument Loop - Frankreich
 Côte d'Azur Port Boucle - Frankreich
 Donington Park GP (2009) - England
 Donington Park National (2009) - England
 Enna Pergusa - Italien
 Fiorano - Italien
 Fiorano Alternate - Italien
 Hockenheimring GP - Deutschland
 Hockenheimring GP (1982) - Deutschland
 Hockenheimring National - Deutschland
 Hockenheimring Short - Deutschland
 Imola (1981) - Italien
 Imola (2005) - Italien
 Misty Loch – Fantasiestrecke
 Monza GP (1958) - Italien
 Monza GP - Italien
 Monza Junior - Italien
 Motorsport Arena Oschersleben - Deutschland
 Motorsport Arena Oschersleben B Course – Deutschland

The Amazing Spiderman

amazingspidermanSeien wir ehrlich: Die bisherigen Spiderman-Games waren niemals mehr als durchschnittlich. Dabei kann es doch so atemberaubend sein, frei durch Manhatten zu schwingen. Zum brandneuen Spiderman Film kommt auch das gleichnamige Spiel unter anderem auf die PS3 (unserem Testsystem). Das Spiel lehnt sich an den Film an (spielt aber danach) und so ist durchaus "Spoilergefahr" gegeben.

Die Story wurde vom Hollywood-Autor Seamus Kevin Fahey (Spartacus: Gods of the Arena, Battlestar Galactica) geschrieben. Deutlich orientieren sich die Entwickler an Genre-Primus "Batman: Arkham City" (Test HIER). Das Kampfsystem von Spidey gleicht dem des dunklen Rächers wie ein Ei dem anderen. Klar, darf ausgiebig Spinnennetz verschossen werden, doch, wer Batman gespielt hat, kommt hier sofort klar. So gut ließ sich der freundliche Netzspinner noch nie steuern. spidey2

Das Schwingen durch Manhattens Häuserschluchten ist einfach unbeschreiblich genial umgesetzt, vor allem, wenn in den Wolkenkratzerscheiben der Rest der Stadt gespiegelt wird. Grafisch ist das aber auch einer der wenigen Höhepunkte, denn das Krabbeltier-Abenteuer ist recht bieder und verliert auf der technischen Ebene den Kampf gegen den DC-Superhelden Batman und seine letzten beiden (!) Spiele deutlich. Geboten wird neben der etwas dürren Story auf den Nebenkriegsschauplätzen eine ganze Menge. So gilt es Comicseiten zu sammeln, Audiofiles einzufangen und vor allem alternative Kostüme freizuschalten. Das haben wir natürlich in Arkham auch schon gemacht. Das macht dennoch sehr viel Spaß, die Tiefe, die der Superheld der Konkurrenz bietet, fehlt hier leider an einigen Enden. Auch der für die Figur Spiderman besonders wichtige Humor mit flotten Sprüchen kommt manchmal sehr mit dem Holzhammer daher. Trotzdem sorgt "The Amazing Spiderman" für mehr als zehn Stunden Freude und kann ohne Umschweife als das beste Spidey-Game aller Zeiten abgestempelt werden und ist für Spiderman-Fans ein Pflichtkauf.

Übrigens: Stellt man die Systemsprache der PS3 auf englisch, kommt man in den Genuss der Originalversion, wobei auch die deutschen Stimmen verkraftbar sind.

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Lollipop Chainsaw (PS3)

lolliLollipop Chainsaw erzählt die Geschichte der hübschen Zombie-Jägerin Juliet Starling, die sich auf die Suche nach dem Ursprung eines gefährlichen Zombie-Virus' begibt und mit ihrer Furcht einflößenden Kettensäge durch Horden von Untoten kämpft. Doch schon bald wird klar, dass dies erst der Anfang ist und der Kettensägen-schwingenden Cheerleaderin mächtige Zombie-Rock-Lords nach dem Leben trachten. Klingt komisch?

Ist es auch, aber eher nicht im Sinne von witzig, eher im Sinne von "seltsam". Eigentlich ist alles trashig an diesem Titel: Die  Hollywood-Cheerleader-Tussi mit Zombiehass als Rollenmodell, die Grafik, der Soundtrack, vor allem das Gameplay! Hack & Slay, ab und zu Hüpf & Slay, aber immer Slay, gern mit Kettensäge. Kurzum: Das muss ein 1-Punkte-Game sein, oder?

Nein! Es macht dann doch mehr Spaß als man sich vor allem als Tester zugestehen möchte. Vielleicht ist es ja das simplifizierte Gameplay. Juliet kann man immer mal wieder reinschieben (nein, nicht EINEN reinschieben) und zwischendurch ein paar Untote meucheln.

Nachdenken? Nicht erlaubt und nicht erwünscht. Zombiefans freuen sich über die massiv vertretenen Anspielungen auf Genre-Hits. Trotzdem gibt es auch Kritikpunkte, die nicht außer Acht gelassen werden können.

Die Ladezeiten sind unterirdisch, der Humor, den Juliet transportiert, grausam. Das Spiel insgesamt ist schnell durchgezockt und insgesamt etwas zu einfach - aber genau das scheint auch der Gameplan gewesen zu sein.

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