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Donnerstag Juni 29, 2017
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Review: Faith / Yasi Hofer

yasi-coverYasmin „Yasi“ Hofers Karriere ist eng verknüpft mit Gitarren-Großmeister Steve Vai. Der beeindruckte sie in jungen Jahren so sehr, dass sie die Violine in die Ecke warf und sich fortan daran tat, wie eine Besessene die E-Gitarren zu bändigen. Später konnte sie beim Flitzefingergott live auf der Bühne mitspielen, bevor er sie nun mit dem Track "Cosmic Stars" auf der aktuellen Compilation-CD seines Favoured Nations-Label ("She rocks Vol.1") verewigte.

Kein Wunder also, dass bei Yasi Hofers zweiter CD "Faith" die spielerischen Referenzen an Steve Vai fast immer durchscheinen. Wäre das alles, könnte man Yasis Werk schnell abtun, doch die Ulmerin schafft es, stilistische Sprünge zu machen, pendelt zwischen Instrumentalrock und bluesigen Gefilden munter hin und her. Beides klappt dabei hervorragend. Dies liegt natürlich an der technischen Brillanz der 24-Jährigen, die einen sahnig-tollen eigenen Gitarrenton pflegt, aber auch daran, dass ihr Gesang sich dahinter nicht verstecken muss.

Während Songs wie "Cosmic Stars" oder "Tender Storm" die Vai-Fangemeinde bestens bedienen dürfte, können auch Bluesrock-Freaks mit Tracks wie "Feeling Zany" (mit tollen Stevie Ray Vaugn-artigen Solo) oder dem schweren modernen Südstaatenblues von "Crossfire" etwas anfangen. Yasis Kernkompetenz bleiben aber weiter instrumentale Parforceritte durch die Welt der schnellen Noten. Vai und Satriani lassen schön grüßen. Nicht alle Songs zünden gleichermaßen. Der Titeltrack kriecht beispielsweise zu langsam aus seinem Schneckenhaus (explodiert dann am Ende aber immerhin), und insgesamt hat man den Eindruck, dass diese zweite CD noch nicht Yasis Meisterwerk sein wird, auch, wenn es wahrlich nicht viel zu meckern gibt. Da steckt noch mehr drin und man kann sich überaus auf mehr Musik von Yasi Hofer freuen.

 

Fazit: Starke zweite CD von Yasi - nicht nur für Fans von Steve Vai und Co

 

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Lest unser Yasi-Interview zur neuen CD HIER!

Review: Hardwired...to self-destruct / Metallica

metallica-hardwired-to-self-destructEs gibt kaum eine Metalband, die in der Form der letzten 20 Jahre mehr polarisiert hat als Metallica. Während sich die Metalwelt nahezu einig ist, dass trotz der technischen Schwächen der Band die ersten drei Alben Göttergaben des Thrash sind, herrscht über fast alles, was danach kommt, große Uneinigkeit. Mit Alben wie St. Anger (Sound) und Lulu (Songs) wurden Metallica gar zur Lachnummer, bevor "Death Magnetic" zumindest einigermaßen zufriedenstellen konnte. Die Taktik von "Hardwired...to self destruct" war in Sachen Marketing genial: Einen Tag vor Veröffentlichung gab es alle Songs mit offiziellen Videos zu bestaunen und der Hype wurde immer größer. 

Und in der Tat haben Hetfield und Co dieses Mal deutlich mehr vorzuweisen, was ihrem Status entspricht: Die Scheibe ballert mit "Hardwired", "Atlas Rise" (hoffentlich rufen Iron Maiden nicht an und wollen die geliehenen Licks zurück), "Now that we're dead" und "Moth to the flame" absolut amtlich los. Erste Schwächen hingegen finden sich hier schon: Zu oft werden zugegeben gute Riffs bis zum Erbrechen wiederholt. Das zieht sich durch das ganze Album. Nach diesen Songs wird es lahm und Metallica verlieren sich im Midtempo. Wer die neue Testament kennt, weiß, wie Thrash zu klingen hat. Jedenfalls nicht so wie "Dream no more" oder dem absoluten Stinker "Confusion".

"ManUnkind" nimmt dann wieder mehr Fahrt aus, aber "Here comes Revenge", "Am I savage?" und der wirklich schlechte Motorhead-Tribut "Muder One" sind Stangenware, langweilig und austauschbar. Immerhin: Mit "Spit out the Bone" kommt ein Mega-Song, der dem Begriff Thrashmetal alle Ehre macht.

Das Problem bei Bands dieser Dimension ist immer wieder das fehlende Regulativ in Form eines mündigen Produzenten: der hätte nämlich einige der Songs vom Album geschmissen, die Wiederholungen innerhalb anderer Songs verkürzt und es wäre eine triumphale Rückkehr mit bockstarken Songs wie "Bone", "Atlas" oder "Moth" geworden. So dümpelt das Midtempo zu oft rum. Schade. 

 

Fazit: Ordentlich bis gut mit zu viel Midtempo-Gedümpel und ätzenden Schlagzeugsound

 

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Review: Call of Duty - Infinite Warfare

cod34Die Call of Duty-Reihe ist so etwas wie der Arnold Schwarzenegger unter den Actionspielen: Wo COD draufsteht, knall es an allen Ecken und Enden, gibt es mehr Explosionen als Dialoge. "Infinite Warfare" macht da natürlich keine Ausnahme, das will es aber natürlich auch überhaupt nicht, die Spielreihe ist schließlich die umsatzstärkste auf dem Planeten.

Die Story von Infinite Warfare ist fix erzählt: Die Zukunft - unendliche... ach nein. Endliche Rohstoffe. Die natürlichen Ressourcen der Erde sind erschöpft und die Menschheit muss sich von anderen Planeten und Asteroiden leckere Rohstoffe zusammenklauen. Doch das wollen auch andere. Die Settlement Defence Front (SDF) unter Führung von Admiral Salen Kotch vom Mars und gespielt von Kit Harington aus Game of Thrones (Jon Snow) ist der große (und komplett uncharismatische) Gegenspieler. Der Bösewicht quasi. Es gilt ihn also zur Strecke zu bringen. Viel mehr muss man nicht wissen, um in die Haut von Nich Reyes zu schlüpfen. Als dieser führen wir nun unsere Streitkräfte erstmals auch ins All. Und da, wo es eigentlich keine Explosionen zu hören gibt, knallen wir so manches Raumschiff in die ewigen Jagdgründe. Dabei bietet Infinite Warfare eine hübsche Mischung aus Herumlaufen und Ballern sowie Herumfliegen und - Ihr habt es Euch gedacht - Ballern. Die Grafik ist atemberaubend, die Explosionen suchen ihresgleichen, der Sound ist top, die Steuerung präzise, die Gegner fordernd (was vor allem an der enormen Menge der Kollegen liegt). Ist Infinite Warfare also das beste Action-Spiel nach Jesu Geburt? Nein, es ist nicht einmal das beste Call of Duty-Spiel, denn im Singleplayer ist die Story doch arg dünn und setzt auf ziemlich großspurigen Patriotismusquatsch im besten Ami-Stil. Dazu ist es einfach zu linear. Dieses CoD trennt die Gelegenheitsspieler von den Profis. Während erstere im Singleplayer eine Weile Spaß haben können, sind viele Pro-Zocker genervt von der vielen Rumhüpferei und den schlechten Spawnpunkten im Multiplayer. Hübsch hingegen: Ein im 80er Stil gehaltenes Jahrmarkt-Zombie-Abenteuer gibt es zum Spiel obendrauf. Tipp: Installiert bitte unbedingt die englische Sprachversion. Die deutsche Synchro stinkt.

 

Fazit: CoD im Weltraum - alles ballert, alles explodiert - Profis sind genervt

 

 

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Review: Dishonored 2 (PS4)

dish22012 war Dishonored, das Schleich und Attentatsspiel der französischen Softwareschmieder Arkane Studios ein echter Überraschungserfolg. Doch das ist vier Jahre her. Können die Franzosen mit dem Nachfolger nun an den Erstschlag anknüpfen? Dishonored 2 spielt 15 Jahren nach dem Vorgänger. Die einstige Thronerbin Emily Kaldwin wurde um ihr Privilieg, Kaiserin zu werden, betrogen und will nun Rache. Dabei hilft der junge Frau Ziehvater und Leibwächter Corvo Attano. Interessant: Man kann selber entscheiden, mit welchen Charakter man spielen möchte. Dabei spielen sich beide völlig unterschiedlich, was der Langzeitmotivation zugute kommt. Einen Koop-Modus gibt es hingegen nicht, würde dem Schleichspielprinzip aber auch entgegenwirken. 

Corvo spielt sich fast wie in Dishonored 1. Er kann die Wächter schleichend aber auch im furiosen Kampf bewältigen. Emily ist da eine ganz andere Nummer: Wer hier nicht schleicht und heimlich zu Werke geht, wird zwangsläufig häufig scheitern. Die Grafik wurde deutlich aufgebohrt, die Welt sieht wirklich sehr hübsch aus, wenngleich aktuelle Top-Titel wie Uncharted eindeutig die Nase vorn haben. Die Gegner agieren sehr indifferent. Mal strunzdumm, suchen sie in anderen Momente intelligent die ganze Gegend ab und machen es dem Spieler deutlich schwerer, sich zu verstecken, als noch im Vorgänger. Die Stadt Karnaca ist nun deutlich detaillierter und hat mehr zu bieten. 

Die Atmosphäre der Stadt ist sagenhaft, die Charaktere bleiben leider oft blass, genauso blass wie eher müde Story. Dennoch: Nach einigen ersten Stunden (in denen Dishonored 2 ein wenig zäh daher plätschert) wird das Spiel immer besser, das Leveldesign ausgeklügelter und übertrifft sogar das tolle Debütgame. Was nervt? Leider die Steuerung, die bewusst im 1st Person-Stil angesiedelt ist. Nicht immer ist die Bewegung am Gamepad so geschmeidig, dass man auch wirklich von einer Dachrinne zu nächsten hüpft, sondern wie ein Stein in die Gasse darunter plumpst. 

 

Fazit: Wie Dishonored 1 - nur noch besser. Problematisch bleibt die Steuerung.

 

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Review: Mafia 3 (PS4)

81iz1c16feL. SL1500 Einmal auf links gedreht hat das Entwicklerstudio Hangar 13 die Mafia-Reihe mit Mafia 3. Waren wir in den ersten beiden Teilen noch überzeugte old-schoolige und vor allem italienische Mafiosi, ist nun alles ganz anders und wir trachten den europäischen Einwanderern nach dem Leben und übernehmen ihre Geschäfte. Wir, das ist der farbige Vietnam-Veteram Lincoln Clay, der in der fiktiven Stadt New Bordeaux (eindeutig New Orleans), Ende der 60er Jahre sich neben harten Geschäften auch mit einer ganzen Menge Rassismus beschäftigen muss. Nach Jahren des Kampfes in Vietnam kennt Lincoln Clay die Wahrheit: Familie ist nicht das, wo man hineingeboren wird, sondern das, wofür man stirbt. Wieder zu Hause in New Bordeaux will Lincoln seiner kriminellen Vergangenheit entfliehen. Doch als seine Ersatzfamilie, die schwarzen Gangster, von der italienischen Mafia verraten und ausgelöscht wird, gründet Lincoln auf der Asche der Vergangenheit eine neue Familie und schlägt eine Schneise der Rache und Vergeltung durch die Reihen der Verantwortlichen. 

Die Mafia-Reihe hatte immer schon etwas von GTA, nur mit dem spannenden Mafia-Setting. Das ändert sich auch mit Teil 3 nicht. Die Story wird famos erzählt, kann aber nicht von einigen Gameplay-Problemen ablenken.

Die Grafik ist eher unterdurchschnittlich und die KI leider strunzdumm. Ein Beispiel? Will man an einen Mafia-Boss muss man auf dessen Gelände stets eine wirklich große Anzahl an Beschützern ausschalten. Hat man einen angelockt (ein kurzer Pfiff reicht) und diesen um die Ecke gebracht, kommt irgendwann der nächste. Fast nie kommen zwei, drei, um zu sehen, was los ist. So kann man mit etwas Geduld und ohne große Ballerei ein Areal säubern, bevor man zum Boss schleicht. Schwach. Dennoch macht Mafia in vielen Momenten durchaus Spaß. Etwa dann, wenn es tief in die US-Amerikanische Geschichte geht, die Passanten über die üblichen Rassenprobleme der damaligen (und leider auch heutigen) Zeit reden, wenn das Radio 60er-Klassiker spielt, man mit den coolen Autos dieser Zeit durch die hübsch gestaltete Stadt braust. Die Auftragsarten wiederholen sich leider relativ schnell, GTA ist hier wesentlich abwechslungsreicher. Auch die Interaktion mit Passanten oder der Polizei ist mäßig. So kann man bequem mit einer Leiche auf dem Rücken durch die Straßen laufen ohne, dass jemand Alarm schlägt. Klaut man ein Auto hingegen, hängt sich sofort ein besorgter Bürger ans Telefon. Unterm Strich haben wir hier ein Spiel, dass durch seine Erzählstruktur (immer wieder werden die Zwischensequenzen mit Flashbacks aufgelocktert, in denen Agenten von heute erzählen, wie es damals in den 60ern gelaufen) überragt, dem aber die Spielmechanik den ein oder anderen Strich durch die Rechnung macht.

 

Fazit: Tolle Story, Gameplay so lala, Grafik auf PS3-Niveau (!)

 

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Review: Colour of Noise- Colour of Noise

23474390416 afec2abb2b nDie halbe Stunde im Vorprogramm von Thunder im Herbst waren für Colour of Noise ein wichtiger Schritt in den Fokus der Rockfans. Die Classicrock-Band aus Brigthon fegte beeindruckend über die Bühne und machte so ihren knackigen Bluesrock mehr als schmackhaft. Das Debütalbum "Colour of Noise" wurde per Crowdfunding finanziert und ist mittlerweile erhältlich. Man hätte vielleicht noch etwas mehr Geld sammeln sollen, um sich ein vernünftiges Cover designen zu lassen. Ich habe seit vielen Jahren nicht mehr so ein gruseliges Artwork gesehen.

Dabei sind die Mitglieder  beileibe keine Unbekannten. Matt Mitchell singt bei Furyon und Bruce John Dickinson beispielsweise hat mit den legendären Little Angels schon eine hübsche Karriere hingelegt. Auf zehn Tracks beweisen die Briten, dass sie den 60er und 70er Bluesrock mit der Muttermilch aufgesogen haben. Immer wieder blitzen auch Led Zeppelin auf (etwa beim Motiv von "Can you hear me"), was ja nie eine schlechte Referenz sein kann.

Zwischen traditionellen Bluesklängen (zum Beispiel beim im Riffing an ZZ Top erinnernden "Medicine Man") wird es nur selten deutlich härter als es etwas bei Thunder zugeht, insofern war dieses Tourpackage die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ohrwürmer können hier und da ebenfalls der Band entfleuchen: "Drive it like you stole it" (tolles Gitarrensolo!) oder "You only call me" (mit leichter Aerosmith-Schlagseite) sind starke Songs, während nicht alle Werke des Albums derart zünden (eher lahm: "Can't take it with you").

Die Scheibe endet mit "Great day for Rock & Roll" und der Tag, an dem "Colour of Noise" entschieden gemeinsame Sache zu machen, könnte sich in der Tat als toller Tag für unsere Lieblingsmusik erweisen. 

 

Fazit: Gutes Debüt mit Luft nach oben

 

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Review: Mirror's Edge Catalyst (PS4)

mirrors edge catalyst boxart ps4 1Ist es wirklich schon sieben (!) Jahre her, als EA Games mit "Mirror's Edge" ein wirklich richtig frisches Szenario auf den Markt warf? Parcourläuferin Faith hüpfte da in rasanter Ego-Perspektive Dächer, Zäune und Vorsprünge. Das war starl - kommerziell aber nicht erfolgreich.Trotzdem wagt man sich nun an einen zweiten Teil, der aber mit dem ersten in Sachen Storyline nichts zu tun hat, obwohl Faith wieder die Hauptperson ist. Klingt komisch, ist aber so. Gleich zum Start wird Hauptdarstellerin Faith aus dem Gefängnis entlassen. Warum sie einsaß?Man weiß es nicht, denn diese Info gibt es nur im kostenpflichtigen Comic Exordination. Das ist schon einmal ein fetter Minuspunkt. Faith schließt sich einer Runner-Gruppe um Noah an, die in der Stadt Glass Kurierläufe erledigt und der allmächtigen KrugerSec-Sicherheitsfirma in die Suppe spuckt. Während man vor sieben Jahren noch durch Schlauchlevel eilte, ist das Konzept dieses Mal eine Open World-Stadt, die man aber zumeist nur über die Dächer durchstreifen kann. Insgesamt ist hier Open World auch ein zu großes Wort, denn die Geschichte ist doch arg linear. 

Das war schon ein wenig viel Gemecker, denn (spiel-) technisch macht EA hier Einiges absolut richtig. Die Ego-Perspektive ist und bleibt beim Parcourslaufen atemberaubend, die Handlung ist packend, die Grafik etwas quietschbunt aber dennoch gelungen. Ob Wallruns oder Sprünge über enorme Abgründe - man ist wirklich mittendrin und zittert so vor mancher Aufgabe. Dass Faith immer mal wieder leicht aus dem Gleichgewicht kommt und die Kamera dies schön vermittelt, tut sein Übriges. Kein Spaß machen die Kämpfe gegen die Security-Heinis. Erst einmal sind die strunzdumm und außerdem ist das Kampfrepertoire mit einigen wenigen Moves viel zu gering. Online hingegen ist wieder alles gut: Die selbst erstellbaren Communityruns beispielsweise sind ein Riesenspaß. Achtung: Um seine Talente zu verpflegen muss man Punkte verteilen. Denkt man, dass die Kämpfe es eh nicht wert sind, hochgelevelt zu werden, könnte man am Ende dumm dastehen. Dann wird es nämlich richtig knackig und ohne Kampfkunst sieht es düster aus. Ob Mirror's Edge dieses Mal ein großer Verkaufsschlager wird? Ich kann es mir nicht vorstellen, Spaß macht es auf jeden Fall.

 

Fazit: Gelungene Fortsetzung mit einigen Mägeln

 

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Review: Homefront - The Revolution (Xbox one)

homefrontDie Story von Homefront - The Revolution ist bombe: Die Amis haben in ihrer Shoppingsucht einfach alles von der nordkoreanischen Firma Apex gekauft: Toaster, Waffen, Handys, Flugzeugträger. Dann kollabiert die amerikanische Wirtschaft und die Koreaner schalten alle Geräte einfach ab - per Killswitch. Nun begann die Unterwerfung der USA. Klar, dass der Spieler zum Untergrund gehört und gegen die Invasoren kämpft. 

Homefrot setzt auf ein OpenWorld-Gameplay mit Ego-Shooter-Elemente.

Für gelungene Grafik soll die bekannte Cryengine sorgen. Das klappt immer mal wieder und manchmal überhaupt nicht. Homefront sieht recht ordentlich aus, es kommt jedoch immer mal wieder zu Lags und einem langsamen Bildaufbau. Das ist allerdings relativ undramatisch und würde nicht stören, wenn das Game ein Lustbrocken wäre. Aber mitnichten: Die ziemlich coole Hintergrundstory wird torpediert durch eine sehr sehr schwammige und ungeschickte Steuerung. Apropos nervig: Die KI ist grottig. 

Dennoch: Das Spiel hat eine gewisse Faszination, die vor allem durch die dichte Atmosphäre angerührt wird, und man erwischt sich immer wieder dabei, über die verpasste Chance zu jammern, denn Homefront - The Revolution hätte ein echter Knaller werden können.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist bei The Revolution eher das Erkunden, Schleichen und Kombinieren Trumpf, was beide Spiele schon arg unterscheidet. 

Das Schleichen ist auch die beste Vorgehensweise, denn die direkte Konfrontationen mit den Soldaten Nordkoreas endet wegen ewiger Munitionsknappheit und schlechter Kugelresistenz des eigenen Charakters fast immer mit dem Tod. 

Homefront wäre kein richtiger Open World-Titel, wenn es abseits der Wege nicht eine Menge zu tun gäbe. So sucht man überall in Philadelphia nach Widerstandsposten und Sendemasten. Leider ähnel sich diese Aufgaben sehr. Die eigentliche Kampagne ist nach 14 Stunden spätestens beendet. Im Multiplayermodus gibt es ebenfalls Licht und Schatten und spiegelt das Game perfekt wieder: Absoluter Durchschnitt.

 

Fazit: Durchschnittlicher Open-World-Titel 

 

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Review: Doom

91swNVWHAVL. SL1500 DOOOOOOOM. Ist zurück. Die Mutter aller Shooter erblickte 1993 das Licht der Welt und mal ganz ehrlich: Was gibt und gab es geileres als ein wenig stumpf vor sich hin zu metzeln? 23 (!) Jahre später ist genau dieses Spielprinzip antiquiert, moderne Shooter haben jede Menge Schnick-Schnack, man muss auf allerlei achten und oft sogar taktisch vorgehen. Und genau hier setzt Doom für die PS4 an: Das Game ist so schön Old-School, dass es spritzt (vor Blut). 

Die Forschungseinrichtung der Union Aerospace Corporation auf dem Mars wird von grauen erregenden, mächtigen Dämonen überwältigt und nur ein einzelner Mann kann das Dilemma lösen. Klar, ich bin es! Oder Ihr. 

Ducken? Nicht nötig. Rennen, schießen, splattern - und sammeln. Easter Eggs und so'n Kram. Kurzum: Doom ist 90er und das ist auch gut so. Ein wenig fehlt das Horrorflair der Uralt-Teile, dafür gibt es noch mehr Blut. Kein Wunder, denn ein gutes Doom ist per se ab 18. 

Während das Solospiel kompromisslos und begeisternd ist, stinkt ausgerechnet der Multiplayerteil - eigentlich eine Stärke der Originale - ein wenig ab. Immerhin kann man sogar auf der PS4 eigene Level erstellen, was ein echter Pluspunkt ist. Doom 2016 sieht saugeil aus, ist enorm schnell und macht eine Menge Spaß. Endlich einmal wieder ein Shooter, den man auch mal nur für 20 Minuten zwischendurch einlegen kann. So wie früher...

 

Fazit: Zurück in die 90er - Doom ist der Ego-König

 

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Review: Uncharted 4

91QLC0IylAL. SL1500 Machen wir uns nichts vor, die Uncharted-Reihe hat viele ihrer konzeptionellen Elemente aus Klassikern wie Indiana Jones und Lara Croft geliehen. In den vergangene Jahren überzeugte die Reihe fast immer, auch, wenn die Storys manchmal etwas seicht gerieten. Doch machen wir uns auch nichts vor: Die Umsetzung konnte immer begeistern. Mit Uncharted 4: A Thief's End steht nun der letzte Teil der Saga exklusiv für die PS4 in den Regalen. Der ehemalige Schatzjäger Nathan Drake kehrt in die Welt der Diebe zurück.

Aus Gründen, die persönlicher sind als je zuvor, reist Drake um den Globus, um eine historische Verschwörung rund um einen sagenumwobenen Piratenschatz aufzudecken.Doch jeder Schatz hat seinen Preis: Dieses Abenteuer bringt Drake an seine körperlichen Grenzen, stellt seine Entschlossenheit auf die Probe und ihn selbst letztendlich vor die Entscheidung, wie viel er opfern würde, um diejenigen zu retten, die er liebt.

So weit, so der Klappentext. Was dann auf der Glotze abgezogen wird, ist allerallererste Sahne. Wer die Verfolgungsjagd durch Madagaskar erlebt hat, wird nichts anderes sagen können. Doch mehr wird hier nicht gespoilert.

Hollywood wäre stolz auf einen solchen Film. Hier stimmt einfach alles: Die Grafik ist ziemlich nahe an der Referenz für die PS4, der Sound ist opulent und nervt niemals. Die Steuerung fast immer sehr präzise, die Charaktere liebevoll gezeichnet. Das Spielerlebnis ist sehr linear, abseits der Wege a la Fallout ist hier nix. Das stört jedoch zu keiner Zeit, denn die rund 15 Stunden, die man für Uncharted 4 benötigt, sind mit die besten 15 Stunden, die man bisher an der PS4 verbringen durfte. Die Rätsel bewegen sich von kinderleicht bis ganz schön knackig, verzweifeln muss man jedoch nie, da nach einer Weile immer ein gut gemeinter Tipp für Hilfe sorgt. Zwischen der ganzen Rätselei wird immer mal wieder geballert, gilt es verschiedene Waffen auszuprobieren und Punkte zu sammeln, um in einem zweiten Spieldurchgang oder online Nathan in ein anderes Kostüm zu stecken. Ein Haar in der Suppe? Nur eins: Dass es der letzte Teil der Saga ist.

 

Fazit: Bombastischer Blockbustertitel

 

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Review: Deponia Doomsday

Packshot Deponia DoomsdayNix kann Rufus richtig machen... noch nichtmals sterben! Und dann den ollen Trick aus der Mottenkiste holen „Hups, ich hab alles nur geträumt“, ging ja schon damals beim hübschen Bobby Ewing in Dallas so toll. Und wir haben den Salat und können wieder mit dem verschusselten Deponier gucken, wie wir die Welt retten...

Aber eigentlich sind wir ja doch froh, dass wir nach der vermeintlich abgeschlossenen Trilogie noch einen Nachfolger aufgedrückt bekommen. „Deponia Doomsday“ ist nunmehr das vierte „Müllplanet“ Adventure aus dem Hause Daedalic. Angestachelt von moppernden Fans, die wohl nicht ganz so zufriedem mit dem Ende der Trilogie waren, haben die Macher kurzerhand einen unerwarteten Nachfolger entwickelt, der die bösen Fehler ausmerzen soll. Mal sehen, ob das auch geschafft wurde.
Spieltechnisch geht’s natürlich nahtlos weiter wie bisher. Wer die Vorgänger aber nicht gespielt hat, kann anhand des Tutorials erstmal erproben, wie man sich durch die Müllberge bewegt. Wir sind alte Hasen und können sofort starten. Rufus erwacht aus einem bösen Traum, in dem er zuletzt als alter Mann die Sprengung seines Heimatplanetens selber auslösen wollte. Man weiß aber nicht, was ihn mehr trifft, die Tatsache, einen ganzen Planeten zu sprengen oder mit betagten Jahren einen Schnurrbart zu tragen. Wir wissen auch nicht was schlimmer ist... egal, nicht viele Gedanken machen und in der Gegenwart für Chaos sorgen.
Der Plan unseres egozentrischen Heldens ist wie gehabt: Eine Möglichkeit zu finden, um nach Elysium zu starten, der Planet, der quasi über allem schwebt und eine bessere Zukunft zu bringen scheint. (das ist auch leicht getan wenn die Zukunft des eigenen Planetens mit einem großen Knall enden wird...)

Rufus läuft also durch die düstere Gegend und versucht sein „Raumschiff“ startklar zu bekommen um mit seiner cholerischen Freundin Toni endlich abheben zu können. Bis es so weit ist, läuft natürlich allerhand schief. Was baut Toni auch ihre guten Kristallgläser mitten auf der Straße als Pyramide auf? Klar, dass Rufus da nicht einfach vorbeigehen kann. Gut, dass sein neuer Bekannter Mc Chronicle eine Zeitmaschine erfunden hat. Mit dieser kann Rufus nun versuchen, seine Taten ungeschehen zu machen und vieles besser zu machen. 
„Deponia Doomsday“ ist das bisher längste Spiel der Müllplanetsaga und kommt mit gut 20 Spielstunden daher. Diese werden auch nicht zu lang und man wird mit dem gewohnt bizarren Humor und gut zu lösenden Rätseln (wenn man ein wenig um die "Ecke" denken kann) belohnt. Für Deponianeulinge ist das Spiel auch etwas, den endgültigen Spielspaß erfährt man aber wohl besser, wenn man auch die Vorgänger gespielt hat. Schön, Rufus und die alten Bekannten wieder getroffen zu haben!

 

Fazit: Sehr gelungene Traumverarbeitung

 

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Review: Fallout 4 - Automatron (DLC)

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Fallout 4 ist ein Epos von einem Spiel. Unseren Kurztest dazu lest Ihr HIER! Mit den Erweiterungen Automatron, Wasteland Workshop und Far Harbor hat Bethesda nun den ersten Nachschlag im Visier. Automatron ist bereits im Handel und kostet 9,99 Euro. Der geheimnisvolle Mechanist hat eine Horde übler Roboter ins Commonwealth geschickt, darunter auch das hinterhältige Robohirn. Die Robis gilt es also nun zu jagen und deren Bauteile zu stibitzen, um eigene Roboter-Begleiter und Mods zu erschaffen. Wählen kann man aus Hunderten Mods, unterschiedlichen Körperteilen, Rüstungen, Fähigkeiten und Waffen wie beispielsweise der brandneuen Blitzwaffe. Mann kann sogar ihre Farben anpassen und ihre Stimmen auswählen.

Automatron ist kein erzählerisches Meisterstück, wirft einen aber sofort zurück ins Wasteland und damit in den Bann des Spiels. Erfahrene Spieler könnten das Add-on nach zwei bis drei Stunden schon durchgezockt haben, die knapp zehn Euro ist es aber dennoch wert. Alleine die kreativen Momente, in denen man sich seinen eigenen Begleiter baut, erweitern das Hauptspiel um eine starke Komponente. Probleme gibt es aber auch: So haben Spieler, die das Hauptspiel durchgezockt haben, in der Regel einen Charakter mit einem Level 40 oder drüber. Für die meisten Gegner in Automatron ist das zu hoch, die Kämpfe sind relativ leicht zu bewältigen. Lediglich der Bosskampf ist knackiger. Dennoch: Automatron macht riesigen Spaß und animiert dann auch wieder, eventuell noch fehlende Missionen des Hauptspiels anzugehen. Einmal wieder im Wasteland und die Sucht kehrt zurück.

Im Mai kommt dann "Far Harbour" und dieses DLC klingt jetzt schon sehr fett: In einem neuen Fall der Detektei Valentine begibt man sich auf die Suche nach einer jungen Frau und einer geheimen Synth-Kolonie. Man reist von der Küste Maines zur geheimnisvollen Insel Far Harbor, wo höhere Strahlungswerte eine noch sehr viel bedrohlichere Welt geschaffen haben. Der wachsende Konflikt zwischen Synths, den Kindern des Atoms und den Bewohnern der Stadt kommt hier zum Tragen. Far Harbor hat die größte Landmasse aller Add-on-Inhalte, die Bethesda je erstellt hat, und bietet neue Quests für die Fraktionen, Siedlungen, tödliche Kreaturen und Dungeons. Sabber...

 

Gutes Add-On - das Warten auf den großen DLC "Far Harbour" schmerzt da schon wieder

 

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Review: Mortal Kombat XL (XBox One)

mortal kombat xl 1 rawEin Test von Mortal Kombat X? Ist das nicht eine olle Kamelle? Nein. Im April 2015 erschien mit "Mortal Kombat X" der zehnte Teil der Prügelserie. Doch "Mortal Kombat X" wurde erst im Herbst  in Deutschland auf den Markt geworfen. Mit Mortal Kombat XL kommt nun das, was man "Maximum Gore" nennen könnte. Erweitert wurde das Hauptspiel um alle bisher veröffentlichten DLCs, dazu kommen neue Charaktere wie den Xenomorph aus "Alien", Leatherface aus "Texas Chainsaw Massacre", Jason Voorhees aus "Freitag der 13.", den Predator sowie weitere mehr oder weniger bekannte Kämpfer wie Triborg, Bo’Rai Cho, Tanya, Tremor und Goro. Dazu gibt es einige Skin-Packs und neue Kampfarenen. So kommt man mit XL auf 33 statt 25 Kämpfer. Spielerisch hat sich natürlich nichts Wesentliches verändert. Es gibt einen Story-Modus mit vielen Kämpfen und fast noch mehr Zwischensequenzen, bei dem man in die verschiedenen Rollen schlüpft. Das Ganze ist natürlich nur ein dünner Mantel, um zu prügeln. Ein hollywoodreifes Drehbuch sollte man hier nicht erwarten. Wer mit dem Mortal Kombat-Univerum bisher nichts anfangen konnte, wird auch nach dem Storymode kein glühender Fanboy sein. 

Will man die Story gar nicht erst anpacken, kann man sich durch verschiedene "Türme" schlagen, wo ständig wechselnde Herausforderungen auf den Gamer warten. Daneben kann man natürlich auch einfach einen Charakter anwählen und gegen die KI oder einen Freund loslegen. Die Gewaltdarstellung bei den Special Moves ist hier schon gewaltig, weshalb USK18 durchaus angebracht ist. Der Witz dabei: Die Verstümmelungsdarstellungen sind derart übertrieben, dass das Spiel NICHT indiziert wurde. Klingt komisch, ist aber so.

Wer bisher Mortal Kombat X nicht besitzt, erhält die Gelegenheit, ein umfangreiches Spiel zu erwerben. Die DLCs gibt es für Mortal Kombat X-Besitzer natürlich auch einzeln. Grafisch bekommen wir hier auf jeden Fall Einiges geboten und auch die vielen Charaktere sind hervorragend umgesetzt und haben alle ihre eigenen, zum Teil spektakulären Special Moves.  

Spielerisch sind die Attacken durchaus vielfältig, manchmal hat man jedoch den Eindruck, dass das Knöpfedrücken ein wenig Latenz aufweist. Dennoch: Wer auf Prügelspiele steht, wird hier voll bedient.

 

Fazit: Ultrabrutale Prügelorgie mit großem Update

 

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Review: Unravel (Xbox one)

1031469 LB 231x326 en US  2015-06-08-12-38-28 34137b019ffbf482edfea4910a792707153fea75Yarny ist aus Wolle und zehn Zentimeter klein. Je weiter er läuft, desto mehr wickelt er sich ab. Das ist dumm, schließlich gilt es ausladende Landschaften zu erkunden. Zum Glück findet Yarni auf seinem Weg immer wieder Wollfäden, die er sich einverleiben kann, mit denen er seine Wege verlängern kann. "Unravel" ist ein Independentgame auf Downloadbasis, welches von EA Games vertrieben wird. Die schwedischen Entwickler von Coldwood haben ein Physik-Jump & Run erschaffen, dass in seinen besten Moment an "Little Big Planet" erinnert, in seinem dann aber doch häufig zu linearen Gameplay nicht an den Premiumtitel herankommt.

Dafür ist Yarny aber ein günstiger Geselle und schon für 20 Euro zu haben. Man bekommt eine zu vernachlässigende Hintergrundstory, wunderschön gestaltete Landschaften und einige knackige Jump & Run-Aktionen, bei denen Yarny gar nicht mal selten böse abstürzt oder in irgendwelchen Pfützen ertrinkt.

Die Niedlichkeit von Yarny ist dabei wirklich kaum zu toppen, die Aktionen jedoch, die man ausführen muss, um voran zu kommen (Seil werfen, Schwingen, Springen, Wollbrücken bauen), wiederholen sich recht schnell. Vor allem das Springen ist zu Beginn sehr tricky. Schnell hat man aber die Muster der Rätsel durchschaut. Auch sind die Save-Checkpunkte häufig schlecht gesetzt, so dass man viel zu weit zurück geworfen wird. 

Trotz dieser Kritikpunkte macht Unravel Spaß und versprüht eine wunderbare Atmosphäre, die einen dann doch immer wieder zum Gamepad greifen lässt.

 

Fazit: Wunderschöne Optik, tolle Hauptfigur, leider oft problematische Spielmechanik 

 

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Review: Just Cause 3 (Xbox One)

Just Cause 3 cover artJust Cause 3 ist so eine Art Tropico meets GTA. Nach er sich jahrelang im Einsatz diverser Geheimdienste (Just Cause 2 von 2010) rumgetrieben hat, kehrt Rico Rodriguez auf seine Heimatzinsel zurück. Doch auf Medici herrscht der skrupellose Diktator Sebastiano Di Ravello. Rico - Nationalheld, der er ist - greift ein und hilft den Rebellen Di Ravello zu stürzen. Die Handlungsfreiheit in Just Caus 3 ähnelt stark der von GTA: Ob Rico Autos, Hubschrauber oder Boote klaut, Außenposten des Regimes vernichtet oder die Statuen des Diktator zu Fall bringt - wie Ihr vorgeht, ist eigentlich Eure Sache.

Natürlich gibt es zahlreiche Missionen, die dabei helfen, die Geschichte voranzutreiben. Die Nase vorn gegenüber GTA hat Just Cause 3 in Sachen Zerstörungswut. Nahezu alles kann dem Garaus gemacht werden und das macht Riesenspaß. Weniger Spaß macht die nicht immer direkt Steuerung (vor allem bei Fahrzeugen). Da saust man schon einmal aus Versehen mit seinem Vehikel den Hang herunter oder durch wunderbar aussehende Kornblumenfelder.

Weit über 100 Städte gilt es zurückzuerobern und der Einsatz für das Volks endet stets damit, dass man die Fahne der Rebellen hisst und ein Feuerwerk ausbricht.

Der Che in uns erwacht. Die Missionen sind nicht immer spannend: So nervt beispielsweise die Hatz über die Dächer, um in einer bestimmten Zeit alle Überwachungskameras auszuschalten. Die fehlende manuelle Speicherfunktion ist eine Katastrophe. Es gleicht oft einem Ratespiel, wann denn das Game einen Speicherstand angelegt hat. Angeblich soll dies immer Geschehen, wenn man aus dem Spiel ins Hauptmenü wechselt, doch zuverlässig funktioniert das nicht.Aufgelockert wird die Hollywoodreife Ballerei immer mal wieder durch Spezialeinsätze, etwa der Entführung eines Gasts der Regierung oder die Befreiung einer Geisel. Unterm Strich bleibt eine gandenlose Actionorgie mit kleiner Story und einer wunderschönen Inselwelt. 

 

Fazit: Riesenspaß für Zwischendurch, aber (erneut) kein GTA-Killer

 

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Review: Roger Waters - The Wall

91kqIRIBXBL. SL1500 Schon wieder ein Mitschnitt von "The Wall"? Mittlerweile kann man sich eine kleine Sammlung aus Varianten des epochalen Pink Floyd-Werkes in den Schrank stellen. Dennoch ist diese BluRay ganz anders: Roger Waters "The Wall" ist viel mehr als ein reiner Konzertfilm. Die Scheibe kombiniert auf ziemlich raffinierte und unterhaltsame Art Konzertaufnahmen mit dokumentarischen Versatzstücken. Während natürlich auch die starke Show in exzellenter Ton- und Bildqualität auf die Mattscheibe flackert, gibt es eine Art "Rahmenhandlung", zumeist biographischer Natur.

Hier geht um Spurensuche, denn Waters verschlägt es darin etwa nach Italien und Frankreich, um eine kleine Zeitreise zu den Orten zu unternehmen, an denen seine Vorfahren den Weltkriegen zum Opfer fielen. Die Sorge, dass die genialen Songs von "The Wall" dieser Story nachstehen müssen, ist unbegründet.

Alle Tracks werden komplett ausgespielt, die Schnitte und Überbelndungen sind exzellent und stören nur selten das Live-Erlebnis.

Insgesamt ist "The Wall" ein herausragendes Film- und Musikerlebnis. Die Höchstpunktzahl wäre erreicht worden, wenn das Konzert auch noch einzeln, also am Stück ohne die Doku-Schnippsel, anwählbar gewesen wäre.

 

Fazit: Starker Doku-Live-Mashup 

 

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Review: Star Wars Battlefront (PS4)

81LFs9qVbZL. SL1500 Star Wars - ein Name voller Faszination. Die Reihe punktet auf fast allen Feldern, nun soll mit Star Wars Battleground auch die Konsole (zurück-) erobert werden. Die Erwartungshaltung war dementsprechend gewaltig. Und genau daran zerbricht am Ende ein Spiel, das voller atmosphärischer Höhepunkte steckt. Wenn man in einer Eishöhle auf Hoth das unheilvolle Stampfen eines AT-AT spürt, macht man sich als Gamer fast in die Hose. Der Sound stimmt, die Grafik ist genial - und dennoch schafft es Star Wars Battlefront nicht mehr als nur ein Pausenfüller zwischen spielerischen Granaten wie Fallout 4 oder The Witcher 3 zu sein. Was ist das Problem? In erster Linie handelt es sich bei Star Wars Battlefront um einen reinen Multiplayertitel. Eine echte Single-Player-Kampagne gibt es nicht, lediglich einige Trainingsmissionen gegen schwache KI-Gegner können absolviert werden. Das war vorher bekannt und wäre auch nicht allzu tragisch, wenn denn der Multiplayerteil rundum gelungen wäre. Ist er aber nicht. Die Maps sind schwach und langweilen vom ersten Moment an. Dass man bei einem Vollpreistitel noch einen Seasonpass (rund 50 Euro!) kaufen soll, um Zugriff auf mehr Areale zu bekommen, ist schlichtweg lächerlich und unverschämt. 

Dazu gibt es spielerische Probleme: Die Maps sind lieblos (allein grafisch bombastisch) gestaltet, von Taktik muss man gar nicht erst reden, denn im Prinzip ist dies hier ein wildes Umhergeballere ohne Sinn und Verstand. Hätte dieses Spiel nicht das Star Wars-Label auf der Stirn kleben, wäre es sicher kein Topseller geworden (das es trotz der enorm schlechten Bewertungen ist). 

Das Schlimmste ist, wie verschenkt hier das riesige Potential des Franchise aber auch der genialen Grafikengine und der tollen Sounduntermalung ist. Das hätte ein richtiges Feuerwerk werden können, so ist Star Wars Battlefront lediglich eine Fehlzündung.

 

Fazit: Tolle Grafik, super Sound, mega Atmosphäre - aber wo ist das Spiel?

 

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Review: Fallout 4 (PS4)

81QYIG9wfL. SL1500 Was Bethesda anfasst, ist fast immer episch. Fallout 3 ist eines meiner Alltime-Favourites und wurde danach noch von Skyrim übertroffen. Insofern waren die Erwartungen bei Eintreffen des Musters von Fallout 4 nahe zu unermesslich hoch. Die ersten Minuten sind dann auch wie ein Deja-Vu: Fallout 3-Freaks fühlen sich sofort in die Zeit zurückversetzt, die Magie des postapokalyptischen Ödlandes mit einer großen Menge 50er Jahre-Charme ist sofort wieder da. Die große Freiheit zu tun, was immer man auch will, ist zu Beginn etwas überfordernd, wird dann aber zu einer der Stärken des Games. Sobald man aus Vault 111 herausschreitet, ist man allein. Idealerweise führt der erste Weg zurück in das Heimatdorf Sanctuary. Nun gilt es eine Menge Abenteuer zu bestehen, Freunde zu finden, Feinde zu töten, Bündnisse zu schmieden, Häuser zu bauen. Alles getragen vom sensationellem Flair des Spiels. 

Fallout-Neulinge könnten die etwas zähe Menüführung bemängeln. Es gibt zu lange Wege bis man an eine Option im sagenumwobenen Pip-Boy gelangt. Das wirkt ein wenig altbacken. Auch die Grafik ist nicht auf dem neusten Stand der Technik, sondern lediglich eine leichte Weiterentwicklung des PS3-Skyrim-Grafik. Das ist enttäuschend - zu Beginn. Steckt man erst einmal knietief in den Missionen, passiert etwas, was bei Fallout 3 schon eingetreten ist: Sucht. Plötzlich ist die Grafik egal und auch die vorhandenen technischen Probleme (etwa zahlreiche Clippingfehler) treten in den Hintergrund. Mindestens 100 Stunden - wahrscheinlich sogar deutlich mehr, wird man investieren können, bis Fallout langweilt. Die Kämpfe sind zum Teil sehr fordernd, selbst auf der leichtesten Stufe. Hat man aber einmal zarte Bande mit einem Supermutanten geknüpft, folgt er einem durch das Ödland. Und "Strong", so sein werter Name, räumt ordentlich was weg (Foto unten). Nur eine Sache nervt wirklich gewaltig: Um an die Karte zu kommen, muss man immer durch die Tiefen des Pip-Boys. Ansonsten: Das Spiel des Jahres!

 

Fazit: Grandioses Spiel mit einigen wenigen technischen Unzulänglichkeiten

 

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Review: Need for Speed (PS4)

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Need for Speed war einmal der Spiel gewordene feuchte Traum der Gamepad/Lenkrad-Akrobaten. Seit einigen Jahren dümpelt EA's Straßenflitzer in der Belanglosigkeitsgarage herum. Mit diesem Reboot soll alles viel besser werden. In Ventura Bay gilt es den Cops ein Schnippchen zu schlagen, sich mit seinen "Homies" Rennen über schick designte Straßen zu liefern und eine Story zu absolvieren. Genau diese hat man aber in maximal 15 Stunden beendet und dann gibt es leider nicht mehr viel zu tun in Ventura Bay. In der arg klischeebehafteten Clique ist der Spieler der neue, heiße Fahrer und muss versuchen, sich einen Namen zu machen.

Um dies zu schaffen, darf - und das ist sehr erfreulich - umfangreich an den Autos rumgeschraubt werden. Natürlich geschieht dies eher auf einem spielerischen Niveau, denn im Simulationsmodus, doch es macht Spaß und die Auswirkungen der verschiedenen Einstellungen sind auf der virtuellen Straße durchaus spürbar.

Dennoch hat Need for Speed Probleme. Massive Probleme. Wäre da einmal die Entscheidung von EA, ausschließlich Nachtfahrten anzubieten. So schick die grafischen Effekte bei regennasser dunkler Straße umgesetzt sind, auf Dauer ist es eintönig, niemals das Tageslicht zu erspähen und in den Sonnenuntergang zu brausen. Nerven tut auch, dass eine dauerhafte Internetverbindung vorausgesetzt wird, alles läuft in Echtzeit, eine Pausentaste sucht man vergeblich.

Die Anzahl an Autos ist überschaubar aber durchaus ausreichend (siehe Liste unten), dabei darf nicht jedes Vehikel beliebig modifiziert werden. Aber, wer will schon einen Ferrari mit Aufklebern zupappen?  

Die Story ist wirklich völlig überflüssig und hemmt eigentlich eher den Spielfluss (Zwischensequenzen sind mal wieder nicht wegklickbar), denn der Spaß am Rasen ist ein Stück weit zurück bei Need for Speed. Unterm Strich bleiben aber zu viele verpasste Chancen. Wenn wir den Reboot als Start in eine Ära sehen wollen, muss da noch eine ganze Menge mehr kommen.Die PC-Fassung erscheint im Frühjahr 2016.

 

 

 

Fazit: NFS bleibt auch nach dem Reboot ein Leichtgewicht mit toller Grafik

 

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Die Autoliste: 

 

BMW M3 E46
BMW M3 Evolution II E30
BMW M4
Dodge SRT Viper
Ford Focus RS
Ford Mustang
Ford Mustang GT
Honda S2000
Lamborghini Aventador LP 700-4
Lamborghini Diablo SV
Lamborghini Huracán LP 610-4
Lotus Exige S
Mazda MX-5 1996
Mazda RX7 Spirit R
Mercedes-AMG GT
Mitsubishi Lancer Evolution MR
Nissan 180sx Type X
Nissan Fairlady 240ZG
Nissan GT-R Premium
Nissan Silvia Spec-R
Nissan Skyline GT-R KPGC10
Nissan Skyline GT-R V-Spec 1999
Porsche 911 Carrera RSR 2.8
Porsche 911 Carrera S (991)
Porsche 911 GT3 RS
Subaru BRZ Premium
Subaru Impreza WRX STI
Toyota Supra SZ-R

Review: NBA Live 16 (PS4)

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Nach dem das letzte Jahr für EA Sports in Sachen Basketball ein absolut verlorenes war, kehrt die NBA Live-Serie nun gestärkt zurück: Grafisch und in Präsentationsfragenist EA dem großen Konkurrenten von 2K bereits fast enteilt, doch spielerisch ist der Weg zum NBA-Titel noch weit. Dabei muss das Leichtgewichtige von NBA Live 16 nicht schlecht sein. Während ich beim immer noch überragenden NBA2k16 manchmal als Basketball-Laie ob der Simulationslastigkeit des Titel verzweifle, ist NBA Live 16 ein Spiel für Zwischendurch, für Gelegenheitsspieler. Ein wenig geht EA hier den Weg früherer Fifa-Titel. Die Zugänglichkeit ist König, die Profis rümpfen die Nase. Bei Fifa hat man es über die Jahre aber immerhin hinbekommen, vor allem durch die große optionale Einstellbarkeit (Spielhilfen etc), dass sich die aktuelle Generation deutlich mehr nach Fußball anfühlt und in vielen Sachen sogar dem Fan-Liebling PES überlegen ist (realistischere Regelauslegung zB). Leider ist es auch mit den Fernsehkommentatoren (Jeff van Gundy und Jalen Rose) wie bei Fifa: Einmal, maximal zweimal gehört, dann ausgeschaltet. Zu belanglos und nicht immer passend labern die beiden daher. 

Auch hier - wieder eine Parallele zur Fifa-Serie - gibt es mittlerweile einen unterhaltsamen Ultimate Team-Modus, das könnte in Zukunft ein großer Trumpf dieser Reihe werden. Das Erstellen eigener Spieler macht EA-typisch großen Spaß, leider kann man keine komplett eigenen Mannschaften erstellen.  

 

 

Fazit: EA Sports ist auf dem richtigen Weg - zur Spitze ist es aber noch weit

 

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