rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Mittwoch September 26, 2018
Home

155 items tagged "Roll"

Ergebnisse 41 - 60 von 155

Doc 'n' Roll - 27.05.16

DocnRoll-Banner

 

Weg ist er.. also ab 2018: Der 500 Euro-Schein wird abgeschafft, ganz langsam.Nicht, dass ich hier im Pott schon einmal einen gesehen hätte. Im Gegenteil: An den Tankstellen ist sogar angeschlagen, dass diese gar nicht angenommen werden, viele Teile des Einzelhandels haben das schon länger so praktiziert. 90 Prozent aller 500er-Noten in England sollen sich im Besitz der organisierten Kriminalität befinden, für Deutschland kursieren ähnliche Zahlen. Das Ersetzen der 500er (Produktionskosten 8 Cent) durch kleinere Scheine wird übrigens mehr als 500 Millionen Euro kosten. Kein Wunder, dass in vielen europäischen Ländern das Bargeld langsam ausstirbt und alles mit der Karte bezahlt wird. Englische und schwedische Bekannte lachen oft, wenn sie erfahren, dass man hier immer nen Schein in der Tasche haben sollte. Aber hilft ja nix. Nur Bares ist Wahres - jedenfalls in Deutschland. 

 

Screenshot 2016-05-24 21.20.48

Kommen wir mal zur Musik... und zum Fernsehen. Ich muss hier mal das große WDR Rockpalast-Bashing starten. Der öffentlich-rechtliche Sender hat viele Auftritte mit einer Bildregie versehen, die nur ein Urteil zulässt: zum Kotzen! Maximal drei Sekunden durfte da offensichtlich ein Bild sein, dann wurde geschnitten.

Mitten im Gitarrensolo etwa vom Hals der Gitarre zum Bassisten, dann den Schlagzeuger von unten und so weiter und so weiter.

Hallo Epilepsie, tritt ein. Was da in diesem Jahr ausgestrahlt wurde, ist eine absolute Katastrophe und macht einfach keinen Spaß zuzusehen. Konnte man bei einer Band wie Sodom (Schaut mal HIER rein) noch argumentieren, dass die ja auch blitzschnell spielen. Da ist so ein Schnittwerk eventuell Kunst.

Die brutale Zerstückelung von Bildern machte aber auch vor vielen anderen Bands nicht Halt und ist somit als Zeitdokument eines Festivals ziemlich beschissen. Wer Sodom und Co in Ruhe betrachten will (und im Kopf dabei summt), guckt einfach hier bei uns. HIER!

Besonders gefreut hat mich hingegen, dass Schmier von Destruction eines meiner Fotos als "the best pic from Rock Hard Festival" bezeichnet hat. Und nie hatte er so recht, ich find's auch toll. Ätschibätsch.

 

Das Wochenende steht im Zeichen von Iron Maiden, die heute Abend das es-gibt-nur-eine-Bühne-und-zelten-fällt-aus -wegen-is-nicht-Festival Rock im Revier headlinen und gestern mit der Ed Force in Düsseldorf gelandet sind (und am Samstag um 14 Uhr wieder abfliegen - die Besucherterrasse ist geöffnet!). Wie man Bruce und Co kennt, wird es ein Fest. Fotos - auch vom Flieger - gibt es natürlich auch bei uns. Guckt mal HIER hinein!

 

 

 Abba, nu muss ich wech. Bis Freitach

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 20.03.16

DocnRoll-Banner

Nää, watt haben sie alle gemeckert... Rock Hard Festival, watt ein mäßiges Line-up blablablubb. Und was war? Rappelvoll, fast alle hochzufrieden und mit Riot V und Metal Church zwei gänzlich mitreißende "Hinterbänkler" (naja, nicht gaaaanz so hinten) vor den Headlinern, die alles abgerissen haben. Unterm Strich haben wir wieder einmal ein Spitzenfestival erlebt, von dem ich weniger mitbekommen habe, als ich wollte. Nein, kein Mitleid.

13161744 1113714508648791 6002887791775529779 o

 

Die Arbeit fürs Rock Hard hat wieder ne Menge Spaß gemacht, auch, wenn das Rumlungern auf der Bühne für mich dann doch immer eher unangenehm ist. Ich bin ja selber Musiker und ich weiß, dass Fotografen da schon mal nerven können. Apropos nerven: mich nerven die inflationären Bandbühnenfotos mit Zuschauern im Hintergrund. Nachrichtenwert? Es waren Menschen da. Und eine Band. Ob sie gespielt hat, weiß man nicht, ist aber zu vermuten. Sind alle verschwitzt und halten Instrumente. Nää, das ist nicht meine Welt. Es gibt aber viele Fotokollegen, die darauf komplett abfahren. Hier müsste ich Freud sein, um den Grund dafür zu erkennen. Weil sie dann auch mal auf der Bühne stehen können? Oder weil es ein exklusiver Moment ist? Oder weil sie sich so bei ner Band einschleimen? Ich weiß es nicht und möchte diese Jagd auch keinem nehmen. Für mich ist das nur nix, ich sammele aber auch keine Autogramme oder mache Selfies mit den Rockstars. Jedem also das Seine, mir das Meiste.

 

 Apropos exklusiver Moment: Als bei Destruction mit Angelripper und Gerre die versammelte deutsche Trashelite (nur, Mille hätte da noch gefehlt) auf der Bühne stand, hatten im Publikum viele alte Trasher beinahe Tränen in den Augen. Echte Tränen habe ich dann aber auch noch gesehen: Riot in Deutschland, das einmal zu erleben, haben viele nicht mehr geglaubt. Und die Band, die durch Todesfälle gebeutelt wurde, in ihrer Karriere, glänzte im schwachen Sonnenlicht des Sonntags wie aufgehender Stern und glomm nicht wie eine untergehende Sonne. Der 2012 verstorbene Riot-Gründer Mark Reale wäre stolz auf seine Truppe gewesen.

 

Ganz viele Bilder vom Rock Hard Festival gibt es von Kathrin (weil ich ja fürs Rock Hard da rumrannte) in Eurer Lieblingsonlinegazette. Guckt mal HIER!

 

Heute geht sie übrigens zur Spacerock Night in Turock. morgen knipst RocknRoll-Reporterin Janine Air Raid in der Matrix. Und ich? Ich freue mich, dass die Pferdchen laufen und gucke das Pokalfinale - auch, wenn dort die falsche Borussia mitspielt.

 

Zu schlechter Letzt ein Wort (oder mehrere) zu den Lemmy-Briefmarken. Das klingt ja erst mal echt nice, dass die Post unser alle Lemmy auf den Klebebildchen ehren will. Schaut man hinter die Kulissen, sieht man, dass es eine Aktion der Bild-Zeitung ist! Übrigens: Die Möglichkeit, Briefmarken selbst zu gestalten, hat auf der Seite der Deutschen Post jeder. Die große Leistung der Blödzeitung besteht also allein darin, das Foto beizusteuern bzw dessen Rechte zu haben oder kaufen. Aus der Kategorie "braucht kein Schwein".

 

  

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 13.05.16

DocnRoll-Banner

 

Oha, Freitag, der 13.! Schon wieder. Und welch ein Glück: Heute startet unser alle Lieblingsschnuckelfestival - das Rock Hard in Gelsenkirchen, der Stadt ohne Championsleague-Teilnehmer...

Wenn Ihr das hier lest, renne ich da schon ein wenig im Amphietheater rum und präpariere mich für den Einsatz vor, auf und hinter der Bühne. Wer mich sieht, darf gerne winken - Bier. 

 

Picture

 

In dieser Woche ist etwas Verrücktes passiert: Ihr erinnert Euch an meine neue Liebe? District 97? Da habe ich doch beim Durchblättern der aktuellen "Eclipsed" (auf der Suche nach meinen dort veröffentlichten Shots) ein hübsches Live-Foto einer hübschen Frau erblickt. Es war Leslie Hunt von District 97. Von der Band hatte ich noch nie gehört und deshalb sofort mal Spotify angeschmissen. Was soll ich sagen? Hammer! "In Vaults", das aktuelle Album, ist ein echter Knaller, wenn man auf modernen Prog-Postrock steht. Ich stellte mich als aufs Surfbrett und steuerte die Webseite der Band an, speziell den Merch-Bereich. "Error 404" Platt. Alle Seiten platt von District 97. Also habe ich mal die Startseite ausprobiert und bumm: This page was hacked. Ich hab der Facebook.-Seite von District 97 dann eine Nachricht geschrieben, die prompt beantwortet wurde. Drummer Jonathan Schang dankte mir für den Hinweis und übergab die Angelegenheit seinem Webmaster. Im Laufe des Abends entwickelte sich darüber hinaus ein netter Plausch, der darin kulminierte, dass ich den Schlagwerker in Kürze interviewen werden. Die Seite läuft übrigens wieder, schaut ruhig mal rein: HIER!

 

Zum Schluss ist Zeit für ein Bekenntnis - ich gebe zu, ich habe ein Faible für Uhren. Ich könnte jeden Tag in der Woche eine andere tragen. Das Problem: Ich will einen Chronometer, der alles gleichzeitig kann: Nobel UND sportlich aussehen, wasserdicht bis 11.000 Meter (falls ich mal in den Mariannengraben tauchen muss), GPS (nicht, dass ich mich im Ruhrgebiet verirre), Pulsfrequenzanzeige, Smartwatch-Quatsch-Funktionen wie SMS-Benachrichtigungen und Musiksteuerung. Dazu soll sie leicht sein und der Akku ewig halten. Ja, im besten Fall sollte die Uhr die Zeit anhalten und zurückdrehen können. An der Selbstironie merkt Ihr, dass ich selber weiß, wie verrückt sich das alles anmutet, doch ich kann nicht anders. Ist das so ein Männerding?
Sind die Schuhe der Frau des Mannes Uhr? Keine Sorge, Sexismus kann mir hier niemand vorwerfen. Mein Schrank ist schließlich auch voller Sneakers. Und mit genau denen laufe ich jetzt mal schnell los. Der Schrittzähler in meiner Uhr will schließlich gefüttert werden.

 

 

 

Wir sehen uns...

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 06.05.16

DocnRoll-Banner

 

Die Haltbarkeit des Schokohasen meines Kollegen ist heute auf den Kopf genau vor einem Jahr abgelaufen. Dennoch hält er sich gut auf dessen Schreibtisch, trotzt Wind und Wetter und selbst, wenn die Sonne mal ganz gemein hereinscheint, lächelt das Häschen nur sanft, während die goldene Glocke um seinen Hals verheißungsvoll schimmert.Essen wird er ihn wohl nicht mehr, wegwerfen bringt er als Tierfreund aber auch nicht übers Herz. Deshalb scheint das Ganze eine Art Experiment zu werden: Wie lange leben Schokohasen, wenn man sie nicht "jagt"?
Auf meinem Schreibtisch ist die Haltbarkeit von Schokolade sehr begrenzt, aber der Kollege ist eisern. Bei Obst übrigens ebenfalls. Was einmal aus seinem Radar entfleucht ist, wird für immer verschmäht. Wusstet Ihr, dass Kiwis nach einigen Jahren ziemlich runzelig und klein werden? Aber das ist eine andere Geschichte...

 Picture

Kommen wir zur Musik: Da hatte ich am Dienstag das zweifelhafte Vergnügen die Butcher Babies zu fotografieren. Halbnackt starteten sie ihre Karriere, doch scheinbar haben die Butcher Babies im Laufe der Jahre immer mehr im Kleiderschrank gefunden. Der veränderte Style machte im Bochumer Rockpalast umso deutlicher, dass die beiden Mädels mit ihrer (guten) Band musikalisch weniger zu sagen haben, als die Optik verheißt. Vor allem nach dem Auftritt ihres grandiosen Support-Act Sumo Cyco wurde dies deutlich. Sumo Cyco um Sängerin Skye Sweetnam rissen den Rockpalast fast buchstäblich ab und begeisterten nicht nur mit einer sensationellen Coverversion von Chili Peppers "Give it away".

Sängerin Sky Sweetnam (Foto) - übrigens früher eher für zuckersüßen Pop a la Avril Lavigne bekannt - rockte den Schuppen ziemlich fett, stürzte sich ins Publikum, rannte zu jeden und tanzte ihn an. So lass ich mir einen Antanzversuch gefallen. 

 

Bevor nun die Festivals beginnen, halten Magnum am Sonntag noch Hof in der Zeche in Bochum. HIER haben wir ein Interview mit Bob Catley für Euch. Eventuell schaue ich mir noch an, wass Akte X-Star Duchovny auf der Gitarre so drauf hat (Dienstag in Köln), doch dann steht mein Lieblingsfestival an: Das Rock Hard in Gelsenkirchen. Sehen wir uns da?

  

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 29.04.16

DocnRoll-Banner

 

April, April - der macht, was er will. Das hat Oma immer gesagt, wenn es wettertechnisch mal ganz schräg wurde. Bauernregeln funktionieren auch ganz gut, um die Wirren eines Monats zwischen Winter und Frühling zu beschreiben. Es gibt für mich aber auch andere Wetterregeln, ja fast Traditionen. Lasse ich beispielsweise die Sommerreifen aufziehen, muss ich in der Woche danach mit einer dicken Jacke aus dem Haus gehen. Hagel oder gar Schnee ist zu erwarten. So war es auch in dieser Woche: Die Hitzepneus zieren seit Montag mein Batmobil, am Dienstag waren es morgens 2 Grad. Doch keine Sorge: Der Sommer kommt und Ihr könnt sicher sein, dass ich mich dann über die Hitze beschweren werde. Mit Traditionen soll man bekanntlich nicht brechen...

Picture

 

Zur Musik: Ab und an funktionieren auch niedere Motive, um eine Band zu erkennen.So habe ich beim Durchblättern der aktuellen "Eclipsed" (auf der Suche nach meinen dort veröffentlichten Shots) ein hübsches Live-Foto einer hübschen Frau erblickt. Es war Leslie Hunt von District 97. Von der Band hatte ich noch nie gehört und deshalb sofort mal Spotify angeschmissen. Was soll ich sagen? Hammer! "In Vaults", das aktuelle Album, ist ein echter Knaller, wenn man auf modernen Prog-Postrock steht. Wer Haken mag, wird auch das mögen. Insofern hat mich ein Konzertfoto (oder das sabbernde Mannsein?) zu einer starken Band geführt. Schaut Euch unten das Video an (das auch beweist, wie sehr Fotos täuschen können, denn da sieht die gute Leslie eher bieder aus).

 

Apropos Prog: Das Fish-Konzert (Foto l.) am vergangenen Samstag in Haltern war ziemlich genial. Es war ein Abend, der mit Gänsehautmomenten nicht gerade sparsam umging.Fish begeisterte die ausverkaufte Schulaula (kein Witz) vor allem (aber nicht nur) mit dem in Gänze und am Stück vorgetragenen Meisterwerk "Misplaced Childhood". Bevor die ersten Klänge des legendären Konzeptalbums jedoch gespielt wurden, bot Fish mit seiner exzellenten Band einiges aus seiner langen Solokarriere feil. Hier widmete er einen Song auch den Opfern der Germanwingskatastrophe. Ein toller Abend. 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 22.04.16

DocnRoll-Banner

Aloha, es sind die Tage der Mischpultfotos... Das ist nicht schön, ganz und gar unschön sogar. Am Mittwoch sollte es losgehen mit A-ha in der Oberhausen Arena. Vor Ort angekommen durften wir dann überraschend doch in den Graben - und ich habe gegen meine eigene Grundregel verstoßen: All the gear, all the time - sprich: immer alles mitnehmen, was man hat. So stand ich dann da ohne Weitwinkel, aber zum Glück war der Graben recht groß, so dass dann dennoch einige außergewöhnliche Bilder herausgesprungen sind. Guckt mal HIER!! Die Frage, warum A-ha denn RocknRoll seien, beantworte ich übrigens so: Sind se nicht. Wir waren trotzdem da, denn Ausnahmen bestätigen die RocknRoll-Regel. Ebenfalls kein RocknRoll und wieder die Ankündigung "vom Mischpult aus" (dieses Mal nehme ich aber alles mit an Equipment): Heute Abend strolche ich bei Hans Zimmer rum. Und noch ein "ebenfalls". Ebenfalls in der OB-Arena nämlich, die irgendwie offiziell nen Biernamen hat. Aber son Quatsch mache ich nicht mit. Die Brauer können ja ein Banner bei uns schalten, wenn sie ihren Namen hier lesen wollen. Schmeckt auch übrigens nicht, dieses Köpi... ups.

Egal. Hans Zimmer: Das ist schon eine enorm spannende Angelegenheit, denn der Meister der Filmmusik (Rain Man, Der König der Löwen, Rendezvous mit einem Engel, Besser geht’s nicht, Der Prinz von Ägypten, Der schmale Grat, Gladiator, Sherlock Holmes, Inception oder Interstellar) spielt nicht wirklich oft live. Im Auftrag für ein Musikmagazin pilgere ich dann da heute Abend mal hin und schaue, was sich machen lässt - vom Mischpult aus...

 

Enger könnte es dann morgen zugehen, denn dann schaue ich mir an und knipse, wie Fish das gesamte Misplaced Childhood-Album live zelebriert. Das Marillion-Scheibchen ist eines meiner Alltime-Faves. In unserer Classics-Rubrik habe ich das Teil auch besprochen. Lest doch mal HIER hinein. 

 

Übrigens: Auf www.konzertprofi.de findet Ihr ab sofort ein kleines Schaufenster für meine Konzertfotoarbeiten. quasi eine Visitenkarte. Hier schließt sich der DocnRoll-Kreis für heute. Denn die Fotografiererei aus der Ferne ist mittlerweile so häufig ein Thema, dass ich dort unter "Portfolio" eine eigene Rubrik für errichten musste. Weiterempfehlen wird übrigens sehr gern gesehen.

 

Zu schlechter Letzt muss dieses seltsame Jahr noch einmal in unseren Gefilden wildern: 

 

Vor vielen, vielen Jahren... es muss 1993 gewesen sein, hab ich gesagt, dass nach Frank Zappas Tod nur noch ein musikalisches Genie der Pop/Rock/Funkmusik exisitiert. Nun ist auch dieses Genie tot und ich frage mich, was das über den Zustand der Welt, zumindest der musikalischen Welt, aussagt.

 

I'm just a no-name reporter
I wish I had nothing to say
Looking through my new camcorder
Trying to find a crime that pays
I get hit by mortars, everywhere I go I'm loitering
Chaos and disorder ruinin' my world today


Prince - Chaos & Disorder

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 15.04.16

DocnRoll-Banner

Heyho, jetzt ist es soweit: Der Doctor sagt auch was zur Erdogan-Böhmermann-Affäre. Erstens: Ich halte Jan Böhmermann für einen mäßig lustigen und vor allem sich völlig selbst überschätzenden Deppen, der auf dem Schulhof sicherlich jeden Tag ordentlich auf die Fresse bekommen hat. Zweitens: Ich halte Erdogan für einen mäßig intelligenten und vor allem sich völlig selbst überschätzenden Deppen, der auf dem Schulhof der Welt jeden Tag ordentlich auf die Fresse bekommen sollte.

Wenn er Böhmermann nun als Privatmann für eine plumpe Beleidigung verklagt, ist das sein gutes Recht und ich kann das sogar nachvollziehen. Dass er sich an Merkel und Co wendet, ist natürlich totaler Humbug. Dass Böhmermann das Recht auf Satirefreiheit in Anspruch nimmt, ist aus meiner Sicht zumindest auf der betreffende Gedicht bezogen, ebenfalls Stumpfsinn. Es war eine bewusste Provokation mit ärmlichen Mitteln.

Der kleine Jan saß in seinem öffentlich-rechtlichen Elfenbeinturm und hat sich so gedacht: "Warte ab, du Spinner, jetzt nehme ich dich mal richtig hart ran. Mir kann ja keiner was, ich bin Satiriker - vom ZDF!" Und genau das, Satiriker, ist er mit dieser Attacke größtenteils nicht gewesen. Satire hat die Aufgabe Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form zu thematisieren. Das tut sein Gedicht fast immer in den ersten Sätzen, bevor eine Beleidigung folgt. Das kann man lustig finden, muss man aber nicht. Wenn man sich vorstellt, was Harald Schmidt aus so einer Vorlage gemacht hätte, erkennt man, wie schwach Böhmermann eigentlich ist. Darüber, dass Erdogan ein diktatorischer Staatsführer ist, gibt es kaum zwei Meinungen. Dass er nun die Gelegenheit erhält, sich als Opfer zu inszenieren, ist schlicht und ergreifend Böhmermanns Schuld. 

Dass er sich immer schon einmal in der Wahl seiner Mittel vergreift, ist übrigens auch bekannt: 2014 twitterte Böhmermann das Foto des sich in die Jogging-Hose gepissten Nazis aus Rostock von 1992. Der Heini mit dem Hitlergruß. Der Fotograf Martin Lange ließ ihn dafür (zu Recht) abmahnen. Böhmermann zahlte rund 900 Euro Strafe und begann, einen Shitstorm zu inszenieren, in dem er den Fotografen als geldgeil bezeichnete und das Urheberrecht in Frage stellte. Die Taz bescheinigte ihm damals "Allmachtsfantasien" und das passt ganz gut zu meinem oben geschilderten Szenario. Würdet Ihr diesem Mann einen Gebrauchtwagen abkaufen? 

Darüber hinaus finde ich es sogar gut, dass sich Gerichte mit der Erdogan-Sache beschäftigen können, denn dafür sind sie da, dafür sind unsere Gesetze da. Nochmal zur Klarstellung: Dass der Türke völlig überzieht, indem er Merkel und ihre Handlanger mit in die Sache einbezieht, steht völlig außer Frage. Dass er ein skrupelloser Diktator ist und kein Recht hat, derartigen politischen Druck auf die Bundesregierung auszuüben ebenfalls. Dass nicht jeder Scheiß, den ich im Affekt oder im Kokainnebel von mir gebe, Satire ist, aber auch. Böhmermann hat es Erdogan mit seinem nicht-satirischen Vorgehen ermöglicht, die Bundesregierung bloß zu stellen.

Picture

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht allzu viele Leser verloren, mit dieser dann doch etwas anderen Meinung, die ich hier fernab des "Je suis Böhmermann"-Schwachsinns, vertreten.

 

Jetzt zum Rock 'n' Roll (endlich!):

 

Die Musikmesse in Frankfurt... Vor vielen vielen Jahren war es ein Muss, auch als Hobbymusiker, dort hin zu pilgern. Die Hallen waren prall gefüllt mit den Ständen der großen Firmen, Fender, Gibson, Marshall und so weiter. Ich selber habe da schon Jim Marshall getroffen und mit John Scofield geplaudert.

In den letzten Jahren ist das Engagement der Firmen immer weiter zurückgegangen. Das führte dann sogar dazu, dass die Macher der Messe sich neue Wege überlegt haben.

Einer davon: Es gibt keine Fachtage mehr. Sprich: Jeden Tag darf jeder die Messe besuchen. Klingt gut? Mitnichten. Dies führt dazu, dass der Andrang so groß ist, dass selbst Journalisten (und Profimusiker), die vor Ort arbeiten, Schlange stehen müssen, um Neuheiten zu testen. Genau das hat mich von einer Fahrt nach Frankfurt abgehalten. Die Gamescom in Köln ist mir da in schlechter Erinnerung gewesen.

Da gibt es zwar noch sogenannte Fachtage ohne "Publikum", diese sind aber so überlaufen, dass auch hier defakto kein gescheites Arbeiten mehr möglich ist. Ich habe Ausnahmegitarrist Marco Wriedt (21 Octayne) gefragt, wie er die Lage der Musikmesse sieht. 

 

"Ich war 2005 das Erste Mal auf der Musikmesse. Für mich als Zwanzigjähriger war es das Disneyland für Musiker und elf Jahre später ist es traurig, wenn man sieht, das mittlerweile mehr Food Trucks als Aussteller da sind. Mir tun vor allem die jungen Musiker leid, die nicht wissen können, wie großartig die Frankfurter Musikmesse einmal war. Youtube kann das nicht kompensieren denke ich.

Als Musiker muss man vor Ort Instrumente, Verstärker, Drums antesten.

Ein Video als Eindruck ist schön aber nicht "The Real Deal". Ich hoffe das die Musikmesse wieder die Kurve bekommt und man die Aussteller zurückholen kann. Die Musikmesse Frankfurt war immer ein extrem wichtiger Faktor für die deutsche und europäische Musiklandschaft. Es wäre sehr schade wenn das bald nicht mehr so ist." Dem ist nichts hinzuzufügen...

 

 

Und jetzt ab ins Wochenende...

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 08.04.16

DocnRoll-Banner

 

Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacken (Bruce Willis), 

 

am 14. März 2014 (!) erblickte ich, also ich als Freitagskolumnis, das Licht der Welt. Vorher habe ich zwar schon regelmäßig in meinem wahren Leben als Lokalredakteur wild herumglossiert, doch der DocnRoll ist dann ja etwas ganz Besonderes. Zwei Jahre also turne ich hier jeden Freitag für Euch rum. Ich habe mal in diesen ersten Beitrag geschaut.

 

 

Wer in vielen Foren und Facefuck-Gruppen rund ums Thema Fotografie rumturnt, erlebt immer wieder die Klischee-Fotografen, die den schlechten Ruf des Berufsstandes begründet haben. Klugscheißer, Besserwisser und Arroganzbestien mit Realitätsverlust. Da wird vornehmlich über juristische Dinge diskutiert. Recht am eigenen Bild, die Möglichkeiten der Nutzung der angefertigten Fotos von einem Künstler, die Ungerechtigkeit der Welt gegenüber den eigenen Berufsstand und und und. Fotografen jammern gern und viel, das muss man zugeben (jaaaa, ich auch ab und an). Doch, es gibt auch andere - die sind sogar in der Mehrzahl. Zum Glück.

 

... habe ich da geschrieben. Und wisst Ihr was? In den zwei Jahren hat sich nichts verändert. Von wegen früher war alles besser, anders oder was auch immer. Diese Leute gibt es immer noch, meist - und dafür habe ich jetzt zwei Jahre gebraucht, um das zu verstehen - sind das aber die Leute, die aus ihrer Sicht viel bessere Fotos als andere machen, diese aber nicht an den Mann bekommen, sprich verkaufen können. Auch das ist natürlich nicht als Pauschalurteil meinerseits zu sehen, deckt sich aber mit vielen Erkenntnissen der letzten beiden Jahre. Insofern spielt hier Neid also scheinbar eine große Rolle. 

 

nicke

 

Dabei ist der Verkauf eines Fotos oder einer Fotostrecke natürlich nicht allein glückselig machend. Wenn der Drummer einer vergleichsweise kleinen Band wie Jesus Chrüsler Supercar (übrigens ein endgeiler Name für eine Band) enthusiastisch eines meiner Bilder zu seinem Titelbild macht (ohne zu fragen), bin ich nicht böse, sondern eher stolz und freu mich drüber. Ist ja ohnehin mein Wasserzeichen drin, da muss man sich nicht aufregen. Auch Michael Amott von Arch Enemy hat sich über meine Bilder vom Spiritual Beggars-Gig im Turock (HIER) gefreut und diese geteilt und geliked. Ärgere ich mich jetzt, weil er keinen Satz der Bilder bestellt hat? Natürlich nicht.

 

 

An der dollen Ruhr-Universität Bochum gibt es jetzt vom Akademischen Förderungswerk übrigens einen Workshop "Smartphone Fine Art Photography"... Ein Smartphone dabei zu haben, ist immer noch besser als gar keine Kamera in der Tasche, auch kann man da durchaus künstlerisch mit umgehen. Zudem begrüße ich, dass durch solche Kurse (klingt allerdings eher nach Dorf-VHS denn nach Uni) Dinge wie Bildkomposition anderen Menschen näher gebracht werden. Die Kursbeschreibung aber mit dem Satz "Spätestens mit den Smartphones der neueren Generationen sind Digitalkameras eigentlich überflüssig geworden..." zu beginnen, zeigt mir, dass der Kursleiter als Kind einige Male zu heiß gebadet wurde - möglicherweise in Entwicklerflüssigkeit (Achtung - kann p-Aminophenol, Hydrochinon oder p-Methylaminophenolsulfat enthalten! Don't try this at home kids). sma

 

An diesem Wochenende treibe ich mich unweit der Heimat in der Turbohalle rum. Saltatio Mortis lohnt es sich immer zu fotografieren, während ich am Mittwoch bei Rock meets Classic war.  

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen). Ach ja: Manche der Bilder sind mit dem Smartphone gemacht...

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 01.04.16

DocnRoll-Banner

April, April: Axl Rose singt bei AC/DC. WTF? Kein Scherz? Es scheint sicht tatsächlich zu bewahrheiten. Was ein Kack. Ich würde mir das nicht anschauen als AC/DC-Fan. Aber muss ja jeder selber wissen, wofür er seine Knete aus dem Fenster wirft. Wer noch mal die richtigen AC/DC (na gut, ohne Malcom Young) sehen will, kann dies HIER tun.

 

Picture

Apropos 1. April: Diese Kolumne wird kurz. Warum? Weil ich heute Geburtstag habe und das ist kein Scherz. Da schreib ich mir doch nicht die Finger wund, sondern esse Kuchen und trinken Pina Colada oder son Quatsch. Warum? Weil ich es kann, bähh. 

Trotzdem will ich Euch nicht ins Wochenende entlassen ohne zu sagen, dass ich Euch alle... ähmm?  What? Na, Ihr wisst schon. Dass ich Euch alle für bekloppt halte, deshalb lest Ihr ja so gerne meinen Frei-Tag. Bekloppt und bekloppt gesellt sich gern.

 

Apropos bekloppt: Udo Dirkschneider kann es nicht lassen. Dieses Mal sollte es aber wirklich das letzte Mal sein: Der ehemalige Accept-Schreihals spielte in der restlos ausverkauften Bochumer Zeche einen Abend lang ausschließlich Knaller seiner Ex-Band. Das hätte er besser sein lassen, denn wer die aktuelle Accept-Besetzung mit Sänger Mark Tornillo kürzlich einmal hat zocken sehen, muss einfach feststellen, dass Dirkschneider zwar der originale Shouter der Metallegende ist, stimmlich aber komplett gegen Tornillo abstinkt. So auch an diesem Abend. Udo singt Accept? Kult hin oder her, das muss man nicht mehr haben. Bilder gibt es trotzdem, obwohl die Lichtshow eine absolute Katastrophe war. Guckt mal HIER!

Morgen feier ich nicht mehr, da ruft die Kamera und das Turock. Die Spiritual Beggars drehen da die Knöppkes ihrer Verstärker auf 11. Das muss man sehen, die Band um die beiden Arch Enemies Sharlee D'Angelo und Michael Amott ist eine echte Granate.

In den letzten Wochen habe ich hier immer einmal wieder auf mein 366-Tage (Schaltjahr!)-Fotoprojekt hingewiesen. Das geht jetzt in den vierten Monat und bisher halte ich es wirklich gut durch. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

Wisst Ihr eigentlich, dass ich seit dem Erscheinen von Fallout 4 240 (!) Stunden dieses Game gezockt habe? Nein, ich bin nicht süchtig. Das neue Add-on (HIER) macht es aber auch nicht besser. Ich muss jetzt aber gehen, denn da gilt es noch so einen Stuhl für eine alte Drogensüchtige in Sanctuary zu bauen. Das versteht Ihr doch, oder? Na dann mal los und bis nächsten Freitag

 

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 25.03.16

DocnRoll-Banner

Hello again, heute ist Kai Freitag. Wer den misslungenen Scherz nicht versteht, darf trotzdem weiterlesen. Das vergangene Wochenende hat viel Licht und wenig Schatten gebracht. Scorpions (Fotos HIER) mucho mucho luz wie der Spanier so ähnlich skandieren würde, genauso bei Avantasia (Fotos HIER), weniger Fotospaß dann bei Symphony X (Fotos HIER), aber es kann nicht immer Feiertag sein. Meine Bilder des Wochenendes werden übrigens auch in verschiedenen Gazetten zu sehen sein. Im Rock Hard natürlich, aber auch im Eclipsed. Da ich dort natürlich Bilder verwende, die ich bei RocknRoll-Reporter nicht online stelle, lohnt der Blick in die beiden (ohnehin lesenswerten) Zeitschriften. Im aktuellen Rock Hard gibt es zudem einen textlichen Konzertbericht zum Primal Fear-Gig in Essen. So viel zur Werbung. Jetzt zur Penunze: T-Shirt-Preise...

542731 584921571519556 164146656 n

Ich trage dieses Thema schon eine ganze Weile mit mir rum. Als bekennender Bandshirt-Fan (der Schrank ist voll, sehr voll) bin ich oft geneigt, bei einer Band, die ich wirklich super finde (oder, wenn ich meine, dass man einfach mal ein Scorpions-Shirt haben sollte), auf einem Konzert, das ich als Fotograf besuche, ein Shirt zu kaufen. Ist ja auch ein emotionaler Akt. Man ist live dabei und hat ein Shirt von dem Abend. Aber: Es ist lange nicht mehr vorgekommen, dass ich das dann wirklich in die Tat umgesetzt habe. T-Shirt-Preise von 35 Euro (Dream Theater neulich) sind einfach infam. Vor allem die Ami-Bands gehen da in die Vollen. Symphony X am Samstag wollten 25 Euro, da bin ich sogar geneigt zuzuschlagen. Meine Schmerzgrenze ist 30 Euro. Ich kaufe kein T-Shirt für 30 Euro, basta! 

Wie perfide es am Merch manchmal zugeht, zeigt das Beispiel Black Star Riders. Auf dem Rock Hard-Festival kosteten die Shirts der geilen Kombo 25 Euro, eine Woche später (!) beim Gastspiel als Support für Def Leppard 30. Da hat der Hauptact wohl Angst gehabt, dass die eigenen Leibchen schlechter weggehen, wenn diese teurer wären,und einfach mal ein Machtwort gesprochen. 

Wer nach dem Konzert im Internet ein Shirt kauft, kommt immer deutlich günstiger weg, es fehlt natürlich die emotionale Komponente. Ich verstehe, dass in Zeiten von Centbeträgen für Song-Downloads die Bands schauen müssen, wo sie bleiben. Es passt dann aber nicht ins Bild, dass vor allem kleine und ärmere Bands ihren Merch zu guten Preisen anbieten, während Megaseller wie Kiss richtig zuschlagen. Das Schöne an der Marktwirtschaft? Jeder kann machen, was er will. Ich zum Beispiel. Deshalb sage ich bei 30 Euro für ein Shirt "no way"!

Ich bin übrigens der Meinung, dass ein Bandshirt in allen Lebenslagen getragen werden kann, auch zum Jacket (Foto). 

 

In dieser Woche hat mir eine Konzertagentur "angeboten" für eine Fotoakkreditierung "nur" 25 Euro zahlen zu sollen. Pay to work - ein innovatives Konzept. Ich frage mal die betroffene Band, was sie davon hält.

 

Für das lange Osterwochenende habe ich noch einen Lesetipp für Euch: HIER haben wir ein schönes Interview mit Bob Catley von Magnum geführt. Viel Spaß und frohe Ostern! 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 18.03.16

DocnRoll-Banner

Aloha, in der letzten Woche habe ich gefragt, ob ich eine DocnRoll-Pause einlegen soll. Und, wie Ihr merkt, die Antwort ist "Nein!". Und das mit Nachdruck. Viele liebe Worte haben mich erreicht, die mich bestärkt haben, dass der Freitagmorgen nur ein passender Arschtritt ins Wochenende ist, wenn der DocnRoll ihn beginnt (naja, so ähnlich. Vielen Dank aber an alle, die mir gut zugeredet haben). Den in irgendwelchen sozialen (bzw asozialen) Netzwerken leichtfertig angekündigten Plausch (mit mir selber) über T-Shirt-Preise bei Konzerten muss ich noch einmal verschieben. Kommt aber, versprochen und so sicher wie das Amen in der Kirche.

 

Heute werde ich nämlich erst einmal gestochen. Von den ollen Scorpions. Ich hoffe, es ist kein ganz so schmerzhafter Abend, doch ich bin guter Dinge. Was viele vergessen: Erst in den letzten Jahren ("er meint Jahrzehnte" - sein Gewissen) ist aus der Meine-Truppe eine Kaspermannschaft geworden. Follow the Moskva-technisch jedenfalls muss man über vielen Schund hinweghören, darf aber nie vergessen, dass die Scorpions in den Anfangsjahren und vor allem in den 80ern eine echte Macht im Metal, respektive Hardrock, waren. Also, here I am rock you like Harry Kane. Ach kommt, gebt es doch zu: als kleine Stöpsel habt Ihr englische Lieder genauso geträllert - wie wir alle. Man hat nicht wirklich die Worte verstanden, aber eine famose Mimikry der englischen Sprache aufs Parkett gelegt. Als uns diese Sprache dann etwas geläufiger war, wurde es dann aber noch lustiger. "The ants are my friends, they're blowin' in the wind"

Picture 

Kennt Ihr das, wenn man sich einfach nicht trennen will? In einem Anflug von Frühjahrsputzgefühlen habe ich meine Bücherschränke durchforstet. Rebuy lässt grüßen. Da lungern viele Werke, die seit zehn Jahren nicht mehr aufgeschlagen wurden. Besonders eklatant: Meine Dudensammlung umfasst mittlerweile ein gutes Dutzend der gelbschwarzen Rechtschreibgötter. Allein die 21. Ausgabe aus dem Jahr 1996 lünkert mich so frech an, dass ich es nicht übers Herz bekomme, sie aus meinem Haushalt zu entfernen. Dabei habe ich mir sogar die Duden-App fürs Smartphone gekauft. Man will ja immer und überall etwas nachschlagen können. Argumente zur Trennung en masse also und vielleicht habe ich einfach Angst.Trennungsangst. Der Duden (genauer das Universalwörterbuch aus dem Duden-Verlag) sagt dazu: Angst vor dem Verlust einer Bezugsperson. 

Das scheint ein Treffer. In Bezug auf meinen Freund, den Duden, verstehe ich einfach keinen Spaß. Warum auch: Das Wort Trennungsspaß hat mein geliebter Gelber nicht im Repertoire.

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 11.03.16

DocnRoll-Banner

Moin, heute komm ich mal ganz nordisch (not by nature of course) daher. Zumindest in der Anrede. Naja, ich freue mich auch auf morgen, denn da kann ich endlich mal die St- Pauli-Rocker von Ohrenfeindt fotografieren. Die sind mir bisher immer entgangen. Kennt Ihr nicht? Ohrendfeindt - das ist ein Trio Infernal vom Hamburger Kiez. "Vollgasroggenrohl" nennen sie ihre Musik und irgendwo zwischen Kiez-Romantik und AC/DC platziert sich die Band, die inzwischen schon sechs Studioalben eingezimmert hat.  Am Samstag, 12. März, spielt Ohrendfeind mit Support (Hellectrokuters) im Essener Turock. Wer direkt im Leopardenhemd kommt, freut sich dazu sicher über die anschließende Glam+Rock Ladies Night im Turock: Glamrock, Hardrock, Sleaze- und Hairmetal, 70s, 80s und 90s Classics mit DJane Kris vollenden den Vollgasroggenrohl-Abend. 

 

Weniger RocknRoll, dafür umso mehr Frickelei und Kitsch as Kitsch can gab es gestern bei Dream Theater in Bochum. Der Ruhrcongress entwickelt sich langsam zur Oppa-Arena. Schon wieder bestuhlt, schon wieder kein Fotograben. Langsam nervt es. So was es schon bei Joe Satriani neulich. Ganz schlimm. Fotos gibt es trotzdem und zwar HIERGespielt wurde das ganze aktuelle Album. Was ich davon halte, habe ich HIER! formuliert. Leider mussten die Fotografen aus dem allerletzten Loch des Ruhrcongress fotografieren. Und das ist ziemlich weit weg (siehe Foto). Wenn sie wenigstens die Lichtrechnung bezahlt gehabt hätten...

 

Picture

 

Apropos Konzerte: Langsam kommt das Jahr so richtig auf Touren: Die nächste Woche bringt die Scorpions (Abschiedstournee Teil 4711), Avantasia und Symphony X in den Ruhrpott. Unser pickepacke voller Gig-Guide weiß, wo Ihr hinmüsst. Schaut mal rein (HIER!).

 

Am Sonntag ist übrigens endlich Rosenmontag. Klingt komisch, ist aber so. Der ausgefallene Zug vom 8. Februar wird in einigen Städte (Dortmund und Düsseldorf zum Beispiel) nachgeholt. Sich 25 Tage später die Pappnase aufzusetzen, erscheint mir dann doch noch ein wenig mehr gezwungen als Karneval generell. Die sollen doch im besten Fußballsprech lieber nach vorne zu schauen und die neue Session in Angriff nehmen. Ostern ist schließlich auch nicht im Hochsommer und die Fußball-WM will ich nicht im Winter sehen müssen. Aber das ist wiederum eine andere Geschichte. Und die hat ebenfalls eine ganze Menge mit Narretei zu tun.

 

Ansonsten bin ich derzeit ein wenig Kolumnenmüde. Vielleicht sollte ich einmal ein paar Wochen Pause machen? Was meint Ihr?

 

  

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 04.03.16

DocnRoll-Banner

Heyho, heute einmal eine Geschichte aus meinem Leben. Kurz vor der Oscarverleihung an der Kasse eines Supermarktes nach dem Kauf eines Schaumweines mit 22 karätigen Blattgoldflökchen in der Flasche: "Das ist aber ein edler Sekt." Ich schaue die Kassiererin verdutzt an. "Dem Anlass angemessen", entgegne ich. "Goldene Hochzeit?" Ich ignoriere diese Unverschämtheit, beschließe, dass die gute Dame einen auf Comedian macht und weise auf die nächtliche Oscarverleihung hin. Wofür ich denn einen Oscar bekäme, stößt sie prustend hervor und ich komme mir endgültig leicht veräppelt vor. 

Zuhause angekommen schlage ich mir dann die Nacht um die Ohren und insgeheim denke ich gegen 5.30 Uhr doch an die Worte der Kassiererin, ja rechne fast mit der Erwähnung meines Namens. Doch wie in jedem Jahr kassiert ein anderer meinen Goldjungen. Dieses Mal (endlich) jener Leo mit der Omma aus Oer-Erkenschwick. Ich hoffe nun auf 2017 und drehe fleißig Handyfilmchen...

 11059510 1183988581612849 8257346380015953295 n

Konsolentechnisch begebe ich mich derzeit in die Steinzeit: Far Cry Primal spielt nämlich genau da und das ist ein sehr erfrischendes Szenario, wo es doch wie in Hollwood auch in der Spieleindustrie oftmals nur noch eine Fortsetzung nach der anderen gibt. Ubisoft wagt mal was und gewinnt damit auf ganzer Linie. HIER lest Ihr mehr davon.

 

Kurz noch zur Musik: RocknRoll-Reporterin Kathrin schießt morgen John Diva im Turock und ich greife dann nächste Woche zu Dream Theater wieder ein. Deren aktuelles Konzeptalbum ist lang aber nicht langweilig. Was ich davon halte, lest Ihr HIER!

 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 26.02.16

lemmyfb

Arghhh, ich war im Urlaub. Und ich will wieder und immer wieder urlauben. Aber, wer will das nicht. Mein Trip nach Kopenhagen und Malmö war aufregenden und interessant. Wir haben ein Eishockeyspiel in der Malmö-Arena gesehen und ein Fußball-Pokalspiel zwischen Malmö FF und Uppsala (2:1) in einem Stadion von 1896. Die Fans dort haben 90 Minuten richtig Alarm gemacht, obwohl nur knapp 4000 das Match sehen wollten. Erstaunlich: Es gab schwedische Fangesänge zur Melodie von "Gute Freunde" (von Franz Beckenbaur). Enttäuschend war natürlich die winzige dänische Meerjungfrau. 

suur

Aber muss man halt mal gesehen haben. Gesehen aber nicht gerochen haben muss man das schwedische Spezialgericht: Surströmming galt bei Bauern in Nordschweden als Alltagsnahrung und wurde oft als Proviant verwendet. Er wird aus ausgewachsenen Ostseeheringen, vor allem an der norrländischen Küste hergestellt. Dieser wird im Frühjahr gefangen und in Salzlake eingelegt, wo er zu gären beginnt. Etwa einen Monat vor der sogenannten Surströmming-Premiere, die den Verkaufsstart der Saison bezeichnet, wird der Fisch in Konserven verpackt, in denen sich der Gärprozess fortsetzt, so dass sich Boden und Deckel der Dosen wölben. Die Versuchung war dennoch groß, aber zu mehr als einem Foto hat es dann doch nicht gereicht.

In Kopenhagen waren wir natürlich auch im Freistaat Christiania, der anarcho-alternativen Stadtteil, in dem weiche Drogen auf der Straße geraucht werden. Wer die Geschichte dieses Viertels nicht kennt, sei ein Google-Studium sehr empfohlen.

Der Hinflug war ebenfalls besonders lustig: Abgetastet und schuhlos stehe ich bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Anschließend geht es noch (angezogen) durch den Nacktscanner. Gut sehe ich aus auf dem Schaubild. Piepen tut auch nix.

Nach der Kontrolle ist aber vor der Kontrolle und deshalb räume ich das Handgepäck ebenfalls noch partiell aus, bis die Beamten vor dem Abflug zu meinem Kurztrip ins Ausland endlich zufrieden sind. Es ist schon irre, wie aufwendig mittlerweile der Check vor dem Einsteigen ist. Umso erstaunlicher: Vom Eintreten ins Flughafengebäude bis zum Betreten der U-Bahn am Reiseziel habe ich nicht einmal (!) meinen Ausweis vorzeigen müssen. Es hätte also jeder mit meinem E-Ticket auf dem Handy diese Reise antreten können. Aber so eine Nachlässigkeit kann ja mal passieren, wenn man so viel zu kontrollieren hat...

Unten gibt es eine kleine Collage (mit einem sehr schlimm-unscharfen Fußballbild, ich hasse Handycams). Draufklicken zum Vergrößern.

 

Zur Musik: In dieser Woche ist völlig überraschend Piotr Grudzinski verstorben. Der Gitarrist der sensationell-genialen Progressivrocker Riverside aus Polen wurde nur 40 Jahre alt. Das Jahr meint es nicht gut mit den Musikfans. Hinterlassen hat er fast ausnahmslos Top-Alben. Farewell Piotr.

 

In den letzten Wochen habe ich hier immer einmal wieder auf mein 366-Tage (Schaltjahr!)-Fotoprojekt hingewiesen. Seit dieser Woche hat der kleine Groun Dead ein tolles Antlitz. Meine liebe Freundin Sandra hat den Stift gezückt und Groun einen Körper gegeben. Ähnlichkeiten mit mir, dem großen Bruder von Groun, sind natürlich vorhanden. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 Bis nächste Woche 

 

kleinTSbySanga

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

malm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 19.02.16

DocnRoll-Banner

 

Bra Dag, liebe Leute. Das ist schwedisch und heißt "Guten Tag". Wenn Ihr das hier lest, taumele ich nämlich zwischen Arielle der kleinen Meerjungfrau von Kopenhagen und dem schwedischen Malmö umher. Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen des Eishockeys. Wenn wir nämlich in nordischen Landen unterwegs sind, schaut sich die Reisegruppe Rock stets ein heißes Kufenspiel an. So habe ich schon Spiele in Stockholm, Laappeenranta und Riga (da sogar die Olympia-Quali) gesehen. Gestern waren die Malmö Red Hawks unser Ziel. Eines stelle ich dabei immer fest: Es hat den Anschein, dass die Spiele in diesen Ländern (hauptsächlich in Schweden) gefühlt doppelt so schnell als in Deutschland sind. Das geht da viel härter und fixer zur Sache. Ansonsten pendeln wir schön zwischen Kopenhagen und Malmö über die grandiose Öresundbrücke, eine 7845 Meter lange Hochbrücke, zwischen den beiden Ländern, getreu unserem Motto: Fotos schießen in Kopenhagen, Bier trinken in Malmö. Kopenhagen ist schließlich eine der teuersten Städte Europas.

Picture

Der Kurztrip ist auch der Grund, warum dieser DocnRoll knapp ist und nur wenig Roll enthält. Einen Konzerttipp gibt es dennoch: Am Sonntag bombardieren Machine Head das Dortmunder FZW. Da sollte man hingehen. Wer nicht kann, findet HIER Fotos vom letzten Mal. Frontmann Rob ist ohnehin so etwas, wie der Mann der Stunde, hat er doch in einem fast 20-minütigen Video dem White-Power-Hitlergruß-Schwachmaten Phil Anselmo richtig Kontra gegeben. Wer das Video nicht kennt, findet es hier unten im DocnRoll eingebettet.

 

 

Und wer ganz viel Sehnsucht nach dem Doc hat, schaut einfach bei meinem 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 12.02.16

DocnRoll-Banner

 

Blumen, Pralinen oder eine Wellnessbehandlung? Am Sonntag ist Valentinstag, seit vielen Jahrzehnten das Lieblingsfest der Floristen.Früher dachte ich übrigens immer, dass es Valendienstag heißt. Da war ich aber auch noch ein großer Fan der drei Muskeltiere, doch das nur am Rande. Nahezu an keinem anderen Tag rollt der Rubel dermaßen wie am 14. Februar. Apropos rollen: Das Brauchtum dieses Tages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus  zurück, die der Überlieferung zufolge das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben. Das ist ziemlich passend: Oftmals läuft man nahezu kopflos durch die Geschäfte, um etwas für die Liebste zu finden. Schlimmer ergeht es manchen Zeitgenossen natürlich, sollte das Fest der Liebe einmal gänzlich verschwitzt werden. Da kann einem schon mal (bildlich) der Kopf abgerissen werden, wenn zum Frühstück statt roter Rosen ein panisches "Ich habe den Valentinstag vergessen" auf die Holde einprasselt.

 

Apropos Einprasseln: Mit meiner kleinen Metalband spiele ich heute im Bottroper Cottage auf der Herzogstraße - unplugged!! Mal sehen, was da so auf uns (oder Euch?) einprasselt. Versprechen kann ich aber einige Hardrock-Klassiker im stromlosen Gewand und einige unserer eigenen Songs. 20 Uhr geht's los. Wer Bock hat, kommt vorbei. Es gibt auch Guinness...

 

Picture

 

In der letzten Woche wurde ich überrascht: Die (fotografische) Vorfreude auf den Helloween-Gig in Oberhausen hielt sich in starken Grenzen, denn bislang hatte die Metallegende immer derart besch***** Licht, dass es nur wenig Spaß bereitete, sie zu fotografieren. Ohne Erwartung ging es also in die Halle und bei der Vorband, Rage, schien sich genau das auch zu bewahrheiten. Kaum Licht, ein Gräuel. Umso toller: Als Andi Deris die Bühne betritt ist es taghell. Perfekte Bedingungen, so dass sogar ein einarmiger Affe tolle Bilder gemacht hätte. Meine affigen Versuche findet Ihr HIER!

  

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 05.02.16

DocnRoll-Banner

 

 Karneval? Ich mittendrin. Gestern zum Beispiel beim Weiberfastnachtsumzug in Düsseldorf. Auf dem "Zoch" standen lauter maskierte Männer und haben ins Mikro geschrien und Saiten gequält. Die KG Slipknot lud zum großen Karnevals-Remmidemmi in den ISS Dome. Ein Gutes hatte der Ausflug in die Landeshauptstadt: Die Autobahnen waren ob der großen Weibersause in der City leer. Vor Ort hatten wir dann drei Songs im Graben um Corey Taylor und Co ins rechte Licht zu rücken. HIER sind die Fotos!

 

Picture

 

Ich habe eine virtuelle Bettkante im Kopf, eine Fotografenbettkante. Da ritze ich in Gedanken jedes Mal eine Kerbe hinein, wenn ich einen Großkopferten der Musikszene auf den Binärfilm gebannt habe. Kiss, ACDC, Metallica, Pink, Iron Maiden - sowas halt. Slipknot fehlten da noch und können sich nun gerne auch auflösen, denn der Doc hat seine Erstbehandlung durchgeführt. Vor Jahren hätte ich die Maskenmänner beinahe schon einmal in der Sprechstunde gehabt, aber dann sagten die Aggro-Metaller kurzerhand ihren Gig beim Area4-Festival ab. Was lange währt, wird also endlich gut. Ich will schließlich in diesem Jahr noch den 1000er Wert knacken. Was das ist? 1000 verschiedene Bands fotografiert zu haben. Ende des letzten Jahres war ich schon bei 970 oder so etwas. Insofern war auch das vergangene Wochenende recht hübsch, denn mit Tribulation (gruselig-schlechter Deathmetal), Macsat Grave Pleasures und Vampire habe ich schon wieder vier zur Liste hinzufügen können. 

 

Schon oft hingegen habe ich bei Helloween den Auslöser gedrückt. Am Samstag versuche ich es dennoch gerne noch einmal und zwar in der Oberhausener Turbinenhalle. Leider nicht zu den 1000 wird dann die Vorband gehören, denn Rage habe ich schon im Portfolio, auch, wenn Peavey Wagner eine komplett neue Mannschaft präsentieren wird. Am Mittwoch geht es mit Halestorm in der Zeche weiter. 

 

In dieser Woche fahre ich übrigens immer an großen Benzintanks oder Tankstellen vorbei und habe die Neigung die Dinger in die Luft zu sprengen. Klingt komisch, aber möglicherweise ist DIESES Spiel daran schuld. 

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 29.01.16

DocnRoll-Banner

 

 

 

Na Ihr Dschungelcamper? Einmal im Jahr gucke ich Deppen-TV, ich gestehe. Vielmehr Spaß machen würde mir aber ein Dschungelcamp mit Metal-Stars. Joey Pommes-Mayo von ManniWAAR könnte da auf Axl Rose treffen und sich mit Megadoof Mustaine über Chemtrails unterhalten, während die Dschungelprüfung für Blabbermouth-Sprachrohr Mike Portnoy daraus bestehen könnte, bei Kakerlalen-Dauerbeschuss alle Bands aufzählen zu müssen, in denen er spielt. Ich hätte wirklich große Lust zuzusehen, wenn Poison-Specki Bret Michaels mit Mötleys Vince Neil um das Blondierungsmittel kämpfen muss und Danko Jones sechs Stunden währende Monologe am Dschungeltelefon hält. Für Frauen- UND Seniorenquote würden die Omis von Girlschool sorgen, die mit Tattergreis Ozzy tagelang über Haftcreme diskutieren könnten. In den 80er wäre es noch um Gleitcreme gegangen... 

dschungel

 

Am Ende müsste Meat Loaf gewinnen, weil er alle anderen einfach im Schlaf aufgegessen hätte, während sich die Metalfans in Facebook-Mimimi-Posts jahrelang darüber beschweren würden, wie denn so eine Weichpupe in ein Metalcamp geraten konnte. Dabei ist der Dicke immerhin der Schwiegervater von Anthraxs Scott Ian, der ihn kurzerhand mittels eines trojanischen Elefanten im Handgepäck ins Camp geschmuggelt hätte. 

 

Ich glaube, ich höre jetzt mal besser auf, das Dschungelfieber scheint stärker zu werden.

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 22.01.16

DocnRoll-Banner

 

 

 

And here I go again on my own.... Am Mittwoch noch bei der Unplugged-Probe meiner kleinen Metalband geträllert und immer noch im Ohr. Aber nicht die gruselige Hairmetalversion von 1987. The real deal. Sogar eine ohne David Coverdale gefällt mir besser. Die Ur-Gitarristen der weißen Schlange, Moody und Marsden, haben auf ihrer Unplugged-Scheibe "Live in Hell" (jaahaaa, die heißt wirklich so! Und zwar, weil sie im norwegischen Hell aufgenommen wurde) eine wunderbare Version des Songs veröffentlicht. Eine Fassung, die den Blues-Vibes der ursprünglichen Whitesnake deutlich mehr entspricht, als das schreckliche Höher-Weiter-Schneller-Ambiente der 87er Version. Hört doch mal rein. HIER!

 

Doch genug Bildungsprogramm, meine kleinen Mattenschwinger. Zurück zu den Grunzern. Arch Enemy haben auf ihrer Facebook-Seite ein Bild von mir (DIESES hier) gepostet. Was soll ich sagen? Nach wenigen Stunden gab es mehr als 1500 Likes (jetzt mehr als 1900) - ganze zehn davon dann auch für unsere Seite. Das war zu erwarten, spricht aber auch Bände über das Verhalten des gemeinen Internetnutzers. Viele liken jeden Scheiß, die meisten aber bewegen sich selbst im Internet in ihrer kleinen Badewanne des Lebens.

arch

 

Ja nicht über den Tellerrand schauen. Ich gebe zu, dass hat in gewissen Momenten seinen Reiz. Wenn etwa scheinbar 70 Prozent aller Meinungen fremdenfeindlich sind oder auf jeden noch so gut gemeinten Post gehässige oder miesmachende Antworten folgen, dann bin selbst ich geneigt, einfach mir ein eigenes Internet in meinem kleinen Leben zu basteln.

Keine Einflüsse von Draußen, keine Fremden in meinem Netz... Ihr merkt schon, wie bescheuert das ist, oder? Fast so bescheuert, wie die Idee, dass sich ein Land abschotten sollte. Apropos AFD und Co: Ich empfehle gerne noch einmal folgende Seite: HIER könnt Ihr prüfen, wer von Euren "Freunden" auf Facebook Schwachmaten wie die AFD oder noch schlimmere Gruppierungen geliked hat. Ich schmeiße sowas ja rigoros raus (und schaffe mir zumindest da dann doch die Illusion MEINES Internets). 

Zurück zum Arch Enemy-Post, der mich dann doch sehr gefreut hat, vor allem, weil der Betreiber der Facebook-Seite der Band (nein, liebe Kinder: Band von dieser Größe betreiben zu 98 Prozent ihre Facebook-Seiten nicht selber) vorbildlich den Quellennachweis behandelt hat. Da wird der Name des Fotografen genannt und sogar ein direkter Link zum RocknRoll-Reporter inkludiert. Tip-Top!

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

Bis nächsten Freitag - in MEINEM Internetz

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 15.01.16

DocnRoll-Banner

 

 

Yeah, das Fotojahr hat (für mich) dann auch begonnen. Das Konzertfotojahr wohlgemerkt, denn seit dem 1. Januar habe ich ja ein ganz ambitioniertes Projekt gestartet: Das 365-Tage-Fotoprojekt. Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

Dabei habe ich jetzt schon festgestellt, dass es sehr fordernd ist, sich jeden Tag ein schönes Motiv auszudenken (oder ein originelles). Mal klappt das besser, mal schlechter. 

12512599 1276195632410082 778906682291698572 n

 

Besser war sicherlich der Stuhlgang neulich (Foto). Das hat mir gut gefallen, auch, wenn es eine "Kackarbeit" war. Apropos beschissen: David Bowie jetzt auch noch? Und Professor Snape? So ein Jahresstart macht schon fast schwermütig. Aber ab jetzt wird es besser. Ich verpreche es (ohne Gewähr)...

 

Doch zurück zum Fotojahr: Gestern habe ich mal wieder - was mittlerweile immer seltener wird - eine neue Location (als Fotograf) kennengelernt.

Die Jahrhunderthalle in Bochum!  Genau, Gestrichen! Wieviel Unsinn kann man denn denken? In der Tat war ich da doch schon mal und zwar 2009 bei Zappa meets Zappa. Fotos HIER! Fotografenalzheimer...

Leider gab es keinen Graben und wir mussten von der Seite rumknipsen, was nie eine gute Option ist. Ach ja, Steven Wilson war der Künstler, der mittlerweile zum absoluten Star der progressiven Rockszene aufgestiegen ist.

Dementsprechend muss man dem Konzert (inklusive David Bowi-Hommage) auch das Prädikat fantastisch attestieren. Fotos gibt es HIER!

Apropos fantastisch: Das sind live auch die Winery Dogs, eine wahre Supergroup, deren Songwriting leider manchmal schwächelt. Live sind die aber Bombe und spielen am 29. Januar in Köln (HIER). 

  

Zu guter Letzt will ich Euch noch unseren immer weiter wachsenden Gig-Guide (HIER) ans Herz lesen. Da sind mittlerweile mehr als 200Konzerttipps für den Rest des Jahres vorhanden - und es werden immer mehr. Wie es sich gehört, hat auch der RocknRoll Reporter um Weihnachten ordentlich zugenommen und mittlerweile folgen mehr als 1800 Leute unseren Facebook-Auftritt. Saubär... Wer noch nicht dabei ist, HIER geht es lang!

   

yoursdocrock