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Freitag August 17, 2018
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237 items tagged "Review"

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Battle of the Ryche(s)

 

 

 

Geoff Tate mit Frequency Unknown oder Todd La Torre mit Queensryche?
Mietmusiker oder Originalmusiker? Wir machen es kurz und sagen,
was für welche Queensryche-CD spricht:

 

Queensryche - Queensryche Queensryche - Frequency Unknown
+ fette Produktion - unterirdische Produktion
+ 3 Knaller-Song, Rest Mittelmaß - 1  guter Song (Cold), Rest: *%§$%
- Sänger macht einen auf Tate + Sänger ist Tate
+ klassisches Artwork + schönes Artwork
+ keine Ausfälle - unfassbare schlimme Re-Recordings
+/- schön im eigenen Backkatalog geklaut + Massenhafte Gastmusiker
 - Albumtitel langweilig  + Fuck You-Synonym

Die Todd La Torre-Version live könnt Ihr hier sehen! 

 

Injustice: Götter unter uns

InjusticeGodsAmongUsCoverArtImmer mitten in die Fresse rein ... singen die Ärzte und die haben "Injustice: Götter unter uns" nicht einmal gespielt. Der Prügeltitel ist ganz im Mortal Combat-Stil gehalten, bietet dann aber doch etwas mehr als nur ein schnödes Charakteraustauschen und drau, nämlich: Eine Storyline!

Bei "Injustice: Götter unter uns" treffen zwei Legenden aufeinander, denn NetherRealm, der preisgekrönte Entwickler der ultimativen Prügelspiel-Serie Mortal Kombat, schickt diesmal die berühmten Helden und Schurken der DC Comics in die Arena.Die Story bietet im Single-Player-Modus ordentlich Atmosphäre, spielerisch werden sich Mortal Combat-Veteranen aber sofort heimisch fühlen.

Doch auch in Sachen Tastenbelegung gibt es interessante Neuheiten: Mittels Schultertaste lässt sich die Umgebung gegen den Gegner einsetzen.Apropos: DC-Kultschauplätze wie die Bathöhle und Supermans Festung der Einsamkeit sind natürlich ebenfalls am Start. Für mich machen die Kämpfer wie Batman, Joker, Superman, Catwoman und viele andere deutlich mehr her als die Mortal Combat-Pendants aber das ist Geschmacksache. Darüber kann man halt streiten, nicht aber über die Grafik, die selbst auf der mittlerweile etwas betagten PS4 saugut rüberkommt.

Fazit: Mehr als nur ein aufgeborhtes Mortal Combat ist Injustice auf jeden Fall. Wie immer bei Beat em ups muss man diese Spielart schon mögen, um restlos begeistert zu sein. Immerhin bietet hier die schöne Storyline einen interessanten anderen Ansatz.

Test: Bioshock Infinite (PS3)

bioshock infinite ps31Und am Ende ist es doch "nur" ein Shooter, wenn auch ein guter! Das könnte das Fazit von Bioshock Infinite sein, doch das wäre dann arg zu kurz, um diesem Game gerecht zu werden. Es ist das Jahr 1912 und die amerikanischen Ideale werden durch die schwebende Stadt Columbia verkörpert.

Ja, richtig gehört: Es geht aufwärts, während beim Vorgänger noch unter Wasser geplätschert wurde. Dumm nur, dass Columbia auf einmal verschwindet. Da kommt der Gamer alias Pinkerton-Agenten Booker DeWitt ins Spiel, der nach Columbia gesandt wird, um die junge Elizabeth zu retten. So weit so normal und unaufgeregt. Viel verraten darf ich über die Story hier einfach nicht, nur so viel: Sie ist brillant und hollywoodreif.

Grafisch macht Infinite einen sehr guten Eindruck, selbst auf dem Auslaufmodell PS3. Atmosphärisch gab es wohl nie einen solch packenden Shooter (Ok, Halflife war sicher noch besser). Das Kampfsystem ist ausgereift und Irrational Games hat es einfach geschafft, Bioshock auf ein neues Level zu heben.

Am Ende dreht die Storyline so richtig auf und vor allem total ab! Wenn die RocknRollReporter aber etwas zu meckern haben, wird das auch gesagt: Viele der verfügbaren und freischaltbaren Kräfte machen lediglich das Spiel "fetter", sind aber im Kampf oft unsinnig und unnötig. Hardcore-Spieler werden zudem bemängeln, dass eigentlich auf allen Schwierigkeitsstufen das Game zu einfach ist. Dennoch: Bioshock Infinite ist bisher das beste Spiel des Jahres.

Review: Iron Maiden - Die ultimative inoffizielle Bildbiografie

Maiden-BildbioNamhafte Metal-Schreiber wie Neil Daniels, Garry Bushell, John Tucker, Gavin Baddeley sowie Mick Wall haben an dieser illustrierten Bio gearbeitet. Hintergründe zur Bandhistorie, alle Besetzungswechsel, Albumaufnahmen und Tourneen werden mit knapp 500 Bildern (!) aufbereitet. 

Das großformatige Buch kommt in edler Metall-Optik mit Cut-Out-Cover inklusiver partieller Drucklackierung daher. Im Inneren hat der Autor eine beeindruckende Sammlung von Bildern zusammengetragen, von denen die meisten aus unterschiedlichen Privatarchiven stammen und bislang noch unveröffentlicht sind.

Darunter befinden sich zahlreiche exklusive Live-Shots aus den Anfangstagen der Band sowie private Momentaufnahmen abseits der Bühne genauso wie Fanartikel, Flyer, Konzertplakate, Tourshirts, Backstage-Pässe, Anstecker und Tickets. Dazu gibt es informative (aber nichts Neues bringende) Texte zu jedem Scheibe, der Bandgeschichte. Alles in allem macht das Buch eine Menge Spaß.

Im Vergleich zum offiziellen Fotoband "Flight 666" ist Neil Daniels Bildbiografie weit vorne. Neben den schon erwähnten vielschichtigen Abbildungen gibt es eine eine lückenlose Dokumentation aller Live-Dates ab dem ersten Tag, mit Erläuterungen zu ausgefallenen und verlegten Dates - unglaublich (wenn auch nicht für jeden Fan wirklich reizvoll).

Review: I Still Wanna Rock (Dee Snider)

DeeSnider-VorabMist, schon vorbei... So ergeht es einem, der die Biographie von Dee Snider (Twisted Sister) "I still wanna rock" in die Hand nimmt. Man pflügt quasi durch dieses Buch, denn es ist bis zur letzten Seite ein großes Lesevergnügen. "Endlich mal normale Menschen" mag man denken, wenn man sich Sniders Memoiren vornimmt, denn dieses Werk ist so ganz anders als die Sex, Drugs und manchmal auch RocknRoll-geschwängerten Machwerke andere Frontmänner des harten Metals.

Auch, dass der Drogenfeind Snider hier sämtliche Bands, die ihm und denen er einmal ans Bein gepinkelt hat, konsequent nennt und nicht bedeutungsschwanger umherfaselt, hat mehr Charme als George Clooney.

Aufhänger für tolle auf Partys nacherzählenswerte Geschichten hat "I still wanna rock" mehr als die Umkleidekabine von Real Madrid.  Snider erzählt von seinen ersten musikalischen Erfahrungen in verrauchten New Yorker Vorstadtspelunken bevor er mit Jay Jay French seinen kongenialen Partner traf und Welthits wie "We're Not Gonna Take It", "The Price" und "I Wanna Rock" schrieb.

Vor dem Erfolg aber stand harte Arbeit. Zusammen mit seiner Frau Suzette (die für die Kostüme von Twisted Sister verantwortlich zeichnete) und seinen vier Kindern überstand Dee Snider auch die Tiefpunkte seiner Karriere. Ein bemerkenswertes Buch, das viel zu schnell die letzte Seite erblicken lässt.

Review. Jeremy McGrath's Offroad (PS3)

Jeremy McGrath's Offroad ist ein neuer PSN-Racer zum kleinen Preis. Das Game basiert auf der größten Leidenschaft des siebenfachen AMA Supercross Champions, Jeremy McGrath: Truck Offroad-Rennen. Um die Rennen zu bestreiten können die Spieler aus einer Vielzahl von lizensierten Rallye-Autos und Offroad Race Trucks wählen. Spieler können ihre Rennen mit 800 PS starken Offroad Race Trucks mit einer Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten bestreiten und aus fünf Fahrzeugklassen wie Rally-Cars, Pro Buggies und Pro Lite Trucks wählen.Grafisch macht das Spiel einen ordentlichen Eindruck, spielerisch ist der Truck-Racer eher solide Hausmannskost. Schadensmodell? Ähhm, nö. Crashs wirken sich auch nicht groß aus, man fährt einfach schön seinen Streifen weiter und versucht gegen die recht starke KI einen Stich zu bekommen. Selbst für den Preis von 10,99 Euro gibt es Renner, die deutlich mehr Spaß machen. Lediglich das Truck-Ambiente könnten einen Alles-Spieler in Versuchung führen.

Review: Crysis 3 (PS3)

screenshot 281126 thumb wide940Die Crysis-Reihe trumpfte immer schon vor allem durch die opulente Grafik auf. Spielerisch war nicht immer alles Gold, was da so schön glitzerte. Vor allem KI-Schwächen nervten bei den beiden vergangenen Teilen. Crysis 3 will nun alles besser machen. Und in der Tat ist der dritte Output aus dem Hause Crytek seinen beiden Vorgängern in fast allen Belangen weit überlegen.

Vor allem die Einbeziehung unseres Kumpels Psycho, der nun erstmals ein Gesicht hat, schafft es, emotional Ordentliches zu bewirken. Mit einem echten Buddy an seiner Seite killt es sich doch einfach viel besser. Storytechnisch ist Crysis 3 solide, manchmal unglaubwürdig, am Ende zu schmusig und schmalzig - wie ein echter Hollywood-Blockbuster halt. Und genau das ist Crysis 3: Feinstes Popcorn-Shooter-Kino.

Dazu trägt natürlich die sensationelle Grafik und der Bombastsound bei. Gleich zu Beginn weiß man, wo der Hammer hängt. Im Regen und bei Nacht ist das Spiel bereits so schön, dass man sich atemberaubt zurücklehnt - und erst einmal abgeschossen wird. Wie man spielt, ist einem oft selbst überlassen: entweder als Rambo, der einfach durchprescht oder als schleichender schweigsamer Rächer, der nach und nach unbemerkt die Feinde aus dem Weg räumt. Einen Kritikpunkt gibt es denoch: Die lineare Struktur des Spiels!

Angekündigt war mehr Open World, mehr freie Entscheidung, herausgekommen ist nichts anderes als bei den Teilen 1 und 2. Schade, aber - und das ist gut so: es bleibt Luft nach oben! Grafisch eher nicht, es sei denn Crysis 4 wird für die PS4 entwickelt. Bis dahin warten wir mit angespanntem Atem. 

Long Distance Calling: The Flood inside

long distance calling - The Flood InsideEin wenig packte einem schon die Sorge als Freund der epischen Postrock-Kaskaden von Long Distance Calling als diese bekanntgaben, dass auf "The Flood inside" erstmals mit einem festen Sänger gearbeitet werde. Zwar gab es bisher auf jedem Album den ein oder anderen gesungenen Titel, doch ein Vokalist als festes Bandmitglied schien das Gefüge durcheinander bringen zu können.

Und was fällt auf nach dem Genuss der neuen Scheibe? Die Münsteraner sind noch stärker geworden. Der Einsatz Neuzugang Martin Fischer ist perfekt getimed. Noch immer gibt es ausufernd lange instrumentale Klanggebilde, die den Hörer auf lange Reisen in die brillantesten Täler des sogenannten Postrock schicken, noch immer werden Gesangspassagen geschickt in die Songs eingewebt, noch immer fühlt man sich als Teil der Musik. Von Mainstream keine Spur, pure Schönheit schleicht sich mittels der acht langen Songs ins Gehirn des Musikfreundes. Kopfhörer sind hier ausdrücklich als Hörhilfe empfohlen.


"The Flood inside" übertrifft an vielen Stellen sogar das selbstbetitelte Meisterwerk von 2011. Die Band ist auch - oder gerade durch - einen festen Sänger so gut, dass man ihr einen Welterfolg wünscht, gleichzeitig aber hofft, dass niemand anderer als man selbst jemals von "Long Distance Calling" hören wird. "The Flood inside" ist vielleicht der beste Reisetipp in das Land der atmosphärischen Rockmusik des Jahres.

HIER gibt's Live-Fotos von Long Distance Calling

 

Doom BFG-Edition

doom-3-bfg-edition-ps3Wir schreiben das Jahr 1993 und Doom ist das vielleicht aufregendste und umstrittenste Spiel der Videogamegeschichte. In 3D durch die Gänge zu schleichen, Marsmännchen abzuschlachten war vor rund 20 Jahren das Maß aller Dinge und Doom kitzelte aus einem 386er PC sämtliche Ressourcen heraus. Doom 2 folgte wegen des großen Erfolges ein Jahr später, brachte nicht viel Neues und erst Doom 3 setzte wieder einen Standard (2004) für Ego-Shooter. Nun wurde der flotte Dreier für die PS3 neu aufgelegt und mit allen Erweiterungen in die Hände der balllerwilligen Zocker gelegt. Was wird geboten? Doom 1 und 2 sind auf der Disc, werden aber wohl kaum lange den Weg auf einen Full-HD-Fernseher finden, dafür ist die Grafik einfach viel zu veraltet und ab und an ruckelt es sogar mehr als damals. Interessanter hingegen ist Doom 3. Das wurde deutlich gepimpt, kommt in HD daher und sieht für ein acht  Jahre altes Spiel immer noch ziemlich gut aus. Dazu darf man jetzt die Taschenlampe dauerhaft benutzen. Deren schlappe Batterien haben 2004 für den ein oder anderen Herzinfarkt gesorgt. Unschön ist die viel zu große Anzahl an Munition, denn dadurch wird das Suchen nach Geheimräumen mit Goodies recht unsinnig. Zum Hauptspiel gesellen sich zwei Einzelspieler-Erweiterungen, so dass der Spielumfang enorm ist. Doom 3 macht nicht nur Retrofreundenspaß, denn seien wir doch einmal ehrlich: Was braucht man mehr als eine Kettensäge und einen Raumanzug...?

Dishonored (PS3)

Dishonored box art BethesdaDer Hype um Dishonored war riesengroß. Die RocknRoll-Reporter konnten den Schleicht-Steampunk-Thriller bereits auf der Gamescom anspielen und waren vom ersten Eindruck nicht wirklich von den Socken. Nach einigen Stunden im kompletten Spiel offenbart sich aber die Schönheit der schleichenden Lady. In Dishonored spielt man einen Attentäter, der  durch die hübsch gestalteten Lande streift. Spielerischer Tiefgang ist leider Fehlanzeige, die neun Missionen sind sehr linear und es gibt klare Anweisungen. "Töten Sie XY!". Gesagt, getan und selbst auf einfachem Schwierigkeitsgrad zu Beginn nicht leicht. Später bekommt unser Alter Ego Corvo Attano aber schnell Kräfte, die atemberaubend sind (Teleportieren, Nachtsicht, Falkenangriff). Erschließt sich erst einmal nicht unbedingt, warum das nötig ist, in einem Schleichspiel solche Dinge einbauen zu müssen, haben es die Entwickler immerhin geschafft, dass man zur Lösung mancher Probleme zu deren Einsatz nahezu gezwungen ist. Das Teleportieren beispielsweise ist schnell der größte Freund des Spielers. Grafisch und technisch macht Dishonored alles richtig, spielerisch wird man immer wieder zu Entscheidungen gezwungen, sehr schön. Wäre jetzt die Story noch ein Knaller, würde man in Assasins Creed-Dimensionen vorstoßen, so bleibt ein sehr gutes Spiel mit schwacher Geschichte.

Holy Hell: EP + Verlosung

holyhellepDie US-Band Holy Hell ist ein Baby aus dem Manowar-Clan und hat nun als Appetithäppchen für die später im Jahr erscheinende CD "Darkness Visible" eine EP auf den Markt geworfen, um die Wartezeit zum Longplayer zu verkürzen. Maria Breon und ihre Jungs präsentieren darauf wieder feinsten Power-Metal im Fahrwasser eine Band wie Nightwish oder Delain. Zum Glück halten sich bei Holy Hell die Bombastwände etwas mehr im Hintergrund. "Lucifer's Warning" als Eröffnungstrack macht Lust auf die ganze CD. Getragene Strophen, hymnischer Refrain und tolles Flitzergitarrensolo bilden das Fundament, über dem alles die Stimme von Maria Breon engelsgleich thront. Super Nummer. Etwas schwächer präsentiert sich der Folgetrack "Accept the Darkness" und nervt mit einer zu platten (und so schon zu oft gehörten) Hookline im Refrain. "Haunted" gefällt mir da schon viel besser. Getragen, fast doomig und einem schnellen Soloteil ausgestattet ist der letzte Studiotrack auf der EP ein Hit. Danach gibt es noch "Armageddon" in einer Live-Version und viel besser kann man einen solchen musikalischen Happen nicht abrunden.

 Dazu verlosen wir 2 T-Shirts und 1 Zipper in Girliegröße (siehe Fotos unten) sowie 2x die EP "Apokalypse". 

Wer gewinnen will, schreibt bis Donnerstag, 26. Juli 2012, eine Email mit der Betreffzeile "HolyHell" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein!

Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Test Drive Ferrari Racing Legends

ferarriTestdrive - allein der Name bring muffige Atari und C64-Joysticks zurück in Erinnerung- Kaum eine Rennserie hat so lange überlegt. Mit Test Drive Ferrari Racing Legends werden erstmals die Ferrari-Traumautos aus mehr als 60 Jahren in HD nachempfunden. 

Seit über 60 Jahren steht der Name Ferrari für Hochgeschwindigkeit und Luxus in der Automobilwelt. Das vom italienischen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründete Unternehmen setzte hohe Standards in der Automobilwelt und ist berühmt für sein Engagement auf dem Gebiet der Autorennen.

Der Spieler wird auf eine Reise durch die Zeit geschickt, von den frühen Tagen der Autorenngeschichte (1947-1973) bis in die Gegenwart des modernen Rennsports. Sehr cool: das in Sepia daherkommende Ambiente der ganz frühen Events aus den 50ern. Gleich 52 Ferraris wurden modelliert, der Spielumfang ist sehr groß. Von Rennen um Titel oder einfachen Tesfahrten eines Prototypen ist fast alles dabei. Leider ist der Schwierigkeitsgrad nicht unbedingt ausbalanciert: Bereits auf er zweiteinfachsten Stufe sind die Missionen in den 70ern bockschwer. Ein Lenkrad als Eingabegerät ist dringend erforderlich, um gescheit zu cruisen.

Insgesamt gibt 39 Strecken in Europa und den USA. Fast alle Autos fahren sich unterschiedlich, das ist ein echtes Pfund, mit dem das Spiel wuchern kann. Genauso verhält es sich mit der Soundkulisse. Was hier auf die Beine gestellt wurde und ins Ohr saust, ist schlichtweg sensationell gut.

Es gibt drei verschiedenen Singleplayer-Modi, diverse Mehrspieler-Optionen und Online-Leaderboards.

 

Grafisch ist Test Drive Ferrari Racing Legends kein Premiumtitel. Zu oft poppen Landschaftsgegenstände auf, zu verwaschen und detaillos wirken manche Strecken. Immerhin: Die Cockpit-Ansichten sind toll. Ganz schwach hingegen: Die Events und die Zielsetzungen sind in liebloser Textaufmachung im Ladebildschirm versteckt.Trotz der Kritik: Für Rennsportfans ist dieser Titel ein Muss. 

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Hier die Streckenliste in der Übersicht:
 Catalunya GP - Spanien
 Catalunya National - Spanien
 Spa Francorchamps GP (1980) - Belgien
 Spa Francorchamps GP (2004) - Belgien
 Côte d'Azur Casino Riviera - Frankreich
 Côte d'Azur Monte Grande – Frankreich
 Côte d'Azur Monument Loop - Frankreich
 Côte d'Azur Port Boucle - Frankreich
 Donington Park GP (2009) - England
 Donington Park National (2009) - England
 Enna Pergusa - Italien
 Fiorano - Italien
 Fiorano Alternate - Italien
 Hockenheimring GP - Deutschland
 Hockenheimring GP (1982) - Deutschland
 Hockenheimring National - Deutschland
 Hockenheimring Short - Deutschland
 Imola (1981) - Italien
 Imola (2005) - Italien
 Misty Loch – Fantasiestrecke
 Monza GP (1958) - Italien
 Monza GP - Italien
 Monza Junior - Italien
 Motorsport Arena Oschersleben - Deutschland
 Motorsport Arena Oschersleben B Course – Deutschland

The Amazing Spiderman

amazingspidermanSeien wir ehrlich: Die bisherigen Spiderman-Games waren niemals mehr als durchschnittlich. Dabei kann es doch so atemberaubend sein, frei durch Manhatten zu schwingen. Zum brandneuen Spiderman Film kommt auch das gleichnamige Spiel unter anderem auf die PS3 (unserem Testsystem). Das Spiel lehnt sich an den Film an (spielt aber danach) und so ist durchaus "Spoilergefahr" gegeben.

Die Story wurde vom Hollywood-Autor Seamus Kevin Fahey (Spartacus: Gods of the Arena, Battlestar Galactica) geschrieben. Deutlich orientieren sich die Entwickler an Genre-Primus "Batman: Arkham City" (Test HIER). Das Kampfsystem von Spidey gleicht dem des dunklen Rächers wie ein Ei dem anderen. Klar, darf ausgiebig Spinnennetz verschossen werden, doch, wer Batman gespielt hat, kommt hier sofort klar. So gut ließ sich der freundliche Netzspinner noch nie steuern. spidey2

Das Schwingen durch Manhattens Häuserschluchten ist einfach unbeschreiblich genial umgesetzt, vor allem, wenn in den Wolkenkratzerscheiben der Rest der Stadt gespiegelt wird. Grafisch ist das aber auch einer der wenigen Höhepunkte, denn das Krabbeltier-Abenteuer ist recht bieder und verliert auf der technischen Ebene den Kampf gegen den DC-Superhelden Batman und seine letzten beiden (!) Spiele deutlich. Geboten wird neben der etwas dürren Story auf den Nebenkriegsschauplätzen eine ganze Menge. So gilt es Comicseiten zu sammeln, Audiofiles einzufangen und vor allem alternative Kostüme freizuschalten. Das haben wir natürlich in Arkham auch schon gemacht. Das macht dennoch sehr viel Spaß, die Tiefe, die der Superheld der Konkurrenz bietet, fehlt hier leider an einigen Enden. Auch der für die Figur Spiderman besonders wichtige Humor mit flotten Sprüchen kommt manchmal sehr mit dem Holzhammer daher. Trotzdem sorgt "The Amazing Spiderman" für mehr als zehn Stunden Freude und kann ohne Umschweife als das beste Spidey-Game aller Zeiten abgestempelt werden und ist für Spiderman-Fans ein Pflichtkauf.

Übrigens: Stellt man die Systemsprache der PS3 auf englisch, kommt man in den Genuss der Originalversion, wobei auch die deutschen Stimmen verkraftbar sind.

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Classics: Unmasked / Kiss

classics-rrrDenkt man an Klassiker von KISS fällt einem nicht wirklich auf Anhieb die 1980 erschienene sehr poppig klingende "Unmasked" ein. Dabei gibt es gute Gründe, diese Scheibe gut zu finden, auch wenn diese Meinung eine sehr streitbare unter KISSern war. Als sie 1980 herauskam waren die meisten Kritiken gut, die KISS-Fans sahen jedoch in dem Album eine Fortsetzung der mit "Dynasty" begonnenen Discoisierung des KISS-Sounds.

Damit hatten sie natürlich recht. Paul Stanley, Ace Frehley, Gene Simmons und Anton Fig (der den nicht mehr zur Band gehörenden Peter Criss am Schlagzeug heimlich ersetzte) klingen weichgespült wie selten.

unmasked

Dennoch sind auf der Platte einige echte Perlen der KISS-Geschichte zu hören, für die meisten ist Lead-Gitarrist Ace Frehley verantwortlich, der so viele Songs wie noch nie (und nie mehr) zu einem KISS-Longplayer beisteuern durfte. "Talk to me", "Torpedo Girl" und "Two sides of the coin" sind veritable Rocker aus der Ace-Schmiede und funktionieren immer noch. Doch auch "Naked City" ist ein richtig guter Song. Mit "Shandi" war die übliche Überballade auf dem Album und sorgte dafür, dass KISS zumindest in Australien hoch in den Charts standen.

 

Das Problem der Platte ist also nicht das Songmaterial sondern vielmehr der Pop-Sound. Ein Tribut mit Namen "Undressed" (siehe unten) beweist Jahre später, dass mit knackigen Gitarren und fetten Drums hier eine Menge zu retten gewesen wäre. Das Cover von Victor Stabin im Comicstil hingegen ist ein echter Klassiker und begeistert noch immer. Zumindest das ist unter KISS-Fans recht unstrittig. 

Das Album erreichte hohe Chartplatzierungen und war in einigen Ländern nicht nur in den Top Ten vertreten, sondern sogar auf Platz 1, so in Neuseeland und Norwegen. "Unmasked" war das jemals höchstplatzierte in Deutschland.

In der Nachbetrachtung würde ich hier den Songs 4 von 6 Punkten geben, der Sound bekäme nur 2 von 6. Resultat 3 von 6!

 

 

Classics: Misplaced Childhood / Marillion

classics-rrr1985 sprangen Marillion endgültig aus dem Schatten ihrer großen Vorbilder, Genesis, und veröffentlichten mit "Misplaced Childhood" ein von Stimmungsschwankungen geprägtes Konzeptalbum rund um das Thema Kindheit. Nachdem schon das Debütwerk "Script for a yesters tear" andeuten konnte, zu welchen progressiven Höchstleistungen (zb. auf dem Titeltrack oder "Chelsea Monday") die Band um den charismatischen Sänger Fish (eigentlich Derek William Dick) fähig waren, lieferte das Korsett des Konzepts eines der schönsten und mitreißendsten Alben der 80er Jahre. Liebe, verlorene Liebe, Erfolg, Kindheit - all das sind Themen, die sich Fish für diese Platte zur Brust genommen hat. Musikalisch wurde sie fein verwebt und bilden vielleicht eines der größten Argumente für Vinyl als Tonträger. Erstens klingt die Schallplatte um Längen besser als alle digitalisierten Nachfolger, vor allem aber gibt es am Ende der ersten Seite diesen einen magischen unbezahlbaren Moment, die nur ein Schallplattenspieler bieten kann.

Wenn Fish am Ende von Seite eins in "Heart of Lothian" "...and the man in the mirror has sad eyes" intoniert, weißt man einfach, dass ein Abschnitt beendet ist, die Geschichte eine neue Wendung nimmt - und man aufstehen muss, um die Platte zu drehen. Nach den harmonischen Klängen der ersten Seite, auf der mit "Kayleigh" einer der erfolgreichsten und meistgespielten Songs der 80er (und 90er) vertreten ist, wird es ruppiger auf der Rückseite, kommen die Prog-Elemente mehr zu tragen (etwa im fast zehn Minuten langem Epos "Blind Curve") und sprengt dieses insgesamt nur knapp über 40 Minuten kurze Meisterwerk endgültig die Ketten des schweren Genesis-Schattens. Besser haben Marillionen, besser hat Fish nie geklungen. Marillion misplacedchildhood

Die Plattenfuzzis bemerkten schnell, dass sie mir "Kayleigh" einen ganz großen Fisch an der Angel hatten und koppelten den Song als Single aus - frecherweise mit einem stark gekürztem Gitarrensolo. Jahre später kamen diverse Demos ans Tageslicht, die zwar die Arbeitsweise der Band interessant dokumentierten, musikalisch aber keine weiteren Lichtblicke vermittelten. Eine komplette und ebenfalls hervorragende Live-Aufnahme des Albums, die auf der Misplaced Childhood Tour aufgenommen wurde, erschien 1988 auf dem Album The Thieving Magpie. Übrigens verweisen Marillion auf oben genanntes "Script for a Jester's Tear" in "Kayleigh" ("I never did write that love song"/"I'm still trying to write that love song").

Dazu gibt es zahlreiche andere Zitate diverser Künstler (Solomon Burke, Van der Graf Generator). Das Cover zeigt  eine Zeichnung von  Robert Mead, damals zehn Jahre alt und ein Nachbar des Cover-Designers Mark Wilkinson. Auf der Rückseite flieht der schon früher bei Marillion immer wieder vorkommende Narr aus einem Fenster. Insgesamt wird vor allem vorne zu sehr mit der Kitschkeule gewedelt.

Insgesamt ist das ohne wenn und aber eine 6 von 6 Punkte-Platte und vielleicht DER Klassiker des Neo-Prog.

 

Die Tracklist:

  1. Pseudo Silk Kimono - 2:13
  2.  Kayleigh - 4:03
  3. Lavender - 2:27
  4. Bitter Suite - 5:53
    I. Brief Encounter
    II. Lost Weekend
    III. Blue Angel
    IV. Misplaced Rendezvous
    V. Windswept Thumb
  5. Heart of Lothian - 6:02
    I. Wide Boy
    II. Curtain Call
  6. Waterhole (Expresso Bongo) - 2:12
  7. Lords of the Backstage - 1:52
  8. Blind Curve - 9:29
    I. Vocal Under a Bloodlight
    II. Passing Strangers
    III. Mylo
    IV. Perimeter Walk
    V. Threshold
  9. Childhood's End? - 4:32
  10. White Feather - 2:23

 

 

 

Black Thunder Ladies: First Take

cover-black-thunder-ladies-first-take-e1332338263892Da ist sie also, die erste CD der famosen All-Girl-AC/DC-Coverband Black Thunder Ladies. Jen Majura, Iris Boanta, Jani Nickel, Tina Pfeiffer und Anja Assmuth haben den Spagat zwischen AC/DC-Gassenhauern und eigenen Songs geschafft und präsentieren eine harte Breitseite für Freunde klassischer Rockmusik. Nach einem zu langen und etwas überflüssigem Intro rocken die Damen, was das Zeug hält und zeigen, dass ihre eigenen Titel mit den Perlen der Australier durchaus mithalten können. Vor allem "Black Thunder" hat Ohrwurmpotential.

Sängerin Iris Boanta brilliert hier wie auf keinem anderen Stück. Insgesamt muss man sagen, dass ihre brachialere Stimme den AC/DC-Bonustracks "Girls Got Rhythm", "If You Want Blood", "Let Me Put My Love Into You Babe" und "Rock 'n' Roll Train" (der schwächste Song des Albums) sehr gut tut und den Tracks einen Schuss mehr Metal verleiht als es Bon Scott oder Brian Johnson tun konnten.

Auffallend bei allen Songs ist die tighte Rhythmusfraktion und die erstklassige Soloarbeit von Jen Majura. Im Songwriting scheinen immer wieder andere Einflüsse als AC/DC durch, etwa im Hang zu ausladenden Chorgesängen a la Bon Jovi ("Get me on your pole position", "Here we go now").Das rotzige "Sail away to your damnation" vereint dann scheinbar alle Einflüsse der Ladies in einem einzigen Song und wächst spätestens beim zweiten Durchlauf zu einer wahren Hymne. "Jaw Dropper" fällt etwas ab, genauso "Rock me Down", doch das ändert am mehr als positiven Gesamteindruck rein gar nichts. Bei der nächsten CD dürfen es gerne auch nur eigene Stücke sein, wenngleich vor allem "Girls got Rhythm" Angus und Co sehr stolz machen dürfte.

Info am Rande (die nicht in die Bewertung einfließt): Cover und Booklet wurde vom RocknRoll Reporter höchst persönlich gestaltet. 

 

Livefotos der Ladies gibt es HIER

und HIER

 

Tracklist:

Rock Me Down

Black Thunder

Get Me On Your Pole Position
Jaw Dropper
Gimme A Minute
Here We Go Now
Sail Away To Your Damnation
Girls Got Rhythm *
If You Want Blood *
Let Me Put My Love Into You Babe *
Rock 'n' Roll Train *
* Bonus AC/DC Tracks

 

 

Lollipop Chainsaw (PS3)

lolliLollipop Chainsaw erzählt die Geschichte der hübschen Zombie-Jägerin Juliet Starling, die sich auf die Suche nach dem Ursprung eines gefährlichen Zombie-Virus' begibt und mit ihrer Furcht einflößenden Kettensäge durch Horden von Untoten kämpft. Doch schon bald wird klar, dass dies erst der Anfang ist und der Kettensägen-schwingenden Cheerleaderin mächtige Zombie-Rock-Lords nach dem Leben trachten. Klingt komisch?

Ist es auch, aber eher nicht im Sinne von witzig, eher im Sinne von "seltsam". Eigentlich ist alles trashig an diesem Titel: Die  Hollywood-Cheerleader-Tussi mit Zombiehass als Rollenmodell, die Grafik, der Soundtrack, vor allem das Gameplay! Hack & Slay, ab und zu Hüpf & Slay, aber immer Slay, gern mit Kettensäge. Kurzum: Das muss ein 1-Punkte-Game sein, oder?

Nein! Es macht dann doch mehr Spaß als man sich vor allem als Tester zugestehen möchte. Vielleicht ist es ja das simplifizierte Gameplay. Juliet kann man immer mal wieder reinschieben (nein, nicht EINEN reinschieben) und zwischendurch ein paar Untote meucheln.

Nachdenken? Nicht erlaubt und nicht erwünscht. Zombiefans freuen sich über die massiv vertretenen Anspielungen auf Genre-Hits. Trotzdem gibt es auch Kritikpunkte, die nicht außer Acht gelassen werden können.

Die Ladezeiten sind unterirdisch, der Humor, den Juliet transportiert, grausam. Das Spiel insgesamt ist schnell durchgezockt und insgesamt etwas zu einfach - aber genau das scheint auch der Gameplan gewesen zu sein.

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