rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Mittwoch Oktober 18, 2017
Home

211 items tagged "Review"

Ergebnisse 1 - 20 von 211

Angezockt: The Evil Within 2 (PS4)

The Evil Within 2 ps4 frontcover-01 1496837647Fortsetzungen sind nicht nur in Hollywood Gang und Gebe, die Spielebranche übertrifft die Filmemacher in dieser Beziehung um ein Vielfaches. The Evil Within hat uns damals nicht recht begeistern können, trotzdem schauen wir uns den Nachfolger natürlich an. Und, die gute Kunde: der zweite Teil ist wesentlich besser als sein Vorgänger. Der Spieler ist natürlich wieder Detective Sebastian Castellanos. Und der hat alles verloren, auch seine geliebte Tochter Lily. Doch als Mobius (eine Organisation, die sich vor der Öffentlichkeit verbirgt und aus den Schatten heraus die Ereignisse manipuliert) ihm die Gelegenheit bietet, seine verloren geglaubte Tochter zu retten, muss er sich mit dieser mysteriösen Organisation, die sein altes Leben zerstört hat, zusammentun. Einmal mehr muss Sebastian in eine ihrer schrecklichen Schöpfungen hinabsteigen: In der verstörenden Welt der Kleinstadt Union ist sein Verstand seine mächtigste Waffe gegen die lauernden Schrecken – und Erlösung ist nur tief im Inneren des sogenannten STEM (eine Maschine, die den Verstand seiner Nutzer zu einer alternativen Welt verwebt) zu finden. So weit, so wenig begeisternd, weil durchaus konfus. Den ersten Teil zu kennen, kann helfen, letztlich ist aber das Spiel auch ohne diese Vorkenntnisse vernünftig spielbar. Was man wissen muss? Der Detective bekommt also eine zweite Chance, seine verloren geglaubte Tochter zu retten. In der Albtraumwelt muss er dafür gegen Zombies und andere seltsame Kreaturen antreten, die lauern nämlich hinter jeder Ecke dieser bizarren Welt. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr variierend. Mal erledigt man große, schwere Gegner recht einfach, um eine Häuserecke weiter keine Chance im offenen Kampf gegen einen schlurfenden Zombie zu haben. Balance ist das Stichwort -  und die ist scheinbar nicht ideal in diesem Spiel. Grafisch ist so weit alles tutti, vor allem die Hauptperson ist sehr detailliert dargestellt. Andere Charaktere hingegen sehen oft ausgewaschen aus. Eine Anpassung an die PSPro wird es nicht geben, schade. Die Handlung mit der abgerissenen Kleinstadt erinnert an Silent Hill, aber das muss ja kein Nachteil sein. 

Die Steuerung ist wie schon im ersten Teil ein Problem, da durch die Kameraposition (leicht hinter der Schulter der Spielfiguren postiert) nicht immer eine gute Übersicht gegeben ist. Um in einem Raum etwas schnell zu erkennen, muss man sich so immer um die ganze eigene Achse drehen. Das geht besser und macht keinen Spaß.

Atmosphärisch ist das Spiel aber dann wieder richtig gelungen. Gruselsounds aus dem Controller, genügend Schreckmomente, immer wieder undurchsichtige Zwischenspiele, The Evil Within 2 könnte mit einer guten Steuerung ein Top-Spiel sein. So bleibt es wie auch schon Teil 1 ordentlicher Durchschnitt. Der Story-Trailer unten klärt Euch vielleicht etwas auf, was die Handlung angeht.

 

Fazit: Ordentlicher Grusel mit Steuerungsproblemen

 

Picture

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Review: Project Cars 2

project-cars-2 6003094Der Herbst meint es dieses Jahr gut mit Gamepad-Rennfahrern und so fährt in diesen Wochen neben den Konsolen-Boliden 'GT Sport' und 'Forza 7' auch 'Project Cars 2' von der Boxengasse auf die Rennstrecke. Nach dem Überraschungserfolg im letzten Jahr versprach Entwickler Slightly Mad Studios auf die Community zu hören und die Kritikpunkte konsequent anzugehen. Sehr schade ist allerdings, dass dies an vielen Stellen nicht wirklich gelungen ist und so der Eindruck einige tiefe Kratzer im Lack erhält. Insgesamt wirkt das Spiel etwas polierter im Vergleich zum Vorgänger. Das fällt beim Menu und dem immer noch etwas spröden Karrieremodus auf. Grafisch braucht sich das Spiel hinter den Branchenriesen nicht zu verstecken. Die abwechslungsreichen Kurse sahen auf der PS4 Pro gut aus und wirkten mit den dynamischen Wettereffekten sehr lebendig und real. Überhaupt gibt es immens viele Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten - von den Fahrhilfen über die Steuerung und vielem mehr. Und genau dort erleidet Project Cars leider einen kompletten Motorschaden. Es gelingt kaum, sowohl auf 'Werkseinstellungen' noch über individualisiertes Fahrverhalten unter Zuschaltung von Fahrhilfen ein halbwegs realistisches Fahrverhalten hinzubekommen. Die über 170 Fahrzeuge, die ab Start alle freigeschaltet sind (ein motivierendes Freischalten des Fuhrparks wie bei GT und Forza entfällt leider), steuern sich mit dem Gamepad so merkwürdig, dass es selten gelingt, unfallfrei eine Runde zu beenden. Manchmal bricht der Wagen auf einer Geraden ohne Grund einfach aus oder eine Kurve wird zu einer unkontrollierbaren Rutschpartie auf Seifenlauge. Der Anspruch, ein möglichst realistisches Fahrverhalten abzubilden, scheitert hier krachend. Dazu kommt, dass sich die KI-Gegner verhalten wie Verkehrsrowdies auf Koks und den Spieler desöfteren ungestraft von der Strecke schießen. Das sorgt für Frust hinter dem virtuellen Lenkrad. Damit nicht genug: Das Geschwindigkeitsgefühl ist auch eher dürftig, so dass eine Fahrt mit 300 km/h in einem Ferrari wie ein Sonntagsauflug im Opel Kadett auf einer bundesdeutschen Landstraße wirkt. Wie es besser geht zeigen derzeit Forza 7 und GT Sport, die beide ein zugängliches Fahrverhalten mit toller Optik kombinieren, so dass Project Cars 2 von diesen beiden derzeit nur die Rücklichter sieht.

 

Fazit: Totalschaden mit schöner Grafik

 

Picture

 

 

Review: Fifa 18 vs PES 2018

81jDVG9z4rL. SL1500 81cgeVPX1FL. SL1500 Battle Royal: Im Jahr 2017 haben wir es mit den wohl beiden besten Fußballspielen aller Zeiten auf der Konsole zu tun. Umso schwieriger fällt die Wahl: Fifa 18 oder PES 2018? In jedem Jahr schwören die Fanboy, dass PES die deutlich realistischere Ballphysik hat, während das gegnerische Lager über Konami nur lacht, weil die es trotz eines guten Fundaments nicht hin bekommen, kleine und dennoch schwerwiegende Ärgernisse hinweg zu programmieren. Und nein: Die Ballphysik ist bei beiden Games nicht realistisch, bei PES gibt es genauso Ping-Pong-Ballaktionen wie bei Fifa. Trotzdem hat PES im Handling leicht die Nase vorn, längst aber nicht mehr so weit wie noch vor einigen Jahre.

Schauen wir einmal unter die Haube der beiden Soccer-Boliden: Fifa 18 hat sich im Gegensatz zum Vorjahr scheinbar wenig verändert, denkt man. Zieht man aber erst einmal die virtuellen Fußballschuhe (sprich Gamepads) an, merkt man, dass an der Spielmechanik eine Menge gemacht wurde. Das Spiel ist deutlich langsamer geworden (aber immer noch zu schnell, weshalb wir die Einstellung "langsam" empfehlen). Dies hat Fifa mit PES gemein: Auch Konami setzt auf deutlich reduzierte Geschwindigkeit. Auch hier ist jedoch eine Stufe langsamer noch besser. In der PES-Fangemeinde herrscht fast Einigkeit, dass das neue Spiel weniger dynamisch und zu langsam ist, was ein guter Beweis dafür ist, dass all das Gerede um Realismus eben nur das ist: Unsinniges Gerede. So schnell wie beide Spiele aus der Kiste kommen, so wenig ist eine Realismusdebatte haltbar. Es sind Konsolenspiele. Wer Realismus will, sollte sich in einem Fußballverein anmelden.

Das Verteidigen ist schwieriger geworden bei Fifa von EA Sports, das Dribbeln aber auch. Klingt komisch, ist aber so. Insgesamt wurde zudem den Superstars die scharfe Klinge genommen, sprich: ein Sprint mit Ronaldo von Torlinie zu Torlinie ist kaum möglich - zum Glück. Grafisch ist Fifa einen Tacken schwächer als PES, auch, wenn die geölten Hochglanz-Gesichter bei Konamis Kick-Sproß nicht Jedermanns Sache sein dürfte. In Sachen Atmosphäre ist Fifa jedoch unschlagbar, das muss PES sich weiterhin schämen. Das Thema Lizenzen ist ein altbekanntes Problem für Konami, zumindest auf PC und PS4 aber dank Community-Option Files kein Hindernis mehr.

Dennoch: Fifa 18 hat das ganz dicke Ding, sogar die dritte Bundesliga. Dazu kommt bei EA Sports Hunters Journey, die Fortsetzung des Storymodus vom Vorjahr. Hier ärgert uns EA aber: War die Hunter-Story 2016 noch rein englisch, ist sie nun synchronisiert. Und das führt zu so schlimmen Spaß-Killern wie, wenn Alex Hunter (Engländer) in Rio Ferdinands (Engländer) TV-Sendung deutsch spricht, während Rio englisch palavert. Ich kann verstehen, dass die echten Stimmen von Ronaldo und Co (zahlreiche Gaststars sind Teil der Story) nicht synchronisiert werden sollten, dieser Bruch zwischen den Sprachen ist aber grausam. Ansonsten macht die Story wieder viel Spaß, ist etwas langatmig, und Hunter mutiert immer mehr zum Söldner (was aber spielerisch sinnvoll ist, denn vier Jahre im gleichen Club wäre einfach langweilig). 

Bei PES gibt es so Spielchen nicht, Konami legt wie immer das Hauptaugenmerk auf das Spiel - und verkackt an entscheidenden Stellen - zumindest für Single Player. Die KI foult wie schon im Vorjahr nahezu gar nicht. So viel zum Thema "das realistischste Fußballspiel". Ebenso unrealistisch: Obwohl man Verletzungen ein und ausstellen kann, verletzt sich in 99 Prozent aller Spiele niemals ein Kicker. So etwas regt mich zumindest ziemlich auf und sorgt dafür, dass ich das Spiel offline im Single-Modus nicht mehr anrühre.

Fifa 18 ist aus der Box nicht der bessere Kick, aber EA sorgt dank der Slider-Mechanik dafür, dass fast sämtliche Aspekte des Gameplays anpassbar sind (etwa Schussstärke oder Verletzungshäufigkeit). Wer hier sanft runter regelt, bekommt das beste Fußballspiel des Jahres 2017. Wer sich für die Slider-Einstellungen interessiert, sollte HIER einmal stöbern. Das macht glücklich. Verbessert wurde das Flanken bei Fifa (bei PES hat es immer schon besser funktioniert), so dass mittlerweile Flanken auch gefährlich werden. 

Doch auch PES hat schöne Dinge zu bieten (wenn man nicht im Single Player-Modus spielt): Der neue 3vs3-Modus ist Spitze und enorm motivierend (wenn man denn mal Online-Spieler findet, die nicht nur den Alleinikov machen). 

Was beide Spiele vereint: Die Kommentatoren (bei Fifa Frank Buschmann und Wolff-Christoph Fuss, bei PES Hansi Küpper und Marco Hagemann) sind einfach grauenhaft. Ständig Wiederholungen, häufig nicht zum Spielgeschehen passende Sprüche, überhitztes Sprecher-Ego - dieser Schrott hat bei beiden Herstellern Tradition. 

Am Ende schlägt das per Slidereinstellungen getunte Fifa 18 PES 2018. Sollte sich Konami mal zu einem ähnlichen System entscheiden, wird es spannend. Beide Games gehören aber dennoch zur Krone der Fußball-Spiele, von Simulationen will ich hier bei beiden nicht reden.

 

Fazit: Getuntes Fifa 18 schlägt PES 2018

 

Beide Spiele erhalten :

Picture

Review: NHL 18 (PS4)

917t2S7NaYL. SX522 Same procedure than last year? EA Sports wird ja oft vorgeworfen mit jährlichen Update Kohle scheffeln zu wollen. Was bringt also NHL 18, was NHL 17 nicht auch schon in Petto hatte? Wir haben uns aufs Glatteis begeben. 

In der Tat gibt es in Sachen Spielfreundlichkeit keinerlei Rutschgefahr, denn NHL 18 spielt sich weitestgehend wie sein Vorgänger. Einige kleinere Änderungen wie ein neuer Offensiv-Stil, in dem man auch Kunstschüsse (etwa durch die Beine) ausführen kann oder eine verbesserte Sticksteuerung sind wirklich kleinste Details. Verschlimmbessert wurde der Poke-Check, der jetzt viel zu mächtig ist. NHL 17 war schon ein nahezu perfektes Sportspiel. Dass man nur mit neuen Kadern nicht durchkommt, wissen aber auch die EA Sports-Leute und so haben sie einen neuen Modus in das Game integriert, der wirklich alleine das Geld fürs "Update" wert ist: NHL Threes heißt das gute Stück und mehr Spaß als bei diesem megaschnellen, arcadigen 3 gegen 3 auf kleiner Eisfläche hat man lange nicht mehr bei einem Sportspiel gehabt. Megaschnell, kaum Unterbrechungen, dazu die Chance bei einer Tour durchs Land die (auf dem Eis spielbaren !) Maskottchen der anderen Teams abzugreifen - Threes ist der Megahammer. Dieser Modus ist der sichere Tod für alle Arcade-Hocheyspiele im Playstation Store, denn besser geht es nicht. Online oder offline, im Koop-Modus oder gegeneinander - alles ist möglich. Und da wir gerade einmal beim flotten Dreier sind: Auch in der harten Simulation ist ein solcher nun möglich.Dank der  NHL 3-gegen-3 Overtime ist es nun endlich machbar, in der EA SPORTS Hockey League  3-gegen-3-Spiele absolvieren, um auf dem Eis mehr Platz für spektakuläre Spielzüge zu haben. 

Dazu gibt es neue Arenen und ein neuer Expansion Draft, bei dem man sein eigenes 32. NHL-Team starten kann. Ösis freuen sich über eine neue Liga, ihre eigene nämlich. Mehr geht nicht und obwohl spielerisch kaum zu verbessern, ist NHL 18 jeden Cent wert.

 

Fazit: Das beste Sportspiel ist in diesem Jahr vor allem durch NHL Threes ein noch größer Kracher

 

Picture

Review: Tell 'Em All - James Hetfield: Die Biografie

tellemNun liegt es also vor, das erste Buch, das die Geschichte von James Hetfield als treibende Kraft des Bay-Area-Thras und Metallica dokumentieren soll. Overamstel bringt die Biografie in Deutschland über die Brockhaus Verlagsauslieferung und das Forum Independent Sales Team auf den Markt. Die Biografie ist nicht von offiziell, sprich von Hetfield selber geschrieben. 

Mark Eglinton, der Hetfield 1986 zum ersten Mal in Edinburgh getroffen hat, versucht mit "Tell 'em All" (im englischen übrigens deutlich cooler als "So let it be written" betitelt) ein tieferes Verständnis für James' Rolle im kreativen Erschaffungsprozess seiner Band zu vermitteln. Echte Fans werden bis auf wenige Ausnahmen (etwa die O-Töne von Schulfreund und frühem Mitspieler Hugh Tanner, der zum ersten Mal seit 30 Jahren für das Buch einem Interview einwilligte) nicht allzu viel aufregend Neues erfahren, bekommen aber eine recht detaillierte Abhandlung über die Karriere der Band geliefert. 

Das Problem der "Biografie" ist, dass sie von einer sehr weit außenstehenden Position verfasst worden ist. Eglinton lässt zwar eine Menge andere Musiker zu Wort kommen (etwa Chuck Billy oder Kreators Mille Petrozza: "„Ich liebe seine Lyrics auf ... And Justice For All. Es ist mein Lieblingsalbum von ihnen, und James’ Texte haben einen sehr cleveren und kritischen Unterton.“), doch es handelt sich insgesamt eher um ein Werk, dass dem Schaffen der Band Metallica akribisch folgt, immer wieder die Einflüsse Hetfields dokumentiert, aber als Biografie eines der bedeutendsten Musikers des Metal deutlich zu kurz greift. 

Nahezu nichts in "Tell 'em all" ist neu für alte Hasen, dennoch ist das Buch gut und kurzweilig geschrieben. Die Hard-Fans werden müde lächeln, hinter die Kulissen wird nur sehr selten geblickt. Für alle anderen ist "Tell 'em all" ein netter Zeitvertreib ohne, dass man große Tiefe erwarten kann.

 

Fazit: Nix für Hardcore-Fans - für alle anderen eine nette Thrash-Geschichtsstunde

 

Picture

Review: Arrested Denial - Frei.Tal

a2337336433 16Denk ich an Hamburg in der Nacht... ist mir um den Punk in Deutschland nicht Bange. Arrested Denial kommen aus der Hansestadt und zelebrieren hübschen Punkrock mit Ska und Oi-Einlagen. Seit 2009 drischt die Band schon in die Saiten und hat nun mit "Frei.Tal" ihr bereits drittes Album eingezimmert. Kurz vor Veröffentlichung der neuen Platte waren Arrested Denial im Juni 2017 auf zweiwöchiger Tour in China unterwegs. Unter anderem spielten die Hamburger in Peking, Shanghai und Hongkong. 

Nach englischsprachigen ersten Scheiben wird nun komplett - nein nicht chinesisch - deutsch gesungen. Geboten wird melodischer Punkrock mit oftmals sehr eingängigen Refrains ("Ich hab beschlossen Euch zu hassen"), der den einmal angebrachten Vergleich von Sammy Amara (Broilers) mit Rancid nicht immer untermauert. Arrested Denial gehen meist doch deutlich ruppiger an die Sache ran. Dazu statten sie ihre Songs mit textlich erfreulich klaren Botschaften aus ("Nationalisten aller Länder" mit Ulf von Rantanplan). Freunde der Broilers und Rancid finden hier dennoch ein räudigeres Beiprogramm zur ihren Lieblingsbands, müssen dafür hinnehmen, dass der Gesang nicht immer unfallfrei und deutlich rauher daherkommt ("Heimathafen"). Stilistisch wildern die Hamburger in einigen Gefilden ohne sich aber an Trends anzubiedern. Das Songwriting kann über weite Strecken gefallen, balladeskere Nummern wie "Bis hier, bis heute" sind aber nicht Arrested Denials großes Ding. 

Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges Album, das - sehr frei nach Frank Zappe - beweist: Punk is not dead - it only smells funny. *

 

Rein hören kann man HIER! Wem's gefällt, kauft es aber auch bitte!

 

Fazit: Kurzweilig und über weite Strecken überzeugendes Punkrockalbum

 

Picture

Review: Madden NFL 18

81WBtB0voL. SL1500 Was EA Sports in den vergangenen Jahren mit der Madden-Reihe auf die Beine stellt, ist ein Top-Beispiel dafür, wie jährliche "Updates" einer Spieleserie auch aussehen können. Während sich man sich im Hause EA bei Fifa oder NHL nur sehr behutsam an Veränderungen und Verbesserungen herantraut, schraubt man seit 2014 beim Football immer weiter und weiter. Madden NFL 18 ist der aktuelle Spross des Hauses und alles andere als ein laut aufgestöhntes "WOW" wäre keine angemessene Reaktion auf diese Version.

Perfekt sind Spiele nie und so war auch Madden 17 im Vorjahr Klasse aber weiter verbesserungswürdig (wie es auch Madden 18 ist). Doch EA Sports weiß das und haut jedes Jahr richtig einen raus. 

Dank der Frostbite-Engine macht Madden NFL 18 grafisch einen große Hüpfer vorne. Nein, "ultra-fotorealistisch" ist das Spiel immer noch nicht, auch, wenn die Presseinfos uns das so verkaufen sollen, doch Madden 18 ist schon verdammt nah dran. Wichtig ist aber ohne, wie es sich spielt und hier gibt es einige signifikante Veränderungen. Ein Beispiel? Zum allerersten Mal darf man hinpassen, wo man will. Sprich: Man muss nicht mehr zwingend auf den frei stehenden Wide Receiver werfen.

Das erhöht die Handlungsfreiheit und steigert den Realitätsgrad, bringt aber auch mit sich, dass man ganz schön viel üben muss. Spielt man nämlich unpräzise ist ein Turnover unausweichlich. Und davon gibt es in Madden NFL 18 deutlich mehr als in den Vorjahren. 

Mit "Play Now Live" kann man die interessanteste Partie der Woche dank Live-Updates mit den aktuellen Aufstellungen, individuellen Kommentaren und den neuesten Statistiken von NFL.com nachzocken, eine schöne Idee. Insgesamt wurde vor allem an der Spielbalance gearbeitet, so dass einige zu gewinnversprechende Spielzüge harmloser gemacht wurde oder die Defensive von KI-gesteuerten Teams sich verbessert hat. schwankt nicht mehr so stark. 

Was gibt es noch Neues? Wie schon bei Fifa 17 hat EA Sports einen Storymodus namen "Longshot" integriert und dieser kann durchaus überzeugen. Zwar ist die Geschichte ein wenig oberflächlich, doch Spaß macht das zu kurze Spielchen dennoch. Der Spieler übernehmt ihr die Rolle des jungen Quarterbacks Devin Wade, der es nach einem Schicksalsschlag über eine Casting-Show in die NFL schaffen möchte. Etwa vier Stunden dauert das Spiel, ein Hollywood-Star (Mahershala Ali) spielt die Hauptrolle. Klasse!

 

Fazit: Das beste Football-Spiel aller Zeiten!

 

Picture

Review: The Source / Ayreon

ayreon-the-source-180062Das ist mal eine Oper: Arjen Lucassens Projekt Ayreon kann mit dem neuem Album “The Source“ alte und neue Progfans auf ganzer Linie zu überzeugen. Das war nicht immer so: Zwar hat das musikalische Genie aus dem Nachbarland Holland schon so einige sensationelle Alben abgeliefert (vor allem "The Human Equation" von 2004 ragt hier heraus), doch in den letzten Jahren wurde es zunehmend "verkopft". Das ist für Prog-Fans per se kein Hindernis, doch Werke wie "The Theory of Everything" und vor allem  "01011001" konnten zwar viele gute Kritiken einheimsen, konnten aber nicht in Gänze begeistern. Das ändert sich nun wieder. Für Ayreon- typisch hat Lucassen mit James LaBrie (Dream Theater), Simone Simons (Epica), Floor Jansen (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia), Paul Gilbert (Mr. Big) oder Russell Allen (Symphony X) das "Who is Who" der Metal-Szene aufgetischt, um wieder ins Genre Science-Fiction zurückzureisen. "The Source" ist quasi das Prequel zu "01011001" und erzählt von den Ursprüngen der Alien-Rasse "Forever" und beschreibt den Kampf der Menschen auf dem Planeten Alpha und die Flucht auf den Planeten Y. Wie üblich bei Ayreon porträtieren die vielen verschiedenen Sänger die handelnden Personen der Geschichte. Musikalisch ist der Mix der höchst variablen Sängergilde ein wahrer Genuss. Zwischen Metal, Classic-Rock, Folk und Pop wird hier agiert, was die Songstrukturen aufregend, aber dennoch nicht zu komplex macht. Im Gegenteil: So viele schöne Melodien wie auf "The Source" hat Arjen lange nicht mehr gezaubert. Das kulminiert in manchmal zu süßlichen Refrains ("Condemned to live").

Da es aber die Mischung macht, bietet "The Source" einfach alles: Harte Riffs, große Melodien, wahnwitzige Gitarrenarbeit und verpackt das Ganze in eine stimmige Story. Das ist wohl das am stärksten Gitarren orientierte Ayreon-Album aller Zeiten. Richtig stark sind natürlich die Gesangsleistungen. Kürschs charakteristischer Gesang dringt manchmal zu aufdringlich durch die Boxen (und verlässt den Blind Guardian-Pfad viel zu wenig), doch auch hier ist der Kontrast zwischen den Stimmen (die fast immer aufeinandertreffen) der Clou und lassen "The Source" unverkennbar nach der Arbeit eines Arjen Lucassen klingen. Wenn Sammet stimmlich auf den überragenden Russell Allen trifft, ist das schon eine kuriose und spannende Sache. Klingt die ganze Sache dann ab und zu auch noch nach Queen (oder Devin Townsend), ist garantiert Mike Mills (Toehider) als Betriebssystem TH 1 am Werk. Fantastisch. 

Nervig: Viel zu viele der Songs sind vorab veröffentlicht worden (etwa als erster Track "The Day That The World Breaks Down" mit rund 13 Minuten und allen Sängern an Bord). Gerade bei einem Konzeptalbum ist das armselig, auch, wenn es vielleicht zeitgemäß erscheint. Aus diesem Grund verbieten sich eigentlich auch Anspieltipps. Eigentlich... Wer die ganze Komplexität der Scheibe verstehen will, sollte in "The Day That The World Breaks Down" (bitte auf den grandiosen Russel Allen ab Minute 9 achten) hineinhören, wer einfach einen geilen Einzeltrack hören will, probiert sich an "Run Apocalypse run". 

 

Fazit: Wer kann, der kann: Arjen Lucassen katapultiert den Hörer ins All

 

Picture

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Review: Mass Effect Andromeda (PS4)

91dod92QhML. SL1500 Die Mass Effect-Trilogie ist passé (der letzte Teil erschien im März 2012), mit Andromeda hievt Bioware ein neues Kapitel der epischen Spielreihe in die Regale. Bereits im Vorfeld hatte es große Kritik gegeben, die Erwartungen waren riesengroß und vor allem alte Hasen unter den MA-Zockern können sich oftmals nicht mit dem neuen Spiel anfreunden. Die Probleme des Spiels sind dabei vor allem technischer Natur: Die Animationen sind ein wenig hölzern, die Lippensynchronität ist nicht gegeben, die deutsche Sprachausgabe ist nicht immer (aber oft) überzeugend (umstellen auf Englisch mit Untertiteln ist aber möglich). Dazu gibt es immer mal wieder (aber keineswegs so oft, wie viele Spieler in einschlägigen Foren vorgaukeln wollen) Lags auch im Solospiel. Bioware führt uns in die Andromeda-Galaxie fernab der Milchstraße. Dort suchen wir in einer feindseligen Galaxie nach einer neuen Heimat und kämpfen gegen eine tödliche Spezies, die alles daransetzt, uns auszuläöschen. 

Nimmt man die Nostalgiebrille ab und lässt sich auf MA Andromeda ein, erhält man ein bockstarkes Open World-Rollenspiel. Wer vorher - wie die RocknRoll Reporter - nicht viel mit der MA-Reihe zu tun hat, wird 90 Prozent der inhatlichen Kritiken nicht nachvollziehen können. 

Die PS4-Fassung ist nicht so verbuggt wie alle tun, die oben aufgeführten Probleme stören, zerstören aber das Erlebnis nicht.

Mass Effect Andromeda ist eine Mischung aus Skyrim und Star Trek: Das Besiedeln der Planeten, der Kampf gegen die zahlreichen Gegner macht genauso viel Spaß, wie die Detektivarbeiten ("Finden Sie den Saboteur") auf der riesigen Homebase, der Nexus, oder dem eigenen Schiff. Dialoge gibt es für viele Stunden, zwischenmenschliche Probleme müssen gelöst, Brücken zwischen verschiedenen Wesen geschlagen werden - kurzum: Das alles ist unglaublich umfangreich und ziemlich episch. 

Allein für das Folgen der Hauptstory muss man mehr als 50 Stunden einplanen, dazu gibt es so viele Nebenquest (und einen Multiplayerpart), dass man bis Weihnachten zu tun haben dürfte. Na klar, gibt es auch Ärgernisse: Die Teamkontrolle wurde beispielsweise auf die Positions- und Zielbefehle beschränkt, so dass es eigentlich egal ist, ob man seinen Mitstreitern im Kampf Befehle gibt.

Dafür entschädigen die vielen unterschiedlichen Welten - angefangen von einer staubigen Wüste bis hin zum ultratoxischen auseinandergebrochenen Planeten. Die Erkundung macht eine Menge Spaß. Grafisch ist MA Andromeda kein Toptitel, schlecht sehen vor allem die verschiedenen Landschaften jedoch nicht aus. Musik und Sound hingegen sind ziemlich stark.

Liest man sich die diversen Meinungen zu diesem Spiel durch, fällt auf, dass vor allem Fans der ersten drei Games bitter enttäuscht sind. Doch, wer dahin geht, wo noch niemand vor ihm war - nämlich in die Andromeda-Galaxie und versteht, dass Teil vier ein Neubeginn ist, wird begeistert sein.

 

Fazit: Tolles, episches Spiel mit einigen technischen Problemen

 

Picture

Review: Die For Rock N' Roll / Double Crush Syndrome

0e9b9d7bb1-DCS AlbumcoverFür diesen RocknRoll möchte man sterben: Andy Brings (Ex-Sodom, Ex-Traceelords) und sein Double Crush Syndrome (mit dabei: Slick Prolidol - bass, vocals und Julian Fischer - drums) knickern mit einer großen Plattenfirma (Nuclear Blast) im Rücken ihre größten Hits neu ein und packen dazu noch ein wenig mehr in die Bonbontüte des Rock.

Fans des Eyelinerrocks kennen natürlich schon das Gros der Songs vom selbst produzierten "The You Filter" (REVIEW). Das gute Stücke räumte damals 5 von 6 Gitarren bei uns im Test ab und nun knallt das neue Double Crush Syndrome gleich 14 Tracks auf das Labeldebüt.

Was damals gut war, bleibt gut. Oder ist sogar noch besser: Wer nach dem Refrain von "Die for Rock 'n' Roll" keinen Ohrwurm als Haustier sein Eigen nennt, hat die Rockmusik nie geliebt.

Zu den bekannten Tracks gibt es neue Perlen wie "Slow Suicide", "I wanna be your monkey" oder das geniale "Can't You Be Like Everyone Else". Andy und seine Spießgesellen musizieren dabei in der bekannten Brings-Schnittmenge zwischen den Ramones, Kiss und ziemlich männliche Runaways. Wahrhaft großes Kino und eine absolute Partygranate wird hier feil geboten, weshalb ich noch einmal einen halben Punkt zu "The You Filter" drauf packe. Die Rohheit ist in der Produktion leider ein wenig verloren gegangen, aber das ist wirklich nur Jammern auf höchstem Niveau. Well done...

 

Fazit: Starkes Labeldebüt

 

5-5von6

Review: The Madness / Art of Anarchy

art of anarchy the madness 01 6d25cd726eEs gibt so CDs, die regen einen dermaßen auf... "The Madness" von Art of Anarchy is so eine Scheibe. Die Band, die ihr (gutes) Debüt noch mit dem mittlerweile verstorbenen Scott Weiland in die Läden beamte, hat sich mit einem neuen, ebenfalls hochkarätigen und sehr guten Sänger an den Nachfolger gemacht. Creed-Röhre Scott Stapp (Foto unten) ergänzt nun das Team um die Votta-Brüder Jon und Vince sowie John Moyer und Ausnahmegitarrist Ron "Bumblefoot" Thal  (von 2006 bis 2014 bei Axls Version von Gun 'n' Roses am Start). Das Personal klingt nach einer runden Sache, das Ergebnis ist erschütternd belanglos.

Das musikalische Handwerk auf "The Madness" ist absolut top, erste Sahne auch Scotts Gesang und der Sound... ist ebenfalls ziemlich gut. Eine fette Produktion, der genau eine Sache fehlt: Songs! "The Madness" ist vielleicht die überflüssigste Materialverschwendung des Jahres 2017. Nichts, aber auch rein gar nichts bringt einen in die Versuchung diese CD mehrfach anzuhören. Langweiliger Amirock, der bei der Veröffentlichungsflut, die jede Woche über den geneigten Rockfan einbricht, keine Chance auf einen Recall hat. Erwartungsgemäß bedient der Wechsel am Mikro auch die Creed-Fans, die aber in Sachen Songwriting bereits spannendere Zeiten erlebt haben.

Nicht ganz unproblematisch: Während Weilands Vocals immer den Hauch des Wahnsinns verströmten, singt Stapp lieblicher (sehr gut natürlich, keine Frage) und somit verhalten sich die beiden wie Joker zu Batman. Batsy ist ein grundsolider netter Typ, wirklich aufregend ist aber sein Kontrahent. 

Innovativ ist hier wenig: Songs wie "1000 Degrees", die sehr an Creed erinnerende Ballade "No surrender" oder "A light of me" plätschern durch die Lautsprecher, sind perfekte Modern-Metal-Fahrstuhlmusik. Nur einmal schaffen es "Art of Anarchy" den Hörer aus der Stasis zu befreien. "Dancing with the devil" ist ein tolles Brett mit einer Hookline, die man sich gerne noch einmal anhört. Das war's dann aber schon. Mehr Durchschnitt habe ich lange nicht mehr gehört.

 

Fazit: Verschwendete Lebenszeit - Top-Musiker kochen belanglosen Einheitsbrei

 

  • Picture

 

 

 

 

 

 

 

 

Die "The Madness"-Tracklist:

01. Echo Of A Scream
02. 1,000 Degrees
03. No Surrender
04. The Madness
05. Won't Let You Down
06. Changed Man
07. A Light In Me
08. Somber
09. Dancing With The Devil
10. Afterburn

 

Picture

Review: Faith / Yasi Hofer

yasi-coverYasmin „Yasi“ Hofers Karriere ist eng verknüpft mit Gitarren-Großmeister Steve Vai. Der beeindruckte sie in jungen Jahren so sehr, dass sie die Violine in die Ecke warf und sich fortan daran tat, wie eine Besessene die E-Gitarren zu bändigen. Später konnte sie beim Flitzefingergott live auf der Bühne mitspielen, bevor er sie nun mit dem Track "Cosmic Stars" auf der aktuellen Compilation-CD seines Favoured Nations-Label ("She rocks Vol.1") verewigte.

Kein Wunder also, dass bei Yasi Hofers zweiter CD "Faith" die spielerischen Referenzen an Steve Vai fast immer durchscheinen. Wäre das alles, könnte man Yasis Werk schnell abtun, doch die Ulmerin schafft es, stilistische Sprünge zu machen, pendelt zwischen Instrumentalrock und bluesigen Gefilden munter hin und her. Beides klappt dabei hervorragend. Dies liegt natürlich an der technischen Brillanz der 24-Jährigen, die einen sahnig-tollen eigenen Gitarrenton pflegt, aber auch daran, dass ihr Gesang sich dahinter nicht verstecken muss.

Während Songs wie "Cosmic Stars" oder "Tender Storm" die Vai-Fangemeinde bestens bedienen dürfte, können auch Bluesrock-Freaks mit Tracks wie "Feeling Zany" (mit tollen Stevie Ray Vaugn-artigen Solo) oder dem schweren modernen Südstaatenblues von "Crossfire" etwas anfangen. Yasis Kernkompetenz bleiben aber weiter instrumentale Parforceritte durch die Welt der schnellen Noten. Vai und Satriani lassen schön grüßen. Nicht alle Songs zünden gleichermaßen. Der Titeltrack kriecht beispielsweise zu langsam aus seinem Schneckenhaus (explodiert dann am Ende aber immerhin), und insgesamt hat man den Eindruck, dass diese zweite CD noch nicht Yasis Meisterwerk sein wird, auch, wenn es wahrlich nicht viel zu meckern gibt. Da steckt noch mehr drin und man kann sich überaus auf mehr Musik von Yasi Hofer freuen.

 

Fazit: Starke zweite CD von Yasi - nicht nur für Fans von Steve Vai und Co

 

 Picture

 

 

 

 

 

 

 

 

Lest unser Yasi-Interview zur neuen CD HIER!

Review: Hardwired...to self-destruct / Metallica

metallica-hardwired-to-self-destructEs gibt kaum eine Metalband, die in der Form der letzten 20 Jahre mehr polarisiert hat als Metallica. Während sich die Metalwelt nahezu einig ist, dass trotz der technischen Schwächen der Band die ersten drei Alben Göttergaben des Thrash sind, herrscht über fast alles, was danach kommt, große Uneinigkeit. Mit Alben wie St. Anger (Sound) und Lulu (Songs) wurden Metallica gar zur Lachnummer, bevor "Death Magnetic" zumindest einigermaßen zufriedenstellen konnte. Die Taktik von "Hardwired...to self destruct" war in Sachen Marketing genial: Einen Tag vor Veröffentlichung gab es alle Songs mit offiziellen Videos zu bestaunen und der Hype wurde immer größer. 

Und in der Tat haben Hetfield und Co dieses Mal deutlich mehr vorzuweisen, was ihrem Status entspricht: Die Scheibe ballert mit "Hardwired", "Atlas Rise" (hoffentlich rufen Iron Maiden nicht an und wollen die geliehenen Licks zurück), "Now that we're dead" und "Moth to the flame" absolut amtlich los. Erste Schwächen hingegen finden sich hier schon: Zu oft werden zugegeben gute Riffs bis zum Erbrechen wiederholt. Das zieht sich durch das ganze Album. Nach diesen Songs wird es lahm und Metallica verlieren sich im Midtempo. Wer die neue Testament kennt, weiß, wie Thrash zu klingen hat. Jedenfalls nicht so wie "Dream no more" oder dem absoluten Stinker "Confusion".

"ManUnkind" nimmt dann wieder mehr Fahrt aus, aber "Here comes Revenge", "Am I savage?" und der wirklich schlechte Motorhead-Tribut "Muder One" sind Stangenware, langweilig und austauschbar. Immerhin: Mit "Spit out the Bone" kommt ein Mega-Song, der dem Begriff Thrashmetal alle Ehre macht.

Das Problem bei Bands dieser Dimension ist immer wieder das fehlende Regulativ in Form eines mündigen Produzenten: der hätte nämlich einige der Songs vom Album geschmissen, die Wiederholungen innerhalb anderer Songs verkürzt und es wäre eine triumphale Rückkehr mit bockstarken Songs wie "Bone", "Atlas" oder "Moth" geworden. So dümpelt das Midtempo zu oft rum. Schade. 

 

Fazit: Ordentlich bis gut mit zu viel Midtempo-Gedümpel und ätzenden Schlagzeugsound

 

Picture

Ein gutes Omen / Terry Pratchett & Neil Gaiman

omenWas 1990 im allgemeinen Terry Pratchett-Wahn um die grandiose Scheibenwelt ein wenig unterging, ist tatsächlich dann doch eines der besten Werke des Meisters: "Ein gutes Omen" spielt nämlich eben nicht auf der Scheibenwelt, wurde zusammen mit dem ebenfalls begnadeten Neil Gaiman geschrieben und ist so etwas wie eine abgedrehtere Variante von Peter Ustinovs "Der alte Mann und Mr. Smith".

Der Antichrist ist geboren, und der finstere Engel Crowley soll ihn zum Höllenfürsten erziehen, damit er die Apokalypse heraufbeschwört. Doch Crowley bemerkt, dass sich das Kind, Warlock, mehr für seine Briefmarkensammlung und Kaugummi mit Bananengeschmack als für den Weltuntergang interessiert. Es stellt sich heraus, dass Warlock im Krankenhaus vertauscht wurde. Nun versuchen Engel, Dämonen und Hexen, den wahren Antichristen aufzuspüren. Und während der Weltuntergang näher rückt, begreift Crowley, dass die Erde doch gar keine so üble Gegend im Universum ist.

Endlich endlich ist dieses herausragende Buch, voller Wortspiele, Anspielungen und verrückten Ideen (in Crowleys Auto verwandelt sich etwa jede Kasette innerhalb von kurzer Zeit in eine Queen Best-of) auch als Hörbuch vorhanden und Volker Niederfahrenhorst ist dabei fulminantes Ein-Mann-Theater. Auf zwei MP3-CDs mit einer Laufzeit von rund 14 Stunden gibt er alles und verleiht der Vision Pratchetts und Gaimans Leben. Für Fans des englischsprachigen Pratchett darf gesagt werden, dass Andreas Brandhorst auch dieses Fantasywerk ziemlich werktreu verdeutscht hat. Leider handelt es sich hier um eine gekürzte Lesung, was der einzige Wermutstropfen an der Sache ist und bei der Bewertung einen Punkt "klaut".

 

Fazit: Eines der besten Pratchetts hervorragend vertont - leider gekürzt

 

Picture

 

 

 

Review: Soul on Fire - Leben und Musik von Peter Steele

TONPetrus Thomas Ratajczyk hätte es gemocht, dieses Buch, das die Odyssee eines Lebens, gelebt in beinahe shakespearischer Dramaturgie, skizziert. Als Pete Steele hat Petrus Thomas mit einem Schlachtschiff von einer Band fremde Länder erobert, Emotionen gebündelt, Lebensinhalte für tausende Fans gestiftet. Type O Negative waren eine ganze besondere Formation, deren Einfluss vor allem in den Herzen der Hörer bei ihrer ganzen Düsternis nicht zu unterschätzen war und ist. Im Verlag Nicole Schmenk ist nun "Soul on Fire" von Jeff Wagner in der deutschen Variante (hervorragend übersetzt von Andreas Schiffmann) erschienen und das Buch ist die längst überfällige Biographie des 2010 an den Folgen eines gerissenen Aortenaneurysmas verstorbenen Bassisten und Sängers. Auf mehr als 300 Seiten wird die bisweilen kritisch betrachtete Karriere von Steele ausführlich behandelt, mit sehenswerten Fotos garniert und die Wichtigkeit des Bass-Hünen, der 1995 sogar das Cover des Playgirl zierte (hier wird mit dem Mythos aufgeräumt, dass Steele der Erste war, der mit erigiertem Penis auf den Seiten des Magazins abgebildet wurde - in der Tat war dieses Tabu bereits 1980 gebrochen worden), zelebriert und seziert. 

Wagner beschreibt Steele schonungslos: Vom Mann mit Visionen zum Drogenwrack, das mit nichts und wieder nichts zufrieden sein konnte, und wieder zurück - der New Yorker war eine schillernde Persönlichkeit in allen Extremen."Soul on fire" ist leicht und flockig zu lesen, so dass einem lediglich das tragische Ende schwer im Magen liegen könnte.

Das Buch endet natürlich - wie sollte es anders sein - mit dem tragischen Tod des Idols einer ganzen Metalgeneration. 2005 versetzte Steele bereits einige Fans in Angst und Schrecken, als die Startseite der Website von Type O Negative einen Grabstein mit der Aufschrift Peter Steele 1962–2005 zeigte, nur fünf Jahre später war das aufgrund des zügellosen Drogenmissbrauchs nie Undenkbare zu einem dann doch undenkbaren Zeitpunkt (Steele war seit neun Monaten clean und trocken) eingetreten: Petrus Thomas Ratajczyk starb im Alter von gerade einmal 48 Jahren: A dying God-man full of pain (aus "Christian Woman").

 

Fazit: Würdige Lebensgeschichte eines umstrittenen Musiker 

 

Picture

Review: Dishonored 2 (PS4)

dish22012 war Dishonored, das Schleich und Attentatsspiel der französischen Softwareschmieder Arkane Studios ein echter Überraschungserfolg. Doch das ist vier Jahre her. Können die Franzosen mit dem Nachfolger nun an den Erstschlag anknüpfen? Dishonored 2 spielt 15 Jahren nach dem Vorgänger. Die einstige Thronerbin Emily Kaldwin wurde um ihr Privilieg, Kaiserin zu werden, betrogen und will nun Rache. Dabei hilft der junge Frau Ziehvater und Leibwächter Corvo Attano. Interessant: Man kann selber entscheiden, mit welchen Charakter man spielen möchte. Dabei spielen sich beide völlig unterschiedlich, was der Langzeitmotivation zugute kommt. Einen Koop-Modus gibt es hingegen nicht, würde dem Schleichspielprinzip aber auch entgegenwirken. 

Corvo spielt sich fast wie in Dishonored 1. Er kann die Wächter schleichend aber auch im furiosen Kampf bewältigen. Emily ist da eine ganz andere Nummer: Wer hier nicht schleicht und heimlich zu Werke geht, wird zwangsläufig häufig scheitern. Die Grafik wurde deutlich aufgebohrt, die Welt sieht wirklich sehr hübsch aus, wenngleich aktuelle Top-Titel wie Uncharted eindeutig die Nase vorn haben. Die Gegner agieren sehr indifferent. Mal strunzdumm, suchen sie in anderen Momente intelligent die ganze Gegend ab und machen es dem Spieler deutlich schwerer, sich zu verstecken, als noch im Vorgänger. Die Stadt Karnaca ist nun deutlich detaillierter und hat mehr zu bieten. 

Die Atmosphäre der Stadt ist sagenhaft, die Charaktere bleiben leider oft blass, genauso blass wie eher müde Story. Dennoch: Nach einigen ersten Stunden (in denen Dishonored 2 ein wenig zäh daher plätschert) wird das Spiel immer besser, das Leveldesign ausgeklügelter und übertrifft sogar das tolle Debütgame. Was nervt? Leider die Steuerung, die bewusst im 1st Person-Stil angesiedelt ist. Nicht immer ist die Bewegung am Gamepad so geschmeidig, dass man auch wirklich von einer Dachrinne zu nächsten hüpft, sondern wie ein Stein in die Gasse darunter plumpst. 

 

Fazit: Wie Dishonored 1 - nur noch besser. Problematisch bleibt die Steuerung.

 

Picture

 

 

Review: WWE 2K17 (PS4)

91QYEqXY2uL. SL1500 Ich kenne den Muskelprotz auf dem Cover dieses Spiels (Brock Lesnar) nicht und ich schaue auch unter gar keinen Umständen irgendwelche Wrestling-Shows. Kurzum: Ich bin nicht die Zielgruppe für WWE 2K17. Deshalb sind für mich viele der Kritikpunkte, die durch die asozialen Medien geistern, nicht greifbar und auch nicht relevant. Rhyno? Harlem Heat? Die fehlen und alle meckern darüber. Das sei, als würde Ronaldo bei Fifa 17 nicht mitspielen, sagt der Kollege und ich verstehe, denke aber: Bei Pro Evolution Soccer fehlen seit Jahren fast alle echten Spieler. Trotzdem ist es ein Hit und wird hochgelobt. Äpfel und Birnen - sagt er.

Kommen wir zu dem, was ich objektiv beurteilen kann und möchte: WWE 2K17 macht einen Heidenspaß. Bevor ich nach einem kurzen Einstiegskampf mich ins Getümmel stürze, editiere ich zwei Stunden lang und erschaffe eigene Wrestler aus den tausenden von Möglichkeiten, baue eine eigene Arena, kreiere eigene Einlauf-Choreos - Wahnsinn. Die Möglichkeiten sind hier fast unbegrenzt und wären da nicht die langen Lade- und Wartezeiten würde das Ganze noch viel mehr bocken. Nachdem ich dann endlich den enormen Doctor Rübezahl (2,15 Meter, 156 Kilogramm) in den Ring geworfen habe, bekommt der Koloss von dem winzigen Enzo Amore so böse die Fresse poliert, dass ich am Realismus des Spiels zweifle. Äh, Realismus... Wrestling? Vergessen wir das also. Die Spielmechanik macht es einem nicht immer leicht, auch mit übermächtigen Superstars leicht zu gewinnen. Andererseits macht das aber auch den Reiz der Kämpfe aus: Es geht immer hin und her und besonders geil: Endlich kann ich im Publikum weiter raufen. Der Karrieremodus wurde aufgeborht und ich kann mit der Promo-Engine Fehden eröffnen und Allianzen schmieden. Die Spielmodi sind erneut sehr üppig, da ist vom 1vs1 bis zum 30 Leute hauen sich auf die Fresse alles dabei. Mir reicht es. Grafisch ist alles tacko (es wurde ein deutlicher Sprung zu den eher schlechten Darstellungen der Vorjahre gemacht), der Soundtrack wummert sehr abwechslungsreich zwischen Black Sabbath und irgendeinem Rap-Gedudel durch die Lautsprecher, und unterm Strich komme ich als Nicht-Fachmann auf meine Kosten und habe eine Menge Spaß an WWE 2K17. 

 

Fazit: Viel Spaß für Gelegenheits-Wrestler

 

Picture

Review: Santana IV - Live at the House of Blues Las Vegas

santaDas Schöne an Musik? Alter spielt oftmals absolut keine Rolle. Dies wird immer wieder eindrucksvoll bewiesen und auch der Livemitschnitt von Carlos Santana "Santana IV - Live at the House of Blues Las Vegas" ist hier keine Ausnahme. Am 21. März 2016, einige Wochen vor Veröffentlichung des neuen und aktuellen Albums "Santana IV", betrat das klassische Santana Line-up die Bühne vom House Of Blues in Las Vegas. Im Rahmen dieser Show spielten sie Tracks vom neuen Album sowie viele Klassiker der ersten drei Santana Alben, an die das neue Album "Santana IV" als Nachfolger angelehnt ist.Dies war eine von Fans lange ersehnte Reunion, die in dieser Konstellation seit den 70er Jahren weder zusammen auf der Bühne stand, noch zusammen ein Album aufgenommen hat. Viele der Musiker haben schon das legednäre Woodstoc-Festival Ende der 60er gemeinsam bestritten. Mehr Legende geht einfach nicht. 

Das Lineup begeistert nicht nur auf dem Papier durch die reinen Namen: Gregg Rolie, Carlos Santana, der geniale Neal Schon, Benny Rietveld, Michael Shrieve, Michael Carabello, Karl Perazzo und als Gast Ronald Isley - der feuchte Traum aller Santana-isten wird hier wahr. Und die alten Haudegen spielen sich dermaßen den Arsch ab, dass für exakt 151 Minuten sämtliche grauen Haare verschwinden, die Band einen Tunnel in der Zeit öffnet und wir auf einmal wieder alle Hippies sein dürfen. Gespielt werden natürlich Klassiker aber auch neue Songs, die sich nahtlos einfügen. Die Bildqualität auf der BluRay ist exzellent, der Ton großartig und der Mitschnitt vermittelt einen Eindruck, wie atemberaubend ein Besuch des Konzerts gewesen sein muss. Voll Punktzahl!

Die Tracklist:  

01. Soul Sacrifice
02. Jingo
03. Evil Ways
04. Everybodys Everything
05. Shake It
06. Anywhere You Want To Go
07. Medley: Choo Choo / All Aboard
08. Samba Pa Ti
09. Medley: Batuka / No One To Depend On
10. Leave Me Alone
11. Sueño
12. Caminando
13. Medley: Blues Magic / Echizo
14. Come As You Are
15. Yambu
16. Medley: Black Magic Woman / Gypsy Queen / Third Stone From The Sun / Oye Como Va / I Feel The Earth Move
17. Medley: Love Makes The World Go Round / Shout / Them Changes (w/ Ronald Isley)
18. Freedom In Your Mind (w/ Ronald Isley)
19. Toussaint LOverture

 

Fazit: Toller Mitschnitt alter Haudegen

 

Picture

 

 

Review: Purple Rising - Made in Purple

cover 1Purple Rising sind eine Coverband, die die Musik von Deep Purple auf Original-Instrumenten, ganz im Stil der Seventies präsentieren. Dafür werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Die Hammonorgel ist von 1955, die Leslies von 1964!

Die Idee zur Gründung einer Deep-Purple-Tribute-Band hatten Stefan Deißler, Thomas Hasenau und Christian Saal bereits 1996 in Frankfurt. 

Mit "Made in Purple" liegt nun eine Live-CD vor, die in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg mitgeschnitten wurde. Bereits das Cover macht Lust auf Purple, ein sehr geschmackvolles Design wurde hier angewandt. Alexx Stahl (voc), Dominik Stotzem (bass), Reik Muhs (git), Andreas König (keys) und Stefan Deissler (drums) zocken sich auf "Made in Purple" durch zehn Klassiker von Blackmore und Co, beweisen dabei, dass sie den Geist der Originale bestens aufgesogen haben und spielen die Songs authentisch im Stil der Klassiker. Hardcore-Purple-Fans könnten monieren, dass Alexx Stahl einen etwas zu deutlichen Metal-Touch den Songs hinzufügt und damit zu weit weg von Gillan oder Dio (Rainbow wird mit "Temple of the King"  und "Difficult to cure" gehuldigt) ist, doch in der Tat macht Stahl einen ausgezeichneten Job.

Kracher wie "Burn", "Stormbringer" und natürlich das unverwüstliche "Smoke on the Water" werden stilvoll und filigran in die Rillen geschossen. Besonders die Bandbreite macht den Reiz der Band aus. Blackmore-Songs aus den unterschiedlichen Perioden an einem Abend zu hören ist einfach etwas Besonderes. Musikalisch ist also alles in bester Ordnung, die Band spielt tight und klingt so authentisch wie möglich, wenn man eben nicht selber Blackmore, Gillan und Co ist. Besonders beeindruckend ist natürlich Blackmores Meisterwerk "Child in time", das hier in voller Länge von knapp 15 Minuten zelebriert wird (siehe Video unten).

Was Purple Rising auf "Made in Purple" abreißen, übersteigt zudem in Gänze Blackmores Rainbow-Reunion (Fotos HIER) in diesem Jahr. Authentischer klingt der Chef nicht einmal selber. Die CD ist HIER erhältlich.

 

Fazit: Fast besser als das Original 

 

Picture

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Review: Elder Scrolls Skyrim (PS4)

skyrElder Scrolls: Skyrim ist vielleicht das beste Spiel, das es jemals gab. Skyrim ist ein echtes Epos - von der schieren Größe der Spielwelt, über die Vielfalt der Aufgaben und dem Reichtum der Geschichte bis hin zu den actionreichen Kämpfen! Bethesda hat das beste Spiel aus der Elder Scrolls-Serie gebastelt.Auf der PS3 sorgte Skyrim für hunderte Stunden Spielpaß. Nun wurde das Spiel für die nächste Konsolengeneration neu aufgelegt. Neu bezieht sich dabei vor allem auf die Grafik. Die wurde deutlich aufgebohrt, ein Top-Grafik-Titel der PS4 ist es freilich nicht geworden, da war die Engine schon zu verstaubt. Dennoch: Wasser und Wettereffekte wurden derart aufgehübscht, dass man wie schon bei der PS3-Version einfach eimal minutenlang die Nordlichter beobachten möchte (siehe Foto unten). Die Story wurde nicht verändert, doch auch, wer diese bereits durch hatte, es gibt so viele Nebenquests, dass man getrost noch einmal von vorne beginnen mag. Beeindruckend ist bei Skyrim weiter, dass quasi alles möglich ist.

Einige Beispiel? Zaubertränke herstellen, Heiraten, Reisen, Kämpfen, zum Werwolf oder Vampir werden, sich als Dieb betätigen, Schwerter oder Rüstungen schmieden und und und. Dazu gibt es eine so dermaßen große Fülle an Missionen, dass das Spiel sicher für weit über 150 Stunden nicht langweilig wird. Die Kämpfe sind zu Beginn etwas zäh, vereinfachen sich aber mit gestiegener Charakterstufe deutlich, auch, wenn sie selbst dann noch kein Zuckerschlecken ist. Hier wird geschwitzt. Da ich einer dieser Menschen bin, die die Musik fast immer ausstellen, sagt die Tatsache, dass ich sie bei Skyrim für unverzichtbar für die Atmosphäre halte, bereits alles über deren Qualität aus. Was gibt es zu meckern?

Nicht viel: Die 3D-Weltkarte ist sehr hübsch anzuschauen, aber nicht immer leicht zu steuern. Desweiteren ist die eigentliche sehr gute Synchronisation von zu vielen Wiederholungen geprägt. Die Übersetzung fällt etwas sehr streng aus. Warum Riverwood unbedingt sklavisch übersetzt Flußwald heißen muss, entzieht sich meinem Verständnis. Die PS4-Fassung hat alle erhältlichen Erweiterungen an Bord und kann zudem auf die Mod-Unterstützung der PC-Freaks bauen. Erstmal aus der PS4 ist es möglich ein Spiel mit Mods zu bereichern. Volle Punktzahl

 

Fazit: Skyrim  ist und bleibt genial

 

Picture

 

 

 

 

 

 

  

skywa