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Freitag Februar 23, 2018
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59 items tagged "PS4"

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PS4-Review: Alien Isolation

Alien-Isolation-boxartWir schreiben das Jahr 1979 und Ridley Scott dreht einen (wenn nicht den besten) Sci-Fi-Film aller Zeiten: "Alien - das unheimliche Wesen aus dem All" hat auch heute noch so eine schauderhafte Kraft, dass einem die Spucke wegbleibt. Immer und immer wieder versuchte sich die Spieleindustrie an diesem Stoff, immer und immer wieder kam Mäßiges oder gar Schrott  ("Aliens: Colonial Marines") dabei heraus. Nun macht "Alien - Isolation" vieles (nicht alles) deutlich besser und ist für Liebhaber der Filme (speziell des ersten) ein absolutes Muss.

Wir spielen die Tochter von Ripley und machen uns auf die Suche nach der ewig verschollenen Mutter. Der Clou: Alle Locations atmen den Flair des Originalfilms, inklusive hübschen 8-Bit-Computersystemen und einem Schiff, das der sagenumwobenen Nostromo sehr ähnlich ist. Sprich: Näher dran am Original, ohne dessen Geschichte erzählen zu wollen, geht es kaum. Alles, was die Vorlage so genial und beunruhigend gemacht hat, ist dabei: Der Motion-Sensor, der laut piepend die Anwesenheit einer Person (oder schlimmer: eines Alien) signalisiert, die Cryo-Kammern, der Flammenwerfer und - TUSCH - das schaurigste Wesen der Filmgeschichte: der Xenomorph. So jagt man durch die riesige Sevastopol-Station auf der Suche nach Hinweisen und bemerkt schnell, dass man selber der Gejagte ist.

Die Grundregeln sind einfach: Wer rennt ... verliert! Wer das Alien sieht und sich nicht leise verkrümmelt ... verliert. Anders als im Film gibt es keine Möglichkeit, das Wesen zu besiegen. Klingt frustrierend, macht aber den ganz besonderen Charme des Spiels aus. Ego-Shooter-Ballermänner werden verzweifeln. Dazu kommt: Das Alien ist nicht geskriptet, sprich es taucht immer mal woanders auf, vorgefertigte Szenen sind sehr selten.

Das Spiel ist der wahre Horror und nicht selten bemerkt man, wie man vor dem Fernseher selber den Atem anhält. Etwa, wenn man sich in einem Spind versteckt und der Xenomorph auf der Suche davor hertigert. Das Spiel ist gnadenlos und bockschwer, die Speicherpunkte rar gesäht, aber das macht es für mich zu einem echten Survival-Horror - im besten Sinne. "Alien - Isolation" ist nichts für Anfänger. 

Kommen wir zur Technik, denn die ist nicht ganz einwandfrei: Grafisch ist "Alien - Isolation" eher nicht Next-Gen-würdig, doch da ohnehin alles auf 80er Jahre getrimmt ist, stört das nicht so sehr. Ärgerlicher sind da schon die nicht lippensynchronen Dialoge und die eher mäßigen deutschen Sprecher. Auf der PS3 kommt es zudem zu einigen Rucklern. Schön ist, dass die Signaltöne des Motiontrackers am Controller-Lautsprecher erklingen. Nerven tut das Crafting-System, mit dem man etwa seine Medkits selber basteln muss, aber irgendwie passt das wie die Faust aufs Auge, denn dieses Game schenkt dem Spieler einfach rein gar nichts. In den Bonusmissionen kann man die Originalcrew der Nostromo "spielen", für Fans klasse, ansonsten bringen diese Extra-Spielchen keinen großen Mehrwert.

 

Fazit: Ein Muss für Alien-Fans und ein gandenlos, bockschweres Spiel ums Überleben.

 

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PS4-Review: Driveclub

driveclDriveclub sollte DER Launchtitel der neuen Konsolengeneration bei Sony werden. Der Überknaller, dann wurde es verschoben. Nun liegt dem RocknRoll-Reporter endlich das "fertige" Produkt vor und nach drei Tagen ist der Eindruck recht desaströs. Ja, die Grafik ist gut, manchmal grandios. Das hängt stark an der Rennstrecke. Durch Norwegen zu heizen ist wirklich richtig geil. Das Auge fährt mit, leider sind nicht alle Orte so sehenswert, dennoch ist das "Outfit" des Spiels durchaus hübsch und erstaunlich detailliert.

Neben den Strecken passiert eine ganze Menge. So fliegen Ballons rum, Wildgänse verschwinden am Horizont, Papierschnipsel wehen durch die Luft - das macht Laune und erinnert an einen ganz alten Racer. "Bleifuß" (Screamer im Original) hat solche Gimmicks schon 1995 (!) auf den PC gezaubert. Bei Driveclub stehen sogar animierte Zuschauer an den Rändern der Strecken, leider sind diese strunzdumm und winken immer noch fröhlich, wenn man mit 200 km/h auf sie zu rast - anstatt weg zu springen. Doch das sind wirklich nur Nebenkriegsschauplätze. Die wirklich relevante Mängelliste ist derart überladen, dass Driveclub in dieser Form keinen RRR-Tüv-Stempel bekommt.

Beispiele? Da wären zum einen die fehlenden Replays. Ein Racer mit so einer tollen Grafik bietet mir nicht die Möglichkeit mein Rennen (oder Teile davon) erneut zu sehen? Schwach und indiskutabel. Noch schlimmer ist die K.I., denn die rast aggressiv von hinten in einen rein, wodurch nicht sie die Strafpunkte bekommt, sondern der Spieler. Aua...

Das Fahrverhalten der Autos divergiert leicht, je nach Modell. Insgesamt ist Driveclub aber nur ein solider Arcaderenner. Von Simulation keine Spur. Der Offlinemodus ist in sehr wenigen Stunden durchgespielt, dann müsste man Online weiter Spaß haben können. Müsste? Ja, denn in den letzten drei Tagen ist es nicht einmal gelungen eine Verbindung mit den Servern herzustellen (nicht einmal um 3 Uhr nachts) - das Netz ist voller Klagen darüber. Ein Online-Racer ohne Onlinefunktion, der Super-GAU. Klar, dass kann noch nachgeliefert werden, bisher ist das Spiel jedoch vor allem deshalb keinen Cent wert. Und es gibt zahlreiche weitere Problem: So werden derzeit keine Lenkräder von Logitech unterstützt und und und.

Wenige Minuten Spaß kann man mit Driveclub durchaus haben, wenn man den Arcade-Aspekt verschmerzen kann, doch als Ex-Launchtitel ist das einfach viel zu wenig.

 

Fazit: Im derzeitigen Zustand sollten PS4-Piloten besser die Finger vom Lenkrad lassen

 

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PS4-Review: NHL 15

nhlManchmal muss man sich fragen, was in Softwarefirmen so vorgeht. Da ist die NHL-Reihe von EA Sports wirklich seit Jahren ein absolutes Qualitätsprodukt und dann bringt die Company in diesem Herbst mit NHL 15 ein im Gameplay immer noch überragendes Spiel heraus, bei dem aber mehr als die Hälfte der Features des Vorjahres fehlt. Klingt komisch, ist aber so: Einfach nur ein Play-Off spielen? Nicht mehr möglich. Eigene Ligen erstellen? Fehlanzeige. Erst einmal in Ruhe auf dem Eis trainieren? Gestrichen! Eine Karriere kann man auch nicht mehr in einer Minor League. Immerhin wurde der Play-Off-Modus jetzt per Patch nachgeliefert, weitere Dinge sollen kommen. Ganz klar: NHL ist nicht fertig geworden zum Release. Das ist peinlich und eine enorme Schande, denn ist man einmal auf dem Eis, ist alles bestens und gewohnt grandios: Stimmung, Gameplay, Atmosphäre - eine glatte 1.

Dass man ohne einen Ligamodus (NHL kann man natürlich spielen) aber ein deutsches Team etwa ausschließlich bei einem Freundschaftsmatch benutzen kann, ist sehr schwach.

Gestrichen wurde auch das Winterclassic unter freiem Himmel und die 3-Star-Bewertungen nach einer Partie (die jetzt mit dem Patch aber wieder hinzukamen).

 

Fazit: Jetzt noch ein Offenbarungseid - wenn die fehlenden Features gepatcht sind, ist NHL ein 5-Punkte-Spiel 

 

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PS4-Review: Fifa15

91FqGmqIdkL. SL1500 Das ewige Duell der Fußball-Simulatoren Fifa von Ea Sports und Pro Evolution Soccer von Konami fällt in diesem Jahr zumindest zum Start der Bundesliga-Saison aus. Konami hat es nicht geschafft, sein Next-Gen-Debüt in die Läden zu bekommen und so muss ein Vergleich mit Fifa 15 bis zum 11.11. (kein Scherz) warten. Fast zwei Monate hat EA Sports dadurch die Chance bekommen, Käufer zu generieren, die eigentlich PESler sind, aber keine Lust haben bis zum Release Hockey zu spielen.

Was bietet Fifa 15? Erneut ist die Präsentation ausgezeichnet. Die Premier League ist durch einen Exklusivvertrag komplett "rund" - Fangesänge, alle Stadien sind vorhanden (bei den ebenfalls lizensierten Bundesligaclubs sind beispielsweise nur wenige Originalspielstätten im Paket) - das macht mächtig Spaß. Hübsch: Die Rasenflächen werden durch Grätschen in Mitleidenschaft gezogen. Weniger toll: der Ballphysik ist eine Furche im Rasen egal, es hat keine Auswirkung aufs Rollverhalten der Kugel. Schade.

Entscheidend ist natürlich auf dem Platz und hier geht EA Sports den Weg von Fifa 14 weiter, welches das erste wirkliche Produkt der Softwareschmiede war, welches an PES-Thron kratzen konnte in Sachen Realismus und Simulationsgehalt. Schaltet man alle Spielhilfen ab, ist die Freiheit am Ball fast grenzenlos. Die Animationen wurden verbessert, wodurch Ballan- und Mitnahmen leichter geworden sind, das Zweikampfverhalten wurde hingegen erschwert, so dass der Fokus eindeutig auf einem fröhlichen Offensivspiel liegt. Neu hinzugekommen sind zwei taktische Einstellungen. Die "totale Offensive" packt die Brechstange aus und rangiert noch hinter "sehr offensiv", lässt aber dadurch natürlich Konter entstehen. Auf der anderen Seite gibt es den "Abwehrriegel". Insgesamt ist bei der 15er Version die Taktikeinstellung leicht aufgebohrt worden, so dass man den Spielern nun noch mehr individuelle Anweisungen geben kann. Wie bei Konami vor einigen Jahren eingeführt, kann man nun auch einen Spieler bei Standards anwählen. Doch EA Sports hat auch einige schlimme Patzer begangen:

Die Torhüter halten mit den Standardwerten (50) ALLES! Oder lassen sich einfachste Kullerbälle reinlegen. "Tweakt" man den Wert auf 25/30 herunter wird es realistischer. Die Art einer Verletzung sieht man nur noch im Turniermodus (den es zum Glück wieder gibt), im Freundschaftsspiel wird geschwiegen, was der Kicker hat (in Fifa 14 war es nicht so). Die Spielanlage von Fifa verführt dazu ausschließlich durch die Mitte zu kommen, was etwas monoton ist auf Dauer. Was ich noch ärgert? Wieso kann ich einstellen, dass Handspiel geahndet wird, wenn es defakto aus dem Spiel genommen wurde? In mehr als 50 Spielen ist nicht einmal ein Handspiel gepfiffen worden, in Fifa 14 gab es das immer wieder einmal. Das das sogenannte Momentum (die K.I. dreht Spiele kurz vor Schluss) aus Fifa 13 zurück ist, kann ich aber nicht bestätigen, obwohl es viele Berichte darüber gibt. 

Unterm Strich steht ein Lizenzmonster mit vielen vielen geilen Ideen, einigen Bugs und erneut zu reißbrettmäßigem Spielverlauf. Das Problem wird beim Vergleich mit PES auch in diesem Jahr wieder sein, dass beide Spiele ihre Momente haben und zusammen das perfekte Fußball-Game sein würden. 

 

Fazit: Gut, aber nicht perfekt - was wird Konami da entgegensetzen?

 

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PS4-Review: Destiny

destinyDer Hype war enorm: Destiny sollte die eierlegende Wollmilchsau für die Next-Gen-Konsolen werden. Epische Story, tolle Kämpfe, eine Art World of Warcraft im Outer Space. Die Demo ernüchterte schon ein wenig und das vorliegende komplette Spiel macht genau da weiter. Fangen wir mit der Charakterwahl an - oder besser vergessen wir die verschiedenen Spezies einfach, denn im Gameplay unterscheiden sie sich fast gar nicht. Grafisch sieht alles sehr hübsch aus, ist man aber einmal auf einem Planeten gelandet, fehlen Details und die Steppe lädt zum Gähnen ein. Das Gameplay läuft weitestgehend immer gleich ab: Man landet auf einem Planeten und schlägt sich durch offene Weite oder schlauchartige Gänge. Immer wieder warten sehr starke Gegner auf einen. Allerdings ist die K.I. stark und gleichzeitig strunzdumm. 

Die fehlende Intelligenz machen die Kämpfer durch starke Waffen wett, sehr unschön. Ebenfalls indiskutabel: Ab einem bestimmten Abstand schießt die K.I. einfach nicht mehr zurück oder sucht nach dem Spieler. Sie vergessen einfach, dass es da gerade einen Angriff gab. Zudem erfolgt der Respawn der Gegner immer an der gleichen Stelle - wie 1993 in Doom. Open World ist hier auch nur ein Schlagwort. So richtig darf man den Pfad der Mission nicht verlassen.

Sehr knackig sind die Endgegner. Doch auch diese sind nach dem immer gleichen Muster zu besiegen: Schießen - Deckung einnehmen - Schießen etc pp. Auch der Mulitplayer-Part (und Destiny ist ja eigentlich ein Spiel fürs gemeinsame Onlinezocken) überzeugt wenig, macht aber mehr Spaß als die schwache und viel zu kurze Solomission. Immerhin ist Destiny ein solider Shooter, der einige wenige Stunden gefallen kann. Mehr nicht! 

 

Fazit: Großer Hype, wenig dahinter

 

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PS4-Review: Madden 15

919RmURO-fL. SL1500 “Perfection is not attainable. But if we chase perfection, we can catch excellence", sagte der legendäre Green Bay Packers-Coach Vince Lombardi einst und EA Sports hat im vergangenen Jahr mit Madden 25 das Next Gen-Debüt so richtig versaut. Es war ein verlorenes Jahr, zu schwach war die Umsetzung, zu viele spielerische Probleme gab es (vor allem im Passspiel). Mit Madden 15 soll nun alles besser werden. Deshalb wurde das Spiel umgekrempelt, nicht revolutionär aber doch so stark, dass die Defense nun deutlich verstärkt (manchmal deutlich zu stark) agiert. Was da an Interceptions abgefangen wird, geht manchmal aber auch zu weit.

Dennoch: Madden 15 spielt sich fluffiger und schnell gehen einem selbst als Nicht-Fachmann dieser amerikanischsten aller Sportarten Spielzüge in Fleisch und Blut über. Besonders gut: Es werden nicht nur solche vorgeschlagen, sondern es wird sogar erklärt, warum welcher Spielzug gut in der jeweiligen Situation sein kann. Das erleichtert den Einstieg enorm. Typisch EA und typisch gut sind die Online-Features von Madden 15. Die neue Community-Engine ruft die Daten aus Millionen von Online-Spielen ab und liefert so zahlreiche Spielzüge für jede Situation. Klasse Idee.

Problematisch sind ab und an die Passempfänger, da hier die K.I. gerne einmal einen kompletten Gehirnausfall simuliert. Passt man genau in ihren Lauf ist alles super, weicht das Ei etwas ab, sind sie oft hilflos und schauen nur verdutzt. Da muss EA noch mal ran.

Grafisch ist alles tutti.

Die Spieler hauchen kalten Atem bei Winterspielen, die Wettereffekte sind spitze, die Karambolagen ausgezeichnet inszeniert. Warum die Kommentatoren aber hier virtuelle Männchen sind, statt wie bei Fifa 15 etwa, Videoaufnahmen der echten Sprecher, erschließt sich mir nicht. Überhaupt wiederholen sich die beiden viel zu oft, so dass der erste Griff ins Menü zur Option "Ausschalten" führen könnte. Ebenfalls neu sind zahlreiche Kamerapositionen und hier schafft es EA Sports in der Tat dem schon angestaubten Madden neue Blickwinkel zu verpassen. 

 

Fazit: Starke Rückkehr des Football-Opas

 

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Review: Surgeon Simulator (PS4)

 

Endlich gibt es bei den RocknRoll Reporter mal echte Doktorspielchen. Nein, nicht, was Ihr Schweinchen jetzt denkt, sondern wir verlieren heute einige Worte über die PS4-Fassung des "Surgeon Simulator". Spiel angeworfen und schon findet man sich am Schreibtisch eines Arztes wieder. Hier sollte man zu Beginn auch einige Zeit damit verschwenden, die absolut hanebüchene Steuerung zu erlernen. Die ist schwammig ohne Ende und außerdem habt Ihr als Arzt nur eine Hand! Klingt skurril und das ist es auch, aber eben auch genau die Funpotenz im Game.

Wie man mit zwei Fingerchen eine Säge schnappen muss, um damit einen Brustkorb aufzusägen ... sagenhaft.

Kein Wunder, dass man ständig irgendwelche Dinge (Flaschen, Stifte, Telefonhörer) durch die Gegend wirf und diese nicht selten auch in einem offenen Patienten landet. Hat man die Steuerung einigermaßen verinnerlicht, geht es an die erste OP. Die ist sogleich eine Herz-Transplantation. Achtung: Wer meint, er müsse sorgfältig vorgehen, irrt. Brustkorb einhämmern (oder sägen), das alte Herz rausgeschnitten und ein neues reingeworfen. Schon hat man seine erste OP erfolgreich abgeschlossen. Klingt einfach, ist aber durch das Steuerungsproblem hammerhart. Nicht selten zerstückelt man irgendwelche Organe "aus Versehen", nicht selten verliert der Patient so viel Blut, dass er nicht überlebt. Im Laufe des Spiels wird es immer schwieriger und auch kurioser. Eine Alien-Autopsie ist da natürlich ebenfalls im Spielumfang. Alles in allem ist das ziemlich lustig. Die Grafik ist zweckmäßig und ganz niedlich, von einer Simulation ist das Ganze (zum Glück) meilenweit entfernt. Spaß macht es dennoch enorm, wenn auch nicht all zu lange.

 

Fazit: Schönes trashiges OP-Game für Zwischendurch mit bockschwerer Steuerung

 

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PS4-Review: Watchdogs

71YvEUo0JYL. SL1141 Da ist er ja nun endlich, der langersehnte GTA-Killer für die PS4: Watch Dogs war nicht mit geringem Hype erwartet worden und verschlägt nach ewiger Verzögerung den Spieler in ein von Hackern beherrschtes Chicago. Aber ist Watch Dogs wirklich besser als GTA V? Nein! Das Spiel ist grandios, mit enormem Umfang versehen und bietet einige richtig coole Spielideen, doch am Thron des Open-World-Gottes kratzt Ubisoft damit keineswegs.

Nicht falsch verstehen: Watch Dogs ist das beste bisherige Spiel der neuen Konsolengeneration, doch nicht alles ist hier Gold, was glänzt. Kurz zur Story: Wir sind Aiden Pearce, ein Hacker und Ex-Gangster, dessen kriminelle Vergangenheit zu einer blutigen Familientragödie führte. Nun ist man also auf der Jagd nach den Leuten, die der Familie Leid zugefügt haben, und hat die Möglichkeit, jeden in seinem Umfeld zu überwachen und zu hacken, indem Pearce alles manipuliert, was mit dem Netzwerk der Stadt verbunden ist. Ob Überwachungskameras, Handyhacks, Ampelkontrolle, Brücken- und S-Bahn-Manipulation - (fast) alles ist möglich.

Die Storyline ist mehr als üppig, 40 Stunden kann man alleine damit beschäftigt sein. Die offene Welt ist eher halboffen. So gibt es nur sehr wenige Gebäude, die man betreten kann, dies zum Beispiel war in GTA deutlich besser. Auch kann man sein erhacktes Geld nicht wirklich schön unter die Leute bringen. Autos klaut man oder bestellt sie an einen Standort, Häuser kaufen ist ebenfalls nicht möglich, die Freizeitaktivitäten sind sehr eingeschränkt. Mal einen trinken gehen oder einen digitalen Trip einwerfen - das war's schon und ist in der Regel nur ein kurzer und nicht so häufig wiederholbarer Spaß. Hier hat GTA ganz klar die Nase vorn. Die Steuerung von Watch Dogs ist am Anfang etwas störrisch, weil die Tastenbelegung nicht immer den eingebürgerten Regeln entspricht.

Mit X etwa duckt man sich und sucht Deckung. Gerannt wird mit R2. Nach einigen Stunden stellt das aber kein großes Problem mehr dar. Auch ist die Fahrphysik nichts, womit man von Seiten Ubisofts prahlen sollte. Wenn man den Vergleich mit GTA aber gar nicht anstellt, bekommt man mit Watch Dogs ein großartiges, lang fesselndes Spiel (in der Storyline). Hat man die Geschichte allerdings einmal durchgespielt, reizt das Game nicht mehr zum langen Aufenthalt in Chicago. Die Grafik ist gut, aber Next Gen sieht für mich noch etwas anders aus. Doch springt mal ins Wasser, hier reizt die Engine anscheinend alles aus. Die Wasserdarstellung ist absolut überragend.

 

Fazit: Bestes PS4-Game bisher, aber nicht der GTA-Killer

 

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PS4-Review: Wolfenstein - the new Order

wolfenstein-the-new-order-ps4- Was wäre wenn? Diese Fragestellung ist Ausgangspunkt der Story des neuen Wolfenstein-Ablegers "The new Order". Angelehnt an ein Szenario etwa aus Robert Harris' Vaterland haben die Nazis den Krieg gewonnen, London besetzt.

 

Halt!! So wäre es, wenn Wolfenstein nicht wieder einmal in Deutschland aufs Lächerlichste verändert worden wäre. Aus Nazis wird "das Regime", naturgemäß verzichtet man wieder auf allerlei nationalsozialistische Symbole, was die Atmosphäre der ordentlichen Ballerbude komplett den Bach runter gehen lässt. Bei all der Aufregung um Hakenkreuze und Hitler-Nennungen darf gesplattert werden, was das Zeug hält.

An der Gewaltdarstellung wurde nichts verändert. Im nachfolgenden Video werden die Unterschiede der Version schön herausgearbeitet. Die deutsche Rechtsprechung ist natürlich die Keule, mit der hier geschwungen wird. Nationalsozialistische Symbole sind verboten, der Führergruß ebenfalls. Was ein Computerspiel, also ein interaktiver Film, von einem "richtigen" Film unterscheidet, bleibt aber weiter unklar.

 

 

 

Spielerisch macht Wolfenstein eine Menge richtig, ohne aber zu brillieren. Die Level sind schlauchartig, man kommt fast auf eine falsche Fährte, dennoch hat man einige Stunden vor allem durch die packende Hintergrundstory Spaß. Widerstandkämpfer und Hauptdarsteller B. J. Blazkowicz lag jahrelang im Koma und wacht 1960 auf. Die Welt ist von Nazis, oh tschuldigung, vom Regime beherrscht. Blondie muss dann den Widerstand von Grund auf neu aufbauen, um schließlich den Ober-Nazi, ähh, Ober-Regimist General Totenkopf zu besiegen. Die Grafik auf der PS4 ist super, aber es bleibt Luft nach oben, der Sound ist leider ebenfalls zensiert. Dialoge wurden verändert, das Wort Nazi fällt natürlich nicht einmal. Manchmal meinten es die Entwickler zu gut, wollten etwas Abwechslung in den recht stromlinienförmigen Shooter bringen. Das äußert sich dann durch öde "Missionen" im Versteck der Rebellen á la "Bringe den Lötkolben von A nach B" etc. Hübsch sind die Goodies, die ab und an zu finden sind. So gibt es zahlreiche Schallplatten zu entdecken (und danach abspielbar). Da gibt es beispielsweise die "Käfer", eine ehemals britische Band (Beatles), die nur noch auf deutsch singen darf. Sehr witzig und erschreckend zu gleich.

 

Fazit: Guter Shooter, der durch die deutsche Lokalisation komplett an Atmosphäre verliert und deshalb nur 3 von 6 statt 5 von 6 bekommt

 

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PS4-Review: InFamous Second Son

91JQQYRvxL. SL1500 Exklusiv für die PS4 erscheint Infamous Second Son und setzt wie auch schon die Teile davor auf eine frei begehbare Welt. So richtig Open-World ist das Game hingegen nicht, da es kaum Sinn macht, sich außerhalb der Storyline zu bewegen. Diese hingegen ist kurz und knapp umrissen: Der 24-Jährige Delsin Rowe ist in einem Vorort von Seattle aufgewachsen, wo sein bedeutungsvolles Schicksal eher zufällig in sein Leben tritt: Nachdem er einige Leute aus einem brennenden Buswrack gerettet hat, bemerkt er, dass er die Fähigkeit besitzt, Rauch zu manipulieren, ihn zu bewegen oder sich sogar in ihn zu verwandeln. Das macht ihn zu einem "Bioterroristen" und das Abenteuer geht los. 

Sieben Jahre sind seit der letzten Episode mit Cole MacGrath vergangen und die Welt hat sich deutlich verändert. Jeder Bürger, der nur die geringsten Anzeichen von übernatürlichen Kräften zeigt wird als „Bio-Terrorist“ abgestempelt und sofort dem Department of Unified Protection (DUP) überstellt. Einer Regierungseinrichtung, die sicherstellen soll, dass sich die katastrophalen Ereignisse von Empire City und New Marais niemals wiederholen. So findet sich auch Delsin Rowe, der Autoritäten gegenüber noch nie sehr viel Respekt gezeigt hat, bald in den Fängen der DUP wieder. Infamous Second Son setzt auf die Möglichkeiten, die der neue PS4-Controller bietet: Toouchscreen und Bewegungsensoren werden optimal genutzt, die Steuerung ist das Highlight des Spiels. Die Moves und Spezialfähigkeiten von Delsin gehen dem Spieler schon bald in Fleisch und Blut über.

Die Grafik dagegen ist gut, aber noch nicht das, was man sich unter "NextGen" vorstellt. Da ist noch viel Platz nach Oben. Spielerisch gibt es gleich zu Beginn die Möglichkeit, sich für die gute oder die böse Seite zu entscheiden - Star Wars lässt grüßen. Die Wahl verändert den Spielablauf, so dass ein zweites Durchspielen des Games durchaus Spaß macht. Auch Infamous-Neueinsteiger ist Second Son geeignet, da die Vorgeschichte eigentlich nichts zur Sache tut.

 

Fazit: Das erste "Must Have" für die PS4

 

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PS4-Review: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

SnakeWas wurde schon im Vorfeld über Metal Gear Solid V: Ground Zeroes gemeckert: Kein richtiges Spiel, zu kurz, zu teuer. In der Tag ist das Spiel "nur" eine Mission. Diese fungiert als Prolog zu Metal Gear Solid V: The Phantom Pain, welches später in diesem Jahr erscheint. Wir übernehmen einmal mehr die Geschicke  des legendären Snake (a.k.a. Big Boss) und infiltrieren das kubanische Lager Camp Omega, wo seine Buddys Paz und Chico als Geiseln festgehalten werden. Wer einmal eines der Metal Gear-Games gezockt hat (etwa DIESES), ist sofort wieder im Bann der Story, das Fieber steigt direkt und man hetzt und / oder schleicht durch Kuba.

Die Grafik könnte für PS4-Verhältnisse besser sein, das war aber bereits so angekündigt, da der Prolog auf PS3 und PS4 erscheint. Stimmung, Steuerung, Sound (Kiefer Sutherland spricht Snake!) sind hingegen perfekt und machen heiß aufs Hauptspiel. Zur Länge - oder besser gesagt zur Kürze: Erfahrene Schlangen schleichen in 90 Minuten durch die Episode, danach wird man mit einigen weiteren Minispielchen belohnt, so dass man rund drei Stunden Spaß haben kann. Dafür sind 30 Euro natürlich happig, Fans werden trotzdem zugreifen. Das Spiel ist ein Volltreffer, aufgrund der Preispolitik vergebe ich aber nicht die Höchstwertung!

 

Fazit: Stimmungsvoller Heißmacher fürs Hauptspiel - leider zu teuer und zu kurz

 

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PS4-Review: Thief

thiefNe, was hab ich den alten Dieb geliebt. 1998 hat "Thief" das Schleich-, tschuldigung "Stealth"-Genre quasi im Alleingang erfunden. Nun, in Zeiten der Playstation 4, kommt der Meisterdieb Garrett endlich zurück. Wir schleichen aus Garretts Perspektive durch schön gestaltete Mittelalterlevel. Weder Dächer, noch Fässer, manchmal sogar Wände halten uns auf.

Das gesamte Spiel ist ohne einen Menschen um die Ecke zu bringen lösbar, die ein oder andere Kopfnuss darf aber verteilt werden. Man bewegt sich im Schatten. Findet man keinen, sorgt man dafür, indem man Laternen ausschießt oder Lichtschalter umlegt. Kerzen und Kandelaber knallt man mit Wasser- und Erstickungspfeilen einfach ab. Besonders hübsch: Steht man im grellen Licht (und ist damit in Gefahr) leuchtet die Controller-Lightbar wie irre grell weiß. Die Grafik ist nicht absolut top, wenn man die Ressourcen der PS4 bedenkt, aber mittlerweile ist man ja überhaupt über Spielenachwuchs für diese Konsole froh.

Der Schwierigkeitsgrad kann individuell angepasst werden - ist aber leider nicht mehr veränderbar, wenn man sich für eine Stufe entschieden hat. Eine Neuheit ist mir zuwider: Warum muss Garrett wie in unzähligen anderen Spielen eine Art "siebten Sinn" haben, der durch den übermäßigen Verzehr von Mohn (!) stets aufgeladen werden kann? Per Tastendruck wird er aktiviert und blendet markante Punkte ein, etwa Leitern oder versteckte Seile. Das erinnert an die Batman-Spiele, ist hier aber völlig fehl am Platz. Wo wir gerade bei der Kritik sind: Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Stadtteilen sind zu lang! Dafür punktet "Thief" aber bei der guten Steuerung, der packenden Story und dem tollen Sound. Unterm Strich ist Garretts Comeback mehr als gelungen!

 

Fazit: Gelungene Wiederbelebung der Thief-Reihe

 

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PS4-Review: Tomb Raider

laraps4Schon wieder Lara Croft? Die lag doch gerade noch verschwitzt und verdreckt vor mir - in ihrem aktuellen PS3-Abenteuer! Und ja, es handelt sich um das gleiche Spiel wie schon vor Monaten auf der PS3. Dennoch gibt es einige signifikante Unterschiede. Allein die Tatsache, dass endlich einmal wieder ein Spiel für die neue Konsole herauskommt, ist natürlich fast schon Grund genug, zuzuschlagen. Bisher steht die PS4 recht einsam im Wohnzimmer - mangels Games.

Dieses Tomb Raider ist Laras ganz persönliche Geschichte. Am Anfang steht eine junge, unerfahrene Frau, die noch kein Vertrauen in die in ihr schlummernden Fähigkeiten hat. Man erlebt mit, wie Lara zur berühmtesten Grabräuberin der Welt wurde. Es verschlägt sie in die Gegend des in der Japanischen See liegenden Drachen-Dreiecks.

Schon seit Jahrhunderten wird immer wieder über dort verschwundene Schiffe und Flugzeuge berichtet. Man vermutet, dass Vulkanausbrüche sowie den Gezeiten unterworfene Riesenwellen für die rätselhaften Unglücke verantwortlich sind. Laras Schiff sinkt und das Abenteuer geht los. 

Und dieses Abenteuer kann sich mehr als sehen und hören lassen: In bester Uncharted-Manier wird geknobelt, getötet, gerannt und gehüpft - Elemente, die es zwar schon immer in Tomb Raider gab, die aber nun erst wirklich richtig Spaß machen. Dazu kommt eine überragende Synchronisation. Lara wird von Nora Tschirner gesprochen (lest dazu auch unser Interview HIER).

Viele PS3-Spieler werden das natürlich alles schon kennen, deshalb ist das PS4-Tomb Raider ein wenig aufgebohrt worden. Die Definitive Edition des preisgekrönten Action-Adventures enthält alle DLC-Inhalte, die bisher veröffentlicht wurden, etwa die Singleplayer Challenge: Tomb of the Lost Adventurer, sowie eine digitale Versionen des Dark Horse Comicbuchs, des Artbooks von Brady Games und der Final Hours Entwicklertagebuch-Videos.

Das Spiel erscheint als Erstauflage in einer speziellen Artbook-Verpackung, die bisher unveröffentlichte Konzept-Zeichnungen enthält. Doch auch technisch wurde gefeilt. In prächtigen 60 Frames per second und echten 1080p sieht Lara besser aus denn je. Sie Steuerung ist intuitiv geblieben, dazu gibt es endlich einige echte PS4-Features. So wird etwa der im Controller eingebaute Lautsprecher ausgiebig genutzt und - noch besser: endlich endlich wird das 

"Interactive Feature" auf PlayStation 4 aktiv. Hierbei kann man einem Spieler zuschauen, ihm Tipps via Kommentar oder vorgefertigte Befehle senden. Voraussetzung ist ein Account bei TwitchTV oder UStream.

 

Die PS4-Fassung ist grandios! Wer jedoch die PS3-Version bereits besitzt, findet spielerisch wenig Neues.

 

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PS4-Review: Call of Duty - Ghosts

Call-Of-Duty-Ghosts-Cover-237x300Dass immer so Rivalenkämpfe im Spielesektor entstehen müssen: Die Call of Duty (COD)-Serie kämpft stets gegen Battlefield - so auch zum Start der PS4 (unseren Battlefield-Test lest Ihr HIER). Mit COD - Ghosts kommt die neue Ballerorgie von Activison auf allen relevanten Plattformen heraus, so auch mit aufgehübschter Grafik für Next-Gen-Freaks. Geboten wird Gewohntes.

Die Story ist gut, hat keine großen Logiklöcher und dauert nicht allzu lange. Der Multiplayer-Teil glänzt wieder durch viel Variationen, einzig und allein das Leveldesign der Maps ist gähnend langweilig. Wenn man sich da mal an Maps zu Unreal-Zeiten erinnert, glaubt man, dass früher vielleicht doch vieles besser war. Die Grafik allerdings nicht, denn COD sieht fantastisch aus, das Spieldesign mit allerlei zerstörbarem Inventar der virtuellen Welten ist toll und eine kleine Neuheit gibt es dann doch: ein Hund! Ja, richtig gelesen! Riley ist in einer Mission sogar steuerbar und zudem der einzige Charakter, der einem irgendwie etwas gibt emotional. Denn die Marines in der Story, die gegen das aufstrebende Lateinamerika für die USA antreten, sind so blass wie ein vergilbtes Lanzerheftchen. 

COD: Ghosts ist ein solider Kracher, der langsam etwas Innovation vertragen könnte (wie auch Battlefield). Vielleicht ist das auch ein Grund für die deutlich schwächeren Verkaufszahlen gegenüber dem Vorgänger.

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PS4-Review: Lego Marvel Super Heroes

1020107932Man muss den virtuellen Lego-Quatsch schon mögen, um immer und immer wieder zugreifen zu wollen: Nach Batman, Indy Jones oder Harry Potter gibt es nun auch die Marvel-Helden (und Schurken) als Klotzköpfe - sogar für die PS4! Im Laufe des Spiels begegnen einem über 100 Marvel-Figuren, insgesamt 15 Missionen gilt es mit Hulk, Spidey und Co zu absolvieren.

Die unterscheiden sich nicht wesentlich von den üblichen lego-Games: Steinchen durch die Gegend werfen, Schläge austeilen, Geräte zusammenbauen - aufregend geht anders. Viel charmanter aber nicht, denn die Legoane zu steuern macht - vor allem, wenn man etwas für die Marvel-Comics übrig hat - riesigen Spaß. Klar, dass jeder Held seine speziellen Fähigkeiten an Bord hat, so dass das Spiel nicht zu eintönig rüber kommt, selbst, wenn prinzipiell der Spielaufbau stets gleich ist.

Der Clou aber ist, dass man zwischen den Missionen Manhatten  frei erkunden darf. Da staunt man oft den ein oder anderen Bauklotz. Grafisch wird die Power der PS4 nicht einmal angekratzt, der Unterschied zur PS3-Fassung ist marginal. Ein nettes kleines Spiel für Zwischendurch (das man auch im Coop-Modus an einer Konsole spielen kann).

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PS4-Review: NBA2K14

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"This is for the Players", sagt die Playstation4-Werbung, doch die großen Aha-Momente fehlen bislang aufgrund mäßiger Launchtitel. Halt! 2K hat da etwas für alle, die sehen wollen, warum man unbedingt eine PS4 braucht: NBA2K14 ist der erwartete Hingucker geworden und legt einen fetten Dunk in den Spielekorb. Was hier grafisch geboten wird, lässt die Kinnlade gar nicht mehr zuklappen.

Klar, NBA2k sah auch auf der Current Gen-Konsole bereits stark aus, aber jetzt sind in vielen Momenten die Korbjäger auf dem virtuellen Hallenboden nicht von ihren realen Alter Egos zu unterscheiden. NBA2K14 glänzt optisch derart, dass man (verzweifelt) nach Patzern sucht. Aber nix da: Spielmodi spitze, Steuerung überragend, Sound sensationell. Sogar der Karrieremodus wurde richtig aufgebohrt, vor allem das Rahmenprogramm einer Laufbahn lässt den Konsolenbasketballer sabbern. Da wird mit Beratern gefeilt, mit Mitspielern gefeixt oder mit Clubbesitzern palavert. Näher dran geht es fast nicht. Was im Vergleich dazu EA Sports mit ihrer krampfhaften Neuauflage von NBA Live bietet, sieht dagegen aus wie ein Dos-Spiel der C64-Ära.

Das Ambiente ist so toll, dass man eigentlich nur zuschauen will. Neben Kommentator und seinem Co in der virtuellen Sprecherkabine werden zudem "O-Töne" vom Spielfeldrand einer Fieldreporterin eingespielt, Interviews mit den Korbriesen als Originalsamples gibt es nach dem Spiel auch noch. Ich bin platt. So muss Next Gen aussehen! Das bislang beste Spiel für die PS4! 

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PS4-Review: Fifa14

fifq14FIFA gegen Pro Evolution Soccer - das war immer das große Duell auf der Konsole und den PCs. Mit der PlayStation 4 und der damit verbundenen neuen Konsolengeneration fällt dieses Duell vorerst einmal aus. Warum? Konami hat schlichtweg keine Lust, dem Branchenprimus EA Sports auf der PS4 kurzfristig die Stirn zu bieten. Was FIFA-Spielern egal ist, ist für PES-Kicker eine Enttäuschung, denn nun müssen sie - wenn sie auf der neuen Konsole Fußball spielen wollen - auf den ewigen Konkurrenten zurückgreifen. Und über den gab es meistens nicht viel Gutes zu sagen. Mit FIFA 14 für die PS4 soll sich das aber nun ändern und - Überraschung - es ändert sich!

War FIFA 14 für die PS3 noch ein arg müder Kick, weil die alten Probleme weiterhin bestanden (nämlich die enttäuschende Ballphysik, die schlimmen und hölzernen Kickeranimationen sowie einige Ungereimtheiten in der Balance des Spiels selbst), so ändert sich das mit der neuen Konsolenversion dramatisch. Das Drumherum war bei FIFA natürlich ohnehin immer schon hervorragend, so ist es auch diesmal. Nein, es ist noch einmal eine Spur heißer geworden. Auf der PS3 noch fehlende Gimmicks wie (im Replay) spritzende Pfützen oder vom Ball hochgewirbelte Grashalme werden nun durch die PS4-Power zu einem ständigen "Ah" und "Oh", denn in solchen Momenten vergisst man immer häufiger, dass es kein reales Fußballspiel ist, was einem dargeboten wird. Wichtiger ist natürlich auf dem Platz, wie da der Ball rollt und sich die Pixelprofis bewegen. Und hier macht Fifa14 mit Hilfe der neuen Konsolenpower einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung.

Man kann schwer beziffern, was den Unterschied zur PS3-Version ausmacht -  aber wenn es wirklich die gesteigerte CPU-Power ist, die es möglich macht, dass die Bewegungsabläufe deutlich flüssiger und damit der Spielablauf wesentlich angenehmer vom Controller flutscht, dann wäre für die nächste PES-Version ebenfalls ein Quantensprung zu erwarten. Denn nichts anderes ist FIFA 14 für die PS4: Ein Quantensprung für die FIFA-Reihe und den Fußball auf der Konsole. Umso unverständlicher ist es da aber, dass beliebte Features wie das Ausrichten eines Offline-Turniers mit mehreren Spielern vor dem Fernseher für die PS4-Version im Gegensatz zur PS3-Fassung gestrichen wurde. Es bleibt zu hoffen dass das mit einem zukünftigen Update nachgeliefert wird. Denn dann ist Fifa14 auch - oder gerade - für PES-Spieler der neue König am Fußball Himmel.

 

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PS4-Review: Need for Speed Rivals

nfsGejammert wird ja gerne, auch in der Gamerwelt. Da erdreistet es sich EA beim neuen Need for Speed - Rivals doch glatt die Framerate auf 30 pro Sekunde festzusetzen! Und das auch noch auf der nagelneuen PS4. Das ist doch ein Skandal für ein Rennspiel! Neeee, ist es nicht! Denn: Need for Speed - Rivals ist mit seinen 30 FPS derart rasant, dass es nach vielen Flops, die den guten Ruf der Serie fast schon gänzlich in den Dreck gezogen hatte, endlich einmal wieder ein brausendes Ausrufezeichen setzt.

Die Grafik ist top, der Sound grandios und die vielen kleinen Details (etwa an die Küste peitschende Wellen und umherfliegendes Laub) machen NFS auf der PS4 zum ersten richtigen Pflichttitel der noch jungen Konsole. Auch spielerisch ist immer etwas los, man kommt kaum zum Durchatmen und die Landschaft genießen. Redview County ist im Game Schauplatz ständiger Streetracing-Rivalität zwischen Cops und Racern. Beide Seiten liefern sich einen erbitterten Kampf um die größte Aufmerksamkeit in lokalen, nationalen und sozialen Medien zu bekommen und an die besten Wagen, Modifikationen und Technologien zu gelangen. Brisant: Hat man durch einige Raceraktionen viele Spielerpunkte gesammelt, können die allesamt wieder verloren gehen, wenn man vor dem Besuch des eigenen Verstecks von einem Cop erwischt wird oder sein Auto schrottet. Das macht - vor allem im Onlineplay - den Reiz des Spiels aus. 

Wie sehr die Online-Spielewelt mittlerweile integrierbar ist, beweist NFS ebenfalls: Das neu in Need for Speed Rivals eingeführte All-Drive hebt die Grenze zwischen Singleplayer- und Multiplayer-Gameplay fast gänzlich auf. Man begegnet sich ständig, wenn Rennen und Verfolgungsjagden anstehen. Das ist schon ganz stark. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann, dass die Spielewelt schlichtweg etwas klein geraten ist. Ansonsten ist NFS -  Rivals bislang unser Top-Tipp für die PS4!

PS4-Review: Battlefield 4

battlefield 4 frontcover large sg2FXav8wQAcSqA Bumm, Krach, Baaaang, Augenorgasmus: Battlefield 4 ist laut und sieht brillant aus. Klingt gelungen - ist es aber nicht. Im Gegenteil: Was hier nach einem großen Wurf aussieht, ist die pure Langeweile - zumindest im Single-Player-Modus. Die Kampagne übergähnt mit einem USA und China-Weltkriegsszenario einen noch so lauten Gameplay-Wecker. Das haben wir schon über die PS3-Version geschrieben und die Next-Gen-Fassung verändert unsere Meinung keineswegs. Aber: Es sieht noch viel besser aus, ist viel flüssiger, so dass ein WoW-Effekt entsteht und einen dann doch etwas länger bei der Stange hält.

Sieben Stunden, schwups, da ist es vorbei. Technisch ist alles top, spielerisch wird gepflegtes Mittelmaß geboten. Die Ego-Shooter-Weltkriegsbranche liegt da nieder, denn Innovationen sucht man vergebens. Spaßig ist, dass große Teile der Umgebung zerstört werden können, zu selten wird dieses Feature (was kein Novum bei Battlefield ist) aber für taktisches Vorgehen benötigt. 

Deutlich mehr Spaß macht der Multiplayer-Teil. Hier schafft es einen schleunigst nachgelieferter Patch die PS4 auch ins Worldwar-WWW zu bringen, vorher beherrschten Abstürze das Terrain. Mit 60 Frames katapultiert Battelfield für die PS4 den Spieler in höchste PC-Grafiksphären. Endlich ist eine Konsole auch grafisch dem PC ebenbürtig. 

Fans der Reihe können sich durchaus am Spiel erfreuen, doch es gibt einfach zu wenig Entwicklung. Zum Angeben und die neue Konsole herzeigen, ist Battelfield aber ebenfalls bestens geeignet.