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Freitag Februar 23, 2018
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59 items tagged "PS4"

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Review: Uncharted 4

91QLC0IylAL. SL1500 Machen wir uns nichts vor, die Uncharted-Reihe hat viele ihrer konzeptionellen Elemente aus Klassikern wie Indiana Jones und Lara Croft geliehen. In den vergangene Jahren überzeugte die Reihe fast immer, auch, wenn die Storys manchmal etwas seicht gerieten. Doch machen wir uns auch nichts vor: Die Umsetzung konnte immer begeistern. Mit Uncharted 4: A Thief's End steht nun der letzte Teil der Saga exklusiv für die PS4 in den Regalen. Der ehemalige Schatzjäger Nathan Drake kehrt in die Welt der Diebe zurück.

Aus Gründen, die persönlicher sind als je zuvor, reist Drake um den Globus, um eine historische Verschwörung rund um einen sagenumwobenen Piratenschatz aufzudecken.Doch jeder Schatz hat seinen Preis: Dieses Abenteuer bringt Drake an seine körperlichen Grenzen, stellt seine Entschlossenheit auf die Probe und ihn selbst letztendlich vor die Entscheidung, wie viel er opfern würde, um diejenigen zu retten, die er liebt.

So weit, so der Klappentext. Was dann auf der Glotze abgezogen wird, ist allerallererste Sahne. Wer die Verfolgungsjagd durch Madagaskar erlebt hat, wird nichts anderes sagen können. Doch mehr wird hier nicht gespoilert.

Hollywood wäre stolz auf einen solchen Film. Hier stimmt einfach alles: Die Grafik ist ziemlich nahe an der Referenz für die PS4, der Sound ist opulent und nervt niemals. Die Steuerung fast immer sehr präzise, die Charaktere liebevoll gezeichnet. Das Spielerlebnis ist sehr linear, abseits der Wege a la Fallout ist hier nix. Das stört jedoch zu keiner Zeit, denn die rund 15 Stunden, die man für Uncharted 4 benötigt, sind mit die besten 15 Stunden, die man bisher an der PS4 verbringen durfte. Die Rätsel bewegen sich von kinderleicht bis ganz schön knackig, verzweifeln muss man jedoch nie, da nach einer Weile immer ein gut gemeinter Tipp für Hilfe sorgt. Zwischen der ganzen Rätselei wird immer mal wieder geballert, gilt es verschiedene Waffen auszuprobieren und Punkte zu sammeln, um in einem zweiten Spieldurchgang oder online Nathan in ein anderes Kostüm zu stecken. Ein Haar in der Suppe? Nur eins: Dass es der letzte Teil der Saga ist.

 

Fazit: Bombastischer Blockbustertitel

 

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Review: Mortal Kombat XL (XBox One)

mortal kombat xl 1 rawEin Test von Mortal Kombat X? Ist das nicht eine olle Kamelle? Nein. Im April 2015 erschien mit "Mortal Kombat X" der zehnte Teil der Prügelserie. Doch "Mortal Kombat X" wurde erst im Herbst  in Deutschland auf den Markt geworfen. Mit Mortal Kombat XL kommt nun das, was man "Maximum Gore" nennen könnte. Erweitert wurde das Hauptspiel um alle bisher veröffentlichten DLCs, dazu kommen neue Charaktere wie den Xenomorph aus "Alien", Leatherface aus "Texas Chainsaw Massacre", Jason Voorhees aus "Freitag der 13.", den Predator sowie weitere mehr oder weniger bekannte Kämpfer wie Triborg, Bo’Rai Cho, Tanya, Tremor und Goro. Dazu gibt es einige Skin-Packs und neue Kampfarenen. So kommt man mit XL auf 33 statt 25 Kämpfer. Spielerisch hat sich natürlich nichts Wesentliches verändert. Es gibt einen Story-Modus mit vielen Kämpfen und fast noch mehr Zwischensequenzen, bei dem man in die verschiedenen Rollen schlüpft. Das Ganze ist natürlich nur ein dünner Mantel, um zu prügeln. Ein hollywoodreifes Drehbuch sollte man hier nicht erwarten. Wer mit dem Mortal Kombat-Univerum bisher nichts anfangen konnte, wird auch nach dem Storymode kein glühender Fanboy sein. 

Will man die Story gar nicht erst anpacken, kann man sich durch verschiedene "Türme" schlagen, wo ständig wechselnde Herausforderungen auf den Gamer warten. Daneben kann man natürlich auch einfach einen Charakter anwählen und gegen die KI oder einen Freund loslegen. Die Gewaltdarstellung bei den Special Moves ist hier schon gewaltig, weshalb USK18 durchaus angebracht ist. Der Witz dabei: Die Verstümmelungsdarstellungen sind derart übertrieben, dass das Spiel NICHT indiziert wurde. Klingt komisch, ist aber so.

Wer bisher Mortal Kombat X nicht besitzt, erhält die Gelegenheit, ein umfangreiches Spiel zu erwerben. Die DLCs gibt es für Mortal Kombat X-Besitzer natürlich auch einzeln. Grafisch bekommen wir hier auf jeden Fall Einiges geboten und auch die vielen Charaktere sind hervorragend umgesetzt und haben alle ihre eigenen, zum Teil spektakulären Special Moves.  

Spielerisch sind die Attacken durchaus vielfältig, manchmal hat man jedoch den Eindruck, dass das Knöpfedrücken ein wenig Latenz aufweist. Dennoch: Wer auf Prügelspiele steht, wird hier voll bedient.

 

Fazit: Ultrabrutale Prügelorgie mit großem Update

 

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Review: Star Wars Battlefront (PS4)

81LFs9qVbZL. SL1500 Star Wars - ein Name voller Faszination. Die Reihe punktet auf fast allen Feldern, nun soll mit Star Wars Battleground auch die Konsole (zurück-) erobert werden. Die Erwartungshaltung war dementsprechend gewaltig. Und genau daran zerbricht am Ende ein Spiel, das voller atmosphärischer Höhepunkte steckt. Wenn man in einer Eishöhle auf Hoth das unheilvolle Stampfen eines AT-AT spürt, macht man sich als Gamer fast in die Hose. Der Sound stimmt, die Grafik ist genial - und dennoch schafft es Star Wars Battlefront nicht mehr als nur ein Pausenfüller zwischen spielerischen Granaten wie Fallout 4 oder The Witcher 3 zu sein. Was ist das Problem? In erster Linie handelt es sich bei Star Wars Battlefront um einen reinen Multiplayertitel. Eine echte Single-Player-Kampagne gibt es nicht, lediglich einige Trainingsmissionen gegen schwache KI-Gegner können absolviert werden. Das war vorher bekannt und wäre auch nicht allzu tragisch, wenn denn der Multiplayerteil rundum gelungen wäre. Ist er aber nicht. Die Maps sind schwach und langweilen vom ersten Moment an. Dass man bei einem Vollpreistitel noch einen Seasonpass (rund 50 Euro!) kaufen soll, um Zugriff auf mehr Areale zu bekommen, ist schlichtweg lächerlich und unverschämt. 

Dazu gibt es spielerische Probleme: Die Maps sind lieblos (allein grafisch bombastisch) gestaltet, von Taktik muss man gar nicht erst reden, denn im Prinzip ist dies hier ein wildes Umhergeballere ohne Sinn und Verstand. Hätte dieses Spiel nicht das Star Wars-Label auf der Stirn kleben, wäre es sicher kein Topseller geworden (das es trotz der enorm schlechten Bewertungen ist). 

Das Schlimmste ist, wie verschenkt hier das riesige Potential des Franchise aber auch der genialen Grafikengine und der tollen Sounduntermalung ist. Das hätte ein richtiges Feuerwerk werden können, so ist Star Wars Battlefront lediglich eine Fehlzündung.

 

Fazit: Tolle Grafik, super Sound, mega Atmosphäre - aber wo ist das Spiel?

 

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Review: Fallout 4 (PS4)

81QYIG9wfL. SL1500 Was Bethesda anfasst, ist fast immer episch. Fallout 3 ist eines meiner Alltime-Favourites und wurde danach noch von Skyrim übertroffen. Insofern waren die Erwartungen bei Eintreffen des Musters von Fallout 4 nahe zu unermesslich hoch. Die ersten Minuten sind dann auch wie ein Deja-Vu: Fallout 3-Freaks fühlen sich sofort in die Zeit zurückversetzt, die Magie des postapokalyptischen Ödlandes mit einer großen Menge 50er Jahre-Charme ist sofort wieder da. Die große Freiheit zu tun, was immer man auch will, ist zu Beginn etwas überfordernd, wird dann aber zu einer der Stärken des Games. Sobald man aus Vault 111 herausschreitet, ist man allein. Idealerweise führt der erste Weg zurück in das Heimatdorf Sanctuary. Nun gilt es eine Menge Abenteuer zu bestehen, Freunde zu finden, Feinde zu töten, Bündnisse zu schmieden, Häuser zu bauen. Alles getragen vom sensationellem Flair des Spiels. 

Fallout-Neulinge könnten die etwas zähe Menüführung bemängeln. Es gibt zu lange Wege bis man an eine Option im sagenumwobenen Pip-Boy gelangt. Das wirkt ein wenig altbacken. Auch die Grafik ist nicht auf dem neusten Stand der Technik, sondern lediglich eine leichte Weiterentwicklung des PS3-Skyrim-Grafik. Das ist enttäuschend - zu Beginn. Steckt man erst einmal knietief in den Missionen, passiert etwas, was bei Fallout 3 schon eingetreten ist: Sucht. Plötzlich ist die Grafik egal und auch die vorhandenen technischen Probleme (etwa zahlreiche Clippingfehler) treten in den Hintergrund. Mindestens 100 Stunden - wahrscheinlich sogar deutlich mehr, wird man investieren können, bis Fallout langweilt. Die Kämpfe sind zum Teil sehr fordernd, selbst auf der leichtesten Stufe. Hat man aber einmal zarte Bande mit einem Supermutanten geknüpft, folgt er einem durch das Ödland. Und "Strong", so sein werter Name, räumt ordentlich was weg (Foto unten). Nur eine Sache nervt wirklich gewaltig: Um an die Karte zu kommen, muss man immer durch die Tiefen des Pip-Boys. Ansonsten: Das Spiel des Jahres!

 

Fazit: Grandioses Spiel mit einigen wenigen technischen Unzulänglichkeiten

 

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Review: Need for Speed (PS4)

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Need for Speed war einmal der Spiel gewordene feuchte Traum der Gamepad/Lenkrad-Akrobaten. Seit einigen Jahren dümpelt EA's Straßenflitzer in der Belanglosigkeitsgarage herum. Mit diesem Reboot soll alles viel besser werden. In Ventura Bay gilt es den Cops ein Schnippchen zu schlagen, sich mit seinen "Homies" Rennen über schick designte Straßen zu liefern und eine Story zu absolvieren. Genau diese hat man aber in maximal 15 Stunden beendet und dann gibt es leider nicht mehr viel zu tun in Ventura Bay. In der arg klischeebehafteten Clique ist der Spieler der neue, heiße Fahrer und muss versuchen, sich einen Namen zu machen.

Um dies zu schaffen, darf - und das ist sehr erfreulich - umfangreich an den Autos rumgeschraubt werden. Natürlich geschieht dies eher auf einem spielerischen Niveau, denn im Simulationsmodus, doch es macht Spaß und die Auswirkungen der verschiedenen Einstellungen sind auf der virtuellen Straße durchaus spürbar.

Dennoch hat Need for Speed Probleme. Massive Probleme. Wäre da einmal die Entscheidung von EA, ausschließlich Nachtfahrten anzubieten. So schick die grafischen Effekte bei regennasser dunkler Straße umgesetzt sind, auf Dauer ist es eintönig, niemals das Tageslicht zu erspähen und in den Sonnenuntergang zu brausen. Nerven tut auch, dass eine dauerhafte Internetverbindung vorausgesetzt wird, alles läuft in Echtzeit, eine Pausentaste sucht man vergeblich.

Die Anzahl an Autos ist überschaubar aber durchaus ausreichend (siehe Liste unten), dabei darf nicht jedes Vehikel beliebig modifiziert werden. Aber, wer will schon einen Ferrari mit Aufklebern zupappen?  

Die Story ist wirklich völlig überflüssig und hemmt eigentlich eher den Spielfluss (Zwischensequenzen sind mal wieder nicht wegklickbar), denn der Spaß am Rasen ist ein Stück weit zurück bei Need for Speed. Unterm Strich bleiben aber zu viele verpasste Chancen. Wenn wir den Reboot als Start in eine Ära sehen wollen, muss da noch eine ganze Menge mehr kommen.Die PC-Fassung erscheint im Frühjahr 2016.

 

 

 

Fazit: NFS bleibt auch nach dem Reboot ein Leichtgewicht mit toller Grafik

 

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Die Autoliste: 

 

BMW M3 E46
BMW M3 Evolution II E30
BMW M4
Dodge SRT Viper
Ford Focus RS
Ford Mustang
Ford Mustang GT
Honda S2000
Lamborghini Aventador LP 700-4
Lamborghini Diablo SV
Lamborghini Huracán LP 610-4
Lotus Exige S
Mazda MX-5 1996
Mazda RX7 Spirit R
Mercedes-AMG GT
Mitsubishi Lancer Evolution MR
Nissan 180sx Type X
Nissan Fairlady 240ZG
Nissan GT-R Premium
Nissan Silvia Spec-R
Nissan Skyline GT-R KPGC10
Nissan Skyline GT-R V-Spec 1999
Porsche 911 Carrera RSR 2.8
Porsche 911 Carrera S (991)
Porsche 911 GT3 RS
Subaru BRZ Premium
Subaru Impreza WRX STI
Toyota Supra SZ-R

Review: NBA Live 16 (PS4)

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Nach dem das letzte Jahr für EA Sports in Sachen Basketball ein absolut verlorenes war, kehrt die NBA Live-Serie nun gestärkt zurück: Grafisch und in Präsentationsfragenist EA dem großen Konkurrenten von 2K bereits fast enteilt, doch spielerisch ist der Weg zum NBA-Titel noch weit. Dabei muss das Leichtgewichtige von NBA Live 16 nicht schlecht sein. Während ich beim immer noch überragenden NBA2k16 manchmal als Basketball-Laie ob der Simulationslastigkeit des Titel verzweifle, ist NBA Live 16 ein Spiel für Zwischendurch, für Gelegenheitsspieler. Ein wenig geht EA hier den Weg früherer Fifa-Titel. Die Zugänglichkeit ist König, die Profis rümpfen die Nase. Bei Fifa hat man es über die Jahre aber immerhin hinbekommen, vor allem durch die große optionale Einstellbarkeit (Spielhilfen etc), dass sich die aktuelle Generation deutlich mehr nach Fußball anfühlt und in vielen Sachen sogar dem Fan-Liebling PES überlegen ist (realistischere Regelauslegung zB). Leider ist es auch mit den Fernsehkommentatoren (Jeff van Gundy und Jalen Rose) wie bei Fifa: Einmal, maximal zweimal gehört, dann ausgeschaltet. Zu belanglos und nicht immer passend labern die beiden daher. 

Auch hier - wieder eine Parallele zur Fifa-Serie - gibt es mittlerweile einen unterhaltsamen Ultimate Team-Modus, das könnte in Zukunft ein großer Trumpf dieser Reihe werden. Das Erstellen eigener Spieler macht EA-typisch großen Spaß, leider kann man keine komplett eigenen Mannschaften erstellen.  

 

 

Fazit: EA Sports ist auf dem richtigen Weg - zur Spitze ist es aber noch weit

 

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Review: Assassin's Creed - Syndicate (PS4)

91irVBCxYaL. SL1500 Die Assassin's Creed-Reihe erfreut sich größter Beliebtheit in der Spielergemeinde. Nach dem mäßigen Vorgänger "Unity" hat Ubisoft mit Sydicate nun auch wieder zu alter Stärke gefunden. Grund dafür ist eine pulsierende Stadt und ein aufregendes Zeitalter. 

Syndicate spielt im London des Jahres 1868, die industrielle Revolution ist in vollem Gange und der Spieler muss dieses Mal mit zwei Assassinen die Stadt unter seine Kontrolle bringen, um den Machteinfluss der Templer zu beschneiden. Dank der Chancen, die diese neue Ära bietet, strömen die Menschen nach England, um dabei zu sein, wenn die industrielle Revolution die Welt verändert. Als Assassine Jacob Frye und dessen Zwillingsschwester Evie geht es durch ein akkurat nachgebildetes London. 

Grafisch ist AC Syndicate wirklich aufregend und bombastisch.Qualmende Kamine, umherstreunende Bettler, Details en masse - London ist das bisher gelungenste Szenario von Assassin's Creed. Stark: Auch in diesem Spiel tauchen immer wieder "reale" historische Persönlichkeiten (etwa Darwin oder Marx) auf und versorgen den Gamer mit Sidequests. Im Open World-Style kann man sich dieses Mal sogar Kutschen "leihen" und die gestohlenen Wagen für Verfolgungsjagden benutzen. Klingt super, ist es zu großen Teilen auch, dennoch gibt es auch bei Syndicate Kritikpunkte. Die Steuerung ist wie gehabt hakelig.

Dazu kommt, dass die Kamera nicht immer mitkommt, wenn man sich rasant von einem Dach zum nächsten bewegt. Spielt man auf Deutsch, hat man einen Mischmasch aus deutschen Dialogen und englischem Originalton der palavernden Bürger auf der Straße. Das ist unschön, aber erträglich. Weniger erträglich: Die KI ist strunzdumm. Bringen Sie einen Wachmann um, können Sie ihn meistens ruhig auf der Straße liegen lassen.

Seine Kumpel schlagen keinen Alarm. Gerade nach einer KI-Offenbarung wie in Metal Gear Solid V Phantom Pain ist dies schmerzhaft. Nach dem Bug-Desaster um Unity ist Syndicate aber der Schritt in die richtige Richtung, London ein wunderbarer Ort, um zu morden und durch die Gassen zu streifen. Hoffen wir auf einen Patch, der die gröbsten Macken beseitigt.

 

Fazit: Bestes Setting der Reihe, leider wieder nicht fehlerfrei 

 

 

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Review: Fifa 16 (PS4)

817hRspJkEL. SL1500 Der "Krieg" zwischen PESlern und Fifa-Freaks tobt in jedem Jahr. Beide beanspruchen absoluten Realismus für "ihr" Spiel, das bietet aber natürlich keines der beiden. Konami versaut seit einigen Jahren regelmäßig Entscheidendes: In diesem Jahr gibt es beispielsweise nahezu keine Fouls der KI, dazu werden brutalste Todesgrätschen vom Schiri nicht oder in Ausnahmefällen mit Gelb geahndet. Jedes (!) PES 16-Spiel artet in eine üble Treterei aus. Da kann die Ballphysik noch so super sein, es ist schlichtweg ein Graus.

Auch Fifa 16 macht wie immer nicht alles richtig, dennoch sehe ich EA Sports hier vorne. Einigen sanften Verbesserungen zu Fifa 15 (Torhüterstellungsspiel etwa) stehen drastischere Änderungen in der Spielanlage gegenüber. So sind die Matches nun deutlich Mittelfeldlastiger, was realistischer ist. Dadurch werden die Spiele etwas langsamer, die Grundgeschwindigkeit ist wie bei PES aber immer noch viel zu hoch. Da gilt es, das Tempo auf "Langsam" in den Optionen zu drosseln. Auch Sololäufe der Topstars klappen noch viel zu häufig. Im Gegensatz zu Konami lässt EA es aber zu, dass man tief in den Eingeweiden des Spiels alle Werte eigenständig ändern kann. Senkt man hier beispielsweise Sprint und Spielgeschwindigkeit (und levelt die übermenschlichen Goalies herunter) wird Fifa 16 zu einem Spiel, wie es realistischer in der Reihe noch nie war.

Dribbelkids werden Fifa 16 auf manuell gestellt hassen, doch die sind ohnehin nur ein nervtötender Faktor im Onlinespiel. Ach die Verteidigung wurde verändert und ist so schwer aber auch so effektiv wie nie zuvor. Um die Agilität und Bewegungen echter Profis abzubilden, gibt es jetzt die sogenannte Defensive Agility. Die Verteidiger machen die Räume eng und können schnelle Richtungswechsel vollziehen, um am Gegner dranzubleiben.Dazu kommt die grandiose Präsentation (jetzt auch mit echtem Bundesligaflair), Freistoßspray, Torkamera in Deutschland und England, dazu Lizenzen, Lizenzen, Lizenzen und den überaus beliebten Ultimate Team-Modus. Erstmals übernimmt der langjährige PES-Sprecher Wolff-Christoph Fuss die Rolle des Haupt-Kommentators und hat an seiner Seite Frank Buschmann. Wie gehabt:

Nach zwei bis fünf Partien nerven die beiden, auch, wenn bei Ausstellen des Kommentars einige nette Infos (etwa über die Live-Spielstatistik) des Duos über Bord gehen. Online ist soweit alles in Ordnung, meist laufen die Server stabil, lediglich scheint die KI gerade bei Online-Spielen deutlich dümmer zu agieren, Die Grafik ist solide, unterscheidet sich jedoch wenig vom Vorgängern. Zumindest hier hat PES mittlerweile die Nase deutlich vorn.

 

Fazit: Das realistischste Fifa seit langem - mit gewohnt kleinen Macken

 

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Fifa kaufen? HIER entlang!

Review: NHL 16 (PS4)

81dhyTwCgWL. SL1500 Der Sprung in die nächste (Konsolen-) Generation scheint nicht ganz ohne, bedenkt man, wie vermurkst EA Sports NHL 15 war (Review). Mit der aktuellen Auflage musste dann dementsprechend Wiedergutmachung betrieben werden. Gestrichene Features kommen nun zum Glück zurück, das Gameplay war auch 2014 überragend, jedoch krankte das Spiel an Mangelerscheinungen in Sachen Spielmodi (die dann zum Teil per Patch nachgeliefert wurden). Jetzt schafft es EA die verärgerten Fans der Reihe zu versöhnen. Optisch und atmosphärisch wurde das ohnehin grandiose Drumherum eines NHL-Spiels noch einmal aufgebohrt und wir sehen bei NHL 16 in der Tat das schönste Spiel der Reihe. Aus der Kategorie "überflüssig, aber so coooooool" gibt es in diesem Jahr wachsende Playoff-Bärte und blöd guckende Maskottchen. Ich mag diesen Quatsch am Rande. Apropos Quatsch: Die Kämpfe zwischen den Spielern sind noch etwas packender geworden und machen mehr Laune denn je. 

Auch das Spielgefühl wurde überarbeitet: Die Animationen sind nun deutlich flüssiger als noch im Vorjahr. Dazu gibt es einige neue Probleme, wie unrealistische Backhandtore. Ärgerlich: Die Winterchallenge ist wieder weg, dabei hat doch gerade das Spiel im Freien besonders gebockt. Doch das ist schon ein Meckern auf hohem Niveau. "Be a pro", Playoff-Modus, Saison-Modus (auch in anderen Ligen als der NHL) - die Features sind zurück und das ist gut so. NHL 16 ist nicht perfekt, aber EA hat auf die Spieler gehört. 

 

Fazit: NHL ist zurück. Fast perfektes Eishockey-Spiel

 

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Review: Metal Gear Solid V - The Phantom Pain

81GKtcYkqiL. SL1500 Scheiß die Wand an, ist das schön hier. Luise Koschinsky alias Hans Werner Olm hätte seine wahre Freude an der ungezügelten Landschaft Afghanistans in den 80er Jahren. Hierhin verschlägt es den Spieler nämlich in der 80 Millionen Dollar-Produktion "Metal Gear Solid V - The Phantom Pain". Und wie immer bei Spielen der MGS-Reihe haut Konami derart auf die Kacke (um im verbalen Fäkalbereich zu bleiben), dass es spritzt. 

Die Ereignisse des Games spielen neun Jahre nach MGSV: Ground Zeroes und dem Fall von Mother Base. Snake, auch bekannt als Big Boss, erwacht aus einem neun Jahre währenden Koma. Die Story des Spiels setzt im Jahr 1984 an: Der Kalte Krieg ist noch immer Kulisse, und eine globalen Krise zeichnet sich am Horizont ab. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, führt Snakes Reise ihn in eine Welt, in der er eine schattenhafte Gruppe namens XOF verfolgt. So weit so unspektakulär. 

Was Konami aus dieser vergleichsweise schnöden Storyline macht, ist hingegen Weltklasse und Anwärter für den Titel "Spiel des Jahres". 

Die wirklich atemberaubende Kulisse in Afghanistan mit Sandstürmen, Flora und Fauna im Open-World-Anstrich ist neben der absoluten spielerischen Freiheit derart großartig, dass ich das zeitgleich bei mir eingetrudelte (und ebenfalls gute) Mad Max-Spiel erst einmal links liegen lassen musste.

Wie man in MGSV vorgeht, bleibt einem gänzlich selbst überlassen. Schleicht man sich an Außenposten heran, um diese geräuschlos auszuschalten, bevor es in die großen Forts geht? Oder legt man sich mit dem Scharfschützengewehr in weiter Ferne auf die Lauer und räumt mit ganz viel Geduld und Zeit einen Russen - denn das sind die meisten Gegner - nach dem anderen aus dem Weg? Auch den Rambo kann man geben, doch meistens endet eine solche Vorgehensweise mit dem schnellen Tod, selbst, wenn man zur Luftunterstützung einen Kampfhubschrauber anfordert (der dann gerne einmal abgeschossen wird).

Stirbt man mehrfach hintereinander, bietet das Spiel die Möglichkeit, die sogenannte Hühnerhaube aufzusetzen. Sieht dämlich aus, bietet aber den Vorteil, dass man selbst dann nicht entdeckt wird, wenn man im Sichtfeld des Gegners steht. Das gilt allerdings nur dreimal.

Neben den Einsätzen gilt es die neue Mother Base aus- und aufzurüsten, Einheiten zu formieren, die Söldnereinsätze erledigen, um neues Geld für weitere Entwicklungen heranzuschaffen. Etwa die Begleiter D-Horse, D-Dog oder D-Walker. Sie helfen Snake in der rauhen Wüste auch bei der noch so schwersten Mission. Waffen können und sollten natürlich auch weiterentwickelt werden.

So sind manche Missionen ohne Raketenwerfer schwer zu bestehen, weshalb man hier ein Auge auf die Entwicklung dieses werfen muss. Auch etliche optische Modfikationen (der Helikopter zum Beispiel) sind möglich. Dazu kommt die unglaublich starke künstliche Intelligenz. 

Findet eine Patrouille einen von mir ausgeschalteten Soldaten, leitet sie sofort die Suchaktion nach mir ein. Noch härter wird es, wenn man einen Großalarm auslöst. Dann ballern die Gegner mit Mörsern, Raketen und MGs auf Snake ein, dass es hektisch wird. Auch mit Scharfschützen muss gerechnet werden, später kommen Helis und Tanks dazu. Die Jagd nach den Gegnern und die Jagd der Gegner nach mir ist immer ein nervenzerfetzendes Katz und Maus-Spiel. Sensationell und genial.

Audiovisuell ist MGSV eines der besten Spieler der noch jungen PS4-Generation. Die Steuerung ist intuitiv und es gibt nichts, aber auch gar nicht zu meckern. Höchstnote!

 

Fazit: Beste KI aller Zeiten - grandiose Möglichkeiten

 

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Review: Madden NFL 16 (PS4)

madden16EA Sports hat den Bogen wieder raus: Nachdem 2013 mit Madden 25 das Next Gen-Debüt so richtig versaut wurde, steigerte sich das Franchise 2014 wieder. Nun liegt mit Madden16 das womöglich beste Football-Game aller Zeiten in der PS4. Zwar können auch Football-Noobs durchaus Spaß am Spiel haben, doch das Gameplay wird vor allem den Madden-Veteranen gefallen.

Der Realismus wurde deutlich nach oben geschraubt, von wegen nur ein paar Tasten drücken und das Ei kommt beim Wide Receiver an. No, no, no! Will man als Quarterback den Ball gescheit passen, sind schon einige Skills gefragt. High, Low, LOB, Touch oder Bullet - alles ist möglich und auch das Fangen ist fordernder geworden. Das ist neben einigen neuen Spieloptionen wie dem Champion Draft (Fantasy-Team aus NFL-Superstars und Legenden erstellen) das Pfund, mit dem Madden NFL 16 in diesem Jahr wuchern kann. Das alles geschah ohne die Spielbarkeit einzuschränken.

Damit Neulinge nicht in die Röhre schauen bietet der Skill-Trainer über 60 Tutorials und Drills an und führt so Madden-Babys in das Spiel ein und bringt einem die verschiedenen taktischen Pass- und Laufwege näher. Dazu kommt der beliebte Gauntlet-Modus mit Boss Battles, Extra Life Challenges und Möglichkeiten in einem Einzelspiel Level auf- oder abzusteigen. 

Grafisch ist wie immer alles vom Feinsten: Die Spieler hauchen kalten Atem bei Winterspielen, die Wettereffekte sind hübsch, die Karambolagen brutal schön. Die Pre-Game Animationen sind nun fast wie bei den ESPN-Übertragungen. Allein in Sachen Fankultur hat NFL seit jeher ein Problem. Warum sehe ich keine Maskottchen zum Beispiel? Aber das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau, Madden NFL 16 ist das beste Madden seit ... ja seit mindestens mehr als einem Jahrzehnt. Vielleicht sogar das beste Football-Spiel aller Zeiten.

 

Fazit: Volle Punktzahl für eine echte Football-Simulation

 

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Review: Rory McIIroy PGA Tour

81jvz-GUuGL. SL1500 Der Tiger ist erlegt: Nachdem das Golf-Franchise von EA Sports jahrelang Tiger Woods als Partner aufweisen konnte, ist auch in diesem Segment sein Stern untergegangen. Deshalb hat sich EA nun Rory McIllroy geschnappt, um die nächste Konsolengeneration auch auf dem feinen Grün gescheit starten zu können.

Mit der Golfserie ist das ja so eine Sache: es gibt schlichtweg seit Jahren keine Alternative, wenn man gepflegt golfen will. Das Game nutzt als erstes Sportspiel die Frostbite 3-Engine, wodurch die Plätze vollständig gerendert werden und die oft nervige Wartezeit wegfällt. Das ist eine große Erleichterung und grafisch ist Rorys Golferlebnis auch wirklich top.

Neu ist auch das Schnellrunden-Feature. In diesem Modus müssen die Spieler nicht mehr sämtliche 18 Löcher eines Turniertags spielen, sondern es wird für jede Turnierrunde eine Loch-Auswahl bereitgestellt. Die Spieler steigen an jedem Turniertag an einem bestimmten Punkt der Runde ins Spiel ein. Die simulierten Löcher basieren auf den Werten und den Werteboni der Golfer. So weit, so spannend. Kurse gibt es nur zwölf, das war schon einmal deutlich mehr. Hier soll im Laufe des Jahres nachgebessert werden.

Wer mehr braucht, greift zum Konkurrenzspiel "The Golf Club" (PSN-Download). Das Erstellen eines eigenen Golfers ist ebenfalls eingeschränkt worden, die auswählbaren Details wurden heruntergeschraubt. Der Karrieremodus ist lieblos, zudem erhält nur hier der selbst erstellte Golfer Erfahrungspunkte. Das ist schwach. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad etwas heruntergeschraubt worden zu den Tiger Woods-Spielen. Dafür ist es nicht mehr wirklich möglich, dass Green zu "lesen", so dass so mancher Putt ein Zufallsprodukt ist.

Was fehlt noch: Wettereffekte etwa. Bei Rory McIllroy scheint immer die Sonne. Langweilig. Trotzdem macht das Spiel eine Weile Laune, doch in dem derzeitigen Zustand, hat EA Sports ein Vollpreis-Produkt mit zu wenig Inhalt auf den Markt geworden, ähnlich wie beim letzten NHL, das nach und nach um Optionen bereichert wurde. Ich spiele weiter "The Golf Club" - trotz der schlechteren Grafik.

 

Fazit: Viel Schatten, wenig Sonne

 

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Review: Batman - Arkham Knight

81KIk40R9sL. SL1500 Batrman: Arkham Knight ist bis zum heutigen Zeitpunkt das beste Argument für Konsolen und gegen den PC als Spielekiste. Während die PC-Version derzeit sogar aus dem Handel genommen werden musste aufgrund der Unspielbarkeit der Fassung, läuft der dunkle Ritter auf der PS4 wie geschmiert. "Works like a charm" sagen die Engländer und zauberhaft ist das Finale der Batman-Saga in der Tat. Im explosiven Endspiel der Arkham-Serie stellt sich Batman der ultimativen Bedrohung Gothams.

Denn Scarecrow kehrt mit einer beeindruckenden Bande an Superschurken zurück, unter anderem dem Pinguin, Two-Face und Harley Quinn, um den Dunklen Ritter endgültig zu vernichten. Während die Grafik gegenüber den Vorgängern naturgemäß für die neue Konsolengeneration aufgebohrt wurde und richtig begeistern kann (seht Euch mal die Regentropfen an, die auf Batsys Cape fallen), wurde an der Spielmechanik so gut wie nichts verändert. Und das ist gut so, denn die ist richtig ausgereift.

Lediglich die Batarang-Fernsteuerung ist sehr speziell. Veteranen können aber sofort einsteigen .Etwas richtig Neues gibt es aber dennoch: Batman: Arkham Knight präsentiert Rocksteadys eigene Variante des Batmobils, welches erstmalig im Franchise auch gefahren werden kann (und entgegen vieler Meinungen im Netz wirklich sehr gut zu steuern ist). Viele Strecken legt man deshalb nun im "Auto" (mehr ein Panzer) zurück, was durch die enorme Größe Gothams eher ein Segen als ein Fluch ist.

Apropos Gotham: Unglaublich liebevoll gestaltet ist fast jede Straßenecke der dunklen Stadt, so dass man auch ohne die Story überhaupt spielen zu "müssen", stundenlang durch die Gassen "schlendern" kann.

Über die Story werde ich hier nichts weiter verraten - nur so viel: Der Joker ist ein steter Weggefährte von Batsy, der natürlich wieder mit der Original-Synchrostimme aus den Filmen, dem famosen David Nathan, ausgestattet ist. Insgesamt ist die deutsche Lokalisation top und setzt diesem Spiel die Krone auf.

 

Fazit: Würdiger Abschluss der Arkham-Saga

 

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Review: Lego Jurassic World

91R6iqrrPpL. SL1500 Ich gebe es zu: Ich war von den Lego-Spielen bisher immer fasziniert - genau 15 Minuten lang. Dann habe ich fast alle Spiele nicht mehr angerührt. Der erste Witz des Bauens und der lustigen Zwischensequenzen war stets schnell verflogen. Bei Lego Jurassic World liegt der Fall auf einmal aber ganz anders. Wo ich diese Zeilen in Stein meißele, habe ich bereits zwei der vier Filme durchgespielt und bin wirklich begeistert von dem Game. Das liegt einerseits natürlich an den Filmen (wobei 1 spitze, 2 und 3 mäßig waren und 4 noch beäugt werden müsste), andererseits aber auch an der dichteren Atmosphäre und den gestiegenen Spielideen. So kann man zum Beispiel endlich die Fahrzeuge wirklich steuern und muss nicht nur auf einen Knopf drücken. 

Mit den epischen Geschichten von Jurassic Park, Vergessene Welt: Jurassic Park und Jurassic Park III sowie dem aktuellen Blockbuster Jurassic World ist dieses Lego-Game schon ziemlich cool. Das in der LEGO-Form neu erschaffene und mit tollem Humor erzählte Abenteuer lässt unvergessliche Szenen und Actionsequenzen der Filme auferstehen, führt die Fans spielerisch durch viele Schlüsselmomente und gibt die Gelegenheit, die weitläufigen Gegenden von Isla Nublar und Isla Sorna zu erkunden.

Dazu gibt es die echten Synchronsprecher und die Möglichkeit, die Dinos selber zu steuern (etwa um Barrieren zu durchstoßen). Unkomplizierte Action und endlich wieder mehr Humor (Batman war wirklich deutlich zu lahmarschig und unlustig) machen Lego Jurassic Park zum echten Fun-Knüller auf der PS4. Was stört? Die Zwischensequenzen sind sehr lang und nicht immer abzubrechen. Dazu kommen einige Unzulänglichkeiten in der Steuerung, die oftmals problematisch ist, wenn es um knifflige Balanceakte etwa geht. 

 

Fazit: Das bisher beste Lego-Spiel

 

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Review: Bloodborne (PS4)

81S5V49zZFL. SL1500 Bloodborne liegt gerade eine Minute in der bereits vor Vorfreude feucht sabbernden Playstation, da stirbt der Spieler bereits den ersten Tod. Es ist der erste von sicher mehreren Hunderten. Bloodborne ist ein Alptraum, Bloodborne ist der pure Frust, Bloodborne ist nichts für Hobbyspieler, Bloodborne ist einseitig und eintönig, Bloodborne ist fabulös und vielschichtig, Bloodborne ist DIE langerwartete Killerapplikation auf der Playstation 4. Wer die Dark Souls-Spiele von "from software" kennt, weiß, was einen erwartet: Das schwerstmögliche Spiel auf dem Markt, das frustrierendste Gamererlebnis überhaupt, aber - und das ist dann wirklich lohnenswert: die größtmögliche Befriedigung, wenn man den Stunden zuvor noch für unbesiegbar gehaltenen Boss zur Strecke gebracht hat. Dass der Schwierigkeitsgrad nicht anpassbar ist, passt wie die Faust aufs Auge. Das hier ist Hardcore!

 

Die Story ist mysteriös wie wirr gleichermaßen: Ich bin ein Reisender in einer verfluchten Stadt (Yharnam). Es ist ein gottverlassener Ort, der von einer schrecklichen, alles verzehrenden Seuche heimgesucht wurde, voller grauenhafter Kreaturen wie Ghouls, Zombiehunde, Riesen, Jäger und Todesraben. 

Wer es gewohnt ist im Duke Nukem-Stil draufloszupoltern, wird bei Bloodborne chancenlos sein. Es gilt die Angriffsmuster der Gegner zu verstehen, doch bevor man eine Chance hat, muss man seinen Charakter immer und immer wieder hochleveln, die Waffen verstärken, damit man zu einer der wenigen Speicherpunkte gelangen kann. Das Muster ist wie folgt: Jeder erlegte Gegner bringt sogenannte Blutechos, hat man davon genug, kann man sie zum Leveln benutzen oder notwendige Goodies wie Molotow-Cocktails oder heilende Blutphiolen erstehen. Das Tückische: Stirbt man, sind alle bis dato erlangten Blutechos verloren. Erst, wenn man in den Traum des Jägers, eine Art sicherer Hafen für den Spieler, eingekehrt ist, sind die Echos anwendbar. Geht man dann zurück in die gruselige Welt von Bloodborne stehen alle (!) Gegner wieder an den gleichen Stellen wie zuvor. Auch, wenn man sie vorher schon erledigt hatte. Das klingt ziemlich langweilig und in der Tat ist dies der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Warum hätte man nicht eine Zufallsroutine erstellen können, die die Gegner zumindest neu platziert (im Wissen, dass das Spiel dann natürlich noch schwerer geworden wäre)? 

Bloodborne ist unerbittlich, es ist grausam, es frisst Stunden wie Homer Simpson Donuts und ist eindeutig nicht jedermanns Sache, doch in vielen Belangen das bisher beste Spiel, welches für die PS4 komponiert wurde.

Die Grafik ist absolut grandios, brutzelnde Feuer, dichte Nebelschwaden, dazu eine komplett zerstörte gotische Stadt und schaurig aussehende Gegner (bis auf die lustigen Ghouls mit ihren Bettlaken auf dem Kopf), was hier geboten wird, ist bislang einzigartig auf dieser Konsole. Unten gibt es ein Mini-Video zur Grafik.

Dazu kommt eine beeindruckende Soundkulisse. Wenn plötzlich die Turmuhr schlägt, während man durch die Gassen schleicht, ist der Herzkasper nicht sehr weit entfernt. Die Steuerung ist solide und geht recht schnell in Fleisch und Blut über. 

 

Fazit: Bloodborne ist unerbittlich und grausam, es frisst Stunden wie Homer Simpson Donuts. Es ist frustrierend brillant.

 

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Review: Dark Souls 2 - Scholar of the First Sin

51smafFKcILFett, fetter, Dark Souls II: Was "from Software" anpackt, geht selten schief und so kann auch die erweiterte Fassung von Dark Souls II namens "Scholar of the first sin" in Gänze überzeugen. Wo andere bei solchen Editionen lediglich die Grafik aufbohren und einige DLCs beilegen, haut man hier sogar veränderte Inhaltsstrukturen raus und macht so das Game zu einem Wiederspieler für Dark Souls II-Veteranen. Neue Gegner, neue NPCs, alte Gegner an neuen Positionen, deutlich stärkere Grafik (gespielt wird jetzt mit 1080p und 60fps)  - Dark Souls II wird hier zu fetten Gesamtpaket, das kaum Wünsche übrig lässt. An Bord sind alle bisherigen DLCs "Crown of the Sunken King", "Crown of the Old Iron King" und "Crown of the ivory King".  

Fast alles glänzt gülden, lediglich der noch einmal erhöhte Schwierigkeitsgrad haut einen aus den Socken. Das Spiel war ohnehin schon bockschwer, aber wir sind hier auch nicht auf einem Kindergeburtstag. Dark Souls war nie ein Feierabendzock, da muss man Zeit investieren und 100 Stunden sind schnell gefüllt.

In Zeiten der kurzen Popcorn-Kino-Games ist diese Eigenschaft aber ein einziger Pluspunkt. Noch einmal ein Wirt zur Grafik: Der PS3-Ursprung ist trotz der deutlichen Aufbesserungen nicht zu verleugen, wer Bloodborn gespielt hat, wird einigermaßen ernüchtert sein. Spielerisch und atmosphärisch ist "Dark Souls II: Scholar of the first sin" aber über absolut jeden Zweifel erhaben. Für Neueinsteiger in die DS-Welt ist es empfehlenswert und für "Wiedergänger" zudem ebenfalls - toller Spagat. 

 

Fazit: Geniales und bockschweres HD-Update 

 

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Review: Zombie Army Trilogy (PS4)

51bU7Bbhm7L. SL500 SS100 Wenn Hitler sein letztes Ass im Ärmel zückt... muss das einfach schief gehen. In Zombi Army Trilogy lässt der verrückte Diktator als letzte Waffe eine Zombiearmee auf den Spieler los. Klingt bescheuert, macht aber in der Tat eine ganze Weile eine Menge Spaß. Dieser Shooter ist von den Machern der Sniper Elite-Reihe.

Wird dabei stets Wert auf planendes Vorgehen und überlegtes Handeln gelegt, wird hier der Spieß umgedreht. Horden von Zombies gilt es wegzuballern. Alle Episoden sind von Beginn an freigeschaltet, die beiden älteren Teile wurde ins neue Grafikkorsett gequetscht und machen dabei eine recht gute Figur. Während die "Story" oben bereits komplett beschrieben wurde, ist vor allem der Multiplayer-Part ein großer Spaß, gilt es doch hier kooperativ den Untoten den Garaus zu machen. Im Singeplayer-Modus bockt das Game eine gute Stunde, dann bekommt man erste Ermüdungserscheinungen.

Dass es eher um anspruchsloses Shooten geht, beweist auch die Tatsache, dass alle Waffen von Beginn an verfügbar sind - ein eher unübliches Detail in einem Ego-Shooter. Hübsch: Durch den Lautsprecher des PS4-Controllers gibt es immer wieder recht gruselige Soundeffekte. Überhaupt ist der Sound äußerst gelungen, die deutsche Lokalisation hingegen eher nicht. Da wird ein Safehouse schon mal zum Tresorraum, was natürlich Unsinn ist.

 

Fazit: Guter Funshooter - vor allem im Multiplayermodus

 

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Review: Dragon Age - Inquisition

91X8W3KNuCL. SL1500 Da ist er also nun endlich, der Skyrim-Killer für die PS4. Oder? Dragon Age: Inquisition füllt das Machtvakuum auf der Next-Gen-Konsole mächtig aus, solange die Elder Scrolls-Reihe nicht auf Sonys Spielkonsole Einzu hält, so viel ist klar. Riesige Landstriche, eine epische Story - DA könnte nicht offensichtlicher versuchen in Skyrims Fußstapfen zu treten. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. 

Die Story klingt wie abgekupfert: Ein verheerendes Ereignis stürzt die Welt von Thedas ins Chaos. Drachen verdunkeln den Himmel und werfen einen Schatten auf Länder am Rande des Chaos. Magier entfesseln einen vernichtenden Krieg gegen die Templer, um sich von ihrer Unterdrückung zu befreien. Nationen erheben sich gegeneinander. Es liegt beim und seinen Verbündeten, die Ordnung wiederherzustellen, indem man die Inquisition anführt und die Kräfte des Chaos zur Strecke bringt. Kling wie schon mal gehört und ist es auch, aber, was ist schon neu in der Spielewelt. Grafisch ist DA ok bis gut, für Next Gen würde ich dennoch mehr erwarten, vor allem "nebenbei".  Während in Skyrim die Dynamik der Gegend einem den Atem raubt, passiert in DA nicht annähernd so viel nebenbei, ist die Landschaft nicht so interaktiv wie beim großen Vorbild. Der Umfang des Spiels ist ziemlich gigantisch (wie es auch bei Skyrim der Fall ist), die hochgelobten 50 Stunden Hauptquest werden aber keinesfalls erreicht. Eher 25 bis 30. Dass man trotzdem einen langen Urlaub braucht, dafür sorgen die Nebenmissionen. DA ist vollgestopft mit solchen und da kommt man dann locker auf 100/120 Stunden Spielzeit. 

Hübsch ist die Möglichkeit echte Schlachtpläne anzulegen, in dem man das Spiel "einfriert" und die Karte von oben betrachtet, sich und seine Gefährten postiert. Das hat ein wenig Strategiespaß zufolge und hebt sich wohltuend von anderen Games des Genre ab. 

Was stört? Ich habe eher ein Bauchgefühl, welches mich mit dem Spiel nicht so recht warm werden lässt. Es ist wie mit einer tollen Lederjacke: Man hat da dieses grandiose Stück Kleidung im Schrank und obwohl es schon leicht durchgewetzt ist, trägt es sich doch irgendwie besser als die als Ersatz angeschaffte sehr hochwertige Kunstlederjacke. Eine Reise nach Himmelsrand nimmt mich sofort wieder ein, schlägt mich trotz der altbackenen PS3-Technik in den Bann, Dragon Age Inquisition ist ein toller Klon, den ich aber in einem Jahr nicht mehr anrühren werde. Wer diese Ansprüche nicht an ein episches Rollenspiel hat, kann mit DA rein gar nichts verkehrt machen.

 

Fazit: Nicht der Skyrim-Killer aber ein tolles Rollenspiel

 

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Review: PES 2015

PictureNachdem Fifa in diesem Jahr deutlich eher in die Läden kam als PES (Test HIER), zieht Konami nun endlich nach. Nachdem etwas verkorksten 2014er PES, welches zudem nicht für die neuen Konsolen portiert wurde, wollen die Japaner nun alles besser machen. Wie immer sind die Lizenzen spärlich, aus der Bundesliga lediglich Bayern, Schalke und Leverkusen am Start. Das ist unschön, hat aber in der Vergangenheit nicht weiter gestört, weil die üppige Community der PES-Fans stets eigene Option Files ins Spiel eingebaut hat, wodurch auch ohne Lizenzen die "echten" Teams ins Game eingebaut werden konnten. Wie es diesbezüglich auf der PS4 in diesem Jahr aussieht, ist noch völlig unklar, so erlaubt es Sony bekanntlich immer noch nicht, dass man etwas auf die Konsole drauf spielen kann. Abwarten also.

Zum Spiel: Das alte PES-Flair ist gleich bei Anpfiff wieder da, die Ballphysik ist einen Tacken besser als bei Fifa und die Spieler steuern sich sehr griffig. Alles gut also? Nein! Nix gut. Fangen wir mal an: Die Schiedsrichter sind eine Totalkatastrophe. Entweder gibt es sehr schnell gelb und rot oder es gibt selbst bei brutalsten Fouls in Serie gar nichts. Der digitale Schiri zeigt Vorteil an, bestraft aber selten ein solches Vorgehen. Immer wieder ist es uns gelungen, den Gegner mit Todesgrätschen unbestraft niederzustrecken (siehe Video unten). Das Spiel sieht bei entsprechender Spielweise aus wie eine Rugbypartie. Eine Katastrophe. Schlimm sind solche Fouls jedoch nicht, denn es gibt defakto keine Verletzungen. In 25 Partien musste einmal ein Spieler ausgewechselt werden, weil er angeschlagen war. Apropos Fouls: Die KI foult nicht! Niemals. In den 25 Partien gab es ausschließlich "Fouls", die Abseitsstellungen waren. In 25 Partien gab es nicht ein richtiges unfaires Einsteigen, welches geahndet wurde. 

Dazu kommt, dass ein großer Teil des Spiels geskriptet scheint. Schüsse aus 20/25 Metern landen gerne einmal an der Latte. Nicht schlimm? Doch, denn ein Spiel mit 6-8 Lattenknallern ist nicht realistisch. Momentum lässt grüßen!

Geskriptet sind weitere Dinge, die nicht so gravierend sind: So ist die Animation der Tornetze immer die gleiche. Konami hat es einmal wieder geschafft aus einem eigentlich guten Ansatz eine Katastrophe zu machen. Als PES-Fan der ersten Stunde bin ich schockiert, wie weit Fifa rangekommen ist. Auch hier gibt es Dinge, die schlecht sind, doch EA Sports merzt jedes Jahr mehr davon aus. Insgesamt gibt es bei PES 2015 nur 14 Stadien. Die spielt man bei Tag oder bei Nacht, eine weitere Differenzierung ist nicht möglich. Auch habe ich bisher noch keine "ziehenden" Wolken bemerkt, wie vorher großspurig angekündigt. Entscheidend ist auf dem Platz, aber da ärgere ich mich mehr als ich Spaß habe. Immerhin kann ich die Länge des Grases einstellen. Noch ein Wort zur Grafik: Die Spieler sehen sehr realistisch aus, die Zuschauer könnten besser sein. Wie immer hat Konami ein Problem mit der Soundkulisse, da ist bei Fifa einfach alles fetter und realer. Die Kommentatoren scheinen hingegen sogar noch schlechter geworden zu sein. Beispiel? Ein Foul 5 (!) Meter vor dem Strafraum und Wolf Fuß meint: "Ohh, das könnte Elfmeter geben". Noch eins? Spielminute 86 und es wird geplappert: "Es sind nur noch wenige Minuten, vielleicht sogar nur noch Sekunden bis zum Abpfiff." Der erste Griff im Spiel geht also zum Off-Schalter. Noch was? Ja! Auf manchen Konsolen (nicht auf allen getesteten) ruckelt es unfassbar. Dieses Problem gab es auch bei Fifa schon bei einigen PS4-System, konnte durch ein Update dann behoben werden. Zu den neuen Live-Update-Feature kann ich hier noch nichts final sagen, da die Server noch nicht online waren, insofern halte ich mich auch mit einer Online-Bewertung zurück. Die Features des Spiels - mit "MyClub" ist auch eine Ultimate Team-Klon am Start - sind üppig und sehr gut, die Turniermöglichkeiten auch bestens, umso ärgerlicher sind die oben beschriebenen Problem. Meine letzte Hoffnung ist ein ordentlicher Patch, bis dahin spiele ich Fifa.

 

Fazit: Spielerisch einen Tacken besser als Fifa - aufgrund eklatanter Mängel aber doch ein Griff ins Klo.

 

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HIER geht es zu einer PES-Verlosung!

 

Review: The Evil Within (PS4)

evilSurvival-Horror ist momentan groß angesagt. Nach dem sehr starken Alien Isolation (Test HIER) kommt "The Evil Within" und lädt ebenfalls zum Gruseln ein. Der Japaner Shinji Mikami lieferte vor The Evil Within mit Resident Evil und Resident Evil 4 zwei echte Klassiker in Sachen Horror und kann mit seinem neusten Streich durchaus an diese Games anknüpfen. Die Story ist recht konventionell. Der Spieler ist der Polizist Sebastian Castellanos und alles beginnt in einer Nervenheilanstalt, Dort gilt es Morde zu untersuchen, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Immer wieder schweift das Spiel komplett ab. Seien es abstruse Traumsequenzen oder eingebildete Situation des Hauptcharakters - in einer dritten Person-Sicht gilt es vor Zombies zu fliehen, sich vor brutalen Schlächtern zu verstecken oder gemeinen Fallen zu entgehen. "The Evil Within" ist ein echter Killer und das in mehrfacher Hinsicht. Das Game ist ein Zeitmörder, denn immer und immer wieder ertappt man sich dabei, dass man "nur noch bis zum nächsten Checkpoint" denkt. Das Spiel ist aber auch ein Nerventöter, denn Zusammenzucken und Erschrecken ist hier die Regeln. Wahnsinning, wie intensiv die Szenen sind. Was weniger gefällt, ist die Steuerung. Nicht immer ist es besonders elegant, wie man den Protagonisten lenken muss, vor allem in Sprintsequenzen sieht man oft nicht richitg, was vor einem liegt. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen, leider liegt nur auf der PC-Fassung auch die englische Sprachausgabe vor. Sowas wünsche ich mir eigentlich auch auf der Playstation. Die Grafik ist im übrigen nicht wirklich Next Gen, da geht noch viel mehr. Zudem bricht die Framerate ab und an ein. Was "The Evil Within" zudem nicht an die oben genannten Klassiker rankommen lässt, sind auch die sehr einfachen Rätsel. Das ist alles etwas dürftig. Immerhin: Die Atmosphäre stimmt.

 

Fazit: Dichter Survival-Horror vom Meister - aber kein Meilenstein

 

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