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Montag Januar 22, 2018
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48 items tagged "Konzertfotografie"

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Doc 'n' Roll - 11.03.16

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Moin, heute komm ich mal ganz nordisch (not by nature of course) daher. Zumindest in der Anrede. Naja, ich freue mich auch auf morgen, denn da kann ich endlich mal die St- Pauli-Rocker von Ohrenfeindt fotografieren. Die sind mir bisher immer entgangen. Kennt Ihr nicht? Ohrendfeindt - das ist ein Trio Infernal vom Hamburger Kiez. "Vollgasroggenrohl" nennen sie ihre Musik und irgendwo zwischen Kiez-Romantik und AC/DC platziert sich die Band, die inzwischen schon sechs Studioalben eingezimmert hat.  Am Samstag, 12. März, spielt Ohrendfeind mit Support (Hellectrokuters) im Essener Turock. Wer direkt im Leopardenhemd kommt, freut sich dazu sicher über die anschließende Glam+Rock Ladies Night im Turock: Glamrock, Hardrock, Sleaze- und Hairmetal, 70s, 80s und 90s Classics mit DJane Kris vollenden den Vollgasroggenrohl-Abend. 

 

Weniger RocknRoll, dafür umso mehr Frickelei und Kitsch as Kitsch can gab es gestern bei Dream Theater in Bochum. Der Ruhrcongress entwickelt sich langsam zur Oppa-Arena. Schon wieder bestuhlt, schon wieder kein Fotograben. Langsam nervt es. So was es schon bei Joe Satriani neulich. Ganz schlimm. Fotos gibt es trotzdem und zwar HIERGespielt wurde das ganze aktuelle Album. Was ich davon halte, habe ich HIER! formuliert. Leider mussten die Fotografen aus dem allerletzten Loch des Ruhrcongress fotografieren. Und das ist ziemlich weit weg (siehe Foto). Wenn sie wenigstens die Lichtrechnung bezahlt gehabt hätten...

 

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Apropos Konzerte: Langsam kommt das Jahr so richtig auf Touren: Die nächste Woche bringt die Scorpions (Abschiedstournee Teil 4711), Avantasia und Symphony X in den Ruhrpott. Unser pickepacke voller Gig-Guide weiß, wo Ihr hinmüsst. Schaut mal rein (HIER!).

 

Am Sonntag ist übrigens endlich Rosenmontag. Klingt komisch, ist aber so. Der ausgefallene Zug vom 8. Februar wird in einigen Städte (Dortmund und Düsseldorf zum Beispiel) nachgeholt. Sich 25 Tage später die Pappnase aufzusetzen, erscheint mir dann doch noch ein wenig mehr gezwungen als Karneval generell. Die sollen doch im besten Fußballsprech lieber nach vorne zu schauen und die neue Session in Angriff nehmen. Ostern ist schließlich auch nicht im Hochsommer und die Fußball-WM will ich nicht im Winter sehen müssen. Aber das ist wiederum eine andere Geschichte. Und die hat ebenfalls eine ganze Menge mit Narretei zu tun.

 

Ansonsten bin ich derzeit ein wenig Kolumnenmüde. Vielleicht sollte ich einmal ein paar Wochen Pause machen? Was meint Ihr?

 

  

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 04.03.16

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Heyho, heute einmal eine Geschichte aus meinem Leben. Kurz vor der Oscarverleihung an der Kasse eines Supermarktes nach dem Kauf eines Schaumweines mit 22 karätigen Blattgoldflökchen in der Flasche: "Das ist aber ein edler Sekt." Ich schaue die Kassiererin verdutzt an. "Dem Anlass angemessen", entgegne ich. "Goldene Hochzeit?" Ich ignoriere diese Unverschämtheit, beschließe, dass die gute Dame einen auf Comedian macht und weise auf die nächtliche Oscarverleihung hin. Wofür ich denn einen Oscar bekäme, stößt sie prustend hervor und ich komme mir endgültig leicht veräppelt vor. 

Zuhause angekommen schlage ich mir dann die Nacht um die Ohren und insgeheim denke ich gegen 5.30 Uhr doch an die Worte der Kassiererin, ja rechne fast mit der Erwähnung meines Namens. Doch wie in jedem Jahr kassiert ein anderer meinen Goldjungen. Dieses Mal (endlich) jener Leo mit der Omma aus Oer-Erkenschwick. Ich hoffe nun auf 2017 und drehe fleißig Handyfilmchen...

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Konsolentechnisch begebe ich mich derzeit in die Steinzeit: Far Cry Primal spielt nämlich genau da und das ist ein sehr erfrischendes Szenario, wo es doch wie in Hollwood auch in der Spieleindustrie oftmals nur noch eine Fortsetzung nach der anderen gibt. Ubisoft wagt mal was und gewinnt damit auf ganzer Linie. HIER lest Ihr mehr davon.

 

Kurz noch zur Musik: RocknRoll-Reporterin Kathrin schießt morgen John Diva im Turock und ich greife dann nächste Woche zu Dream Theater wieder ein. Deren aktuelles Konzeptalbum ist lang aber nicht langweilig. Was ich davon halte, lest Ihr HIER!

 

 

 

Bis nächsten Freitag

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 19.02.16

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Bra Dag, liebe Leute. Das ist schwedisch und heißt "Guten Tag". Wenn Ihr das hier lest, taumele ich nämlich zwischen Arielle der kleinen Meerjungfrau von Kopenhagen und dem schwedischen Malmö umher. Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen des Eishockeys. Wenn wir nämlich in nordischen Landen unterwegs sind, schaut sich die Reisegruppe Rock stets ein heißes Kufenspiel an. So habe ich schon Spiele in Stockholm, Laappeenranta und Riga (da sogar die Olympia-Quali) gesehen. Gestern waren die Malmö Red Hawks unser Ziel. Eines stelle ich dabei immer fest: Es hat den Anschein, dass die Spiele in diesen Ländern (hauptsächlich in Schweden) gefühlt doppelt so schnell als in Deutschland sind. Das geht da viel härter und fixer zur Sache. Ansonsten pendeln wir schön zwischen Kopenhagen und Malmö über die grandiose Öresundbrücke, eine 7845 Meter lange Hochbrücke, zwischen den beiden Ländern, getreu unserem Motto: Fotos schießen in Kopenhagen, Bier trinken in Malmö. Kopenhagen ist schließlich eine der teuersten Städte Europas.

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Der Kurztrip ist auch der Grund, warum dieser DocnRoll knapp ist und nur wenig Roll enthält. Einen Konzerttipp gibt es dennoch: Am Sonntag bombardieren Machine Head das Dortmunder FZW. Da sollte man hingehen. Wer nicht kann, findet HIER Fotos vom letzten Mal. Frontmann Rob ist ohnehin so etwas, wie der Mann der Stunde, hat er doch in einem fast 20-minütigen Video dem White-Power-Hitlergruß-Schwachmaten Phil Anselmo richtig Kontra gegeben. Wer das Video nicht kennt, findet es hier unten im DocnRoll eingebettet.

 

 

Und wer ganz viel Sehnsucht nach dem Doc hat, schaut einfach bei meinem 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 12.02.16

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Blumen, Pralinen oder eine Wellnessbehandlung? Am Sonntag ist Valentinstag, seit vielen Jahrzehnten das Lieblingsfest der Floristen.Früher dachte ich übrigens immer, dass es Valendienstag heißt. Da war ich aber auch noch ein großer Fan der drei Muskeltiere, doch das nur am Rande. Nahezu an keinem anderen Tag rollt der Rubel dermaßen wie am 14. Februar. Apropos rollen: Das Brauchtum dieses Tages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus  zurück, die der Überlieferung zufolge das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben. Das ist ziemlich passend: Oftmals läuft man nahezu kopflos durch die Geschäfte, um etwas für die Liebste zu finden. Schlimmer ergeht es manchen Zeitgenossen natürlich, sollte das Fest der Liebe einmal gänzlich verschwitzt werden. Da kann einem schon mal (bildlich) der Kopf abgerissen werden, wenn zum Frühstück statt roter Rosen ein panisches "Ich habe den Valentinstag vergessen" auf die Holde einprasselt.

 

Apropos Einprasseln: Mit meiner kleinen Metalband spiele ich heute im Bottroper Cottage auf der Herzogstraße - unplugged!! Mal sehen, was da so auf uns (oder Euch?) einprasselt. Versprechen kann ich aber einige Hardrock-Klassiker im stromlosen Gewand und einige unserer eigenen Songs. 20 Uhr geht's los. Wer Bock hat, kommt vorbei. Es gibt auch Guinness...

 

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In der letzten Woche wurde ich überrascht: Die (fotografische) Vorfreude auf den Helloween-Gig in Oberhausen hielt sich in starken Grenzen, denn bislang hatte die Metallegende immer derart besch***** Licht, dass es nur wenig Spaß bereitete, sie zu fotografieren. Ohne Erwartung ging es also in die Halle und bei der Vorband, Rage, schien sich genau das auch zu bewahrheiten. Kaum Licht, ein Gräuel. Umso toller: Als Andi Deris die Bühne betritt ist es taghell. Perfekte Bedingungen, so dass sogar ein einarmiger Affe tolle Bilder gemacht hätte. Meine affigen Versuche findet Ihr HIER!

  

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 05.02.16

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 Karneval? Ich mittendrin. Gestern zum Beispiel beim Weiberfastnachtsumzug in Düsseldorf. Auf dem "Zoch" standen lauter maskierte Männer und haben ins Mikro geschrien und Saiten gequält. Die KG Slipknot lud zum großen Karnevals-Remmidemmi in den ISS Dome. Ein Gutes hatte der Ausflug in die Landeshauptstadt: Die Autobahnen waren ob der großen Weibersause in der City leer. Vor Ort hatten wir dann drei Songs im Graben um Corey Taylor und Co ins rechte Licht zu rücken. HIER sind die Fotos!

 

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Ich habe eine virtuelle Bettkante im Kopf, eine Fotografenbettkante. Da ritze ich in Gedanken jedes Mal eine Kerbe hinein, wenn ich einen Großkopferten der Musikszene auf den Binärfilm gebannt habe. Kiss, ACDC, Metallica, Pink, Iron Maiden - sowas halt. Slipknot fehlten da noch und können sich nun gerne auch auflösen, denn der Doc hat seine Erstbehandlung durchgeführt. Vor Jahren hätte ich die Maskenmänner beinahe schon einmal in der Sprechstunde gehabt, aber dann sagten die Aggro-Metaller kurzerhand ihren Gig beim Area4-Festival ab. Was lange währt, wird also endlich gut. Ich will schließlich in diesem Jahr noch den 1000er Wert knacken. Was das ist? 1000 verschiedene Bands fotografiert zu haben. Ende des letzten Jahres war ich schon bei 970 oder so etwas. Insofern war auch das vergangene Wochenende recht hübsch, denn mit Tribulation (gruselig-schlechter Deathmetal), Macsat Grave Pleasures und Vampire habe ich schon wieder vier zur Liste hinzufügen können. 

 

Schon oft hingegen habe ich bei Helloween den Auslöser gedrückt. Am Samstag versuche ich es dennoch gerne noch einmal und zwar in der Oberhausener Turbinenhalle. Leider nicht zu den 1000 wird dann die Vorband gehören, denn Rage habe ich schon im Portfolio, auch, wenn Peavey Wagner eine komplett neue Mannschaft präsentieren wird. Am Mittwoch geht es mit Halestorm in der Zeche weiter. 

 

In dieser Woche fahre ich übrigens immer an großen Benzintanks oder Tankstellen vorbei und habe die Neigung die Dinger in die Luft zu sprengen. Klingt komisch, aber möglicherweise ist DIESES Spiel daran schuld. 

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 29.01.16

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Na Ihr Dschungelcamper? Einmal im Jahr gucke ich Deppen-TV, ich gestehe. Vielmehr Spaß machen würde mir aber ein Dschungelcamp mit Metal-Stars. Joey Pommes-Mayo von ManniWAAR könnte da auf Axl Rose treffen und sich mit Megadoof Mustaine über Chemtrails unterhalten, während die Dschungelprüfung für Blabbermouth-Sprachrohr Mike Portnoy daraus bestehen könnte, bei Kakerlalen-Dauerbeschuss alle Bands aufzählen zu müssen, in denen er spielt. Ich hätte wirklich große Lust zuzusehen, wenn Poison-Specki Bret Michaels mit Mötleys Vince Neil um das Blondierungsmittel kämpfen muss und Danko Jones sechs Stunden währende Monologe am Dschungeltelefon hält. Für Frauen- UND Seniorenquote würden die Omis von Girlschool sorgen, die mit Tattergreis Ozzy tagelang über Haftcreme diskutieren könnten. In den 80er wäre es noch um Gleitcreme gegangen... 

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Am Ende müsste Meat Loaf gewinnen, weil er alle anderen einfach im Schlaf aufgegessen hätte, während sich die Metalfans in Facebook-Mimimi-Posts jahrelang darüber beschweren würden, wie denn so eine Weichpupe in ein Metalcamp geraten konnte. Dabei ist der Dicke immerhin der Schwiegervater von Anthraxs Scott Ian, der ihn kurzerhand mittels eines trojanischen Elefanten im Handgepäck ins Camp geschmuggelt hätte. 

 

Ich glaube, ich höre jetzt mal besser auf, das Dschungelfieber scheint stärker zu werden.

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag, Ihr ollen Kamellen

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 22.01.16

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And here I go again on my own.... Am Mittwoch noch bei der Unplugged-Probe meiner kleinen Metalband geträllert und immer noch im Ohr. Aber nicht die gruselige Hairmetalversion von 1987. The real deal. Sogar eine ohne David Coverdale gefällt mir besser. Die Ur-Gitarristen der weißen Schlange, Moody und Marsden, haben auf ihrer Unplugged-Scheibe "Live in Hell" (jaahaaa, die heißt wirklich so! Und zwar, weil sie im norwegischen Hell aufgenommen wurde) eine wunderbare Version des Songs veröffentlicht. Eine Fassung, die den Blues-Vibes der ursprünglichen Whitesnake deutlich mehr entspricht, als das schreckliche Höher-Weiter-Schneller-Ambiente der 87er Version. Hört doch mal rein. HIER!

 

Doch genug Bildungsprogramm, meine kleinen Mattenschwinger. Zurück zu den Grunzern. Arch Enemy haben auf ihrer Facebook-Seite ein Bild von mir (DIESES hier) gepostet. Was soll ich sagen? Nach wenigen Stunden gab es mehr als 1500 Likes (jetzt mehr als 1900) - ganze zehn davon dann auch für unsere Seite. Das war zu erwarten, spricht aber auch Bände über das Verhalten des gemeinen Internetnutzers. Viele liken jeden Scheiß, die meisten aber bewegen sich selbst im Internet in ihrer kleinen Badewanne des Lebens.

arch

 

Ja nicht über den Tellerrand schauen. Ich gebe zu, dass hat in gewissen Momenten seinen Reiz. Wenn etwa scheinbar 70 Prozent aller Meinungen fremdenfeindlich sind oder auf jeden noch so gut gemeinten Post gehässige oder miesmachende Antworten folgen, dann bin selbst ich geneigt, einfach mir ein eigenes Internet in meinem kleinen Leben zu basteln.

Keine Einflüsse von Draußen, keine Fremden in meinem Netz... Ihr merkt schon, wie bescheuert das ist, oder? Fast so bescheuert, wie die Idee, dass sich ein Land abschotten sollte. Apropos AFD und Co: Ich empfehle gerne noch einmal folgende Seite: HIER könnt Ihr prüfen, wer von Euren "Freunden" auf Facebook Schwachmaten wie die AFD oder noch schlimmere Gruppierungen geliked hat. Ich schmeiße sowas ja rigoros raus (und schaffe mir zumindest da dann doch die Illusion MEINES Internets). 

Zurück zum Arch Enemy-Post, der mich dann doch sehr gefreut hat, vor allem, weil der Betreiber der Facebook-Seite der Band (nein, liebe Kinder: Band von dieser Größe betreiben zu 98 Prozent ihre Facebook-Seiten nicht selber) vorbildlich den Quellennachweis behandelt hat. Da wird der Name des Fotografen genannt und sogar ein direkter Link zum RocknRoll-Reporter inkludiert. Tip-Top!

 

Zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf mein 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

Bis nächsten Freitag - in MEINEM Internetz

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 04.07.14

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Jaaa, Black Sabbath war super! Nein, die Fotos dürfen hier wieder (wie schon bei Aerosmith) aus vertragsrechtlichen nicht veröffentlicht werden. Dazu muss man HIERHIN surfen. Für mich kein Grund zum Jammern, aber da mich viele Leute gefragt haben, warum das so ist, will ich hier kurz darauf eingehen. Man akkreditiert sich bei einem Veranstalter bzw einem Management für ein bestimmtes Medium. Etwa für den RocknRoll-Reporter.

Ab und an (und leider immer häufiger) gibt es vor den Konzerten vom Management der Bands Verträge, in denen man detailliert angeben soll, in welchem Medium die Bilder erscheinen. Könnte kein Problem sein, wenn man da beispielsweise zwei Medien angeben könnte. Im Falle von Aerosmith und Black Sabbath war ich nicht für den RocknRoll Reporter, sondern für meinen Arbeitgeber akkreditiert und somit wurde mir die Veröffentlichung hier verweigert. Muss man so hinnehmen, man hat den Vertrag schließlich unterschrieben. Gut finden sollte man das natürlich nicht.

Für freie Fotografen heißt das, dass sie ihre Bilder nur einmal verkaufen können. Wenn man einmal das Geld beiseite lässt, gibt es aber auch andere Aspekte, die eher im humanitären Bereich angesiedelt sind.

Beispiel Mega-US-Band: Fotografiert werden musste vom Mischpult aus, also mit dem ganz großen Rohr. Kollege X von der Zeitung Y hat aber in der Kürze der Zeit keines mehr leihen können. Ich bin in einem solchen Fall also rechtlich nicht in der Lage, ihm auszuhelfen (selbst, wenn ich es unentgeltlich machen würde). In der Konsequenz gibt es von dem Event in Zeitung Y keine Bilder - für Leser, Herausgeber UND Künstler ist das schlecht. In den allermeisten Fällen schaut die Veranstaltungsagentur genauso dumm aus der Wäsche, weil sie schlichtweg die Vorgaben des Managements der Künstler (die nicht immer über die Inhalte eines Vetrages Bescheid wissen) umsetzen muss.

Wer ist Schuld an so etwas? Das ist eine Frage wie die nach dem Ei und der Henne. Was war zuerst da? Künstler, die Angst haben, dass mit ihrem Gesicht Kohle gemacht wird? Idiotische Handyfotografen, die den Markt überfluten und alles und überall unjournalistisch publizieren und so einfach nur allen schaden? Bis heute werde ich noch überrascht angeschaut, wenn ich Leuten erzähle, dass es eine Regel wie "3 Songs, no Flash" gibt. Die ist mittlerweile durchaus akzeptiert und es gibt auch gute Gründe für eine solche Regelung. Bei den ganz "großen" Künstlern ist das aber auch schon fast Luxus. Da ist man froh, wenn man zwei Songs bekommt und nicht am Mischpult stehen muss.

 

 

Der Tod der klassischen Konzertfotografie ist meines Erachtens längst beschlossene Sache. Oder?

 

Ihr könnt auch etwas tun: Verzichtet doch mal wieder aufs Fotohandy bei einem mitreißenden Konzert und singt, springt und tanzt, statt schlechte Bilder oder Filme zu erstellen, die Ihr Euch nie wieder anschaut. Und jetzt hört auf zu heulen, noch ist es nicht soweit und ich bin ja für Euch da.
Das Thema Konzertfotografie könnt Ihr demnächst beim RocknRoll Reporter von einem der ganze Großen behandelt sehen. Ich habe kürzlich Ross Halfin, DEN Konzertfotografen überhaupt, interviewt. Das interessante Gespräch präsentiere ich Euch beizeiten. Bis dahin stöbert mal auf seiner Seite, er nimmt da durchaus kein Blatt vor den Mund.

 

Nicht aus Frust, sondern aus Lust (an anderen Dingen) habe ich in dieser Woche die Kamera ruhen lassen. Ball verfolgen und Musik machen statt fotografieren stand auf dem Plan. Nach diesem Wochenende zappelt mein Auslösefinger dann aber auch schon. Entzug! Gut, dass am 11. Juli die grandiosen Winery Dogs in der Matrix anstehen und dann ist auch schon bald Dong und Dream Theater-Zeit.

 

Mein drittes DocnRoll-Mixtape entführt Euch heute in die wunderbare Welt der Zwischentöne. Nehmt Euch Zeit für dieses Mixtape:

 

 In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock