rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Mittwoch August 15, 2018
Home

161 items tagged "Kolumne"

Ergebnisse 121 - 140 von 161

Doc 'n' Roll - 31.10.14

DocnRoll-Banner

 

Ahhaaaaaaaaaaaaa, it's Halloweeeeen ...

Picture 

Genau! Ihr wisst, welche Band diesen Song trällert. Wenn nicht, ab in die Heavy Metal-Schule! Passend zum gruseligen Fest habe ich auch eine gruselige Geschichte für Euch: Es war klar, dass nach der Augenarzt-Kolumne von vor einigen Wochen der Zahnarztbesuch nachgeschoben wird, oder? Ich hatte es ja schon angekündigt, doch es kam schlimmer. Routine war der eigentliche Grund des vor Wochen ausgemachten Termins, gruselige Zahnschmerzen dann der tatsächliche. „Wissen Sie, was eine Triage ist“, fragt mich der Mann mit dem Mundschutz und lächelt etwas verzweifelt, bevor er es mir erklärt.

Als „Triage“ haben die Feldärzte im Krieg die Priorisierung bestimmter Verletzungen bezeichnet. Sprich: Erst kommt der mit dem „appen Arm“ an die Reihe, dann der mit dem blauen Fußnagel, dann der ganze Rest ...

Durchs Blümchen hat er mir also vermitteln wollen, dass mein Mund ein Schlachtfeld ist, in dem harte Kämpfe zwischen den Fronten toben.

Angefühlt hat es sich zumindest genauso. Nach einer Stunde harter Arbeit konnte immerhin (vorerst) ein Soldat gerettet werden, doch mir schwant: Der Krieg ist noch nicht gewonnen.

Doch zurück zur Gruselei: Heute Abend ist fast überall der Bär, nein, das Zombievolk los. Es ist schon abgefahren, wie sehr das keltische Fest ein Bestandteil der deutschen Partykultur geworden ist. Ich find's super, ziehe das gruselige Verkleiden jedem Karnevalsabend vor. Auch als Fotograf machen solche Shootings enormen Spaß. Beispiel gefällig? Schaut mal hier! 

Nachdem ich die Kinder vor meiner Haustür vertrieben habe, putze ich dann die Cams, um morgen Saxon zu fotografieren. Ursprünglich war ja In Flames in Bochum der Plan, doch da flog ich kurzfristig mit mehreren anderen Knipsern von der Liste. Der Himmel weiß, warum (oder besser das Management). Überlicherweise hat diese Band aber ohnehin die schlimmsten Lichtshows worldwide und musikalisch ist mir das auch ne Spur zu Kindermetallig. Dann lieber Oldschool wie Saxon und Skid Row. Mein Konzerttipp für nächste Woche ist natürlich Airbourne am Donnerstag in der Turbinenhalle. Diese Band liefert einfach IMMER ab. Bis dahin: Gruselt Euch!

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 24.10.14

DocnRoll-Banner

 

Moin... die Woche brachte Überraschendes, nämlich zwei nicht vorgesehene Konzerte in Köln, einer der schlimmsten Städte der Welt meiner Meinung nach. Für die Metal-Printlegende Rock Hard war ich bei Accept und fahre Samstag zu Opeth, natürlich seht Ihr eine Auswahl der Pics ebenfalls. Accept sind immer eine Reise wert, die Band liefert einfach ab ohne Ende und der nicht mehr so neue Sänger kann sogar trällern, nicht so wie der dicke Udo, den ich immer schon gehasst habe. Opeth hingegen sind von einer spannenden Death Metal Progband zu einer faden 70er Jahre-Combo mutiert, aber ich lass mich überraschen. Generell ist es mir als Fotograf aber ohnehin egal, wer da vor mir stehen darf, es geht ums Bild, scheiß auf die Musik.

Sogar Helene Fischer würde ich mal... fotografieren muss nicht sein. Ist die Musik ebenfalls geil, macht es natürlich mehr Spaß, doch oft ertappe ich mich selbst bei meinen Lieblingsbands, dass ich nachher nicht mehr weiß, was sie in den ersten drei Songs, in denen ich im Graben stand, gespielt haben.

Ansonsten war die Woche weniger schön, Zahnschmerzen sind kein RocknRoll. Doch das Jammern nützt ja auch nix, ab zum Doc!

Immerhin habe ich mir nicht - wie die Kollegin - das Sprunggelenk gebrochen und dazu noch alle Bänder gerissen. Schöne Sch*****! Gute Genesung wünsche ich deshalb auf diesem Weg.

In dieser Woche habe ich den Film "Knight of the Badass" sehen müssen und mich dermaßen geärgert, dass wir hier sofort ein Pro&Contra eingeführt haben. Langbartzottel und Kollege Guybrush Threepwood (nein, der heißt nicht wirklich so) konnte als Befürworter des Schrottstreifens gewonnen werden. HIER könnt Ihr unsere kruden Argumente für und gegen den Film finden.

Lachen musste ich vorgestern über Bill Wards Aussage, dass Lars Ulrich ein Ausnahmeschlagzeuger ist. Andererseits hat der olle Black Sabbath-Fellgerber irgendwie auch recht. Dass jemand ohne großes Talent so eine Weltkarriere hinlegt, ist und sollte eine echte Ausnahme bleiben. Mir schwant aber, dass Bill das so nicht gemeint hat. Kein Wunder, dass er nicht mehr bei Sabbath mitspielen darf, wenn er so dummes Zeug redet. Andererseits: Ozzy...

 

Zum Schluss noch einen echten Tipp für aufnehmende Gitarristen: Positive Grid hat nach dem Riesenerfolg das beeindruckende "Bias" vom Apple-Device auch auf den Desktop gehoben. "Bias Desktop" ist einfach unglaublich geil. Statt wie andere Amp-Simulatoren eine beschränkte Anzahl an dargestellten Verstärkern anzubieten, ist das Bias-Konzept vielschichtiger und deutlich geiler. Hier kann man nämlich alle Komponenten "seines" Amps selber "bauen" und simulieren. Röhrenart, Widerstände, Boxen und und und - Bias Destop ist die eierlegende Wollmilchsau und der heilige Gral unter den Amp-Simulators. Da kann Line 6 getrost einpacken, eine solche Qualität wird von denen nicht erreicht. Ganz stark. Die Ipad-Version haben wir schon mal getestet. Schlagt einfach HIER nach!

 

 

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 17.10.14

DocnRoll-Banner

 

Taaag,

 

in dieser Woche habe ich die grandiosen Blues Pills (HIER) in der Essener Weststadthalle fotografieren dürfen. Die Band war wie immer hervorragend, leider in dichtem Nebel versunken. Aber es ist ja auch Herbst. Apropos Weststadthalle: Ich finde, dass dies eine der schlimmsten Konzertlocations im Pott ist. Deshalb meide ich den Schuppen weitestgehend - außer, es lässt sich nicht vermeiden, wie eben bei den Blues Pills. Die reiten ja bekanntlich mittlerweile mächtig erfolgreich auf der Retro-Welle und machen das ziemlich gut. Neben der musikalischen Leistung sind die Shows auch immer erstaunlich anzuschauen. Sängerin Elin säuft pro Gig 2-3 Liter Wasser. Ich habe noch nie jemanden soviel trinken sehen, wenn er auf der Bühne steht. Faszinierend. 

1979313 900334683311575 2914967627366377406 o


Als Pressevertreter bekommt man selten echte Eintrittskarten, sondern steht einfach schnöde auf irgendwelchen Listen. Wenn es mal welche gibt, ist das zumeist der seelenlose CTS-Einheitsscheiß. Auch hier hielt das Blues Pills-Konzert eine freudige Überraschung für mich bereit: eine tolle, echte Eintrittskarte. Wie früher. So schööön (Foto)!

Desweiteren war meine Woche geprägt von einer wahren Promo-Flut, darunter zahlreiche PS4-Games wie Driveclub, Alien Isolation oder Evil Within. Im Schrank stehen auch noch einige Konzert-BluRays (Genesis, Clapton), während ich immerhin schon die Monty Python Live-Scheibe gucken und reviewen konnte. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Es wird also nicht langweilig. 

Auch bei Ärztebesuchen wird es meist genau das nicht: Wenn der Augenarzt einem verkündet, dass man die ideale Sehschwäche hätte, um auch im hohen Alter noch ohne Brille gut lesen zu können, ist das eines der zweifelhaften Komplimente, die nur Mediziner verteilen können. Immerhin bin ich so mäßig „blind“, dass die Diskrepanz zwischen Kurzsichtigkeit (schon fast immer) und Altersweitsichtigkeit (neuerdings) erträglich ist. 

Altersweitsichtigkeit????

Ihr lest richtig. Es sind vier Fragezeichen und eine derartige Inflation an Satzzeichen benutze ich nur bei Ungeheuerlichkeiten. So langsam bröckelt der Lack also, die fehlende Weitsicht schafft hier den wirklichen Durchblick. Nächste Woche ist dann der Zahnarzt an der Reihe. Ich befürchte ein neuerliches Kompliment: "Sie haben echt tolle Prothesen für leckere Haferflocken morgens ..."

 

Heute gibt es auf vielfachen Wunsch mal wieder ein Spotify-Mixtape (gaaanz unten). Tut Euch den Gefallen und hört das Ganze nicht im Shuffle-Modus, ich habe mir schließlich bei der Anordnung der Songs etwas gedacht. Ich shuffle quasi für Euch. Have Fun!

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 10.10.14

DocnRoll-Banner

 

Ja, es ist schon wieder Freitag ...

 

... so langsam rollt der Doc Rock-Express in Sachen Konzertfotos wieder los. Die kurze Pause war gefühlt so lang, dass ich bei meinem ersten Einsatz im Turock bei Equilibrium mich erst wieder neu anlernen musste. Aber zum Glück ist Fotografie immer noch ein Handwerk und das verlernt man so schnell nicht. Apropos Equilibrium: Ich verstehe diese Band nicht. Also wortwörtlich. Ich verstehe den Sänger nicht. Nur bei den Ansagen kann ich Worte erkennen. Kurzum: Meins ist es nicht, aber das ist ja zum Glück irrelevant, wenn man die Profession der Konzertknipserei (ich sage so oft "knipsen" wie ich will, ihr Möchtegern-Fotografenpolizisten! Wer fotografieren kann, darf knipsen sagen. BASTA! Aber niemals "foten" bitte. Das klingt abtreiberisch.) betreibt.

Irrelevant deshalb, weil das Turock gebebt hat. Circle Pit im Turock, klingt verrückt, hat aber funktioniert und war friedlich. Kurzum: Wenn die Leute es mögen, wer bin ich, dass ich es madig machen darf. Das verbietet schon die journalistische Objektivität. Kritik ist aber natürlich erlaubt: Zum Beispiel an der grottigen, weil kaum vorhandenen Lichtshow (Fotos von Equilibrium gibt es HIER).

Und weil es so schön war, zog es mich einige Tage später direkt zu einer lebenden Legende: Scorpions-Urgestein Uli Jon Roth bespielte die Zeche Bochum. Leider war es nicht so voll, wie es der Legendenstatus (und das anschließend Gebotene) verdient gehabt hätten (Fotos HIER). Die Lightshow bei Uli war schon etwas besser, doch auch er setzt stark auf Rottöne. Für Fotografen ein Gräuel, denn rot bedeutet tot (zumindest sterben dabei einige Fotomotive abrupt). Wie unterschiedlich Lichtverhältnisse wahrgenommen werden, verdeutlichtete mir im übrigen ein kurzer Facebook-Schlagabtausch mit einem Mitglied der Axel Rudi Pell-Band. Der konnte nicht nachvollziehen, dass ich beim guten Axel immer das Licht kritisiere. Rot sei da doch gar nicht so präsent, eher Lila und Blau. Lila ist nicht viel weniger schlimm, blau hingegen geht, aber bei Axel ist das Licht zumindest aus Fotografensicht meist ziemlich unbrauchbar. Schade, denn die Shows sind immer spitze.

 

Eine Band wie Iron Maiden hingegen weiß, wie es geht: Bei den ersten drei Songs (in denen man fotografieren darf) wird lichttechnisch Vollgas gegeben, ab Song 4 darf es atmosphärisch (und seufz deshalb rötlich) zugehen. Somit hat man perfekte Fotos für Zeitung und Netz, danach wird für die Fans etwas mehr Farbenspektakel geboten. Kann ich gut mit leben ("Beweisfotos" Hier!).

 

So, was gibt's noch? Einige schöne Dinge stehen für die nächste Zeit auf der Agenda. So zum Beispiel die grandiosen Blues Pills (Fotos!) am Dienstag. Das Konzert musste in die Weststadthalle verlegt werden, weil das Turock für die Band zu klein geworden ist. Verdient haben sie es auf jeden Fall, auch wenn Interviews seltsam anmuten, in denen Frontsirene Elin Larsson betont, wie schön harmonisch es in der Familie Blues Pills zugeht, während zum Zeitpunkt des Abdrucks Drummer Cory Berry die Band verlassen hat (oder musste?).

 

{eventgallery event='DocnRoll101014' attr=images mode=lightbox max_images=0 thumb_width=68 }

 

Zum Schluss will ich Euch noch auf ein besonderes Event hinweisen: Bigelf mit Ex-Dream Theater Drummer Mike Portnoy spielen kurz vor Halloween im Dortmunder FZW. Und das im Club, was bei der Genialität der Band alleine ein Skandal ist. Deshalb: Kauft Tickets und schaut es Euch an. Vielleicht kriegen wir es ja doch noch in die Halle verlegt, wenn es sehr voll wird. Karten verlosen wir auch, wenn jemand gerade in den roten Zahlen ist. Einfach mal HIER schauen!

 

 

  

In diesem Sinne: Rock on

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 3.10.14

DocnRoll-Banner

 

Aloha from Oberhausen,

 

frisch zurück aus Dublin, wo ich eine kleine Träne an der Statue von Phil Lynott verdrückte, machte ich mich am Donnerstag auf zu einer ganz besonderen Pressekonferenz mit einem ganz anderen Bassisten. Manowar-Mastermind Joey Demaio (Foto unten mit Orchesterleiter Dr. Marcus Schönwitz) sprach im Essener ChorForum über das im Januar anstehende Essener Konzert, bei dem die Band im Vorprogramm das Orchester der Essener Goetheschule spielen lassen will. Demaio? Ja genau der. Der, der bei Interviews schon mal gerne fragt, ob man denn true genug sei für den Metal zu sterben und überhaupt nicht als der größte Charmebolzen der Erde gilt. Bei Manowar Konzerten werden die Fotografen gern schon mal nach einem Song aus dem Graben geschmissen. Dementsprechend war ich schon auf Krawall gebürstet als ich dort ankam...

Joey Demaio

Die halbstündige Rockstarverspätung ("Stau") verhieß schon nicht viel Gutes, doch dann kam es doch zum Glück anders als befürchtet. Bass-Doktor Demai gab sich gut gelaunt, durchaus gesprächig und philosophierte viel über sich das verändernde Musikbusiness und betonte ein bis zehnmal, dass er nie irgendjemand in den Arsch gekrochen sei.

Alles in allem konnte er damit bei mir Einiges an Credibility wieder gewinnen, auch, weil er betonte, dass ein Rerecording eines Klassikers (etwa wie bei "Kings of Metal" im vergangenen Jahr) IMMER nur ein schlechteres Ergebnis hervorbringen könne.

Am Ende legte Joey Demaio seine unverhohlene Bewunderung zu Wagner akribisch dar und schloss "gab" gleich noch eine Kontaktanzeige auf: Er suche eine altmodische Frau. So wie Wagner eine Frau gehabt hatte, die jedes seiner Worte dokumentiert und ihr Leben darauf ausgerichtet hatte, ihm zu helfen, so dass seine Kunst fließen konnte... Ähm, ok.

Wer sich da angesprochen fühlt, kann sich gerne bei mir melden. Ich leite dann weiter.

 

Was gibt's am Wochenende? Genau: Die Qual der Wahl zwischen Bullet in der Matrix und Equilibrium im Essener Turock. Beides am Samstag, beides sehenswert. Am Dienstag treibt es mich dann zu einer weiteren Legende. Uli Jon Roth spielt in der Zeche in Bochum. Ich bin sehr gespannt. 

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 26.09.14

DocnRoll-Banner

 

 Arghhh, jetzt ist der Freitag fast um und es gab noch gar keine Kolumne? Bin ich irre??? Nein, ich bin Urlaub und das macht schon mal faul. Trotzdem: ein wenig habe ich auch heute zu sagen. Zum Beispiel, dass ich die Apple-Hasser lächerlich finde, die gerade schadenfroh jeden idiotischen Gag posten, in dem es darum geht, dass sich das neueste Telefon der Apfelbande in der Hosentasche verbiegen kann. Das haben wir bei anderen Telefon schon vor Jahren gesehen. Android was first. Freut Ihr Euch?

Bei meinem Kurztrip an die holländische See habe ich mit meinem neuen Iphone Dinge erlebt, die exemplarisch für die deutsche Neidgesellschaft ist. In einem Restaurant spielte ich nach dem 1500 Kalorien-Burger gedankenverloren an meinem Telefon, als die Kellnerin begeistert die Aufforderung ausstieß, dass ich ihr das Ding doch mal zeigen solle (in den Niederlanden war es da noch nicht im Handel). Nach einer kurzen Demonstration holte sie ihren Kollegen und es ergab sich ein netter Dialog und ein schöner Abend mit lockeren Gesprächen. In Deutschland wäre ich wohl eher angekackt worden, warum ich denn so früh sofort so ein teures Telefon habe kaufen müssen. Dieses Land ist toll, die Menschen die hier leben leider nicht immer die Oberknaller.

Picture

Doch, genug von First-World-Problems. Kommen wir zu echten Zitterpartien: Am Mittwoch treffe ich Manowar-Mastermind Joey DeMaio im Rahmen einer Pressekonferenz. Was ziehe ich an? Ledermini? Ledertanga? Toga? Wie true muss ich mich kleiden?

Muss ich ein erlegtes Schaf mitbringen? Was erwartet mich? Ich habe Angst. Zum Glück bin ich nur fotografisch vor Ort, sonst würde ich sicher (für ihn) unangenehme Fragen stellen: Wann habt Ihr aufgehört, true zu sein? Wieso ist der Sound der letzten 10 Cds so kacke?

Warum sagt Ihr ständig Konzerte ab? Wieso schmeißt Ihr Fotografen nach 1,5 Songs aus dem Graben?

Eins wird mir gerade aber klar. Die Kleiderfrage ist keine. Ich ziehe einfach mein auffälligstes Iron Maiden Shirt an, denn die sind die Kings des Metal. Basta und zurück in den Urlaub!

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 19.09.14

DocnRoll-Banner

 

Heyho,

 

heute, da die neuen Iphones ausgeliefert werden (wehe, der DHL-Mann trödelt ...) möchte ich eine Grabrede halten. Der zu begrabende lebt zwar noch, aber ist nicht mehr in der Lage zu reinkanieren: 

ipod classic

Die Rede ist von der Mutter aller MP3-Player, dem Ipod Classic. Die Wuchtbrumme mit der enormen Speicherkapazität (immer noch den meisten Playern überlegen) hat das Imperium Apple damals wieder zu neuen Höhen aufschwingen lassen. Es gab sechs Generationen des Classic, das Besondere bis heute ist, dass die Dinger noch ne echte Festplatte hatten.

Glaubt mir, ich habe viele MP3-Player ausprobiert, befriedigt hat mich dann am Ende doch nur der Apfelspieler - vor allem wegen der Gigantomie in Sachen Speicher. Meiner hat 120 Gigabyte, eine Größe, die es bei den Iphones zum Beispiel erst seit relativ kurzer Zeit gibt. Apple hat den Bomber nun klammheimlich aus dem Programm genommen und das ist echt eine Schande, bot er doch "normalen" Menschen die Möglichkeit, nahezu die gesamte Musikbibliothek immer am Mann oder der Frau zu haben. Normale Menschen? Ich nehme mich und andere Musikjournalisten mal da raus, weil man da mit 120 Gigabyte nicht mehr weit kommt, zu oft prasseln die Promo-CDs oder Downloadlinks auf einen ein. Und natürlich mutet die Kiste mittlerweile altertümlich an. Mit dem doofen Drehrädchen (das damals absolut ein Design-Highlight war). Dennoch: Mein Opa-Ipod schlummert in den Tiefen meines Doc-Mobiles und beliefert das Autoradio mit RocknRoll, Metal, Jazz und Soul (des Reimes wegen bitte ich Sie, sich nicht aufzuregen).

 

R.I.P. Ipod Classic und möge meiner noch lange durchhalten (schaut mal jetzt auf die Gebrauchtpreise bei Ebay!!! Hammerhart).

In dem Zusammenhang habe ich neulich mal nach Schallplatternspielern gesucht - fürs Auto! Die gab es in der Tat mal, eine so abstruse wie aufregende Idee. Das ist schon fast Steampunkt, nur für die Lauscher. So, habt Ihr ausgelesen? Ich muss nämlich los, ans Meer. Warum? Weil ich es mir verdient habe? Womit? Was soll denn die Fragerei hier? Frechheit :)

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 12.09.14

DocnRoll-Banner

 

Heyho,

 

das war eine ruhige Woche, was fotografisch auch mal schön ist. Dennoch juckt es mich so langsam wieder in den Fingern. Doch, was steht als Nächstes an? Ihr schaut am besten immer mal wieder in unseren GIG-GUIDE. Denn der Winter wird heiß: Airbourne, Arch Enemy und Kreator, Nikolaut, Lacuna Coil, Lenny Kravitz, die grandiosen Bigelf, Threshold, da ist wirklich für jeden etwas dabei. Immer verrückter empfinde ich bei den ganz großen Stars die Vorlaufzeiten. Paul Simon meets Sting? Geht ja noch, das ist im März, aber viele andere Sommerkonzerte (2015 wohlgemerkt) werden jetzt schon beworben und bei so viel Geld, wie anscheinend im Umlauf ist, sind die Gigs auch schnell ausverkauft. In der Beklopptheitsskala auch hier wieder die Könige: Manowar! Im Dezember 2013 wurde das Essener Konzert im Januar 2015 angekündigt. Ich halte übrigens immer noch jede Wette darauf, dass da wieder kurzfristig eine Absage oder Umbelegung (ins Turock?!) anrauscht. Manowar sind halt die Könige, leider wird das Volk immer kleiner ob der Peinlichkeiten, die sich die Metalkrieger seiit Jahren leisten. Gut erinnern kann ich mich ans letzte Konzert (Fotos HIER). Das wurde recht kurzfristig aus dem Westfalenstadion in die Westfalenhalle 2 (!) verlegt. Natürlich aus rein baulichen Gründen - wie es hieß. Der Kartenvorverkauf hatte da sicher rein gar nichts mit zu tun. Fast nicht erwähnenswert ist da natürlich, dass man damals nur einen Song lang fotografieren durfte. Mehr Spinal Tap geht nicht ...

 

Apropos Gaga: Etwa 7 Millionen Jahre nachdem Led Zeppelin ihr Opus "Stairway to heaven" veröffentlicht haben, werfen nun die Mitglieder der aufgelösten Band "Spirit" den Oppas vor, sich bei ihrem Lied 'Taurus' für das Intro von 'Stairway To Heaven' bedient zu haben, als die Bands in den 60er Jahren gemeinsam auf Tour waren. Selbst, wenn es so gewesen ist. Wo waren die denn in den letzten - ACHTUNG - 50 ! Jahren? 

 

Apropos seltsam: Endlich endlich kann ich die tolle Band Avatarium in unseren ruhrpöttlerischen Breitengraden sehen. Die Gruppe geht nämlich mit Amorphis auf Tour. Das Datum der Essener Show: 31.12.2014! Waaaas? Ich komm dann mal später zu Eurer Silvesterparty ...

 

Euer Lieblings-Doktor hat übrigens vielleicht (naja, wohl eher nicht) bald einen echten (naja, sicher nicht) Doktortitel. Ich habe beschlossen, dass die 666. Mail mit dem Angebot, mir eine solche Ehre (gegen Zahlung versteht sich) zu verleihen, angenommen wird. Ich hoffe sehr auf einen Doktor in pneumatischer Plastologie (KLICK).

 

So, Schluss jetzt, aber nicht ohne DEN Kinotipp für die kommende Woche: Sin City 2! Mehr zum Film findet Ihr HIER!

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

PS: Weil sich die Fragen mehren: Die tollen individuellen Patches auf unseren Fotorucksäcken sind von Elsterherz. Schaut mal einfach HIER vorbei!

Doc 'n' Roll - 05.09.14

DocnRoll-Banner

 

Oha, schon wieder September. Das ging fix und die Open Air Saison habe ich mit dem grandiosen Turock Open Air in Essen am vergangenen Wochenende beendet. Unten gibt es einige Impressionen des Freiluft-Sommers. Jetzt gilt es wieder, die lichtstarken Objektive zu entstauben und in die dunklen Gewölbe des RocknRoll herabzusteigen. Aufgestiegen, in den RocknRoll-Himmel, ist leider unerwartet Jami Jamison von Survivor in dieser Woche. Im letzten Jahr habe ich die Band beim HiRock an der Loreley fotografieren dürfen. Jami starb an einem "Burning Heart", eine Herzattacke überlebte der 63-Jährige nicht. Überleben werden aber die zahlreichen Klassiker, die er mit der Band geschaffen hat. R.I.P.!

Dann gab es in dieser Woche noch den Kleinstveranstalter, der eine kritische Berichterstattung auf unserer Seite mit der Drohung, einen Anwalt einzuschalten, wenn diese nicht entfernt würde, beantwortete. Im Klartext: Es ging um eine kritische journalistische Berichterstattung, NICHT um einen Verriss der gesamten Veranstaltung. Im Nachhinein wurde uns die Akkreditierung entzogen, was natürlich gar nicht möglich ist. Da es sich ohnehin um eine Nischenveranstaltung handelte, die mit RocknRoll eher am Rande zu tun hat, haben wir auf das Abbrennen eines großen Feuerwerks verzichtet und Bericht und Fotos einfach entfernt. Die Aufforderung seitens des Veranstalters, dass wir uns bitte nicht mehr bei ihm akkreditieren, befolgen wir gerne, zumal die vorher gelaufene (zugegeben kurzfristige) Kartenverlosung so rein gar niemanden unserer täglich über 1000 Leser interessierte ...

 

Das war's dann für heute und, wenn Euch etwas nicht gefallen hat, was ich geschrieben habe, entziehe ich Euch hiermit im Nachinein die Erlaubnis, diesen Bericht zu lesen. :D

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Open Air-Saison 2014

 

 {eventgallery event='OpenAirSeason2014' attr=images mode=lightbox max_images=0 thumb_width=100 }

Doc 'n' Roll - 29.08.14

DocnRoll-Banner

 

Aloha, Ihr kleinen Headbangerchen. Heute startet das Turock Open Air und bis zum Sonntag gibt es da mal so richtig fett aufs Öhrchen. Eine feinste Auswahl guter musikalischer Tropfen und das Ganze umsonst. Mich macht vor allem der Sanctuary-Gig am Sonntag neugierig.

Picture

Die habe ich noch nie gesehen (wie auch, die haben sich 1992 aufgelöst) und frage mich, ob sie eher in die Nevermore-Fußstapfen treten werden oder an ihre Frühwerke anknüpfen, jetzt, wo Warrel Dane wieder am Mikro stehen will.

Der Bandname ist übrigens dem genialen Sci-Fi.Klassiker "Logan's Run" (von 1976) entliehen (unnützes Wissen No.1). Apropos alte Recken: Was Accept auf ihrer aktuellen CD mit dem nun mit mehr so neuem Sänger abreißen, ist das Beste in diesem Genre, was ich seit Jahren gehört habe und lässt sogar die ordentliche Judas Priest-Scheibe verschämt in die Ecke treten.

Ich war ohnehin nie so ein Fan von Schreihals Dirkschneider und empfinde den seit 2009 dort agierenden Mark Tornillo als den deutlich geileren Sänger. Nun stimmt auch noch das Songwriting und Accept knüpfen recht nahtlos an ihre eigenen Klassiker an. Bombe! Wer's noch nicht gehört hat, sollte HIER mal klicken! oder HIER mal in die Songs reinhören (und dann die CD kaufen).

Accept sind dazu live (in jeder Besetzung) immer eine Macht (Fotos).

Einen Todesfall gibt es in dieser Woche leider auch wieder zu vermelden. Tim "Rawbiz" Williams (Foto) - vor allem als echte Rampensau bei Suicidal Tendencies in Erscheinung getreten - hat die Erde verlassen. May you rock for ever, Tim. 

 

Ein Wort auch zur derzeit beliebten ALS Ice Bucket Challenge: Auch ich wurde nominiert und auch ich habe das gemacht und finde, dass man durchaus Spaß dabei haben darf, wenn man den Zweck der Aktion nicht vergisst. Deshalb spendet für das, was Euch spendenswert erscheint - sei es nun ALS, Aidsforschung oder Kinderhospiz. Mit oder ohne Eimer Eiswasser...

 

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 22.08.14

DocnRoll-Banner

 

Heyho, guys and dolls...

 

unfassbar, aber diese ist die 24. Kolumne in diesem Jahr. Da kann ich ja bald mal ein Buch herausbringen. Apropos Buch: Heute geht es um... Filme.

Um Rockmusikfilme genauer gesagt. Und, da man nicht alles kennen kann, empfehle ich Euch heute einige Streifen, ohne deren Vorführung Euer Rockleben keinen Sinn macht. Wenn Ihr gute RocknRoll-Reporter-Follower seid, kennt Ihr sicher schon einige davon. 

Die Idee, die besten zehn vorzustellen, habe ich verworfen, da ist zu viel Geschmacksache bei. Deshalb sind die Streifen auch nicht der Qualität nach aufgeführt, sondern einfach so, wie sie mir gerade auf die Schreibmaschine tropften. Fangen wir heute mit fünf Filmen an, die Zukunft bringt sicher einmal eine Fortsetzung meiner Empfehlung. Zur Handlung sag ich nicht viel, dafür gibt es die Links.

 

 

Fangen wir mit der Musik der 70er an: Almost Famous

 

ist eine famose Groupie-Liebesgeschichte mit authentisch klingenden Led Zeppelin-artigen Songs der fiktiven Band "Stillwater". Hier hat Regisseur Cameron Crowe so etwas wie seine Lebensgeschichte auf Zelluloid gebannt. Fantastische Schauspieler, fantastische Musik, tolle Story - "Almost Famous" ist ein "must see". Schraubt Euch die Langfassung rein, denn da gibt es rund 30 Minuten mehr Musik von "Stillwater".

 

Nun zu den 80ern: ROCKSTAR

 

mit Marky Mark Wahlberg ist sicher kein Oscarpreisverdächtiges Werk, macht aber eine Menge Laune und vermittelt einen guten Eindruck des Heavy Metals der 80er. Grob rangiert die Story um die Judas Priest-Saga (Ihr wisst schon, Halford raus, Coverband-Sänger Ripper Owens rein), auch wenn die Band das gern mal negiert. Wahlberg spielt den Sänger Izzy, der bei seiner absoluten Lieblingsband einsteigt, recht großartig und Jennifer Aniston ist in dieser Rolle ohnehin der Traum eines jeden Rockers. Die Musik umfasst Bands wie Kiss, Motley Crue und die Band Steel Dragon hat einen Zottel als Solo-Gitarristen, der sich Zakk Wylde nennt und sich einfach nur selber spielt. Toll. Auch die Songs der fiktiven Band - gesungen von Jeff Scott Soto und Michael Matijevic (Steelheart) sind erste Sahne. 

 

Kommen wir zu den 90ern: SINGLES

 

Auch hier hat Cameron Crowe seine Finger im Spiel und mit einem tollen Cast (Bridget Fonda, Kyra Sedgwick, Eddie Vedder, Matt Dillon) bringt er eine veritable Liebeskomödie in Zeiten der Grungemusik (natürlich in Seattle) zu Papier und auf die Leinwand. 

Die Musik stammt dementsprechend von Alice In Chains, Pearl Jam, Mother Love Bone, Soundgarden, Mudhoney und Screaming Trees, so dass es bis auf den hohen Schmalzfaktor auch hier wenig zu meckern gibt. Gute Unterhaltung, ohne Tiefgang. 

 

Achtung Kult: THIS IS SPINAL TAP

 

Was soll man dazu noch sagen? Rob Reiners Persiflage auf das Musikbusiness ist einfach legendär und wer diesen Film nicht mag, versteht ihn oder die Rockszene einfach nicht. Gedreht wie eine Doku wird hier kein Klischee des Musikbusiness ausgelassen. Hier finden sich wirklich alle Peinlichkeiten von Bands wie Black Sabbath, Deep Purple, Slade oder Led Zeppelin wieder. This one goes to eleven...

 

der Reunionfilm: STILL CRAZY

 

Hier geht es um eine ehemals erfolgreiche Rockband (Strange Fruit). Deren Mitglieder sind längst pleite, verschollen oder arg egozentrisch. Dennoch wagen die Engländer eine Reunion, die sie in obskure Clubs bringt, bevor die alten Probleme wieder zu Tage treten und der erneute Split bevorsteht. Doch, wie sollte es anders sein. Ein Happy End ist inklusive. Dennoch: Dieser Film ist so rührend englisch, dass jede Band, die es noch einmal versuchen will, hier erst einmal einen Blick riskieren sollte.

 

So, das waren fünf Gute, nicht die Besten, aber alle sehenswert. Bald gibt's Nachschub.

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 15.08.14

DocnRoll-Banner

 

Willkommen zur Woche der Trauer,

 

mit Robin Williams und Lauren Bacall starben gleich zwei meiner Zelluloidhelden. Während Bacall mit 89 ein gesegnetes Alter erreichte, scheint es, dass der lustige Robin tief in seinem Inneren so traurig war, dass er diese Welt und sein Leben nicht mehr ertragen konnte. Eine harte Vorstellung. Ruhe in Frieden, mein Captain. Und allen, die nun (berechtigt) anmerken, dass es auch noch viele andere schlimme Schicksale auf der Welt gibt, möchte ich einen Post meines Freundes Jeffrey Thomas, genialer Autor der Punktown-Novellen, nicht vorenthalten:

 

"Yesterday on the internet I saw a photo of a little girl with her head blown off. Is that less of a tragedy than the death of Robin Williams? Of course not. But he was one of those people who helped us deal with a world where such things occur. When even our jesters are swallowed by the darkness, where does that leave us?"

 

Wie bekommt man nun die Kurve zu Lebensfreude und den Doctor Rock? Gar nicht, manchmal muss man einfach auch mal inne halten und deshalb ist die Kolumne der Woche heute kurz, knapp und traurig, ohne aber Euch eins mit auf den Weg zu geben: Live long and prosper ... bis nächste Woche

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 08.08.14

DocnRoll-Banner

 

Guck Guck! Da bin ich wieder. Wacken überstanden und einige großartige Konzerte gesehen (und fotografiert). Etwa die Ex-Thin Lizzys, die blöderweise jetzt Black Star Riders heißen aber immer noch (geniale) Thin Lizzy-Songs und eigene tolle Dinge spielen. Wacken war wie immer ein wenig von Allem: Ballermann auf der einen Seite, Musik par excellence auf der anderen. Ganz und gar unschön war jedoch die Verlegung des Presse/Vip-Campingplatzes und vor allem, die Verweigerung der Veranstalter, dass die Fotografen den kürzesten Weg vom Auto zu den Bühnen gehen durften. Da wurde sogar ein Shuttlebus eingesetzt, wo der Fußweg (hätte man so gehen dürfen wie in den vergangenen Jahren) maximal 10 Minuten in Anspruch genommen hätte. So bestanden viele Momente des diesjährigen Wacken Open Airs aus ärgerlichen Wartezeiten, die es wiederum verhinderten, dass man mehr Bands fotografieren konnte. Es sind sogar Fotografen abgereist, weil sie unter diesen Bedingungen nicht arbeiten wollten, was natürlich völlig überzogen ist. Dennoch: Shuttlefahren für weniger als 600 Meter Fußweg (der Bus fuhr freilich weiter, weil er einen großen Bogen cruisen musste) ist ökologisch nicht besonders sinnvoll und erschwert die Arbeitsbedingungen, was darin resultiert, dass es weniger Fotos und damit PR für das Open Air gibt. Ob dem W:O:A das letztlich nicht egal ist? Könnte sein. Der Wahnsinn war für 2015 nach zwölf Stunden (!) ausverkauft. Fotos vom W:O:A gibt es übrigens HIER!

 

Picture

Der Open Air-Sommer neigt sich nun unaufhaltsam dem Ende entgegen. X-Rockfest, Turock Open Air - das war's für mich schon fast und es zieht uns Fotografen wieder in dunkle Hallen zurück, dem natürlichen Lebensraum eines Rockknipsers. Geburtstag gefeiert hat in dieser Woche (am Donnerstag) Bruce Dickinson (Foto), der für mich beste Metal-Sänger aller Zeiten. 56 Jahre!! Waaas? Unglaublich, habe ich doch gerade erst "The Number of the Beast" als Schallplatte gekauft und mich gefreut, dass eine geile Band endlich einen jungen, frischen und genialen neuen Sänger hat. Too old to die young!

 

Noch eine hübsche Anekdote aus dem Fotografenleben: In dieser Woche kontaktierte mich eine junge und durchaus hübsche Dame, ob ich ein Bild aus einer meiner Galerien nehmen könnte. Sie feiert auf dem Foto in der ersten Reihe hübsch ab und schaut mit staunendem offenen Mund auf die Bühne. Es gab durchaus Gründe, warum sie das Bild entfernt haben wollte, weshalb ich natürlich eingewilligt habe. Dennoch: Passt auf, was Ihr in Reihe 1 veranstaltet! 

 

Die Modefirma Bertoni hat unterdessen auch dieses Mal wieder Bilder von mir geordert, auf denen D:A:D-Sänger Jesper Binzer zu sehen ist, der ausschließlich Bertoni-Jackets auf der Bühne trägt. Mittlerweile werben die mit einer ganzen Handvoll an Doc Rock-Photographien. Das sollte Schule machen :D (Hier schauen!)

 

 

Ein Mixtape gibt es in dieser Woche nicht, da ich den Eindruck habe, dass dieses zu wenig frequentiert, sprich gehört wird.

 

 Dennoch, rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 01.08.14

DocnRoll-Banner

 

Heyho, guys and dolls...

 

nee, ich bin gar nicht da, ich bin auf dem platten Land. Trotzdem habe ich die Zeit gefunden, kurz eine klitzekleine Kolumne (man beachte die arschgeilen Alliterationen) zu verfassen. Plattes Land? Ja, sehr platt, Norddeutschland. Irgendwie rennen hier noch 75.000 andere rum. Den Urlaub hatte ich mir etwas anders vorgestellt, aber egal, gibt immerhin gute Musik. Scheint ein Dorffest zu sein. Woher die die Kohle für Saxon haben? Verrückt, die Nordlichter. Aber ich will doch was über Lidl erzählen. Da gibt es seit dem 28. Juli Kiss-Shirts, Aerosmith-Leibchen, hippe Damen-Slips mit Kiss-Aufdruck, ACDC-Bettwäsche und ein ganz tolles Gitarrenset der weltberühmten Instrumentenfirma Clifton... Ist das noch cool? Nein! Ist es nicht.

Maiden-Shirts bei H&M waren schon nicht cool, KISS-Schlafanzüge bei Lidl sind so wenig RocknRoll wie Heino. Wundern muss man sich aber auch nicht: Beim Black Sabbath-Konzert wollten sie 30 Euro für ein T-Shirt haben, welches es für 19,99 Euro auch bei Amazon gibt. Und bei Dream Theater wurden ebenfalls 30 Euro für Baumwoll-Fetzen aufgerufen. Ich kaufe für diesen Preis auf keinem Konzert der Welt ein T-Shirt. Da können die Bands noch so jammern, dass Downloads ihre Gehaltsmöglichkeiten vernichten und sie deshalb "gezwungen" sind, solche Preise zu nehmen. 30 Euro sind schlichtweg nicht akzeptabel. Die KISS, ACDC- und Aerosmith-Shirts bei Lidl kosten übrigens 4,99 Euro. Klar, für nen Fünfer werden die sicher nicht von Erwachsenen in Deutschland produziert. Noch ein Grund mehr also, die fünf Euro lieber woanders zu investieren. Zum Beispiel bei Umsonst & Draußen-Festivals wie dem Nord, Turock oder Olgas Open Air. 

 

So, ich muss heute mal früher aufhören, da stehen schon wieder so Verrückte und wollen mich in nen Fotograben zerren. Angeblich soll das Lemmy gleich auftreten... Hier? Auf dem platten Land? Surreal.

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

Ach ja... das Mix-Tape für heute:

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 25.07.14

DocnRoll-Banner

 

Moin Männers (und Frauens), Freitag, also lesen und dann ab ins Wochenende. Lesen bildet nämlich, sogar so ein Zeugs wie meine Kolumne könnte ein entscheidender Beitrag dazu sein, dass Ihr am Ende des Tages mehr wisst als noch beim Müsli.

Heute geht's zum Nord, da spielen morgen die bekloppten Dänen von D:A:D und ik freu mir druff. Die sind live immer das Eintrittsgeld wert und beim Nord muss man den noch nicht einmal zahlen. Apropos grandios: Hat irgendwer die Monty Python-Reunion im Arte-Stream gesehen? Wehe nicht, denn das war das komödiantische Highlight des Jahres. Nach Ansicht der Show sollten wir sammeln, um bei Virgin-Airlines eine Allmission zu buchen, damit Möchtegernlustige wie Ingo Appelt, Olli Pocher (der sicher als Schüler täglich auf dem Pausenhof verkloppt wurde) oder Fräulein Marzahn ein für alle mal vom Antlitz der Erde verschwinden. Bah, was ekeln die mich an.

Die Tickets für die ersten Show in London waren übrigens in 43 Sekunden ausverkauft, da können die Rolling Stones (ähnlich alt, nicht lustig) sich mal gepflegt in die Ecke stellen zum schämen. Die brauchten ne ganze Stunde für sowas. Anfänger. Am 30. Juli kann man sich das geniale Spektakel übrigens noch einmal anschauen. HIER!

 

Toll war auch das Dong Open Air auf der Halde Norddeutschland. Ich war da vorher noch nie und bin komplett begeistert, wie cool dieses Festival ist - auch, weil es recht klein und unkompliziert ist. Außer natürlich man meint, man wäre der Tourmanager von den Rolling Stones. So führte sich nämlich der Babysitter von Headliner Arch Enemy auf. Der Gang zum Dixi-Klo im Vip-Bereich wurde streng bewacht, Anfragen von professionellen (für das Dong agierende!) Fotografen nach Fotos von der Band nach dem Auftritt wurden erst einmal mit "no time" abgebügelt (während Sängerin Alissa durchaus angetan von der Idee schien), der VIP-Bereich wurde (nur bei Arch Enemy) mit einem Flatterband eingeschränkt... Pures Affentheater. Alle anderen Bands wie etwa Grave Digger hatten so ein Möchtegern-Gehabe nicht nötig. Dass Arch Enemy übrigens nicht die Stones sind beweist ihre Spielzeit in Wacken am Samstag, 2. August: 12 Uhr! Nuff said...

 

Mein dieswöchiges Mix-Tape (gaanz unten auf dieser Seite... hört das eigentlich jemand außer mir? Wenn nicht, mir übrigens auch egal) ist etwas schräg geraten, ein wenig im Zeichen des Nord mit D:A:D und Motorjesus etwa, bevor es in seltsame Jazzgefilde abdriftet. Ich liebe es...

 

Zu guter Letzt noch ein schnelles Video, welches meine Vorfreude aufs Nord präsentiert. Na, wer weiß, was da gespielt wird? Auf unsere Facefuck-Seite kann man gerne einen Kommentar dazu hinterlassen.

 

 

 

 Have fun and stay tuned

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 18.07.14

DocnRoll-Banner

 

"Wieder geht's von vorne looohooos" (Jennifer Rostock)

 

Und so isses auch. Wieder Freitag, wieder Sprechstunde, wieder ein Mixtape. Gestern war ich zum ersten Mal auf dem Dong Open Air in Neukirchen-Vluyn, eine ziemliche Bergsteigerei, aber hübsch dort. In der "Stadt" hingegen will man lieber nicht tot über dem Zaun hängen.

Heute mache ich eine Dong-Pause, weil unser aller (naja) Lieblings-Frickelheinis von Dream Theater ins Gelsenkirchener Amphitheater kommen. Nachmittags bereits fotografiere ich dort ein Meet & Greet, welches ein Leser gewonnen hat. Ich bin gespannt, wie entspannt die Jungs sind. 

 

Kommen wir zum Nord Open Air in der nächsten Woche: Das Line-Up des "umsonst und draußen"-Festivals ist ein echter Hammer. Dafür nehmen andere Veranstalter ne Menge Kohle. Dieses Open-Air finanziert sich über den Bierverkauf, also lasst Eure Pullen Zuhause und schlürft vor Ort, sonst habt Ihr vielleicht nicht mehr lange etwas von so genialen Angeboten! Für Bands wie die genialen D:A:D, Biohazard (die bereits am frühen Nachmittag spielen) oder Sick of it all kann man ruhig mal das ein oder andere Gerstengetränk am offiziellen Bierstand runterspülen. Etwas unglücklich: Die geilen Black Star Riders (Ex-Thin Lizzy) zocken am Freitag zeitgleich in der Matrix. Das Leben steckt voller schwerer Entscheidungen ...

 

Entscheiden muss ich mich auch langsam einmal, was ich in Wacken denn gerne fotografieren will. Die pure Gigantomanie an Bands bedarf genauer Planung. Vieles zeitgleich, vieles geil, was tun? Gut, dass es auf der W:O:A-Homepage ein Running Order-Tool gibt. Stand jetzt wird der Donnerstagabend mit Steel Panther, Saxon, Hammerfall und Accept schon einmal ein echtes Brett, während am Freitag King Diamond erst um 0 Uhr trällert und so vielleicht aus meiner Gunst rausfallen wird. Gründe für eine solche Entscheidung sind manchmal die Spielzeit (0 Uhr ist sehr spät, wenn man ANSCHLIEßEND noch alle Bilder des Tages bearbeiten und online stellen will... you know... fastest mag on the web...blabla), manchmal aber auch, dass man den Künstler ja schon "hatte" (Siehe HIER) oder ihn schlicht und ergreifend scheiße findet (Samstag, 19.45 Uhr Der W - endler?).

Bis dahin hab ich aber noch eineinhalb Wochen Zeit, also ruhig Blut. Ihr werdet meine Entscheidung als Erste erfahren, versprochen.

 

So, das heutige Mixtape ist der krönende Abschluss der Freitagsblubberei und beinhaltet dieses Mal eine leicht krude Mischung aus Metal, Folkpunkskawhatever und Metal - mit einer Prise: Metal!

 

 Have fun and stay tuned

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 11.07.14

DocnRoll-Banner

 

Moin, Moin ... sagt man im hohen Norden, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. In Kürze kann ich das wieder erleben, Wacken ruft! Auch, wenn es immer massig Kritiker gibt, denen Wacken nicht "true" genug ist, Ballermann mit Metal oder was auch immer da stets zu hören ist, "mein" Wacken habe ich bislang nie so erlebt. Das liegt natürlich auch daran, dass ich nicht auf den Zeltplätzen rumhänge, sondern eher im Fotograben und/oder Pressebereich, doch diese ständige Genöle geht mir gehörig auf die Nerven. Hinfahren muss man nicht, es gibt keinen Wacken-Zwang. Aber das ist auch so typisch deutsch, dass ich schon erbrechen muss. Natürlich gibt es dort eine Menge Dinge, die eher fraglich sind, doch jeder ist seines Glückes Schmied. Sprich: Wenn ich mir das Festival so gestalte, wie ich es will, muss ich nicht dem Kommerzwahn verfallen. Unterm Strich sieht man dort - wenn man will - mehr gute Bands als bei jedem anderen Event. In diesem Jahr ist das Line-up eines der schwächsten der vergangenen Spielzeiten, doch mal Butter bei die Fische: Skid Row, Motorhead, Avantasia, Megadeth, Arch Enemy, Accept, Slayer, Steel Panther, Five Finger Death Punch, Heaven shall burn und Hatebreed (just to name a few) an einem Wochenende klingt nicht sooo scheiße, oder?

 

Überhaupt stehen die nächsten RocknRoll-Reporter-Wochen im Zeichen der Reise: Neukirchen-Vluyn ist jetzt nicht wirklich Hawaii aber immerhin. Da findet das Dong-Festival statt. Zeitgleich fliegt Redaktionsbiene Missty McFly ans Meer zum Deichbrand, Fotos sind auch hier zu erwarten. Dream Theater spielen an eben jenem Wochenende auch noch - in Gelsenkirchen unter freiem Himmel. 

 

Apropos Dream Theater: Deren Ex-Trommler Mike Portnoy (den ich heute Abend mit den Winery Dogs fotografieren werde) nervt mal wieder rum und findet es "respektlos", dass Pink Floyd eine neue Scheibe aufnehmen - ohne Roger Waters. Pink Floyd würde es nur mit David Gilmour UND Roger Waters geben. So... Was genau hat Portnoy noch einmal mit Pink Floyd zu tun? Ach ja, nix. Fresse halten! Bitte!

 

Tu ich jetzt auch, bäääh (nicht ohne auf das dieswöchige DocnRoll-Mixtape unten hinzuweisen - reinhören! Es tut fast gar nicht weh)

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 04.07.14

DocnRoll-Banner

 

 

 

Jaaa, Black Sabbath war super! Nein, die Fotos dürfen hier wieder (wie schon bei Aerosmith) aus vertragsrechtlichen nicht veröffentlicht werden. Dazu muss man HIERHIN surfen. Für mich kein Grund zum Jammern, aber da mich viele Leute gefragt haben, warum das so ist, will ich hier kurz darauf eingehen. Man akkreditiert sich bei einem Veranstalter bzw einem Management für ein bestimmtes Medium. Etwa für den RocknRoll-Reporter.

Ab und an (und leider immer häufiger) gibt es vor den Konzerten vom Management der Bands Verträge, in denen man detailliert angeben soll, in welchem Medium die Bilder erscheinen. Könnte kein Problem sein, wenn man da beispielsweise zwei Medien angeben könnte. Im Falle von Aerosmith und Black Sabbath war ich nicht für den RocknRoll Reporter, sondern für meinen Arbeitgeber akkreditiert und somit wurde mir die Veröffentlichung hier verweigert. Muss man so hinnehmen, man hat den Vertrag schließlich unterschrieben. Gut finden sollte man das natürlich nicht.

Für freie Fotografen heißt das, dass sie ihre Bilder nur einmal verkaufen können. Wenn man einmal das Geld beiseite lässt, gibt es aber auch andere Aspekte, die eher im humanitären Bereich angesiedelt sind.

Beispiel Mega-US-Band: Fotografiert werden musste vom Mischpult aus, also mit dem ganz großen Rohr. Kollege X von der Zeitung Y hat aber in der Kürze der Zeit keines mehr leihen können. Ich bin in einem solchen Fall also rechtlich nicht in der Lage, ihm auszuhelfen (selbst, wenn ich es unentgeltlich machen würde). In der Konsequenz gibt es von dem Event in Zeitung Y keine Bilder - für Leser, Herausgeber UND Künstler ist das schlecht. In den allermeisten Fällen schaut die Veranstaltungsagentur genauso dumm aus der Wäsche, weil sie schlichtweg die Vorgaben des Managements der Künstler (die nicht immer über die Inhalte eines Vetrages Bescheid wissen) umsetzen muss.

Wer ist Schuld an so etwas? Das ist eine Frage wie die nach dem Ei und der Henne. Was war zuerst da? Künstler, die Angst haben, dass mit ihrem Gesicht Kohle gemacht wird? Idiotische Handyfotografen, die den Markt überfluten und alles und überall unjournalistisch publizieren und so einfach nur allen schaden? Bis heute werde ich noch überrascht angeschaut, wenn ich Leuten erzähle, dass es eine Regel wie "3 Songs, no Flash" gibt. Die ist mittlerweile durchaus akzeptiert und es gibt auch gute Gründe für eine solche Regelung. Bei den ganz "großen" Künstlern ist das aber auch schon fast Luxus. Da ist man froh, wenn man zwei Songs bekommt und nicht am Mischpult stehen muss.

 

 

Der Tod der klassischen Konzertfotografie ist meines Erachtens längst beschlossene Sache. Oder?

 

Ihr könnt auch etwas tun: Verzichtet doch mal wieder aufs Fotohandy bei einem mitreißenden Konzert und singt, springt und tanzt, statt schlechte Bilder oder Filme zu erstellen, die Ihr Euch nie wieder anschaut. Und jetzt hört auf zu heulen, noch ist es nicht soweit und ich bin ja für Euch da.
Das Thema Konzertfotografie könnt Ihr demnächst beim RocknRoll Reporter von einem der ganze Großen behandelt sehen. Ich habe kürzlich Ross Halfin, DEN Konzertfotografen überhaupt, interviewt. Das interessante Gespräch präsentiere ich Euch beizeiten. Bis dahin stöbert mal auf seiner Seite, er nimmt da durchaus kein Blatt vor den Mund.

 

Nicht aus Frust, sondern aus Lust (an anderen Dingen) habe ich in dieser Woche die Kamera ruhen lassen. Ball verfolgen und Musik machen statt fotografieren stand auf dem Plan. Nach diesem Wochenende zappelt mein Auslösefinger dann aber auch schon. Entzug! Gut, dass am 11. Juli die grandiosen Winery Dogs in der Matrix anstehen und dann ist auch schon bald Dong und Dream Theater-Zeit.

 

Mein drittes DocnRoll-Mixtape entführt Euch heute in die wunderbare Welt der Zwischentöne. Nehmt Euch Zeit für dieses Mixtape:

 

 In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 27.06.14

Tadaaaaa, heute ist Black Sabbath-Tag! Die spielen nämlich im Essener Stadion und das muss man sich einfach anschauen. Wer weiß, wie oft man noch die Gelegenheit hat, Ozzy mit Gitarrengott Toni Iommi zugleich auf der Bühne zu sehen? Das Vorprogramm kann sich ebenfalls sehen lassen: Ozzy-Buddy Zakk Wylde und Alice in Chains. Es könnte schlechtere Line-Ups geben, oder? Ich werde jedenfalls dabei sein - in Reihe 0 mit der Kamera im Anschlag. DocnRoll-Banner

 

Kommen wir aber mal zu etwas Unerfreulichem: Das Verhältnis zwischen Musikern und Fotografen ist nicht immer einfach. Vor allem dann nicht, wenn die Herren auf der Bühne Fotos von den Herren vor der Bühne möchten, aber nicht anerkennen wollen, dass der kreative Prozess des Fotografierens nicht generell kostenlos zu haben ist. In vielen Fällen stellt man den Musikern gerne einige Fotos in Webauflösung zur Verfügung - etwa für deren Facebook-Seiten. Bei Brainstorm - abgelichtet in der Mittagszeit beim Metalfest (also nicht wirklich sooo ein doller Headliner) - trug sich folgender Dialog zu:

 

Picture

 

Brainstorm: "Voll geil !! Super Pics. Kann man die evtl. irgendwo downloaden? Wäre das ok wenn wir die für unsere Homepage verwenden? Natürlich mit deinem Namen!? VIELE GRÜSSE & DANKE !!"

 

Doc: "Hmm. Würd ich ausnahmsweise zulassen. Dann aber bitte Namensnennung Thorsten Seiffert und www.rocknroll-reporter.de"

 

Brainstorm: "SORRY aber was heisst denn bitte schön: "das würde ich ausnahmsweise zulassen"!? Wir reden hier über ein paar Live Pics... GRUSS, ..".

 

Doc: "Ich kann also Eure Songs auch kostenlos runterladen? Wir reden da ja dann auch nur über ein paar Songs."

Brainstorm: "Klar kannste das... Kann dir gerne ein paar russische Downloadportale empfehlen... Hahaha  Aber die kennst du sicher schon... Nee nee, nur Blödsinn  Lass mal mit den Pics, kein Problem... Waren ja noch mehr Fotografen da. GRUSS und HAU REIN !!" 

 

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Gesagt werden muss, dass die Band ziemlich ordentlich gerockt hat, die Bilder ziemlich gut sind (Foto) und, dass ich ziemlich sicher diese Band nicht mehr fotografieren werde. Herunterladen muss ich deren Songs übrigens nicht, ich habe einen Spotify-Account. Da gibt es doch ziemlich viel Geld für die Bands (LINK), wenn man deren Songs streamt. Werd ich aber im Falle Brainstorm nicht mehr tun. Aber sie haben ja noch andere Fotografen, die das machen können ...

 

Apropos Spotify: Heute habe ich für Euch das zweite DocnRoll-Mixtape und das hat es in sich: Insgesamt setze ich hier mehr auf die open minded-Fraktion, auch, wenn es mit einem echten Metalstampfer losgeht. Dazu ist das "Tape" dieses Mal sehr frauenlastig (was man bei der ein oder anderen Frau an der Stimme aber nicht unbedingt merkt) und deutlich ruhiger, dazu ziemlich abwechslungsreich und stilistisch breiter gefächert. Ihr seht, ich beginne damit, Euch mehr zuzutrauen :D

 

Viel Spaß mit DocnRoll Mixtape No. 2

 

 

 

Das war's, Ende aus,

Micky Maus

und viel Spaß mit Ozzy heute Abend!

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Hier noch eine kleine Linksammlung zum Thema Black Sabbath:

 

Toni Iommi Bio

 

Toni Martin-Interview

 

Heaven & Hell

 

Ozzy-Fotos

Doc 'n' Roll - 20.06.14

Freitag und die Kolumne muss rausgepresst werden. Dabei bin ich ja gar nicht da, sondern an der schönen LoreleyLeyLey. Das Metalfest begeistert mich in diesem Jahr vor allem durch die atemberaubende Location, das Line-Up ist eher mäßig. Ich mag Ballermann-Metal a la Sabaton einfach nicht mehr sehen. Aber - und das ist das Schöne am RocknRoll-Reporter-Dasein - ich kann mir meine Rosinen rauspicken.
DocnRoll-Banner

 

 

Und das waren am Donnerstag eher Bands wie M.O.D. oder Death, nicht, weil ich die so irre aufregend toll finde, sondern, weil man sie eher selten sieht (im Gegensatz zu Sabaton). Immerhin: Die Leutchen hatten Spaß bei den schrillen Schweden und das ist dann auch die Hauptsache. Problematischer ist das WM-Problem auf einem Festival. Wie soll man denn da jede Minute sehen können? Die Antwort: gar nicht, aber es gibt ja die Mediatheken im Internetz. Apropos... nää, da fällt mir keine Überleitung ein. Deshalb muss das heute ausnahmsweise mal ohne gehen: Apropos Peter Gabriel. Mit dem Livedokument auf BluRay liegt nun eines der spannendsten Tourmitschnitte der letzten Jahre in den Läden. HIER habe ich das Ding besprochen.

 

Apropos live (ha, klappt doch): Aerosmith in der Westfalenhalle waren aus der Ferne betrachtet schon ziemlich gut, näher ran durften die Fotografen leider nicht. 40 Meter bis zur Bühne, am Mischpult kauernd, habe ich es dennoch geschafft, die Mariannengraben tiefen Falten der Seniorenrasselband abzulichten. Rentner Reloaded, aber immer noch eine starke Liveformation.

 

Apropos... ach lassen wir den Quatsch. Ich weiß, dass Spotify nicht das Gelbe vom Ei für Musiker ist, aber ich weiß auch, dass ich einen Mordspaß daran habe, Mixtapes dort zu erstellen und den Quatsch rumzuschicken. Das fühlt sich trotz der ganzen Digitalscheiße analog an. Wie eine Kassette (erinnert Ihr Euch, Kinder?) für einen Freund, die Freundin, Geliebte, Oma oder die Fahrt zu einem Konzert. Und wisst Ihr was? Ich habe für Euch ein MixTAPE erstellt. Doc 'n' Roll-Mixtape, die Erste. Und, Ihr, meine feinen, klugen und weitgereisten Leser, wisst (spätestens seit "High Fidelity"), dass es eine Menge Regeln für Mixtapes gibt. Mit einem Kanller anfangen, mit einem Knaller enden (oder: das Tape mit einer besonders atmosphärischen Nummer "ausfaden" zu lassen) zum Beispiel. Meine Mixtapes haben vor allem eine Regel: die Mischung muss verrückt sein. Um Euch nicht sofort komplett zu überfordern, fangen wir gaaanz sanft an. 

 

 

 

Viel Spaß damit und jetzt verschwinde ich, um der Welt die Flötentöne beizubringe.

 

 

 

yoursdocrock