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Donnerstag Juli 19, 2018
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158 items tagged "Firlefanz"

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Doc 'n' Roll - 13.03.15

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Freitag, der Dreizehnte ... schon wieder. Das hatten wir ja gerade erst im Februar und passiert ist (zumindest an dem Tag) nichts Schlimmes. Also, keine Angst. Im Moment habe ich sowieso kaum Zeit über so etwas nachzudenken, denn das Jahr rollt mit großen Rädern an.

War Januar und Februar noch mau-mau, so verdichten sich jetzt die Termine, Angebote, Aufgaben. Am Mittwoch Ensiferum in der Zeche Bochum (Fotos HIER), morgen geht es zum Checker, der mit Eisbrecher die Turbinenhalle ausverkauft. Warum? Ich habe keinen blassen Schimmer, ist musikalisch da doch eher Plagiatismus und Dumpfheit angesagt.

Immerhin: Zum Fotografieren sind die Schneemänner immer gut und deshalb auch einen Besuch wert. Dann geht es weiter. Schlag auf Schlag: Montag spielen Moonspell im Turock, Mittwoch höre und verewige ich an gleicher Stelle die Iron Maidens, eine famose all-girl-Maiden-Coverband. Sagt Euch nix? Nita Strauss, eine der Gitarristinnen, spielt jetzt statt Oranthi bei Alice Cooper (und wird deshalb auf der Iron Maidens-Tour ersetzt, leider).

Danach den Samstag steht auch noch das Paganfest an, meine Trinkhörner sind schon geputzt. PictureDiese Bandbreite zeigt, wie vielschichtig die Musik, die wir Metal nennen, ist (ok, Eisbrecher eher neue deutsche Härte, aber ist das nicht auch irgendwie geborgener Metal?) und eben auch, warum wir sie so lieben. Desweiteren laufen (auch bei mir) die Vorbereitungen für mein Lieblingsfestival, dem Rock Hard in Gelsenkirchen an Pfingsten.

Das Line-up ist eines der besten seit Jahren. Lest diesbezüglich mal HIER rein. Immer, wenn alles so hektisch über den Ecktisch geht, so viele Termine anstehen, denke ich an einem meiner absoluten Lieblingscomicbände: "The days are just packed" von Calvin und Hobbes, dem allerallerbesten Tiger vonne Welt.

Wieso ich Tiger so liebe? Wo ich doch in bezug auf Katzen eher den Alf gebe? Ich will Euch heute von meiner Theorie erzählen, eine Theorie, die nur für mich gilt und deshalb nicht angreifbar ist (so viel nur vorweg, ich Meckermäulchen): Tiger! Tiger! Sind keine Katzen! Für mich sind Tiger Hunde!

So, jetzt ist es raus. Lange habe ich mit dieser dunklen Theorie hinterm Berg gehalten, aber man muss sich auch mal deutlich positionieren.Tiger erinnern mich immer mehr an Hunde als an Katzen. Es gibt ja sogar den Altdeutschen Tiger - und das ist eine Hunderasse. Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen: Diese Theorie wird nicht diskutiert und deshalb beende ich lieber schnell den Ausflug in die Tierwelt, ich merke nämlich durchaus, wann das Eis dünn wird auf dem ich elfengleich wandele. 

Am Ende dieser Kolumne komme ich leider wieder nicht um einen Todesfall herum: Einer meiner Lieblingsschriftsteller hat das Zeitliche gesegnet. Terry Pratchett, der Erschaffer der Scheibenwelt ist tot. Ich hatte vor vielen Jahren das Vergnügen, ihn interviewen zu dürfen, ein Umstand, der mich immer noch sehr glücklich macht. Wer sich mit der Discworld beschäftigen will, findet auf dem Ipad eine ganz wunderbare App dazu (Hier). Terry Pratchett war ein absoluter Meister, mehr gibt es dazu kaum zu sagen, denn Rest ist GROSSBUCHSTABEN...

 

Gehabt Euch wohl

 

 

  

yoursdocrock

 

 

 

Doc 'n' Roll - 06.03.15

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Guten Tag, liebe Gemeinde! Es fällt auch am heutigen Freitag noch schwer zu verstehen, was passiert ist: Wenn man weit über 250 Mal neben jemandem im Fotograben stand, man gemeinsam über Licht und Nebel gemosert, über Technik und Musik gefachsimpelt und gestritten hat, fühlt sich ein Tod irreal und unwahr an. Der bekannte Szenefotograf Jörg Litges ist im Alter von nur 49 Jahren in der vergangenen Woche verstorben und er hinterlässt eine Lücke im Fotograben, war er doch stets als Anlaufstelle für Fragen jeglicher Colour und für das obligatorische Bierchen zwischendurch zu haben. Alle sind fassungslos, die Gemeinde der Metalfotografen ist dann doch eine sehr überschaubare, jeder kennt jeden und Jörg kannte auch fast jeder Fan. Einfach, weil er überall war. Wenn ich das nächste Mal (wahrscheinlich bei Ensiferum in Bochum) im Fotograben stehe, wird es dann Realität. Da ist einer auf einmal nicht mehr. Fühlt sich verrückt und seltsam an. 

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Einen Übergang zu anderen Themen zu finden ist nicht nur schwer, es ist unmöglich. Dennoch geht es weiter. Immer weiter. Bis man selbst abtreten muss. Wir machen alles, was wir machen mit Herzblut, deshalb darf es auch kein Aufhören, höchstens ein Innehalten geben.

 Zu guter Letzt möchte ich Euch ans Herz legen, traurig zu sein, aber nicht das Leben zu vergessen. Das hilft keinem, sondern schadet nur Euch. Irgendwie verkorkst ist das Konzertjahr 2015 bislang ohnehin. Zakk Wylde spinnt rum und lädt die Fotografen aus (siehe HIER), so richtig kicken mich derzeit nur wenige Gigs, es scheint Ruhe vor einem großen Sturm zu herrschen. Der Sturm der Sommerfestivals, die mit einer wahren Gigantomanie alles bündeln und auch noch den letzten Cent aus den Fans rauspressen wollen und werden: AC/DC, KISS und Co bereisen das Land, spielen in grünen Höllen und alle drehen durch und wollen und müssen dabei sein. Klar, es könnte das letzte Mal sein. Wie jeder Moment der letzte sein könnte. Nicht vergessen sollte man aber das, was sich im kleineren Rahmen für das nächste halbe Jahr "zusammenbraut". Im Turock zum Beispiel oder in der Matrix und dem FZW. Hier sind einige ganz famose Dinge in der Pipeline: The Iron Maidens (18.3.), Testament (10.6.) oder Devin Townsend (26.3.), um nur einige spannende Konzerte zu nennen. 

Passend zur sentimental-traurigen Stimmung der Woche empfehle ich Euch übrigens die neue CD von Steven Wilson "Hand. Cannot. Erase.". Bin ich ansonsten auch nicht der Freund dieses musikalischen Genies, finde ich dieses Konzeptalbum um die wahre Geschichte einer jungen Frau, die drei Jahre tot in ihrer Wohnung lag, außergewöhnlich mitreißend. 

 

Live long and prosper

 

 

  

yoursdocrock

 

 

 

Doc 'n' Roll - 27.02.15

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Hohoho...

 

heute gibt es nach langer Zeit einmal wieder einen Einblick in den ach so professionellen Alltag einer Band und deren Management. Der Redneck-Tross von Zakk Wyldes Black Label Society suchte Dortmund heim und ich habe am Montag die offizielle Bestätigung erhalten, das Konzert (unter anderem für das Rock Hard) fotografieren zu können.

Vor Ort musste dann ein armer Kassenjunge einigen Fotografen mitteilen, dass das Management der Band "noch" keine Freigaben für deren Pässe erteilt hätte. Neben mir war auch der Kollege einer Dortmunder Tageszeitung unter den Unglücklichen. Vier andere durften (was insgesamt schon eine lächerlich kleine Zahl ist).

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Zwei Stunden lang versuchte das Dortmunder FZW nun, jemanden zu erreichen, der in irgendeiner Weise für die Fotopässe bzw deren Bewilligung (die ich ja vom Tourveranstalter bereits hatte) verantwortlich war. Das schlug natürlich fehl, in den USA war es auch späte Nacht. Kurzum: Keine Bilder von mir und von den lokalen Medien vor Ort ebenfalls nicht. Dass Redneck-Biker Zakk immer schon für grandiosen Stil stand, habe ich schon vorher einmal erleben dürfen (und hätte gewarnt sein sollen): Als Vorband (!) für Ozzy & Friends vor Jahren in der Westfalenhalle (liegt es eventuell an der Stadt?) hat der harte Mann 20 Minuten vor seinem Auftritt den Knipsern einen derart unverschämten Vertrag vorgelegt, dass bis auf ein idiotischer Streikbrecher alle auf ihren Platz im Fotograben verzichteten.

So sehr ich Jeffrey Phillip Wielandt (so heißt der Bikerboss eigentlich) als Gitarristen schätze, so hart hat er sich nun bei mir einen Platz in der Liste der Oberidioten des Business (noch vor Manowar, die zumindest alle Fotografen VOR deren Anreise gestrichen haben) erarbeitet. Da oben rangiert übrigens auch Joe Bonamassa mit seinen sehr zweifelhaften Fotovorgaben in letzter Zeit (30 Meter entfernt von der Seite - unangekündigt - bzw Streichen des kompletten Medientrosses).

Um es klar zu machen: Eine Absage einer Akkreditierung ist nichts Schlimmes, damit muss und kann man leben, schließlich ist das Kontingent an Plätzen im Graben begrenzt.

Ein solches Vorgehen wie bei Zakk Wylde ist allerdings absolut unprofessionell und eines Topstars der Szene völlig unwürdig. Seltsam ist dabei, dass nicht immer so ein Theater abgezogen wird. Als Vorband für Black Sabbath lief alles rund und die Fotos könnt Ihr HIER bestaunen. Da war er aber auch nur die dritte Geige im Package.

Genug geärgert, freuen wir uns lieber auf andere Musiker, die sich nicht wie Idioten benehmen. Die Blues Pills zum Beispiel. Die kommen wieder auf Tour und wer die Band um Sängerin Elin Larsson einmal live und und in Farbe gesehen hat, kann sich kaum dem Zauber widersetzen, den die Formation ausstrahlt. HIER findet Ihr die Tourdaten.

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 20.02.15

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Da isser wieder und berichtet heute einmal von etwas anderem: Ich habe mich auf einen Kurztrip in ein Winter-Wunderland begeben und Wunderliches dabei erlebt. Mein Besuch der kleinen finnischen Stadt Lappeenranta (etwa 75.000 Einwohner, nahe der russischen Grenze) war ziemlich aufregend. Schneeberge en masse, ein komplett vereister riesiger See, auf dem lustig Langlauf zelebriert wurde und die berühmten finnischen Preise (Bier in der Kneipe zwischen 6,20 und 8.90 Euro) - die diesjährige Karnevalsflucht war ziemlich verrückt.

Angekommen am Sonntagabend um 21 Uhr fällt auf, dass niemand (!) auf der Straße ist. Ok, es ist auch kalt (rund -18 Grad), wir nutzen dennoch die Gunst der Stunde für einen Spaziergang bevor wir in einer Eishockeykneipe den ersten Abend ausklingen lassen. 

Das Erwachen am Morgen danach ist aufregend. Alles weiß, riesige Schneemengen und ein Volk, das keinen "Geschiss" um so etwas macht. Freigeräumt wird da nur die Einkaufsstraße, alle anderen mit Granulat versehen. Parkplätze werden gerne einmal mit dem Bagger freigemacht, die weiße Pracht anschließend mit dem LKW wegtransportiert. 

Sehr beeindruckend ist der Marsch über den riesigen See, der so derbe zugefroren ist, dass er als Ausflugsziel Nummer eins in der Stadt genutzt wird. Auch der Trip zur Eiskirche ist ziemlich abgefahren. Eine kleine Kirche komplett aus Eiswänden und Eisfenstern. Lediglich das Dach aus Holz, hoffentlich taut es nicht allzu bald ...

Die Menschen sind allesamt sehr nett und freundlich, Ausnahmen gibt es natürlich immer. Etwa der dicke Busfahrer, der uns gar nicht erst antwortet oder die schlimmen Haarverlängerer vom Wella-Kongress im Hotel (die natürlich aber auch keine "Eingeborenen" sind). Insgesamt geht es in Lappeenranta recht gemächlich zu, das Motto "Kommste heute nicht, kommste morgen" wird hübsch ausgelebt.

Wann immer es geht, versuche ich in den nordischen Ländern ein Eishockeymatch zu besuchen - so auch dieses Mal. Ticketpreis um die 20 Euro beim Spiel Lappeenranta (8. der Tabelle) gegen den Verfolger Tampere. Die Überraschung: Auf die Frage nach der Busverbindung leiht uns die Rezeption zwei ihrer Saison-Dauerkarten. Klasse! Fast niemand von den 4000 Fans fährt mit dem Bus zum Spiel. Nahezu jeder kommt mit dem Auto, bei den oben erwähnten Bierpreisen scheint das aber auch kein Wunder zu sein.

Das Spiel selber ist dann eher mau, aufgefallen ist bei dem 2:4 des Heimteams lediglich der Mann mit dem goldenen Helm, Dave Spina. 

Den treffen wir dann 20 Minuten nach dem Schlussgong in "unserer" Eishockeykneipe, wo er bereitwillig Autogramme schreibt, sich zum Spiel äußert und von mir gelöchert wird. Das Journalisten-Gen ist schwer auszuschalten. Was es mit dem Helm auf sich habe, will ich etwa wissen.

Er scherzt, dass der bestaussehendste Spieler den tragen dürfe, wird danach aber ernst und klärt mich auf, dass in der finnischen SM League der Spieler mit den meisten Punkten golden im Oberstübchen sein darf.

Auch die Unterschiede zwischen der deutschen und der finnischen Liga (Spina spielte mal in Iserlohn) legt der US-Amerikaner offen. Die ersten zwei Reihen in jedem Team seien recht gleich stark in diesen Ligen, ab Reihe drei werde es in Deutschland jedoch wesentlich schwächer als in Finnland. Insgesamt machte der Eishockey-Weltenbummler (spielte auch schon in der NHL oder Schweden) einen recht zufriedenen Eindruck mit seinem Engagement in Lappeenranta, konnte aber nicht verbergen, dass er gerne noch einmal in die NHL möchte. 

Der Rückflug war dann noch einmal ein echtes Erlebnis: Am winzigen Flughafen angekommen (eineinhalb Gates, zwei Räume) stehen dort 130 laute, pöbelnde und äußerst alkoholisierte Russen. Die entpuppen sich als Hooligans von Zenit St. Petersburg, kamen mit dem Bus nach Lappeenranta (etwa 3 Stunden Fahrt) und wollen mit "unserem" Flieger nach Weeze an die holländische Grenze, weil Zenit in der Euro Leauge gegen Eindhoven spielt. Es kommt wie es kommen musste: Schon vor dem Abflug wird einer eingeknastet, weitere verwarnt. Im Flieger benehmen sich die meisten nur im üblichen Rahmen daneben (Singen, ständiges Rumlaufen, Schreien), einige aber dann doch etwas mehr, kommen Aufforderungen des Flugpersonals nicht nach, trinken die ausdrücklich verbotenen eigenen Alkoholika und sind sowieso echte Charmebolzen in bester Putin-Manier. Bei der Landung informiert uns der sehr souveräne Flugbegleiter, dass wir alle noch zehn Minuten sitzen bleiben müssen, damit die Polizei in den Flieger kann. Fünf Einsatzkräfte verhaften noch im Inneren des Luftschiffes zwei Russen und wir können diesen schlimmen Flug endlich verlassen. Der absolut empfehlenswerte Abenteuerurlaub endet im dichten Weezer Nebel.

 

Fotografisch war es natürlich auch toll, einige Bilder habe ich Euch hier unten angehängt. Noch viel mehr Pics gibt es HIER!

 

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So long, rock on

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 13.02.15

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Freitag, der 13.! BUMM. DER Tag für Abergläubische. Ich halte das ja eher konfuzianisch: Wenn du dir einredest, etwas Schlimmes wird passieren, wird etwas Schlimmes passieren. Aberglaube ist auch ein prima Stichwort für die heutige Kolumne, denn ich habe bei einigen Kollegen nachgefragt und bringe nun etwas Licht in die Dunkelkammer. Viele Fragen habe ich schon gestellt bekommen, wie mein "Workflow" nach einem Konzert aussieht, vor allem, da ich so schnell komplette Galerien online habe. Um den Arbeitsablauf als solchen soll es hier aber gar nicht gehen, sondern um die Ticks, Macken und Aberglauben bei der Bildbearbeitung. Da gibt es viele viele verschiedene Marotten, bei allen Fotografen.

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Ich zum Beispiel importiere noch vor dem Schuhe ausziehen die Bilder, esse einen Happen während die digitalen *hüstel* Meisterwerke sich ihren Weg auf die Festplatte bahnen und habe zum ersten zu bearbeitenden Foto dann einen guten Whiskey und ein Bier für den Durst vor mir stehen. Dazu läuft irgendetwas im TV, meistens weiß ich anschließend nicht, was es war. Gaaanz unten findet Ihr mein kleines Filmchen "Concert Hunter". Der Streifen zeigt ebenfalls ein wenig, was vor, während und nach einem Konzert (bei mir) so abgeht. 

 

Andere machen das ganz anders als ich übrigens: Die nette Kollegin beispielsweise setzt auf "literweise Earl Grey" (das ist Tee, kein Single Malt) und hört dazu stets die Mucke des gerade fotografierten Konzerts. Letzteres ist nicht dumm, schließlich bekomme ich während des Fotografierens nicht einmal mit, welche Songs gespielt werden. Die nicht minder famose Knipskumpanin lässt rauchen. "Räucherstäbchen immer..oft..und Musik.. zurzeit ist es Hamferd! Und sehr häufig mache ich Game of Thrones an, höre einfach zu nur - aber in englisch." Und dann war da noch die überaus verrückte Fotograbenbesessene, die derzeit immer und unbedingt die gleichen Songs der gleichen Bands in ewig gleicher Reihenfolge hören muss!! 20 Songs von Bands wie VanCanto, Gamma Ray, Manowar oder Santiano! 

Die Herren des Lichts haben ebenfalls schräge Vorlieben. "In aller Regel bearbeite ich die Bilder  am nächsten Tag - nach dem Duschen in Unterhose. Ohne vorher geduscht zu haben, fühlt es sich nicht richtig an." Ähmm, ja. Interessant. Das hätte zudem den Vorteil, dass nach dem Duschen die Bilder importiert sind und die eigentliche Arbeit losgehen könne. Ein weiterer Kollege schwört auf "Tee oder Kaffee, dazu die Doors, Hendrix oder Manson." Und nun die Sensation: Es gibt auch Fotografen, die das völlig ohne Tick schaffen. "Ich arbeite zwar nach einem bestimmten Workflow, aber so feste Rituale habe ich nicht", hörte ich da. Von der Whiskey-Idee war er dann aber doch angetan. Ich alter Suchtberater ...

 

So, nun habe ich ein wenig von der Magie verraten, die Euch frische Konzertbilder auf den Monitor zaubern. Ebenfalls spannendes Fotografengeschwurbel findet Ihr übrigens auf Husky Welt (HIER). Der Kollege lässt in seinem Blog tief in den Fotografenalltag blicken - massig WTF und OMG-Momente inklusive. Reingucken! Aber wiederkommen! Bis nächsten Freitach ...

 

 

In diesem Sinne: Rock on

  

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 30.01.15

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Und da isser wieder...

 

es ist Freitag und ich plappere mal so ganz fromm und frei drauf los. Plattenfirmen waren ja immer schon etwas langsam und behebig, jetzt sind sie auch noch komplett paranoid (zumindest einige von ihnen). Dass die Promo-CDs, die wöchentlich ins Haus flattern (mittlerweile kommen im Monat gefühlt so viele Neuerscheinungen, wie im ganzen Jahr 1975, leider nicht annähernd so viele relevante und beeindruckende wie in der Prä-Homestudio-Zeit) immer schon "Fingerprinted" waren(sprich: angeblich können die Firmen nachvollziehen, wenn ein Journalist diese rippt und ins Netz stellt), daran hat man sich schon gewöhnt. Jetzt tauchen aber die ersten versiegelten Scheiben auf. Wenn das Siegel durchbrochen bei einem ankommt, soll man unbedingt und sofort die Plattenfirma informieren. Hier hat man immer noch nicht verstanden, wie das mit dem Internet so funktioniert. Anstatt gescheite Vertriebswege und interessante Veröffentlichungen mit Mehrwert auf den Markt zu bringen, wird einfach alles in Rillen gepresst, was einen Akkord spielen kann. Die Revinylisierung war ein richtiger Schritt oder doch nur das letzte Zucken einer Industrie, die sich durch ewiges Zaudern überflüssig gemacht hat? Traurig wäre es, den Fortschritt hält aber niemand auf, auch, wenn er ein Rückschritt sein sollte.

Jetzt habe ich mich hier in eine Ecke philosophiert, aus der ich schwerlich mit guter Laune wieder herauskomme. Dafür bin ich zu Old-School in Sachen Tonträger. Mir fehlen die großflächigen Cover und Booklets einer Vinyl-Scheibe. Meine Theorie ist ja die, dass mit der CD und ihren Mini-Büchlein und Bildchen der Untergang des bewussten Hörens einhergeht. Dazu kommt natürlich die oben erwähnte Veröffentlichungsschwemme. Man kommt ja gar nicht mehr dazu, etwas bewusst und über einen längeren Zeitraum zu hören, wenn man sich nicht selber dazu zwingt. Picture

Letzten Samstag habe ich die Fantastischen Vier fotografiert. Die Nachfrage eines Facebook-Nutzers auf unseren Seiten, was die denn mit Rock 'n' Roll zu tun haben, hat mir einmal wieder gezeigt, dass es sich die Menschen dort draußen (oft auch die Rocker) in ihren Schubladen schön bequem gemacht haben. Das ist schade, denn wahrscheinlich haben diejenigen, die über ein Fanta4-Livekonzert (mit fetter Liveband) mosern, damals zu Anthrax meets Public Enemy begeistert das Haupthaar geschüttelt. "Bring the noise" und so...

Dann gab es noch den Nutzer, der uns den guten Tipp gab, wir sollten auch mal in die Fans fotografieren... Ihr, die uns kennt, wisst, dass bei jeder Konzertgalerie auch Fanfotos zu sehen sind. 

Schlimme Kolumne oder? Ich komme mir hier vor, wie Grandpa Simpson, so grumpy. Dabei war früher natürlich nicht alles besser, nicht mal die Hälfte. Wenn etwas besser war, sollte man das aber deutlich sagen! Man muss aber auch nicht ständig irgendwelche Makel suchen, wenn diese nicht allzu offensichtlich sind. Das ist so einzelkindisch (und ich bin auch eins).

Besser waren früher auf jeden Fall die Winter... Stopp! Auch das ist Unsinn. In unseren Breitengraden war das immer Schmuddelscheiße. Deshalb habe ich endlich den Spontanschneefall am vergangenen Samstag ausgenutzt, um zu shooten. Mein dafür vorgesehenes Schneemädchen musste arbeiten und ich konnte Kollegin Missty überreden einzuspringen. Herausgekommen sind ein paar coole Shots (HIER) - und eine fette Erkältung beim spärlich bekleideten Model. Sorry, Missty, aber es war super!

 

Schnell noch zwei CD-Tipps: Hört Euch die neue THUNDER und die neue BLACK STAR RIDERS an und gebt den Scheiben mal mehr Zeit als üblich. Ihr wisst schon, so wie früher ...

 

In diesem Sinne: Rock on

 

  

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 23.01.15

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Heyho, treten Sie ein, es sind Schwedenwochen bei den RocknRoll-Reportern. Naja, so fast. Hammerfall - eine Band, die ich musikalisch nicht so wirklich relevant finde, hat die kleine Turbinenhalle gerockt wie Sau. Da kann man nix sagen. Ihre blauen Strahler nerven mich zwar immer enorm, doch zumindest ein wirklich episches Bild habe ich auf die Kette bekommen.

Das hat auch Hammerfall-Sirene Joacim Caans so gesehen und es einen Tag nach dem Oberhausen-Gig zu seinem Facebook-Titelfoto gemacht. Das streichelt die Fotografenseele. Hammerfall? Find ich super.10805839 858361547517423 1125452837236778870 n

Schwedisch kommt es den Jungs von Sabaton übrigens auch vor, dass die deutschen Fans in bester Ballermann-Manier "Noch ein Bier, noch ein Bier" skandieren (schöne Wortwahl im Zusammenhang mit nordischen Bands, gell?).

So richtig lustig finden sie es nämlich gar nicht (mehr), wie ich aus üblicherweise gut informierten Quellen weiß. Immerhin aber noch gut genug, das Sommer-Open-Air in Gesellenkirchen "Bierfest" zu nennen. Ist der Ruf erst uriniert ...

Heute wackele ich zu den Fantastischen 4. Die X-Men wären mir lieber gewesen, aber man nimmt, was man kriegen kann.

Apropos kriegen: Essen rüstet auf. Das Nord Open Air (zu dem zeitgleich das Bierfest von Sabaton nur wenige Kilometer entfernt von einer großen Agentur lanciert wurde - ein Schelm, der Böses dabei denkt) hat mit der Verpflichtung der Toy Dolls eine echte Breitseite abgefeuert und das Turock hat sich die eine Hälfte von Tenacious D geschnappt.

Die Kyle Gass Band tritt in unser aller Lieblings-Metaldisco im April auf. Konzerttechnisch scheint 2015 also eine runde Sache zu werden. 

Noch einmal zurück zu dem Hammerfall-Konzert: Zeitgleich fand in der großen Turbinenhalle die Persistence-Tour statt und die Anfahrt war einmal mehr eine Katastrophe, was damit zusammenhängt, dass nicht mehr beide Zufahrten des Parkplatzes geöffnet werden dürfen.

Hier muss dringend etwas geschehen, denn die ewigen Staus für einen Weg von 500 Metern zur Einfahrt des Parkplatzes sind äußerst kontraproduktiv.

Ich habe bei Hammerfall schon Stimmen gehört, die die Halle bei gutem Vorverkauf demnächst meiden wollen. Das kann es nun wirklich nicht sein, zumal die kleine Turbinenhalle ein echt gemütlicher Brocken geworden ist. 

Zu guter Letzt noch ein Geständnis: Mein Watchever-Probemonat hat mich süchtig nach Nashville werden lassen. Das ist eine Serie um zwei Country-Stars, eigentlich eher so etwas wie Dallas meets Beverly Hills 90210 im Country-Milieu, aber ziemlich gut gemacht. Selbst musikalisch ist das Ganze ziemlich spitze, wenn man wagt etwas über den Tellerrand hinauszuschauen. Jedenfalls hat mich das Ganze zu weiteren Nachforschungen veranlasst und dann Erstaunliches zu Tage gefördert. Wusstet Ihr, dass es Alternative Country gibt? Der ist ziemlich rumpelig und es gibt hin und wieder dabei sogar Punkeinflüsse. Musik ist einfach mehr als in Schubladen zu leben. Noch ein Bier?

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 16.01.15

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Oh Mann, Manowar (Foto unten) sind einfach die allergeilsten... Idioten. Da war der Fotopass für die Kings of Metal Arrogance am Montag vom Veranstalter noch bestätigt worden, ereilte die Redaktion am Dienstag, einen Tag vor der Show, der kleinlaute Anruf des von Star-Allüren bereits Verzweifelten, dass die Band keinen Fotografen (außer ihren eigenen) bei der Show haben möchte. Das Essener Schulorchester im Vorprogramm könne man wohl fotografieren, die Manowar-Show dann auch gerne sehen, aber fotografiert werden darf keinesfalls. Niveau ist keine Handcreme, aber von Manowar ist man ja so einen Unsinn gewohnt. Als ich die Band, die mehr mit Spinal Tap zu tun hat, als Spinal Tap selber, letztes Mal in der kleinen Westfalenhalle 3 (kurzfristiger Umzug aus dem anvisierten riesigen Westfalenstadion aufgrund...ähm "Bauarbeiten in der Arena") fotografiert habe, mussten die Knipser nach eineinhalb Songs aus dem Graben. Für eine Band, deren beste Zeit lange vorbei ist, sind sie immer noch sehr mutig. Die Berichte des Gigs jedenfalls waren katastrophal. Ausschnitte aus Live-DVDs zwischen den Songs, Grottensound und so weiter und so weiter. Ich bin froh, dass ich nicht da war. PictureEin Abend frei und Zeit, mich mit meinem neuen 55 Zoll Fernseher zu beschäftigen. Wusstet Ihr, dass der ein riesiger Internetbrowser sein kann (Klar, wusstet Ihr das, ich eigentlich auch - aber die schöne neue Welt ist immer wieder flashing)? Und Spotify (jaaa, die Künstler verdienen ja nix, blabla schwätz) läuft da wie eine eins. Ich bin begeistert, Marty McFly hatte doch recht mit 2015. Alles tuffig und super...

 

Konzerte gibt es in dieser Woche dennoch eine Menge: Donnerstag war Epica mit Dragonforce und Samstag wartet Hammerfall in der kleinen Turbinenhalle, während in der großen direkt daneben ein Festival tobt. Fahr Bus und Bahn, fahr Bus und Bahn...

 

Nächsten Freitag übrigens wandle ich auf eher unrocknrolligen Spuren, doch ich konnte mir den Fotopass bei den Fantastischen Vier einfach nicht nehmen lassen. Irgendwie verkörpern die für mich die gute alte Zeit, in der es noch Hip-Hop gab, bei dem man als Rocker (und Roller) nicht gleich im Strahl kotzen musste. Allein der Name begeistert mich als alten Comic-Freak (Marvel for the win) deutlich mehr als Frauenarzt, Hebebühne, Pussyido oder wie sie (sich) alle schimpfen. Wenn die vier also singen "Ist es der da, der im Graben steht", meinen sie sicher mich. Spannend und fordernd wird es zudem, denn es hat den Anschein, dass die Rapper auf dieser Tour den ersten Song nicht auf der Hauptbühne, sondern irgendwo im Publikum performen, während die Fotografen im Graben stehen. Zur Not hat man dann aber immerhin noch zwei Songs auf der Hauptbühne.

Bisken wenig Rock und Roll in dieser Kolumne, wa? Und nu? Nix nu! Ich empfehle mich mit der besten Geburtstagsparty seit langem. Dave Grohl wurde *uffzig* und feierte auf der Bühne mit Tenacious D, Paul Stanley und anderen Hängern (HIER gucken!). Geil. 

Party on, Wayne.

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 09.01.15

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Moin,

 

da haben wir nun den Salat. 2015! Und das ging gar nicht mal so geil los. Erschossene Journalisten wegen Satire? Ziemliche Scheiß-Welt da draußen. Die Solidaritätswelle hat dann sofort Facebook überschwemmt und man konnte sich vor Profil- und Titelbildern a la "Je suis Charlie" nicht mehr retten. Mein erster Impuls ist immer, das toll zu finden, dann frage ich mich aber auch, ob es hier wirklich um Solidarität geht oder um Profilierungssucht. Ein schwieriges Thema und ich bin zu keinem Entschluss gekommen, außer, dass ich selbst darauf verzichtet habe, dennoch aber solche Inhalte gerne teile. Zum Glück fehlt mir die Fähigkeit zum Zeichnen, da komme ich gar nicht in die Verlegenheit. PictureMeine einzige Zeichnung, die es in den RocknRoll Reporter geschafft hat, ist die von Marilyn Manson aufgrund seiner idiotischen Fotoregelungen (HIER). Facebook bildet die reale Welt recht gut ab, denn am Donnerstagmorgen gab es nahezu keine Zeitung ohne eine Hommage in Form einer (oder ganz vielen) Karikaturen. Auch hier mag ich als Journalist gern hinterfragen, ob bei einem Schmutzblatt wie der Bildzeitung (Bild-Reporter erklärt den Tathergang im Video, Bild-Brandstifter Kai Dämlich gibt seinen Senf dazu ab - etc etc), irgendeine Form des Mitleids herrscht oder, ob es hier nur um Sensationsgeilheit geht. Immerhin: Ab nächsten Freitag beschäftigt sich die Bildzeitung wieder mit Dingen, von denen sie Ahnung hat: dem Dschungelcamp zum Beispiel. Besser, ehrlicher und ganz im Sinne von Charlie Hebdo machte es die Titanic: In ihrem „Liveticker in eigener Sache“ wiesen die Journalisten unter anderem auf den Zeitpunkt ihrer Redaktionskonferenz hin, die eine Gelegenheit für Terroristen böte, „die gesamte deutsche Lügenpresse“ auszulöschen.

 

Eine Überleitung zu finden, fällt hier recht schwer, deshalb gibt es ausnahmsweise keine, sondern es geht direkt zu Elvis Presley:

Der wurde (also wäre geworden) 80! Der King of Rock 'n' Roll hat zweifelsohne die Welt verändert, aber auch so viele Macken gehabt, dass er als Vorbild für irgendetwas anderes als Musik nur schwerlich taugt. Trotzdem - oder gerade deswegen - war er ein spannender Typ. Ich empfehle immer wieder gerne im Zusammenhang mit dem US-Barden die geniale Dokumentation "The Burger & the King", die Fassungsloses über die Essgewohnheiten Presleys berichtet (HIER).

 

Enttäuscht wurde ich in dieser Woche von der Geschichte des Rock. Das ist ein durchaus spannendes Ebook mit über 700 Seiten, von 1950 bis 2010. Es liest sich gut und es macht Spaß drin zu stöbern, wenn man denn nicht zufällig auf die ganz schlimmen sachlichen Fehler stößt. Dass sich Kiss beispielsweise für das Album "Unmasked" demaskierten, ist schlichtweg falsch (es war "Lick it up") und auch die zeitliche Einordnung der Demaskierung ist völlig daneben, wird doch anschließend "The Elder" und "Creatures of The Night" angeführt, welche beide in der Tat aber zur Maskenzeit der Band zählen. Auch der Satz, dass Mötley Crüe 1983 ihren Durchbruch mit dem zweiten Album "Shout at The Devil" und der Single "Smokin in The boys room" hatten, irritiert: der genannte Song befindet sich nicht auf diesem Album, sondern auf "Theatre of Pain".

Sehr enttäuschend. Das ganze Review gibt es HIER! Immerhin hat der Verlag auf meine Kritik hin Besserung gelobt und ich hoffe, dass es eine überarbeitete Fassung geben wird. 

 

Konzerte gab es auch schon: Die Allesspieler von Sabaton boten in der Oberhausener Turbinenhalle ihren dumpfen Ballermann-Metal. Die Kamera war dabei, mit ihr auch ich. (HIER).

 

Jetzt reicht's für diese Woche, hoffen wir, dass der Rest des Jahres besser wird ...

 

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yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 02.01.15

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AUS AUS AUS... das Jahr ist AUS! Endlich sagen manche und ich bin auch gespannt, ob 2015 besser wird. Wobei zumindest in Sachen Konterfotos habe ich ein gutes Jahr gehabt: Aerosmith, Black Sabbath, Iron Maiden, Wacken, Rock am Ring, Metalfest an der Loreley, Dream Theater (2x) sogar, Pink, Machine Head (auch 2x), Arch Enemy, Kreator und und und. Viele richtig große Acts hatten die Gelegenheit vor meiner Kamera sich zu entfalten. Geendet hat das Jahr an Silvester mit einem absoluten Sahnestück: Amorphis und meine neuen Lieblinge Avatarium in der Weststadthalle. Ganz stark. Erstmal habe ich das Konzert nicht nur fotografisch fürs RockHard begleitet, sondern auch den Konzertbericht geschrieben. Also, kaufen!!

Wer - wie ich - viel im Netz unterwegs ist, viele Fotografenforen abonniert hat und überhaupt mehr liest als Auto fährt, muss sich langsam vorkommen, wie im Irrenhaus. Was sich da so an unterbelichteten Menschen tummelt, ist wirklich sagenhaft und kulminiert dann in Real Life-Aufführungen wie Pegida und Co. Die Anonymität des Netzes (die ja wirklich keine mehr ist) lässt so manchen die gesunde Kinderstube vergessen (so er sie überhaupt genossen hat). Mein Rat (den ich leider selber nicht immer befolge) lautet da: Ignorieren, don't feed the trolls. Andererseits sollte man sich auch nix gefallen lassen. Seufz. Es ist schwer. Da war da zum Beispiel die süße 18-Jährige, die sich einer Konzertfotografengruppe anschloss, um ihre mit dem Telefon geschossenen Bilder bewerten zu lassen. Ich muss nicht dazu sagen, dass a) die Bilder scheiße waren und b) die "Kollegen" wie die Löwen über eine kranke Antilope hergefallen sind. Beide Seiten sind natürlich daneben und zeigen schön, wie schlimm es um das Internet steht. Eine nette Konklusion der Debatte hatte ein dann ein Kollege, in dem er sagte: "Lesson of the day: Photographers, like all artists, can be a bitchy bunch." Dem ist nix hinzuzufügen.

 

So: 2015! Sind wir in dieser Kolumne endlich auch im neuen Jahr angekommen. Als ich das Moped hier im März gestartet habe, war das eigentlich nur eine Einsprungshandlung, weil ich eine Lücke hier füllen wollte. Mittlerweile gehen wir in Runde 43 und ich lese immer mal wieder quer, was das Jahr so gebracht hat, was ich zu meckern hatte, was ich toll fand und empfohlen habe, wann ich Unsinn geschrieben habe. Insofern: Wollt Ihr einen Jahresrückblick? Schaut HIER!

 

Und, wenn Ihr einen fotografischen, nicht repräsentativen wollt: HIER!

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 26.12.14

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Hohoho, ach ne, das war ja schon. Der heutige DocnRoll - die 42. Ausgabe des Jahres übrigens - ist der allerletzte in 2014, ein Jahr, welches viele Menschen gehasst haben, das aber auch einige schöne Seiten hatte. 

Das trifft aber definitiv nicht fürs Ende zu, denkt man etwa an den mit 70 Jahren viel zu früh verstorbenen Joe Cocker, den ich beim Bochumer Zeltfestival vor einer Weile hätte fotografierenden können, mir aber etwas dazwischen kam. Immerhin wird seine Stimme nie verstummen. Rest in Peace, Joe. 
Ist es einfach ein Gefühl oder sterben vor dem Weihnachtfest und vor Dem Jahresende immer viel mehr Menschen? Liegt es an der Dunkelheit im Winter? Gibt es da Studien?
 
Die RocknRoll-Reporter beenden konzertisch das Jahr erst an Silvester in der Weststadthalle bei Avatarium und Amorphis. Unser Bild des Jahres hingegen steht schon fest (HIER). Die Gewinner unseres Weihnachtsgewinnspiels ebenfalls. Ich hoffe, du, lieber Leser, bist dabei!
Was bringt 2015? Ein Festivaloverkill jedenfalls mit Rock am Ring und dem grandiosen Line-Up der Grünen Hölle (u.a. Kiss).
Es bleibt spannend, ob beide Festivals funktionieren. Ich finde es aber gut, dass in der grünen Hölle das Hauptaugenmerk auf Rock und Metal liegen wird. "Rock" am Ring wurde in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer Kasperleveranstaltung mit zu breiter Mischung (Cro und Iron Maiden will zumindest ich nicht auf einem Festival haben).
Dazu kommt noch die AC/DC-Tour. Es wird also das Jahr der Giganten. Gut, dass sie alle vor der dunklen Jahreszeit spielen.
 
Apropos AC/DC: endlich hatte ich die Zeit, deren neues Werk zu bestaunen. Eine neue ACDC-Scheibe zu hören, ist wie der Besuch bei einem ganz alten Bekannten. Man fühlt sich sofort wohl und auf die Frage, was es Neues gebe, erhält man keine weltbewegenderen Informationen. Am Ende fährt man betrunken und glücklich nach Hause, beseelt davon, dass das Universum ab und an im Gleichgewicht schaukelt...
 
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und wir lesen uns hier wieder. Versprochen!?

 

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 19.12.14

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Hohoho, das hier ist die letzte Kolumne vor Weihnachten. Mein Bart ist lang wie nie und ich trage rote Samthemden. Außerdem phantasiere ich (wie Ihr merkt). Doch kommen wir zum Ernst des Freitags: Willkommen am Ende der Endspurtwoche. Weihnachten steht in den Startlöchern, die Innenstädte sind proppevoll. Endspurt auch beim Fußball: Englische Woche, Samstag dann der letzte Hinrundenspieltag in der Bundesliga. Und: Konzerte, Konzerte, Konzerte. Heute Broilers, Sonntag Meshuggah und und und. War da nicht mal irgendwann die Rede von einer besinnlichen (Vor-)Weihnachtszeit? Das Rad dreht sich immer schneller, da kann das Jahr kaum noch mithalten. Bald schaffen wir 365 Tage in sechs Monaten - gefühlt. Deshalb mein Aufruf: Innehalten, Luft holen, die Geschwindigkeit verringern, Pausen einlegen. Damit Ihr nächstes Jahr fit seid. Ich brauch Euch hier noch ...

 

 

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Habt Ihr schon einmal einen Krieg überlebt? Mir ging es neulich so. Ich war im Baumarkt. Vor Weihnachten! Irrsinn. Aber ich hatte diese innere Stimme einer netten Person im Kopf. "Ich finde Baumärkte sooo toll". Na gut, schau ich mir das mal an. Ich brauchte schließlich einen Spülsteinstöpsel. Und, was soll ich sagen: Hunderte strömten durch die Gänge, bekriegten sich mit großen Maschinen, fraßen Waffeln am "das ist doch für unseren Kindergarten"-Waffelstand. Ein Waffelstand! Mitten im Baumarkt? Sagt mal, Ihr Essener: Seid Ihr alle bekloppt? Ich habe natürlich kein Gebäck dort gekauft. Wo kommen wir da denn hin? Gaffatape hab ich gekauft. Kann ein Fotograf immer gebrauchen. SO! Naja, und einen sooo süßen Stöpsel (kein Kind). Hat alles nur 41,3 Minuten gedauert aber ich habe es überlebt. Baumarkt-Survivor! 

 

Dann waren da noch die Fleetwood Mac-Karten, die 279 Euro kosten sollten. Direkt vor der Bühne in der Lanxess-Arena. 279 Euro ist ziemlich viel, um dafür Oma und Opa beim Sterben zuzuschauen. Leider gibt es genug Bekloppte, die da zuschlagen, so dass der Wucher weiter gehen wird. 

 

Da Weihnachten ist, hauen wir übrigens Manowar-Karten für Euch raus. Ganz für lau. Schon gesehen? Klickt HIER! Die Kings of Metal (*hüstel*) spielen in der Grugahalle. Seid dabei!

Dann war ich noch bei Mastodon, um mal wieder etwas Hass zu versprühen. Tolle Band (wenn auch etwas poppig mit dem letzten Album), aber eine Lichtshow zum Abgewöhnen. Ein Song nur grün, ein Song nur gelb, ein Song nur blau. Ich hätte fast in allen Regenbogenfarben gekotzt, denn Regenbogen ist meine Lieblingsfarbe (aus "Rockstar" - danke Frau L.). Klar, dass ich trotzdem ein paar richtig gute Bilder mitgebracht habe (HIER!). Wer kann, der kann ...

 

Bevor mich nun der Größenwahn gänzlich anfällt, sage ich Arrividerci, Ciao, Good Bye, CUSoon and frohe Weihnachten! May the Tannenbaum with you. 

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 12.12.14

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Noch zwölf Tage bis zum heiligen Abend. Klar, dass manche Musiker da schnell noch mit ner "Best of" oder ähnlichem Quatsch rüberrutschen. Heino zum Beispiel: "Covert" jetzt sein rechtes Liederbuch auf Rammsteinsche Art. Muss man nicht dessen Selbstironie bewundern, wird dieser Tage viel gefragt. Und die Engstirnigkeit der Rocker verurteilen, die den immer noch doof fanden. Nein muss man außnahmsweise nicht, ist meine Meinung. Man darf das aktuelle Enzian-Video lustig finden, weil es lustig ist. Gute Idee, gute Umsetzung (vor allem der Moment, in dem Gotthilf Fischer explodiert). Man darf auch lustig finden, dass die harten Rocker in Aufruhr geraten.

 

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Was man nicht lustig finden und nicht vergessen darf ist hingegen, dass Heino 1973 kein Problem darin sah, für die NPD zu singen, dass Heino (Danke an Dirk Jacobs fürs Bild aus Wacken damals - da hab ich schon geschlafen, ääh, Fotos bearbeitet) im Laufe seiner Karriere ein buntes Fascho-Liederbuch eingesungen hat (Deutschlandlied mit allen drei Strophen, die inoffizielle Hymne der 6. Armee vor Stalingrad "Es steht ein Soldat am Wolgastrand", das bei der Wehrmacht beliebte "Schwarzbraun ist die Haselnuß" sowie das Treuelied der SS "Wenn alle untreu werden"). Ist Heino deshalb ein Nazi, wie Jan Delay es formulierte? Immerhin hat er selbstverständlich immer den beliebten Hinweis gebracht, dass es sich um Titel aus der Zeit vor der nationalsozialistischen Herrschaft handle. Mit anderen Worten: Wenn Ihr Euch morgen im Manson-Style (der "echte" Manson) ein Hakenkreuz auf die Stirn tätowiert, könnt Ihr aus der Nummer rauskommen, indem Ihr anführt, dass die Nazis dieses tolle alte Symbol ja nur verunglimpft haben. Was kann das Hakenkreuz dafür, dass es missbraucht wurde? 

 

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Doch es gab auch schöne Momente in dieser Woche: 21 Octayne etwa rockten als Uriah Heep-Vorgruppe die Zeche Bochum (Fotos), dass es amtlicher kaum geht. Überraschend (für mich), dass die zweite Vorband "Voodoo Circle" (von deren Existenz ich bislang unbefleckt geblieben war) ein wirklich herausragender Whitesnake-Klon ist und mir durchaus gefallen hat. Das geht bei Sänger David Readman dann sogar soweit, im weißen Hemd mit Kreuz a la David Coverdale auf die Bühne zu kommen. Readman singt zudem mittlerweile besser als Coverdale, stark!

 

Weniger stark: Die ganzen Irren, die meinen, man müsste um 18 Uhr an einem Samstagabend noch ins Centro fahren. Für einen Weg von 6 Kilometern zur Turbinenhalle (Kreator und Arch Enemy) brauchte ich sage und schreibe 90 Minuten und verpasste prompt Sodom und Vader. Buuuuuuuh. Arch Enemy waren dann aber wieder sehenswert und Kreator finde ich ja eher so mittel, aus fotografischer Sicht sogar abstoßend. Schlimme Lichtbedingungen, Strobo und Co - das ist wohl Underground. Nächster Versuch 2015 beim RockHard-Festival. Können die dann bitte um 12 Uhr am Samstag spielen? Danke.

 

Meine Fotos in einem schönen old-schooligem Innencover einer Vinyl-LP waren dagegen pure Freude für mich. Vor langer Zeit hatte ich einen kleinen Deal mit den Jungs von "Bloodbound" ausgechecked und das Ergebnis kann man in der CD und LP ihrer neuen Scheibe sehen (siehe links). Die Originalfotos seht Ihr hier

 

Was gab's noch? Ach, das Scott Ian-Interview, in dem er sich recht maulfaul gab, aber dennoch ein paar interessante Sachen rausließ. Schaut einfach mal HIER! Dazu gibt es auch noch einn Epica-Interview und da gibt's richtig viel Text, denn Gitarrist Marc hatte Bock zu reden und auch was zu sagen. HIER!

 

SCHON BEIM WEIHNACHTSGEWINNSPIEL MITGEMACHT???? HIER KLICKEN

 

So long, rock on

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 05.12.14

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Hohoho...

 

es gleicht einem Überfall in dunkler Nacht: Klammheimlich stemme ich Tür um Tür auf, stibitze ein Kleinod nach dem anderen. Die Turmuhr schlägt Mitternacht, mein Werk ist fast vollbracht. Vor mir liegen 24 Meisterwerke, eins köstlicher als das andere. Ja, ich höre Euren Aufschrei schon. Adventskalender darf man nicht als großes Abendmahl betrachten, es ist nicht erlaubt, einen Schritt vor den nächsten zu machen, sprich die Türchen zu öffnen und den Inhalt zu verputzen, bevor diese wirklich an der Reihe sind. Entspannt Euch! Ich habe mitnichten 24 Schokokunstwerke auf einmal verputzt.

Vielmehr habe ich den Inhalt dazu benutzt, einem Kreativschub nachzugeben und einen ganz eigenen Adventskalender zu basteln. Mit eigenen Fotos und der „erbeuteten“ Schokolade. Manchmal muss es eben ganz individuell sein.

 

Facebook hat Angst vor Fleisch

 

Wenig individuell ist unser aller liebstes soziales Mistwerk, Facefuck. Da habe ich wieder eine ganz grandiose Geschichte erleben dürfen. Ich bekomme jedes Jahr einen der tollen Playboy-Adventskalender geschenkt. Nicht, weil ich ein so großer Playboy wäre, sondern weil ich Schokolade so gern mag (und den Playboy auch nur lese wegen der tollen Interviews, klar oder?). Seit Jahren poste ich dann immer mal wieder einige Bildchen der höchst ästhetischen Fotos.

 

Beim Posten eines Fotos meines Playboy-Adventskalender habe ich am 1. Dezember die Sichtbarkeit versehentlich auf "öffentlich" stehen gehabt und innerhalb von 2 Sekunden (kein Scherz) war dieses Bild wg "Nacktheit" gemeldet...

Danach hat Facebook es dann sogar entfernt. Ich hätte "lieber" etwas Menschenverachtendes oder/und Rassistisches veröffentlichen sollen. Das stünde dann da immer noch, wetten? Das Bild sah übrigens so aus: Pornös...

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Apropos Fotos: Schon unser grooooooßes Weihnachtsgewinnspiel gesehen? Aus neun Meisterwerken (*hüstel) sollt Ihr Euer Bild des Jahres auswählen und dann vielleicht einen der vielen Preise abräumen. Hier mal schnell gucken und mitmachen! 

Morgen ist Großkampftag im Pott: Nikolaut in Mülheim, Kreator und Co in Oberhausen, Motorjesus in Bochum und und und. Die Wahl ist eine Qual, die RocknRoll-Reporter werden wohl beim Nikolaut und in der Turbinenhalle zugegen sein. Also aufpassen, da rollen Fotos auf Euch zu! 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 28.11.14

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Oha, ach du grüne Neune (woher kommt das überhaupt? *), es geht dem Ende zu. Also das Jahr 2014 und das ist nicht so schlimm. 2014 war nicht so der Überflieger. Hau mal ab, schick den Kumpel 2k15. Der ist eh fresher, dabei aber nicht son Motherf***** (denkt Euch hier einen PIEP-Ton). 

Vorher brauchen wir aber noch ein gehöriges Maß an rockiger Weihnachtsstimmung. Die unsägliche Vergewaltigung von "Do they know its Xmas" mit dem Spießerpunk Campino trägt dazu leider nicht bei und auch das Wetter macht mir weiter Sorgen.  

Erfahrene Weihnachtsmarkttouristen wissen doch, dass Glühwein besser schmeckt, je kälter es draußen ist. Meinen ersten Glühwein habe ich bei 12 Grad getrunken. Weihnachtsstimmung kommt da wenig auf, dabei geht es ja jetzt ratzfatz. Am Sonntag ist schon der erste Advent, die ersten Geschenke sollten da langsam mal besorgt werden. Immerhin hat Weihnachten im Frühling auch eine gute Seite: man kommt zum Beispiel auf Geschenkideen, die einem so noch nicht in den Sinn kamen. Badeanzüge oder Sonnenbrillen, Flip-Flops und Sommerreifen. Ich halte mich trotzdem damit noch zurück und setze alles auf einen Wintereinbruch kurz vor dem Fest. Ich habe diese doofen Winterhandschuhe für meine Mutter schließlich schon gekauft und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

Apropos Weihnachten: Am Montag, 1. Dezember, starten wir unsere große Xmas-Verlosung (klingt hipper, fresher, mehr yolo, eventuell sogar mehr swag und so, y'know, folks?). Zu gewinnen gibt es viele schöne und sehr unterschiedliche Preise. Also: Mitmachen!!! Derzeit verlosen wir noch 2x2 Tickets für das schnuckelige Nikolaut in Mülheim am 6. Dezember. Hier mal gucken!

 

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Schnell noch ein besonderes Erlebnis aus der Welt des Konzertfotografen: Am Mittwoch war ich fürs RockHard bei den großartigen Machine Head in der Oberhausener Turbohalle und - ich war gaaaanz allein im Fotograben. Da Onlineberichterstattung nicht erwünscht war, konnte ich mich (da für Print unterwegs) im Graben richtig ausleben. Lediglich ein Knipser der Band leistete mir ab und zu Gesellschaft.

Das war ziemlich abgefahren, war ich doch am Tag davor mit 12 (in Worten ZWÖLF) Fotografen und einem ganzen WDR-Kamerateam im Fotograben bei den Beatsteaks. Beides - um es klar zu sagen - ist scheiße. Basta! Apropos scheiße: Warum sich WDR-Kameraleute immer absolut rücksichtlos benehmen, kann ich leider nicht ergründen. Eventuell ist es die Geilheit, dass man ja fürs tolle öffentlich-rechtliche Fernsehen arbeitet? Kaum ein Fotograf, der nicht zur Seite geschubst wird. Das habe ich bei den Beatsteaks genauso erlebt wie zuvor bei Motörhead in Düsseldorf und früher im Jahr beim RockHard-Festival. Konsequenz: Ab sofort wird zurückgeschossen...

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Ach ja: Die Redewendung Grüne Neune, oft auch Ach du grüne Neune! als Ausruf der Verwunderung oder des Erschreckens - bezieht sich eventuell auf eine Übertragung der französischen Spielkarten auf das deutsche Blatt. Die Pik-Neun entspricht der Gras-Neun, also dem Grünen Neuner, der Grünen Neune. Beim Kartenlegen gilt die Pik Neun traditionell als Karte, die nichts Gutes verheißt (schwere Unannehmlichkeiten, Krankheit, Vermögensverluste).

Doc 'n' Roll - 21.11.14

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Heyho, Ihr Mitgefangenen auf dieser Galeere, die wir Leben nennen. In dieser Woche kam das neue Rock Hard-Magazin heraus, zwei meiner Live-Pics waren wieder mitten drin statt nur dabei (Accept und Opeth - aufs Foto unten rechts klicken). Das ist nun zwar schon häufiger der Fall gewesen, Spaß macht es mir aber immer noch. Schließlich ist das Rock Hard mitverantwortlich für meine Metal-Sozialisierung, das Blatt, mit dem man groß geworden ist. Und in diesen Monaten macht es (mir) sogar besonders Spaß, das Zentralorgan des Metal zu lesen. Alle Befürchtungen, nach dem enormen Mitarbeiterverlust (u.a. Langzeit-Chefredakteur Götz Kühnemund) 10527295 822961214390790 4347204249601974019 nkönne sich das Blatt verschlechtern, legt mal getrost zu den Akten. In der Tat ist das Rock Hard seitdem musikalisch breiter aufgestellt, ohne dabei aber "untrue" zu werden.

Das mittlerweile erschienene Konkurrenzmagazin kann diese Breite nicht vorweisen. Hier köchelt bislang fast alles im Retro-Rockbereich und es finden sich zahlreiche Inkonsequenzen. Die ständigen Bashings gegen eine (zugegeben extrem schlimme) Band wie J.B.O. sind schwachsinnig beispielsweise. Wenn man die Band für nicht relevant hält, sie nicht leiden kann, warum ignoriert man die dann denn nicht gleich? So entsteht doch eher der Beigeschmack der journalistischen Profilierung auf anderer Kosten. Ein Verriss ist da ja immer gut. Dabei haben Götz und Co so einen Unsinn eigentlich gar nicht nötig. 

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Am Dienstag war bekanntlich Super-Gau.Tag für Rockfans: Billy Idol, Lenny Kravitz, Doro, Beatstakes - alles zeitgleich und damit eine Katastrophe. Ich war bei Doro in der Turbinenhalle 2 und erschreckt, dass man sich es im Jahr 2014 immer noch traut, in so einer großen Halle auf einen Bühnengraben zu verzichten. Die Fotos sind natürlich auch dementsprechend und die Security musste immer komplett angespannt darauf achten, was vor der Bühne so passiert. Unnötig. 

Am Montag habe ich Rise Against fotografiert und war einmal mehr begeistert von der Hüpffreudigkeit der Amis. Toll für einen Knipser - zumal das Licht auch noch gut bis ok war (was man bei der Vorband "Pennywise" leider gar nicht behaupten konnte). Was kommt? Primordial heute Abend, auf Slash am Sonntag muss ich hingegen leider verzichten. Dafür wird die nächste Woche auch wieder pickepacke voll. Aber bis dahin lesen wir uns sicher noch ...

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 14.11.14

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Aloha!

 

Na, das war mal ein spannendes Kontrastprogramm in dieser Woche. Während es mich wahnwitzigerweise am 11.11. nach Köln zog, um dort in der Kulturkirche die zum Glück gänzlich unverkleidete aber deshalb nicht minder wundervolle Marketa Irglova zu fotografieren (Fotos!), hielt am Mittwoch auf der anderen Rheinseite (ist das eigentlich die bessere Seite?) in Düsseldorf vor 6200 Fans der König des RocknRoll, Lemmy Kilmister, Hof (FOTOS!). Marketa, bekannt aus dem Oscarprämierten genialen Film "Once", verzauberte die Besucher in der Kirche mit ihrem hinreißenden Charme und ihrer tollen Stimme. Lemmy hingegen gab sich wie gewohnt: stoisch, unbeweglich, arschcool. 

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Hätte ich nicht zufällig beim Bilder bearbeiten einen Blick ins Archiv geworfen und den Lemmy von 2012 entdeckt, würde ich weiter schwören, dass er uns alle überlebt. Schaut Euch den Fotovergleich (unten rechts, drauf klicken!) an und Ihr wisst, warum ich nun doch besorgt bin. Ich fürchte schon das Foto von 2016... Immerhin: Musikalisch war alles knorke und sehr zu meiner Freude war das Licht überragend, was bei Motorhead eigentlich noch nie der Fall war. Vielleicht werden ja seine Augen schwächer... 

Noch ein Wort zu "Once": Immer wieder treffe ich Musikexperten und versierte Fans, die diesen Film nicht kennen. Wenn Ihr dazu gehört... dies ist der Guckbefehl! "Once" ist ein wunderbarer, etwas kitschiger, aber dennoch hinreißender Streifen, der viel Dublin-Charme versprüht. Mittlerweile gehen Marketa und Glen Hansard getrennte Wege, was ein wenig schade ist, denn diese Spannung zwischen ihnen - auf der einen Seite die ruhige in sich gekehrte und mit feiner Klinge komponierende Pianistin und auf der anderen Seite der rauhere, verzweifelte extrovertierte Gitarrist - macht die Songs in dem Film zu einem überragenden musikalischen Höhepunkt. Unten habe ich ein Video eingebettet.Tut Euch selbst einen Gefallen und besorgt Euch diesen Film!

 

Die nächste Woche bringt nicht minder interessante Aufgaben im Fotograben. "Rise against", mal wieder Doro, Primordial, Slash. Es wird arbeitsreich und das ist gut so.

 

 In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

When Your Mind's Made Up - Once (2006) from spedkey on Vimeo.

Doc 'n' Roll - 07.11.14

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Hello again... (Howard Carpendale)

 

da pendele ich fröhlich zur Turbinenhalle, um Saxon abzulichten, will auf den Turbo-Parkplatz fahren... stehen da Massen von Menschen! Vor einem neuen Anbau! Turbinenhalle 2! Verrückt. Ich hab da nix von mitbekommen. 50 Tonnen Eisen, mehrere 100 Kubikmeter Beton, über zwei Millionen Euro wurden da ausgegeben. Mich hat keiner gefragt.

Gut geworden ist die Halle dennoch und bietet nun für viele Konzerte eine Alternative, da die große Halle mit einer einer Kapazität von rund 3.000 Plätzen oft einfach zu üppig war.

Saxon beispielsweise hätten die nicht ausverkauft, jetzt war es schön gefüllt. Fotos von Saxon und den großartigen Skid Row (wer braucht eigentlich noch Sebastian Bach? Also den Rocksänger...) findet Ihr HIER! Gestern war ich bei Airbourne in der großen Turbinenhalle 1 (klingt so schön weltstädtisch... für Oberhausen. Halle 1 und 2, wooow) und Doro spielt demnächst wieder in der Kleinen. Verrückt, verrückt.

Ansonsten war das eine ziemlich bescheidene und enttäuschende Woche im Leben eines RocknRoll Reporters. Voller Enttäuschungen: Der Zahn (Ihr erinnert Euch? Wenn nicht: HIER!) hat sich entschlossen, mir weiter auf die Nerven zu gehen. Genauso wie einige Mitmenschen es getan habe. Aber man soll ohnehin immer mal seines "Freundes"-Liste bei Facebook überprüfen. Da sammelt sich über die Jahre ne Menge an. Solltet Ihr auch mal tun, entschlackt den täglichen "News"-Wahnsinn enorm.

 

Es gab endlich die große Bekanntgabe der Bands für ein neues Festival in dieser Woche: "Der Ring - Grüne Hölle Rock" wird 2015 mit einem echten Paukenschlag gegen die große Konkurrenz von Marek Lieberbergs Rock am Ring am Nürburgring anstinken. Das Line-up nämlich liest sich hervorragend und vor allem die strikte Metal/Rock-Ausrichtung ist das, was Musikfans der härteren Gangart schon lange bei Rock am Ring vermisst haben. Zwischen "Musikern" wie Cro lässt es sich schlecht rocken. Das ist am Ring nun endlich vorbei, denn mit Bands wie Kiss, Metallica, Muse, Accept, Anti-Flag, Any Given Day, Arcane Roots, Emmure, Exodus, Faith No More, Five Finger Death Punch, Hang The Bastard, Incubus, Judas Priest, KISS, Kissin Dynamite, Limp Bizkit, Metallica, Muse, Orchid, Poets Of The Fall, Testament, The Darkness, The Picturebooks und Turbonegro muss man keine große Sorge haben, dass hier zu weich gespült wird. Es bleibt also spannend, eines ist aber klar: Zwei so große Festivals in unmittelbarer zeitlicher Nähe (Rock am Ring ist ein Wochenende später) tut niemandem gut. Es herrscht Darwinismus bei den großen Fischen im Konzertteich...

 

Desweiteren hadere ich gerade damit, dass es schon November ist. Was soll denn das? Das Jahr hat doch gerade erst begonnen. Wisst Ihr noch, wie lange es von Schulbeginn bis zu den nächsten Ferien gedauert hat?

Als Jugendlicher konnte die Zeit gar nicht schnell genug verrinnen, aber genau das tat sie eben nicht. Das ist natürlich ein bekanntes Phänomen, je älter man ist, desto schneller läuft scheinbar die Uhr im Kopf.

Doch das Rad dreht sich noch schneller als vor Jahrzehnten, die Rasanz des Lebens hat zugenommen - nicht zuletzt durch das dauernde Multi­tasking der Moderne. Auch diese Kolumne ist bereits am Ende angelangt. Doch ich will nicht gehen, ohne George Orwell zu zitieren: „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 31.10.14

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Ahhaaaaaaaaaaaaa, it's Halloweeeeen ...

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Genau! Ihr wisst, welche Band diesen Song trällert. Wenn nicht, ab in die Heavy Metal-Schule! Passend zum gruseligen Fest habe ich auch eine gruselige Geschichte für Euch: Es war klar, dass nach der Augenarzt-Kolumne von vor einigen Wochen der Zahnarztbesuch nachgeschoben wird, oder? Ich hatte es ja schon angekündigt, doch es kam schlimmer. Routine war der eigentliche Grund des vor Wochen ausgemachten Termins, gruselige Zahnschmerzen dann der tatsächliche. „Wissen Sie, was eine Triage ist“, fragt mich der Mann mit dem Mundschutz und lächelt etwas verzweifelt, bevor er es mir erklärt.

Als „Triage“ haben die Feldärzte im Krieg die Priorisierung bestimmter Verletzungen bezeichnet. Sprich: Erst kommt der mit dem „appen Arm“ an die Reihe, dann der mit dem blauen Fußnagel, dann der ganze Rest ...

Durchs Blümchen hat er mir also vermitteln wollen, dass mein Mund ein Schlachtfeld ist, in dem harte Kämpfe zwischen den Fronten toben.

Angefühlt hat es sich zumindest genauso. Nach einer Stunde harter Arbeit konnte immerhin (vorerst) ein Soldat gerettet werden, doch mir schwant: Der Krieg ist noch nicht gewonnen.

Doch zurück zur Gruselei: Heute Abend ist fast überall der Bär, nein, das Zombievolk los. Es ist schon abgefahren, wie sehr das keltische Fest ein Bestandteil der deutschen Partykultur geworden ist. Ich find's super, ziehe das gruselige Verkleiden jedem Karnevalsabend vor. Auch als Fotograf machen solche Shootings enormen Spaß. Beispiel gefällig? Schaut mal hier! 

Nachdem ich die Kinder vor meiner Haustür vertrieben habe, putze ich dann die Cams, um morgen Saxon zu fotografieren. Ursprünglich war ja In Flames in Bochum der Plan, doch da flog ich kurzfristig mit mehreren anderen Knipsern von der Liste. Der Himmel weiß, warum (oder besser das Management). Überlicherweise hat diese Band aber ohnehin die schlimmsten Lichtshows worldwide und musikalisch ist mir das auch ne Spur zu Kindermetallig. Dann lieber Oldschool wie Saxon und Skid Row. Mein Konzerttipp für nächste Woche ist natürlich Airbourne am Donnerstag in der Turbinenhalle. Diese Band liefert einfach IMMER ab. Bis dahin: Gruselt Euch!

 

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 24.10.14

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Moin... die Woche brachte Überraschendes, nämlich zwei nicht vorgesehene Konzerte in Köln, einer der schlimmsten Städte der Welt meiner Meinung nach. Für die Metal-Printlegende Rock Hard war ich bei Accept und fahre Samstag zu Opeth, natürlich seht Ihr eine Auswahl der Pics ebenfalls. Accept sind immer eine Reise wert, die Band liefert einfach ab ohne Ende und der nicht mehr so neue Sänger kann sogar trällern, nicht so wie der dicke Udo, den ich immer schon gehasst habe. Opeth hingegen sind von einer spannenden Death Metal Progband zu einer faden 70er Jahre-Combo mutiert, aber ich lass mich überraschen. Generell ist es mir als Fotograf aber ohnehin egal, wer da vor mir stehen darf, es geht ums Bild, scheiß auf die Musik.

Sogar Helene Fischer würde ich mal... fotografieren muss nicht sein. Ist die Musik ebenfalls geil, macht es natürlich mehr Spaß, doch oft ertappe ich mich selbst bei meinen Lieblingsbands, dass ich nachher nicht mehr weiß, was sie in den ersten drei Songs, in denen ich im Graben stand, gespielt haben.

Ansonsten war die Woche weniger schön, Zahnschmerzen sind kein RocknRoll. Doch das Jammern nützt ja auch nix, ab zum Doc!

Immerhin habe ich mir nicht - wie die Kollegin - das Sprunggelenk gebrochen und dazu noch alle Bänder gerissen. Schöne Sch*****! Gute Genesung wünsche ich deshalb auf diesem Weg.

In dieser Woche habe ich den Film "Knight of the Badass" sehen müssen und mich dermaßen geärgert, dass wir hier sofort ein Pro&Contra eingeführt haben. Langbartzottel und Kollege Guybrush Threepwood (nein, der heißt nicht wirklich so) konnte als Befürworter des Schrottstreifens gewonnen werden. HIER könnt Ihr unsere kruden Argumente für und gegen den Film finden.

Lachen musste ich vorgestern über Bill Wards Aussage, dass Lars Ulrich ein Ausnahmeschlagzeuger ist. Andererseits hat der olle Black Sabbath-Fellgerber irgendwie auch recht. Dass jemand ohne großes Talent so eine Weltkarriere hinlegt, ist und sollte eine echte Ausnahme bleiben. Mir schwant aber, dass Bill das so nicht gemeint hat. Kein Wunder, dass er nicht mehr bei Sabbath mitspielen darf, wenn er so dummes Zeug redet. Andererseits: Ozzy...

 

Zum Schluss noch einen echten Tipp für aufnehmende Gitarristen: Positive Grid hat nach dem Riesenerfolg das beeindruckende "Bias" vom Apple-Device auch auf den Desktop gehoben. "Bias Desktop" ist einfach unglaublich geil. Statt wie andere Amp-Simulatoren eine beschränkte Anzahl an dargestellten Verstärkern anzubieten, ist das Bias-Konzept vielschichtiger und deutlich geiler. Hier kann man nämlich alle Komponenten "seines" Amps selber "bauen" und simulieren. Röhrenart, Widerstände, Boxen und und und - Bias Destop ist die eierlegende Wollmilchsau und der heilige Gral unter den Amp-Simulators. Da kann Line 6 getrost einpacken, eine solche Qualität wird von denen nicht erreicht. Ganz stark. Die Ipad-Version haben wir schon mal getestet. Schlagt einfach HIER nach!

 

 

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

 

 

yoursdocrock