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Donnerstag Juli 19, 2018
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90 items tagged "CD"

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Review: Iced Earth - Plagues of Babylon

IcedEarth-PlaguesOfBabylonIced Earth legen mit "Plagues of Babylon" das zweite Werk mit dem neuen Sänger Stu Block vor. Auf "Dystopia", Blocks Erstling lieferte er mit der Band den Beweis ab, dass sie noch lange nicht am Ende sind. Und auch "Plagues of Babylon" es ist keine schlechte Platte geworden, eine überragend gute dann aber leider auch nicht. 


Was hören wir? Einen absolut fehlerfreien, guten, bis sehr guten aber nie herausragenden Power-Metal-Sänger, der vor allem live ein echter Gewinn für die Band ist (Fotos). Desweitern finden wir da mit Jon Schaffer einen Songwriter, der seinen (und Deinen) Metal aus dem Eff-Eff kennt. Hier etwas Maiden (z.B. im Intro von "The end?"), da eine Prise Queensryche zu "Hear in the Now Frontier "-Zeiten (erneut ein Intro bei "The living dead"), dazu noch einen Happen Manowar ("Resistance") - das geschulte Metal-Gehör freut sich über die vielen vertrauten Ideen.
Die Freude wird größer, wenn man aber endlich echte alte Iced Earth-Tugenden serviert bekommt. Der bombastisch-gute Titeltrack (mit zu langem Intro) zum Start der CD macht Hunger auf mehr solche Mahlzeiten.
"Democide" (mit langen Intro) bekommt da noch gerade die Kurve und überzeugt unterm Strich, während "The Culling" ziemlich schwach, "Among the living Dead" (did I mention the long intro?) ein solider Schmeißer mit Anthrax-Anleihen und "Resistance" einfach langweilig ist.
Zwei weitere Kritikpunkte: Die Produktion ist - außer für Drummer vielleicht - deutlich zu Trommellastig, da gehen manchmal selbst Chef Schaffers Soli im Schlagzeuggewitter unter. Ob's daran liegt, dass ausnahmsweise nicht im Morrisound Studio in Florida gemixt wurde, sondern dies in Deutschland geschah?
Auch erschließt sich der fast immergleiche Songaufbau nur schwerlich. Lange Einleitung, anschließend ein Powerriff, das zur Strophe leitet, später ein aus schnellen Läufen plus stehenden Bendings bestehendes Solo - manche nennen es Stil, ich bin zu oft gelangweilt von der Reißbrettartigkeit der Tracks. 
 
Doch "Plagues of Babylon" ist mitnichten ein schwache Scheibe: Nach dem starken Opener, der mit einigen hübschen orientalisch anmutenden Skalen Lust aufs Album macht, verdienen vor allem die Hymne "If I could see you", das epischen "Cthulhu" und die von Schaffers "Sons of Liberty" gecovert Powerballade (jaaa, ich weiß, böses Schimpfwort, aber lieb gemeint) "Spirit of the Times" das Markensiegel Iced Earth. So muss die Band klingen, denn eigenständig genug ist sie. Das Country-Cover "Highwayman" mit den Gästen Russell Allen (Symphony X) und Michael Poulsen (Volbeat) lässt den Rezensenten schließlich doch noch mit einem recht versöhnlichen Eindruck den Ipod ausschalten.
 
Fazit: Mehr Licht als Schatten, ob dieses Iced Earth-Album den "Test of Time" überstehen wird, ist dennoch fraglich
 
 
Anspieltipps: "If I could see you", "Plagues of Babylon"
 
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Review: Red Dragon Cartel

reddragon"Red Dragon Cartel" - das klingt erst mal nach dem neuesten Jet Li-Streifen. In der Tat verbirgt sich aber hinter dieser neuen Band Ozzys Ex-Saitenwirbler Jake E. Lee. Der war eine Weile weg vom Fenster, hat nun aber wieder Spaß an hochqualitativem Hardrock gefunden. "Red Dragon Cartel" sind dem Vernehmen nach eine "echte" Band, bestehend aus Jake E. Lee (Guitars), Ronnie Mancuso (Bass), D.J Smith (Vocals) und Jonas Fairley (Drums).

Die großen Name sucht man neben Lee vergeblich, vielleicht ist das auch ein Grund, warum er das Debüt-Album mit lauter Gaststars vollgestopft hat. Das Ergebnis ist aber ziemlich überzeugend, weshalb man Jake das nicht übel nehmen kann. Mit zwei furiosen Nummern geht es los: Auf "Deceiever" und "Shout it out" zündet das Kartell so ziemlich alle Kerzen an. Gerade auf diesen Songs erinnert die Band ein wenig an Mötley Crüe mit John Corabi. Als Gast hat hier Cheap Trick-Schreihals Robin Zander das Mikro angeschlossen.

Mit "Feeder" und "Fall from the sky" wird es ruhiger und qualitativ etwas schwächer, bevor das "Red Dragon Cartel" mit dem ollen Paul Di'Anno (Ex-Iron Maiden) auf "Wasted" stark an "Rage" erinnert. Den Vogel schießt "Big Mouth" mit Gastsängerin Maria Brink ab. Sie schreit, singt, ächzt sich durch die Nummer, dass es eine wahre Wonne ist. Der beste Song des Albums!

Auf "Slave" darf sie noch mal ran und auch das überzeugt, bevor mit "War Machine" (mit Sass Jordan) ein veritables Medley aus den besten Black Sabbath-Riffs abgefeuert wird. Jake E. Lee selber beweist mit sehr stilvollen Soli, dass er das Gitarrespielen nicht als Selbstzweck versteht, sondern stets songdienlich einsetzt. 

Abgeschlossen wird dieses sehr runde Werk mit einer Piano-Nummer (!) - ein toller Schachzug, denn bis dahin haben "Red Dragon Cartel" bereits alle Register des Hardrocks beeindruckend gezogen. 

Fazit: Klasse Debüt-Album! Abwechslungsreich und spannend.

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Review: Ring of Fire - Battle of Leningrad

Ring of FireNein, "Ring of Fire" ist keine Countryband und nein, "Ring of Fire" hinterlassen auch nicht den brennenden Wunsch, noch mehr von ihnen zu hören. Die Formation, bestehend aus Sänger Mark Boals (Ex-Malmsteen), Gitarrist Tony MacAlpine (u.a. Steve Vai), Keyboarder Vitalij Kuprij, wird auf ihrem bereits vierten Longplayer von Timo Tolkki am Bass und Jami Huovinen am Schlagzeug unterstützt.

Das klingt alles nach großer Kunst und handwerklich ist der Band auch rein gar nicht vorzuwerfen. Allein sind "Ring of Fire", die oft wie eine Mischung aus Yngwie Malmsteen und Symphony X klingen, von einer Krankheit befallen, die der schwedische Ausnahmegitarrist, bei dem Boals einst ins Rampenlicht stapfte, ebenfalls nicht kuriert bekommt: Sie äußert sich in mittelmäßigem Songwriting und kann starke Langeweile auslösen. "Ring of Fire" legen auf ihrem Konzeptalbum um die Schlacht um Leningrad mit "Mother Russia" ziemlich gut los, dann folgt die Ernüchterung aber auf dem Fuße.

Während Boals gewohnt gut singt, MacAlpine soliert wie ein Wahnsinniger und Kuprij gekonnt in die Tasten haut, fehlt eben jene Essenz, die aus einer guten Band, eine Band macht, die relevant ist. Bis zum nächsten Höhepunkt des Albums, dem Titeltrack, zu gelangen, muss man schon eine Menge Langmut aufbringen. Refrains, Melodien, Songstrukturen - das alles hat man so oder ähnlich schon besser gehört. Immerhin versöhnt das sehr gute "Rain" zum Abschluss der CD ein wenig. Die Frage bleibt: Wer soll das kaufen?

Fazit: Saugeile Musiker langweilen mit mäßigem Songmaterial

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Review: Robert Pehrsson's Humbucker

Robert Pehrsson COVER-1024x1024Robert Pehrsson's Humbucker - ein Name, der schon eine Menge ausplaudert. Nämlich, dass der alte Schwede Robert keine Stratocasters mit Einspulern spielt, sondern doppelspurige Tonabnehmer (Humbucker eben) eingebaut in hübsche Gibsons. Soviel zur Technik, kommen wir zur Musik.

Pehrsson und seine Band, bestehend aus Ex-Hellacopters, Entombed und Enforcer-Zocker, liefern kurz vor der Zielgerade eine der wundervollsten Rock-Scheiben des Jahres ab. Irgendwo zwischen den 70er Thin Lizzy ("Haunt my mind"), den 80er Kiss ("Running for Shelter") und den jungen Hellacopters ("Keep me in your heart") beeindruckt Robert Pehrsson mit tollem Songwriting, Twin-Gitarrenlicks ohne Ende und hitverdächtigen aber nie käsigen Melodien.

Die Humbucker als Double-Headliner-Tour mit den Black Star Riders könnte man sich gut vorstellen. Die Band pflügt mit einer spielerischen Leichtigkeit durch die 9 Songs, von denen "Who else is on your mind" zwar heraussticht, Ausfälle aber absolut nicht zu entdecken sind. Besonders beeindruckt die luftige Produktion der CD, die eine wahre Wohltat in den Ohren ist. Weit weg von überproduzierten Werken vieler anderer neuer Bands, wo es nur um fetter, härter, lauter zu gehen scheint, ist Robert Pehrsson's Humbucker als echter Ohrgasmus zu bezeichnen.

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Tracklist:

1.Haunt My Mind
2.Serious
3.Keep Me In Your Heart
4.Can't Change
5.Running For Shelter
6.Wasted Time
7.Mesmerizing Shadows
8.Who Else Is On Your Mind
9.Falling Into Darkness

Hier geht es zu Spotify:

Review: Rory Gallagher - Kickback City

roryGDie irische Blueslegende Rory Gallagher war ein Riesenfan von klassichen Noir-Detektivgeschichten, etwa von Raymond Chandler oder Dashiell Hammett. Dies ist der Ansatzpunkt für ein phantastisches Projekt, welches mit Kickback City in einer tollen Aufmachung mittlerweile im Handel ist. 

Kickback City besteht aus zwei CDs mit Gallagher-Songs. Zum einen gibt es eine Scheibe mit Live-Aufnahmen, darunter Klassiker wie "Messin' with the Kid", zum anderen Studiotracks in remasterter Form. Die Songs sind nicht unbedingt neu, bestechen aber durch einen erstklassigen Sound.

Der Muff, den Originalaufnahmen Gallaghers oftmals anheftet, ist hier beim Remastern weggefegt worden. Die dritte CD macht das Paket zu einer runden Sache. Hier gibt es nämlich eine waschechte Film-Noir-Detektivgeschichte von Ian Ranking.

Die neue Erzählung "The Lie Factory" wird dabei von Hollywood-Mime Aidann Quinn gesprochen (also natürlich auf Englisch). Die Songs von Rory bilden dabei den Soundtrack zur Erzählung, bei der Rankin, selber ein großer Gallagher-Fan, Lyrics und Tracks geschickt in die Handlung einfließen lässt. 

Aber selbst das ist noch nicht alles: Zu Songs und Hörbuch kommen die grandiosen Zeichnungen von Timothy Truman (DC Comics/First Comics), der die Story bebildert. Auch er ist ein großer Fan des viel zu früh verstorbenen Gitarristen. Die 44-seitige Hardcover-Ausgabe von The Lie Factory dient dabei als Hülle für die drei CDs. Kurzum: Aufmachung und Inhalt ergänzen sich genial und bieten ein tolles Paket, das zu verschenken viel zu schade ist. So etwas muss man einfach im CD/Bücherregal stehen haben. 

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Und das findet man auf den CDs:

Disk 1:
1. Kickback City
2. Continental Op - To Dashiell Hammet
3. Kid Gloves
4. Big Guns
5. Loanshark Blues
6. Secret Agent
7. B Girl
8. Slumming Angel
9. Barley & Grape Rag
10. Doing Time
11. In Your Town
12. Sinner Boy
13. The Devil Made Me Do It 
14. Seven Days

 

Disk 2:
1. Continental Op - Live
2. Tattoo'd Lady - Live 
3. I Ain't No Saint - Live 
4. Off The Handle - Live 
5. The Loop - Live 
6. Messin' With The Kid - Live - 
7. Loanshark Blues - Live

Disk 3: 

1. The Lie Factory

Fazit: Kickback City ist so außergewöhnlich, dass es als durchaus edles Weihnachtsgeschenk ordentlich etwas her macht - wobei man es nur ungern aus der Hand geben wird. Die Aufmachung ist klasse, die Musik über jeden Zweifel erhaben. Kaufbefehl! HIER gibt es noch ein Making-Of-Video zu sehen!

 

j6von6

Double Crush Syndrome: The You Filter

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Hat es ihm der Rockgott geflüstert? Andy Brings, Ex-Sodom, Ex-The Traceelords, Axe-Andy, singt nach zwei Deutschrock-CDs wieder in der Muttersprache des verzerrten Saitenschwungs. Gott sei Dank. Double Crush Syndrome heißt seine neue Band, die er mit Aurora Steffens (bass, backing vocals) und Markus Herzog (drums) zum Olymp führen will. Der Weg könnte steinig werden, denn Doube Crush Syndrome machen nicht alles, aber vieles anders als andere. Der Trend ist ihr Feind - und das tut dem Hörer richtig gut.

Nach dem ersten Song "She's a pistol" (schönes Ramones-Intro übrigens ...) ist man erst einmal platt, wie roh das Ganze tönt. Keine komprimierte Tonscheiße, die nach zweimaligem Hören das Ohr so nervt, dass der Silberling in die Ecke fliegt, sondern fette Scheiße made in the Eighties. Die CD hat Raum und der Sound ist lebendig. 

Double Crush Syndrome klingen wie die RamonesAngusKissLemmyCrüe und das sind in den gelben Seiten des Rocks die besten Referenzen. "The You Filter" ist ein Gesamtkaputtwerk - angefangen vom Trash-Cover bis hin zu den Bandfotos. Das ist so Underground, dass man eine große Plattenfirma dahinter vermuten könnte. Die hätte aber sicher den rohen und deshalb geilen Sound des CD versaut. War noch was? Ach ja, Songs. Die gibt es auch auf "The You Filter". Die erste Single "Yeah! Pain" rumpelt mit eingängigem Refrain und Malcolm Young-Gedächtnis-Intro lustig durch die Boxen, "Blood on my shirt" könnte ein zerfledderter The Traceelords-Knüller (Refrain!) mit erneut harter AC/DC-Schlagseite sein, "Refuse to kiss ass" biedert sich in Sachen Riffing etwas zu sehr an eine Band an, deren Sänger sich ins Nirvana geschossen hat, während "Die for Rock'nRoll" ein Übersong mit Weltklasse-Refrain ist.

Es macht Spaß, in den Songs zu stöbern, denn es finden sich immer hübsche Versatzstücke aus 100.000 Jahren RocknRoll-Geschichte. Hier wird deutlich, wo Andy Brings Wurzeln rumlungern. Dabei kocht die Band ihr eigenes Süppchen und vermischt wunderbar die Zutaten zu einem scharfen Hauptgang ... der vor der Schlussnummer "Tonight" aber lieber abgeräumt gewesen wäre. Abgedämpfte Achtelakkorde mit balladeskem Einschlag - das will ich von Double Crush Syndrome so nicht hören. Das kann das rockende Monument "The You Filter" aber wirklich nicht vom Sockel reißen. Bis zum Olymp sind es nur noch ein paar Akkorde ...

 

Die Band auf Tour:

July 13: De Haan / Belgium ("Coq Rock Festival" with THE QUIREBOYS and more)
July 30: Nürnberg (Rockfabrik, supporting UGLY KID JOE)
August 17: Oberhausen (Crowded House with GUN BARREL)
August 23: Lichtenfels (Paunchy Cats)
September 7: Berlin (IFA)
October 31: Köln (Jugendpark)

 


 

 

Battle of the Ryche(s)

 

 

 

Geoff Tate mit Frequency Unknown oder Todd La Torre mit Queensryche?
Mietmusiker oder Originalmusiker? Wir machen es kurz und sagen,
was für welche Queensryche-CD spricht:

 

Queensryche - Queensryche Queensryche - Frequency Unknown
+ fette Produktion - unterirdische Produktion
+ 3 Knaller-Song, Rest Mittelmaß - 1  guter Song (Cold), Rest: *%§$%
- Sänger macht einen auf Tate + Sänger ist Tate
+ klassisches Artwork + schönes Artwork
+ keine Ausfälle - unfassbare schlimme Re-Recordings
+/- schön im eigenen Backkatalog geklaut + Massenhafte Gastmusiker
 - Albumtitel langweilig  + Fuck You-Synonym

Die Todd La Torre-Version live könnt Ihr hier sehen! 

 

Long Distance Calling: The Flood inside

long distance calling - The Flood InsideEin wenig packte einem schon die Sorge als Freund der epischen Postrock-Kaskaden von Long Distance Calling als diese bekanntgaben, dass auf "The Flood inside" erstmals mit einem festen Sänger gearbeitet werde. Zwar gab es bisher auf jedem Album den ein oder anderen gesungenen Titel, doch ein Vokalist als festes Bandmitglied schien das Gefüge durcheinander bringen zu können.

Und was fällt auf nach dem Genuss der neuen Scheibe? Die Münsteraner sind noch stärker geworden. Der Einsatz Neuzugang Martin Fischer ist perfekt getimed. Noch immer gibt es ausufernd lange instrumentale Klanggebilde, die den Hörer auf lange Reisen in die brillantesten Täler des sogenannten Postrock schicken, noch immer werden Gesangspassagen geschickt in die Songs eingewebt, noch immer fühlt man sich als Teil der Musik. Von Mainstream keine Spur, pure Schönheit schleicht sich mittels der acht langen Songs ins Gehirn des Musikfreundes. Kopfhörer sind hier ausdrücklich als Hörhilfe empfohlen.


"The Flood inside" übertrifft an vielen Stellen sogar das selbstbetitelte Meisterwerk von 2011. Die Band ist auch - oder gerade durch - einen festen Sänger so gut, dass man ihr einen Welterfolg wünscht, gleichzeitig aber hofft, dass niemand anderer als man selbst jemals von "Long Distance Calling" hören wird. "The Flood inside" ist vielleicht der beste Reisetipp in das Land der atmosphärischen Rockmusik des Jahres.

HIER gibt's Live-Fotos von Long Distance Calling

 

Holy Hell: EP + Verlosung

holyhellepDie US-Band Holy Hell ist ein Baby aus dem Manowar-Clan und hat nun als Appetithäppchen für die später im Jahr erscheinende CD "Darkness Visible" eine EP auf den Markt geworfen, um die Wartezeit zum Longplayer zu verkürzen. Maria Breon und ihre Jungs präsentieren darauf wieder feinsten Power-Metal im Fahrwasser eine Band wie Nightwish oder Delain. Zum Glück halten sich bei Holy Hell die Bombastwände etwas mehr im Hintergrund. "Lucifer's Warning" als Eröffnungstrack macht Lust auf die ganze CD. Getragene Strophen, hymnischer Refrain und tolles Flitzergitarrensolo bilden das Fundament, über dem alles die Stimme von Maria Breon engelsgleich thront. Super Nummer. Etwas schwächer präsentiert sich der Folgetrack "Accept the Darkness" und nervt mit einer zu platten (und so schon zu oft gehörten) Hookline im Refrain. "Haunted" gefällt mir da schon viel besser. Getragen, fast doomig und einem schnellen Soloteil ausgestattet ist der letzte Studiotrack auf der EP ein Hit. Danach gibt es noch "Armageddon" in einer Live-Version und viel besser kann man einen solchen musikalischen Happen nicht abrunden.

 Dazu verlosen wir 2 T-Shirts und 1 Zipper in Girliegröße (siehe Fotos unten) sowie 2x die EP "Apokalypse". 

Wer gewinnen will, schreibt bis Donnerstag, 26. Juli 2012, eine Email mit der Betreffzeile "HolyHell" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein!

Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Black Thunder Ladies: First Take

cover-black-thunder-ladies-first-take-e1332338263892Da ist sie also, die erste CD der famosen All-Girl-AC/DC-Coverband Black Thunder Ladies. Jen Majura, Iris Boanta, Jani Nickel, Tina Pfeiffer und Anja Assmuth haben den Spagat zwischen AC/DC-Gassenhauern und eigenen Songs geschafft und präsentieren eine harte Breitseite für Freunde klassischer Rockmusik. Nach einem zu langen und etwas überflüssigem Intro rocken die Damen, was das Zeug hält und zeigen, dass ihre eigenen Titel mit den Perlen der Australier durchaus mithalten können. Vor allem "Black Thunder" hat Ohrwurmpotential.

Sängerin Iris Boanta brilliert hier wie auf keinem anderen Stück. Insgesamt muss man sagen, dass ihre brachialere Stimme den AC/DC-Bonustracks "Girls Got Rhythm", "If You Want Blood", "Let Me Put My Love Into You Babe" und "Rock 'n' Roll Train" (der schwächste Song des Albums) sehr gut tut und den Tracks einen Schuss mehr Metal verleiht als es Bon Scott oder Brian Johnson tun konnten.

Auffallend bei allen Songs ist die tighte Rhythmusfraktion und die erstklassige Soloarbeit von Jen Majura. Im Songwriting scheinen immer wieder andere Einflüsse als AC/DC durch, etwa im Hang zu ausladenden Chorgesängen a la Bon Jovi ("Get me on your pole position", "Here we go now").Das rotzige "Sail away to your damnation" vereint dann scheinbar alle Einflüsse der Ladies in einem einzigen Song und wächst spätestens beim zweiten Durchlauf zu einer wahren Hymne. "Jaw Dropper" fällt etwas ab, genauso "Rock me Down", doch das ändert am mehr als positiven Gesamteindruck rein gar nichts. Bei der nächsten CD dürfen es gerne auch nur eigene Stücke sein, wenngleich vor allem "Girls got Rhythm" Angus und Co sehr stolz machen dürfte.

Info am Rande (die nicht in die Bewertung einfließt): Cover und Booklet wurde vom RocknRoll Reporter höchst persönlich gestaltet. 

 

Livefotos der Ladies gibt es HIER

und HIER

 

Tracklist:

Rock Me Down

Black Thunder

Get Me On Your Pole Position
Jaw Dropper
Gimme A Minute
Here We Go Now
Sail Away To Your Damnation
Girls Got Rhythm *
If You Want Blood *
Let Me Put My Love Into You Babe *
Rock 'n' Roll Train *
* Bonus AC/DC Tracks