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Montag September 24, 2018
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90 items tagged "CD"

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Review: This is your Life - Tribute to Dio

ronnie-james-dio-this-is-your-life-promo-cover-pic-2014Es war einer der genialsten Metalsänger des Planeten, dazu ein ausgesprochen netter Mensch: Ronnie James Dio hat mit seinem Tod eine echte Lücke hinterlassen. Auf dem Tribute-Album "This is your life" (benannt nach einem ebenfalls auf dem Album vertretenen Dio-Song) geben sich nun die Top-Stars der Branche die Klinke in die Hand, um den kleinen großen Mann des Metal zu ehren. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Anthrax machen den Anfang und eine prima Figur mit dem Black Sabbath-Heuler "Neon Knights". Gefolgt werden die Thrasher von Kyle Gas und Jack Black alias Tenacious D, die mit "The Last in Line" (inklusive Flötensolo !) einen der coolsten Tracks des Albums beisteuern. Dann kacken Adrenaline Mob bei "The Mob Rules" ab. Der überfette Sound tut dem Klassiker nicht gut, der Gesang ist überambitioniert und lässt den Hörer kalt.

"Rainbow in the Dark" von einer All-Star-Band rund um Stone Sour-Sänger Corey Taylor macht es da besser. Allein das cheesige Keyboard-Lick gitarristisch umzusetzen ist eine gute Idee und Corey singt ebenfalls sehr ordentlich. Ebenfalls überzeugend: "Straight through the heart" von Halestorm und "Starstruck" von Motorhead mit Biff Byford, der einige hervorragende Gesangslinien in die Rillen presst. Überflüssig: "Temple of the King" von den Scorpions und das schon allseits bekannte "Egypt" von Doro. "Holy Diver" von Killswitch Engage ist zwar geil, eine andere, vorher noch nicht bekannt Version DES Dio-Klassikers wäre aber eine clevere Idee für den Sampler gewesen. Da ist das Metallica-Medley schon eine andere Hausnummer und auch "I" mit Oni Logan überzeugt als schöne Überraschung. Keine Überraschung ist, dass Glenn Hughes auf "Catch the Rainbow" mit Simon Wright, Craig Goldy, Rudy Sarzo und Scott Warren an seiner Seite einen echten Album-Höhepunkt setzen kann. Ebenfalls ordentlich: "Man On The Silver Mountain" mit Rob Halford, Vinny Appice, Doug Aldrich, Jeff Pilson und Scott Warren. Unterm Strich bleibt ein exzellentes Album, das an manchen Stellen überraschender hätte sein dürfen. Da der Erlös an die Krebs-Stiftung "Ronnie James Dio Stand Up And Shout Cancer Fund" geht, sollte man nicht allzu kritisch sein.

 

Fazit: Dio-Tribut mit einigen echten Höhepunkten

 

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Review: Aria / VIZA

VIZA-AriaLiebe Leser,

bei den nun folgenden Zeilen handelt es sich nicht um einen Werbe- oder Pressetext der Plattenfirma, sondern spiegelt ausschließlich die Begeisterung des Rezensenten wider.

 

Wenn diese Welt perfekt wäre, dann würde „Aria“, VIZAs neues Studioalbum, rund um den Globus eine Spitzenposition in den Charts innehaben. Die 12 Songs sind überaus abwechslungsreich, perfekt durchkomponiert und bleiben allesamt im Kopf kleben. Dabei schaffen VIZA immer wieder den Spagat zwischen musikalischem Anspruch und melodiöser Eingängigkeit. Das alles wirkt nie aufgesetzt oder konstruiert, sondern wirkt natürlich und stringent. Die erste Assoziation beim Hören des Openers „Never Feel“ ist, alleine schon wegen der Gitarrenläufe, System Of A Down. Vielleicht nicht wirklich verwunderlich, hat doch ein großer Teil der Band ebenfalls armenische Wurzeln und hat bereits mit Serj Tankian zusammengearbeitet. Dennoch greift der Vergleich nicht ganz. VIZA haben ein noch größeres Gespür für Hooklines und wirken auch nicht so gehetzt, wie die möglichen Vorbilder.

Die Stimme des Sängers K'noup Tomopoulos ist sehr variabel. In den Strophen des Openers, aber auch bei “Quicksand” erinnert sein Timbre dem eines Morten Harket von a-ha, im nächsten Moment verwandelt sie sich aber in ein reissendes Biest und schreit und kreischt oder grummelt. Mit „Midnight Hour (Dingle Rock)“ haben VIZA eine Single im Gepäck, die den großen Hits von Billy Talent in nichts nachsteht, da kann man nur hoffen, dass hier etwas Airplay generiert werden kann.

Ganz deutlich werden im Song „Vanished“ auch endlich die mittelöstlichen Melodien und Rhythmen, die sich auf die Wurzeln der Band beziehen. Zu den eingesetzten Instrumenten zählen neben der typischen Rockbandausstattung auch orientalische Saitenintrumente wie die Oud, Tar und Saz. Diese werden durch den Einsatz von Effektgeräten so eingesetzt, dass sie nie wie ein Fremdkörper wirken.

Mit „Viktor`s Vanguard“ gibt es eine Nummer, die live wahrscheinlich jede Halle zum Kochen bringt. Aber Vorsicht: hier besteht die Gefahr, dass man auch im Bus oder in der Bahn anfangen muss zu springen, wenn man dieses Lied auf den Kopfhörern hat.

Um nur kurz darzustellen, was die Platte noch alles kann: „The Girl That Dosn`t Exist“ ist eine wunderschöne, bittersüsse Ballade, „Forward March“ klingt wie ein Kampflied einer keltischen Punkband, „C´est La Vie“ hat trotz sperrigen Strophen einen dermaßen eingängigen Hitchorus und „Alley In Tijuana“  bietet einen Nackenbrecher-Refrain, der mit Swingjazz Mittelteil überrascht. „Brunette“ verabschiedet das Album als großartige Singalong-Nummer.

 

Fazit: Viel mehr und schönere und buntere Musik kann man nicht auf eine CD pressen. Unbedingt und ohne Abstriche zu empfehlen. „Aria“ gehört schon jetzt zu den Top-Alben des Jahres 2014.

 

6von6

Review: Bigelf - Into the Maelstrom

bigelfCvrWir leben in einem Paralleluniversum: es ist 1970, die Beatles haben nach "Let it be" beschlossen, sich nicht aufzulösen, sondern lediglich zwei bis drei Jahre Pause zu machen. In der Zeit hören sie verstärkt das Schaffen ihrer härterrockenden Kollegen von Led Zeppelin, Queen oder gar Black Sabbath. Irgendwer findet den verrückten Frank Zappa auch richtig knorke. 1974 kommt darauf der ultimative Sgt. Peppers Nachfolger heraus. Und der liegt mir hier gerade vor.
Komisch, dass die Fab Four sich in Bigelf umbenannt haben, der silberne Rundling das Jahr 2014 als Erscheinungsdatum ausgibt und "Into the Maelstrom" heißt.
Werden wir ernsthaft: Was Bigelf hier abliefern, ist absolute Sahne. Die Paten aus der Vergangenheit habe ich bereits genannt, in der Jetztzeit gibt es noch Transatlantic und diverse Jazzrock-Anleihen, dazu eine einzige winzige Prise Monster Magnet. Der Sound ist so Old School, wie Old School man heutzutage sein kann, ohne dabei aber altbacken zu wirken.

Los geht es mit dem übergroßen Beatles-getränkten "Incredible Time Machine", einer Nummer, die wirklich gut und gerne auf einem der psychodelischeren Fab Four-Alben hätte stehen können. Tolle Harmonien, ein catchy Refrain, der perfekte Einstieg. Dann geraten Bigelf in den "Hypersleep" und verwischen die allzu deutlichen Pilzkopfsporen wieder. Der schnelle Rocker ist ein Beweis für die enorme stilistische Vielseitigkeit der Band um Damon Fox, Duffy Snowhill und Neu-Drummer Mike Portnoy. Das geht munter so weiter "Already gone" begeistert mit grandiosem mehrstimmigen Gesang und großer Hookline, das tolle "Alien Frequency" hat sogar ein zu stampfendem Doom verarbeitetes Nirvana-Gitarrenlick an Bord. Später wird es fulminant, wenn Bigelf etwa in "Mr. Harry McQuhae" beste Beatles-Traditionen mit Queen-Harmonien und -Gitarren kreuzt. Ein feuchter Traum eines jeden Classic Rock-Fans. "Controlfreak" haut ein veritables Jimmy Page-Riffing in die Rillen, bevor Gitarrist Damon Fox zum Ende hin den Zappa macht.

Insgesamt ist nicht ein einziger Ausfall auf "Into the Maelstrom" und das Beste halten sich Bigelf dann auch bis zum Schluss auf: "ITM", der Titeltrack powert in acht spannenden Minuten noch einmal alles aus dem Trio, was es ausmacht: mitreißende Melodien, brillanter mehrstimmiger Gesang, aufreibende Gitarren und den vielleicht besten Queen/The-Who-Bastard-Mittelteil (ab Minute 6) der Musikgeschichte.

Was nervt? Ein wenig das seelenlose Geklumpe von Ex-Dream Theater-Drummer Mike Portnoy an der ein oder anderen Stelle. Ein weniger aufdringlicher Trommler hätte mancherorten gut getan. Doch dies fällt nicht so sehr ins Gewicht, als dass es einen Punktabzug rechtfertigen würde. Man könnte der Band zwar vorwerfen, dass sie in fremden Wäldern wildert, doch Bigelf erschaffen durchaus eigene Gewänder aus alten Fetzen. Schöne obendrein.

 

Fazit: Eine, wenn nicht jetzt schon DIE Scheibe des Jahres

 

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Hochkarätiger Dio-Tribut im Anmarsch

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Noch immer gehört RONNIE JAMES DIO (Foto: Thorsten Seiffert) zu den meistgeliebten und höchstgeachteten Figuren der Rockgeschichte. In jedem seiner Songs ist seine Gabe als Sänger und als Songwriter sofort wieder zu erkennen - sei es bei Rainbow, Black Sabbath, Heaven & Hell oder als Solokünstler. Zwar verlor er im Jahre 2010 tragischerweise den Kampf gegen den Magenkrebs, aber seine überragende Stimme und sein Vermächtnis sind unvergessen!

Um eine der stärksten Stimmen im Rock gebührend zu würdigen, haben sich Freunde, Fans, Wegbegleiter und Musikerkollegen zusammen getan, um 13 ihrer jeweiligen Lieblingstracks einzuspielen. Die Erlöse des Albums This Is Your Lifegehenan den Ronnie James Dio Stand Up And Shout-Krebsfond (diocancerfund.org). Das Album wurde von seiner lebenslangen Managerin und Gattin Wendy Dio zusammengestellt und enthält Beiträge von Metal-Schwergewichten wie Metallica, Motörhead, Scorpions, Anthrax und Rob Halfordsowie Aufnahmen von Musikern, die im Laufe der Jahre ,mit DIO zusammen gespielt haben.

Obwohl die Songs auf dem Tribut aus allen unterschiedlichen Zeiten inDIOs Karriere stammen, genießt seine Zeit bei Rainbow besondere Aufmerksamkeit. So sind Metallica mit einem Opus dabei, das die Rainbow-Songs A Light In Black, Tarot Woman, Stargazer und Kill The King zu einem 9-minütigen Monument verschmilzt. Die Scorpions präsentieren eine brennende Version von Temple Of The King, während Motörheadauf Starstruck durch Biffvon Saxon verstärkt werden. Rob Halford tat sich für The Man On The Silver Mountain mit den langjährigen DIO-Wegbegleitern VinnieAppice, Doug Aldrich, Jeff Pilson und Scott Warren zusammen, und die Crew vom letzten Line-Up von DIOs Solo-Projekts - bestehend aus Simon Wright, Craig Goldy, Rudy Sarzo und Scott Warren - zelebriertCatch The Rainbow aus dem 1975er Rainbow-Debützusammen mit Glenn Hughes (DeepPurple, Black Sabbath). Anthrax und Adrenaline Mob ehren DIOs denkwürdigen Abstecher beiBlack Sabbath mit ihren Versionen von Neon Knights beziehungsweise The Mob Rules.I, vom Sabbath-Album Dehumanizer, wurde von einer eigens zusammengestellten Band aufgenommen, die aus Sänger Oni Logan, Jimmy Bain, Rowan Robertsonund Brian Tichybestand.

AußerdemfindensichweiterekultigeDIO-Cover auf This Is Your Life, etwaDoros Version von Egypt (The Chains Are On), Straight Through The Heart in der Version von Halestorm und Rainbow In the Dark von Corey Taylor (Stone Sour, Slipknot). Das Chaos-Duo Tenacious D(Jack Black und Kyle Glass) drückte The Last In Line ihren Stempel auf. Die KillswitchEngage-Version von Holy Driver wurde 2006 sogar zu einem eigenen Hit der Band aus Massachusetts.

Das Finale (und der Titeltrack des Albums) kommt von RONNIE DIO selbst mit der bewegenden Performance von This IsYour Life. Ursprünglich auf dem Album Angry Machines (1996) erschienen, befasst sich der Song mit der Sterblichkeit und brilliert mit einem wunderschönen kleinen Arrangement, das DIO als Sänger und seinen langjährigen Keyboarder Scott Warrenam Piano hören lässt.Der Song erinnert eindringlich daran, dass man nie wieder eine Stimme wie die von DIO hören wird.

Der Ronnie James Dio Stand UpAndShout-Krebsfond, der von Wendy Dio mitgegründet wurde, ist eine Non-Profit-Organisation, die sich der Krebsvorsorge widmet, indem sie das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Forschung, Früherkennung und die Vorsorge schärft.

Review: Fanatic Live from Caesars Colosseum / Heart

Ende 2012 erschien das Studioalbum Fanatic der US-Band Heart. Nun werfen sie den Konzertmitschnitt „Fanatic Live From Ceasars Colosseum“ hinterher. Heart - Fanatic Live

 

Livealben sind ja immer so eine Sache, es gelingt nicht immer, die Stimmung eines Konzertabends einzufangen.

 

Fanatic Live ...“ ist mittlerweile der sechste offiziell veröffentlichte Konzertmitschnitt von Heart. Gut, die Band gibt es seit mittlerweile 40 Jahren, sie hat 15 Studioalben herausgebracht und gehört zu den erfolgreichsten Rockgruppen der USA, da ist das wohl ein noch vertretbarer Weg.

Die Songauswahl macht dem Titel zumindest einigermaßen Ehre. Immerhin haben es fünf Songs von „Fanatic“ auf diese CD gebracht. So viele aktuelle Songs spielen die wenigsten Rock-Urgesteine auf ihren Konzerten.

 

Der Sound ist perfekt, die Band spielt bei den härteren Nummern durchaus rauher als erwartet und Nancy Wilson beweist, dass sie noch immer eine der absolut großartigsten Stimmen der Rockwelt besitzt.

Aber irgendwie ist es trotzdem langweilig anzuhören. Der Eindruck mag ein anderer werden, wenn man das Konzert auf Blu-Ray oder DVD geniesst (erscheint mit gleicher Tracklist). Ein Streicherensemble unterstützt die Band und auch das klingt toll, aber es wird einfach nicht spannender. Es nervt auch nicht, es plätschert alles so vor sich hin - bis auf einmal doch dieser magische Moment kommt. „Alone“, die Überballade vom „Bad Animals“-Album, bei der Nancy Wilsons Stimme plötzlich etwas kratzig wird und sich leicht angeschlagen durch dieses Meisterwerk singt. Wow, da ist sie, die Gänsehaut, die man bei einem Konzert erleben will. Wahnsinn!

Danach geht es leider wieder viel zu routiniert weiter. Mit „Dear Old America“ folgt noch ein aktueller Song, bevor das Konzert mit den Hits „Crazy On You“ und natürlich „Barracuda“ endet, die man beide aber schon in aufregenderen Versionen gehört hat.

 

Für Komplettierer sicherlich ein Muss. Aber wer Heart noch nicht so kennt, wird mit jedem Greatest Hits Album besser bedient sein.

 

 

2von6

Review: Precious Metal / House Of Lords

house of lords - precious metalThe House of Lords melden sich mit „Precious Metal“ zurück – und es geht gleich ordentlich los. Der Opener „Battle“ klingt modern und kraftvoll, vermutlich der beste Song, den ich je von der Band gehört habe. Das macht Appetit und so dürfte es auch gerne weitergehen.

 

Doch schon beim zweiten Titel erschleicht mich das Gefühl, dass die letzten 20 Jahre musikalisch für die Mitglieder der Gruppe nie stattgefunden haben. Stilistisch bewegen sie sich im melodischen Hardrockgewand der späten 80er und frühen 90er.

Grundsätzlich nichts Verwerfliches, denn das, was Sänger James Christian mit seiner Truppe anbietet, tönt mehr als ordentlich.

Die Platte besticht durch eine transparente, druckvolle und ausgewogene Produktion, in dem jedes einzelne Instrument sehr präsent ist. Insgesamt höre ich doch ein paar mehr Ecken und Kanten als auf den früheren Alben, der Fokus liegt aber dennoch auf den eingängigen Melodien. Ein ganz besonderes Beispiel ist der Titeltrack, eine Ballade am Rande des Kitschs, die aber durch die glasklar gesungene Hookline total im Ohr bleibt und fast schon verbietet, weiterzuskippen. Würden wir das Jahr 1988 schreiben, hätten House Of Lords wohl einen Mega-Singlehit gelandet, 2014 wird es damit wohl nichts.

"Enemy Mine" ist hingegen für den geneigten Rockfan vielleicht eine kleine Herausforderung, eine weitere Ballade, bei der auch Robin Beck (Christians Ehefrau) mitsingen darf. Robin Beck? Ja, genau die, die in den 80ern mit "First Time" einen Coca Cola-Werbehit hatte. Der Song ist recht keyboardlastig, was dem Arrangement eine ziemlich poppige Note verleiht. Trotz des einprägsamen Refrains für mich der schwächste Song des Albums.

Die Texte scheinen durch Christians überstandene Krebserkrankung inspiriert zu sein. Das legen Titel wie „Permission To Die“ oder „Live Every Day (Like it`s The Last)“ zumindest nahe. Überhaupt wirken die rockigen Songs alle ziemlich kämpferisch und positiv.

 

Precious Metal ist ein sehr solides Album mit der Perspektive, nicht im Schrank zu verstauben. Eine CD, die man immer wieder hören kann. Nicht nur, aber vor allem auch für Nostalgiker geeignet, die den Zeiten des melodiösen Hardrocks und den wallenden Männermähnen nachtrauern. Laut Aufdrehen und auf Zeitreise gehen.

 

 

4von6

 

Classics: At Budokan / Cheap Trick

AtBudokanCheapTrickEnde der 1970er bis Anfang der 1980er waren Cheap Trick für viele Musikfans die beste Rockband aller Zeiten. Trotz Kiss. Schließlich hatte der Powerpop-Vierer um Frontmann und Mädchenschwarm Robin Zander und Gitarren-Nerd Rick Nielsen 1978 mit At Budokan einen wahren Livealbum-Geniestreich hingelegt. Zehntausend kreischende japanische Girls (wie zuvor wohl nur bei den Beatles) sowie das clevere und selbst heute noch höchst ansteckende Drum-Intro zum transkontinentalen Hit "I Want You To Want Me" waren dabei die Wegbereiter für den beträchtlichen Erfolg des Albums. Denn die reichlich rockende Live-Überversion des bereits im Vorjahr auf In Color erschienenen (dort aber nur mittelprächtig rockenden) Songs katapultierte die Paradiesvögel aus Rockford im US-Bundesstaat Illinois mit Lichtgeschwindigkeit in die Charts. Außerdem war die Scheibe in puncto Atmosphäre und Soundqualität ein echter Meilenstein.

Dabei hatte Nielsen das Liedchen nach dem kommerziellen Misserfolg des noch etwas sperrigen, aber von der Fachpresse gelobten Debüts Cheap Trick (1977) eigentlich als augenzwinkernde Antwort auf den eher simplen Pop-Sound von Abba geschrieben – damit jedoch ganz offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen. Einer Zeit, in der Bands wie Blondie, Buzzcoks und Undertones gerade eine neue Nische besetzten, die sich infolge der musikalischen Kataklysmen der 1970er aufgetan hatte und in der Rock, Pop und Punk gerade zum Powerpop verschmolzen. Nicht alle hatten damals Lust auf die verkopfte Musik von Bowie, Pink Floyd oder Kraftwerk, sondern der Moment war gekommen für einen modernen und vom Punk beschleunigten Rocksound mit Pop-Appeal. Das war neu und aufregend, und Cheap Trick konnten sofort liefern.

vinyl-record-iconDieser frische Wind ist bis heute auf At Budokan zu spüren: Vom energischen Opener "Hello There" über den All-Time-Favourite "Surrender" (mit Kiss-Referenz) bis hin zum markanten Schlusspunkt "Clock Strikes Ten" wird munter und in absoluter Ohrwurmtauglichkeit drauflos gerockt. Überwiegend im Mid- und Up-Tempo und selbstverständlich immer wieder mit mitreißenden Hooklines und teils sehr schrägen Gitarrensoli. Zehn clevere (und nicht selten selbstironische) "Poprocksongs" für die Ewigkeit – und mittendrin mit "I Want You To Want Me" der Signature Tune des Quartetts.

Im Jahr darauf veröffentlichten Cheap Trick dann ihr bis heute bestverkauftes Studioalbum Dream Police. Dieses fiel deutlich experimenteller aus und läutete den langsamen Abstieg der Band ein. Denn Ambition verkauft sich nun einmal weitaus schlechter als Kommerz. So ist das nun mal. Aber im Pantheon der Rockmusik haben Cheap Trick dennoch ihren Platz. Seit 1978.

 

 

Review: Rise of the Hero / Iron Savior

Iron Savior Rise Of The Hero 8a00acfa90Erwartet man von einer Band, die sich Iron Savior nennt, ein innovatives Album? Nein – und das ist auch gut so! Zugegeben, es gibt kaum etwas auf „Rise Of The Hero“, was man so vorher noch nie gehört hätte. Aber auch das macht nichts, denn man bekommt genau das, was man erwartet: ein Power Metal Glanzstück allererster Güte! Nach einem kurzen stimmungsvollen Intro wird sofort losgeballert.

Schnell, präzise, melodiös und mit förmlich spürbarer Lust und Spielfreude werden die Songs losgefeuert. Hart, melodiös und unheimlich eingängig sind die Tracks oder eigentlich eher die Hymnen auf dem mittlerweile achten Longplayer der Band. Anspieltipps brauchen gar nicht genannt zu werden, denn alle Songs stehen qualitativ auf einer Höhe. Der einzige Titel, der aus der Reihe fällt ist die Coverversion von Mando Diaos Hit „Dance With Somebody“ - der will irgendwie nicht so hundertprozentig zu den anderen Songs passen, ist aber letzten Endes eine tolle Partyrocknummer. Mastermind Piet Sielck versteht sein Handwerk, er und seine Band haben sich seit dem letzten Album ordentlich Zeit gelassen (immerhin stammt „The Landing“ aus dem Jahr 2011) und das merkt man. Das ganze Werk wirkt sehr stimmig und ausgefeilt.

FAZIT: „Rise Of The Hero“ ist ein exzellentes Power Metal Album, welches Lust macht, immer und immer wieder gehört zu werden.

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Classics: Zen Arcade / Hüsker Dü

husker du - 1984 zen arcadeHardcore-Puristen der ersten Stunde werden es nicht gerne hören, aber Zen Arcade (1984) von Hüsker Dü ist wegen seiner eher bescheidenen Soundqualität möglicherweise einer der am seltensten aufgelegten Albumklassiker aller Zeiten. Allerdings wurde das 70-minütige Konzeptalbum der längst schon legendären Wegbereiter des Alternative-Rocks - Bob Mould, Grant Hart und Greg Norton - auch binnen dreieinhalb Tagen fast komplett live eingespielt und final abgemischt. Für rund 3.000 Dollar. Und das hört man leider am viel zu dumpfen Sound. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die vierte Scheibe des 1988 im Streit aufgelösten US-Trios aus Minnesota bis heute sowohl durch das Songmaterial und die musikalische Virtuosität als auch durch den konzeptionellen Ansatz besticht. Nicht selten wurde Zen Arcade deswegen von Kritikern als das Tommy des US-Hardcore bezeichnet. 

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mannes, der völlig frustriert aus der Bigotterie seines Elternhauses ausbricht, in der Welt da draußen aber die Erfahrung machen muss, dass es eigentlich überall die gleiche Scheiße ist. Entsprechend handelt das über die gesamte Distanz grimmige und düstere Album von Entfremdung, Eskapismus, Hoffnung, Liebe und Verlust. Damit bohrten Hüsker Dü den frühen US-Hardcore (ebenso wie die Minutemen im selben Jahr mit Double Nickels On The Dime) nicht nur thematisch auf, sondern die Haupt-Songwriter Hart und Mould nutzten die vielen Handlungswindungen der Story auch dazu, dem Genre neue musikalische Nuancen hinzuzufügen. Damit ebneten sie zunächst einmal dem Post-Hardcore den PictureWeg. 

So findet sich neben genretypischen Lärmern wie "Broken Home, Broken Heart", "Indecision Time" oder "Pride" mit "Never Talking To You Again" sogar ein folkiges Stück auf dem atmosphärisch dichten Doppelalbum - und mit "Turn On The News" ein kleiner Underground-Hit. Hinzu kommen diverse Ausflüge in psychedelische und jazzige Gefilde sowie zwei kurze Piano-Zwischenspiele. Ziemlich mutig aus damaliger Sicht. Vor allem die vergleichsweise melodiösen und von Moulds stilprägendem Gitarrenspiel dominierten Songs "Chartered Trips", "Somewhere", "Pink Turns To Blue" und "Whatever" sind es aber, die die Zeit überdauert haben - und wegen ihres bisweilen fast schon "poppigen" Untertons erahnen lassen, wohin die Reise auf den folgenden vier Alben gehen wird. Und das ist angesichts solcher Evergreens wie "Celebrated Summer" (New Day Rising, 1985), "Makes No Sense At All" (Flip Your Wig,1985), "Hardly Getting Over It" und "Don't Wanna Know If You Are Lonley" (Candy Apple Grey, 1986) oder "Could You Be The One?" (Warehouse - Songs & Stories,1987) beileibe nicht despektierlich gemeint. Nun, jedenfalls haben Bands wie Throwing Muses, Lemonheads, Pixies und allen voran natürlich Nirvana dann später aus diesen musikalischen Blaupausen den klassischen Alternative-Rock der 1990er entwickelt. Vom Pop-Punk á la Green Day oder Blink-182 ganz zu schweigen. 

Übrigens gibt es auf YouTube seit geraumer Zeit eine "Private Remaster"-Version des Mittachtziger-Meilensteins - auch wenn die eingangs erwähnten Puristen jetzt wieder die Nase rümpfen werden.

 

 

Review: Vandenberg's Moonkings

vandenbergs moonkings coverWenn man liest, dass Holland einstiges Gitarrenwunderkind Adrian Vandenberg im Jahr 1998 ein letztes Lebenszeichen in Form von Musik auf einem Tonträger abgegeben hat, muss man erst einmal tief durchatmen. 1998?? Vandenberg war für einige besondere Momente in der Rockgeschichte zu haben. So kam der "Flying Dutchman" als David Coverdales Sideman bei Whitesnake ganz groß raus - vor allem mit einer Scheibe, auf der er gar nicht zu hören war. "Slip of the Tongue" schrieb der mittlerweile 60-Jährige mit dem Frontmann zusammen, auf der CD spielen musste und durfte jedoch Gitarrengott Steve Vai, denn Adrian Vandenberg verletzte sich kurz vor den Aufnahmen schwer an der Hand. Danach stellte er mit "Manic Eden" ein recht erfolgloses, aber grandioses Bandprojekt auf die Beine, bevor er plötzlich von der großen Musikbühne verschwand. Fortan widmete er sich der Malerei und dem Airbrushen, sehr erfolgreich übrigens.

Nun will er es als Gitarrist mit eigener Band aber noch einmal wissen: Vandenberg's MoonKings bestehen aus dem Meister an der Gitarre und Jan Hoving (Vocals), Mart Nijen-Es (Drums) sowie Sem Christoffel (Bass). Das vorligende Debüt der Band wird Fans der bluesigeren und weniger metalbehafteten Whitesnake mehr als gefallen.

Ob beim Opener "Lust and Lies", auf dem Hoving im Stile Coverdales alles gibt oder dem folgenden "Close to you", der auch auf "Slide it in" hätte stehen können (und zudem an Led Zeppelin erinnert) - die Mondkönige machen vieles richtig. Sänger Jan Hoving klingt wie ein jüngerer Bruder David Coverdales mit hellerem Timbre, Vandenberg spielt einige grandiose Soli und der Rest der Band grooved solide bis exzellent vor sich her. Klar, dass im Zeichen der weißen Schlange auch einige schmalztriefende Töne nicht fehlen dürften. "Breathing" klingt wie eine (schwache) Whitesnake-Ballade und ist ein klarer Streichkandidat. "Out of reach" macht es mit seinen dezenten Streicherparts da später deutlich besser (weil bluesiger), während eine weitere Schmusenummer mit "One step behind" zwar einen bockstarken Refrain aufweisen kann, in den Strophen aber langweilt.

Überhaupt: Wenn die MoonKings rocken, sind sie deutlich stärker, wie das treibende "Nothing touches" und das tolle "Leave this town" beweisen. Beschlossen wird die Scheibe mit einem alten Bekannten: "Sailing ships" befindet sich mittlerweile auf einigen Whitesnake-Tonträgern ("Slip of the Tongue" mit Vai, "Starkers in Tokyo" mit Vandenberg, "Live at Donington" mit beiden Gitarristen), doch Adrian scheint zurecht sehr stolz auf diese Übernummer zu sein und spendiert uns hier eine erneute Version mit Coverdale an den Vocals. Das ist ein natürlich inkonsequent, eine Fassung mit Jan Hoving wäre folgerichtiger gewesen, was an der Qualität des vielleicht besten Songs in seiner Karriere rein gar nix ändert.

 

Fazit: Prima Scheibe für Whitesnake-Fans der bluesigeren Ära, trotz balladesker Ausfälle. Mehr davon, Adrian!

 

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Review: A Day in Nashville / Robben Ford

robbenford14Nach "Bringing it back home" aus dem vergangenen Jahr musste einem Angst und Bange um Gitarrengenie Robben Ford werden, so lustlos und uninspiriert kam dieses Werk daher. "A day in Nashville" ist zum Glück keine solche Langeweile-Veranstaltung, was vielleicht auch am mittlerweile selten gewordenem Aufnahmeritual liegt: Die CD wurde nämlich einfach komplett an einem Tag eingespielt.

Viel mehr Old School geht dann eben doch auch nicht. Neun Songs an einem Tag, das ist eine Leistung, vor allem, wenn sich der flotte Neuner als durchaus homogenes Werk zwischen Jazz, Blues und Soul entpuppt. Für sein besonderes Projekt hat Robben Ford aber auch eine Auswahl der Allerbesten mit ins Boot genommen: Audley Freed (Gitarre; Black Crowes), Ricky Peterson (Keyboards; David Sanborn), Brian Allen (Bass; Jason Isbell), Wes Little (Schlagzeug; Sting) und Barry Green (Posaune; Tony Bennett) verstärken den Meister und sorgen für exzellente Momente. Vor allem "Green Grass Rainwater" und "Different People" sind absolute Volltreffer, während "Ain't drinkin beer no more" etwas beliebig dahingeklatscht erscheint.

Die kurze Spielzeit ist ein Kriitkpunkt, die immer wieder bemängelte glatte Politur der Produktion hingegen nicht. Das macht Ford schließlich seit jeher. Ein krachender Bluesrocker wie Bonamass wird aus ihm einfach nicht mehr - und das muss auch nicht sein. 

 

 

Fazit: Schnellschuss mit Spaßfaktor

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Review: D:REI / Black Space Riders

BSR-Cover-DREI-300x269Ambitioniert sind sie, die Black Space Riders aus Münster. Ein knapp 80-minütiges Konzeptalbum haben sie vorgelegt. Dieses Vierteilige Epos beschreibt „Eine Reise ins tiefste Innere, in eine Galaxie der Innerlichkeit, den so genannten "inneren Raum": Frieden, Freiheit, Depression und tiefste Isolation.“ Sowohl inhaltlich, als auch musikalisch keine leichte Kost. Es gibt Platten, die hört man so nebenbei - und es gibt welche, für die muß man sich Zeit nehmen. „D:REI“ ist so ein Werk, es entfaltet seine volle Blüte wirklich erst dann, wenn man in Ruhe zuhört.

Wie zu erwarten, sind die musikalischen Grundelemente eine große Portion Stonerrock, gemischt mit gehörigen Space- und Doomanteilen. Allerdings hört man auch immer wieder, dass die Band auch über diesen Tellerrand hinausblickt und ihre Inspiration auch woanders hernimmt. Der großartige Opener „Stare At The Water“ oder auch „Way To Me“ erinnern durch ihre doppelläuffigen Gitarrenharmonien durchaus an Wishbone Ash oder Thin Lizzy. „The GOD-Survivor“, der für mich mich herausragende Song steigert sich im instrumentalen Schlussteil in eine düstere Version von Deep Purples „Perfect Strangers“. Der Stampfer „Give Gravitation To The People“ weckt bei mir sogar Sisters Of Mercy-Assoziationen. Darüber hinaus sind natürlich Kyuss immer wieder eine Referenz, was an sich aber nicht wirklich überrascht. Die CD benötigt eventuell ein paar Durchläufe, aber sie wächst und wächst bei jedem Hörgang. Die Story ist interessant und lässt Bilder im Kopf entstehen, die hervorragend mit der Musik korrespondieren.

 

Fazit: Eine wirklich spannende Platte, die von ihrem Hörer vor allem eins verlangt: Geduld. 

 

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Review: Into the Storm - Axel Rudi Pell

arp14Seit 25 Jahren kommt der bessere Ritchie Blackmore aus Wattenscheid: Axel Rudi Pell hat mit seinem 15. Album "Into the Storm" einmal mehr den Beweis angetreten, dass er zu den ganz großen des Genres zählt. "Into the Storm" klingt moderner und härter als die letzten Pellschen Rundlinge und das macht durchaus Laune.

Natürlich schimmert überall der unvermeidliche Blackmore durch (bei "Burning Chains" wird sogar arg der Deep Purple-Klassiker "Burn" gefleddert - man achte nur auf die Drumwirbel), doch das ist gut so, denn der gute Ritchie ist längst im selbstgewählten Folkmusikexil und tanzt in seltsamen Strumpfhosen durch die Schlösser Europas. Nach mehr als einem Jahrzehnt hat Mike Terrana an den Fellen übrigens das Handtuch geworfen und Ex-Rainbow-Trommler Bobby Rondinelli ersetzt ihn formidabel. Die Zuballerei Terranas war ohnehin Geschmacksache, nun ist mehr Raum in den Songs. Ach ja, die Songs: "Tower of Lies" setzt zum Beginn nach dem unvermeidlichen Intro die Marschroute für "Into the Storm". Harter, melodischer Rock mit tollen Hooklines, Klasse-Soli und einem gnadenlos guten Johnny Gioeli am Gesang. „Long Way To Go“ und „Burning Chains“ gehen in eine ähnliche Richtung. Balladesk und etwas platter wird es mit „When Truth Hurts“ und „Touching Heaven“, aber solche Schmachtfetzen sind für ARP-Fans unverzichtbar.

Axels Vorliebe für skurrile Coverversionen (man denke nur an Alphavilles "Forever Young") lebt er dieses Mal mit Neil Youngs Klassiker "Hey Hey, my my" aus. Ein Streichergebnis, denn Gioelis Hochglanzröhre passt nicht besonders gut zum kaputten Flair des Songs. Mit dem Titeltrack "Into the Storm" lenkt Kapitän Pell sein Kriegsschiff aber wieder in die richtigen Bahnen. Exotische Skalen, vielschichtiges Songwriting, epische Lyrcis - "Into the Storm" ist der beste ARP-Song seit zehn Jahren, wenngleich auch zwei Minuten zu lang. 

 

Fazit: Auch im 25. Jahr ist Axel Rudi Pell eine echte Bank und mittlerweile der bessere Blackmore

 

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Tracklist

 

01. The Inquisitorial Procedure 01:48
02. Tower of Lies 04:26
03. Long Way to Go 05:32
04. Burning Chains 05:23
05. When Truth Hurts 06:46
06. Changing Times 06:05
07. Touching Heaven 07:02
08. High Above 04:49
09. Hey Hey My My 05:02
10. Into the Storm 10:35

Classics: Kid A / Radiohead

Radiohead.kida.albumart

Alle Nostalgiker, die The Bends von 1995 noch immer für das Meisterwerk von Radiohead halten, täuschen sich möglicherweise ebenso sehr wie diejenigen, die zwei Jahre später OK Computer zum Opus magnum in der Karriere der einstigen Gitarrensound-Frickler aus dem britischen Oxfordshire ausgerufen haben. Wirklich miteinander vergleichbar sind diese beiden Alben ohnehin nicht. Vielmehr zeichnet sich auf diesen durch den mutigen Schritt vom ziselierten Brit-Pop der frühen Jahre hin zum ambitionierten Art-Rock bereits die radikale künstlerische Emanzipation vom musikalischen Mainstream ab, die dann im Jahr 2000 auf Kid A ihren eigentlichen Höhepunkt finden wird - einem bedrohlich dräuenden Jahrtausendwende-Album, das noch weniger mit den beiden Vorgängern vergleichbar ist als diese untereinander. Und das nicht wenige Fans und Kritiker zunächst einmal ebenso verstört wie rund 15 Jahre zuvor die urplötzliche Wandlung von Talk Talk von einer Chart-Band zu den Wegbereitern des Post-Rock.

So verweigern Radiohead im gesamten ersten Drittel von Kid A ihren Zuhörern etwa jeglichen Gitarrensound. Auch von Pop fehlt nun jede Spur. Stattdessen klingen der grandios melancholisch-warmherzige Opener "Everything In Its Right Place" und der darauffolgende Titelsong wie eine perfekte Amalgamierung elektronischer Sounds, Samples und repetitiver Rhythmen stilprägender Nischen-Bands wie Can, Kraftwerk oder Boards Of Canada mit dem "typischen" Radiohead-Sound. Nur wenigen Bands zuvor ist es gelungen, nach einem solchen Schnitt gleichermaßen aufregend neu und dennoch vertraut zu klingen. Ohne es den Fans zu leicht zu machen.

Denn auch der dritte Song des Albums, das brachiale und überaus beunruhigende "The National Anthem", schert sich einen Dreck um Hörererwartungen, indem nahezu alles Sechssaitige durch ein treibendes, fast schon brutales Bass-Riff und eine aggressive Bläser-Sektion ersetzt wird. Jazzcore, wenn man so will. Erst im wunderbar verschleppten und seltsam verpeilten "How To Disappear Completely" kommen (neben allerlei anderen Soundspielereien, darunter eine zwischenzeitlich völlig ins Disharmonische abdriftende Streicherabteilung) Gitarren zum Einsatz.Vornehmlich akustische. PictureUnd auf dem zynisch betitelten Untergangsrocker "Optimistic" dann sogar elektrische - die dann aber später beim heimlichen Hit des Albums, dem unheilvoll und rein elektronisch drauflos pumpenden "Idiotheque", wieder ebenso fehlen wie Bass und Schlagzeug. "Women and children first" heißt es dort nicht von ungefähr. Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms konnten sich Radiohead endlich solche Extravaganzen leisten - und das ist auch gut so, da nur auf diese Weise wahrhaftige Kunst die Massen erreichen kann. Früher oder später zumindest. 

Kurzum, Kid A zieht seine musikhistorische Bedeutung aus der ganz und gar eigensinnigen und glücklicherweise rundum gelungenen Harmonisierung klassischer, experimenteller und dezent rockistischer Elemente auf durchgehend hohem Niveau - ohne dabei schnöder Prog-Rock oder gar Schlimmeres zu sein. Dafür ist dieses bis heute teils noch missverstandene Meisterwerk zu zeitlos. Zu relevant. Vor allem Thom Yorkes' virtuoser, jenseitiger und auf alle musikalischen Stimmungen exakt abgepasster Gesang voller verschwurbelter Lyrics, mit denen man sich wahrlich nicht jeden Tag beschäftigen möchte, hält das in seiner düsteren Grundstimmung konsistente Album dabei nach wie vor bestens zusammen. Kopfmusik, die ganz und gar party- und badeseeuntauglich ist. Doch dazu wurde sie ja auch nicht geschaffen.

 

 

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Classics: Closing Time / Tom Waits

220px-Tom Waits - Closing TimeEs sind magische Scheiben, die uns prägen. "Closing Time" von Tom Waits ist so eine magische Scheibe. Es ist vielleicht Tom Waits Meisterwerk, wenn man ein wenig auf Massenkompatibilität schielt, obwohl die große Masse diese Platte (und ich sage Platte, weil sie auf CD deutlich an Magie verliert) nicht zuckersüß genug finden wird. Beinharte Tom-Waits-Fans hingegen finden den Gesang auf "Closing Time" dann wiederum fast zu lieblich. Diese Debüt-Scheibe entstand nämlich zu der Zeit (1973), als Waits' Gesang noch zahm war.

 

Missverstanden wurde "Closing Time" damals dennoch. Das "Rolling Stone"-Magazine beispielsweise verglich Waits' Debüt-Album mit Randy Newman. Weiter weg konnten sie nicht sein. Die Platte ist eher eine pianogeschwängerte Ode an die Liebe, den Jazz und den Sonnenaufgang. Mit "Ol'55" als erstem Track (und auch als Singleauskopplung) setzt Waits, der sein Album vom ehemaligen "Lovin' Spoonful"-Mitglied Herry Yester hat produzieren lassen, eine Marke für den Rest des Werkes. Laid back and lovely geht es zu, meist balladesk, immer voller Leidenschaft.

Das Midtempo wird bis auf "Ice Cream Man" kurz vor Schluss niemals überschritten, "I Hope That I Don't Fall in Love with You", "Rosie" oder "Martha" sind sogar grandiose Schmachtfetzen. Musik, die heute so nicht mehr gemacht wird und Waits danach auch nicht mehr wirklich oft abliefern konnte. 

 

Die Platte hat einen wunderbaren Spannungsbogen, auch eine Eigenschaft, die zu Shuffle-Ipod-Zeiten zu vernachlässigen ist. Wunderschöne leidenschaftliche Songs geben sich die Klinke in die Hand bis Waits kulminierenderweise die Nacht, die Träume und Sehnsüchte beendet, um über "Little Trip to Heaven (On the Wings of Your Love)" und "Grapefruit Moon" zur "Closing Time" zu gelangen. Ein Instrumental, welches selbst den tumbesten Hörer überdeutlich vermittelt, dass dieses Erlebnis zu Ende ist.

 

Wie wichtig dieses Debütalbum war, zeigen auch die Coverversionen von Tim Buckley (Martha - hübsch), Meat Loaf (Martha - sehr schlimm!), Sarah McLachlan (Ol' 55 - ok) oder den Eagles (Ol' 55 - too much fucking Country). "I Hope That I Don't Fall in Love with You" wurde dann leider auch noch von Bon Jovi in einer Episode von Ally McBeal verhunzt.

 

Sollten einmal mordlüsterne Aliens auf der Erde landen und in Eurem Plattenschrank "Closing Time" finden, ist Euer Überleben gesichert. Wer solche eine Scheibe besitzt, kann kein schlechter Mensch sein...

 

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Obwohl diese Scheibe auf Vinyl mehr Zauber entfacht, gibt es HIER den Spotify-Link!

Review: Motorjesus - Electric Revelation

motorjesus14Genau 15 Sekunden brauchen die Mönchengladbacher Motorjesus - dann ist man als Hörer fast schon zufrieden. Die ersten 15 Sekunden des ersten Songs (davor gibt es noch ein Intro) sagen eine Menge über die Band aus: Detroit Rock City, Motorhead, Slave to the grind, Motor discipline - das sind die Zutaten zum Start von "Trouble in Motor City", einem der besten Tracks des Albums.

Sänger Chris Birx singt leidenschaftlich aus ganzem Herzen, die längere Pause hat ihm nicht geschadet. Im Gegenteil: So vielschichtig wie auf "Electric Revelation" hat er seine Stimme noch nie eingesetzt. Anspieltipp ist hier die Halbballade "Rust".

Generell ist die Band tighter denn je, die Produktion fett und Motorjesus sind kompositorisch mittlerweile ziemlich ausgereift. Da wird sogar in "The Run" ein Nickelback'scher Pre-Chorus nicht zum Rohrkrepierer, sondern passt perfekt in den Song. Trotz zahlreicher Referenzen (etwa das 1a-Thin Lizzy-Twingitarren-Intro im großartigen "Back in the Action Car"), ist der eigene Stil der Band immer zu erkennen. 

Es bleibt unverständlich, warum da immer noch nicht die ganz großen Bühnen für Chris Birx, Guido Reuss (git.), Andreas Peters (git.), Roman Jasiczak (Bass) und Oliver Beck (drums) bereit stehen. Vielleicht ändert "Electric Revelation" das ja. Das Album ist fast in Gänze bockstark, heavy und eigenständig. Zu kritisieren gibt es wenig, etwas Luft nach oben bleibt aber zumindest: Der Titeltrack ist vielleicht eine Spur zu schwach für den Rest des Albums, "The Warning" zitiert vielleicht eine Spur zu häufig den eigenen Backkatalog, einige Refrains sind manchmal vielleicht eine Spur zu ähnlich, doch dies sind Marginalien und ein Meckern auf höchstem Niveau. Der Rausschmeißer "The right hand of the devil" hat auf den Hörer dann auch gleichen Effekt wie das Intro! Das Gesicht verzieht sich zu einem breiten Grinsen.

 

 

Motorjesus halten internationalen Maßstäben Stand und haben mit "Electric Revelation" ihr bisher ausgereiftetes Gesamtpaket abgeliefert.

 

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Review: Souldrinker - Semper Fidelis II

souldrinker2Souldrinker ist ein Schmelztiegel aus den Bands Watch me Bleed (Bassist Chris Rodens und Drummer Steffen Theurer), Mystic Prophecy (Gitarrist Markus Pohl) und The Mystery (Goldkehlchen Iris Boanta). Klingt spannend und ist es auch.

Während Pohl und Boanta eher für die klassische Ausrichtung der Band stehen, haben die Watch me Bleed-Jungs einen moderneren Ansatz. Genau das ist der Reiz von Souldrinker, die eine wunderbare Mischung aus traditionellen Metalwerten und frischer Brutalität auf den bisher vorliegenden fünf Songs (plus Intro) auf den Tisch katapultieren.

Alle Musiker sind über jeden Zweifel erhaben, hoch droben über dem Sound der Band thront Iris Boanta mit ihrem einmaligen Gesang.

Dies wirkt sich leider auch auf die Produktion aus. Hier würden mir die Gitarren etwas weiter vorne im Mix besser gefallen, doch das ist vielleicht Geschmacksache.

Der Stilmix aus klassischen Metalgesang einer außergewöhnlichen Sängerin - sehr schön im Genre einmal wieder etwas anderes zu hören als Elfenrotze - und den knallharten Riffs funktioniert überraschend gut. 

Das Songwriting überzeugt, die Hooklines sitzen (vor allem "Sixteen Men of Tain" sticht heraus), die Soli und auch die Riffs sind mitreißend, lediglich die Spielzeit ist ein Manko, welches hoffentlich bald in Form eines Longplayers behoben wird. Während auf der vorigen EP noch Watch me bleed-Growler Alex Gindu einen Kontrast zur Rockröhre Boanta setzte, wurde der Gute nun wegrationalisiert. Es bleibt eine starke Scheibe mit größerer Classic-Metal-Schlagseite als beim Vorgänger.

Ich persönlich fand das Gegrunze auf Dauer aber ohnehin nicht allzu passend. Wenn der gute Eindruck auf mehr als fünf Songs bestätigt werden kann, gibt es auch die Höchstpunktzahl von den RocknRoll-Reportern.

 

Starker Erstschlag! Plattenfirmen zuschlagen!

 

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1. Intro

2. Sixteen Men Of Tain
3. To All That Is Lost
4. Burn The Pact

5. To all that is lost

6. Hope is gone

Review: Primal Fear - Delivering the Black

primalfeardeliveringcdcover"King for Day" - so beginnt Primal Fears elftes Album "Delivering the Black" und wie ein König, ein Heavy Metal-König mit metallischem Herzen und übermenschlichen Kräften, fühlt sich der Hörer danach. Der bockstarke Opener schwingt die Metal-Keule so kompromisslos zwischen Judas Priest und Helloween ohne dabei die mittlerweile stark herausgearbeiteten Eigeningredienzien zu vernachlässigen, dass man den Stahl vom Amboss platzen sieht.

 

Der Fuß bleibt auf dem Pedal, es geht mit Vollgas weiter zu "Rebel Faction", wo epische Chöre Scheepers sensationelles Organ unterstützen. Hier beweist der imposante Frontmann, dass er mittlerweile neben Ur-Vater Michael Kiske der beste deutsche Classic-Metal-Shouter ist. Der Titeltrack begeistert mit 1a-Helloween-Gitarrensolo und großartigem Refrain, während die Band in "One Night in December" einen hübschen Spagat zwischen balladesken Tönen und Riff-Dominanz schafft.

 

Auf neun Songs knallen Primal Fear eines der besten Metal-Alben der letzten paar Jahr durch die Lautsprecher, lediglich "Born with a broken Heart", eine echte Power-Ballade im 80er Stil, stößt ab. Diese Melodie, diese Gitarrenakkorde hat man dann doch ungefähr zehn Mal zu oft gehört. 

Der letzte Song "Inseminoid" tröstet dann über den Schmalzanfall schnell hinweg und ist sicherlich der beste Helloween-Song seit mehr als zehn Jahren. Auch, wenn Primal Fear diesen Vergleich sicher nicht mehr hören können, schwebt die Mutter aller deutschen Metalbands seit jeher über Scheepers und Bassist Matt Sinner.

 

Immerhin können sie von sich behaupten, Album für Album eine Qualität aus den Gitarren schießen zu lassen, die in Deutschland ihresgleichen sucht und vor allem von Helloween seit ewigen Zeiten nicht mehr erreicht wird.

 

Fazit: Mehr Metal geht nicht! 

 

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Review: Transatlantic - Kaleidoscope

transatlanticMit "SMTPe" (2000) und "Bridge across Forever" (2001) haben Neal Morse (Ex-Spock's Beard), Mike Portnoy (Ex-Dream Theater), Roine Stolt (Flowerkings) und Marillion-Bassist Pete Trewavas Prog-Geschichte geschrieben. Lange hatte man nicht so wunderschöne Melodien in ausufernden Arrangements und technischer Perfektion auf die abenteuerliche Reise durch die Lautsprecher schicken dürfen. Mit dem 2009er Album "Whirlwind" leisteten sich die vier Virtuosen einen ersten kompositorischen Knick, zu gewollt, zu gewohnt klang dieses Werk. Mit "Kaleidoscope" sollte alles besser werden und "Transatlantic" versuchen hier vor allem an ihr Debütalbum anzuknüpfen.

 

"Into the Blue" ist da schon fast der Standardeinstieg für diese Band, mit 25 Minuten Länge bietet er eine Vielzahl verschachtelter Songstrukturen ohne jedoch auf wiederkehrende Melodien verzichten zu müssen. Ein fast genialer Einstieg und die Hoffnung, dass ein neues Meisterwerk aus den Fingern von Morse, Portnoy, Stoilt und Trewavas fließen könnte. Die Ernüchterung folgt dann jedoch relativ schnell, denn man ertappt sich im Gegensatz zur Offenbarung vor über zehn Jahren dabei, dass die Gedanken abschweifen, die Tracks nicht richtig zu fesseln in der Lage sind und  - was am schlimmsten ist - zu langweilen beginnen.

Danach versprüht "Shine" den spröden Charme einer in den Archiven zurecht schlummernden B-Seite mit den üblichen Beatles-Anleihen und Morse-Akkustikversatzstücken, während das treibende "Black the Sky" anschließend wieder wunderbar packend und lediglich mit rund sechs Minuten zu kurz erscheint. Die Keyboard-Bridge ist so grandios, dass man sich mehr gewünscht hätte. "Beyond the Sun" langweilt danach auf der ganzen Linie und ist ein schwacher, sehr schwacher Abklatsch im "We all need some Light"-Stil vom überragenden Debütalbum.

 

Noch ist die Band im grünen Bereich, denn das 31-minütige Titelstück zum Abschluss der CD kann aus einer ordentlichen eine sehr gute Veröffentlichung machen. Doch leider erreicht der Prog-Vierer hier das Ziel nicht. Der Song ist an Reißbrettartigkeit kaum zu überbieten, wenn man denn die vorherigen CDs von "Transatlantic" kennt und liebt. Alles ist gewohnt und vertraut, genau hier liegt das Problem. Bis auf den Gänsehautmittelteil ab Minute neun wird hier lediglich ein Nebenbei-Hören statt eines aktiven Musikerlebens in die Rillen gezupft. Wer noch nie einen Song der Band gehört hat, könnte beeindruckt und ergriffen sein, Fans graust die eigene Zitier-, nein eher Kopierfreudigkeit der Amis. In dieser Form brauchen Prog-Fans Transatlantic nicht mehr.

 

Besser als "Whirlwind", doch die Zeit von Transatlantic scheint vorüber. Die Band kann keine Impulse mehr setzen, sondern verlässt sich auf ihren Progrock-Baukasten. Schade!

 

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Review: Protest the Hero - Volition

gfx 1ve84k5l19yoyqge9lps9ar996dt6ymitep9psk0pq8csfelhc9yvbr6wmqvqi61Protest the Hero aus Kanada haben ein Problem: Sie haben mit "Scurrilious" das vielleicht beste Album der letzten zehn Jahre im progressiven Metalsektor abgeliefert. Warum das ein Problem ist? Weil die Erwartungshaltung an "Volition", dem Nachfolgewerk, enorm ist.

 

Doch neben den wahnwitzigen technischen Skills der fünf Jungs aus Ontario hat auch "Volition" wieder vor allem eins: Melodien ohne Ende, dazu brachiale Härte, die nie zum Selbstzweck verkommt und sensationelle Abwechslung innerhalb der Songs.

Wie es sein kann, dass derart abgefahrene Strukturen Ohrwürmer gebähren, erschließt sich mir nicht, doch bereits nach einem Durchgang der nicht immer einfachen CD lechzt man nach mehr, viel mehr. Wenn es mit "Clarity" losgeht, kommt man nach 30 Sekunden nicht mehr aus dem Bann von Protest the Hero, was ein Beginn.

 

Und es katapultiert den Hörer in noch höhere Sphären: "Tilting against Windmills" könnte der Höhepunkt des Albums sein, wäre es möglich, sich für einen zu entscheiden. Selbst das (zu?) eingängige "Mist" ist ein scheinender Diamant. Mit "Skies" beenden Protest the Hero das bisher beste Album des Jahres und lassen den verdutzten Hörer mit nur einer Frage stehen: Wann gibt es "endlich" das Nachfolgealbum von "Volition"?

 

Fazit: Atemberaubende Scheibe und ein würdiger Nachfolger zu "Scurrillios" mit einer Menge WTF-Momente!

 

 

 

 


 

 Am 31. Januar spielt die Band in Köln. Einzelheiten gibt es HIER!