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Mittwoch Februar 22, 2017
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75 items tagged "CD"

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Review: Faith / Yasi Hofer

yasi-coverYasmin „Yasi“ Hofers Karriere ist eng verknüpft mit Gitarren-Großmeister Steve Vai. Der beeindruckte sie in jungen Jahren so sehr, dass sie die Violine in die Ecke warf und sich fortan daran tat, wie eine Besessene die E-Gitarren zu bändigen. Später konnte sie beim Flitzefingergott live auf der Bühne mitspielen, bevor er sie nun mit dem Track "Cosmic Stars" auf der aktuellen Compilation-CD seines Favoured Nations-Label ("She rocks Vol.1") verewigte.

Kein Wunder also, dass bei Yasi Hofers zweiter CD "Faith" die spielerischen Referenzen an Steve Vai fast immer durchscheinen. Wäre das alles, könnte man Yasis Werk schnell abtun, doch die Ulmerin schafft es, stilistische Sprünge zu machen, pendelt zwischen Instrumentalrock und bluesigen Gefilden munter hin und her. Beides klappt dabei hervorragend. Dies liegt natürlich an der technischen Brillanz der 24-Jährigen, die einen sahnig-tollen eigenen Gitarrenton pflegt, aber auch daran, dass ihr Gesang sich dahinter nicht verstecken muss.

Während Songs wie "Cosmic Stars" oder "Tender Storm" die Vai-Fangemeinde bestens bedienen dürfte, können auch Bluesrock-Freaks mit Tracks wie "Feeling Zany" (mit tollen Stevie Ray Vaugn-artigen Solo) oder dem schweren modernen Südstaatenblues von "Crossfire" etwas anfangen. Yasis Kernkompetenz bleiben aber weiter instrumentale Parforceritte durch die Welt der schnellen Noten. Vai und Satriani lassen schön grüßen. Nicht alle Songs zünden gleichermaßen. Der Titeltrack kriecht beispielsweise zu langsam aus seinem Schneckenhaus (explodiert dann am Ende aber immerhin), und insgesamt hat man den Eindruck, dass diese zweite CD noch nicht Yasis Meisterwerk sein wird, auch, wenn es wahrlich nicht viel zu meckern gibt. Da steckt noch mehr drin und man kann sich überaus auf mehr Musik von Yasi Hofer freuen.

 

Fazit: Starke zweite CD von Yasi - nicht nur für Fans von Steve Vai und Co

 

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Lest unser Yasi-Interview zur neuen CD HIER!

Review: Hardwired...to self-destruct / Metallica

metallica-hardwired-to-self-destructEs gibt kaum eine Metalband, die in der Form der letzten 20 Jahre mehr polarisiert hat als Metallica. Während sich die Metalwelt nahezu einig ist, dass trotz der technischen Schwächen der Band die ersten drei Alben Göttergaben des Thrash sind, herrscht über fast alles, was danach kommt, große Uneinigkeit. Mit Alben wie St. Anger (Sound) und Lulu (Songs) wurden Metallica gar zur Lachnummer, bevor "Death Magnetic" zumindest einigermaßen zufriedenstellen konnte. Die Taktik von "Hardwired...to self destruct" war in Sachen Marketing genial: Einen Tag vor Veröffentlichung gab es alle Songs mit offiziellen Videos zu bestaunen und der Hype wurde immer größer. 

Und in der Tat haben Hetfield und Co dieses Mal deutlich mehr vorzuweisen, was ihrem Status entspricht: Die Scheibe ballert mit "Hardwired", "Atlas Rise" (hoffentlich rufen Iron Maiden nicht an und wollen die geliehenen Licks zurück), "Now that we're dead" und "Moth to the flame" absolut amtlich los. Erste Schwächen hingegen finden sich hier schon: Zu oft werden zugegeben gute Riffs bis zum Erbrechen wiederholt. Das zieht sich durch das ganze Album. Nach diesen Songs wird es lahm und Metallica verlieren sich im Midtempo. Wer die neue Testament kennt, weiß, wie Thrash zu klingen hat. Jedenfalls nicht so wie "Dream no more" oder dem absoluten Stinker "Confusion".

"ManUnkind" nimmt dann wieder mehr Fahrt aus, aber "Here comes Revenge", "Am I savage?" und der wirklich schlechte Motorhead-Tribut "Muder One" sind Stangenware, langweilig und austauschbar. Immerhin: Mit "Spit out the Bone" kommt ein Mega-Song, der dem Begriff Thrashmetal alle Ehre macht.

Das Problem bei Bands dieser Dimension ist immer wieder das fehlende Regulativ in Form eines mündigen Produzenten: der hätte nämlich einige der Songs vom Album geschmissen, die Wiederholungen innerhalb anderer Songs verkürzt und es wäre eine triumphale Rückkehr mit bockstarken Songs wie "Bone", "Atlas" oder "Moth" geworden. So dümpelt das Midtempo zu oft rum. Schade. 

 

Fazit: Ordentlich bis gut mit zu viel Midtempo-Gedümpel und ätzenden Schlagzeugsound

 

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Review: Purple Rising - Made in Purple

cover 1Purple Rising sind eine Coverband, die die Musik von Deep Purple auf Original-Instrumenten, ganz im Stil der Seventies präsentieren. Dafür werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Die Hammonorgel ist von 1955, die Leslies von 1964!

Die Idee zur Gründung einer Deep-Purple-Tribute-Band hatten Stefan Deißler, Thomas Hasenau und Christian Saal bereits 1996 in Frankfurt. 

Mit "Made in Purple" liegt nun eine Live-CD vor, die in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg mitgeschnitten wurde. Bereits das Cover macht Lust auf Purple, ein sehr geschmackvolles Design wurde hier angewandt. Alexx Stahl (voc), Dominik Stotzem (bass), Reik Muhs (git), Andreas König (keys) und Stefan Deissler (drums) zocken sich auf "Made in Purple" durch zehn Klassiker von Blackmore und Co, beweisen dabei, dass sie den Geist der Originale bestens aufgesogen haben und spielen die Songs authentisch im Stil der Klassiker. Hardcore-Purple-Fans könnten monieren, dass Alexx Stahl einen etwas zu deutlichen Metal-Touch den Songs hinzufügt und damit zu weit weg von Gillan oder Dio (Rainbow wird mit "Temple of the King"  und "Difficult to cure" gehuldigt) ist, doch in der Tat macht Stahl einen ausgezeichneten Job.

Kracher wie "Burn", "Stormbringer" und natürlich das unverwüstliche "Smoke on the Water" werden stilvoll und filigran in die Rillen geschossen. Besonders die Bandbreite macht den Reiz der Band aus. Blackmore-Songs aus den unterschiedlichen Perioden an einem Abend zu hören ist einfach etwas Besonderes. Musikalisch ist also alles in bester Ordnung, die Band spielt tight und klingt so authentisch wie möglich, wenn man eben nicht selber Blackmore, Gillan und Co ist. Besonders beeindruckend ist natürlich Blackmores Meisterwerk "Child in time", das hier in voller Länge von knapp 15 Minuten zelebriert wird (siehe Video unten).

Was Purple Rising auf "Made in Purple" abreißen, übersteigt zudem in Gänze Blackmores Rainbow-Reunion (Fotos HIER) in diesem Jahr. Authentischer klingt der Chef nicht einmal selber. Die CD ist HIER erhältlich.

 

Fazit: Fast besser als das Original 

 

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Review: Robert Pehrsson's Humbucker - Long Way To The Light

robsAls der Schwede Robert Pehrsson nach Gastspielen bei Bands wie Runemagick, Thunder Express, Death Breath, Dundertåget, Imperial State Electric, Slingblade und Dagger 2013 seine eigene Band ins Studio schleppte, um das Debüt von Robert Pehrsson's Humbucker einzuzimmern, erschuf er eine magische musikalische Zeitreise und eines der wärmsten und bestklingendsten Alben der letzten zehn Jahre. 

Besonders beeindruckte die luftige Produktion der CD, die eine wahre Wohltat in den Ohren war. Weit weg von überproduzierten Werken vieler anderer neuer Bands, wo es nur um fetter, härter, lauter zu gehen scheint, war Robert Pehrsson's Humbucker als echter Ohrgasmus zu bezeichnen. Das alles wäre natürlich nichts ohne großartige Songs und auch hier punktete der Gitarrist auf ganzer Linie.

Kein Wunder, dass er sich gut drei Jahre Zeit ließ, um ein Nachfolgewerk einzuspielen. Mit "Long way to the light" liegt das nun vor und es hat sich wenig geändert, was in diesem Fall ein Glücksfall ist. Erneut klingt die Scheibe so herrlich analog, mehr Old-School geht gar nicht. Musikalisch beschreitet Robert zum Glück ebenfalls kein Neuland. Zwischen Thin Lizzy-Twingitarren, Ace Frehley-Solo-Reminiszenzen (etwa in "Traveling through the dark") und klassischem Ami-Rock der späten 70er und frühen 80er Jahren bewegen sich Pehrsson's Humbucker gekonnt und geschmacksicher. 

Das Album beinhaltet acht brandneue Stücke sowie eine Neubearbeitung des bereits von der Single her bekannten und sehr dem Thin Lizzy-Geist atmenden “The Hollow Of A Rising Tone”. Ein würdiger und (nur wenig schwächerer) Nachfolger für eine der tollsten Debüt-CDs seit sehr langer Zeit. Die hatte in Sachen Songwriting noch einige Glanzlichter mehr zu bieten und ist dementsprechend leicht besser zu bewerten (6 von 6 HIER).

 

Fazit: Toll klingender Classic-Rock mit starken Songs

 

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Review: Perzonal War - Inside The New Time Chaoz

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Bereits seit 20 Jahren ist die Trash-Metal-Band Perzonal War aus Troisdorf im deutschen Metal Untergrund am Werkeln. Aus diesem feierlichen Anlass hat die Band, um die Gründungsmitglieder Matthias Zimmer (Gitarre und Gesang) und Martin Buchwalter (Schlagzeug), mit „Inside The New Time Chaoz“ ein 20th-Anniversay Album vorgelegt. Die Scheibe, die insgesamt 11 Songs zählt, ist eine Mischung aus den ersten beiden Alben der Band. Fünf Lieder entstammen der ersten Platte „The Inside“. Die zweite Hälfte präsentiert sechs Tracks ihrer zweiten CD „Newtimechaoz“, das im Jahr 2000 erschien. Beide Alben sind schon lange ausverkauft, so entschloss sich das Quartett die beiden Scheiben im aktuellen Line-Up erneut aufleben zu lassen. Die alten Songs wurden neu aufgenommen, anders arrangiert und teils geändert. Das Wesen der Original-Stücke bleibt dabei erhalten. Fans der ersten Stunde wird es freuen, dass die ehemaligen Bandmitglieder Frank Buchwalter, Sascha Kerschens und Sven Krautkrämer ebenfalls mit von der Partie sind. Wie schon beim Original, weiß man beim ersten Song, woran man ist. „The Inside“ offenbart Trash-Metal vom Feinsten, gepaart mit melodischem Gesang. Weiter geht es mit D.O.P. Ähnlichkeiten zu Metallica können hier nicht geleugnet werden. Die Gitarrensoli des dritten Tracks, „Good & Evil“, bleiben besonders in Erinnerung, bevor es mit „Hornet“ weiter geht. Das Musikstück ballert anfangs ganz ordentlich, besticht aber auch mit langsameren Zügen. „Putrefaction Of Mind“ ist ein genialer Midtempo der ebenfalls mit schnelleren und ruhigen Passgen, vor allem aber mit einem tollen Refrain glänzt. Beim ersten Song des jüngeren Albums „Newtimebitch“ erinnert der Gesang abermals an Metallicas James Hetfield. Die wiederholenden Parallelen zu Metallica sind keineswegs schlecht, nerven aber an manchen Stellen etwas arg. Das Songwriting ist klassisch, doch nicht langweilig. Mit „Area Black“ folgt eine recht düstere Nummer, die jedoch die Vielfalt der Band hörbar macht. Spätestens bei „Mother Darkness“ ist die Stimmung aber wieder oben auf. 

 

 

Fazit: Gelungenes Revival der alten Songs

 

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Review: Colour of Noise- Colour of Noise

23474390416 afec2abb2b nDie halbe Stunde im Vorprogramm von Thunder im Herbst waren für Colour of Noise ein wichtiger Schritt in den Fokus der Rockfans. Die Classicrock-Band aus Brigthon fegte beeindruckend über die Bühne und machte so ihren knackigen Bluesrock mehr als schmackhaft. Das Debütalbum "Colour of Noise" wurde per Crowdfunding finanziert und ist mittlerweile erhältlich. Man hätte vielleicht noch etwas mehr Geld sammeln sollen, um sich ein vernünftiges Cover designen zu lassen. Ich habe seit vielen Jahren nicht mehr so ein gruseliges Artwork gesehen.

Dabei sind die Mitglieder  beileibe keine Unbekannten. Matt Mitchell singt bei Furyon und Bruce John Dickinson beispielsweise hat mit den legendären Little Angels schon eine hübsche Karriere hingelegt. Auf zehn Tracks beweisen die Briten, dass sie den 60er und 70er Bluesrock mit der Muttermilch aufgesogen haben. Immer wieder blitzen auch Led Zeppelin auf (etwa beim Motiv von "Can you hear me"), was ja nie eine schlechte Referenz sein kann.

Zwischen traditionellen Bluesklängen (zum Beispiel beim im Riffing an ZZ Top erinnernden "Medicine Man") wird es nur selten deutlich härter als es etwas bei Thunder zugeht, insofern war dieses Tourpackage die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ohrwürmer können hier und da ebenfalls der Band entfleuchen: "Drive it like you stole it" (tolles Gitarrensolo!) oder "You only call me" (mit leichter Aerosmith-Schlagseite) sind starke Songs, während nicht alle Werke des Albums derart zünden (eher lahm: "Can't take it with you").

Die Scheibe endet mit "Great day for Rock & Roll" und der Tag, an dem "Colour of Noise" entschieden gemeinsame Sache zu machen, könnte sich in der Tat als toller Tag für unsere Lieblingsmusik erweisen. 

 

Fazit: Gutes Debüt mit Luft nach oben

 

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Review: Infinite Entanglement / Blaze Bayley

Blazeblaze-bayley-infinite Bayley die "Schuld" an den schwachen Verkäufen seiner beiden Gastspiele bei Iron Maiden zu geben, ist einfach und verkennt einige Wahrheiten. Eine ist, dass auch auf "Virtual XI" und "The X Factor" einige Klassiker der Maiden-Historie zu finden sind (The Clansman, Futureal, Sign of The Cross). Eine andere ist die, dass der Brite vor allem in der Anfangsphase seit seiner Emission bei der besten Band der Welt zwei herausragende Metalalben veröffentlicht hat. Warum auch diese nicht aus einer Nische kamen, bleibt rätselhaft, sind doch "Tenth Dimension" (2002) und "Silicon Messiah" (2000) zwei hervorragende Werke.
Danach verlor der 53-Jährige sich ein wenig, auch gebeutelt von massiven privaten Schicksalsschlägen, bewies aber immer wieder auf einzelnen Tracks seiner CDs, welch guter Songwriter er ist ("Soundtrack of life", "The man who will not die").
Nun kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Blaze Bayley zurück ist und mit "Infinite Entanglement" eine der besten klassischen Metalscheiben der letzten Jahre geschrieben hat.
Und ja, Blaze fliegt mit uns wieder in die Zukunft, hat ein inhaltlich nicht zu komplexes (Hallo Dream Theater), aber auch nicht zu plattes Konzept geschnürt.

Die Geschichte, um die erste große Reise zu fernen Planeten, die den Hauptdarsteller 1000 Jahr leben und im Unklaren lässt, ob er Mensch oder Maschine ist, reicht, um einer Metalplatte einen schönen inhaltlichen Rahmen zu geben.
Wichtig ist aber bekanntlich auf dem Platz, sprich was hier musikalisch geboten wird. Und da überzeugt Blaze mit tollem Songwriting, überraschenden Ideen ("What will come"), großartigen Chören in bester Maiden-Manier ("Calling you home"), starken Twingitarren und auf den Punkt kommenden Arrangements. Und genau das ist es, was alte Maiden-Fans besonders anfixen wird: Blaze hält sich nicht mit ausufernden Songideen auf, was nicht heißt, dass die Songs auf "Infinite Entanglement" Schnellschüsse oder eindimensional sind. Er bedient aber genau die Fraktion der Maiden-Fans, denen die Band auf eine Art zu langatmig und verkopft geworden ist. Insofern ist die CD eine Art Gegenentwurf zu Maidens "Book of Souls", wenngleich Bayley niemals seine Vergangenheit beim britischen Metalschlachtschiff verleugnet, sondern eine wunderbar Symbiose herstellt zwischen der dunkleren Atmosphäre seiner Soloarbeit und den etwas helleren Tönen seiner Ex-Band.
Die ersten acht (!) Songs sind allesamt Weltklasse, erst "Dark Energy 256" hat eine schwächere DNA, ist zu beliebig und vorhersehbar. Zuvor erleben wir Blaze in Bestform - sowohl stimmlich, als auch kompositorisch, die Band ist megatight, der Grundsound etwas moderner als man es von Maiden gewöhnt ist, geht eher in die Dickinson Solo-Richtung.
Nach dem schwächeren "Energy" haut Blaze wieder richtig raus und steuert das (Raum-) Schiff nicht nur in einen sicheren Hafen, sondern in die Metalgeschichtsbücher. Neben "Book of Souls" ist das die beste Veröffentlichung im klassischen Metal seit Jahren. Welcome back, Blaze.

 

Fazit: Beste Blaze-Scheibe seit 2002 - ein Meisterwerk des klassischen Metal

 

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Review: We built this mountain... / Spencer

SPENCER We Built"We built this mountain just to see the sunrise" ist ein wirklich wunderbarer Titel. Für einen Song. Als LP-Name ist er natürlich äußerst ungeschickt, weil viel zu lang. Spencer scheint das egal. Spencer? Hallo Spencer? Nein. Spencer ist eine Schweizer Indie-Band, die mit dem aktuellen Werk bereits CD Nummer vier vorlegt. Spencer klingen wie eine leichte Mischung aus den Editors oder den Arctic Monkeys, dabei rühren sie aber immer mal wieder rockigere Zutaten in den Soundtopf.

Ab und an weht gar ein Hauch The Cure oder Depeche Mode durch die Songküche. Gitarristische Anleihen an The Edge von U2 entdeckt man ebenfalls immer wieder.

Das klingt nun als würden sich Spencer durch den Musikwald klauen, doch sie holzen nur beste Stücke ab und pflanzen sie neu an, um ein durchaus eigenes Gärtchen zu erschaffen. Irgendwo zwischen Britpop, Shoegaze und Pop (die Ballade "Saturday Shoes" kann ziemlich was, vielleicht auch das Radio erreichen) ordnen sich Spencer ein und sind so ein nicht zu schwergewichtiges Bonbon für den Sommer.

 

Fazit: Eigenständig gut geklauter Indierock

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Review: Paul Gilbert - I can destroy

paul gilbert i can destroy dcbc9b1468Paul Gilbert, bekanntermaßen Gitarrist von Mr. Big, ist bekannt für seine aberwitzige Technik, aber auch sein Songwriting und seinen Humor. Im Gegensatz zu vielen seiner Mit-Shredder aus den 90ern hat Gilbert irgendwann den Fokus auf einfaches Songwriting, gepaart mit tollen Hooks und unfassbaren Soli gelegt. Während Steve Vai immer mehr in Richtung Zappa zurückdriftet, Joe Satriani seit Jahren das gleiche Album herauszubringen scheint und Malmsteen... Egal. Paul jedenfalls hat immer großen Wert auf Variabilität in seinen Outputs gesorgt, die Guitarhero-Scheiben, reine Frickeleien also, wurden immer spärlicher. Mit "I can destroy" schlägt er nach zwei etwas langatmigeren Scheiben nun wieder in die Kerbe seinern ersten Solo-Outputs. Es ist bereits sein 18. Solo-Album und der Rundling hat 13 völlig unterschiedliche Songs in Petto. Das reicht über beinharten Bluesrock ("Blues Just Saving My Life"), klassischem Shredding (" I can destroy") bis hin zu New Yorker Soulfunk ("I will be remembered"). Dass sein Gesang eher im Bereich "kann man ertragen" einzuordnen ist, stört Gilbert-Jünger nicht. Zur Verstärkung hat er aber auch immer mal wieder den begnadeten Vokalisten Freddie Nelson an Bord. Der Humor bleibt bei Gilbert nie auf der Strecke. Wer sonst würde einen Song darüber schreiben, dass man gefälligst den Blinker seiner Autos beim Abbiegen benutzen sollte? Das Video ist auch witzig (siehe unten) - und erst die Gitarrenarbeit...Produziert hat das Ganze Kevin Shirley, der scheinbar überall außer bei Maiden einen guten Job macht. 

 

Fazit: Gilbert, wie man ihn liebt

 

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Review: Dream Theater - The Astonishing

DreamTheaterTheAstonishingDie neue Dream Theater-CD "The Astonishing" spaltet die (Musik-) Welt. Diesen Anschein hat man zumindest, wenn man in die einschlägigen Gazetten schaut. Während die Bravo-Fraktion im Metal das Werk der Amerikaner als das "The Wall" der Metal-Generation feiert (was natürlich Unfug ist, da es die Metalmauer schon gibt und "Operation Mindcrime" heißt), weisen die Kritiker am anderen Ende der Skala diese CD als das schlechteste Werk des Traumtheater aus. Die Wahrheit liegt da fast logischerweise in der Mitte, und der RocknRoll Reporter will euch (seine) Wahrheit verkünden.

Wenn man es objektiv betrachtet, liegt das letzte zu 100 Prozent begeisternde und in Gänze überzeugende Opus der Band lange zurück. Im Jahr 1999 beeindruckten Petrucci und Co mit "Scenes from a memorey", einem fast 80 Minuten langen Konzeptalbum, das vor mitreißenden Melodien, ein wenig Kitsch und harten Progmetalklängen nahe an den Genrekönig von Queensryche herankam.

Seitdem kamen viele gute aber wenige überragende CDs heraus, vor allem die Scheiben aus der Endphase von Ex-Drummer Mike Portnoy ärgerten mit tumben New Metal- Einlagen. Härter als zu "Images and Words"-Zeiten braucht die Metalwelt Dream Theater nun wirklich nicht.

"Scenes" war ein mitreißendes Konzeptalbum und - oh Wunder - mit "The Astonishing" geht die Gruppe an die Wurzeln des Meisterwerks zurück. Die neue CD ist ebenfalls ein Konzeptalbum, ebenfalls lang (in der Tat noch viel länger) und hat viel Dramatik (und Kitsch) zu bieten.

Konzeptalbum - das klingt immer toll, denn es heißt, dass eine ganze Scheibe ein Thema, eine Geschichte hat. Weniger toll daran ist allerdings in diesem Fall, dass die Story sich in zwei Sätzen zusammenfassen lässt (Gute Rebellen gegen böse Regierung, Musik als Heilsbringer etc pp). Das ist dünn, sehr dünn, was bei einer musikalischen Spielzeit von mehr als zweieinhalb Stunden ein echtes Problem darstellt. Diese Diskrepanz sollte sogar ein AfD-Wähler erkennen. 

Dennoch: musikalisch machen Dream Theater hier vieles richtig, denn sie bewegen sich. Und zwar weg vom eher stumpfharten "Train of Thoughts"-Metal, hin zu ganz gaaaanz (sagt, ich schon ganz?) großen Melodien. Das wird häufig kitschig, aber ich kann beruhigen: Es handelt sich hier (fast immer) um den guten alten, hochwertigen Kitsch. Den Casablanca-Kitsch und nicht den Schlaflos in Seattle-Kitsch. Apropos Hollywood: Viele Einlagen (vor allem von Keyboard-Magier Jordan Rudess) übertreten die Schwelle zur Filmmusik deutlich. Das äußert sich in vielen Zwischenpassagen, von denen manche Sinn ergeben (etwa das lange Marsch-Intro von "Brother can you hear me" nach der grandiosen Nummer "Three days" ), manche eher überflüssig sind.

34 Tracks, das ist eine ganze Menge Holz und so zündet nicht jeder Funken gleich gut. Vor allem das zweite Drittel der CD jedoch ist absolut erstklassig, zum Ende hin hätte man sich indessen etwas weniger Pomp und mehr schlüssiges Auflösen der Story (*hüstel) gewünscht. So findet sich viel Pathos ("Hymn of a thousand voices"), der musikalisch nicht immer das liefert, was man sich von Dream Theater erhofft. 

Auch wird an manchen Stellen Potential verschenkt. "A life left behind" beeindruckt eine Minute lang mit allerfeinstem Pop-Prog europäischer Prägung, bevor James La Bries Melodielinien aus dem genialen Anfang eine Durchschnittsballade machen. Schade.

Apropos Melodien: Loben muss man Gitarrist John Petrucci zwar nicht für seine leichtmatrosige Hintergrundgeschichte, aber durchaus für seine Soloarbeit an den sechs und sieben Saiten. Petrucci spielt die schönsten und schlüssigsten Soli seit "Scenes from a Memory". Und auch noch ein Wort zu La Brie: Ein wenig vokale Abwechslung hätte dem Album gut getan. Während das sensationell starke Arjen Lucassen Album "The Human Equation" mit James La Brie als Hauptsänger deshalb so geil ist, weil der Barde viele weitere starke Charaktere an seiner Seite hat (Devin Townsend zB), leidet "The Astonishing" ein wenig unter Eindimensionalität, auch wenn Petrucci La Brie durch sein Songwriting immer wieder versucht aus der Komfortzone zu locken. Das gelingt ab und an ziemlich gut (wieder "Three days"), leider haben La Bries zweite und dritte Stimmfarbe immer noch deutlich zu wenig Spielanteile. Nach Abpfiff des Mega-Werkes bleibt man als Zuhörer deshalb kurz ratlos, bevor man wieder von vorne anfängt und neue Perlen findet. Eine CD, die wächst, die aber durchaus 30 Minuten kürzer hätte sein müssen. 

Nach runden sechs Durchgängen würde ich diese Scheibe zu den besten fünf Dream Theater Outputs zählen (nach Images & Words, Scenes, Awake und When dream and day unite) - trotz aller Kritikpunkte.

 

Fazit: Zu langes aber enorm spannend-kitschiges Melodiemassaker

 

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Review: Remedie - Sorrowful Angels

Sorrowful-Angels-Remedie-300x300Schon seit 1999 treiben sich die Griechen von Sorrowful Angels auf den Bühnen der Welt rum, zwischen 2013 und 2014 tourten sie gar als Supportband und gleichzeitig Backingkombo von Ex-Maiden Schreihals Paul Di'Anno durch Europa. Mit "Remedie" meißelt das Athen-Quartett allerdings erst das dritte Album in die Rillen. 

Die Wikipedia faselt gewohnt stilunsicher etwas von Gothic-Metal, wenn es um die Musikrichtung der Band um Sänger und Gitarrist Dionisis Christodoulatos geht. Das ist natürlich Unsinn. Auf "Remedie" hören wir klassischen Metal mit leichten (sehr leichten) Prog-Einflüssen und einer etwas stärkeren Powermetal-Schlagseite. Düster geht anders. Dionisis Christodoulatos ist übrigens das dienstälteste aktive Mitglied - und das, obwohl er erst 2008 zur Band stieß. Vom Original-Lineup gibt es nur noch Spuren im heißen griechischen Szenesand. Da ging es auch erst richtig los bei den traurigen Engeln. 

Der Vierer schafft es auf "Remedie" recht gekonnt, sich zwischen Dream Theater  ("Leap of Faith", "Shatterbox") und Paradise Lost ("Against The dying") zu platzieren. Technisches Niveau ist massig vorhanden, manchmal fehlt etwas Dreck und die Band klingt zu klinisch ("Immaculate Disguise"). Das Songwriting reicht nicht an die oben genannten Speerspitzen heran, doch einige Tracks machen   durchaus Spaß, so dass unterm Strich ein leicht überdurchschnittlicher Gesamteindruck bleibt. Für mehr fehlt einfach die Relevanz im Songwriting, auch wenn die CD mit mehrmaligem Hören noch leicht anwächst.

 

Fazit: ordentliches Metal-Handwerk aus Athen

 

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Review: 21 Octayne - 2.0

PictureEine alte Musikerweisheit besagt, dass man für die erste Scheibe ein Leben lang Zeit hat, während man die zweite in nur einem Jahr fabrizieren muss. Gemeint ist, dass man für ein Debüt seit Ewigkeiten Songs schreibt, während der Nachfolger dessen dann in Eile zusammengeschustert werden muss und dennoch hohe Qualität haben sollte. Auch 21 Octayne haben bis auf einen Song komplett neu komponiert um mit "2.0" der schon beträchtlichen Fangemeinde einen fetten Brocken hinzuwerfen. Das Follow-up zum Debüt (Review hier) übertrifft dieses sogar in einigen Punkten. Los geht es mit "Devil in Disguise", ein fetter Uptempo-Rocker im Stil von Slash mit Myles Kennedy, Breaks sind das Steckenpferd der Band und gleich bei der Startnummer wird dies überdeutlich. Klasse Nummer!

Mit "Take me back" zeigen 21Octayne den perfekten Spagat. Musiker werden es lieben und, wenn der Refrain so mitreißend ist, auch der nicht musizierende Partner begeistert. Während der Refrain ins Radio gehört, ist der Rest ruppiger. Eine Ballade fürs Radio darf auch nicht fehlen. "When you go" mixt Alter Bridge mit 80er Jahre AOR und im Gesamtkontext der CD eher ein Leichtgewicht. Der Tonartwechsel, der den letzten Refrain scheinbar erhöht, ist trotz der leichten Klammerbluesaffinität des Tracks aber ein Leckerbissen.

Weiter geht die wilde Fahrt mit "Love is just a heartbreak away". Der bockstarke „Wohoho“- Refrain und die immer wieder eingestreuten Halftime-Parts machen diese Nummer zu einer Art Vorbild für geschmackvolles Songwriting. Danach wird es wild. "Take me away" lotet die Extreme von 21 Octayne perfekt aus. Ein knallhartes Riffing im Intro, garniert mit großem Mittelteil plus Refrain im Alter Bridge-Stil (etwas sperrig und deshalb spannend) wird gekrönt durch ein wahnwitzges Iron Maiden meets Dream Theater-Spektakel plus äußerst aufregendem Gitarrensolo. Das ist definitiv ein Musikersong, hier gibt es soviel zu entdecken, ganz ganz stark. 

Bei „Lost“ schaltet die Band dann wieder einen Gang runter. Ein chilliger Beginn im Toto-Stil, der Rest ist Radiomusik. Nicht schlecht aber wenig spektakulär. "The Circle" ist der bassigste Song der Scheibe. Nach einem fetten Riff wahwaht sich Andrew Lauer durch die Strophe, bekommt später auch noch ein aufwendig inszenierte Bass-Bridge zum Solo hin. Hagen singt formidabel, Marco fidelt erstklassig. Super Song! "Date with myself"  ist der einzige Song, der nicht komplett neu geschrieben wurde, sondern noch ein Fragment der Debüt-CD ist. Zu tun haben wir es hier mit einem echten Bluespattern, dessen Grundgerüst zu einem starken, eingängigen Ohrwurm-Refrain führt, in dem auf einzigartige Weise das Bluesschema verworfen, dann wieder aufgenommen wird. Spannend. Toll, was Alex hier macht. Während alle gemächlich rumbluesen, spielt er einige aberwitzige Fills auf dem Schlagzeug.

Der spaßige Mittelteil lässt kurz den Blues vergessen bis Marco solotechnisch richtig einen abdrückt. Beim anschließenden "Fly with me" wiegt man sich zuerst in Sicherheit bis ein wahres Metal-Lick in auf dem Album noch nicht gehörter Härte über den Hörer hereinbricht. Der vielschichtige und variantenreiche Track überrascht mit ruhiger Strophe in treibendem Groove, einem echten FusionSoloteil und einem Metal-Refrain. Für den Schluss hat sich die Gruppe dann etwas ganz Besonderes aufgehoben: "Tale of a broken child" geht rund zehn Minutenund ist ein echtes Epos, irgendwo zwischen Genesis und Dream Theater. Einem wirklich genialen Intro (Vinylkratzen, Lowfi-Gesang, der auf etwas überraschender Weise in enorme Surroundweite übergeht) folgt eine Stairway to Heaven-Reminiszenz.

Die dann einsetzende Melodie kommt übrigens immer wieder in einigen Songs vor und bildet eine Klammer. Einem Soundgewitter folgen echte Soloparts aller Musiker der ganz alten Progrockschule. Das sehr ruhig beginnende Gitarrensolo steigert sich scheinbar ins Unermessliche, ist so mitreißend wie der alles überragende Gesang von Hagen Grohe. Nach rund zehn Minuten manifestiert sich ein Wort im Kopfhörer (bitte unbedingt benutzen): Ein Meisterwerk und der beste 21 Octayne-Song beider CDs. Bitte mehr davon. 

 

Fazit: Enorm aufregender und abwechslungsreicher Zweitling mit grandiosem Epos zum Abschluss

 

5von6

Review: Iron Maiden - The Book of Souls

Book of Souls Iron MaidenDoppel-CD, 92 Minuten? Feuchter Traum? Nein, die neue Maiden ist so lang und wurde bereits vor der Bekanntgabe der Krebserkrankung von Frontsirene Bruce Dickinson fertiggestellt. Nun, da er scheinbar genesen ist, darf der Rundling in die Shops gestellt werden. Zuvor gab es bereits eine große Ankündigung, dass die Band mit einem neuen Jumbo-Jet mit Kapitän Bruce am Knüppel die Welt bereisen und bespielen wird. Die Vorfreude auf "The Book of Souls" konnte deshalb nicht größer sein, doch können Maiden über mehr als eineinhalb Stunden glänzen? 

Der Opener "If eternity should fail" macht schon einmal einen exzellenten Eindruck, ist untypisch für das erste Stück einer Iron Maiden-Scheibe. Eher im Midtempo verwurzelt grooven sich die Jungfrauen mit einem großartig singenden Dickinson durch fast neun Minuten. Alle Trademarks der Band sind da, orientalische Harmonien versüßen den Mittelteil und der Refrain ist ein absoluter Ohrwurm, der spätestens nach dem zweiten Mal zündet. Jetzt hauen die Briten die Single "Speed of Light" raus und die folgt dem Maidenschen Album-Schema seit 2000, welches besagt, dass die Single schnell und einfach zu sein hat. Kein "Run to the Hills", aber auch weit entfernt von einem schlechten Song. Danach geht es kurz bergab: "The great unknown" wird auch nach fünfmaligen Hörens nicht zur Übernummer. 

Dafür hauen Harris und Co anschließend mit "The Red and the Black" eine starke Nummer in die Rillen, bei deren Wohohoho-Teil man die Massen in den ausverkauften Stadien der Welt mitsingen zu hören vermag. Hat man sich erst einmal an die konsequent durchgesetzte Strophen-Gesangslinie gewöhnt (hier singt Bruce quasi analog zum Gitarrenlick), hält der 13-Minüter von Gitarrenduellen bis geilem Refrain eine ganze Menge zum Entdecken bereit. 

"When the River Runs deep" startet mit einem Lick, das auch auf "Seventh Son" sich hätte entladen können, bevor der Song richtig Fahrt aufnimmt und sich so zu einem der schnellsten Tracks der CD entwickelt (nicht ohne eine Maiden-typische Halftime Bridge natürlich).

Der Titeltrack ist mit seinen zehn Minuten fast zu kurz, scheint "The Book of Souls" doch hell und schön in der Herbstsonne der Maiden-Karriere. Klar, das Intro ist direkt stark an "The Talisman" vom letzten Album "The Final Frontier" angelehnt, doch danach zeigen unsere Lieblings-Jungfrauen, was sie im hohen Alter songwriterisch noch so auf dem Kasten haben. Wieder hören wir orientalische Skalen über langsam groovenden Rhythmen, haben einen Hauch "Powerslave" im Ohr und sind beeindruckt von Dickinsons Interpretation. Im letzten Drittel gibt die Band Gas und schafft es auch hier, dass 10.30 Minuten einem nicht zu lang vorkommen.

CD zwei startet mit "Death or Glory" in Gedenken an Kriegsnummern wie "Aces High" furios, kann einen tollen Refrain vorweisen, das Rennen gegen Trooper und Co aber naturgemäß nicht gewinnen. "Shadows of the Valley" ist eine Füllernummer, schade.

Besser macht es "Tears of a clown". Starker Refrain, die Vibes des Midtempo-Rockers erinnern an Dickinson-Werke wie "River of no Return" oder "Coming Home", der Soloteil ist einer der besten und mitreißendsten des gesamten Albums. Mit "The Man of Sorrows" holen Iron Maiden noch einmal Luft in Form einer hübschen Ballade, bevor der Höhepunkt des Albums einem die Kinnlade aufstehen lässt.

"Empire of the Clouds" ist ein absolutes Epos, das jeden Cent der CD alleine Wert ist. Die (wahre) Geschichte um das Luftschiff R101, einem Monster von Zeppelin, in den die ganze Titanic gepasst hätte (!) und das 1930 in Flammen aufging, ist echtes Prog-Material, ohne dass man je vergessen kann, welche Band hier spielt. Der ungewöhnliche Klavierbeginn und das später einsetzende Orchester täuschen nicht darüber hinweg, dass alle Maiden-Trademarks in den 18 Minuten ausführlich zum Tragen kommen. Wir reden hier von einem Song, den weniger vertrackte Dream Theater (mit besserem Sänger) oder frühe Marillion (mit dickeren Eiern) zusammen geschrieben haben hätten können. Wir reden hier von einem absoluten Brillanten in Maidens Karriere, der so manch schwächeren Track auf "The Book of Souls" vergessen lässt. 

 

Fazit: Drei Songs weniger und die Höchstpunktzahl wäre vorstellbar gewesen

 

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Review: Frank Turner - Positive songs for negative people

317003a-empFrank Turner steckt in der Klemme. Soll er weiter den verzweifelten Poeten geben wie bei mitreißenden und körperlich weh tuenden Songs a la "Worse things happen at sea" oder trällert er mehr harmlose Erwachsenen-Radio-Fetzen im Stil seiner eher künstlerisch durchwachsenen aber enorm erfolgreichen letzten Scheibe "Tape deck heart"?
Mit "Positive Songs for negative people" kultiviert der Brite eher letzteres, verändert dabei die Instrumentierung der Tracks im Härtegrad, so dass er in einem Bandcontext während seiner Solokarriere noch nie so krachend klang. Mehr Springsteen, weniger Turner könnte man sagen, denn während die Melodien (immer eine seiner großen Stärken) zu lieblich und beliebig daher kommen, verdeckt die wuchtige Produktion so manche songwriterische Perle. Mit dem ersten Song zündet Frank eine akustische Nebelkerze, denn danach verändert sich die Stimmung der CD enorm. "Get better" ist nett aber Turner-Stangenware, wohingegen der nachfolgende Song "The next storm" zeigt, dass Frank auch mit vollster Band mitreißen kann. Vor allem der Halftime-Part in der letzten Minute ist episch.

Danach wird es arg gleichförmig auf der Langrille und Frank turnt in Jagdgründen zwischen dem Hooters (Demons) und eben Springsteen ("Glorious you") herum. Der Aufbau der Songs ist oft zu ähnlich, als dass man vor Freude vom Stuhl hüpfen möchte. Und dennoch: oft ergreift einen das Gefühl, dass es die enorme Wucht des Bandspiels ist, die die Songs nicht scheinen lässt. Zu guter Letzt packt Tuner mit "Song for Josh" einen eben jener akustischen Tracks aus, die die Welt für eine Sekunde still stehen lässt. Überragend.
Hört man sich nun die Deluxeversion von "Positive Songs for negative people" an, die bis auf letztgenannten Track alle Songs des Albums noch einmal als Unpluggedfassung enthält, in der Frank alles auspackt, wofür wir, die nicht im musikalischen Mainstream schwimmen, ihn so lieben, ist man zumindest etwas versöhnt. Jeder Song mit Ausnahme von "The next storm" ist in der Akustikversion besser, die Melodien rauher, die Intensität mitreißend, die Linien klarer, die Kanten schärfer und definierter. Das Songwriting scheint wie die Morgensonne. Diese "CD" bekäme 4,5 von 6 bei mir, für das "eigentliche" Werk gelten die Worte, die Frank in Get Better singt: We can get better because we are not dead yet

 

Fazit: zu viel Springsteen, zu wenig Turner

 

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Review: Jen Majura

0889211583782Jen Majura ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Musiker: Die Dame sieht scharf aus (Fotos), singt überragend (u.a. Backings bei Rage), spielt virtuos Gitarre (z.B. bei Knorkator) und zupft nen flotten Bass (bei Equilibrium). Mit ihrer einfach "Jen Majura" betitelten Solo-CD beweist sie darüber hinaus, dass auch in Sachen Songwriting alles im grünen Bereich ist. Zwischen funkigen Rhythmusparts ("And then you call", "You kill my appetite"), die oft irgendwo zwischen T.M. Stevens und Stevie Salas anzusiedeln sind, und auf die Zwölf-Licks ("Live in Hell") hat Jen das Gespür für Hooklines und schöne Refrains ("Expect the unexpected") und außerordentlich geschmackvolle Solo-Arbeit an der Sechssaitigen. Gerade die Soli schaffen den Spagat zwischen Technikfrickelei und singenden Melodien immer wieder, eine mittlerweile äußerst seltene Kunstform. 

Gegeizt wird auf "Jen Majura" auch nicht mit Gastbeiträgen. So hören wir Knorkators Stumpen, genießen 21 Octayne-Klampfer Marco Wriedt genauso wie Refuge's Manni Schmidt auf den zwölf Tracks, die man vielleicht als modern angefunkten Classicrock bezeichnen könnte. Zum Ende der Scheibe zündet nicht mehr jeder Track so prima wie in den Anfangsrillen und mit "Hide from the World" ist dann auch ein kleinerer Ausfall unter den zwölf Songs, die allesamt aus Jens eigener Feder stammen. Wenn Jen aber "I'm a long live life for Rock'n'Roll, I'm a hard rock girl with a rocking goal" singt, spürt man die Leidenschaft und Kraft, die sie in ihre Solo-CD gesetzt hat, nur zu deutlich. 

 

Fazit: Klasse Solo-Scheibe eines exzellenten Hard Rock Girls

 

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ACHTUNG: Die RocknRoll-Reporter
verlosen 3x "Jen Majura" (die CD, nicht die Dame!). 

 

Wer gewinnen will, schreibt bis Sonntag, 26. Juli 2015, eine Email mit der Betreffzeile "JEN!!"

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Hinweis: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Wer kein Glück hat, kauft sich das schöne Teil einfach und zwar HIER!

Verlosung: Jen Majura

0889211583782Jen Majura ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Musiker: Die Dame sieht scharf aus (Fotos), singt überragend (u.a. Backings bei Rage), spielt virtuos Gitarre (z.B. bei Knorkator) und zupft nen flotten Bass (bei Equilibrium). Mit ihrer einfach "Jen Majura" betitelten Solo-CD beweist sie darüber hinaus, dass auch in Sachen Songwriting alles im grünen Bereich ist. Zum Review der CD geht es HIER!

 

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Review: Night Flight Orchestra - Skyline Whispers

Night-Flight-Orchestra--Skyline-Whispers-01-300x300Night Flight Orchestra ist die Classic-Rock Band von Björn Strid (Soilwork) und Sharlee D' Angelo (Arch Enemy). Nach dem superben Debüt schneiden sich die Nachtschwärmer mit "Skyline Whispers" einen Nachfolger aus den Rippen, der der ersten Scheibe nur in wenigen Aspekten nachsteht und eine der besten Platten des Jahres 2015 sein wird. Verrückt ist es natürlich völlig, dass man mit dieser Art der Musik in diesem Jahrzehnt überhaupt Erfolg haben kann. 

Denn Night Flight Orchestra klingen wie Ende der 70er, Anfang der 80er gute (moderate) Rockmusik geklungen hat und Strid hat das Rezept des Classic Rock derartig zu seiner Leibspeise verkocht, dass es eine wahre Wonne ist. Mit "Sail on" setzen die Schweden einen beeindruckenden Kurs gleich zu Beginn. Hooklines, Instrumentierung, Dynamik - das Night Flight Orchestra wäre in einer perfekten Welt Headliner eines jeden Rockfestivals (und würden dafür sorgen, dass Soilwork das Nebenprojekt von Björn Strid wäre und nicht anders herum).

Um die Musik des "Orchesters" zu verstehen, muss man nicht den echten Classic Rock zu seiner Hochzeit live erlebt haben, helfen kann das aber ungemein. Besonders angenehm: Während sich das Gros der in der Classic Rock-Welle involvierten Bands auf Urväter wie Led Zeppelin beruft, haben Strid und Co deutlich feinere Züge als Referenzen vorzuweisen.

Ein wenig Kansas, etwas REO Speedwagon oder auch mal einen Hauch Journey - die Reise, die auf "Skyline Whispers" perfekt fortgesetzt wird, führt weg von den komplett ausgetretenen Pfaden des Retro-Booms.

Mit "Living fot the Nighttime", "Lade Jade" (umwerfender Refrain), dem mitreißenden "Demon Princess" oder "All the Ladies" zeigen Night Flight Orchestra, was sie am besten können: eine Zeit der Musik zelebrieren, die nach Vinyl riecht, die nach unbeschwerten nächtlichen Autofahrten auf leeren sommerlichen Highways schreit. Ab und an wird es experimenteller als auf dem Debüt, etwa bei "The Heather Reports" oder "Spanish Ghosts", was "Skyline Whispers" sperriger als den Erstschlag macht. Schnell öffnet sich aber auch diese Schatztruhe wie von selbst und lässt besagte Songs wie Diamanten im Sonnenlicht funkeln. Was stinkt? "Stiletto" ist zu cheesy, mehr Mitt-80er als alles andere. Dazu erscheint mir das Instrumental "Owaranai Palisades" überflüssig, doch das ist Meckern auf ganz hohem Niveau.

 

Fazit: Mitreißende Fortsetzung des Nachtflugs in die 70er

 

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Die Tracklist: 

01. Sail On
02. Living For The Nighttime
03. Stiletto
04. Owaranai Palisades
05. Lady Jade
06. I Ain’t Old, I Ain’t Young
07. All the Ladies
08. Spanish Ghosts
09. Demon Princess
10. Skyline Whispers
11. Roads Less Traveled
12. The Heather Reports
13. Floridian Eyes (exclusive digipak bonus track)

 

 

Review: KGB

Kyle-Gass-Band-Cover-300x300Er ist der kongeniale Partner von Jack Black (JB) bei Tenacious D, doch Kyle Gass ist auch mit anderen Bands unterwegs. So formierte er einst die Gruppe Trainwreck, die sich allerdings schon bald wieder von der Bühne verabschiedete. Nun präsentiert der Gitarrist, Sänger und Schauspieler mit Mike Bray, John Konesky (der auch in Tenacious D involviert ist), Jason Keene und Tim Spier die Kyle Gass Band (KGB) und rockt munter drauf los. Das könnte ihn etwas aus dem Schatten des überragenden Jack Black treten lassen, denn Kyle ist eben nicht nur der kleine dicke Partner von JB. Die erste, selbstbetitelte, CD der Formation zerstreut schon mit dem recht knackig rockenden Opener "Manchild" alle Sorgen, diese Band könnte im rein stromlosen Musizierens ihr Dasein fristen, ist Kyle doch vornehmlich mit einer Westerngitarre anzutreffen.

Die spielt er natürlich auch bei KGB, doch ist sein akustisches Spiel "nur" die dritte Geige, stehen ihm mit Konesky und Bray dabei zwei hervorragende E-Gitarristen zur Seite. Auch die Leadvocals werden bei KGB geteilt, was zu einer schönen Vielfalt führt, denn gesangstechnisch ist alles erste Sahne bei KGB. Mike Bray ergänzt sich mit Kyle Gass ähnlich formidabel wie KG mit JB.  

Das Debütalbum springt munter zwischen rockigen Tracks "Our Job to rock", bluesigen Elementen bei "Dying Day" und nach Sommer klingenden Southern Rock-Tracks wie das ausgezeichnete "Getting the Band back together", das zwar hier und da an Tenacious D erinnert, auf ganzer Länge aber doch noch andere Kontrapunkte setzt (etwa das Lynard Skynard-Gedächtnis-Solo). Zum Abschluss gibt es mit "Gypsy Scroll" noch einen leichten und nicht übertriebenen Country-Hauch. Ausgezeichnete Scheibe.

 

Fazit: Vielleicht die perfekte Sommer-Scheibe

 

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Review: Van Halen - Tokyo Dome in Concert

A1ksgsTNyxL. SL1500 Es ist vollbracht: Diese vorliegenden 25 Tracks von "Tokyo Dome in Concert" sind in der Tat die ersten offiziellen Liveaufnahmen von Van Halen mit Ursprungsfrontmann David Lee Roth. Nun war Diamond Dave niemals der begnadetste Sänger auf Erden, was sicher auch ein Grund für fehlende Liveaufnahmen auf Tonträgern ist. Während Van Halen mit Nachfolge-Sänger Sammy Hagar gerne mal den ein oder anderen Live-Track auf eine Kompilation setzte oder mit "Right here, right now" ein ziemlich überzeugendes Tourdokument ablieferte, wusste Mastermind Eddie wohl, dass Davids Gekrächze den Fans außerhalb des Erlebnisses eines Konzerts nur schwer zuzumuten ist.

Warum er von dieser durchaus richtigen Sichtweise abgerückt ist, weiß ich nicht, doch ich kann Euch sagen, dass diese CD richtig wehtut. Eddie klingt nämlich ziemlich grandios, feuert ein Tappingsolo nach dem anderen ab, rockt recht roh und heavy über die zwei Scheiben und gibt sein Allerbestes, während der Einsatz des "Gesangs" in fast allen Songs den Hörgenuss komplett versaut. David Lee Roth trifft nicht nur selten die Töne, er hat sich auch einen schlimmen Sprechgesang angewöhnt, der schnodderich und unmotiviert rüberkommt. Ohne Bilder (denn ein echt genialer Frontmann ist er immer noch) ist das Ganze kaum zu ertragen. Dieser Mann ist reif für die Rente! 

Dazu kommen einige kleine Spitzfindigkeiten, die bei Van Halen-Fans durchaus schwer wiegen können: Die Backroundgesänge sind ordentlich, aber sie sind nicht brillant. Zumindest fehlt hier Ex-Bassist Michael Anthony enorm. Aber der ist ja wie Hagar in Ungnade gefallen. Eddies Sohnemann Wolfgang ist spielerisch sicher nicht deutlich schlechter als sein Vorgänger, stimmlich aber hat Anthony nahezu jeden Van Halen-Song veredelt. 

Geboten werden neben Klassikern wie "You really got me" oder "Unchained" zwei Tracks von der letzten Van Halen-Scheibe. Warum man mit "China Town" gerade einen der schwächsten ausgewählt hat, bleibt schleierhaft. Mit "Eruption" in Überlänge gibt es dann zumindest auch das obligatorische Eddie-Solo - ohne Gesang. Danke!

 

Fazit: Überflüssig und qualitativ höchst fragwürdig - trotz eines Eddies on fire 

 

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Review: Battle Beast - Unholy Saviour

81aCZVxzFFL. SL1417 Nein, über das Cover der neuen Battle Beast-Scheibe "Unholy Saviour" möchte ich nicht lästern. Dieses Artwork steht schließlich für sich selbst und ist wirklich der kleinste Makel am aktuellen Album der Finnen um Frontfrau Noora Louhimo. Wenn ein Keyboarder so geschmacklich abscheuliche Sounds für seine Band auswählt, wie Janne Björkroth, dann ist das Ende des Metal nahe. Das Keyboard klingt durchweg nach Dieter Bohlens Tatortproduktionen der 80er Jahre und penetriert nahezu jeden Song. Nahezu - weil es dann zwischen dem ganzen schlimmen Ballermetal eben doch die ein oder andere Perle gibt. Das sind dann fast immer die Songs, wo es ins Uptempo geht und die gute Gitarrenarbeit die Keyboards so gut es geht in den Hintergrund treten lässt. Mit "I want the world...and everything in it", "Madness" sowie "Speed and danger" befinden sich unter den ersten sechs Songs gleich drei richtig starke, doch danach wird es gruselig. Nehmen wir einmal "Touch in the night". Dieser Fetzen ist dem leider immer noch nicht verschiedenen Genre der Powerballade zuzurechnen und "überzeugt" mit 80er Jahre Drumcomputer-Samples und einer Belanglosigkeit, die ihresgleichen sucht. Noora macht hier einen auf Samantha Fox, das längst verblasste Lichtlein, das in den 80ern neben barbusigen Fotos auch einen Song wie "Touch me" verbrochen hat. Immerhin steht die Britin auch für das 1986 erschienene Computerspiel "Samantha Fox Strip Poker", das Monochrom-Fotos der Guten enthielt, aber das nur nebenbei. Von einer, der sich auszog das Singen zu lernen, zurück zu einer Gruppe, die sich im Einheitsbrei aktueller Metalproduktionen wiederfindet. Alles ist glatt poliert, die Drums klingen synthetisch, die Gitarren hingegen sehr gut, der Gesang ist stark und höchst variabel. Leider ist bis auf die erwähnten drei Songs und mit Abstrichen noch "Far Far away" (mit leicht geklautem Two Minutes to Midnight"-Riff) und die kurze Prelude "The Black Swordsman" (die zum absolut überflüssigen Instrumentalverbrechen "Hero's Quest" überleitet) viel Fremdschämen angesagt.

 

Fazit: Drei großartige Songs machen keine gute Platte

 

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