rrrlogo

 

Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Sonntag August 19, 2018
Home

4 items tagged "Thunder"

Ergebnisse 1 - 4 von 4

Fotos: Gene Simmons / Thunder / The Brew

Picture

 

Es war DAS Event für Kiss-Fans in diesem Jahr: Für ein einziges Konzert kam Ober-Kiss und Schlabberzunge Gene Simmons anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Musikmagazin "Rocks" nach Deutschland. Im Gepäck hatte er seine Solo-Band und spielte die ungeschminkte Wahrheit! Auf Kiss-Songs musste man natürlich nicht verzichten - im Gegenteil. Das Programm war  gespickt mit Klassikern und -noch interessanter - Songs, die die Band noch nie oder schon ewig nicht mehr gespielt hat (etwa "She's so European"). Simmons ließ auf der Bühne zwei große mobile Klimaanlagen postieren, nahm - ganz Rockstarlike - seine dunkle Sonnenbrille kaum ab und präsentierte sich in bester Spiellaune. So lud er sich lauter Mädels zu "Do you love me" auf die Bühne und übergab die Leadstimme bei "I was made for loving you" einem (natürlich weiblichen) Fan. Das Vorporgramm war mit Thunder, Red's Cool und The Brew ebenfalls hervorragend.

 

Wir haben Fotos von:

 

GENE SIMMONS

 

THUNDER

 

THE BREW

 

All pics by Thorsten Seiffert - no use without prior written permission.

Doc 'n' Roll - 26.07.15

DocnRoll-Banner

 

Ola, also diese Woche war ja watt los. Da kommt das neue Rock Hard am Mittwoch in den Handel und es sind 33 Bilder (einige Ausschnitte auf dem Foto unten - draufklicken!) von mir abgedruckt!! Also nicht von mir, sondern von mir gemacht, alles andere wäre etwas viel. Das war schon ziemlich cool. Prong, Rock im Revier mit Kiss und Co, Def Leppard und natürlich das Rock Hard Festival habe ich dort dokumentiert. Ich habe mir dann aber nur kurz auf die Schulter geklopft, denn ich musste weiter an anderen Fotos arbeiten. Ein erotisches Shooting wollte beendet werden (also die Bildbearbeitung davon). Auch das hat mal wieder eine Menge Spaß gemacht und mein kleines Heimstudio wächst langsam.

11403017 1054214377923604 5941820270630979002 n

In der Woche habe ich eines meiner "Pferdchen" rausschwärmen lassen, um Evergrey in der Matrix abzulichten. Und wie schnell wir sind, war da wieder einmal zu sehen: Die Gute hetzte nach den drei Songs der Hauptband von Bochum nach Essen zu ihrem Rechner, bearbeitete die Bilder und lud sie hoch, schwang sich in den Bus und war kurz vor Schluss des Konzerts wieder in Bochum. Mehr Einsatz geht nicht. Aber so sind wir RocknRoll-Reporter. 

Ich selber war natürlich auch on the road und habe am Sonntag Thunder in der Zeche beben sehen. Was eine fantastische Live-Band, aber das waren sie schon immer. Ich habe die Gruppe vor ... ähhh... etwa 666 Jahren als Vorband für Extreme in der altehrwürdigen Grugahalle gesehen. Schon da haben sie dem Hauptact fast die Show gestohlen.

Jetzt - viele Jahre und erheblichen Haarausfall später - liefern die Briten immer noch überragend ab. Verlassen kann man sich auch immer auf ihre handverlesenen Vorbands: Dieses Mal war Colour of Noise um Little Angels-Gitarrist John Bruce Dickinson (der heißt wirklich so) dabei und konnte absolut überzeugen. Auch hier schließt sich ein Kreis, denn die Little Angels habe ich nur wenige Monate vor dem Extrem/Thunder-Gig ebenfalls in der Essener Grugahalle im Vorprogramm von Van Halen gesehen - und auch sie boten eine geniale Aufwärmshow für Sammy Hagar und die Van Halen-Brothers. Fotos vom Thunder-Gig habe ich HIER für Euch.

In der vergangenen Woche habe ich von einem nachweislich schreibbegabten Kollegen ein schönes Feedback bekommen, in dem er meinen "Blog" hier abbonierte, weil "es ja schön ist, wenn ein Fotograf etwas Gescheites zu sagen hat." Ich habe ihn dann erst einmal aufklären müssen, dass ich ja eigentlich ein fotografierender Schreiber bin und nicht anders herum, aber gefreut habe ich mich dennoch.

Dann will ich mal Werbung für etwas machen, was schon ziemlich dreist und bekloppt aber dann auch irgendwie liebenswürdig ist. Das alternative Model und "british wannabe" Momo Indigo (Foto unten) braucht dringend ein Tattoo von ihrem Lieblingskünstler in London. 

Und da so etwas nicht billig ist (inklusive Reisekosten) und sie sich gerade selbstständig macht, somit jeden Cent benötigt, hat sie sich getraut, eine Indiegogo-Fundraising-Aktion auf die Beine zu stellen. Da ich selber schon einmal darüber nachgedacht habe, für ein besonderes Fotoprojekt so etwas machen zu können (und mich bisher nie getraut habe), habe ich als erster Unterstützer einfach mal einen kleinen Betrag gestiftet. Ich verstehe, wenn man so etwas albern findet, wer es aber nicht tut, sollte einfach einmal HIER gucken (und mitmachen!). Wie gesagt, man kann das dreist finden, sollte aber vielleicht als zweiten Gedanken diesen haben: wir sind alle hier, um uns unsere Träume zu erfüllen. Und für die meisten Träume haben wir bestimmte Gründe (auch Momo hat die). Und wie schön fänden wir es, wenn uns jemand bei der Erfüllung unserer Träume helfen würde? 

 

 

Bis nächste Woche ...

momo

 

 

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Fotos: Thunder / Colour of Noise

Picture

Thunder waren früher so etwas wie die Ersatzdroge zu den im Haarspraynebel verschwundenen Whitesnake. Als David Coverdale sein bluesiges Timbre verleugnet hat, um in immer höheren Spähren trällern zu wollen, kamen Thunder mit Danny Bowes gerade recht. Bei Thunder roch niemals etwas nach Spandex aus L.A., hatte man Single Malt statt Jack Daniels im Sinn. In der Bochumer Zeche begeisterten die Engländer auf ganzer Linie mit einem smarten Best-of-Programm und einer bockstarken Vorband. Die Jungs von Colour of Noise spielten eine grandiose halbe Stunde und kamen bestens an.

Wir haben Fotos von:

 

THUNDER

 

COLOUR OF NOISE

 

All pics: Thorsten Seiffert - no use without written permisson

Review: Thunder - Wonder Days

81gqRXgprzL. SL1428 Thunder waren für mich früher so etwas wie die Ersatzdroge zu den im Haarspraynebel verschwundenen Whitesnake. Als David Coverdale sein bluesiges Timbre verleugnet hat, um in immer höheren Spähren trällern zu wollen, kamen mir Thunder mit Danny Bowes gerade recht.

Bei Thunder roch niemals etwas nach Spandex aus L.A., hatte man Single Malt statt Jack Daniels im Sinn. Nach sechs Jahren gibt es nun endlich ein Lebenszeichen der Band, die bis auf die öfter mal vakante Stelle am Bass auch personell eine Konstante sind. "Wonder Days" heißt das gute Stück, aber ist es auch ein Wunderwerk? 

Klug, wie die Briten sind, haben sie mit dem Titelstück den besten Track der CD ganz nach vorne gestellt und können den Hörer so schon ziemlich fesseln. Bowes leidenschaftlicher Trip in die Vergangenheit, in die Zeit, in der er die Gitarre entdeckte, um die Mädels zu beeindrucken, ist ein wundervoller Retrozug, der alle Trademarks der Band in den Wagons beherbergt: beeindruckende Gesangslinien, perfekte Rhythmusarbeit, mitreißende Solospots. Hier schwingt auch eine Menge Led Zeppelin im Groove mit. Ein solch starker Song birgt aber auch Gefahren an dieser ersten Stelle. Und auch Thunder erreichen diesen Track im Laufe der gesamten Spielzeit qualitativ nicht mehr, sammeln aber fleißig Pluspunkte für die Monsterballade "Broken", die beweist, dass nicht jeder Schmalz ungenießbar sein muss. Folkige Elemente ("The Rain"), gar Maideneskes Galoppieren im spannenden "The Prophet" oder wieder einmal Led Zeppelin in "Chasing Shadows" zeigen die Band in Bestform. Dazu kommt mit "When the music played" ein episches Werk, das in seiner Vielschichtigkeit in Thunders Karriere ein Ebenbild schwerlich findet.

Warum gebe ich nicht die Bestnote? Der Grund sind einige Füller: "Resurrection Day" klingt nach den schlimmen Verbrechen eines Bryan Adams nachdem dieser den Rock 'n' Roll verraten hat (so nach "Reckless" etwa), "Serpentine"  ist ein belangloser Blueser und "I love the weekend" ein frustrierender Chuck Berry-Spaß-Song, der die CD nicht stimmig beschließt.

 

Fazit: Starkes Comeback mit einigen (wenigen) Längen

 

Picture