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Oldschool journalism with modern attitude - since 2005

Montag Oktober 23, 2017
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21 items tagged "Playstation"

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Review: Project Cars 2

project-cars-2 6003094Der Herbst meint es dieses Jahr gut mit Gamepad-Rennfahrern und so fährt in diesen Wochen neben den Konsolen-Boliden 'GT Sport' und 'Forza 7' auch 'Project Cars 2' von der Boxengasse auf die Rennstrecke. Nach dem Überraschungserfolg im letzten Jahr versprach Entwickler Slightly Mad Studios auf die Community zu hören und die Kritikpunkte konsequent anzugehen. Sehr schade ist allerdings, dass dies an vielen Stellen nicht wirklich gelungen ist und so der Eindruck einige tiefe Kratzer im Lack erhält. Insgesamt wirkt das Spiel etwas polierter im Vergleich zum Vorgänger. Das fällt beim Menu und dem immer noch etwas spröden Karrieremodus auf. Grafisch braucht sich das Spiel hinter den Branchenriesen nicht zu verstecken. Die abwechslungsreichen Kurse sahen auf der PS4 Pro gut aus und wirkten mit den dynamischen Wettereffekten sehr lebendig und real. Überhaupt gibt es immens viele Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten - von den Fahrhilfen über die Steuerung und vielem mehr. Und genau dort erleidet Project Cars leider einen kompletten Motorschaden. Es gelingt kaum, sowohl auf 'Werkseinstellungen' noch über individualisiertes Fahrverhalten unter Zuschaltung von Fahrhilfen ein halbwegs realistisches Fahrverhalten hinzubekommen. Die über 170 Fahrzeuge, die ab Start alle freigeschaltet sind (ein motivierendes Freischalten des Fuhrparks wie bei GT und Forza entfällt leider), steuern sich mit dem Gamepad so merkwürdig, dass es selten gelingt, unfallfrei eine Runde zu beenden. Manchmal bricht der Wagen auf einer Geraden ohne Grund einfach aus oder eine Kurve wird zu einer unkontrollierbaren Rutschpartie auf Seifenlauge. Der Anspruch, ein möglichst realistisches Fahrverhalten abzubilden, scheitert hier krachend. Dazu kommt, dass sich die KI-Gegner verhalten wie Verkehrsrowdies auf Koks und den Spieler desöfteren ungestraft von der Strecke schießen. Das sorgt für Frust hinter dem virtuellen Lenkrad. Damit nicht genug: Das Geschwindigkeitsgefühl ist auch eher dürftig, so dass eine Fahrt mit 300 km/h in einem Ferrari wie ein Sonntagsauflug im Opel Kadett auf einer bundesdeutschen Landstraße wirkt. Wie es besser geht zeigen derzeit Forza 7 und GT Sport, die beide ein zugängliches Fahrverhalten mit toller Optik kombinieren, so dass Project Cars 2 von diesen beiden derzeit nur die Rücklichter sieht.

 

Fazit: Totalschaden mit schöner Grafik

 

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Review: NHL 18 (PS4)

917t2S7NaYL. SX522 Same procedure than last year? EA Sports wird ja oft vorgeworfen mit jährlichen Update Kohle scheffeln zu wollen. Was bringt also NHL 18, was NHL 17 nicht auch schon in Petto hatte? Wir haben uns aufs Glatteis begeben. 

In der Tat gibt es in Sachen Spielfreundlichkeit keinerlei Rutschgefahr, denn NHL 18 spielt sich weitestgehend wie sein Vorgänger. Einige kleinere Änderungen wie ein neuer Offensiv-Stil, in dem man auch Kunstschüsse (etwa durch die Beine) ausführen kann oder eine verbesserte Sticksteuerung sind wirklich kleinste Details. Verschlimmbessert wurde der Poke-Check, der jetzt viel zu mächtig ist. NHL 17 war schon ein nahezu perfektes Sportspiel. Dass man nur mit neuen Kadern nicht durchkommt, wissen aber auch die EA Sports-Leute und so haben sie einen neuen Modus in das Game integriert, der wirklich alleine das Geld fürs "Update" wert ist: NHL Threes heißt das gute Stück und mehr Spaß als bei diesem megaschnellen, arcadigen 3 gegen 3 auf kleiner Eisfläche hat man lange nicht mehr bei einem Sportspiel gehabt. Megaschnell, kaum Unterbrechungen, dazu die Chance bei einer Tour durchs Land die (auf dem Eis spielbaren !) Maskottchen der anderen Teams abzugreifen - Threes ist der Megahammer. Dieser Modus ist der sichere Tod für alle Arcade-Hocheyspiele im Playstation Store, denn besser geht es nicht. Online oder offline, im Koop-Modus oder gegeneinander - alles ist möglich. Und da wir gerade einmal beim flotten Dreier sind: Auch in der harten Simulation ist ein solcher nun möglich.Dank der  NHL 3-gegen-3 Overtime ist es nun endlich machbar, in der EA SPORTS Hockey League  3-gegen-3-Spiele absolvieren, um auf dem Eis mehr Platz für spektakuläre Spielzüge zu haben. 

Dazu gibt es neue Arenen und ein neuer Expansion Draft, bei dem man sein eigenes 32. NHL-Team starten kann. Ösis freuen sich über eine neue Liga, ihre eigene nämlich. Mehr geht nicht und obwohl spielerisch kaum zu verbessern, ist NHL 18 jeden Cent wert.

 

Fazit: Das beste Sportspiel ist in diesem Jahr vor allem durch NHL Threes ein noch größer Kracher

 

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Review: Dishonored 2 (PS4)

dish22012 war Dishonored, das Schleich und Attentatsspiel der französischen Softwareschmieder Arkane Studios ein echter Überraschungserfolg. Doch das ist vier Jahre her. Können die Franzosen mit dem Nachfolger nun an den Erstschlag anknüpfen? Dishonored 2 spielt 15 Jahren nach dem Vorgänger. Die einstige Thronerbin Emily Kaldwin wurde um ihr Privilieg, Kaiserin zu werden, betrogen und will nun Rache. Dabei hilft der junge Frau Ziehvater und Leibwächter Corvo Attano. Interessant: Man kann selber entscheiden, mit welchen Charakter man spielen möchte. Dabei spielen sich beide völlig unterschiedlich, was der Langzeitmotivation zugute kommt. Einen Koop-Modus gibt es hingegen nicht, würde dem Schleichspielprinzip aber auch entgegenwirken. 

Corvo spielt sich fast wie in Dishonored 1. Er kann die Wächter schleichend aber auch im furiosen Kampf bewältigen. Emily ist da eine ganz andere Nummer: Wer hier nicht schleicht und heimlich zu Werke geht, wird zwangsläufig häufig scheitern. Die Grafik wurde deutlich aufgebohrt, die Welt sieht wirklich sehr hübsch aus, wenngleich aktuelle Top-Titel wie Uncharted eindeutig die Nase vorn haben. Die Gegner agieren sehr indifferent. Mal strunzdumm, suchen sie in anderen Momente intelligent die ganze Gegend ab und machen es dem Spieler deutlich schwerer, sich zu verstecken, als noch im Vorgänger. Die Stadt Karnaca ist nun deutlich detaillierter und hat mehr zu bieten. 

Die Atmosphäre der Stadt ist sagenhaft, die Charaktere bleiben leider oft blass, genauso blass wie eher müde Story. Dennoch: Nach einigen ersten Stunden (in denen Dishonored 2 ein wenig zäh daher plätschert) wird das Spiel immer besser, das Leveldesign ausgeklügelter und übertrifft sogar das tolle Debütgame. Was nervt? Leider die Steuerung, die bewusst im 1st Person-Stil angesiedelt ist. Nicht immer ist die Bewegung am Gamepad so geschmeidig, dass man auch wirklich von einer Dachrinne zu nächsten hüpft, sondern wie ein Stein in die Gasse darunter plumpst. 

 

Fazit: Wie Dishonored 1 - nur noch besser. Problematisch bleibt die Steuerung.

 

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Review: Titanfall 2 (PS4)

81A82C07dqL. SL1500 Titanfall, die Zweite: Nachdem im ersten Teil nahezu keine Singleplayer-Kampagne existierte (es waren eher aneinander gereihte Multiplayer-Parts mit Bots) und so das Spielerlebnis komplett verwässert wurde, macht Respawn Entertainment es zwei Jahre später viel besser. Wieder sind wir ein Tita-Pilot (eine Art Mech-Gigant) und wieder können wir diesen mechanischen Gesellen auch verlassen, um im Shooter-Stil durch die Gegend zu rennen. Apropos Gegend: Die Grafik beim zweiten Fall der Titanen ist grandios, absolut State of the Art und beeindruckt mit authentischen Pflanzen und glitzernden Wassereffekten. Stark. Auch spielerisch geht Titanfall 2 gut von der Hand. Lediglich die Walljumps des Piloten sind etwas tricky, doch mit etwas Übung läuft's - im wahrsten Sinne des Wortes. Kommt man einmal nicht weiter, gibt es eine Art Geist, der einem den richtigen Weg weist. Sehr schön. Der blitzsaubere Single-Player-Teil macht eine Menge Spaß, hat eine plausible Story (in der der Titan allerdings charaktervoller ist als der Mensch) und ist ein Volltreffer. Online geht es wie schon im ersten Teil ebenfalls mächtig ab. Das Online-Spiel hat zudem den Vorteil, dass man es hier nicht mit der leicht bräsigen KI zu tun hat. Die meisten Gegner sind nichts anderes als Kanonenfutter. lediglich die Kämpfe Titan vs. Titan sind deutlich anspruchsvoller und sorgen für schweißtreibende Aktionen.

Unterm Strich ist Titanfall 2 ein Volltreffer, zudem eines der derzeit grafisch beeindruckendsten Games auf dem Markt.

 

Fazit: Volltreffer mit wunderschöner Grafik und scheppernden Mech-Fights

 

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Review: F1 2016 (PS4)

91dxX2erw0L. SL1500 Wem die echte Formel 1 mittlerweile zu langweilig geworden ist, aber doch nicht auf die im Prinzip grandiose Racing-Serie verzichten will, kann in diesem Jahr einfach zur Konsole greifen. Warum? Weil F1 2016 vielleicht das beste F1-Rennspiel der letzten zehn Jahre geworden ist. Nach vielen Jahren des Dahinsiechens hat Codemasters nun eine absolut runde und technisch herausragende Simulation geschaffen.Die Geschichte der Formel 1-Rennsimulationen auf den diversen Plattformen ist lang, manchmal steinig. Seitdem 1996 "Grand Prix 2" von Spiele-Legende Geoff Crammond auf den Markt kam, mussten sich im Prinzip alle Games danach an diesem Meilenstein messen. Danach kam lange nichts vergleichbares. Mehr Simulation ging nicht und das sucht auch heute noch seinesgleichen. Immer wieder gab es gescheiterte Versucher anderer Publisher, immer wieder aber auch echte Hits wie F1 Racing Simulation (Ubisoft) oder das grandiose auf der 1967er Saison basierende Grand Prix Legends von Papyrus Design. Codemasters kam dann 2010 auf den Plan und nicht alle Spiele haben seit dem in Gänze überzeugen können - bis heute: F1 2016 hat alles, was man von einer Formel 1-Simulation verlangen kann. Es beinhaltet den vollständigen Rennkalender der Saison 2016 mit allen offiziellen Strecken, Fahrern und Teams inklusive Safety Car und dem Hockenheimring. Mit der aktuellsten Ergänzung des Rennkalenders, Baku in Aserbaidschan, ist die Saison bereits um den schnellsten Straßenkurs aller Zeiten reicher. Zusätzlich feiert das brandneue Haas F1-Team sein Debüt und ergänzt die Formel 1 somit erstmals seit drei Jahrzehnten wieder um ein F1-Team unter rein US-amerikanischer Führung. Neu ist die Einführung eines manuellen Rennstarts. Der Spieler muss die Kupplung drücken und die richtige Drehzahl beibehalten, während er auf das Startsignal wartet. Eine kleine aber feine Änderungen, die dem Titel enormen Flair-Zugewinn verschafft. Online darf natürlich ebenfalls gefightet werden:

Bis zu 22 Fahrer können da am Start stehen. Der Speed kommt sehr gut rüber und dank der komplett anpassbaren Steuerung und den Fahrhilfen, kann auch jeder Driver mal eine Runde drehen ohne gleich an irgendeiner Bande zu zerschellen. 

Wer wissen will, wie schwierig es ist, einen Formel 1-Boliden zu steuern, stellt alles auf manuell und staunt dann nicht schlecht. Ohne Lenkrad ist dieser Modus kaum zu beherrschen. Einige Minuspunkte gibt es dennoch: Die Kommentatoren nerven und die Sprüche passen nicht immer, wiederholen sich zudem häufig. Auch die Gesichtsanimationen der 22 "echten" Fahrer sind mäßig. Das geht deutlich besser, wie beispielsweise EA Games bei Fifa und CO beweist.

Dennoch: F1 2016 ist rundum gelungen und macht der Langeweile der echten Formel 1 den Garaus.

 

Fazit: Das beste F1-Spiel seit Jahren

 

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71gqYa5fptL. SL1500

Review: Mirror's Edge Catalyst (PS4)

mirrors edge catalyst boxart ps4 1Ist es wirklich schon sieben (!) Jahre her, als EA Games mit "Mirror's Edge" ein wirklich richtig frisches Szenario auf den Markt warf? Parcourläuferin Faith hüpfte da in rasanter Ego-Perspektive Dächer, Zäune und Vorsprünge. Das war starl - kommerziell aber nicht erfolgreich.Trotzdem wagt man sich nun an einen zweiten Teil, der aber mit dem ersten in Sachen Storyline nichts zu tun hat, obwohl Faith wieder die Hauptperson ist. Klingt komisch, ist aber so. Gleich zum Start wird Hauptdarstellerin Faith aus dem Gefängnis entlassen. Warum sie einsaß?Man weiß es nicht, denn diese Info gibt es nur im kostenpflichtigen Comic Exordination. Das ist schon einmal ein fetter Minuspunkt. Faith schließt sich einer Runner-Gruppe um Noah an, die in der Stadt Glass Kurierläufe erledigt und der allmächtigen KrugerSec-Sicherheitsfirma in die Suppe spuckt. Während man vor sieben Jahren noch durch Schlauchlevel eilte, ist das Konzept dieses Mal eine Open World-Stadt, die man aber zumeist nur über die Dächer durchstreifen kann. Insgesamt ist hier Open World auch ein zu großes Wort, denn die Geschichte ist doch arg linear. 

Das war schon ein wenig viel Gemecker, denn (spiel-) technisch macht EA hier Einiges absolut richtig. Die Ego-Perspektive ist und bleibt beim Parcourslaufen atemberaubend, die Handlung ist packend, die Grafik etwas quietschbunt aber dennoch gelungen. Ob Wallruns oder Sprünge über enorme Abgründe - man ist wirklich mittendrin und zittert so vor mancher Aufgabe. Dass Faith immer mal wieder leicht aus dem Gleichgewicht kommt und die Kamera dies schön vermittelt, tut sein Übriges. Kein Spaß machen die Kämpfe gegen die Security-Heinis. Erst einmal sind die strunzdumm und außerdem ist das Kampfrepertoire mit einigen wenigen Moves viel zu gering. Online hingegen ist wieder alles gut: Die selbst erstellbaren Communityruns beispielsweise sind ein Riesenspaß. Achtung: Um seine Talente zu verpflegen muss man Punkte verteilen. Denkt man, dass die Kämpfe es eh nicht wert sind, hochgelevelt zu werden, könnte man am Ende dumm dastehen. Dann wird es nämlich richtig knackig und ohne Kampfkunst sieht es düster aus. Ob Mirror's Edge dieses Mal ein großer Verkaufsschlager wird? Ich kann es mir nicht vorstellen, Spaß macht es auf jeden Fall.

 

Fazit: Gelungene Fortsetzung mit einigen Mägeln

 

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Review: Doom

91swNVWHAVL. SL1500 DOOOOOOOM. Ist zurück. Die Mutter aller Shooter erblickte 1993 das Licht der Welt und mal ganz ehrlich: Was gibt und gab es geileres als ein wenig stumpf vor sich hin zu metzeln? 23 (!) Jahre später ist genau dieses Spielprinzip antiquiert, moderne Shooter haben jede Menge Schnick-Schnack, man muss auf allerlei achten und oft sogar taktisch vorgehen. Und genau hier setzt Doom für die PS4 an: Das Game ist so schön Old-School, dass es spritzt (vor Blut). 

Die Forschungseinrichtung der Union Aerospace Corporation auf dem Mars wird von grauen erregenden, mächtigen Dämonen überwältigt und nur ein einzelner Mann kann das Dilemma lösen. Klar, ich bin es! Oder Ihr. 

Ducken? Nicht nötig. Rennen, schießen, splattern - und sammeln. Easter Eggs und so'n Kram. Kurzum: Doom ist 90er und das ist auch gut so. Ein wenig fehlt das Horrorflair der Uralt-Teile, dafür gibt es noch mehr Blut. Kein Wunder, denn ein gutes Doom ist per se ab 18. 

Während das Solospiel kompromisslos und begeisternd ist, stinkt ausgerechnet der Multiplayerteil - eigentlich eine Stärke der Originale - ein wenig ab. Immerhin kann man sogar auf der PS4 eigene Level erstellen, was ein echter Pluspunkt ist. Doom 2016 sieht saugeil aus, ist enorm schnell und macht eine Menge Spaß. Endlich einmal wieder ein Shooter, den man auch mal nur für 20 Minuten zwischendurch einlegen kann. So wie früher...

 

Fazit: Zurück in die 90er - Doom ist der Ego-König

 

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Review: Unravel (Xbox one)

1031469 LB 231x326 en US  2015-06-08-12-38-28 34137b019ffbf482edfea4910a792707153fea75Yarny ist aus Wolle und zehn Zentimeter klein. Je weiter er läuft, desto mehr wickelt er sich ab. Das ist dumm, schließlich gilt es ausladende Landschaften zu erkunden. Zum Glück findet Yarni auf seinem Weg immer wieder Wollfäden, die er sich einverleiben kann, mit denen er seine Wege verlängern kann. "Unravel" ist ein Independentgame auf Downloadbasis, welches von EA Games vertrieben wird. Die schwedischen Entwickler von Coldwood haben ein Physik-Jump & Run erschaffen, dass in seinen besten Moment an "Little Big Planet" erinnert, in seinem dann aber doch häufig zu linearen Gameplay nicht an den Premiumtitel herankommt.

Dafür ist Yarny aber ein günstiger Geselle und schon für 20 Euro zu haben. Man bekommt eine zu vernachlässigende Hintergrundstory, wunderschön gestaltete Landschaften und einige knackige Jump & Run-Aktionen, bei denen Yarny gar nicht mal selten böse abstürzt oder in irgendwelchen Pfützen ertrinkt.

Die Niedlichkeit von Yarny ist dabei wirklich kaum zu toppen, die Aktionen jedoch, die man ausführen muss, um voran zu kommen (Seil werfen, Schwingen, Springen, Wollbrücken bauen), wiederholen sich recht schnell. Vor allem das Springen ist zu Beginn sehr tricky. Schnell hat man aber die Muster der Rätsel durchschaut. Auch sind die Save-Checkpunkte häufig schlecht gesetzt, so dass man viel zu weit zurück geworfen wird. 

Trotz dieser Kritikpunkte macht Unravel Spaß und versprüht eine wunderbare Atmosphäre, die einen dann doch immer wieder zum Gamepad greifen lässt.

 

Fazit: Wunderschöne Optik, tolle Hauptfigur, leider oft problematische Spielmechanik 

 

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Doc 'n' Roll - 27.11.15

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Hello again... 

 

man stelle sich vor.... ich fotografiere an diesem Wochenende KEIN Konzert. Das habe ich mir selbst so ausgesucht nach den letzten Trubelwochen mit mehreren Gigs pro Woche. Die Idee war: Ein Wochenende voller Xbox, Playstation, Fußball und Musik (machen), kein Umherreisen, hektische drei Songs fotografieren, Heimfahrt, Bilder bearbeiten und online stellen. Herrlich! Entspannung...

Jetzt, wo ich hier sitze und darüber näher nachdenke..., könnte ich heute noch Wuccan fotografieren und hätte vielleicht doch die Akkreditierung morgen für die Oppas von Uriah Heep annehmen sollen. Hummeln im Hintern, echte Leidenschaft scheinbar, auch wenn das manchmal Leiden schafft. Aber gut, es ist, wie es ist (naja, evtl doch Wuccan heute), und ich genieße das freie Wochenende.

Das Beste: Ihr müsste nicht auf tolle Konzertfotos verzichten, denn die RocknRoll-Reportern schwirren auch ohne den Maestro durch die Weltgeschichte. So ist am Sonntag etwas Hüpfendes von den Subways (Foto) zu erwarten. Die spielen im Zakk und wir sind natürlich dabei. Hmm Leafmeal in Dortmund war ja auch noch... Schaut einfach, was hier und auf Facebook natürlich so aufläuft.

 

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In dieser Woche habe ich mir eine Xbox one zugelegt, damit Ihr hier auch in Zukunft das ein oder andere Xbox-Review erwarten könnt. Mann, Mann, Mannn... was ist dieses Ding häßlich. Ein Designverbrechen. Nun ist auch die Playstation 4 ein Design-Schrittchen zurück, wenn man sie mit der Ur-Form der PS3 (in Gamerkreisen auch liebevoll "die dicke Lady" genannt) vergleicht, doch die sieht immerhin nicht aus wie ein Betamax-Videorekorder von 1983. Als hätte Bill Gates das Ding selber designed. Es kommt aber auf die inneren Werte an, aber mein erstes Fazit ist, dass ich lieber mit der PS4 spiele, allein der Controller ist so viel handlicher und filigraner. Dafür rockt der Xbox-Exklusivtitel Forza wie die Hölle. Das beste Konsolenrennspiel, ohne Frage - und alleine schon Grund genug, die Xbox zu kaufen. Noch ein Wort in Sachen Gaming: Star Wars Battlefront ist der Knallfrosch des Jahres. Und was hatten wir uns alle darauf gefreut. Aber... üble Nummer. Lest selber (HIER)!

 

Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette (Reinhard Mey), naja, nicht ganz. Es sei denn, Ihr raucht schnell. Sehr schnell. Denn: das war's für heute. Ich genieße nun das freie Wochenende... oder gehe doch noch was knipsen?

 

 

Rock on guys and dolls

 

 

 

 

yoursdocrock

 

 

Review: Star Wars Battlefront (PS4)

81LFs9qVbZL. SL1500 Star Wars - ein Name voller Faszination. Die Reihe punktet auf fast allen Feldern, nun soll mit Star Wars Battleground auch die Konsole (zurück-) erobert werden. Die Erwartungshaltung war dementsprechend gewaltig. Und genau daran zerbricht am Ende ein Spiel, das voller atmosphärischer Höhepunkte steckt. Wenn man in einer Eishöhle auf Hoth das unheilvolle Stampfen eines AT-AT spürt, macht man sich als Gamer fast in die Hose. Der Sound stimmt, die Grafik ist genial - und dennoch schafft es Star Wars Battlefront nicht mehr als nur ein Pausenfüller zwischen spielerischen Granaten wie Fallout 4 oder The Witcher 3 zu sein. Was ist das Problem? In erster Linie handelt es sich bei Star Wars Battlefront um einen reinen Multiplayertitel. Eine echte Single-Player-Kampagne gibt es nicht, lediglich einige Trainingsmissionen gegen schwache KI-Gegner können absolviert werden. Das war vorher bekannt und wäre auch nicht allzu tragisch, wenn denn der Multiplayerteil rundum gelungen wäre. Ist er aber nicht. Die Maps sind schwach und langweilen vom ersten Moment an. Dass man bei einem Vollpreistitel noch einen Seasonpass (rund 50 Euro!) kaufen soll, um Zugriff auf mehr Areale zu bekommen, ist schlichtweg lächerlich und unverschämt. 

Dazu gibt es spielerische Probleme: Die Maps sind lieblos (allein grafisch bombastisch) gestaltet, von Taktik muss man gar nicht erst reden, denn im Prinzip ist dies hier ein wildes Umhergeballere ohne Sinn und Verstand. Hätte dieses Spiel nicht das Star Wars-Label auf der Stirn kleben, wäre es sicher kein Topseller geworden (das es trotz der enorm schlechten Bewertungen ist). 

Das Schlimmste ist, wie verschenkt hier das riesige Potential des Franchise aber auch der genialen Grafikengine und der tollen Sounduntermalung ist. Das hätte ein richtiges Feuerwerk werden können, so ist Star Wars Battlefront lediglich eine Fehlzündung.

 

Fazit: Tolle Grafik, super Sound, mega Atmosphäre - aber wo ist das Spiel?

 

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Review: Fallout 4 (PS4)

81QYIG9wfL. SL1500 Was Bethesda anfasst, ist fast immer episch. Fallout 3 ist eines meiner Alltime-Favourites und wurde danach noch von Skyrim übertroffen. Insofern waren die Erwartungen bei Eintreffen des Musters von Fallout 4 nahe zu unermesslich hoch. Die ersten Minuten sind dann auch wie ein Deja-Vu: Fallout 3-Freaks fühlen sich sofort in die Zeit zurückversetzt, die Magie des postapokalyptischen Ödlandes mit einer großen Menge 50er Jahre-Charme ist sofort wieder da. Die große Freiheit zu tun, was immer man auch will, ist zu Beginn etwas überfordernd, wird dann aber zu einer der Stärken des Games. Sobald man aus Vault 111 herausschreitet, ist man allein. Idealerweise führt der erste Weg zurück in das Heimatdorf Sanctuary. Nun gilt es eine Menge Abenteuer zu bestehen, Freunde zu finden, Feinde zu töten, Bündnisse zu schmieden, Häuser zu bauen. Alles getragen vom sensationellem Flair des Spiels. 

Fallout-Neulinge könnten die etwas zähe Menüführung bemängeln. Es gibt zu lange Wege bis man an eine Option im sagenumwobenen Pip-Boy gelangt. Das wirkt ein wenig altbacken. Auch die Grafik ist nicht auf dem neusten Stand der Technik, sondern lediglich eine leichte Weiterentwicklung des PS3-Skyrim-Grafik. Das ist enttäuschend - zu Beginn. Steckt man erst einmal knietief in den Missionen, passiert etwas, was bei Fallout 3 schon eingetreten ist: Sucht. Plötzlich ist die Grafik egal und auch die vorhandenen technischen Probleme (etwa zahlreiche Clippingfehler) treten in den Hintergrund. Mindestens 100 Stunden - wahrscheinlich sogar deutlich mehr, wird man investieren können, bis Fallout langweilt. Die Kämpfe sind zum Teil sehr fordernd, selbst auf der leichtesten Stufe. Hat man aber einmal zarte Bande mit einem Supermutanten geknüpft, folgt er einem durch das Ödland. Und "Strong", so sein werter Name, räumt ordentlich was weg (Foto unten). Nur eine Sache nervt wirklich gewaltig: Um an die Karte zu kommen, muss man immer durch die Tiefen des Pip-Boys. Ansonsten: Das Spiel des Jahres!

 

Fazit: Grandioses Spiel mit einigen wenigen technischen Unzulänglichkeiten

 

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Review: Need for Speed (PS4)

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Need for Speed war einmal der Spiel gewordene feuchte Traum der Gamepad/Lenkrad-Akrobaten. Seit einigen Jahren dümpelt EA's Straßenflitzer in der Belanglosigkeitsgarage herum. Mit diesem Reboot soll alles viel besser werden. In Ventura Bay gilt es den Cops ein Schnippchen zu schlagen, sich mit seinen "Homies" Rennen über schick designte Straßen zu liefern und eine Story zu absolvieren. Genau diese hat man aber in maximal 15 Stunden beendet und dann gibt es leider nicht mehr viel zu tun in Ventura Bay. In der arg klischeebehafteten Clique ist der Spieler der neue, heiße Fahrer und muss versuchen, sich einen Namen zu machen.

Um dies zu schaffen, darf - und das ist sehr erfreulich - umfangreich an den Autos rumgeschraubt werden. Natürlich geschieht dies eher auf einem spielerischen Niveau, denn im Simulationsmodus, doch es macht Spaß und die Auswirkungen der verschiedenen Einstellungen sind auf der virtuellen Straße durchaus spürbar.

Dennoch hat Need for Speed Probleme. Massive Probleme. Wäre da einmal die Entscheidung von EA, ausschließlich Nachtfahrten anzubieten. So schick die grafischen Effekte bei regennasser dunkler Straße umgesetzt sind, auf Dauer ist es eintönig, niemals das Tageslicht zu erspähen und in den Sonnenuntergang zu brausen. Nerven tut auch, dass eine dauerhafte Internetverbindung vorausgesetzt wird, alles läuft in Echtzeit, eine Pausentaste sucht man vergeblich.

Die Anzahl an Autos ist überschaubar aber durchaus ausreichend (siehe Liste unten), dabei darf nicht jedes Vehikel beliebig modifiziert werden. Aber, wer will schon einen Ferrari mit Aufklebern zupappen?  

Die Story ist wirklich völlig überflüssig und hemmt eigentlich eher den Spielfluss (Zwischensequenzen sind mal wieder nicht wegklickbar), denn der Spaß am Rasen ist ein Stück weit zurück bei Need for Speed. Unterm Strich bleiben aber zu viele verpasste Chancen. Wenn wir den Reboot als Start in eine Ära sehen wollen, muss da noch eine ganze Menge mehr kommen.Die PC-Fassung erscheint im Frühjahr 2016.

 

 

 

Fazit: NFS bleibt auch nach dem Reboot ein Leichtgewicht mit toller Grafik

 

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Die Autoliste: 

 

BMW M3 E46
BMW M3 Evolution II E30
BMW M4
Dodge SRT Viper
Ford Focus RS
Ford Mustang
Ford Mustang GT
Honda S2000
Lamborghini Aventador LP 700-4
Lamborghini Diablo SV
Lamborghini Huracán LP 610-4
Lotus Exige S
Mazda MX-5 1996
Mazda RX7 Spirit R
Mercedes-AMG GT
Mitsubishi Lancer Evolution MR
Nissan 180sx Type X
Nissan Fairlady 240ZG
Nissan GT-R Premium
Nissan Silvia Spec-R
Nissan Skyline GT-R KPGC10
Nissan Skyline GT-R V-Spec 1999
Porsche 911 Carrera RSR 2.8
Porsche 911 Carrera S (991)
Porsche 911 GT3 RS
Subaru BRZ Premium
Subaru Impreza WRX STI
Toyota Supra SZ-R

Review: NBA Live 16 (PS4)

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Nach dem das letzte Jahr für EA Sports in Sachen Basketball ein absolut verlorenes war, kehrt die NBA Live-Serie nun gestärkt zurück: Grafisch und in Präsentationsfragenist EA dem großen Konkurrenten von 2K bereits fast enteilt, doch spielerisch ist der Weg zum NBA-Titel noch weit. Dabei muss das Leichtgewichtige von NBA Live 16 nicht schlecht sein. Während ich beim immer noch überragenden NBA2k16 manchmal als Basketball-Laie ob der Simulationslastigkeit des Titel verzweifle, ist NBA Live 16 ein Spiel für Zwischendurch, für Gelegenheitsspieler. Ein wenig geht EA hier den Weg früherer Fifa-Titel. Die Zugänglichkeit ist König, die Profis rümpfen die Nase. Bei Fifa hat man es über die Jahre aber immerhin hinbekommen, vor allem durch die große optionale Einstellbarkeit (Spielhilfen etc), dass sich die aktuelle Generation deutlich mehr nach Fußball anfühlt und in vielen Sachen sogar dem Fan-Liebling PES überlegen ist (realistischere Regelauslegung zB). Leider ist es auch mit den Fernsehkommentatoren (Jeff van Gundy und Jalen Rose) wie bei Fifa: Einmal, maximal zweimal gehört, dann ausgeschaltet. Zu belanglos und nicht immer passend labern die beiden daher. 

Auch hier - wieder eine Parallele zur Fifa-Serie - gibt es mittlerweile einen unterhaltsamen Ultimate Team-Modus, das könnte in Zukunft ein großer Trumpf dieser Reihe werden. Das Erstellen eigener Spieler macht EA-typisch großen Spaß, leider kann man keine komplett eigenen Mannschaften erstellen.  

 

 

Fazit: EA Sports ist auf dem richtigen Weg - zur Spitze ist es aber noch weit

 

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Review: Assassin's Creed - Syndicate (PS4)

91irVBCxYaL. SL1500 Die Assassin's Creed-Reihe erfreut sich größter Beliebtheit in der Spielergemeinde. Nach dem mäßigen Vorgänger "Unity" hat Ubisoft mit Sydicate nun auch wieder zu alter Stärke gefunden. Grund dafür ist eine pulsierende Stadt und ein aufregendes Zeitalter. 

Syndicate spielt im London des Jahres 1868, die industrielle Revolution ist in vollem Gange und der Spieler muss dieses Mal mit zwei Assassinen die Stadt unter seine Kontrolle bringen, um den Machteinfluss der Templer zu beschneiden. Dank der Chancen, die diese neue Ära bietet, strömen die Menschen nach England, um dabei zu sein, wenn die industrielle Revolution die Welt verändert. Als Assassine Jacob Frye und dessen Zwillingsschwester Evie geht es durch ein akkurat nachgebildetes London. 

Grafisch ist AC Syndicate wirklich aufregend und bombastisch.Qualmende Kamine, umherstreunende Bettler, Details en masse - London ist das bisher gelungenste Szenario von Assassin's Creed. Stark: Auch in diesem Spiel tauchen immer wieder "reale" historische Persönlichkeiten (etwa Darwin oder Marx) auf und versorgen den Gamer mit Sidequests. Im Open World-Style kann man sich dieses Mal sogar Kutschen "leihen" und die gestohlenen Wagen für Verfolgungsjagden benutzen. Klingt super, ist es zu großen Teilen auch, dennoch gibt es auch bei Syndicate Kritikpunkte. Die Steuerung ist wie gehabt hakelig.

Dazu kommt, dass die Kamera nicht immer mitkommt, wenn man sich rasant von einem Dach zum nächsten bewegt. Spielt man auf Deutsch, hat man einen Mischmasch aus deutschen Dialogen und englischem Originalton der palavernden Bürger auf der Straße. Das ist unschön, aber erträglich. Weniger erträglich: Die KI ist strunzdumm. Bringen Sie einen Wachmann um, können Sie ihn meistens ruhig auf der Straße liegen lassen.

Seine Kumpel schlagen keinen Alarm. Gerade nach einer KI-Offenbarung wie in Metal Gear Solid V Phantom Pain ist dies schmerzhaft. Nach dem Bug-Desaster um Unity ist Syndicate aber der Schritt in die richtige Richtung, London ein wunderbarer Ort, um zu morden und durch die Gassen zu streifen. Hoffen wir auf einen Patch, der die gröbsten Macken beseitigt.

 

Fazit: Bestes Setting der Reihe, leider wieder nicht fehlerfrei 

 

 

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Review: Fifa 16 (PS4)

817hRspJkEL. SL1500 Der "Krieg" zwischen PESlern und Fifa-Freaks tobt in jedem Jahr. Beide beanspruchen absoluten Realismus für "ihr" Spiel, das bietet aber natürlich keines der beiden. Konami versaut seit einigen Jahren regelmäßig Entscheidendes: In diesem Jahr gibt es beispielsweise nahezu keine Fouls der KI, dazu werden brutalste Todesgrätschen vom Schiri nicht oder in Ausnahmefällen mit Gelb geahndet. Jedes (!) PES 16-Spiel artet in eine üble Treterei aus. Da kann die Ballphysik noch so super sein, es ist schlichtweg ein Graus.

Auch Fifa 16 macht wie immer nicht alles richtig, dennoch sehe ich EA Sports hier vorne. Einigen sanften Verbesserungen zu Fifa 15 (Torhüterstellungsspiel etwa) stehen drastischere Änderungen in der Spielanlage gegenüber. So sind die Matches nun deutlich Mittelfeldlastiger, was realistischer ist. Dadurch werden die Spiele etwas langsamer, die Grundgeschwindigkeit ist wie bei PES aber immer noch viel zu hoch. Da gilt es, das Tempo auf "Langsam" in den Optionen zu drosseln. Auch Sololäufe der Topstars klappen noch viel zu häufig. Im Gegensatz zu Konami lässt EA es aber zu, dass man tief in den Eingeweiden des Spiels alle Werte eigenständig ändern kann. Senkt man hier beispielsweise Sprint und Spielgeschwindigkeit (und levelt die übermenschlichen Goalies herunter) wird Fifa 16 zu einem Spiel, wie es realistischer in der Reihe noch nie war.

Dribbelkids werden Fifa 16 auf manuell gestellt hassen, doch die sind ohnehin nur ein nervtötender Faktor im Onlinespiel. Ach die Verteidigung wurde verändert und ist so schwer aber auch so effektiv wie nie zuvor. Um die Agilität und Bewegungen echter Profis abzubilden, gibt es jetzt die sogenannte Defensive Agility. Die Verteidiger machen die Räume eng und können schnelle Richtungswechsel vollziehen, um am Gegner dranzubleiben.Dazu kommt die grandiose Präsentation (jetzt auch mit echtem Bundesligaflair), Freistoßspray, Torkamera in Deutschland und England, dazu Lizenzen, Lizenzen, Lizenzen und den überaus beliebten Ultimate Team-Modus. Erstmals übernimmt der langjährige PES-Sprecher Wolff-Christoph Fuss die Rolle des Haupt-Kommentators und hat an seiner Seite Frank Buschmann. Wie gehabt:

Nach zwei bis fünf Partien nerven die beiden, auch, wenn bei Ausstellen des Kommentars einige nette Infos (etwa über die Live-Spielstatistik) des Duos über Bord gehen. Online ist soweit alles in Ordnung, meist laufen die Server stabil, lediglich scheint die KI gerade bei Online-Spielen deutlich dümmer zu agieren, Die Grafik ist solide, unterscheidet sich jedoch wenig vom Vorgängern. Zumindest hier hat PES mittlerweile die Nase deutlich vorn.

 

Fazit: Das realistischste Fifa seit langem - mit gewohnt kleinen Macken

 

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Review: NHL 16 (PS4)

81dhyTwCgWL. SL1500 Der Sprung in die nächste (Konsolen-) Generation scheint nicht ganz ohne, bedenkt man, wie vermurkst EA Sports NHL 15 war (Review). Mit der aktuellen Auflage musste dann dementsprechend Wiedergutmachung betrieben werden. Gestrichene Features kommen nun zum Glück zurück, das Gameplay war auch 2014 überragend, jedoch krankte das Spiel an Mangelerscheinungen in Sachen Spielmodi (die dann zum Teil per Patch nachgeliefert wurden). Jetzt schafft es EA die verärgerten Fans der Reihe zu versöhnen. Optisch und atmosphärisch wurde das ohnehin grandiose Drumherum eines NHL-Spiels noch einmal aufgebohrt und wir sehen bei NHL 16 in der Tat das schönste Spiel der Reihe. Aus der Kategorie "überflüssig, aber so coooooool" gibt es in diesem Jahr wachsende Playoff-Bärte und blöd guckende Maskottchen. Ich mag diesen Quatsch am Rande. Apropos Quatsch: Die Kämpfe zwischen den Spielern sind noch etwas packender geworden und machen mehr Laune denn je. 

Auch das Spielgefühl wurde überarbeitet: Die Animationen sind nun deutlich flüssiger als noch im Vorjahr. Dazu gibt es einige neue Probleme, wie unrealistische Backhandtore. Ärgerlich: Die Winterchallenge ist wieder weg, dabei hat doch gerade das Spiel im Freien besonders gebockt. Doch das ist schon ein Meckern auf hohem Niveau. "Be a pro", Playoff-Modus, Saison-Modus (auch in anderen Ligen als der NHL) - die Features sind zurück und das ist gut so. NHL 16 ist nicht perfekt, aber EA hat auf die Spieler gehört. 

 

Fazit: NHL ist zurück. Fast perfektes Eishockey-Spiel

 

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Review: Madden NFL 16 (PS4)

madden16EA Sports hat den Bogen wieder raus: Nachdem 2013 mit Madden 25 das Next Gen-Debüt so richtig versaut wurde, steigerte sich das Franchise 2014 wieder. Nun liegt mit Madden16 das womöglich beste Football-Game aller Zeiten in der PS4. Zwar können auch Football-Noobs durchaus Spaß am Spiel haben, doch das Gameplay wird vor allem den Madden-Veteranen gefallen.

Der Realismus wurde deutlich nach oben geschraubt, von wegen nur ein paar Tasten drücken und das Ei kommt beim Wide Receiver an. No, no, no! Will man als Quarterback den Ball gescheit passen, sind schon einige Skills gefragt. High, Low, LOB, Touch oder Bullet - alles ist möglich und auch das Fangen ist fordernder geworden. Das ist neben einigen neuen Spieloptionen wie dem Champion Draft (Fantasy-Team aus NFL-Superstars und Legenden erstellen) das Pfund, mit dem Madden NFL 16 in diesem Jahr wuchern kann. Das alles geschah ohne die Spielbarkeit einzuschränken.

Damit Neulinge nicht in die Röhre schauen bietet der Skill-Trainer über 60 Tutorials und Drills an und führt so Madden-Babys in das Spiel ein und bringt einem die verschiedenen taktischen Pass- und Laufwege näher. Dazu kommt der beliebte Gauntlet-Modus mit Boss Battles, Extra Life Challenges und Möglichkeiten in einem Einzelspiel Level auf- oder abzusteigen. 

Grafisch ist wie immer alles vom Feinsten: Die Spieler hauchen kalten Atem bei Winterspielen, die Wettereffekte sind hübsch, die Karambolagen brutal schön. Die Pre-Game Animationen sind nun fast wie bei den ESPN-Übertragungen. Allein in Sachen Fankultur hat NFL seit jeher ein Problem. Warum sehe ich keine Maskottchen zum Beispiel? Aber das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau, Madden NFL 16 ist das beste Madden seit ... ja seit mindestens mehr als einem Jahrzehnt. Vielleicht sogar das beste Football-Spiel aller Zeiten.

 

Fazit: Volle Punktzahl für eine echte Football-Simulation

 

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Review: Rory McIIroy PGA Tour

81jvz-GUuGL. SL1500 Der Tiger ist erlegt: Nachdem das Golf-Franchise von EA Sports jahrelang Tiger Woods als Partner aufweisen konnte, ist auch in diesem Segment sein Stern untergegangen. Deshalb hat sich EA nun Rory McIllroy geschnappt, um die nächste Konsolengeneration auch auf dem feinen Grün gescheit starten zu können.

Mit der Golfserie ist das ja so eine Sache: es gibt schlichtweg seit Jahren keine Alternative, wenn man gepflegt golfen will. Das Game nutzt als erstes Sportspiel die Frostbite 3-Engine, wodurch die Plätze vollständig gerendert werden und die oft nervige Wartezeit wegfällt. Das ist eine große Erleichterung und grafisch ist Rorys Golferlebnis auch wirklich top.

Neu ist auch das Schnellrunden-Feature. In diesem Modus müssen die Spieler nicht mehr sämtliche 18 Löcher eines Turniertags spielen, sondern es wird für jede Turnierrunde eine Loch-Auswahl bereitgestellt. Die Spieler steigen an jedem Turniertag an einem bestimmten Punkt der Runde ins Spiel ein. Die simulierten Löcher basieren auf den Werten und den Werteboni der Golfer. So weit, so spannend. Kurse gibt es nur zwölf, das war schon einmal deutlich mehr. Hier soll im Laufe des Jahres nachgebessert werden.

Wer mehr braucht, greift zum Konkurrenzspiel "The Golf Club" (PSN-Download). Das Erstellen eines eigenen Golfers ist ebenfalls eingeschränkt worden, die auswählbaren Details wurden heruntergeschraubt. Der Karrieremodus ist lieblos, zudem erhält nur hier der selbst erstellte Golfer Erfahrungspunkte. Das ist schwach. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad etwas heruntergeschraubt worden zu den Tiger Woods-Spielen. Dafür ist es nicht mehr wirklich möglich, dass Green zu "lesen", so dass so mancher Putt ein Zufallsprodukt ist.

Was fehlt noch: Wettereffekte etwa. Bei Rory McIllroy scheint immer die Sonne. Langweilig. Trotzdem macht das Spiel eine Weile Laune, doch in dem derzeitigen Zustand, hat EA Sports ein Vollpreis-Produkt mit zu wenig Inhalt auf den Markt geworden, ähnlich wie beim letzten NHL, das nach und nach um Optionen bereichert wurde. Ich spiele weiter "The Golf Club" - trotz der schlechteren Grafik.

 

Fazit: Viel Schatten, wenig Sonne

 

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Review: Lego Jurassic World

91R6iqrrPpL. SL1500 Ich gebe es zu: Ich war von den Lego-Spielen bisher immer fasziniert - genau 15 Minuten lang. Dann habe ich fast alle Spiele nicht mehr angerührt. Der erste Witz des Bauens und der lustigen Zwischensequenzen war stets schnell verflogen. Bei Lego Jurassic World liegt der Fall auf einmal aber ganz anders. Wo ich diese Zeilen in Stein meißele, habe ich bereits zwei der vier Filme durchgespielt und bin wirklich begeistert von dem Game. Das liegt einerseits natürlich an den Filmen (wobei 1 spitze, 2 und 3 mäßig waren und 4 noch beäugt werden müsste), andererseits aber auch an der dichteren Atmosphäre und den gestiegenen Spielideen. So kann man zum Beispiel endlich die Fahrzeuge wirklich steuern und muss nicht nur auf einen Knopf drücken. 

Mit den epischen Geschichten von Jurassic Park, Vergessene Welt: Jurassic Park und Jurassic Park III sowie dem aktuellen Blockbuster Jurassic World ist dieses Lego-Game schon ziemlich cool. Das in der LEGO-Form neu erschaffene und mit tollem Humor erzählte Abenteuer lässt unvergessliche Szenen und Actionsequenzen der Filme auferstehen, führt die Fans spielerisch durch viele Schlüsselmomente und gibt die Gelegenheit, die weitläufigen Gegenden von Isla Nublar und Isla Sorna zu erkunden.

Dazu gibt es die echten Synchronsprecher und die Möglichkeit, die Dinos selber zu steuern (etwa um Barrieren zu durchstoßen). Unkomplizierte Action und endlich wieder mehr Humor (Batman war wirklich deutlich zu lahmarschig und unlustig) machen Lego Jurassic Park zum echten Fun-Knüller auf der PS4. Was stört? Die Zwischensequenzen sind sehr lang und nicht immer abzubrechen. Dazu kommen einige Unzulänglichkeiten in der Steuerung, die oftmals problematisch ist, wenn es um knifflige Balanceakte etwa geht. 

 

Fazit: Das bisher beste Lego-Spiel

 

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PS4-Review: Driveclub

driveclDriveclub sollte DER Launchtitel der neuen Konsolengeneration bei Sony werden. Der Überknaller, dann wurde es verschoben. Nun liegt dem RocknRoll-Reporter endlich das "fertige" Produkt vor und nach drei Tagen ist der Eindruck recht desaströs. Ja, die Grafik ist gut, manchmal grandios. Das hängt stark an der Rennstrecke. Durch Norwegen zu heizen ist wirklich richtig geil. Das Auge fährt mit, leider sind nicht alle Orte so sehenswert, dennoch ist das "Outfit" des Spiels durchaus hübsch und erstaunlich detailliert.

Neben den Strecken passiert eine ganze Menge. So fliegen Ballons rum, Wildgänse verschwinden am Horizont, Papierschnipsel wehen durch die Luft - das macht Laune und erinnert an einen ganz alten Racer. "Bleifuß" (Screamer im Original) hat solche Gimmicks schon 1995 (!) auf den PC gezaubert. Bei Driveclub stehen sogar animierte Zuschauer an den Rändern der Strecken, leider sind diese strunzdumm und winken immer noch fröhlich, wenn man mit 200 km/h auf sie zu rast - anstatt weg zu springen. Doch das sind wirklich nur Nebenkriegsschauplätze. Die wirklich relevante Mängelliste ist derart überladen, dass Driveclub in dieser Form keinen RRR-Tüv-Stempel bekommt.

Beispiele? Da wären zum einen die fehlenden Replays. Ein Racer mit so einer tollen Grafik bietet mir nicht die Möglichkeit mein Rennen (oder Teile davon) erneut zu sehen? Schwach und indiskutabel. Noch schlimmer ist die K.I., denn die rast aggressiv von hinten in einen rein, wodurch nicht sie die Strafpunkte bekommt, sondern der Spieler. Aua...

Das Fahrverhalten der Autos divergiert leicht, je nach Modell. Insgesamt ist Driveclub aber nur ein solider Arcaderenner. Von Simulation keine Spur. Der Offlinemodus ist in sehr wenigen Stunden durchgespielt, dann müsste man Online weiter Spaß haben können. Müsste? Ja, denn in den letzten drei Tagen ist es nicht einmal gelungen eine Verbindung mit den Servern herzustellen (nicht einmal um 3 Uhr nachts) - das Netz ist voller Klagen darüber. Ein Online-Racer ohne Onlinefunktion, der Super-GAU. Klar, dass kann noch nachgeliefert werden, bisher ist das Spiel jedoch vor allem deshalb keinen Cent wert. Und es gibt zahlreiche weitere Problem: So werden derzeit keine Lenkräder von Logitech unterstützt und und und.

Wenige Minuten Spaß kann man mit Driveclub durchaus haben, wenn man den Arcade-Aspekt verschmerzen kann, doch als Ex-Launchtitel ist das einfach viel zu wenig.

 

Fazit: Im derzeitigen Zustand sollten PS4-Piloten besser die Finger vom Lenkrad lassen

 

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