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Samstag September 22, 2018
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66 items tagged "PS4"

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Review: Pro Evolution Soccer 2019 (PS4)

cover mediumDer Kampf um die Krone des digitalen Fußball ist vergleichbar mit der ewigen Fehde zwischen Lionel Messi und Christiano Ronaldo: Beide sind große Kicker, beide machen vieles richtig und wenig falsch. Auch bei EAs Fifa und Konamis Pro Evolution Soccer verhält es sich meist so. In diesem Jahr schafft es Konami mit dem aktuellen Titel ihrer Fußballsimulation, selbst Fifa-Fans den grünen Rasen aus japanischer Fertigung schmackhaft zu machen. PES 2019 macht viel viel mehr richtig als noch vor Jahresfrist: Das Spiel wurde verlangsamt (im Gegensatz zur Demo dann aber doch im finale Produkt wieder ein wenig - unnötig - beschleunigt), die Ballphysik bleibt großartig, das Drumherum (nicht die immer noch altbackenen Menüs!) sieht so schick aus wie nie zuvor, die Stadien sind grandios umgesetzt. Die Spieler, für die man eine Lizenz hat, wurden zu großen Teilen originalgetreu digitalisiert - samt spielerischer Eigenheiten. Das alles macht schon eine Menge Spaß. PES setzt seit jeher auf größere Handlungsfreiheit als etwa der Konkurrent aus dem Hause EA Sports. So sind manuelle Pässe eine Herausforderung, wenngleich man zumindest beim normalen Kurzpass auch hier immer noch den Eindruck hat, der Pass würde zu leicht an den Mitspieler gebracht. Unterm Strich sind mit PES andere, freiere Spielzüge möglich. Und hier kommen Offline-Spieler in eine Bredouille: Schaltet man alle Spielhilfen ab, spielt es sich am Besten, aber bekommt schnell den Eindruck - vor allem bei schlechteren Gegnern - , dass die KI eben nicht "manuell" spielt. Das typische KI-Spiel sieht halbhohe Pässe in den freien Raum auf die Flügel vor, wo der Rechenknecht IMMER den Ball gescheit verarbeitet und in die Mitte spielt. Häufig ergeben sich daraus Tore, häufig enden Spiele 0:1, weil der menschliche Makel es eben verursacht, dass man nicht ständig 100-prozentig passt, schießt, flankt. Das Frustpotential ist hier hoch, zumal auch ein altes Manko von PES in Offline-Partien gegen die KI weiter präsent ist. Die KI foult sehr sehr selten (mit höherem Schwierigkeitsgrad etwas häufiger) und es gibt nahezu keine Verletzungen. Sehr selten (in 50 Spielen 2x beim Testen) musste ein Kicker das Feld verlassen. Das ist arg wenig und der von Konami gerne vielbeschworene Realismus ist hier nicht zu spüren. Nicht immer verhält sich meine Mitspieler-KI, wie ich es erwarten würde, steht zu weit weg vom Gegner, obwohl ich in den vielfältigen taktischen Möglichkeiten "eng stehen" angewählt habe. KI steht - auch bei Fifa - immer noch eher für Künstliche Irritation. Während Fifa gerne als Fast Food bezeichnet wird (auch, wenn durch die Möglichkeit größter Individualisierung per Slider-Einstellungen auch dort ein Festessen zubereitbar ist), ist PES aus der Box heraus schon sehr komplett, was die spielerischen und taktischen Möglichkeiten angeht. Trotzdem: Ein Slider-System wie beim Gegner, mit dem man einzelne Aspekte (etwa die Sprintfähigkeit der Kicker) anpassen darf, könnte dieses Spiel für den Einzelspieler perfekt machen. 

Im One-on-One gegen echte Gegner - online wie offline (die Server zeigten sich bisher weitesgehend stabil) sind viele der oben beschriebenen Probleme nicht existent, weshalb hier das Game seine Stärken voll ausfahren kann. Auf das Problem der fehlenden Linzen will ich hier nicht groß eingehen. PS4 und PC-Spieler wissen, wie und wo man aktuelle Option Files bekommt. XBoxler schauen leider in die Röhre. 

Die Spielvarianten sind wieder üppig: Ob 1on1, oder 3vs3 an einer Konsole, Online-Liga, Offline-Pokale - alles ist möglich. Leider kann man nach einem Freundschaftsspiel nach Abpfiff nicht kurzerhand ein Rückspiel "vereinbaren". Ansonsten ist der Spielumfang vorbildlich. Was mir weiterhin fehlt? Stimmung! Die Atmosphäre in den Stadien ist nicht Champions League-reif. Verhaltene "echte" Fangesänge bei lizensierten Teams sind dabei, der Rest brummt unspektakulär vor sich hin. Hier könnte man sich von der überragenden Stimmung bei den Fifa-Spielen eine Scheibe abschneiden. Geklaut, äh inspiriert von Fifa hat Konami eine Schnellwechseloption ins Spiel eingebaut. Diese ist in Ordnung, im Gegensatz zum großen Gegner fehlt hier aber der Vorschlag des Rechenknechts, welcher Spiel ausgewechselt werden sollte (weil zB mit einer Karte vorbelastet) und, wer ihn am besten ersetzen kann. 

Unterm Strich scheint die Wahl des Fußballspiels in diesem Jahr so schwer wie lange nicht. Da Fifa noch auf sich warten lässt, kicken wir einfach erst einmal mit PES weiter. Zeitverschwendung ist das auf keinen Fall...

 

Fazit: Große Handlungsfreiheit, wenig Lizenzen, tolle Stadien - PES greift Fifa an - dieses Mal wirklich

 

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Wer will, kann sich nachfolgend eines meiner (grausamen) Kicks samt Elferschießen gegen die KI anschauen :D

 

 

Gamescom: Wenn Erwachsene zusammen Heu schaufeln...

schildaWo kann man Männer in Ritter-Rüstungen bei der Heu-Ernte beobachten, während nebenan Messi einen seiner berühmten Sololäufe ansetzt und wieder ein Stück weiter  eine Manga-Figur wild herumballert? Klar - auf der Gamescom in Köln. Vom Ego-Shooter über die obligatorischen Sport-Adaptionen, über den Bienen-Simulator (!) bis hin zu Jump-n-Run, all das wird derzeit wieder in der Kölnmesse präsentiert. Top-Titel (nein, nicht der Bee Simulator) gibt es en masse: 

EA Games stellt mit "Battlefront V" den neuesten Ableger der erfolgreichen Shooter-Serie vor. Mit "Shadow of the Tomb Raider" und "Destiny 2: Forsaken" sind weitere Titel am Start, deren Grafik dem Fotorealismus so nah kommt, wie kaum ein Spiel zuvor. Auch die beiden Dauer-Rivalen um den Titel des Fußball-Platzhirschen, "Fifa 19" und "Pro Evolution Soccer 2019" sind spielbar.

Am Stand zum aktuellen Mega-Hit "Fortnite" kann man mit Drahtseil-Rutsche oder Lama-Rodeo allerhand Action live erleben - alles für ein paar Online-Goodies. Offline-Geschenke gibt es - im Gegensatz zu früheren Jahren kaum noch. 

Blizzard Games liefert mit dem kürzlich erschienenen Addon "Battle for Azeroth" zu "World of Warcraft" sowie der Umsetzung von "Diablo III" für die Nintendo Switch gleich zwei gute Gründe, dem "Stand" (eine halbe Messehalle) einen Besuch abzustatten - es sollen zudem weitere Inhalte für "Heroes of the Storm" und "Overwatch" angekündigt werden.

Und dann wäre da noch die heißersehnten Titel "Cyperpunk 2077" und "Fallout 76". Während ersteres nur einer handverlesenen Gruppe hinter verschlossenen Türen präsentiert wurde, gibt es zu "Fallout 76" am Stand von Bethesda ein gut 20-minütiges Video zu sehen, in dem neben den ersten Gameplay-Szenen auch die gewohnten Vault-Tec-Sicherheitsclips nicht fehlen. Das Spiel wird als reiner PvP-Titel erscheinen, alle Charaktere im Spiel sind echte Mitspieler - so holt man sich das rummelige Gamescomflair bestehend von tausenden Gleichgesinnten in die eigenen vier Wände. 

 

Wie das Previewbattle zwischen Fifa 19 und PES 2019 ausgegangen ist? KLICKT HIER!

 

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Review: F1 2018 (PS4)

formula-uno-2018-f1-2018-ps4-headline-edition-preventa-24-08-D NQ NP 737866-MPE27711029688 072018-FF1 2017 war vielleicht die beste Formel 1-Simulation aller Zeiten. Kein Wunder, dass die Frage, warum man jetzt die 2018er Version zwingend benötigt, aufkommen muss. Codemasters hat auch in diesem Jahr wieder ein mehr als überzeugendes Pneu-Paket geschnürt - so viel vorab. Die Grafik ist absolut überragend, die Fahrphysik stimmig, die Gegner auf die niedrigsten Stufen weiterhin idiotisch und die Regelauslegung dementsprechend ebenfalls. Wenn mir von hinten einer reinrast, bekomme fast immer ich die Verwarnung. Zur KI: Selbst bei niedrigsten KI-Einstellungen sind die Gegner bockstark. Das ist - zumindest mir als Gelegenheitsrennfahrer -deutlich too much. Top: Insgesamt 20 Classic-Cars sind im Spiel, das sorgt für Abwechslung, auch, da Showrennen mit diesen Boliden zu den außersaisonalen Ereignissen im Karriemodus gehören. Klar, das Game wurde auf die aktuelle Saison angepasst, alle Fahrer sind dabei, der Hockenheim-Ring erlebt sein Comeback.

En détail bleiben dennoch recht wenige Argumente für einen Neukauf, wenn man die letztjährige Version bereits besitzt. Überarbeitet wurde zum Beispiel der Karrieremodus. Da geht es jetzt realistischer zu, in dem der Fahrer im Karrieremodus den durchaus unbequemen Fragen einer Journalistin ausgesetzt wird. Ein schöner Atmo-Bonuspunkt, mehr aber auch nicht, denn die Fragen wiederholen sich so häufig, dass es nur am Anfang Spaß bereitet.

Ebenfalls kritisch: Manche der Fragen, die unter Zeitdruck beantwortet werden müssen, sind sehr lang, so dass man es kaum schafft, sie zu lesen, bevor die Zeit abgelaufen ist.

Technisch ist alles tiptop und auch die Fans von peniblen Einstellungsdramen kommen auf ihre Kosten. Fast jede Schraube ist anpassbar, jede technische Spielerei vorhanden. Wer nicht Formel 1-affin ist, sollte vorher einen kleinen Wikipedia-Lehrgang zu den technischen Termini a la DRS oder ERS belegen. Über 100 Verbesserungen der Wagen sind in den vier Bereichen Strapazierfähigkeit, Chassis, Aerodynamik und Antrieb möglich, das kann in Arbeit ausarten. Muss es aber nicht, da das Spiel den Fahrer gut unterstützt, die Fahrhilfen zudem individuell anpassbar sind.

Neu ist natürlich der Halo-Bogen, der die Wagen den Vorgaben der FIA entsprechend aus Sicherheitsgründen verunstaltet. Vor allem in der Cockpit-Perspektive nervt das Ding gewaltig, wofür Codemasters natürlich nix kann. Zum Glück kann man auch jede Kamerasicht prima anpassen. Warum ich aber immer noch nicht in der Boxengasse selbstständig fahren darf und auch ohne Sprit nicht stehenbleibe, weiß ich auch nicht...

 

Fazit: Spitzen F1-Simulation mit Abzügen in Detailfragen

 

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Review: Vampyr

81SkQ1MPvmL. SL1500 Dontnod hat mit "Life is Strange" eines der besten Indie-Spiele der letzten Jahre veröffentlicht, jetzt wagt sich das Studio an ein Action-Rollenspiel. In "Vampyr" erkundet man das London des frühen 20. Jahrhunderts, ein von der spanischen Grippe arg gebeuteltes London. Der Spieler ist ein zum Vampir gewordener Militärarzt. Man muss sich erst einmal einleben, denn das Dasein als Vampir ist kein Zuckerschlecken. Allerhand Kreaturen trachten einem nach dem untoten Leben und jede Entscheidung (beiß ich die Ratte oder saug ich den armen Menschen aus?) hat Konsequenzen im Spiel. Bewahrt man sich seine Menschlichkeit oder will man gänzlich zum Fürsten der Finsternis werden?

Für echte Vampirfans ist das Spiel auf jeden Fall eine Empfehlung, auch, wenn einem oft die technische Seite zum Teil die Freude am Durchstreifen des faszinierend dargestellten Londons vermiest. Die Grafik ist derart schwach, dass man den Eindruck hat, auf der PS3 zu spielen. Für Hightech-Fetischisten ist das also schon einmal nichts. Der Sound hingegen reißt vieles wieder raus, denn die komponierte Musik lässt schaudern und passt hervorragend zum Setting. 

Die Steuerung ist nicht immer präzise (vor allem in den vielen Kämpfen), doch mit etwas Übung durchaus im grünen Bereich. Wer Vampyr spielen will, muss sich auf einen Wust an Dialogen einstellen. Hier kann (und sollte) man stundenlang mit den vielen Bürgern der Stadteile reden - wenn man sie nicht gerade von ihrem Blut befreit. 

Dontnod hat vieles richtig gemacht und einige interessante Entscheidungen getroffen. So gibt es pro Spiel nur einen einzigen Speicherstand, so dass man absolut mit einmal getroffenen Entscheidungen leben muss. Etwa 20 Stunden entspinnt sich die Story um den Vampir-Doktor Reid. Einige Dinge sind aber schlichtweg ärgerlich und einem Rollenspiel nicht würdig. So kann man einfach überall irgendetwas mitgehen lassen, fremde Tagebücher und Briefe lesen - ohne, dass die Besitzer sauer werden. Warum? Ich weiß es nicht, dem Gameflow hilft das auch nicht wirklich und dem Realismus ist es wenig zuträglich. Auch nerven die immer gleichen Wege (die zum Teil sehr lang sind). Warum kein Schnellreisesystem? 

Unterm Strich ist Vampyr ein tolles und gleichzeitig ärgerliches Spiel. Die Atmosphäre und Grundidee, ja auch die Kämpfe sind ganz stark, die technische Umsetzung oftmals ein Graus. Vampir-Fanatiker müssen aber trotzdem zugreifen.

 

Fazit: Flotte Kämpfe, grandioser Soundtrack, gute Atmosphäre - schlimme Grafik

 

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Review: AO Tennis vs Tennis World Tour

tennis2Jahrelang mussten Tennis-Fans die alte PS3 entstauben, um mit Top Spin oder Virtua Tennis Wimbledon auf die heimischen Flachbildschirme zu zaubern, nun kommen mit AO Tennis International und Tennis World Tourgleich zwei Tennis-Spiele in einem Monat heraus. Unser schneller Tie-Break enthüllt, welches davon brauchbar ist.

 

Aufschlag AO: Weniger Lizenzen, dafür eine breite Onlinebasis und eine Community, die Spieler von Ivan Lendl bis Boris Becker bereits modelliert hat. Dazu kann man eigene Stadien bauen und individuelle Kleidung erstellen. Return von Tennis World Tour: Das Online-Spiel ist noch gar nicht möglich, die eigene Spieler erstellt man mit einer jämmerlichen Handvoll Optionen. Laut Aussagen des Entwicklers ist das Spiel bislang zu 20 Prozent fertig (!). 2019 soll es dann endlich die 100 Prozent erreichen. Erbärmlich. 1:0 AO.

 

Aufschlag TWT: Die Spieler bewegen sich recht realistisch über den Platz, die Volleys sehen gut aus, das Spielgeschehen wirkt jedoch irgendwie automatisch. Einen Ball ins Seitenaus zu schlagen ist nahezu unmöglich. Return AO: Die Volleys sehen hölzern aus, das Timing der Schläge hinzubekommen ist eine Herausforderung. Bälle landen oft im Aus. In der ersten Version konnte man mit einem Stopball jeden Ballwechsel (!) gewinnen. Das wurde aber gepatcht und deshalb geht trotz der zum Teil hölzernen Animationen auch dieser Punkt an AO. 2:0.

 

Aufschlag TWT: Der Sound wurde schnell gepatcht. In der ersten Variante fehlte das Klatschen der Zuschauer völlig. Auch nach dem Patch gleicht dieser einem Erstrundendebakel. Dass man John McEnroe als Kommentator gewinnen konnte, hätte gut sein können, in der Tat könnten seine sehr wenigen Wortfetzen peinlicher nicht sein. Auch die Schiedsrichterstimmen klingen unrealistisch, die Rufe der Balljungen ebenfalls. Return AO: Die Atmosphäre ist solide, die Zuschauer gehen gut mit bei spektakulären Ballwechseln, die Schiedsrichter klingen deutlich authentischer. 3:0

 

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Aufschlag AO: Die Grafik bei AO ist ein wenig angestaubt, die Spieler wirken jedoch nicht ganz unecht wie die Wachsfiguren aus TWT. Insgesamt sehen die Spiele in TWT besser aus, die Untergründe wirken bei beiden nicht so prall. Es staubt keine Asche, es fliegt kein Gras. Trotzdem: Punkt für TWT. 3:1

 

Aufschlag AO: Das Onlineplay ist auch Wochen nach Veröffentlichung bei TWT schlichtweg nicht vorhanden. 4:1.

 

Aufschlag TWT: Mit zahlreichen Lizenzen (u.a. als Classicplayer Agassi und John McEnroe) hätte TWT die Nase vorn, doch irgendwie wirkt auch das nicht zu Ende gebracht. Spieler wie Nadal, Djokovic, Murray fehlen, alle Spieler sind scheinbar gleichstark. Aufschlagspezialisten erkennt man nicht als solche. Return AO: Die Lizenzen sind spärlich (immerhin kann man die Australien Open nachspielen), doch die lebhafte Community sorgt für Abhilfe. 5:1

 

Aufschlag TWT: Ob Hartplatz, Rasen oder Sand - niemals merkt man einen Unterschied. Alles spielt sich wie angemalter Beton. Bei AO? Ist es nicht besser. Keine Punkte. 5:1

 

Aufschlag AO: Das Doppelspiel ist rasant und gerade mit vier Leuten an der Konsole ein ziemlich hektisches Match. Das Doppelspiel bei TWT ist... nicht vorhanden (die 20 % ...) 6:1

 

Aufschlag AO: Der Karrieremodus ist spärlich aber solide. Gleiches gilt für TWT. Punkte für beide 7:2 Game Set and Match AO Tennis.

 

Fazit: AO Tennis gewinnt klar gegen Tennis World Tour- echte Fans sehnen sich weiter nach einem echten Top Spin für die PS4

 

 

AO Tennis

 

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Tennis World Tour

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Review: Detroit - Become Human

detroit-become-human 6029161Wer David Cage kennt, seine Epen wie "Heavy Rain" schon einmal gespielt (und gemocht hat), weiß, dass der Franzose seine Games gerne cineastisch und mit vielen verschiedenen Möglichkeiten, sie zu verändern und beenden, ausstattet. Wer David Cage kennt, weiß aber auch, dass sich die spielerischen Elemente mehr auf das Drücken des richtigen Knopfes im richtigen Moment beschränken als alles andere. Das ist in "Detroit - Become Human" nicht anders. Darauf muss man sich einlassen können, muss verstehen, dass das Genre interaktiver Film hier besser passt. 

Wenn man das alles vorher weiß, bekommt man mit "Detroit" den besten Titel für die Playstation seit langer Zeit. 

Die Story ist nicht so komplex wie die Varianten, die sich entwickeln können. In fast jedem Bereich der Gesellschaft werkeln den Menschen sehr realistisch nachempfundene Androiden. Ob als Haushaltsroboter, Pflegekräfte oder Kassierer - Detroit ist von dem verblühenden Glanz der Autostadt zur Androidenmetropole geworden. Im Gegensatz dazu verlieren natürlich viele Menschen ihre Arbeit - an die Roboter. Der Spieler übernimmt abwechselnd die Kontrolle über die drei Cyberlife-Maschinen Markus, Connor und Kara und erlebt aus deren Perspektive den Zustand der Gesellschaft. Kara und Markus sind Abweichler, sie entwickeln ein eigenes Bewusstsein und glauben menschliche Emotionen zu erleben. Der dritte spielbare Charakter, Connor, ist ein Prototyp, der bei Polizeieinsätzen helfen sol und von der Firma Cyberlife geschickt wird, um die Abweichler zu fangen. Blade Runner stand hier also nicht nur ein wenig Pate.

Insgesamt hat "Detroit" Unmengen von popkulturellen Sci-Fi-Referenzen. Dennoch erschafft David Cage eine eigene, wenn auch nicht komplett neue Utopie/Dystopie, die den Spieler sofort in seinen Bann zieht. Man kann nach jedem Kapitel in einem Ereignisbaum "nachschlagen", wo man einen anderen Weg hätte einschlagen können und darf in verschiedenen Speicherpunkten erneut einsteigen. Ich würde empfehlen das Spiel aber erst einmal mit allen Konsequenzen zu Ende zu spielen, um dann weitere Wege zu ergründen. Allein für Kara habe ich im Nachinein fünf sich unterscheidende Enden finden können. Stark. 

Grafisch ist der Titel ebenfalls absolute Oberklasse, was auch für den Soundtrack gilt. Für jeden Charakter wurde ein eigener Komponist engagiert, die Stimmung des Spiels ist atemberaubend. Detroit - become Human ist trotz einer Brillanz wie Heavy Rain (und trotz einiger Logiklöcher und Klischees) David Cages bester Titel. Ein Spiel, das auf jede Playstation gehört, ein Spiel, das fasziniert und nachdenklich macht.

 

Fazit: Das beste Spiel der letzten Jahre - wenn man an der Playstation auch mal nachdenken will

 

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Review: Burnout Paradise

Burnout-Paradise-Remastered-Box-ArtIch gebe es zu: Ich bin ein hemmungsloser Raser. Ich habe am Steuer der Burnout Paradise-Boliden damals mehr Zeit verbracht als in meinem echten Auto. Nun ist der Arcade-Raser der Extra-Klasse zurück: Als remasterte mit allen DLCs. Mit dabei sind also: 

 

- Cagney (zusätzliche Challenges und Online-Rennen)
- Party Park (Multiplayer-Herausforderungen, bei denen der Controller weiter gereicht wird)
- Burnout Bikes (Motorräder und Tag/Nacht-Zyklus kommen ins Spiel)
- Boost Specials (zwei neue Fahrzeuge mit einzigartigen Boost-Systemen)
- Legendary Cars (4 "Kultautos", z.B. eine Hommage an den DeLorean aus Zurück in die Zukunft)
-Toys (8 Spielzeug-Autos und ein Spielzeug-Motorrad)
- Cops and Robbers (Verfolgungsrennen und "Capture the Flag", Polizeitautos)
- Big Surf Island (komplett neuer Stadtbezirk)

 

Doch taugt das was? Zehn Jahre später? 

Zehn Jahre ist es her, dass EA mit Burnout Paradise den meiner Meinung nach besten Arcade-Raser aller Zeiten in die Läden gestemmt hat. Da das Spiel so mega war, hatte ich gehofft, dass man spielerisch einfach gar nichts veränderte bei der Neuauflage. Und siehe da: EA hört auf mich (*hüstel). Verändert wurde natürlich die Grafik. Der Wahnsinnsspeed des Games erstrahlt in schickem 4K und mit 60 FPS.

Das Spiel ist und bleibt der Racer mit dem besten Geschwindigkeitsgefühl. Es gibt 100 Offline-Rennen in verschiedenen Kategorien, 130 verschiedene Karren, kann online gezockt werden (nur acht gleichzeitig in einer Session).

Wenn zu Beginn Guns 'n' Roses Paradise City erklingt, ist es plötzlich wieder 2008 und man ist sofort mitten drin, während DJ Atomica einem die Leviten liest. Einfach nur mega! Die alten (wenigen) Nervfaktoren sind aber auch geblieben.

Der Fahrzeugwechsel ist weiter sperrig, die Richtungswechsel weiter seeeehr spät im Bild. Auch wirken die Städte etwas leblos, doch eigentlich ist das Game eh zu schnell, um sich um Fußgänger kümmern zu können. Aber: Burnout Paradise ist zehn Jahre später immer noch besser als jedes Need for Speed seit 2006 (Most Wanted) und das ist die eigentliche Sensation.

 

Fazit: Auch zehn Jahre später (noch und wieder): der König der Funracer

 

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Review: UFC 3 (PS4)

8114AszGUKL. SL1500 Als der irische UFC-Megastar Conor McGregor im letzten Jahr im (Box-) Showkampf des Jahrzehnts von Floyd Mayweather nach allen Regeln der Boxkunst verdroschen wurde (der "Pretty Boy" will übrigens scheinbar einen Rückkampf gegen Conor McGregor – dieses Mal als UFC-Fighter. Das deutet er zumindest mit einem Video auf Instagram an), haben viele Sportfans auf dem Planeten die Mixed Martial Arts zum ersten Mal so richtig ernsthaft wahrgenommen.

Für EA Sports ist das schon länger ein Thema, mit UFC 3 kommt nun eine komplett überarbeitete neue Fassung heraus, die einmal mehr den Super-Iren in den Mittelpunkt rückt. 

Dabei wurde im Vergleich zum Vorgänger die Steuerung überarbeitet und die Animationen deutlich verbessert. Jeder Punch, Kick, Block und Konter wurde mit modernster Technik nachgebildet. Im Octagon wird mit Dreieck, Quadrat geschlagen, während Kicks mit Kreis und X ausgeführt werden. In Kombination mit den Schultertasten ist es möglich Haken oder Tritte an den Kopf auszuführen. Einfach ist das hingegen alles nicht, wenn man kein erfahrener UFC-Veteran ist und das ist gut so, bildet es doch ab, dass MMA durch aus vielschichtiger Sport ist. 

Auch der Karrieremodus ist nun richtig fett:

Es gilt Hype zu erzeugen, neue Fans zu ködern, und vor allem Rivalitäten anzuzetteln, um die Welt auf sich aufmerksam zu machen. An Spieloptionen mangelt es mal wieder nicht, Ultimate Team ist natürlich ebenfalls am Start, eigene Turniere können entworfen werden und vieles mehr Was gar nicht geht?

Der deutsche Kommentar! Gruselig. Dazu ist das Aufgabesystem immer noch ein Frustfaktor und sehr schwer auszuführen (man muss mit dem rechten Analogstick versuchen zu entkommen, das ist aber unglaublich hakelig und schwer auszuführen), auch, wenn eine einfachere Varainte mittels X-Tastenterror angeboten wird (einfach nur stumpf auf den Button hämmern). 

 

Fazit: Spaßiges MMA-Gekloppe mit leichten Problemen bei der Steuerung

 

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Review: Die Sims 4 (PS4)

81kz-XfzTGL. SL1500 Mein alter Ego schläft im Clownskostüm und fängt an zu heulen, wenn die Frau vom Cateringservice beim ersten Date doch lieber auf der Couch statt mit ihm im kuscheligen Bett nächtigt... willkommen in der wunderbaren Welt der Sims. Es mutet grotesk an, dass dieser Titel so viele Jahre auf PC oder Mac Zuhause war und eine Konsolenumsetzung bis ins Jahr 2017 gedauert hat. Die ist nun da und das alte Sims-Feeling stellt sich sofort wieder ein. Warum räumt der Depp seinen Essensteller nicht selber weg? Das stinkt doch nach zwei Tagen.

Oft sind sie störrisch, die Sims, doch es gibt auch wundervolle Momente: Etwa, wenn er sich selbstständig einen Job sucht. Ob Schriftsteller oder Astronaut, hier ist wieder fast alles möglich. Was man bei den Sims alles anstellen kann, haben wir hier auf ROCKNROLL-REPORTER ja schon lang und breit erzählt (z.B. HIER oder HIER oder HIER). Wichtiger: Wie gut ist es für die Konsole umgesetzt? Und da muss man sagen, dass man die Bedenken, die wohl beim Entwickler jahrelang gegen eine Konsolenveröffentlichungen geherrscht haben, nachvollziehen kann. 

Die Steuerung mittels Gamepad ist im besten Fall gewöhnungsbedürftig. Viel zu oft "flitscht" der Cursor an die falsche Stelle, zu häufig verliert man den Überblick beim wilden Kameraschwenk oder Zoom. Was schade ist, denn das Spiel hat auch im Jahr 2017 rein gar nichts von seiner Faszination eingebüßt (auch, wenn Sims 3 das deutlich bessere Spiel war). 

Es könnte alles gut sein. Man kann natürlich sein Traumhaus bauen, perfekt nach Feng Shui einrichten, doch die starre Steuerung macht einem oft einen Strich durch die Rechnung, so dass am Ende der Griff zum PC lockt. Wie schon bei Cities XXL zeigt sich, dass ein Gamepad für solche Simulationen schlichtweg nicht geeignet ist. Wer es dennoch wagen will, bekommt von uns ein wenig Startgeld:

Um in der PS4- und Xbox One-Version von Die Sims 4 cheaten zu können, muss man erst eine bestimmte Tastenkombination eingeben: Auf der PS4 ist das R1 + R2 + L1 + L2 und auf der Xbox One LB + LT + RB + RT. Dann öffnet sich das Cheatfenster, dort gibt man "testingcheats on" (ohne Anführungsstriche) ein. Dadurch werden alle Cheats freigegeben. Anschließend kann es losgehen:

 

Help - Übersicht über alle Cheats
kaching - 1.000 Simoleons 
rosebud - 1.000 Simoleons 
motherlode - 50.000 Simoleons 
FreeRealEstate on - Alle Immobilien kostenlos
FreeRealEstate off - Alle Immobilien kosten ihren ursprünglichen Preis

 

Fazit: Gutes Spiel - schlechte Steuerung

 

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Review: Star Wars Battlefront II

0d0e2ea29db8f83a445427d9e40cdee5Schon vor dem Spielstart sorgte Star Wars Battlefront II für mächtig böses Blut: Harsche Kritik der Fans an Lootboxen und Echtgeld-Mikrotransaktionen bestimmten die Presse. Das ist erst einmal nichts Neues, neu hingegen ist die Reaktion des Entwicklers.  Dice hat sich entschieden, das ganze System vorerst ins All zu katapultieren, sprich zu streichen. Pünktlich zum offiziellen Launch des Spiels am 17. November gibt es keine Möglichkeit mehr, im Spiel echtes Geld für Ingame-Währung auszugeben. Leider wird das nicht dauerhaft der Fall sein: Die Mikrotransaktionen sollen reaktiviert werden, wenn das Balance im Spiel stimmt. 

Doch kommen wir zum Review: Nach dem schön anzusehenden ersten Teil, der Einzelspieler genau fünf Minuten fesseln konnte (es fehlte eine Single-Player-Kampagne), gibt es nun endlich einen Solo-Teil. Der ist sogar sehr cool: Endlich erhält man mal Einblick in die Gefühlswelt der Kämpfer des Imperiums. Der Spieler ist Iden Versio, eine Elite-Kämpferin der dunklen Seite. Die gibt es "wirklich", sprich: wir haben es hier mit Kanon zu tun. Zu Beginn des Spiels sitzt die sensationell aufregend animierte Iden in einer Zelle der Rebellen. Mit Hilfe ihres kleinen Rucksack-Druiden (den der Spieler zum Start steuert) entkommt die Gute. Ob man mit Iden schleicht und im besten Imperiums-Style hinterrücks agiert oder Ramboesk mit dem Kopf, äh, Blaster durch die Wand will - alles ist möglich. Die Kampagne lässt den Spieler auf Endor den Todesstern explodieren sehen. Allein das ist atemberaubend. Im Verlaufe der viel zu kurzen Single-Player-Kampagne (maximal fünf Stunden dauert das Spektakel) verlässt man leider zu häufig den Körper der Kämpferin - und wird beispielsweise zu Han Solo oder Luke Skywalker und spielt aus deren Sicht weiter. Leider? Wenn man mit den Helden spielen kann? Ja, leider! Denn: Die Story um Iden Versio könnte wirklich richtig spannend sein, wenn man sich auf diesen Charakter konzentriert hätte. So bleibt sie nur eine Nebenrolle. Spielerisch ist alles töfte, die Feuergefechte erscheinen etwas simpel, machen aber Spaß. Die Sternenkarten, mit denen man im Vorgänger bestimmte Kampfeigenschaften freischalten konnte, gibt es jetzt auch im Single-Player - sind aber Unfug. Man kann immer nur einige wenige gleichzeitig aktivieren, was komplett unlogisch ist. Entweder hat eine Person eine bestimmte Fähigkeit oder nicht. So muss man sich vor einer Mission entscheiden, ob man beispielsweise toll mit Handgranaten umgehen kann oder Energiestöße verteilen will. Das ist so, als würde man Lionel Messi sagen, er müsse sich vor dem Spiel entscheiden, ob er im anstehenden Match gut dribbeln oder schnell laufen will. Mumpitz also.

Zur Präsentation: Wow - wow - Oberwow! Grafisch ist SWB II absolut traumhaft, die Soundkulisse generös und man kommt aus dem Staunen nicht heraus. 

Neben der Kampagne gibt es auch für Einzelspieler den Arcade-Modus. Das sind kurze Einsätze ohne Handlung im Körper von Luke, Han, Darth Vader oder Leia. Das Ganze fühlt sich an wie Multiplayer ohne Freunde. Der echte Multiplayer macht dann doch durchaus etwas Spaß. Es gibt riesige Karten, man kann Tie-Fighters, X-Wings und den Falken fliegen. Wer Teil eins kennt, weiß aber auch schon genau, was ihn erwartet. 

Das Fazit ist dann dochein trauriges: Die tolle Kampagne zeigt, dass das Potential für ein großes echtes Single-Player-Star Wars-Spiel da ist und das auch überreif ist. In dieser Form hat man fünf Stunden durchaus Spaß als Einzelspieler, das Gefühl, dass hier Großes verpasst wurde, schwebt aber stets über den Konsolenkämpfer wie der X-Wing über dem Sumpf auf Dagobah.

 

Fazit: Verschenktes Solo-Potential, sensationelle Grafik, handelsüblicher Multiplayerpart

 

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Review: Wolfenstein 2 - The new Colossus (PS4)

81rBOjbJ3yL. SL1500 Ne, was haben wir alle wie die Irren Castle Wolfenstein und später Wolfenstein 3D (HIER findet Ihr ein komplettes Playthrough)  gespielt. Als Jugendlicher war der Kick natürlich, dass man böse Nazis und am Ende den alten Adolf um die Ecke bringen konnte. Verrucht und verboten, toll. Das Reboot von Wolfenstein vor einigen Jahren (HIER) wurde dann natürlich megazensiert in Deutschland veröffentlicht. Während man in jedem Schrottfilm aus der Grabbelecke Hakenkreuze und Naziuniformen ohne Ende sehen darf, ist das in deutschen Computerspielen weiterhin verboten. Schwachsinn, spricht es doch der Branche ab, Kunst zu produzieren. So muss auch Wolfenstein II: The New Colossus ohne ein stimmiges Ambiente in Deutschland auskommen, die Nazis sind schlichtweg das Regime. Braucht ein Spiel Nazisymbole, um gut zu sein? Nein! Könnte die Atmosphäre besser sein, wenn die deutsche Fassung (die übrigens ansonsten nicht geschnitten ist, sprich: Blut, Blut, Blut  und noch mehr Blut ist kein Problem) wirklich authentisch wäre? Auf jeden Fall, weshalb ich hier per se einen Punkt abziehe (bei den UK/US-Fassungen diesen dann einfach drauf rechnen!). Zum Spiel: Wolfenstein 2 führt die Spieler in das vom Regime kontrollierte Amerika, um die mutigsten Anführer des zerschlagenen Widerstands zu vereinen und sich gemeinsam den Faschisten entgegenzustellen. Die Spieler müssen alle Register ziehen, um ikonische amerikanische Schauplätze wie die Kleinstadt Roswell in New Mexico, das unter Quarantäne stehende New Orleans und das durch eine nukleare Explosion verwüstete Manhattan den Amerikanern zurückzugeben. Wer das vorige Abenteuer gespielt hat, weiß Bescheid: In der Rolle von B.J. „Terror-Billy“ Blazkowicz müssen die Spieler eine zusammengewürfelte Gruppe von Widerstandskämpfern vereinen, um das Regime ein für alle Mal aus Amerika zu vertreiben. Grafisch ist Wolfenstein 2 bombastisch, spielerisch bockschwer (selbst auf den einfachen Leveln) und inszenatorisch eine echte Wucht. An Ideen mangelt es ebenfalls nicht. So ruckelt man im ersten Level im Rollstuhl sitzend durch das Level und meuchelt einen Nazi nach dem anderen. Der Humor kommt übrigens auch niemals zu kurz, trotz der ganzen Brutalität. Stark. Die Waffen sind wahnwitzig: Mit dem Laserkraftwerk, einer vielseitigen Hochleistungs-Laserwaffe, pulverisiert man die Gegner zu Asche, mit dem Dieselkraftwerk hingegen werden ganze Gegnergruppen ins Nirwana gejagt. Unterm Strich bleibt an grandioser Ego-Shooter, der kaum ein Auge trocken lässt. Schade, dass Computerspiele immer noch nicht als Kunstform akzeptiert werden.

 

Fazit: Toller Ego-Shooter, der in der deutschen Fassung unter atmosphärischen Störungen leidet. 

 

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81SGi-FO-zL. SL1500

Gewinnspiel: Mittelerde - Schatten des Krieges

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Auf geht's ins Tolkien-Universum: Mittelerde: Schatten des Krieges bietet auf PS4 und XBOX One eine epische, offene Welt, die vom preisgekrönten Nemesis-System zum Leben erweckt wird. Es gilt  in den Feuern des Schicksalsbergs einen neuen Ring der Macht zu schmieden, Festungen in gewaltigen Schlachten zu gewinnen und  Mordor mit seiner ganz persönlichen Ork-Armee zu beherrschen. 

Mittelerde: Schatten des Krieges ist der Nachfolger des mit über 50 Awards preisgekrönten Bestseller-Tophits Mittelerde: Mordors Schatten, und setzt die actionreichen Abenteuer des Waldläufers Talion und des Rachegeistes Celebrimbor fort, die sich nun hinter den feindlichen Linien durchschlagen müssen, um eine mächtige Armee aufzustellen, und ganz Mordor in den Krieg gegen den Dunklen Herrscher Sauron zu führen.

 

Zu diesem Epos verlosen wir gleich zwei Pakete für die unterschiedlichen Systeme:

 

Paket 1 beinhaltet 1x Spiel für XBO, 1x Flaschenöffner, 1x Notizbuch, Paket 2

1x Spiel für PS4, 1x Flaschenöffner, 1x Notizbuch

 

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Wer gewinnen will, wird bis zum 1. November 2017, Fan unserer Facebook-Seite und schickt uns eine Facebook-Message mit dem Stichwort "TOLKIEN" oder (wenn er schon Fan ist) schreibt eine Email mit der Betreffzeile "TOLKIEN" an unsere Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ! Wichtig: Schreibt dazu, welches der beiden Pakete Ihr gewinnen wollt.

Hinweis: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Angezockt: The Evil Within 2 (PS4)

The Evil Within 2 ps4 frontcover-01 1496837647Fortsetzungen sind nicht nur in Hollywood Gang und Gebe, die Spielebranche übertrifft die Filmemacher in dieser Beziehung um ein Vielfaches. The Evil Within hat uns damals nicht recht begeistern können, trotzdem schauen wir uns den Nachfolger natürlich an. Und, die gute Kunde: der zweite Teil ist wesentlich besser als sein Vorgänger. Der Spieler ist natürlich wieder Detective Sebastian Castellanos. Und der hat alles verloren, auch seine geliebte Tochter Lily. Doch als Mobius (eine Organisation, die sich vor der Öffentlichkeit verbirgt und aus den Schatten heraus die Ereignisse manipuliert) ihm die Gelegenheit bietet, seine verloren geglaubte Tochter zu retten, muss er sich mit dieser mysteriösen Organisation, die sein altes Leben zerstört hat, zusammentun. Einmal mehr muss Sebastian in eine ihrer schrecklichen Schöpfungen hinabsteigen: In der verstörenden Welt der Kleinstadt Union ist sein Verstand seine mächtigste Waffe gegen die lauernden Schrecken – und Erlösung ist nur tief im Inneren des sogenannten STEM (eine Maschine, die den Verstand seiner Nutzer zu einer alternativen Welt verwebt) zu finden. So weit, so wenig begeisternd, weil durchaus konfus. Den ersten Teil zu kennen, kann helfen, letztlich ist aber das Spiel auch ohne diese Vorkenntnisse vernünftig spielbar. Was man wissen muss? Der Detective bekommt also eine zweite Chance, seine verloren geglaubte Tochter zu retten. In der Albtraumwelt muss er dafür gegen Zombies und andere seltsame Kreaturen antreten, die lauern nämlich hinter jeder Ecke dieser bizarren Welt. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr variierend. Mal erledigt man große, schwere Gegner recht einfach, um eine Häuserecke weiter keine Chance im offenen Kampf gegen einen schlurfenden Zombie zu haben. Balance ist das Stichwort -  und die ist scheinbar nicht ideal in diesem Spiel. Grafisch ist so weit alles tutti, vor allem die Hauptperson ist sehr detailliert dargestellt. Andere Charaktere hingegen sehen oft ausgewaschen aus. Eine Anpassung an die PSPro wird es nicht geben, schade. Die Handlung mit der abgerissenen Kleinstadt erinnert an Silent Hill, aber das muss ja kein Nachteil sein. 

Die Steuerung ist wie schon im ersten Teil ein Problem, da durch die Kameraposition (leicht hinter der Schulter der Spielfiguren postiert) nicht immer eine gute Übersicht gegeben ist. Um in einem Raum etwas schnell zu erkennen, muss man sich so immer um die ganze eigene Achse drehen. Das geht besser und macht keinen Spaß.

Atmosphärisch ist das Spiel aber dann wieder richtig gelungen. Gruselsounds aus dem Controller, genügend Schreckmomente, immer wieder undurchsichtige Zwischenspiele, The Evil Within 2 könnte mit einer guten Steuerung ein Top-Spiel sein. So bleibt es wie auch schon Teil 1 ordentlicher Durchschnitt. Der Story-Trailer unten klärt Euch vielleicht etwas auf, was die Handlung angeht.

 

Fazit: Ordentlicher Grusel mit Steuerungsproblemen

 

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Review: Mass Effect Andromeda (PS4)

91dod92QhML. SL1500 Die Mass Effect-Trilogie ist passé (der letzte Teil erschien im März 2012), mit Andromeda hievt Bioware ein neues Kapitel der epischen Spielreihe in die Regale. Bereits im Vorfeld hatte es große Kritik gegeben, die Erwartungen waren riesengroß und vor allem alte Hasen unter den MA-Zockern können sich oftmals nicht mit dem neuen Spiel anfreunden. Die Probleme des Spiels sind dabei vor allem technischer Natur: Die Animationen sind ein wenig hölzern, die Lippensynchronität ist nicht gegeben, die deutsche Sprachausgabe ist nicht immer (aber oft) überzeugend (umstellen auf Englisch mit Untertiteln ist aber möglich). Dazu gibt es immer mal wieder (aber keineswegs so oft, wie viele Spieler in einschlägigen Foren vorgaukeln wollen) Lags auch im Solospiel. Bioware führt uns in die Andromeda-Galaxie fernab der Milchstraße. Dort suchen wir in einer feindseligen Galaxie nach einer neuen Heimat und kämpfen gegen eine tödliche Spezies, die alles daransetzt, uns auszuläöschen. 

Nimmt man die Nostalgiebrille ab und lässt sich auf MA Andromeda ein, erhält man ein bockstarkes Open World-Rollenspiel. Wer vorher - wie die RocknRoll Reporter - nicht viel mit der MA-Reihe zu tun hat, wird 90 Prozent der inhatlichen Kritiken nicht nachvollziehen können. 

Die PS4-Fassung ist nicht so verbuggt wie alle tun, die oben aufgeführten Probleme stören, zerstören aber das Erlebnis nicht.

Mass Effect Andromeda ist eine Mischung aus Skyrim und Star Trek: Das Besiedeln der Planeten, der Kampf gegen die zahlreichen Gegner macht genauso viel Spaß, wie die Detektivarbeiten ("Finden Sie den Saboteur") auf der riesigen Homebase, der Nexus, oder dem eigenen Schiff. Dialoge gibt es für viele Stunden, zwischenmenschliche Probleme müssen gelöst, Brücken zwischen verschiedenen Wesen geschlagen werden - kurzum: Das alles ist unglaublich umfangreich und ziemlich episch. 

Allein für das Folgen der Hauptstory muss man mehr als 50 Stunden einplanen, dazu gibt es so viele Nebenquest (und einen Multiplayerpart), dass man bis Weihnachten zu tun haben dürfte. Na klar, gibt es auch Ärgernisse: Die Teamkontrolle wurde beispielsweise auf die Positions- und Zielbefehle beschränkt, so dass es eigentlich egal ist, ob man seinen Mitstreitern im Kampf Befehle gibt.

Dafür entschädigen die vielen unterschiedlichen Welten - angefangen von einer staubigen Wüste bis hin zum ultratoxischen auseinandergebrochenen Planeten. Die Erkundung macht eine Menge Spaß. Grafisch ist MA Andromeda kein Toptitel, schlecht sehen vor allem die verschiedenen Landschaften jedoch nicht aus. Musik und Sound hingegen sind ziemlich stark.

Liest man sich die diversen Meinungen zu diesem Spiel durch, fällt auf, dass vor allem Fans der ersten drei Games bitter enttäuscht sind. Doch, wer dahin geht, wo noch niemand vor ihm war - nämlich in die Andromeda-Galaxie und versteht, dass Teil vier ein Neubeginn ist, wird begeistert sein.

 

Fazit: Tolles, episches Spiel mit einigen technischen Problemen

 

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Review: Dishonored 2 (PS4)

dish22012 war Dishonored, das Schleich und Attentatsspiel der französischen Softwareschmieder Arkane Studios ein echter Überraschungserfolg. Doch das ist vier Jahre her. Können die Franzosen mit dem Nachfolger nun an den Erstschlag anknüpfen? Dishonored 2 spielt 15 Jahren nach dem Vorgänger. Die einstige Thronerbin Emily Kaldwin wurde um ihr Privilieg, Kaiserin zu werden, betrogen und will nun Rache. Dabei hilft der junge Frau Ziehvater und Leibwächter Corvo Attano. Interessant: Man kann selber entscheiden, mit welchen Charakter man spielen möchte. Dabei spielen sich beide völlig unterschiedlich, was der Langzeitmotivation zugute kommt. Einen Koop-Modus gibt es hingegen nicht, würde dem Schleichspielprinzip aber auch entgegenwirken. 

Corvo spielt sich fast wie in Dishonored 1. Er kann die Wächter schleichend aber auch im furiosen Kampf bewältigen. Emily ist da eine ganz andere Nummer: Wer hier nicht schleicht und heimlich zu Werke geht, wird zwangsläufig häufig scheitern. Die Grafik wurde deutlich aufgebohrt, die Welt sieht wirklich sehr hübsch aus, wenngleich aktuelle Top-Titel wie Uncharted eindeutig die Nase vorn haben. Die Gegner agieren sehr indifferent. Mal strunzdumm, suchen sie in anderen Momente intelligent die ganze Gegend ab und machen es dem Spieler deutlich schwerer, sich zu verstecken, als noch im Vorgänger. Die Stadt Karnaca ist nun deutlich detaillierter und hat mehr zu bieten. 

Die Atmosphäre der Stadt ist sagenhaft, die Charaktere bleiben leider oft blass, genauso blass wie eher müde Story. Dennoch: Nach einigen ersten Stunden (in denen Dishonored 2 ein wenig zäh daher plätschert) wird das Spiel immer besser, das Leveldesign ausgeklügelter und übertrifft sogar das tolle Debütgame. Was nervt? Leider die Steuerung, die bewusst im 1st Person-Stil angesiedelt ist. Nicht immer ist die Bewegung am Gamepad so geschmeidig, dass man auch wirklich von einer Dachrinne zu nächsten hüpft, sondern wie ein Stein in die Gasse darunter plumpst. 

 

Fazit: Wie Dishonored 1 - nur noch besser. Problematisch bleibt die Steuerung.

 

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Review: WWE 2K17 (PS4)

91QYEqXY2uL. SL1500 Ich kenne den Muskelprotz auf dem Cover dieses Spiels (Brock Lesnar) nicht und ich schaue auch unter gar keinen Umständen irgendwelche Wrestling-Shows. Kurzum: Ich bin nicht die Zielgruppe für WWE 2K17. Deshalb sind für mich viele der Kritikpunkte, die durch die asozialen Medien geistern, nicht greifbar und auch nicht relevant. Rhyno? Harlem Heat? Die fehlen und alle meckern darüber. Das sei, als würde Ronaldo bei Fifa 17 nicht mitspielen, sagt der Kollege und ich verstehe, denke aber: Bei Pro Evolution Soccer fehlen seit Jahren fast alle echten Spieler. Trotzdem ist es ein Hit und wird hochgelobt. Äpfel und Birnen - sagt er.

Kommen wir zu dem, was ich objektiv beurteilen kann und möchte: WWE 2K17 macht einen Heidenspaß. Bevor ich nach einem kurzen Einstiegskampf mich ins Getümmel stürze, editiere ich zwei Stunden lang und erschaffe eigene Wrestler aus den tausenden von Möglichkeiten, baue eine eigene Arena, kreiere eigene Einlauf-Choreos - Wahnsinn. Die Möglichkeiten sind hier fast unbegrenzt und wären da nicht die langen Lade- und Wartezeiten würde das Ganze noch viel mehr bocken. Nachdem ich dann endlich den enormen Doctor Rübezahl (2,15 Meter, 156 Kilogramm) in den Ring geworfen habe, bekommt der Koloss von dem winzigen Enzo Amore so böse die Fresse poliert, dass ich am Realismus des Spiels zweifle. Äh, Realismus... Wrestling? Vergessen wir das also. Die Spielmechanik macht es einem nicht immer leicht, auch mit übermächtigen Superstars leicht zu gewinnen. Andererseits macht das aber auch den Reiz der Kämpfe aus: Es geht immer hin und her und besonders geil: Endlich kann ich im Publikum weiter raufen. Der Karrieremodus wurde aufgeborht und ich kann mit der Promo-Engine Fehden eröffnen und Allianzen schmieden. Die Spielmodi sind erneut sehr üppig, da ist vom 1vs1 bis zum 30 Leute hauen sich auf die Fresse alles dabei. Mir reicht es. Grafisch ist alles tacko (es wurde ein deutlicher Sprung zu den eher schlechten Darstellungen der Vorjahre gemacht), der Soundtrack wummert sehr abwechslungsreich zwischen Black Sabbath und irgendeinem Rap-Gedudel durch die Lautsprecher, und unterm Strich komme ich als Nicht-Fachmann auf meine Kosten und habe eine Menge Spaß an WWE 2K17. 

 

Fazit: Viel Spaß für Gelegenheits-Wrestler

 

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Review: Elder Scrolls Skyrim (PS4)

skyrElder Scrolls: Skyrim ist vielleicht das beste Spiel, das es jemals gab. Skyrim ist ein echtes Epos - von der schieren Größe der Spielwelt, über die Vielfalt der Aufgaben und dem Reichtum der Geschichte bis hin zu den actionreichen Kämpfen! Bethesda hat das beste Spiel aus der Elder Scrolls-Serie gebastelt.Auf der PS3 sorgte Skyrim für hunderte Stunden Spielpaß. Nun wurde das Spiel für die nächste Konsolengeneration neu aufgelegt. Neu bezieht sich dabei vor allem auf die Grafik. Die wurde deutlich aufgebohrt, ein Top-Grafik-Titel der PS4 ist es freilich nicht geworden, da war die Engine schon zu verstaubt. Dennoch: Wasser und Wettereffekte wurden derart aufgehübscht, dass man wie schon bei der PS3-Version einfach eimal minutenlang die Nordlichter beobachten möchte (siehe Foto unten). Die Story wurde nicht verändert, doch auch, wer diese bereits durch hatte, es gibt so viele Nebenquests, dass man getrost noch einmal von vorne beginnen mag. Beeindruckend ist bei Skyrim weiter, dass quasi alles möglich ist.

Einige Beispiel? Zaubertränke herstellen, Heiraten, Reisen, Kämpfen, zum Werwolf oder Vampir werden, sich als Dieb betätigen, Schwerter oder Rüstungen schmieden und und und. Dazu gibt es eine so dermaßen große Fülle an Missionen, dass das Spiel sicher für weit über 150 Stunden nicht langweilig wird. Die Kämpfe sind zu Beginn etwas zäh, vereinfachen sich aber mit gestiegener Charakterstufe deutlich, auch, wenn sie selbst dann noch kein Zuckerschlecken ist. Hier wird geschwitzt. Da ich einer dieser Menschen bin, die die Musik fast immer ausstellen, sagt die Tatsache, dass ich sie bei Skyrim für unverzichtbar für die Atmosphäre halte, bereits alles über deren Qualität aus. Was gibt es zu meckern?

Nicht viel: Die 3D-Weltkarte ist sehr hübsch anzuschauen, aber nicht immer leicht zu steuern. Desweiteren ist die eigentliche sehr gute Synchronisation von zu vielen Wiederholungen geprägt. Die Übersetzung fällt etwas sehr streng aus. Warum Riverwood unbedingt sklavisch übersetzt Flußwald heißen muss, entzieht sich meinem Verständnis. Die PS4-Fassung hat alle erhältlichen Erweiterungen an Bord und kann zudem auf die Mod-Unterstützung der PC-Freaks bauen. Erstmal aus der PS4 ist es möglich ein Spiel mit Mods zu bereichern. Volle Punktzahl

 

Fazit: Skyrim  ist und bleibt genial

 

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skywa

Review: Titanfall 2 (PS4)

81A82C07dqL. SL1500 Titanfall, die Zweite: Nachdem im ersten Teil nahezu keine Singleplayer-Kampagne existierte (es waren eher aneinander gereihte Multiplayer-Parts mit Bots) und so das Spielerlebnis komplett verwässert wurde, macht Respawn Entertainment es zwei Jahre später viel besser. Wieder sind wir ein Tita-Pilot (eine Art Mech-Gigant) und wieder können wir diesen mechanischen Gesellen auch verlassen, um im Shooter-Stil durch die Gegend zu rennen. Apropos Gegend: Die Grafik beim zweiten Fall der Titanen ist grandios, absolut State of the Art und beeindruckt mit authentischen Pflanzen und glitzernden Wassereffekten. Stark. Auch spielerisch geht Titanfall 2 gut von der Hand. Lediglich die Walljumps des Piloten sind etwas tricky, doch mit etwas Übung läuft's - im wahrsten Sinne des Wortes. Kommt man einmal nicht weiter, gibt es eine Art Geist, der einem den richtigen Weg weist. Sehr schön. Der blitzsaubere Single-Player-Teil macht eine Menge Spaß, hat eine plausible Story (in der der Titan allerdings charaktervoller ist als der Mensch) und ist ein Volltreffer. Online geht es wie schon im ersten Teil ebenfalls mächtig ab. Das Online-Spiel hat zudem den Vorteil, dass man es hier nicht mit der leicht bräsigen KI zu tun hat. Die meisten Gegner sind nichts anderes als Kanonenfutter. lediglich die Kämpfe Titan vs. Titan sind deutlich anspruchsvoller und sorgen für schweißtreibende Aktionen.

Unterm Strich ist Titanfall 2 ein Volltreffer, zudem eines der derzeit grafisch beeindruckendsten Games auf dem Markt.

 

Fazit: Volltreffer mit wunderschöner Grafik und scheppernden Mech-Fights

 

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Review: Mafia 3 (PS4)

81iz1c16feL. SL1500 Einmal auf links gedreht hat das Entwicklerstudio Hangar 13 die Mafia-Reihe mit Mafia 3. Waren wir in den ersten beiden Teilen noch überzeugte old-schoolige und vor allem italienische Mafiosi, ist nun alles ganz anders und wir trachten den europäischen Einwanderern nach dem Leben und übernehmen ihre Geschäfte. Wir, das ist der farbige Vietnam-Veteram Lincoln Clay, der in der fiktiven Stadt New Bordeaux (eindeutig New Orleans), Ende der 60er Jahre sich neben harten Geschäften auch mit einer ganzen Menge Rassismus beschäftigen muss. Nach Jahren des Kampfes in Vietnam kennt Lincoln Clay die Wahrheit: Familie ist nicht das, wo man hineingeboren wird, sondern das, wofür man stirbt. Wieder zu Hause in New Bordeaux will Lincoln seiner kriminellen Vergangenheit entfliehen. Doch als seine Ersatzfamilie, die schwarzen Gangster, von der italienischen Mafia verraten und ausgelöscht wird, gründet Lincoln auf der Asche der Vergangenheit eine neue Familie und schlägt eine Schneise der Rache und Vergeltung durch die Reihen der Verantwortlichen. 

Die Mafia-Reihe hatte immer schon etwas von GTA, nur mit dem spannenden Mafia-Setting. Das ändert sich auch mit Teil 3 nicht. Die Story wird famos erzählt, kann aber nicht von einigen Gameplay-Problemen ablenken.

Die Grafik ist eher unterdurchschnittlich und die KI leider strunzdumm. Ein Beispiel? Will man an einen Mafia-Boss muss man auf dessen Gelände stets eine wirklich große Anzahl an Beschützern ausschalten. Hat man einen angelockt (ein kurzer Pfiff reicht) und diesen um die Ecke gebracht, kommt irgendwann der nächste. Fast nie kommen zwei, drei, um zu sehen, was los ist. So kann man mit etwas Geduld und ohne große Ballerei ein Areal säubern, bevor man zum Boss schleicht. Schwach. Dennoch macht Mafia in vielen Momenten durchaus Spaß. Etwa dann, wenn es tief in die US-Amerikanische Geschichte geht, die Passanten über die üblichen Rassenprobleme der damaligen (und leider auch heutigen) Zeit reden, wenn das Radio 60er-Klassiker spielt, man mit den coolen Autos dieser Zeit durch die hübsch gestaltete Stadt braust. Die Auftragsarten wiederholen sich leider relativ schnell, GTA ist hier wesentlich abwechslungsreicher. Auch die Interaktion mit Passanten oder der Polizei ist mäßig. So kann man bequem mit einer Leiche auf dem Rücken durch die Straßen laufen ohne, dass jemand Alarm schlägt. Klaut man ein Auto hingegen, hängt sich sofort ein besorgter Bürger ans Telefon. Unterm Strich haben wir hier ein Spiel, dass durch seine Erzählstruktur (immer wieder werden die Zwischensequenzen mit Flashbacks aufgelocktert, in denen Agenten von heute erzählen, wie es damals in den 60ern gelaufen) überragt, dem aber die Spielmechanik den ein oder anderen Strich durch die Rechnung macht.

 

Fazit: Tolle Story, Gameplay so lala, Grafik auf PS3-Niveau (!)

 

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Review: Fifa 17 (PS4)

91yeTwMRgwL. SL1500

Alle Jahre wieder bringt EA Sports einen neuen Ableger der verkaufsstärksten Fußball-Simulation Fifa heraus. Alle Jahre wieder gehen die Meinungen von "völlig unrealistisch" bis "das beste Fußball-Spiel aller Zeiten" weit auseinander. Was ist nun Fifa 17? Nachdem ich jahrelang der PES-Reihe von Konami die Stange gehalten habe, bevor sie einige Next Gen-Versionen der eigentlich tollen Serie total verkackt haben, spiele ich seit zwei Jahren Fifa - und leide unter vielen negativen Aspekten des Spiels, die aber fast allesamt händisch zu beheben sind. Kommt Fifa aus der Box, ist es kein gutes Spiel. So ist es auch bei Fifa 17. Es ist zu schnell, die Schüsse zu gewaltig, die Pässe zu schnell, die Torhüter viel zu gut, die KI insgesamt zu fehlerfrei, die Verletzungsanfällig zu gering, das Handspiel (welches es bei PES übrigens immer noch nicht gibt) ausgeschaltet. Aber EA Sports hat im Gegensatz zu Konami dem Spieler die Freiheit gelassen, durch ein sehr sensitives Slider-Menü fast alle Aspekte des Gameplays zu beeinflussen. Seit Jahren zum Beispiel stellen wir die Torhüterstärke von den Standard 50 (bis 100 geht das) auf 25 oder 30 herunter. Auch die Passgeschwindigkeit wird reguliert (verlangsamt) und die gesamte Spielgeschwindigkeit (wie auch bei PES möglich) heruntergestellt. Hat man diese Eingriffe erst einmal gemacht, wurde fast jedes Fifa der letzten Jahre zu einem sehr guten Fußballspiel. So auch Fifa 17. 

Zum Spiel: Mit "The Journey" hat sich EA Sports abseits der "normalen" Spielerei etwas sehr cooles ausgedacht (was es freilich auch schon bei 2K zuvor gab): Erstmals kann man auf und neben dem Rasen erleben, was es heißt, ein junger Fußballprofi zu sein und in die Rolle des Premier League-Nachwuchsstars Alex Hunter schlüpfen. Das Ganze findet zwar leider nur in der Premier League statt, aber aufgrund der aufwendig gerenderten Zwischensequenzen ist das auch nachvollziehbar. Eine "Wahlliga" wäre einfach nicht drin gewesen, will man diesen Standard des Geschichte erzählens halten. 

In "The Journey" wird Alex Hunters Premier League-Karriere von der Leistung auf dem Platz und den Entscheidungen abseits des Rasens beeinflusst. Im gesamten Spielverlauf muss man wichtige Entscheidungen treffen, die die bevorstehenden Ereignisse und die Reaktionen der anderen Charaktere verändern. Das macht ziemlich viel Spaß (vor allem, wenn man es aus der Spielerperspektive zockt) und ist wirklich gelungen, auch, wenn sich die ewigen Trainingssessions etwas ziehen. Lieder endet die "Journey" gefühlt mittendrin. Nach dem Sieg im FA-Cup bekommt man Alex Hunter als Sammelkarte für das FIFA Ultimate Team, mit 75 ist sein Wert aber eher schwach und allenfalls zum Anfang einer Saison gut. Was viel schlimmer ist: Man hätte soviel Potenzial gehabt in dieser Story und lässt sie einfach enden. Schwach. Warum darf ich nicht das erste Länderspiel mit Alex Hunter zocken? 

Das eigentlich Spiel wuchert wie immer mit Original-Teams, Trikots, Stadien, Sounds und und und. Die neue Frostbite-Engige sorgt für bisher nur etwas hübschere Grafik, dafür wurde das Standard-System komplett überarbeitet. Freistöße und Elfer sind nun deutlich anders zu bewältigen. Auch hat man den Eindruck, dass die Mitspieler (die KI) nun besser schaltet und sich klüger anbietet. Die immer wieder aufkeimende Diskussion um das "Momentum" des Spiels, eine Art geskriptete Spielentscheidung, kann ich auch in diesem Jahr nicht nachvollziehen. Fifa 17 ist rundum gelungen und hat wegen des Gesamtpakets ganz knapp die Nase vor PES 17.

 

Fazit: Gelungenes Fußballspiel mit toller Story-Idee, die leider endet, wenn der Spaß beginnt

 

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