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Donnerstag November 23, 2017
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4 items tagged "Neuerscheinungen"

Ergebnisse 1 - 4 von 4

Q&D: KW46

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Black Sabbath – The End

 

Ende, Aus, Micky Mouse: Das letzte Dokument (sicher nicht wirklich) der hundert Jahre alten Karriere von Ozzy und Co kann man nun livehaftig hören und es klingt auch durchaus ordentlich. Braucht man nicht, kann man aber als Abschluss (der es hoffentlich ist) in den Schrank stellen. Achtung: So was ähnliches kommt gaaaanz sicher 2018/2019 nach dem Abschluss der Ozzy-Solo-Karriere...  5/6

 

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Operation Mindcrime - The new reality

Diese CD ist der dritte Teil einer Trilogie, bei denen die erste zwei Teile bis auf sehr wenige Songs so schlecht und peinlich waren, dass man schon Angst vor der Play-Taste hat. Ganz so schlimm wird es dann aber doch nicht, lediglich uninspiriert. Große Stimme, wenig dahinter (in Sachen Songwriting). Der Split von Geoff Tate und Queensryche war eine echte Lose-Lose-Situation. Beide verlieren sich im langweiligen Mittelmaß. 3/6

 

Iron Maiden – The Book Of Souls

 

Wie viele Maiden-Live-CDs sind relevant und wichtig für den eigenen Plattenschrank? Eine (Live after Death), maximal zwei (Rock in Rio). Trotzdem gibt es mittlerweile mehr Live-Scheiben als bei anderen Bands Studio-Alben. Maiden-Fans greifen also hier wieder zu (wegen der neuen Songs - und der üblichen hervorragenden Performance) und warten immer noch sehnsüchtig auf ein Live-Album der "A Matter of Life and Death"-Tour... 5/6

 

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Cavalera Conspiracy – Psychosis

 

Huch, das hat mich kalt erwischt. Ein gutes Album aus dem Hause Cavalera? Überraschend. Der Rundling kommt einem klassischen Sepultura-Album nah, sehr nah. Wer also auf diese Art der Lärmindoktrination steht, greift besser zu. 5/6

 

Pretty Boy Floyd - Public Enemies

 

Hallo Mötley Crüe, wir vermissen Euch. Pretty Boy Floyd tun das auch und hauen deshalb ein Tribute-Album in die Regale. Ach ne, das sind ja ihre eigenen Songs. Huch, auch Poison haben sie im Programm. Aber im Ernst: Das Ding macht durchaus Spaß und belastet nicht die Ozonschicht - auch, wenn es so klingt. 5/6

 

Tarja - From Spirits and Ghosts (score For A dark Christmas)

 

Ein Weihnachtsalbum von Tarja? Ich glaub, ich muss kotzen. Es soll gaaanz besonders sein, "dark". Mal ehrlich, wer soll diesen Scheiß hören? Für Weihnachtsfans sind die klassischen Songs kaputt arrangiert,  Weihnachtsgegner hören auch keine Tim Burton-Style-Xmas-Tracks. Da hilft auch das tolle Orchester bei „Oh Tannenbaum“ nix mehr. Der Horror der Weihnacht hat aber endlich eine Stimme: Tarja. Ein Punkt für Originalität und Produktion. 1/6

 

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Q&D: KW45

quickd

Shakra – Snakes & Ladders

 

Die Schweizer Hardrocker klingen ja alle immer ziemlich ähnlich. Shakra haben mit Mark Fox aber einen Ausnahmesänger in ihren Reihen und der veredelt so manche Langrille mit seiner charismatischen Stimme. So auch "Snakes & Ladders", das sich zu den besten Alben der Band gesellt. 5/6

 

Pink Cream 69 – Headstrong

 

Vier Jahre ist es schon wieder her seitdem Pink Cream 69 ihre letzte LP auf den Markt geworfen haben. Mit "Headstrong" präsentiert sich die Band um Sänger David Readman nun in Bestform. Gut abgehangener deutscher Hardrock mit erstklassigem Gesang wird hier feilgeboten. Readman funktioniert mit dieser Band scheinbar am besten, denn vor zwei Wochen habe ich ihn noch kritisiert. 5/6

 

 

Honeymoon Disease - Part human, mostly beast

 

Vom dämlichen Albumtitel macht der Schweden-Vierer auf Album Nummer zwei wieder vieles richtig. Rotziger Schweden-Retrorock mit zum Teil tollen Melodien. Ab und an wird es etwas seicht („Night by Night“), doch unterm Strich ist hier eine deutliche Entwicklung zum Debüt festzustelle. Gutes Ding. 5/6

 

 

Sweet & Lynch – Unified

 

Stryper-Sänger Michael Sweet und Gitarrist George Lynch (Dokken, Lynch Mob) haben sich schon bei ihrem Debütalbum der Belanglosigkeit schuldig gemacht. Diesen Weg gehen die beiden nun konsequent weiter und liefern mit "Unified" einen der größten Stinker des Jahres ab. Gut gemachte Langeweile bleibt langweilig. 2/6

 

Destruction – Thrash Anthems II

 

Der zweite Teil der Destruction-Neueinspielungen wurde per Crowdfunding realisiert und wie schon beim ersten Teil macht die Scheibe einen schlanken Fuß. Klassiker mit besserem Sound, Hymnen in Thrash ohne die Ruppigkeit abzugeben war das Ziel. Hat geklappt. Gutes Ding. 5/6

 

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Evanescence – Synthesis

 

Und noch einmal alter Wein in neuen Schläuchen: Evanescence präsentieren auf "Synthesis" alte Songs in anderem Gewand. Orchestral, eletrisch und pompös erscheinen Songs wie "My heart is broken" oder der Hit "Bring me to life" deutlich stimmiger als in den Originalfassungen. Harte Gitarren bleiben im Schrank, mit "Hi-Lo" und "Imperfection" gibt es auch zwei neue Songs. 4/6

 

The Erkonauts – I Shall Forgive

 

Habe ich oben gesagt, dass alle Schweizer Hardrocker gleich klingen? Ich Idiot... The Erkonauts klingen... wie niemand anderes. Irgendwo im Progmetal angesiedelt, ist die Band so punkig, dass mir die Spucke wegbleibt. Dazwischen tönt etwas verhaltener Metalcore. Sänger Ales Campanelli klingt wahnwitzig flexibel, ganz tolles Album, was man nur lieben oder hassen kann. 6/6

 

Witchery – I Am Legion

 

Wann genau nimmt Bassist Sharlee D’Angelo (Arch Enemy, Spiritual Beggars) eigentlich die Zeit, um ein Album nach dem anderen einzuhämmern? Bei Witchery ist er jetzt auch noch an Bord und hilft, den Hassbrocken des Jahres zu liefern. Ein Problem hat das Album dennoch: Es kommt einfach nicht an "In His Infernal Majesty's Service" vom Vorjahr ran. Gefallen kann aber die neue Herangehensweise, die nun auch Midtempo-Gekotze zu lässt. 4/6

 

Shipwrecks – Shipwrecks

 

Nach alldem Lärm beende ich die Rubrik mit einem wunderschönen Postrock-Album: Shipwrecks aus Köln machen einen auf Long Distance Calling und das so gut, dass hier die Höchstnote fällig ist. Wunderbar melancholisch und mit der ein oder anderen harten Kante ausstaffiert.  6/6 

 

Q&D: KW44

quickd

 

Vandenberg’s Moonkings – MK II

 

Der fliegende Holländer ist zurück und nach dem guten Debüt der neuen Band von Ex-Whitesnake Guitarslinger Adrian Vandenberg macht MK II nicht viel anders als der Erstschlag. Gut abgehangene stark Whitesnake-inspirierte Mucke mit einem guten Sänger und einem tollen Gitarristen. David Coverdale macht schon lange nichts Besseres mehr. 5/6

 

Tyler Bryant & The Shakedown – Tyler Bryant & The Shakedown

 

Auf einmal war der bluesige Rocker Tyler auf den Bühnen der Welt, durfte AC/DC und Aerosmith supporten. Zu Recht? Die CD gibt nicht wirklich Aufschluss darüber, warum die Band sich einem so großen Publikum vorstellen durfte. Scheiße ist anders, aufregend aber auch. Reißbrettartiges Songwriting, ordentlicher Gesang. Das war's! Ich würd's nicht kaufen. 3/6

 

Moonspell – 1755

 

Die neue Moonspell-Scheibe erinnert an die eigene Jugendzeit, als man englische Fantasietexte mitgesungen hat - weil man gar kein Englisch konnte. Moonspell besingen auf 1755 das Lissaboner Erdbeben aus dem gleichen Jahr  und zwar auf: Portugiesisch! Mitgröhlen entfällt also weitestgehend. Ansonsten ist alles töfte und in bester Moonspell-Tradition. Fans der Band greifen zu, alle anderen gehen erst in den VHS-Kurs Portugiesisch. 5/6

 

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Annihilator – For The Demented

 

Was ein geiler Brocken! Aber: Jeff Waters singt wieder selber. Das kostet dem grandiosen Riffgewitter einen wichtigen Punkt in der Endabrechnung, denn er ist einfach kein guter Vokalist. Was schade  ist, denn "For the Demented" ist eine der besten CDs im mittlerweile 16 Rundlinge starkem Portfolio des Thrash-Meisters. Wer Hetfield für einen guten Sänger hält, kann aber auch hier bedenkenlos zugreifen. 5/6

 

Kansas – Leftoverture Live & Beyond

 

Und noch ein Live-Album, was direkter klingt, als wir es von solchen Alben in den letzten Jahren gewohnt sind. Scheint also ein Trend. Kansas geben sich auf dem Album keine Blöße und begeistern mit frickeligem Handwerk der Extraklasse. Kann man so machen, braucht man es? Nächster Tipp! 5/6

 

Bryan Adams – Ultimate

 

Woran merkt man, dass Weihnachten anrauscht? Jeder Depp schmeißt eine Best of auf den Markt. Bryan Adams macht das sehr regelmäßig, das kann ihn aber auch nicht mehr retten. Der Kanadier hat den Rock 'n' Roll verraten (Verschissen seit dem Robin Hoof-Scheiß! Da hat der einstmals herausragende Rocker scheinbar gemerkt, dass beschissene Hausfrauenballaden mehr Kohle bringen als ehrlicher Rock 'n' Roll). Mit "Please stay" steuert er seinen ikonischen Songs der Best of ("Run to you", "Heat of the Night", "Summer of 69") ein absolut abscheuliches neues Machwerk der Extra-Schmalzklasse bei. Die guten Songs sind gut, die Platte kriegt trotzdem 0/6.

 

Cannibal Corpse – Red Before Black

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Geschmackvolles Cover wie immer, geschmacklose Musik - also auch wie immer. Und doch ist die neue CC ein wenig fetter geworden. Vielleicht hat man zugelegt, um im Verlauf der Scheibe fein säuberlich den vollgefressenen Korpus zu häuten. Ist Euch zu eklig? Dann ist diese Platte nix für Euch. Solltet Ihr hingegen Gefallen an einem musikalischen Amoklauf haben, ist das Euer Soundtrack. Alle Trademarks der Band sind da, kann man mögen oder nicht (ich mag's nicht), gut gemacht ist es allemal. 5/6

 

Beast In Black – Berserker

 

Klarer Fall von: Könnte richtig geil sein, wenn... es denn nicht so fürchterlich produziert wäre. Beast in Black ist die neue Band um den ehemaligen Battle Beast-Gitarristen und Songwriter Anton Kabanen. Die Mucke hat alles: Versatzstücke von Priest, WASP oder Helloween, mitreißende Soli - und absolut inakzeptable Keyboard-Sounds und so manch peinlichen Powermetal-Ausfall ("Blind and frozen"). Sänger Yannis Papadopoulos hingegen ist grandios. 3/6

 

Polaris – The Mortal Coil

 

Kurz? Und dirty? Gibt es, weil ich keine Lust habe nach dem Hören dieses Mülls auch noch Zeit fürs Tippen aufzuwenden: Doofmanns-Metalcore, der nichts hat, was nicht andere in dem Genre schon deutlich besser gemacht haben. Ein echter Kotzbrocken. 1/6

 

Vuur - In this moment we a free Cities

 

Man kann Anneke Van Giersbergen einfach nur mögen. Und deshalb ist es schön, dass sie wieder etwas progressiver zu Werke geht. Mit Vuur wird es endlich wieder deutlich härter, das wird "The Gathering"-Fans freuen. Und in der Tat ist Anneke hier ein sehr dichtes, nicht sofort knackbares Album gelungen. 5/6

 

Blues Pills – Lady In Gold – Live In Paris

Live sind unser aller Lieblingspillen einfach am Besten. Das wissen sie selber und deshalb gibt es ein ums andere Mal auch aus der Konserve was Livehaftiges. Die neue CD klingt schön roh und das Publikum ist richtig laut abgemischt. Das Gefühl "Mittendrin statt nur dabei" ist allgegenwärtig. Gutes Ding. 5/6

 

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Q&D: KW43

quickd

 

Sons of Apollo - Psaychotic Symphony

 

Die Supergroup um die Ex-Dream Theater-  Musikanten Derek Sherinian und Mike Portnoy (Foto unten) machen mit Gesangseule Jeff Scott Soto, Gitarrist Bumbelefoot Thal und Allesspieler Billy Sheehan genau das, was man erwarten kann: 1A Dream Theater-Musik. Und das so gut, dass man lange überlegen muss, wann Dream Theater selber eine solche Scheibe eingezimmert hat. Top!  5/6

PictureThe Professionals - What in the World

 

Astrein, geiler Asipunk(rock) von Ex-Pistols Drummer Paul Cook. Vielleicht die Punk-Überraschung der Saison, gespickt mit zahlreichen Gaststars wie Marco Pironni (Adam & The Ants), Billy Duffy (The Cult), Duff McKagan (Guns ‘n’ Roses), Phil Collen (Def Leppard) und - TUSCH: Steve Jones. Starkes Ding. Kaufen und rumpogen wie bekloppt. 5/6

 

Doro - Für immer

 

Metalqueen Doro goes Schlager? Not quiet aber schon ein bisken. Auf ihrem rein deutschen Album "Für immer" gibt es Altbekanntes aber auch Neues wie die David Bowie Nummer "Helden" (Heroes). Kann man machen, muss aber auch nicht, deshalb: Verzichtbar. 3/6

 

Europe - Walk the Earth

 

Solide bis gut, aber auch ein wenig langweilig und deutlich schlechter als der Vorgänger. Technisch ist bei der Truppe um Joey Tempest (Foto unten) natürlich alles tippitoppi. 4/6

 

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The White Buffalo - Darkest Darks, Lightest Lights

 

Irgendwie Country, irgendwie Folk und  Singer-Songwriter, irgendwie... scheiße geil. Mehr Wumms als auf seinen alten Scheiben, deshalb aber keinen Deut schlechter. Geheimtipp! 5/6

 

Wucan - Reap the storm

 

Gerade begann ich sie zu lieben, da kommt die neue Scheibe raus ... und zeigt erstaunliche Defizite in Sachen Songwriting und sogar Vokalakrobatik. Immer gehetzt, zu bemüht, nie mehr cool. Verkacktes Album, wen man den Vorgänger liebt (auch, wenn Euch alle anderen Medien was anderes erzählen wollen). 3/6

 

Märvel - At the Sunshine Factory

 

So schwedisch, dass es spritzt sind Märvel auch auf dem neuen Album. Nach der Göttergabe "Hadal Zone Express" von 2015 vielleicht das beste Album - ganz im Stil von klassischen Kiss oder Cheap Trick. Tolle Scheibe. 5/6

 

Marilyn Manson - Heaven Upside Down

 

Jo, Marilyn M. halt. Klingt wie immer, nur nicht so gut. Eher etwas für den Gothic-Kindergeburtstag. 1/6

 

Pearl Jam - Let's play two

 

Zwei ausverkaufte Abende im Chicagoer Wrigley Field. Diese Stimme wird nie alt, diese Songs beleuchten wie Millionen von Glühwürmchen jede dunkle Nacht. Weltklasse. 6/6

 

Ten Years After - A sting in the tail

 

Ich bin ja kein Freund von Bands, die nach dem Tod des Bandleaders weiter machen, doch die neue Version von Ten Years After mit Marcus Bonfanti an Gitarre und Gesang macht einen richtig schlanken Fuß. Gut abgehangener Bluesrock mit genügend Edge, um Alvin Lees Fehlen verschmerzen zu können. 5/6

 

Pendulum of Fortune - Searching For The God Inside

 

David Readman (Pink Cream 69, ex-Voodoo Circle), Gitarrist Vladimir Shevyakov (Vital Science, Trust X), Bassist Franky R. (Shortino, Lancelot) sowie Bodo Schopf (Eloy, McAuley/Michael Schenker Group) sind Pendulum of Fortune und die Scheibe groovt und doomed ziemlich cool durch die Lautsprecher. Ein wenig Sabbath, etwas Zeppelin, bisken Scorpions - fertig ist eine richtig gute Platte. Lediglich Readman nervt über nach fünf Songs etwas. 4/6