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Freitag Februar 23, 2018
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4 items tagged "Konsole"

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Review: Die Sims 4 (PS4)

81kz-XfzTGL. SL1500 Mein alter Ego schläft im Clownskostüm und fängt an zu heulen, wenn die Frau vom Cateringservice beim ersten Date doch lieber auf der Couch statt mit ihm im kuscheligen Bett nächtigt... willkommen in der wunderbaren Welt der Sims. Es mutet grotesk an, dass dieser Titel so viele Jahre auf PC oder Mac Zuhause war und eine Konsolenumsetzung bis ins Jahr 2017 gedauert hat. Die ist nun da und das alte Sims-Feeling stellt sich sofort wieder ein. Warum räumt der Depp seinen Essensteller nicht selber weg? Das stinkt doch nach zwei Tagen.

Oft sind sie störrisch, die Sims, doch es gibt auch wundervolle Momente: Etwa, wenn er sich selbstständig einen Job sucht. Ob Schriftsteller oder Astronaut, hier ist wieder fast alles möglich. Was man bei den Sims alles anstellen kann, haben wir hier auf ROCKNROLL-REPORTER ja schon lang und breit erzählt (z.B. HIER oder HIER oder HIER). Wichtiger: Wie gut ist es für die Konsole umgesetzt? Und da muss man sagen, dass man die Bedenken, die wohl beim Entwickler jahrelang gegen eine Konsolenveröffentlichungen geherrscht haben, nachvollziehen kann. 

Die Steuerung mittels Gamepad ist im besten Fall gewöhnungsbedürftig. Viel zu oft "flitscht" der Cursor an die falsche Stelle, zu häufig verliert man den Überblick beim wilden Kameraschwenk oder Zoom. Was schade ist, denn das Spiel hat auch im Jahr 2017 rein gar nichts von seiner Faszination eingebüßt (auch, wenn Sims 3 das deutlich bessere Spiel war). 

Es könnte alles gut sein. Man kann natürlich sein Traumhaus bauen, perfekt nach Feng Shui einrichten, doch die starre Steuerung macht einem oft einen Strich durch die Rechnung, so dass am Ende der Griff zum PC lockt. Wie schon bei Cities XXL zeigt sich, dass ein Gamepad für solche Simulationen schlichtweg nicht geeignet ist. Wer es dennoch wagen will, bekommt von uns ein wenig Startgeld:

Um in der PS4- und Xbox One-Version von Die Sims 4 cheaten zu können, muss man erst eine bestimmte Tastenkombination eingeben: Auf der PS4 ist das R1 + R2 + L1 + L2 und auf der Xbox One LB + LT + RB + RT. Dann öffnet sich das Cheatfenster, dort gibt man "testingcheats on" (ohne Anführungsstriche) ein. Dadurch werden alle Cheats freigegeben. Anschließend kann es losgehen:

 

Help - Übersicht über alle Cheats
kaching - 1.000 Simoleons 
rosebud - 1.000 Simoleons 
motherlode - 50.000 Simoleons 
FreeRealEstate on - Alle Immobilien kostenlos
FreeRealEstate off - Alle Immobilien kosten ihren ursprünglichen Preis

 

Fazit: Gutes Spiel - schlechte Steuerung

 

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Review: Mirror's Edge Catalyst (PS4)

mirrors edge catalyst boxart ps4 1Ist es wirklich schon sieben (!) Jahre her, als EA Games mit "Mirror's Edge" ein wirklich richtig frisches Szenario auf den Markt warf? Parcourläuferin Faith hüpfte da in rasanter Ego-Perspektive Dächer, Zäune und Vorsprünge. Das war starl - kommerziell aber nicht erfolgreich.Trotzdem wagt man sich nun an einen zweiten Teil, der aber mit dem ersten in Sachen Storyline nichts zu tun hat, obwohl Faith wieder die Hauptperson ist. Klingt komisch, ist aber so. Gleich zum Start wird Hauptdarstellerin Faith aus dem Gefängnis entlassen. Warum sie einsaß?Man weiß es nicht, denn diese Info gibt es nur im kostenpflichtigen Comic Exordination. Das ist schon einmal ein fetter Minuspunkt. Faith schließt sich einer Runner-Gruppe um Noah an, die in der Stadt Glass Kurierläufe erledigt und der allmächtigen KrugerSec-Sicherheitsfirma in die Suppe spuckt. Während man vor sieben Jahren noch durch Schlauchlevel eilte, ist das Konzept dieses Mal eine Open World-Stadt, die man aber zumeist nur über die Dächer durchstreifen kann. Insgesamt ist hier Open World auch ein zu großes Wort, denn die Geschichte ist doch arg linear. 

Das war schon ein wenig viel Gemecker, denn (spiel-) technisch macht EA hier Einiges absolut richtig. Die Ego-Perspektive ist und bleibt beim Parcourslaufen atemberaubend, die Handlung ist packend, die Grafik etwas quietschbunt aber dennoch gelungen. Ob Wallruns oder Sprünge über enorme Abgründe - man ist wirklich mittendrin und zittert so vor mancher Aufgabe. Dass Faith immer mal wieder leicht aus dem Gleichgewicht kommt und die Kamera dies schön vermittelt, tut sein Übriges. Kein Spaß machen die Kämpfe gegen die Security-Heinis. Erst einmal sind die strunzdumm und außerdem ist das Kampfrepertoire mit einigen wenigen Moves viel zu gering. Online hingegen ist wieder alles gut: Die selbst erstellbaren Communityruns beispielsweise sind ein Riesenspaß. Achtung: Um seine Talente zu verpflegen muss man Punkte verteilen. Denkt man, dass die Kämpfe es eh nicht wert sind, hochgelevelt zu werden, könnte man am Ende dumm dastehen. Dann wird es nämlich richtig knackig und ohne Kampfkunst sieht es düster aus. Ob Mirror's Edge dieses Mal ein großer Verkaufsschlager wird? Ich kann es mir nicht vorstellen, Spaß macht es auf jeden Fall.

 

Fazit: Gelungene Fortsetzung mit einigen Mägeln

 

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Review: Doom

91swNVWHAVL. SL1500 DOOOOOOOM. Ist zurück. Die Mutter aller Shooter erblickte 1993 das Licht der Welt und mal ganz ehrlich: Was gibt und gab es geileres als ein wenig stumpf vor sich hin zu metzeln? 23 (!) Jahre später ist genau dieses Spielprinzip antiquiert, moderne Shooter haben jede Menge Schnick-Schnack, man muss auf allerlei achten und oft sogar taktisch vorgehen. Und genau hier setzt Doom für die PS4 an: Das Game ist so schön Old-School, dass es spritzt (vor Blut). 

Die Forschungseinrichtung der Union Aerospace Corporation auf dem Mars wird von grauen erregenden, mächtigen Dämonen überwältigt und nur ein einzelner Mann kann das Dilemma lösen. Klar, ich bin es! Oder Ihr. 

Ducken? Nicht nötig. Rennen, schießen, splattern - und sammeln. Easter Eggs und so'n Kram. Kurzum: Doom ist 90er und das ist auch gut so. Ein wenig fehlt das Horrorflair der Uralt-Teile, dafür gibt es noch mehr Blut. Kein Wunder, denn ein gutes Doom ist per se ab 18. 

Während das Solospiel kompromisslos und begeisternd ist, stinkt ausgerechnet der Multiplayerteil - eigentlich eine Stärke der Originale - ein wenig ab. Immerhin kann man sogar auf der PS4 eigene Level erstellen, was ein echter Pluspunkt ist. Doom 2016 sieht saugeil aus, ist enorm schnell und macht eine Menge Spaß. Endlich einmal wieder ein Shooter, den man auch mal nur für 20 Minuten zwischendurch einlegen kann. So wie früher...

 

Fazit: Zurück in die 90er - Doom ist der Ego-König

 

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Review: The Last of us

the-last-of-us-cover1Man nehme: Storyfetzen aus "I am Legend", "The Walking Dead" und "28 days later", packe einen mit sich selbst zweifelnden, zerbrechlichen Helden und ein toughes kleines Mädchen hinzu und bringe dies auf "Uncharted"-Niveau - schwupps hat man eines der besten Spiele des Jahres 2013 für die dahinsiechende Playstation3. "The Last of us" ist großes, nein, ganz ganz großes Konsolenkino. Das Spiel ist ein solcher Titel, für den sich X-Boxler die Gliedmaße abtrennen würden. "The Last of us" gibt es nur auf der PS3 und wurde von "Naughty Dog", den Uncharted-Machern, produziert. 

Die Story ist schnell erzählt: Schmuggler Joel schlägt sich zusammen mit der 14-jährigen Ellie durch ein Endzeit-Szenario. Ein Virus hat in rasender Geschwindigkeit Menschen befallen, indem Sporen über die Umgebung aus der Luft übertragen wurden. Die Befallenen werden zu Zombies. Punkt. Zwischen Joel und Ellie entwickelt sich nach harschem Beginn eine zarte Vater-Tochter-Beziehung. Mehr will ich hier nicht verraten, auch nicht, warum sie sich durch das Ödland schlagen müssen.

Was am Spiel vor allem begeistert, ist die düstere Atmosphäre, die einen sofort packt und in die eigentlich recht simple Handlung verwebt. Grafisch wurde bei der Präsentation von "The Last of us" ordentlich auf den Putz gehauen, im Spiel hat man dann zugunsten einer flüssigen Darstellung aber offensichtlich dann doch Abstriche gemacht. Die Bilddarstellung ist dennoch gut, lediglich einige verwaschene Texturen gibt es zu bemängeln. Wenn ich bei einem Spiel nicht bemerke, dass ich die Hintergrundmusik nicht ausgestellt habe, ist dies ein sehr gutes Zeichen für den Titel. So auch hier. Immer stimmig, nie aufdringlich erlebt man den höchst interaktiven Zombiestreifen. Eine wahre Wonne. Zum Ton gibt es noch zu sagen, dass "The Last of us" Vorbildcharakter besitzt, denn es lässt sich sowohl auf deutsch als auch auf englisch spielen. Die deutsche Synchronisation ist aber sehr gut gelungen.

Spielerisch gibt es keine großen Revolutionen, wenngleich es hier und da einige schöne Idee gibt (etwa, dass Messer nicht ewig halten und man mit herumliegenden Backsteinen und Flaschen um sich werfen kann, oder, dass man Gegenstände wie Medizinkoffer selbst aus umliegenden Teilen herstellen kann). Der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf "einfach" recht fordernd und irgendwie hat man nie genug Munition. Dafür ist das Speichersystem 1a und der Autosave lässt einen nie viel wiederholen. 1370039825-runner-punch1

Die Steuerung ist unkompliziert, manchmal (meist kurz vor oder nach Zwischensequenzen) ist das Renntempo der Figuren etwas zäh, was aber wohl Absicht ist. Apropos Zwischensequenzen: Die befinden sich auf Augenhöhe mit der "Uncharted"-Serie und treiben die Story schön voran.

Nach rund 16 Stunden ist das Vergnügen leider vorbei, es bleibt ein ordentlicher, wenn auch nicht überragenden Multiplayer-Teil, und die Aussicht, dass nach dem Abspann eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen sein könnte. "The Last of us" ist vielleicht der letzte richtig große Titel für die Playstation3 und ein "Must have".