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Samstag Juni 24, 2017
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23 items tagged "Kiss"

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Fotos: Kiss / RavenEye

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Eine Tour ohne Begründung abgesagt und danach trotzdem ne volle Hütte? Das können sich nur die legendären Alt-Rocker von Kiss erlauben. Dementsprechend war die Dortmunder Westfalenhalle auch restlos ausverkauft. Die 12.000 vor Ort bekamen es dann aber auch richtig: Licht, Sound, Special Effects - Kiss haben es immer noch drauf. Schade, dass Paul Stanleys Stimme nicht mehr das Gelbe vom Ei ist, aber da ohnehin Fischerchöre-gleich mitgesungen wurde, war das letztlich auch egal. Im Vorprogramm zockten RavenEye.

 

Wir haben Fotos von:

 

KISS

 

RavenEye

 

All pics by Thorsten Seiffert - no use without prior written permission.

 

Doc 'n' Roll - 23.09.16

 

 

Guitarsession-Studio-1569-Bearbeitet

Hi, hier ist heute nicht soooo viel los. Der Doc macht Urlaub, aber Schreiben und Fotografieren ist ja auch eine Art Passion, deshalb schieße ich wie wild durch die Gegend und schreibe ab und an (zu wenig).Nachdem ich die letzte Woche am Strand verbracht habe, gönnte ich mir gestern einen Tagestrip an den sauerländischen Möhnesee. Ich kann das bei gutem Wetter nur empfehlen. Wichtig: Gaaanz früh losfahren, damit man vor

den ganzen Touris und den Rentnern die Gegend noch für sich alleine hat. So ab der Mittagszeit geht der Spuk da nämlich los. Bei 20 Grad faulenzte ich an Bootsstegen und lag einfach nur in der Sonne (naja, ich habe auch Fotos gemacht). Dass ich ein Sonnengegner bin, ist eine böse Unterstellung übrigens. Wenn ich weiß, dass abends die Hitze des Tages weggespült wird, mag ich es durchaus ein paar Stunden nur in den gelben Feuerball zu blinzeln. Dass man durchaus karibische Gefühle im Sauerland bekommen kann (klingt komisch, ist aber so), zeigt mein kleines Drohnenfoto hier. 

Mein RocknRoll-Reporter-Kollegin Kat hat mich in dieser Woche darüberhinaus selbst einmal zum Rockstar gemacht - zumindest fototechnisch. Einmal haben wir ein Van Halen-Fotomotiv mit meiner geliebten Ibanez Jem von 1998 (die originale, nicht den schnöden Nachbau aus 2015) nachgestellt, danach oute ich mich als einzig wahrer Kiss-Gitarrist. Well done, Kat.

 

Mohnetal-0016

 

Zurück zum Geschäft: Heaven Shall Burn in der Zeche Carl? Klingt auch komisch, war aber so. Die Zeche ist nun keine Mega-Arena, doch eine ziemlich nette Location. Umso erfreulicher, dass da nach längerer Durststrecke in der Vergangenheit jetzt wieder vermehrt Konzerte gefeiert werden. Fotos von Heaven Shall Burn findet Ihr HIER! Ach ja: Die waren auf Clubtour da und haben die Hütte ordentlich gerockt.

Am Wochenende lockt mich die stichhaltige Verbindung zwischen Musik und Tattoos nach Oberhausen, bevor ich mich in die Bundeshauptstadt aufmache. Mal nach dem Rechten (nicht DEN Rechten) sehen. 

 

Noch ein Tipp: Wer mal in Richtung Alkmaar an der holländischen Küste tuckert, sollte sich das hübsche Beatles-Museum einmal anschauen. Ich habe HIER einen Artikel darüber verfasst.

 

Bis nächsten Freitag

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guitarsession-Studio-1506-Bearbeitet

 

 

 

 

 

 

Review: Kiss rocks Vegas

PictureKiss rocks Vegas - das war für Mitglieder der deutschen Kiss Army das Ersatzprogramm für die ohne Begründung abgesagte Deutschlandtour. In einigen ausgewählten Kinos wurde das ziemlich einzigartige Livedokument der vier Puderquasten in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu den angesagten Konzerten gezeigt. Was sieht man? Kiss spielen in der relativ kleinen Las Vegas-Location The Joint (immerhin 4000 Zuschauer) und müssen laut eigener Aussage (vor Beginn der Show bekamen die Fans im Kino mäßig aufschlussreiche Interviewhappen zu sehen) ihre riesige Stadionshow dafür abspecken. Statt überdimensionaler Metalspinne gibt es also viele viele Videoleinwände und ein beleuchtetes Drumkit (sehr geil!). Sehr beeindruckend und auf der großen Leinwand auch ziemlich geil. Mit großem Aufwand gefilmt, leider nicht in 3D, sieht man ein ziemlich starkes Kiss-Konzert mit einer sehr variablen Setlist (Tears are falling, Deuce, War machine, Psycho circus), die fast alle Epochen der Band abbildet. Thommy Thayer zu sehen, wie er 1:1 auf Ace Frehley macht, tut immer noch ziemlich weh, immerhin vergewaltigt er des Meisters Soli nicht. Die Band ist sehr tight, der Gesang von Paul im Gegensatz zu den letzten wirklichen Live-Konzerten hervorragend. Ein Schelm, der aufwändige Tonrestaurationen hier vermutet. Oder eben mehr Realist denn Schelm. Ansonsten gibt es einen wunderbaren Mittelteil bei Lick it up mit Won't get fooled Again-Insert während Paul und der Ace-Ersatzspieler mittels Plattform gen Hallendach gehoben werden, alle Showelemente, die man so liebt bei Kiss (Feuerspucken, Explosionen etc) und jede Menge Zungeschlabbern. Was für Fans halt ...

Leider war es im Kino (Apollo Gelsenkirchen) viel zu leise, um in echte Konzertstimmung zu kommen. Im Endeffekt ist Kiss rocks Vegas damit zu vergleichen, in einer riesigen Halle am Ende zu sitzen und die Show über die Videoleinwände zu verfolgen. Wirklich nah dabei ist man nie, dafür sind die Kamerafahrten zu gewöhnlich. Nur selten etwa gibt es Außergewöhnliches wie ein Blick vom Zuschauerraum auf die Bühne. 

 

Fazit: Guter Konzertfilm mit überflüssigen Interviews

 

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Kiss im Kino

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Es wird laut, es wird sehr laut und ultimativ spektakulär, wenn KISS am 25. Mai die Kinos weltweit rocken – so auch deutschlandweit elf ausgewählte CinemaxX Kinos! Ende 2014 sorgten die Hard Rocker mit neun Knaller-Shows in Las Vegas für Furore, mit „KISS Rocks Vegas“ haben Fans die einzigartige Chance, die Highlights aus Las Vegas auf der großen Leinwand zu erleben. Mehr noch: Neben der spektakulären Show dürfen sich die Kiss-Anhänger auf Interviews mit der Band und weiteres Material freuen, das exklusiv nur im Kino zu sehen sein wird. Tickets für „KISS Rocks Vegas“ sind unter www.cinemaxx.de/music erhältlich.
Der Helikopter senkt sich über dem berühmt-berüchtigten Hard Rock Hotel und KISS marschieren mit einem epischen, neun Shows umfassenden Live-Spektakel in Las Vegas ein. Wenn „KISS Rocks Vegas“ am 25. Mai 2016 die Kinosäle erobert, haben Fans weltweit die Möglichkeit, diese einzigartige Live-Show selbst zu erleben. Die Zuschauer erwarten himmelhohe Flammen, ohrenbetäubende Lautstärke und sogar ein paar Spritzer Blut! Der Film beinhaltet außerdem exklusive Interviews mit der Band und Material, das nur im Kino zu sehen ist.
Als Amerikas Nummer eins und ausgezeichnet mit zahlreichen Goldenen Schallplatten in unterschiedlichsten Kategorien sind KISS eine der einflussreichsten Rockbands aller Zeiten. Berühmt für ihre ikonische Gesichtsbemalung und Bühnenkostüme wurden KISS 1973 in New York City von Paul Stanley (Gesang, Rhythmusgitarre) und Gene Simmons (Gesang, Bassgitarre) gegründet. Ihre sensationellen Live-Auftritte beinhalten Feuerspeien, Blutspucken, rauchende Gitarren, schießende Raketen, freischwebende Schlagzeuge und reichlich Feuerwerkskunst. Tommy Thayer (Leadgitarre, Gesang) und Eric Singer (Schlagzeug, Percussion, Gesang) runden die starke Aufstellung der Band ab. Tommy Thayer ist ebenfalls Produzent des Films „KISS Rocks Vegas“.
Tickets für das musikalische Highlight „KISS Rocks Vegas“ am 25. Mai 2016 gibt es an den Kinokassen der teilnehmenden CinemaxX Kinos, den dortigen

Kiss-Party zum Geburtstag

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Am 1. August 1994 wurde der KISS Fan Club Germany gegründet! Was damals noch schön analog mit dem Versand von Fan-Club-Magazinen vonstatten ging, ist schon seit 2001 voll digital und online. Infos für Kiss-Fans en masse, Partys und Veranstaltungen - der Fan Club hat in all den Jahren zahlreiches bewegt. Nun wird er satte 20 Jahre alt und sowas muss natürlich mächtig zelebriert werden. Am Sonntag, 4. Oktober, fndet in der altehrwürdigen Zeche Bochum die große Party statt. Einlass ist bereits mittags um 14 Uhr, denn Kiss-Fans sind mittlerweile auch ganze Familien. Mit Sack und Pack, Kind und Kegel, Katz und Maus. Tickets bekommt man beim KISS Fan Club zum Sonderpreis im Vorverkauf.

Live-Musik darf da natürlich nicht fehlen. So spielen "Kissin' Time" (FOTOS HIER), Phönix Rising (FOTOS HIER)und The Torpedo Girls. Als special Guest sind The Other zu einer Fotosession und Autogrammstunde vor Ort. Dazu wird es natürlich wieder etliche Fanutensilien geben. Kissin' Time werden für diesen Abend ein Programm mit  Hits wie „I was made for lovin´you“, „Love Gun“, „I love it loud“, „Detroit Rock City“ oder „God gave Rock´n´Roll to you“ zum Besten geben. So wird in der Zeche auf der Bühne alles geboten, was bei KISSIN´TIME mit Feuer, Blut und Dynamit zur Musik gehört. 

 

Der Zeitplan sieht aus wie folgt:

14 Uhr Einlass

14 Uhr Kiss Flipper Messe Stand (bis Ende)

14-18 Uhr Autogrammstunde The Others
15.30 Uhr Beginn Torpedo Girls (45 Minuten)
16.15 Uhr Ende Torpedo Girls
16.45 Uhr Beginn Phönix Rising (75 Minuten)
18.00 Uhr Ende Phönix Rising
18.30 Uhr Beginn Kissin´Time (120+ Minuten)

 

Der Vorverkauf für die 20 Jahre KISS Fan Club Party am 4. Oktober in Bochum endet am 28.09.2015! Noch bis zu diesem Datum habt Ihr die Möglichkeit verbilligte Online Tickets zu bekommen!
Tickets und weitere Informationen bekommt Ihr auf http://www.kissfanclub.de/20jahrekissfanclubparty.htm

 

 

Mehr Infos gibt es HIER!

Doc 'n' Roll - 31.07.15

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Näää, watt war das los am vergangenen Samstach: Die Wetteronkels hatten einen Sturm, ja einen Orkan angekündigt und so ein bisken Wind macht neuerdings alle panisch, selbst wenn es gar nicht weht. Juicy Beats wurde ganz abgesagt, das Schwarzen-Festival Amphi in Köln in die Halle verlegt, beim Nord wurde eine Hälfte des Samstags im Turock gespielt, die andere Hälfte nach Entwarnung wieder Outdoor und beim Bierfest von Sabaton wurden wir einfach alle nur nass. 

Viel Wind um nichts könnte man sagen, aber man kann die Veranstalter gut verstehen. Risiko will keiner eingehen.

Warum es dann doch nicht so windig war, wie prognostiziert, muss man mal die Wetterfrösche fragen. Ich glaube langsam, dass die großen Bock an immer schlimmeren Prognosen haben - oder sie machen sich einfach nur vor Angst in die Hose, dass sie wieder nicht rechtzeitig und richtig warnen könnten. Kachelmann, wo bist du, wenn wir dich so dringend brauchen?

 

PictureApropos Wetter: In Wacken ist immer Wetter, oft gleich mehrere an einem Tag. "Rain or shine" ist nicht zufällig das Motto des schnuckeligen Megamonsterfestivals. Ich turne da gerade durch den unglaublichen Schlamm, wenn Ihr diese Zeilen lest und freue mich heute auf Queensryche (die wollten sich am Mittwoch im Turock in Essen nicht fotografieren lassen. Arme Irre! Black Label Society, Dream Theater, Opeth, Armored Saint und die Anni (hilator).

Die ganz große Nummer fehlt meines Erachtens in diesem Jahr, aber zumindest der heutige Tag macht Line-up-mäßig ne Menge Freude. Fotos von gestern solltet Ihr hier auch schon gesichtet haben, wenn ich nicht übermüdet eingeschlafen bin...

 

Sabaton lungern hier auch wieder rum. Die habe ich ja - wie oben erwähnt - schon im Amphitheater zu Gelsenkürschen ihre Salven in den Regenhimmel feuern sehen (Fotos). Man kann sie scheiße finden (ich zum Beispiel), doch, was sie machen, machen sie großartig. Powerwolf wollten sich an dem Tag leider nicht fotografieren lassen. Die Bühne sei nicht komplett aufgebaut gewesen...

Dafür gab es wieder einen hübschen Panzer als Drumpodest (Foto unten). Das sieht ja immer wieder bombastisch aus. Wissen muss man natürlich, dass Kiss das schon 1982 (!) gemacht haben. Der Tank sah da zwar nicht so toll aus wie bei den kriegerischen Schweden, aber die Idee ist zumindest daher (wobei ich ziemlich sicher bin, dass Gene Simmons die seinerseits auch irgendwo geklaut hat. Der Gute ist ja gerne "inspiriert" von solchen Dingen und übernimmt die dann für die Shows der  Maskenvögel. 

 

Eins meiner Photopferdchen (Foto mit PH, der Aliteration wegen bitte ich Sie, sich nicht aufzuregen) war am Sonntag noch bei den US-Iren von Flogging Molly. Watt da abging, krass. Die sind einfach immer wieder ihr Eintrittsgeld wert. Auch davon kann ich Euch zu einer Galerie schicken. Schaut mal HIER vorbei. 

That's it for today. Thanx for reading.

 

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yoursdocrock

 

 

 

Doc 'n' Roll - 19.06.15

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"Lieber Pressevertreter, Deinem Akkreditierungsantrag für das 26. Wacken Open Air wurde stattgegeben. Du erhältst in den nächsten Tagen Deine Akkreditierungsunterlagen per E-Mail." Die Email am Donnerstag roch schon ganz gut, heißen tut das für Wacken, wo mehrere tausend (!) Journalisten akkreditiert werden, erst einmal nicht viel, zumindest sagt das nichts über einen Fotopass für die Hauptbühnen aus.

Da muss dann oft noch zäh nachverhandelt werden, letztlich sind die Kollegen vom W:O:A aber stets sehr kooperativ. Das Hotel ist immerhin schon seit dem 5. August 2014 gebucht (mit Stornomöglichkeit natürlich) und auch, wenn das Line-up eher mau ist, sabbert jeder Metalfan zumindest dem Auftritt von Savatage entgegen. Ich bin gespannt, ob es weiterhin die 2014 geänderten Routen für Fotografen gibt, die einen zwangen, unendliche Wege zu gehen und dadurch viel zu wenig Bands fotografieren zu können. Kritik gab es massig, es wird spannend zu sehen sein, ob diese gefruchtet hat. Wer sich einige Impressionen von 2014 geben will, schaut schnell (oder langsam und genüsslich) HIER!

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Was gab es noch Erzählungswertes aus der verrückten Welt des Musik-Business' in dieser Woche? Auf jeden Fall, dass mehr als 30 (!) Fans (Verrückte? Verstrahlte? Millionäre?) zum 300-Dollar-Meet & Greet mit Kiss-Legende Ace Frehley vor dessen Show in Bochum wollten. Dafür gab es ein Händeschütteln, Fotos, einige Unterschriften. Ich verstehe Heldenverehrung durchaus, doch diese bezahlten Meet & Greets werden mir immer ein Rätsel bleiben. Da greift man tief in die Tasche dafür, dass jemand, den man verehrt, von einem (kurze) Notiz nimmt. Das kann jeder machen, aber da bin ich raus.

Ganz ehrlich? Für Ace und Konsorten (das machen mittlerweile ja fast alle Größen) sind das doch nur Cashcows, oder? Hätte ich als Rockstar Respekt vor jemandem, der mir 300 Dollar gibt, damit ich ihm die Hand schüttele? Eher im Gegenteil. Bands nachzureisen, um alle Shows zu sehen, ok. Da ist außer der enormen monetären Beanspruchung nichts gegen zu sagen, aber das geht mir einfach zu weit.

Ich habe enttäuschte Menschen aus dem Ace-M&G kommen sehen, weil der Gute auf einmal viel weniger Zeit hatte als vorgesehen (weil das Konzert um kurz vor 22 Uhr immer noch nicht angefangen hatte und die Vorband sogar aufgrund des Musikers verspäteter Ankunft - wie in Hamburg - aufgefordert wurde, mehr Songs als geplant zu spielen). 

Klar verstehe ich, dass in Zeiten der einbrechenden Gewinne durch Musikverkäufe, ein anderes Feld aufgetan werden muss, um zu "überleben". Komischerweise machen das aber auch meist nur die Bands, die ohnehin so viel Kohle scheffeln, dass sie darauf nicht angewiesen wären.

Im Falle Kiss habe ich eine besonders schöne Anekdote gehört: Jemand, der sich ein Meet & Greet gekauft hat, brachte eine Paul Stanley-Gitarre von Ibanez mit und wollte diese unterschrieben haben. Das Sternenkindchen Paule hat das aber nicht gemacht, weil es nicht zum "Deal" gehörte. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus - und letztlich sind wir Fans doch genau das: Kunden. 

Das Konzert von Ace Frehley war dann dennoch gut und zumindest die Leistung des dick gewordenen einzig wahren Kiss-Gitarristen und seiner Band zauberte bei allen Anwesenden ein Lächeln auf die verschwitzten Gesichter. Fotos gibt es HIER!

Am Sonntag geht es dann wieder in die Bochumer Zeche, wenn die alten Recken von Thunder aufspielen. Wer die noch nicht live gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen.

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Fotos: Ace Frehley / Rebelstar

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Nachdem gerade noch seine alten Weggefährten Paul Stanley und Gene Simmons mit ihren Aushilfsmusikern den Ruhrpott aufgesucht haben (Fotos HIER), wollte es sich Ur-Kiss-Gitarrist Ace Frehley nicht nehmen lassen, den ehemaligen Kollegen zu zeigen, was eine Harke ist. In der Zeche Bochum sorgte Gitarrenlegende Frehley für einen absolut stimmigen Abend, der vor allem Kiss-Fans der ersten Stunde begeistern konnte. Mit seiner frischen Band bewies Ace (nach einiger Verspätung durch die vor dem Konzert abgehaltenen Bezahl-Meet & Greets á 300 Dollar pro Fan), dass er immer noch ein Ass im Ärmel hat, wenn es um Spielfreude geht. Klar, sein Gesang ist seit jeher ein Schwachpunkt, aber eben auch der besondere Stil und Charme des Spaceman. Dazu gab es eine Setlist, die sich gewaschen hatte, alte Kiss-Klassiker gaben neuen Frehley-Songs die Klinke in die Hand. Ein rundum gelungener Abend, zudem auch die tolle Vorband Rebelstar aus den Niederlanden beitragen konnte.

Wir haben Fotos von:

 

ACE FREHLEY

 

REBELSTAR

 

Alle Fotos: (C) Thorsten Seiffert - NO use without written permission

Doc 'n' Roll - 12.06.15

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Es ist Freitag, die Sonne knallt und ich verabschiede Euch ins Wochenende, meine kleinen Facebook-Suchtis. Ich hab in dieser Woche eine Entziehungskur versucht. Am Dienstag habe ich Facebook kurzerhand deaktiviert, völlig. Das hat zur Folge, dass auf einmal auch alle meine Kommentare in igrendwelchen Threads weg sind. Ein Umstand, der manche Diskussion etwas... saudumm aussehen lässt, aber egal (Sorry Janine :D ). Der erste Tag war hart. Die Facefuck-App auf dem Iphone wurde immer wieder angetoucht, aber ich kam dann nicht weiter, weil ein erneutes Einloggen FB wieder aktiviert hätte. Dennoch: Der Klickzwang war da. Erste Nachfragen, was los sei, haben mich angerührt, aber gezeigt, dass es auch ein Leben außerhalb unseres geliebten und gehassten Netzwerkes gibt. Whatsapp zum Beispiel... Nein, natürlich nicht besser, aber weniger zeitraubend, weniger aufregend.

Gern auch Threema oder ein anderes Messenger. Tag zwei stellte sich die erste Erleichterung ein, eine Art Gefühl der Befreiung. Klar, den RocknRoll Reporter gibt es weiterhin auf Facebook. Traurig aber wahr: Ohne FB ist heutzutage kaum gescheites Arbeiten im Medienbereich möglich. Ich persönlich komme aber gerade ganz gut klar, ohne jeden Scheiß kommentieren zu müssen (ich bin da sehr undiszipliniert und kann kaum an mich halten, schlimm). Und auch viele meiner "Freunde" können sicher auch eine Doc-Auszeit gebrauchen auf FB.

Ärgerlich: Ich kann mein Spotify nicht nutzen. Ich werde den Account mal abmelden müssen und einen Non-Facebook-Account erstellen. Andererseits warte ich vielleicht einfach bis zum 30. Juni. Dann startet der Apple-Streamingdienst (mit drei kostenlosen Monaten) und davon verspreche ich mir schon eine Menge, soll doch der gesamte Itunes-Katalog dort verfügbar sein. Picture

Ob meine Facebook-Abstinenz bis dahin anhält? Wer kann es sagen? Ich nicht, Time will tell. 

Fototechnisch war die Woche ebenfalls Pause angesagt (klingt nach nem erbärmlichen Leben, oder?), doch am kommenden Montag geht es weiter. Der 15. Juni ist für mich ein ganz besonderer Tag: Ace Frehley in der Zeche Bochum! Nach der Kiss-Knipsung neulich passt das wie die Faust aufs Auge und Ace ist nach wie vorher ein großer gitarristischer Einfluss für mich, ja eigentlich war er der Grund, warum ich überhaupt Gitarre spielen wollte (und jeglichen Versuchungen widerstanden habe, ein Technikmonster wie Steve Vai werden zu wollen - obwohl ich auch den sehr schätze).

Konzertfotos gab es in dieser Woche natürlich dennoch hier: RocknRoll-Reporterin Janine fuhr in die Biene Maja-Stadt und lichtete die grusel-schlimme Lightshow der Thrashikonen von Testament ab. Fotos davon gibt es HIER!

Ach und dann war da ja noch Rock am "Ring". Nachdem ich im letzten Jahr am Nürburgring im Graben stand (Foto), habe ich dieses Mal bewusst gar nicht erst angefragt und auch, wenn Bands wie Beatstakes oder Slipknot durchaus meinem Rockgusto entsprechen, finde ich eine Veranstaltung, auf der sich solche Heroen mit Leichtmatrosen wie dem Knöpfendrücker Kalkbrenner die Bühnen teilen, überflüssig. Wer übrigens Wacken als Musik-Ballermann sieht, war anscheinend noch nie bei Rock am Ring. Liebes RaR, wir werden keine Freunde mehr fürchte ich.

 

In diesem Sinne: Rock on

 

yoursdocrock

 

 

Doc 'n' Roll - 05.06.15

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Heyho, I wish you all a nice Bridgeday. Nein, das ist sicher kein propperes Englisch, but I am noch in the Eindruck from the Rock im Revier. Da musste ich viel ausländisch plaudern, mal went it good, mal bad. Verstanden hat mich am Ende aber sowohl --- tadddaaaa TUSCH: ROB METALGOTT HALFORD, als auch Accept-Schreihals Mark Tornillo (und deren ganzes Gefolge, als da wären: Tourmanager, Priestmanagerin, unbekannter Guitartech im Hintergrund etc pp).

Womit ich hier jetzt megamäßig auf die Kacke hauen kann, hat mich enorme Nerven gekostet.

Die Story goes so: Ich sollte für das Rock Hard in die heiligen Dressing-Room-Hallen des Metalgottes vordringen, um diesen bei seinem Gesprächstermin mit Mark von Accept (fürs nächste Heft) abzulichten.

Reichlich Managementstress rund um den richtigen Termin ging dem zuvor, dazu verspätete sich auch noch der Auftritt von Accept und der Zeitplan war im Hintern. Trotzdem hat es geklappt und nachdem mich Accept-Tourmanager Rikk in die Höhle des Löwen führte, traf ich auf den vor sich hinträllernden und bestens gelaunten Priester des harten Metals.Rob Halford war so höflich, wie ich es vermutet hatte, so freundlich wie nur irgendwas und auch Mark Tornillo mächtig cool drauf (10 Minuten nach seinem Auftritt wohlgemerkt!).Im nächsten Rock Hard gibt es dann die Bilder zu bestaunen, also mal reingucken. 

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Anfang des Jahres habe ich leichtsinnigerweise mal gesagt, dass ich, wenn ich 2015 Metallica, Kiss und AC/DC fotografieren würde, die Karriere als Konzertknipser eigentlich an den Nagel hängen müsste, schließlich könne da kaum noch etwas kommen. Klar, die Stones wären noch super (aber eher unwahrscheinlich) und auch Slipknot finde ich aus optischen Gründen reizvoll, aber für mich ist das oben genannte Trio schon mehr wert. Solange George Harrison und John Lennon noch tot sind, kommen die Beatles schließlich auch nicht in Frage.

Nun könnte es im Juli soweit sein - AC/DC in Gelsenkirchen und ich im Graben. Was dann? Die Antwort ist eindeutig: "Weitermachen! Immer Weitermachen!" (Olli Kahn) Warum? Weil es neben den Großkopferten der Branche genügend Motive gibt, die es wert sind, von mir fotografiert zu werden.

Denkt zum Beispiel an das grandiose Airbourne-Foto (rechts). Und auch noch eine Nummer kleiner ist Konzertfotokunst möglich - oder vielleicht gerade da mehr als bei Kiss und Co. Denn: Die Bedingungen bei Festivals sind fotografisch nicht ideal. Die Bühnen zum Beispiel sind enorm hoch, dadurch wird der Winkel sehr schlecht, oftmals hat man lediglich Musiker ohne Unterleib im Fokus. Kunst geht anders.

Umso mehr ärgere ich mich dann diesbezüglich über die "Fans", die hochwertige Kameras in die Konzerthalle schmuggeln, dadurch Fotos aus einem besseren Winkel machen können und zudem auch noch Motive bekommen, die die Profis durch die 3 Song-Limitierung nicht bekommen (wie zum Beispiel Halford auf dem Motorrad). Wenn diese Leute dann die Fotos auch noch auf ihren ganz und gar unkommerziellen Webseiten ("Erik Mustermann Photography") veröffentlichen, ist das Dasein eines Konzertfotografen eigentlich überflüssig. Zurück zu Rock im Revier: Dafür, dass es mega-kurzfristig war, die Verlegung nach Gelsenkirchen zu planen und zu promoten, kann man mit der Veranstaltung durchaus zufrieden sein. Klar, die Hütte war nicht voll und auch der ein oder andere Weg zu weit, doch unterm Strich wurde hier richtig gute Arbeit geleistet.

Auch am Ende dieser Woche bin ich jedenfalls noch begeistert davon, wie eine Band wie Kiss zum Beispiel alle Fotografen perfekt bedient hat - und das waren eine Menge im Fotograben.

 

Jeder hat wirklich jedes Motiv bekommen können und die einzige Herausforderung bestand darin, nicht die Speicherkarte vollzuballern. Großer Sport! Wagemutig, wie ich war, habe ich sogar das Fisheye mit in den Graben geschleppt (was bei Locations dieser Größe eigentlich Unsinn darstellt) und wurde mit einem Gruppenfoto belohnt, auf dem sogar Drummer Eric Singer zu sehen ist. Kurzum: Doc Rock glücklich as fuck. Am 15. Juni fotografiere ich dann noch Ur-Kiss-Gründungsmitglied Ace Frehley. Vielleicht sollte ich ihn zum Gruppenfoto montieren. Kiss - the selfmade Reunion.

 

Ich schwebe dann mal ins Wochenende. RocknRoll all Nite and party every day und so, you know?

   

 

 

  

yoursdocrock

 

 

 

Fotos: Rock im Revier

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Kurzerhand vom Ring in den Pott verlegt, hatten die Veranstalter eine Menge zu stemmen, um Rock im Revier in und rund um die Arena zu einer runden Sache zu machen. Bis kurz vor Schluss wurde an Genehmigungen gefeilt, Zeitplänen herumgeschraubt, damit das Revier ein denkwürdiges Festival mit der absoluten Hardrock-Elite erleben kann. Auf drei Bühnen tummen sich Bands wie Kiss, Metallica, Airbourne, Limp Bizikit, Dir en grey oder Muse - viel besser kann ein Line-up schlicht und ergreifend nicht sein. Wir haben Fotos von:

 

TESTAMENT

 

WITHIN TEMPTATION

 

FAITH NO MORE II

 

DIR EN GREY

  

BABYMETAL

 

INCUBUS

 

BONAPARTE

 

THE HIVES

 

EISBRECHER

 

METALLICA

 

HELLYEAH

 

ACCEPT

 

JUDAS PRIEST

 

KISS

(aus vertraglichen Gründen gibt es meine Bilder beim Lokalkompass).

 

 

 

FANS UND CO 

 

 

Doc 'n' Roll - 29.05.15

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ROCK im Revier! Ab heute und mit Metallica und Kiss in der Turnhalle auf Sch**** (den Namen kann ich leider nicht ausschreiben). Ich bin sehr gespannt. Was wurde im Vorfeld gemunkelt.... Metallica hätten noch gar keinen Vertrag unterschrieben, die Arena wird halbleer, zelten will da sicher keiner etc pp.Ich glaube, dass es ein Mega-Wochenende für den Pott wird. Klar, eine Rock am Ring-Ballermannstimmung ist nicht zu erwarten, ein echtes Open-Air-Festival ist schon etwas anderes.

Aber fürs Ruhrgebiet ist das ein dolle Nummer. 

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Das zeigt auch, dass die Tagestickets weg wie warme Semmel gehen. Mal eben Kiss für 65 Euro (mit Accept, Judas Priest und viele mehr im Gepäck) - das ist ein guter Preis.

Man darf also gespannt sein. Lediglich, dass die Presselounge im La Ola-Club auf Sch**** sein wird, klingt absurd :D Keine Akzeptanzprobleme hat ein anderes Festival in Gelsenkirchen. Das Rock Hard lockte am Wochenende wieder Tausende ins Amphitheater, das Wetter, die Stimmung und die Bands waren mehr als großartig. Ich war vor und hinter den Kulissen dabei und muss sagen, dass ich kaum ein besseres Festival bisher erlebt habe. Beeindruckt hat mich der Old-School-Gig von Michael Schenker. Wer seinen Auftritt mit Doctor Doctor von U.F.O. beginnt (und dann später Rock you like a Hurricane von den Scorps nachschieben kann), macht rein gar nichts verkehrt.

Mein Festivalhighlight waren aber die umwerfenden Avatarium. Doom trifft glasklaren Frauengesang, sensationell. Venom hingegen waren.... kultig. Kultig sagt man ja immer, wenn etwas schlimm war, man aber den Wert der Performance bzw den Wert, diese Band doch noch mal gesehen zu haben, schätzen will. Wenn sich Cronos in sein rosa Tüt-Tüt wirft, ist das schon so skurril wie gruselig. Oder eben "kultig".

Bilder des genialen Wochenende hat Kollegin Missty für den RocknRoll-Reporter HIER eingefangen. Meine Lichtbilder erscheinen dann unter anderem im Rock Hard des nächsten Monats. Immer wieder beeindruckend ist bei so einem Festival übrigens das Farbenspielchen mit den Bändchen. Welche Farbe bedeutet was, wer muss wen reinlassen und wen nicht.

Spannend (aufs linke  Foto klicken zum vergrößern). In diesem Zusammenhang muss man der besten Secu der westlichen Hemisphäre, den Jungs von CCS Security, ein großes Kompliment aussprechen. Freundlich, kompetente, bestimmt, immer zu Scherzen aufgelegt. Die Typen sind bombe.  

Bevor der ganze Rock im Revier-Zirkus in die Stadt kam, war ich am Donnerstag bei Def Leppard in K*** (wieder so eine Stadt, deren Name mir unaussprechlich scheint). Großes Kino, ganz großes Kino. Bilder davon gibt es HIER!. Eigentlich wollte ich mir da ja ein Shirt der Band kaufen, so oft sieht man sie ja nicht in unseren Gefilden. Da die aber allesamt hässlich waren, entschied ich mit endlich für ein Black Star Riders-Leibchen (die waren Vorgruppe). Ärgerlich: Beim Rock Hard am Sonntag wäre das gleiche Shirt 10 Euro (!) günstiger gewesen. Aber hier durften Ricky Warwick und Co den tauben Leoparden wohl nicht die Preise versalzen.

Nun aber Daumen drücken, dass das mit Kiss und dem Fotopass am Sonntag so klappt (bei den ganz Großen weiß man ja nie, was sie kurz vor ner Show noch reitet) und entschuldigt die kurze Kolumne. Sooooo busy.....

 

 

Keep on rocking 

 

  

yoursdocrock

 

 

 

"Kiss sind seit 2001 tot"

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Gastautor Spacebear Sven hat einmal wieder tief in seine Kiss-Story geblickt und berichtet uns heute, warum die Band für ihn 2001 aufgehört hat, zu existieren, eine Sichtweise, die viele Kiss-Maniacs durchaus teilen. 

 

 

"Hier also eine kleine Lehrstunde in KISS-Geschichte:

Nur nicht falsch verstehen – naja, vielleicht doch, denn KISS-Fans sind komisch.

 

Eine kleine Reise zurück in die 70er Jahre:
Im Jahre des Herrn 1976 gab es eine Schulfete in meiner (Ihr habt’s erraten) Schule. Jeder Schüler, der meinte einen einigermaßen zeitgemäßen Musikgeschmack zu haben, durfte Schallplatten(!) seiner Wahl mitbringen. Da ich damals „Smokie“ gut fand, aber keine Platte von diesen Schmuseheinis mein Eigen nennen konnte (ich hörte sie lediglich im Radio rauf und runter), brachte ich eine Scheibe mit dem Namen „20 Top Speed Hits“ von Arcade mit (die auch noch meinen Eltern gehörte, sich aber heute in meinem Besitz befindet – nicht mehr abspielbar!). Auf diesem großartigen Sampler waren die neuesten Hits dieser Zeit und eben auch ein paar Rocker (Status Quo mit „Break The Rules“ – zwar ein Rocker, aber doch ziemlich seicht) befanden. Auf einmal dröhnte ein Song aus den Boxen, den ich als unheimliches „Geschrammel“ wahrnahm. Der Song war „I Want You“ von KISS. Ich fand diesen Krach einfach unerträglich!

 

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Zeitsprung zum Ende des Jahres 1977: Ein Freund brachte eine Cassette in mein kleines Kinderzimmer (und meinen Cassettenrecorder) mit und meinte, daß ich mir dieses Tape doch mal anhören sollte. Also nahm ich meine Case von selbst aufgenommenen Songs (aus dem Radio – wie sich das damals gehörte) aus dem Recorder und legte diese Freund-Case ein. Was ich hörte war erstmal sehr lautes Publikumsgejohle und dann ein Intro, welches ich niemals wieder vergessen werde: „You wanted the best, you got the best – the hottest band in the world: KISS!!“. Dann kam der Song „Detroit Rock City“ und bis zum letzten (live-)Song „Shout It Out Loud“ war ich gefesselt. Danach kamen noch fünf Studiotracks, die ebenso elektrisierend auf mich wirkten. Von diesem Moment an war ich Fan dieser Band! Dieser Kumpel und ich veranstalteteten von da an reine Überspielungssessions, denn er hatte einige Cassetten dieser Band (allerdings selbst nur überspielt). Es muß im Februar 1978 gewesen sein, daß ich mir „Alive II“ als Original-Cassette schenken ließ. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Band, die ich vergötterte, schon in diversen BRAVO-Artikeln gesehen und war von ihrem Äußeren sehr beeindruckt – geradezu in ihren Bann gezogen. Natürlich war dann der nächste natürliche Schritt, daß ich mein Taschengeld nur noch für Tapes von KISS ausgab (zugegeben, die meisten Cassetten wurden von Oma und Muttern gesponsert). Ich weiß noch, daß Oma auf dem Hamburger Hauptbahnhof, nach Erwerb der ersten KISS-KISS-MC (nicht „Master of Ceremony“, nein, sondern „MusiCassette“) fragte, warum ich das Teil denn haben müßte, denn auf „Double Platinum“ seien die Lieder doch auch enthalten. Oma wird zwar immer die Beste bleiben, aber von meinem frühen KISS-Fansein hatte sie (noch) keine Ahnung (sie mußte sich später das Schlagzeug-Solo in „100,000 Years“ 1000 mal anhören und sie liebte es!). Mein KISS-Fanatismus ging weiter und bis 1983 („Lick It Up“) kaufte ich mir an jedem Erscheinungstag die neue KISS-MC – danach ging es mit LP’s los.

 

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Meine erste selbstgekaufte KISS-MC war wohl tatsächlich „Double Platinum“ und Mitte 1981 war ich – bis zu diesem Zeitpunkt – komplett. Dann kam die Scheibe, die in den damals „wichtigen“ Zeitschriften (BRAVO und POP/ROCKY) sehr gut besprochen wurde, die Fans aber kaum annahmen: „(Music From) THE ELDER“. Die Scheibe war anders, aber sie gefiel mir. Was die Mehrheit der Fans als Quatsch-Scheibe empfanden, war für mich eben eine neue KISS-Platte und wurde geliebt. Noch heute habe ich einen Wahnsinnsspaß diese Scheiblette (jetzt endlich mit der richtigen Songreihenfolge) zu hören. Trotzdem waren die 80er eine schwierige Zeit für KISS und ihre Fans. Erstmal gab es den Rutsch in (vermeindlich) seichte Gefilde und dann die Demaskierung. Diese Demaskierung mußte anscheinend kommen, da die Band in den Staaten kaum noch Publikum zog und ohne diesen drastischen Schritt in der Versenkung verschwunden wäre. Also gab es 1983 zu dem Album „Lick It Up“ die Demaskierung, die zwar einen neuen Schub an Fans brachte, aber (wenigstens) ebenso viele Fans zum Absprung veranlaßte. Es folgten gute bis sehr gute Scheiben, aber eben ohne ihre – aus den 70er Jahren – bekannten Masken. Eigentlich paradox, daß die Fans, die immer wissen wollten wie die Rockmonster ohne ihre Masken aussehen, vom KISS-Fanzug absprangen als es „endlich“ passierte. Wie auch immer, ich sah KISS 1984 das erste Mal live auf der „Animalize“-Tour und ich kann sagen, daß ich überwältigt war! Was für ein geiles Konzert – in einer kleinen Halle (Stadion Sporthalle in Hannover). Wer nicht dort war, hat etwas verpaßt!
Jetzt habe ich doch glatt den Schlagzeugerwechsel von Peter Criss zu Eric Carr (1980) vergessen! Es ist erstaunlich, aber Eric wurde sofort in seinem NEUEN Fox-Make-up akzeptiert. Leider stieg auch Ace Frehley 1982 (offiziell 1983) aus und wurde durch Vinnie Vincent ersetzt, der auch sein EIGENES Make-up bekam. Vinnie’s Zeit war allerdings begrenzt, da er sich anscheinend als ein sehr schwieriger Chrarakter (nicht die Maske) erwies. Vinnie wurde durch Mark Norton (aka Mark St. John) ersetzt, welcher leider eine Form von Artritis (Morbus Reiter) entwickelte und auf der laufenden „Animalize“-Tour temporär und schließlich permanent durch Bruce Kulick ersetzt wurde. Diese Besetzung (Gene Simmons, Paul Stanley, Eric Carr und Bruce Kulick) veröffentlichte in den 80er Jahren gute bis sehr gute Alben, welche auch gut verkauft wurden, wurde aber von den alten Fans als eine von vielen „Hair-Metal(?)-Bands“ abgetan und nicht weiter verfolgt. (Warum ich dies so sehr betone wird später deutlich!)
Also mal wieder fast forward in die 90er:
Das letzte Studioalbum der 80er „Hot In The Shade“ lief in den Staaten – nach der Single „Forever“ – recht ordentlich und so konnte die Tour stattfinden, welche auch ganz ordentlich besucht wurde. Nach Ende der Tour (Anfang ´91) kam der Schock: Eric Carr war an Krebs im Herzen erkrankt! Eine Krebsart, die sehr selten auftritt und daher auch noch nicht gut erforscht zu sein scheint. Jedenfalls mußte sich Eric einer Operation an offenem Herzen und später einer Chemotherapie unterziehen. Ich weiß noch, daß ich zu einem Kumpel damals sagte, als KISS verlauten ließen, daß Eric vielleicht nicht fit genug sei um das neue Album einzuspielen und auf Tour zu gehen, daß sie sich doch besser auflösen sollten. Damals „kannte“ ich Gene und Paul aber noch nicht gut genug! Die Show muß anscheinend immer weitergehen, auch wenn ein Freund (wie Gene und Paul Eric immer bezeichnet haben) totkrank ist. In dieser Krankheitsphase heuerten KISS (Gene und Paul, die endlich nach Ace’s Ausstieg die volle Macht über die Band hatten) den ehemaligen Badlands-, Lita-Ford-Drummer Eric Singer an um die neue Platte einzuspielen. In den Medien wurde natürlich kolportiert, daß Eric S. nur ein temporärer Ersatz wäre bis Eric Carr wieder fit wäre.

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Leider verstarb Eric Carr an seiner schweren Krankheit am 24.11.1991 (demselben Tag wie Freddie Mercury – wodurch ihm auch nach seinem Tod die zweite Klasse zugewiesen wurde, denn die meisten Medien beschränkten sich auf Freddie.).
Eines ist mir heute klar: Hätte ich die Informationen damals über Eric’s Tod gehabt, die ich heute habe, hätte mein KISS-Fansein mit Eric’s Tod geendet!
Wie dem auch sei, Gene, Paul und ihre Angestellten veröffentlichten das Album „Revenge“ im Jahre 1992 und haben Eric C. tatsächlich die Platte gewidmet und einen alten Track ausgegraben, den Eric 10 Jahre verzweifelt gesucht hatte („Carr Jam 1981“) und der vor ihm zurückgehalten wurde. Auf einmal war er auf der Platte zu hören – mit Gitarren-Overdubs von Bruce Kulick anstelle von Ace Frehley. Erstaunlich!
Nach dieser – zugegebenermaßen – guten Platte gingen KISS (oder was davon übrig war) auf Tour und spielten in halbvollen Hallen. Dies hielt sie aber nicht davon ab, interessante VHS-Videos zu veröffentlichen auf denen sie (wenn ich „sie“ schreibe, meine ich Paul Stanley und Gene Simmons) die neue Besetzung in den Himmel zu loben und Eric Carr am Rande als sehr freundlichen und guten Bandkumpel zu loben.
Im Großen und Ganzen dümpelten KISS aber dahin. Bis es auf einmal Interesse von MTV (ein Sender, der KISS in den letzten Jahren – freundlich gesagt – ignoriert hatte) für ein MTV Unplugged Konzert gab. G + P witterten ihre Chance und sagten zu. Nicht ohne vorher Kontakt zu Peter Criss und Ace Frehley aufzunehmen. Was passierte war ein MTV-Unplugged-Konzert (1995), währenddessen Peter und Ace für die letzten vier Songs mitspielten und das Publikum die derzeitige Band (Simmons, Stanley, Singer und Kulick) schon gar nicht mehr sehen wollte. Die Fans wollten Ace und Peter zusammen mit Gene und Paul.
Dieser MTV-Auftritt (auf den ich durch Zufall aufmerksam wurde und bei dem Erscheinen von Ace und Peter Tränen in den Augen hatte) war wohl der Anstoß für die Reunion-Tour.
Jedenfalls gab es im Frühjahr 1996 die Bekanntmachung, daß die Original-KISS-Band wieder auf Tour gehen würde. Zuerst war nur von Amerika die Rede, dann kam aber das „MOR-Festival“ in Castle Donington dazu. Da ich mir nicht sicher war ob ich diese Band jemals wiedersehen würde, buchte ich einen Flug (ach ja, damals gab es noch die gute DM und mir ging es besser) und ein Bed and Breakfast Hüttchen und düste zu dem großartigsten KISS-Konzert meines Lebens!
Da waren sie also, Gene, Ace, Paul und Peter in voller Maskerade auf einer mordsmäßig riesigen Bühne und ich in der 36sten Reihe (aber doch irgendwie auf Peter’s Schoß). Es war ein KNALLER! Vergessen war all der Groll auf Gene und Paul (Ich Dussel). Auf dieser Re-union-Tour habe ich KISS vier Mal gesehen – einmal in GB und den Rest in Deutschland.Picture
Mein KISS-Fan-Herz war wieder am Überschwappen! Im Jahre 1998 gab es dann sogar das – damals – grandiose Re-union-Album „Psycho Circus“ und die dazugehörige Tour. Ich war wieder völlig aus dem Häuschen (3 Konzerte)!
Nun wird’s unhübsch!
Noch völlig beseelt von dem Erlebten mit der Original-Band, mußte ich eines Tages in der Fachpresse (nee, jetzt war es nicht mehr die BRAVO) lesen, daß KISS sich auflösen und auf Abschiedstour gehen würden. Ganz doll traurig! Die Tour fand allerdings nur jenseits des großen Teiches statt und daher konnte ich nicht dabei sein. Schiete!
Im Januar – KISS waren immer noch auf Farewell-Tour – las ich in der Presse, daß Peter nicht mehr dabei sei und durch Eric Singer (welcher im Entstehen der Re-union seinem Zorn freien Lauf lies und sich sehr ungerecht behandelt gefühlt hatte) ersetzt werden würde. Soweit so schlecht. In Fankreisen gab es die wildesten Gerüchte was für eine Maske Herr Singer denn tragen würde, denn schließlich hätte doch jedes neue Mitglied (zu Make-up-Zeiten) seinen eigenen Charakter kreieren können. Diese Frage wurde sehr schnell beantwortet (durch das Internet geht soetwas heutzutage!): Eric Singer würde das Cat-Make-up von Peter tragen! WAS!?!? Mit dieser Aussage wurde die Fanbase zum vierten Male gespalten. Das erste Mal war nach Erscheinen der „Disco“-Platte DYNASTY, zum zweiten mal bei der Demaskierung, dann nach dem Weitermachen nach Eric Carr’s Tod und nun gab’s auch noch die Make-up-Frage. Viele Fans haben sich wahrscheinlich gesagt, daß solange Ace in der Band ist, ist alles gut. Das sollte sich schnell ins Gegenteil drehen, denn als KISS entschieden, daß sie nach der Abschiedstour doch weitermachen wollten (kennt man ja von den Stones, Eagles etc.), sagte Ace „Farewell is farewell!“ und blieb weg. Respekt, Alter! Nun geschah allerdings das Unglaubliche: Der Leadgitarrist war verschwunden (G + P versuchen seitdem Herrn Frehley bei jeder Gelegenheit in den Dreck zu ziehen) und nun mußte eine Lösung her – und zwar schnell. Was macht man da? Man steckt den ehemaligen Roadmanager, der früher mal in einer KISS-Cover-Band den Spaceman gespielt hatte, in die Maske und das Kostüm von Ace Frehley und trägt ihm auf die Gitarrenparts und Gestiken von Ace 1:1 zu übernehmen. Gute Idee, nicht wahr!? NEIN! Es wurde allerdings so beschlossen und Berichte aus den Staaten besagen, daß die Zuschauer über Jahre dachten, daß immer noch Ace Frehley auf der Bühne stünde. If we can trick the states, we can trick everybody....
Zugegeben, ich habe mir TBFKAK (The Band Formaly Known As KISS) in den Jahren 2008 und 2010 in Hamburg angesehen und war schwer enttäuscht! Ich war nicht nur enttäuscht darüber, daß es zwei Möchtegern-Stars auf der Bühne gibt, die versuchen riesige Schuhe auszufüllen die sie niemals hätten anprobieren dürfen, sondern, daß Paul Stanley’s Stimme leider (und das meine ich sehr ernst) total im Arsch ist! Der Mann hatte früher eine der markantesten und besten Stimmen im Rock and Roll und nun krächzt er vor sich hin und merkt es noch nicht einmal.
Es ist ja nicht schlimm (es ist schade), wenn ein Sänger seine Sangeskraft verliert, aber daß er immer noch so tun muß als ob er Pavarotti wäre erschließt sich mir nicht wirklich.

Epilog ;-)
Im Jahre 1980 wollte ich unbedingt zum KISS-Konzert in der Hamburger Ernst-Merck-Halle (gibt es leider nicht mehr). Das Konzert wurde aber abgesagt (da sich Gene Simmons, Zitat aus einer der führenden Musik-Zeitschriften ;-) „Mit seinem speziell für seinen Feuerspucktrick konstruierten Mundeinsatz die Speiseröhre verletzt hat.“) Nun wissen wir, daß Peter Criss’ Ausstieg/Feuerung aus der Band der Grund war. Jedenfalls wurde die Tour auf den Herbst desselben Jahres verschoben und ich habe nicht mehr an ein Erscheinen meiner Rock-Götter geglaubt. Die Tour wurde tatsächlich im Herbst mit Eric Carr am Schlagzeug nachgeholt und ich war nicht da. ☹ Ich ärgere mich noch heute darüber!
Nun werden KISS am 02.06.2015 in Hamburg spielen und ich werde FREIWILLIG nicht zum Konzert gehen. So schließt sich der Kreis.
Fast hätte ich es vergessen: Die Fans, die heutzutage Fans verurteilen, daß sie KISS mit den neuen Mitgliedern in den alten Masken nicht akzeptieren, haben ihre Auszeit in den 80ern genommen und die Band nicht mehr verstanden – ICH war bis 2001 IMMER da!!! Soviel dazu!

Da sehe ich mir lieber am 10.06.2015 Ace Frehley solo im Grünspan an – ICH FREUE MICH WIE BOLLE!!!!"

Kiss und Metallica auf Schalke

PictureWas als Festival am Nürburgring angefangen hat, ist nun durch die Verlegung zu einem Gigantentreffen mitten im Ruhrpott geworden: Rund 70 Bands sollen vom 29. bis 31. Mai die Arena auf Schalke zum Kochen bringen. Aus „Grüne Hölle“ wird „Rock im Revier“. Am Start ist das „Who is Who“ der Rockmusik mit Bands wie Kiss, Metallica, Judas Priest, Muse, Faith no More oder The Hives. Die Fans sind noch skeptisch, doch wer weniger auf Festivalambiente denn auf bockstarkes Line-up Wert legt, also weniger Ballermann, mehr Musik favorisiert, könnte hier auf seine Kosten kommen.

Dabei sollen bis zu drei Bühnen die Fans zum Headbangen einladen, die Hauptspielstätte wird in der Arena selbst sein - bei gutem Wetter natürlich auch ohne Hallendach. Die zweite Bühne wird in der Emscher-Lippe Halle platziert, eine dritte Open-Air-Stage ist beantragt.
Damit das Ganze auch echten Festivalcharakter bekommt, werden Zeltplätze ausgewiesen, von denen ein Shuttlebus zum Gelände fährt.
Während in den sozialen Netzwerken vor allem die Akustik in der Arena kritisiert wird, hat sich der Veranstalter auch dafür etwas einfallen lassen: So soll unter anderem der Innenraum und die Tribünen durch Wände mit Akustikmaterial ausgestattet werden. Dass der Metallica-Tontechniker vom letzten Mal als Referenz genannt wird und wieder mit dabei ist, muss jedoch nichts Gutes heißen, war bei den BIG4 der Sound doch unterirdisch. 

Dass es musikalisch darüber hinaus nichts zu meckern geben kann, beweist ein Blick auf die beteiligten Bands: Die US-Legende Kiss muss man live einfach einmal gesehen haben, Metallica liefern immer richtig fett ab, wie sie schon beim Big4-Konzert in der Arena einst bewiesen. Mit Muse ist auch für Ästhetiker ein echtes Schwergewicht dabei, während „kleinere“ Gruppen wie Turbonegro, Eskimo Callboy oder die deutsche Metallegende Accept einfach der ideale „Unterbau“ für ein perfektes Festivalwochenende sind. Der Vorverkauf für Rock im Revier in der Veltins-Arena hat bereits begonnen. Tickets kosten 69 Euro inkl. aller Gebühren pro Tag. Das Dreitagesticket kostet 179 Euro. Die Karten sind an allen üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Kiss-Ikone Ace Frehley spielt in Bochum

PictureEs gibt nur einen wirklichen Kiss-Gitarrist mit Spacecharakter, da können Gene und Paul mit ihrer Tribute-Band namens Kiss, noch so viele Menschen in Kostüme und Masken der Gründungsmitglieder stecken. 

Ace Frehley hat mit Kiss die Welt verändert und obwohl sein technisches Spiel gegenüber den großen genialen Technikern wie Vai, Hendrix, Van Halen ordentlich abstinkt, ist er ein Weltklasse-Songwriter und spielt eben genau so, dass man vor dem Radio denkt: Boah, wie geil, das versuche ich auch. Bei Vai kommt man nur schwerlich auf diese Idee, will man nicht vor dem ersten öffentlichen Auftritt seines Lebens sechs Jahre acht Stunden am Tag üben.

Space-Ace kommt nun mit seiner aktuellen CD "Space Invader" auf Tour und auf, wenn die Preise recht gesalzen sind (45 Euro), ist das wohl ein Pflichttermin für Kiss-Fans. Gespielt wird in Hamburg am 10. Juni im Grünspan und in der Bochum Zeche am 15. Juni.

 

HIER gibt es Tickets!

 

Zur Vorbereitung kann mans eine Biographie "No Regrets" durchaus empfehlen. In diesem ersten Teil seiner Memoiren lässt er kaum eine Geschichte aus, die er in seiner Zeit mit Kiss erlebt hat. Von im Suff zerstörten Protzkarren über der Legende, dass er seinen ersten Gesangstrack im Liegen eingehämmert hat, ist alles dabei. Das Buch kommt in der deutschen Fassung im schön gebundenen Format und hat auch einen Haufen Privatfotos des Gitarristen im Angebot. Ace erzählt bzw lässt von Joe Layden und John Ostrosky auf launige Art und Weise, so dass der Unterhaltungsfaktor des Buches recht hoch ist.

Grüne Hölle: Endlich wieder Rock am Ring

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Das neue Logo schreit Rock und Metal, der Name ist etwas sperrig, doch "Der Ring - Grüne Hölle Rock" wird 2015 mit einem echten Paukenschlag gegen die große Konkurrenz von Marek Lieberbergs Rock am Ring am Nürburgring anstinken. Das Line-up nämlich liest sich hervorragend und vor allem die strikte Metal/Rock-Ausrichtung ist das, was Musikfans der härteren Gangart schon lange bei Rock am Ring vermisst haben. Zwischen "Musikern" wie Cro lässt es sich schlecht rocken. Das ist am Ring nun endlich vorbei, denn mit Bands wie Kiss, Metallica, Muse, Accept, Anti-Flag, Any Given Day, Arcane Roots, Emmure, Exodus, Faith No More, Five Finger Death Punch, Hang The Bastard, Incubus, Judas Priest, , Kissin Dynamite, Limp Bizkit, Orchid, Poets Of The Fall, Testament, The Darkness, The Picturebooks und Turbonegro muss man keine große Sorge haben, dass hier zu weich gespült wird.

Tickets sind kein Schnäppchen, kosten ab 169 Euro (HIER).

 

Die beiden neuen Festivals "Der Ring - Grüne Hölle Rock" und Rockavaria finden zeitgleich vom am 29. bis 31. Mai 2015 statt.Bei "Rock am  Ring", das erstmals in Mendig stattfinden wird, spielen natürlich ebenfalls einige Rocker: Slash, Slipknot, Marilyn Manson, Motörhead, Foo Fighters. Es bleibt also spannend, eines ist aber klar: Zwei so große Festivals in unmittelbarer zeitlicher Nähe (Rock am Ring ist ein Wochenende später) tun niemandem gut. Es herrscht Darwinismus bei den großen Fischen im Konzertteich. Aber das ist auch nichts Neues...

 

Tickets für die Mega-Festivals gibt es ab 6.11. 2014 um 10 Uhr europaweit unter: www.ticketmaster.de oder über die Hotline 01806 - 999 000 555

Review: Ace Frehley - Space Invader

ace-frehley-space-invader-insideAce Frehley ist Gott! Punkt! Aber auch Gott hat seine schwachen Tage. Ace hatte davon eine ganze Menge, dafür aber auch veranlasst, dass rund 64664664664663465 (Schätzung) junge Menschen das Gitarrespielen angefangen haben. Ace hat mit Kiss die Welt verändert und obwohl sein technisches Spiel gegenüber den großen genialen Technikern wie Vai, Hendrix, VanHalen ordentlich abstinkt, ist er ein Weltklasse-Songwriter und spielt eben genau so, dass man vor dem Radio denkt: Boah, wie geil, das versuche ich auch. Bei Vai kommt man nur schwerlich auf diese Idee, will man nicht vor dem ersten öffentlichen Auftritt seines Lebens sechs Jahre acht Stunden am Tag üben.

Gott hat also eine neue CD auf den Markt geworfen, die hat ein klassisches Kiss-Artwork (von Ken Kelly) und heißt passend zum Space-Ace-Image "Space Invader". Vorbei die Zeit, in der man ewig auf neues Material von Frehley warten musste, nach "Anomaly" erscheint "Space Invader" in einem vertretbaren Wartezeitraum von... ok vergessen wir das. "Anomaly" ist dann doch von 2009, für Ace sind fünf Jahre aber ein Klacks. Zwischen dem sehr guten "Trouble Walkin"-Album und "Anomaly" lagen etwa zwei ganze Jahrzehnte. 

Mit dem Titeltrack startet die Scheibe und Ace klingt frisch, seine Sounds knackig wie gehabt, seine Soli ziemlich gut. Diese gute Verfassung zeigte er schon auf den Solotouren vor einiger Zeit. So fit habe ich Ace noch nie gesehen. Ace ist Ace and he told us so, deshalb sind wieder manche Dinge an der Peinlichkeitsgrenze ("Immortal pleasures" etwa). Deshalb ist sein Gesang fast immer eher schwach, aber das muss man halt so hinnehmen, so ist und war er halt immer. Hate it or love it (aber sei nie kritiklos, auch nicht bei deinen Helden!)!

Warum man "Boys" auf "Toys" (im ordentlichen Song "Toys") reimen muss, weiß ich auch nicht. Das ist läppisch. Ace' Gesangslinien sind zum Teil infantil. Da sollte er einfach mal jemand anderen ran lassen, um Linien zu verfassen, denn dann kommt der Gesang sofort besser rüber.

Das ist viel Kritik, aber ich bin auch ein großer Verehrer. Kommen wir zu den guten Seiten der Medaille: "Into the Vortex" ist ein starker Song, "Past the Milky Way" ("I'm running out of oxygen but I still got my guitar... Klasse!) der Höhepunkt der CD.

Überhaupt ist das Spielen mit dem Space-Ace-Klischee eine tolle Idee. Das hat er immer mal wieder gemacht ("Remember me" auf "Trouble Walkin' zB), aber in dieser Konsequenz ist es beeindruckend gelungen.

"Gimme a feelin'" wurde vorab veröffentlicht und macht für mich einen ebenfalls starken Eindruck, während ich mit der Coverversion des eigentlich tollen "The Joker" nix anfangen kann, aber hier scheiden sich die Geister stark. Was ich verhunzt finde, lieben manche Kiss-Fans.

"I wanna hold you" nervt durch die erwähnten schlechten Gesangslinien und ist verschenkt, weil die Gitarrenarbeit hier grandios ist und an Kiss-Klassiker erinnert. "What every Girl wants" könnte auch auf dem 78er Solo-Debüt gestanden haben, was natürlich ein Gütesiegel ist. "Reckless" hat was von einer "Frehley's Comet"-Nummer, stellt aber keinen Höhepunkt da, während das obligatorische Instrumental zum Schluss "Starship" etwas langatmig (und langweilig) beginnt, sich über Mittelteil und Ende aber zu einem der herausragenden Stücke der CD mausert und ein würdiger Nachfolger der "Fractured"-Reihe ist. "Space Invader" ist am Ende des Tages auf jeden Fall ein ordentliches Album mit einigen echten Höhepunkten und rangiert für mich vor dem letzten Output von Paul Stanley, Gene Simmons  und den zwei angeschlossenen Mietmusikern. 

 

Fazit: Ace-Fans müssen es lieben, trotz aller Kritikpunkte

 

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"Ich wäre ein guter Bond-Bösewicht" - Alice Cooper im Interview

 

Wenn der Großmeister des Shock-Rock, Alice Cooper, den Hörer in die Hand nimmt, um aus Phönix im Ruhrpott durchzuklingeln, ist klar, dass die RocknRoll-Reporter Zeit, Ohr und eine Menge Fragen für den unermüdlichen Entertainer bereithalten. 

 

PictureRRR: Alice Cooper, im April spielst du mit einem Orchester bei Rock meets Classic in der Essener Grugahalle. Eine Premiere für dich?

 

"Es ist nicht wirklich das erste Mal, dass ich mit klassischen Musikern live auftrete. Ich habe so etwas in den 90er Jahren schon einmal gemacht (British Rock Symphony mit u.a. Roger Daltrey - die Red.), aber da ging es nicht vorrangig um Alice Cooper-Songs, während ich jetzt einen ganzen Haufen meiner Songs im klassischen Arrangement spielen kann. „Welcome to my nightmare“, „Only woman bleed“, „Poison“ oder „House of Fire“ zum Beispiel werden dabei sein, insofern ist es dann doch etwas Neues."

 

Ist man nach fast 50 Bühnenjahren dann noch nervös?

 

"Nein, Nervosität kenne ich nicht. Ich bin niemals nervös auf der Bühne."

 

Stehst du denn überhaupt auf klassische Musik?

 

"Du wärst überrascht, was ich alles höre. Jazz, Broadwaymusik, ja sogar Country (lacht). Und da meine Frau sehr gerne klassische Musik hört, haben wir bei irgendwelchen Ausflügen mit dem Auto stundenlang Klassik gehört. Man bekommt eine Menge toller Ideen und Anregungen für seine eigene Musik durch die Klassik."

 

Du warst ja jetzt schon oft in Deutschland. Was magst du hier besonders?

 

"Die tolle Sache an eurem Land sind unter anderem die absolut loyalen Fans. Zu unseren Shows in Deutschland kommen immer noch viele der Leute, die uns schon Ende der 60er, Anfang der 70er gesehen haben. Und das Tollste: Sie bringen ihre Kinder und sogar Enkelkinder mit. Und die sind dann völlig von den Socken, dass wir eine so große Show fahren. Weißt du, wenn ich in eine Stadt wie Essen komme, dann liebe ich es, einfach nur spazieren und shoppen zu gehen. Ich schnappe mir meine Frau und wir laufen 10 bis 15 Meilen quer durch Essen. Wir gehen einfach überall hin."

 

In deiner Biographie "Golf Monster" geht es zur Hälfte auch um deine neue Sucht, das Golfspielen. Immer noch abhängig?

 

"Ich spiele in der Tat jeden Tag Golf. Gerade heute morgen habe ich zwei über Paar gespielt. Das Verrückte: Je älter ich werde, desto besser spiele ich. Heute, mit 65, spiele ich das beste Golf meines Lebens. Ich schlage härter und weiter, präziser und putte viel besser.

Die theatralischen Elemente deiner Show mit dem Einsatz einer Guillotine, Zwangsjacken und Boa Constrictors sind seit jeher immens. In Filmen hast du auch häufig mitgespielt (u.a. Fürsten der Finsternis von John Carpenter). Ist da bald wieder etwas zu erwarten?

Ja, ich denke schon. Der letzte Film war ja 'Dark Shadows' mit Johnny Depp, davor habe ich in 'Suck' mit Malcolm McDowell gespielt. Ich würde liebend gerne aber auch mal wieder einen echten Charakter spielen, einen, der eben nicht Alice Cooper ist."

 

Was wäre deine Lieblingsrolle?

 

"Ha, ich denke, ich wäre ein richtig guter James Bond-Bösewicht. Oder aber Moriarty, der geniale Gegenspieler, der Sherlock Holmes das Leben schwer macht. Sherlock wäre nichts für mich, aber Moriarty genau mein Ding."

 

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In Wacken etwa spielst du vor 70.000 Metalheads, in Oberhausen und Mülheim habe ich dich auch in kleineren Hallen gesehen. Was gefällt dir besser?

 

"Wir spielen natürlich immer gerne die großen Bühnen. Doch, wenn du wirklich sehen willst, was Alice Cooper ausmacht, musst du mich und die Band in einem Theater sehen. Maximal 3000 Plätze. Manchmal machen wir so etwas aus der Reihe, denn in einem Theater oder einer kleineren Halle wirken Songs und Show einfach am besten."

 

Dein nächstes Album wird eine Cover-Scheibe sein. Was hat es damit auf sich?

 

"Ich singe da Songs meiner ganzen betrunkenen toten Freunde (lacht herzhaft). Ich nenne das Album immer „All my dead drunk friends“, wobei der Titel nicht wirklich feststeht. Aber ich singe halt Songs von verstorbenen Freunden wie Hendrix, Keith Moon (The Who) oder Jim Morisson (Doors). Freunde, mit denen ich gesoffen habe, mit denen ich high war. Ich weiß noch nicht, ob es in diesem Jahr rauskommt oder erst nächstes Jahr, denn es werden auch vier bis fünf neue Songs vertreten sein. Dazu spielen viele Gäste mit, ich verrate aber noch nicht, wer genau dabei sein wird. Ok, Orianthi (Alice Coopers Tour-Gitarristin) wird drauf zu hören sein. Auf jeden Fall sagen kann ich auch noch, dass Bob Ezrin (legendärer Produzent u.a. von Alice Cooper und Kiss) das Album produziert."

 

Du hast in Jesus Christ Superstar gesungen und gespielt, Filme gemacht, alle großen Bühnen gerockt, ein Buch geschrieben, singst nun mit einem Orchester. Was ist denn die größte deiner Künste?

 

"Die Tourneen sind immer große künstlerische Herausforderungen. Live-Shows sind eine eigene Kunstform, wenn man sie mit solchen Elementen versieht wie wir. Wenn Jugendliche zum ersten Mal eine Alice Cooper-Show sehen, sind sie geschockt. Geschockt von der großen Aufführung. So etwas kennen viele junge Leute gar nicht mehr. Die „Foo Fighters“ sind eine der jüngeren Bands, die wissen, wie es geht. Sie haben eine vor Energie strotzende Bühnenpräsenz. Das finde ich toll. Rammstein zum Beispiel haben etwas erschaffen, was vorher niemand gemacht hat, und das ist es, was bei mir großen Respekt auslöst. Rammstein sind toll. Sie sind einzigartig."

 

Warst du damals eigentlich sauer, als Kiss durchstarten wollten und eigentlich fast alle deiner Ideen wie Make-up und die theatralische Show „geliehen“ haben?

 

"Nein, ganz im Gegenteil. Sie kamen sogar vorher zu mir, um zu fragen, woher ich mein Make-up beziehe. Aber darüber hinaus habe ich ihnen immer gesagt, dass das für mich ok ist, so lange sie ihr Ding machen und nicht ein Alice Cooper-Ding durchziehen. Bis heute sind Paul Stanley und Gene Simmons gute Freunde, ich war schließlich so eine Art Berater für sie. Ich wusste schon, was sie tun wollen, bevor sie es selbst wussten - und taten."

 

Dann müssten dir moderne Shock-Rocker und Horror-Experten wie Rob Zombie und Marilyn Manson besonders gut gefallen.Picture

 

"Rob ist mit Slash einer meiner besten Freunde aus der Rock ‚n‘ Roll-Welt. Ich mag es, wenn jemand eine große Show auf der Bühne macht. Insofern finde ich auch Manson stark. Die Parallelen damals waren groß. Marylin und Alice. Ich habe ihm da schon gesagt: Pass auf, du wirst damit großen Trubel auslösen. Und genau das wollte er ja auch. Er ist ein sehr netter Mensch und wird ziemlich fehlverstanden."

 

Unsere Trademarkfrage am Ende eines Interviews: Wenn du ein Charakter aus den Simpsons wärst, wer würdest du sein wollen?

 

"Ich liebe die Simpsons! Ich bin ein wirklich loyaler Fan, auch wenn ich 'Family Guy' sogar noch satirischer finde. Wenn ich ein Charakter aus Simpsons sein sollte, ich wäre Flanders. Er ist der perfekte Nachbar."

 

Fotos von Alice Cooper findet Ihr HIER und HIER und HIER!

 

Hintergrund:

 

 

- “Rock Meets Classic”-vereint in einem dreistündigen Liveprogramm weltbekannte Rock-Hits mit gefühlvoller Klassik.
- In Essen am 2. April werden Alice Cooper, Kim Wilde, Midge Ure und Joe Lyyn Turner dabei sein.

 

 

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Ein Wochenende voller Küsse (und Horror)

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Schock-Rocker, Horror-Schocker- KISS sind in ihrer dekadenlangen Karriere häufig in die Ecke des Gruseligen gerückt worden, dabei wollen sie doch nur spielen. Dennoch passt ein KISS-Wochenende im Rahmen der Weekend of Horror wie das Blut an Draculas Zähnen. Am 9. und 10. November findet eine fette zweitägige KISS-Party mit Livemusik, Merch und vielem mehr in der Turbinenhalle Oberhausen statt.

Gleich am ersten Tag gibt's die volle Ladung: Kissin Time (Fotos HIER - ein Interview mit Drummer Max steht HIER), MARKK13 (Fotos HIER) und Phoenix Rising lassen nicht nur KISS-Fans vor Begeisterung das Resthaar schütteln. Dazu gibt es den KISS-Fanclubstand. Los geht es um 19 Uhr, Einlass ist bereits um 17 Uhr.

Einen Tag später kommt dann mit John Corabi ein echter Weltstar. Corabi - bekannt als Vince Neil-Ersatz bei Mötley Crüe - hat schon vor Jahresfrist in Oberhausen mit einer Unplugged-Show begeistert. Wer damals nicht in den Genuss des Konzertes kommen konnte, findet HIER Fotos davon - oder kommt einfach zur KISS-Party. Dazu spielen die Torpedo Girls einen ganz speziellen Tribut an ihre Lieblingsband, KISS. Einlass ist am zweiten Tag um 17 Uhr, die Show startet um 18.30 Uhr.

Mehr zur KISS-Party gibt es HIER!

 

kissparty2013

Kiss in Berlin

Leider war im Fotograben kein Platz für die RocknRoll-Reporter,

dafür gibt es einige Fanfotos aus der Berliner Waldbühne.

HIER!