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Samstag Oktober 20, 2018
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3 items tagged "Eishockey"

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Review: NHL 17 (PS4)

91kZyaSiN3L. SL1500 EA Sports ist bekannt für eine Politik der kleinen Schritte: Auch NHL 17 macht da keine Ausnahme und verbessert das ohnehin schon ziemlich starke NHL 16 in nur wenigen Punkten. Viel ist nach der guten Auflage des letzten Jahres aber auch nicht zu machen gewesen (im Gegensatz zum Sprung vom grottigen 15 auf 16). Die Grafik wurde wieder verschönert und ist immer noch beeindruckend. Da spritzt das Eis, reflektieren die Visiere der Helme, hüpfen die Maskottchen der NHL-Clubs vor Freude oder Ärger - kurzum: NHL 17 ist sehr stimmungsvoll und sieht stark aus. Man möchte sich da gar nicht ausmalen, was die Frostbyte-Engine, die in diesem Jahr erstmal bei Fifa 17 eingesetzt wird, dem Spiel noch Gutes tun kann. 

Zum Gameplay: NHL 17 ist zugänglicher als es 16 war, ohne dabei aber zu einem einfachen Arcade-Sporttitel zu werden. Erfahrene Hockeyspieler werden sofort klar kommen und Neulinge nicht überfordert, was auch an der "selbstlernenden" KI liegt, die sich am Spielstil des Users ausrichtet. Das Spiel ist einen Hauch langsamer geworden, was dem Gameplay gut tut, auch, wenn es ein Stück Realismus entfernt. 

Zum ersten Mal kann man in NHL 17 auch die Eishockey-WM spielen - alle Teams sind dafür natürlich lizensiert. Es wurde Zeit, dass dieser Modus Einzug hält. Auch aktuelle Regeländerungen sind enthalten: So wird die Overtime wie neuerdings in der NHL mit 3 gegen 3 gespielt. 

Ob Fantasy Draft mit einem Team voller Stars in Draft Champions, den Franchise-Modus , HUT oder den Be a Pro-Modus - die Spieloptionen sind so üppig wie nie. Dabei kann man in diesem Jahr wirklich alles editieren, sich sogar eine Arena nach seinem Gusto gestalten. Es gibt einfach nichts zu meckern - außer vielleicht, dass die Ingame-Musik nicht zum Hockey-Sport passt. Pop und HipHop dürfen gerne beim Basketball bleiben - beim harten Sport muss harte Musik her. 

 

Fazit: Nahezu perfekte Eishockey-Simulation

 

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rock

Doc 'n' Roll - 19.02.16

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Bra Dag, liebe Leute. Das ist schwedisch und heißt "Guten Tag". Wenn Ihr das hier lest, taumele ich nämlich zwischen Arielle der kleinen Meerjungfrau von Kopenhagen und dem schwedischen Malmö umher. Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen des Eishockeys. Wenn wir nämlich in nordischen Landen unterwegs sind, schaut sich die Reisegruppe Rock stets ein heißes Kufenspiel an. So habe ich schon Spiele in Stockholm, Laappeenranta und Riga (da sogar die Olympia-Quali) gesehen. Gestern waren die Malmö Red Hawks unser Ziel. Eines stelle ich dabei immer fest: Es hat den Anschein, dass die Spiele in diesen Ländern (hauptsächlich in Schweden) gefühlt doppelt so schnell als in Deutschland sind. Das geht da viel härter und fixer zur Sache. Ansonsten pendeln wir schön zwischen Kopenhagen und Malmö über die grandiose Öresundbrücke, eine 7845 Meter lange Hochbrücke, zwischen den beiden Ländern, getreu unserem Motto: Fotos schießen in Kopenhagen, Bier trinken in Malmö. Kopenhagen ist schließlich eine der teuersten Städte Europas.

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Der Kurztrip ist auch der Grund, warum dieser DocnRoll knapp ist und nur wenig Roll enthält. Einen Konzerttipp gibt es dennoch: Am Sonntag bombardieren Machine Head das Dortmunder FZW. Da sollte man hingehen. Wer nicht kann, findet HIER Fotos vom letzten Mal. Frontmann Rob ist ohnehin so etwas, wie der Mann der Stunde, hat er doch in einem fast 20-minütigen Video dem White-Power-Hitlergruß-Schwachmaten Phil Anselmo richtig Kontra gegeben. Wer das Video nicht kennt, findet es hier unten im DocnRoll eingebettet.

 

 

Und wer ganz viel Sehnsucht nach dem Doc hat, schaut einfach bei meinem 366-Tage-Fotoprojekt (Schaltjahr!):  Jeden Tag ein Bild aus der Sicht von Groun Dead, dem kleinsten Fotografen des Planeten, immer auf der Suche nach dem heißestem Schuss in einer Welt voller Gefahren, in einer Gesellschaft, die ihn meistens nicht einmal wahrnimmt. Wäre scharf, wenn Ihr Lust habt, immer mal wieder reinzuschauen. Gucken kann man entweder auf Facebook HIER oder per Blogspot HIER (was etwas übersichtlicher ist, will man alle Bilder anschauen).

 

 

 

 

 

Bis nächsten Freitag

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doc 'n' Roll - 20.02.15

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Da isser wieder und berichtet heute einmal von etwas anderem: Ich habe mich auf einen Kurztrip in ein Winter-Wunderland begeben und Wunderliches dabei erlebt. Mein Besuch der kleinen finnischen Stadt Lappeenranta (etwa 75.000 Einwohner, nahe der russischen Grenze) war ziemlich aufregend. Schneeberge en masse, ein komplett vereister riesiger See, auf dem lustig Langlauf zelebriert wurde und die berühmten finnischen Preise (Bier in der Kneipe zwischen 6,20 und 8.90 Euro) - die diesjährige Karnevalsflucht war ziemlich verrückt.

Angekommen am Sonntagabend um 21 Uhr fällt auf, dass niemand (!) auf der Straße ist. Ok, es ist auch kalt (rund -18 Grad), wir nutzen dennoch die Gunst der Stunde für einen Spaziergang bevor wir in einer Eishockeykneipe den ersten Abend ausklingen lassen. 

Das Erwachen am Morgen danach ist aufregend. Alles weiß, riesige Schneemengen und ein Volk, das keinen "Geschiss" um so etwas macht. Freigeräumt wird da nur die Einkaufsstraße, alle anderen mit Granulat versehen. Parkplätze werden gerne einmal mit dem Bagger freigemacht, die weiße Pracht anschließend mit dem LKW wegtransportiert. 

Sehr beeindruckend ist der Marsch über den riesigen See, der so derbe zugefroren ist, dass er als Ausflugsziel Nummer eins in der Stadt genutzt wird. Auch der Trip zur Eiskirche ist ziemlich abgefahren. Eine kleine Kirche komplett aus Eiswänden und Eisfenstern. Lediglich das Dach aus Holz, hoffentlich taut es nicht allzu bald ...

Die Menschen sind allesamt sehr nett und freundlich, Ausnahmen gibt es natürlich immer. Etwa der dicke Busfahrer, der uns gar nicht erst antwortet oder die schlimmen Haarverlängerer vom Wella-Kongress im Hotel (die natürlich aber auch keine "Eingeborenen" sind). Insgesamt geht es in Lappeenranta recht gemächlich zu, das Motto "Kommste heute nicht, kommste morgen" wird hübsch ausgelebt.

Wann immer es geht, versuche ich in den nordischen Ländern ein Eishockeymatch zu besuchen - so auch dieses Mal. Ticketpreis um die 20 Euro beim Spiel Lappeenranta (8. der Tabelle) gegen den Verfolger Tampere. Die Überraschung: Auf die Frage nach der Busverbindung leiht uns die Rezeption zwei ihrer Saison-Dauerkarten. Klasse! Fast niemand von den 4000 Fans fährt mit dem Bus zum Spiel. Nahezu jeder kommt mit dem Auto, bei den oben erwähnten Bierpreisen scheint das aber auch kein Wunder zu sein.

Das Spiel selber ist dann eher mau, aufgefallen ist bei dem 2:4 des Heimteams lediglich der Mann mit dem goldenen Helm, Dave Spina. 

Den treffen wir dann 20 Minuten nach dem Schlussgong in "unserer" Eishockeykneipe, wo er bereitwillig Autogramme schreibt, sich zum Spiel äußert und von mir gelöchert wird. Das Journalisten-Gen ist schwer auszuschalten. Was es mit dem Helm auf sich habe, will ich etwa wissen.

Er scherzt, dass der bestaussehendste Spieler den tragen dürfe, wird danach aber ernst und klärt mich auf, dass in der finnischen SM League der Spieler mit den meisten Punkten golden im Oberstübchen sein darf.

Auch die Unterschiede zwischen der deutschen und der finnischen Liga (Spina spielte mal in Iserlohn) legt der US-Amerikaner offen. Die ersten zwei Reihen in jedem Team seien recht gleich stark in diesen Ligen, ab Reihe drei werde es in Deutschland jedoch wesentlich schwächer als in Finnland. Insgesamt machte der Eishockey-Weltenbummler (spielte auch schon in der NHL oder Schweden) einen recht zufriedenen Eindruck mit seinem Engagement in Lappeenranta, konnte aber nicht verbergen, dass er gerne noch einmal in die NHL möchte. 

Der Rückflug war dann noch einmal ein echtes Erlebnis: Am winzigen Flughafen angekommen (eineinhalb Gates, zwei Räume) stehen dort 130 laute, pöbelnde und äußerst alkoholisierte Russen. Die entpuppen sich als Hooligans von Zenit St. Petersburg, kamen mit dem Bus nach Lappeenranta (etwa 3 Stunden Fahrt) und wollen mit "unserem" Flieger nach Weeze an die holländische Grenze, weil Zenit in der Euro Leauge gegen Eindhoven spielt. Es kommt wie es kommen musste: Schon vor dem Abflug wird einer eingeknastet, weitere verwarnt. Im Flieger benehmen sich die meisten nur im üblichen Rahmen daneben (Singen, ständiges Rumlaufen, Schreien), einige aber dann doch etwas mehr, kommen Aufforderungen des Flugpersonals nicht nach, trinken die ausdrücklich verbotenen eigenen Alkoholika und sind sowieso echte Charmebolzen in bester Putin-Manier. Bei der Landung informiert uns der sehr souveräne Flugbegleiter, dass wir alle noch zehn Minuten sitzen bleiben müssen, damit die Polizei in den Flieger kann. Fünf Einsatzkräfte verhaften noch im Inneren des Luftschiffes zwei Russen und wir können diesen schlimmen Flug endlich verlassen. Der absolut empfehlenswerte Abenteuerurlaub endet im dichten Weezer Nebel.

 

Fotografisch war es natürlich auch toll, einige Bilder habe ich Euch hier unten angehängt. Noch viel mehr Pics gibt es HIER!

 

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So long, rock on

 

 

 

yoursdocrock