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Samstag Oktober 20, 2018
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11 items tagged "EA Sports"

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Review: UFC 3 (PS4)

8114AszGUKL. SL1500 Als der irische UFC-Megastar Conor McGregor im letzten Jahr im (Box-) Showkampf des Jahrzehnts von Floyd Mayweather nach allen Regeln der Boxkunst verdroschen wurde (der "Pretty Boy" will übrigens scheinbar einen Rückkampf gegen Conor McGregor – dieses Mal als UFC-Fighter. Das deutet er zumindest mit einem Video auf Instagram an), haben viele Sportfans auf dem Planeten die Mixed Martial Arts zum ersten Mal so richtig ernsthaft wahrgenommen.

Für EA Sports ist das schon länger ein Thema, mit UFC 3 kommt nun eine komplett überarbeitete neue Fassung heraus, die einmal mehr den Super-Iren in den Mittelpunkt rückt. 

Dabei wurde im Vergleich zum Vorgänger die Steuerung überarbeitet und die Animationen deutlich verbessert. Jeder Punch, Kick, Block und Konter wurde mit modernster Technik nachgebildet. Im Octagon wird mit Dreieck, Quadrat geschlagen, während Kicks mit Kreis und X ausgeführt werden. In Kombination mit den Schultertasten ist es möglich Haken oder Tritte an den Kopf auszuführen. Einfach ist das hingegen alles nicht, wenn man kein erfahrener UFC-Veteran ist und das ist gut so, bildet es doch ab, dass MMA durch aus vielschichtiger Sport ist. 

Auch der Karrieremodus ist nun richtig fett:

Es gilt Hype zu erzeugen, neue Fans zu ködern, und vor allem Rivalitäten anzuzetteln, um die Welt auf sich aufmerksam zu machen. An Spieloptionen mangelt es mal wieder nicht, Ultimate Team ist natürlich ebenfalls am Start, eigene Turniere können entworfen werden und vieles mehr Was gar nicht geht?

Der deutsche Kommentar! Gruselig. Dazu ist das Aufgabesystem immer noch ein Frustfaktor und sehr schwer auszuführen (man muss mit dem rechten Analogstick versuchen zu entkommen, das ist aber unglaublich hakelig und schwer auszuführen), auch, wenn eine einfachere Varainte mittels X-Tastenterror angeboten wird (einfach nur stumpf auf den Button hämmern). 

 

Fazit: Spaßiges MMA-Gekloppe mit leichten Problemen bei der Steuerung

 

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Review: NHL 18 (PS4)

917t2S7NaYL. SX522 Same procedure than last year? EA Sports wird ja oft vorgeworfen mit jährlichen Update Kohle scheffeln zu wollen. Was bringt also NHL 18, was NHL 17 nicht auch schon in Petto hatte? Wir haben uns aufs Glatteis begeben. 

In der Tat gibt es in Sachen Spielfreundlichkeit keinerlei Rutschgefahr, denn NHL 18 spielt sich weitestgehend wie sein Vorgänger. Einige kleinere Änderungen wie ein neuer Offensiv-Stil, in dem man auch Kunstschüsse (etwa durch die Beine) ausführen kann oder eine verbesserte Sticksteuerung sind wirklich kleinste Details. Verschlimmbessert wurde der Poke-Check, der jetzt viel zu mächtig ist. NHL 17 war schon ein nahezu perfektes Sportspiel. Dass man nur mit neuen Kadern nicht durchkommt, wissen aber auch die EA Sports-Leute und so haben sie einen neuen Modus in das Game integriert, der wirklich alleine das Geld fürs "Update" wert ist: NHL Threes heißt das gute Stück und mehr Spaß als bei diesem megaschnellen, arcadigen 3 gegen 3 auf kleiner Eisfläche hat man lange nicht mehr bei einem Sportspiel gehabt. Megaschnell, kaum Unterbrechungen, dazu die Chance bei einer Tour durchs Land die (auf dem Eis spielbaren !) Maskottchen der anderen Teams abzugreifen - Threes ist der Megahammer. Dieser Modus ist der sichere Tod für alle Arcade-Hocheyspiele im Playstation Store, denn besser geht es nicht. Online oder offline, im Koop-Modus oder gegeneinander - alles ist möglich. Und da wir gerade einmal beim flotten Dreier sind: Auch in der harten Simulation ist ein solcher nun möglich.Dank der  NHL 3-gegen-3 Overtime ist es nun endlich machbar, in der EA SPORTS Hockey League  3-gegen-3-Spiele absolvieren, um auf dem Eis mehr Platz für spektakuläre Spielzüge zu haben. 

Dazu gibt es neue Arenen und ein neuer Expansion Draft, bei dem man sein eigenes 32. NHL-Team starten kann. Ösis freuen sich über eine neue Liga, ihre eigene nämlich. Mehr geht nicht und obwohl spielerisch kaum zu verbessern, ist NHL 18 jeden Cent wert.

 

Fazit: Das beste Sportspiel ist in diesem Jahr vor allem durch NHL Threes ein noch größer Kracher

 

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Review: Madden NFL 18

81WBtB0voL. SL1500 Was EA Sports in den vergangenen Jahren mit der Madden-Reihe auf die Beine stellt, ist ein Top-Beispiel dafür, wie jährliche "Updates" einer Spieleserie auch aussehen können. Während sich man sich im Hause EA bei Fifa oder NHL nur sehr behutsam an Veränderungen und Verbesserungen herantraut, schraubt man seit 2014 beim Football immer weiter und weiter. Madden NFL 18 ist der aktuelle Spross des Hauses und alles andere als ein laut aufgestöhntes "WOW" wäre keine angemessene Reaktion auf diese Version.

Perfekt sind Spiele nie und so war auch Madden 17 im Vorjahr Klasse aber weiter verbesserungswürdig (wie es auch Madden 18 ist). Doch EA Sports weiß das und haut jedes Jahr richtig einen raus. 

Dank der Frostbite-Engine macht Madden NFL 18 grafisch einen große Hüpfer vorne. Nein, "ultra-fotorealistisch" ist das Spiel immer noch nicht, auch, wenn die Presseinfos uns das so verkaufen sollen, doch Madden 18 ist schon verdammt nah dran. Wichtig ist aber ohne, wie es sich spielt und hier gibt es einige signifikante Veränderungen. Ein Beispiel? Zum allerersten Mal darf man hinpassen, wo man will. Sprich: Man muss nicht mehr zwingend auf den frei stehenden Wide Receiver werfen.

Das erhöht die Handlungsfreiheit und steigert den Realitätsgrad, bringt aber auch mit sich, dass man ganz schön viel üben muss. Spielt man nämlich unpräzise ist ein Turnover unausweichlich. Und davon gibt es in Madden NFL 18 deutlich mehr als in den Vorjahren. 

Mit "Play Now Live" kann man die interessanteste Partie der Woche dank Live-Updates mit den aktuellen Aufstellungen, individuellen Kommentaren und den neuesten Statistiken von NFL.com nachzocken, eine schöne Idee. Insgesamt wurde vor allem an der Spielbalance gearbeitet, so dass einige zu gewinnversprechende Spielzüge harmloser gemacht wurde oder die Defensive von KI-gesteuerten Teams sich verbessert hat. schwankt nicht mehr so stark. 

Was gibt es noch Neues? Wie schon bei Fifa 17 hat EA Sports einen Storymodus namen "Longshot" integriert und dieser kann durchaus überzeugen. Zwar ist die Geschichte ein wenig oberflächlich, doch Spaß macht das zu kurze Spielchen dennoch. Der Spieler übernehmt ihr die Rolle des jungen Quarterbacks Devin Wade, der es nach einem Schicksalsschlag über eine Casting-Show in die NFL schaffen möchte. Etwa vier Stunden dauert das Spiel, ein Hollywood-Star (Mahershala Ali) spielt die Hauptrolle. Klasse!

 

Fazit: Das beste Football-Spiel aller Zeiten!

 

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Review: Fifa 17 (PS4)

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Alle Jahre wieder bringt EA Sports einen neuen Ableger der verkaufsstärksten Fußball-Simulation Fifa heraus. Alle Jahre wieder gehen die Meinungen von "völlig unrealistisch" bis "das beste Fußball-Spiel aller Zeiten" weit auseinander. Was ist nun Fifa 17? Nachdem ich jahrelang der PES-Reihe von Konami die Stange gehalten habe, bevor sie einige Next Gen-Versionen der eigentlich tollen Serie total verkackt haben, spiele ich seit zwei Jahren Fifa - und leide unter vielen negativen Aspekten des Spiels, die aber fast allesamt händisch zu beheben sind. Kommt Fifa aus der Box, ist es kein gutes Spiel. So ist es auch bei Fifa 17. Es ist zu schnell, die Schüsse zu gewaltig, die Pässe zu schnell, die Torhüter viel zu gut, die KI insgesamt zu fehlerfrei, die Verletzungsanfällig zu gering, das Handspiel (welches es bei PES übrigens immer noch nicht gibt) ausgeschaltet. Aber EA Sports hat im Gegensatz zu Konami dem Spieler die Freiheit gelassen, durch ein sehr sensitives Slider-Menü fast alle Aspekte des Gameplays zu beeinflussen. Seit Jahren zum Beispiel stellen wir die Torhüterstärke von den Standard 50 (bis 100 geht das) auf 25 oder 30 herunter. Auch die Passgeschwindigkeit wird reguliert (verlangsamt) und die gesamte Spielgeschwindigkeit (wie auch bei PES möglich) heruntergestellt. Hat man diese Eingriffe erst einmal gemacht, wurde fast jedes Fifa der letzten Jahre zu einem sehr guten Fußballspiel. So auch Fifa 17. 

Zum Spiel: Mit "The Journey" hat sich EA Sports abseits der "normalen" Spielerei etwas sehr cooles ausgedacht (was es freilich auch schon bei 2K zuvor gab): Erstmals kann man auf und neben dem Rasen erleben, was es heißt, ein junger Fußballprofi zu sein und in die Rolle des Premier League-Nachwuchsstars Alex Hunter schlüpfen. Das Ganze findet zwar leider nur in der Premier League statt, aber aufgrund der aufwendig gerenderten Zwischensequenzen ist das auch nachvollziehbar. Eine "Wahlliga" wäre einfach nicht drin gewesen, will man diesen Standard des Geschichte erzählens halten. 

In "The Journey" wird Alex Hunters Premier League-Karriere von der Leistung auf dem Platz und den Entscheidungen abseits des Rasens beeinflusst. Im gesamten Spielverlauf muss man wichtige Entscheidungen treffen, die die bevorstehenden Ereignisse und die Reaktionen der anderen Charaktere verändern. Das macht ziemlich viel Spaß (vor allem, wenn man es aus der Spielerperspektive zockt) und ist wirklich gelungen, auch, wenn sich die ewigen Trainingssessions etwas ziehen. Lieder endet die "Journey" gefühlt mittendrin. Nach dem Sieg im FA-Cup bekommt man Alex Hunter als Sammelkarte für das FIFA Ultimate Team, mit 75 ist sein Wert aber eher schwach und allenfalls zum Anfang einer Saison gut. Was viel schlimmer ist: Man hätte soviel Potenzial gehabt in dieser Story und lässt sie einfach enden. Schwach. Warum darf ich nicht das erste Länderspiel mit Alex Hunter zocken? 

Das eigentlich Spiel wuchert wie immer mit Original-Teams, Trikots, Stadien, Sounds und und und. Die neue Frostbite-Engige sorgt für bisher nur etwas hübschere Grafik, dafür wurde das Standard-System komplett überarbeitet. Freistöße und Elfer sind nun deutlich anders zu bewältigen. Auch hat man den Eindruck, dass die Mitspieler (die KI) nun besser schaltet und sich klüger anbietet. Die immer wieder aufkeimende Diskussion um das "Momentum" des Spiels, eine Art geskriptete Spielentscheidung, kann ich auch in diesem Jahr nicht nachvollziehen. Fifa 17 ist rundum gelungen und hat wegen des Gesamtpakets ganz knapp die Nase vor PES 17.

 

Fazit: Gelungenes Fußballspiel mit toller Story-Idee, die leider endet, wenn der Spaß beginnt

 

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Review: NHL 17 (PS4)

91kZyaSiN3L. SL1500 EA Sports ist bekannt für eine Politik der kleinen Schritte: Auch NHL 17 macht da keine Ausnahme und verbessert das ohnehin schon ziemlich starke NHL 16 in nur wenigen Punkten. Viel ist nach der guten Auflage des letzten Jahres aber auch nicht zu machen gewesen (im Gegensatz zum Sprung vom grottigen 15 auf 16). Die Grafik wurde wieder verschönert und ist immer noch beeindruckend. Da spritzt das Eis, reflektieren die Visiere der Helme, hüpfen die Maskottchen der NHL-Clubs vor Freude oder Ärger - kurzum: NHL 17 ist sehr stimmungsvoll und sieht stark aus. Man möchte sich da gar nicht ausmalen, was die Frostbyte-Engine, die in diesem Jahr erstmal bei Fifa 17 eingesetzt wird, dem Spiel noch Gutes tun kann. 

Zum Gameplay: NHL 17 ist zugänglicher als es 16 war, ohne dabei aber zu einem einfachen Arcade-Sporttitel zu werden. Erfahrene Hockeyspieler werden sofort klar kommen und Neulinge nicht überfordert, was auch an der "selbstlernenden" KI liegt, die sich am Spielstil des Users ausrichtet. Das Spiel ist einen Hauch langsamer geworden, was dem Gameplay gut tut, auch, wenn es ein Stück Realismus entfernt. 

Zum ersten Mal kann man in NHL 17 auch die Eishockey-WM spielen - alle Teams sind dafür natürlich lizensiert. Es wurde Zeit, dass dieser Modus Einzug hält. Auch aktuelle Regeländerungen sind enthalten: So wird die Overtime wie neuerdings in der NHL mit 3 gegen 3 gespielt. 

Ob Fantasy Draft mit einem Team voller Stars in Draft Champions, den Franchise-Modus , HUT oder den Be a Pro-Modus - die Spieloptionen sind so üppig wie nie. Dabei kann man in diesem Jahr wirklich alles editieren, sich sogar eine Arena nach seinem Gusto gestalten. Es gibt einfach nichts zu meckern - außer vielleicht, dass die Ingame-Musik nicht zum Hockey-Sport passt. Pop und HipHop dürfen gerne beim Basketball bleiben - beim harten Sport muss harte Musik her. 

 

Fazit: Nahezu perfekte Eishockey-Simulation

 

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Review: Need for Speed (PS4)

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Need for Speed war einmal der Spiel gewordene feuchte Traum der Gamepad/Lenkrad-Akrobaten. Seit einigen Jahren dümpelt EA's Straßenflitzer in der Belanglosigkeitsgarage herum. Mit diesem Reboot soll alles viel besser werden. In Ventura Bay gilt es den Cops ein Schnippchen zu schlagen, sich mit seinen "Homies" Rennen über schick designte Straßen zu liefern und eine Story zu absolvieren. Genau diese hat man aber in maximal 15 Stunden beendet und dann gibt es leider nicht mehr viel zu tun in Ventura Bay. In der arg klischeebehafteten Clique ist der Spieler der neue, heiße Fahrer und muss versuchen, sich einen Namen zu machen.

Um dies zu schaffen, darf - und das ist sehr erfreulich - umfangreich an den Autos rumgeschraubt werden. Natürlich geschieht dies eher auf einem spielerischen Niveau, denn im Simulationsmodus, doch es macht Spaß und die Auswirkungen der verschiedenen Einstellungen sind auf der virtuellen Straße durchaus spürbar.

Dennoch hat Need for Speed Probleme. Massive Probleme. Wäre da einmal die Entscheidung von EA, ausschließlich Nachtfahrten anzubieten. So schick die grafischen Effekte bei regennasser dunkler Straße umgesetzt sind, auf Dauer ist es eintönig, niemals das Tageslicht zu erspähen und in den Sonnenuntergang zu brausen. Nerven tut auch, dass eine dauerhafte Internetverbindung vorausgesetzt wird, alles läuft in Echtzeit, eine Pausentaste sucht man vergeblich.

Die Anzahl an Autos ist überschaubar aber durchaus ausreichend (siehe Liste unten), dabei darf nicht jedes Vehikel beliebig modifiziert werden. Aber, wer will schon einen Ferrari mit Aufklebern zupappen?  

Die Story ist wirklich völlig überflüssig und hemmt eigentlich eher den Spielfluss (Zwischensequenzen sind mal wieder nicht wegklickbar), denn der Spaß am Rasen ist ein Stück weit zurück bei Need for Speed. Unterm Strich bleiben aber zu viele verpasste Chancen. Wenn wir den Reboot als Start in eine Ära sehen wollen, muss da noch eine ganze Menge mehr kommen.Die PC-Fassung erscheint im Frühjahr 2016.

 

 

 

Fazit: NFS bleibt auch nach dem Reboot ein Leichtgewicht mit toller Grafik

 

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Die Autoliste: 

 

BMW M3 E46
BMW M3 Evolution II E30
BMW M4
Dodge SRT Viper
Ford Focus RS
Ford Mustang
Ford Mustang GT
Honda S2000
Lamborghini Aventador LP 700-4
Lamborghini Diablo SV
Lamborghini Huracán LP 610-4
Lotus Exige S
Mazda MX-5 1996
Mazda RX7 Spirit R
Mercedes-AMG GT
Mitsubishi Lancer Evolution MR
Nissan 180sx Type X
Nissan Fairlady 240ZG
Nissan GT-R Premium
Nissan Silvia Spec-R
Nissan Skyline GT-R KPGC10
Nissan Skyline GT-R V-Spec 1999
Porsche 911 Carrera RSR 2.8
Porsche 911 Carrera S (991)
Porsche 911 GT3 RS
Subaru BRZ Premium
Subaru Impreza WRX STI
Toyota Supra SZ-R

Review: NBA Live 16 (PS4)

nba16

Nach dem das letzte Jahr für EA Sports in Sachen Basketball ein absolut verlorenes war, kehrt die NBA Live-Serie nun gestärkt zurück: Grafisch und in Präsentationsfragenist EA dem großen Konkurrenten von 2K bereits fast enteilt, doch spielerisch ist der Weg zum NBA-Titel noch weit. Dabei muss das Leichtgewichtige von NBA Live 16 nicht schlecht sein. Während ich beim immer noch überragenden NBA2k16 manchmal als Basketball-Laie ob der Simulationslastigkeit des Titel verzweifle, ist NBA Live 16 ein Spiel für Zwischendurch, für Gelegenheitsspieler. Ein wenig geht EA hier den Weg früherer Fifa-Titel. Die Zugänglichkeit ist König, die Profis rümpfen die Nase. Bei Fifa hat man es über die Jahre aber immerhin hinbekommen, vor allem durch die große optionale Einstellbarkeit (Spielhilfen etc), dass sich die aktuelle Generation deutlich mehr nach Fußball anfühlt und in vielen Sachen sogar dem Fan-Liebling PES überlegen ist (realistischere Regelauslegung zB). Leider ist es auch mit den Fernsehkommentatoren (Jeff van Gundy und Jalen Rose) wie bei Fifa: Einmal, maximal zweimal gehört, dann ausgeschaltet. Zu belanglos und nicht immer passend labern die beiden daher. 

Auch hier - wieder eine Parallele zur Fifa-Serie - gibt es mittlerweile einen unterhaltsamen Ultimate Team-Modus, das könnte in Zukunft ein großer Trumpf dieser Reihe werden. Das Erstellen eigener Spieler macht EA-typisch großen Spaß, leider kann man keine komplett eigenen Mannschaften erstellen.  

 

 

Fazit: EA Sports ist auf dem richtigen Weg - zur Spitze ist es aber noch weit

 

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Review: NHL 16 (PS4)

81dhyTwCgWL. SL1500 Der Sprung in die nächste (Konsolen-) Generation scheint nicht ganz ohne, bedenkt man, wie vermurkst EA Sports NHL 15 war (Review). Mit der aktuellen Auflage musste dann dementsprechend Wiedergutmachung betrieben werden. Gestrichene Features kommen nun zum Glück zurück, das Gameplay war auch 2014 überragend, jedoch krankte das Spiel an Mangelerscheinungen in Sachen Spielmodi (die dann zum Teil per Patch nachgeliefert wurden). Jetzt schafft es EA die verärgerten Fans der Reihe zu versöhnen. Optisch und atmosphärisch wurde das ohnehin grandiose Drumherum eines NHL-Spiels noch einmal aufgebohrt und wir sehen bei NHL 16 in der Tat das schönste Spiel der Reihe. Aus der Kategorie "überflüssig, aber so coooooool" gibt es in diesem Jahr wachsende Playoff-Bärte und blöd guckende Maskottchen. Ich mag diesen Quatsch am Rande. Apropos Quatsch: Die Kämpfe zwischen den Spielern sind noch etwas packender geworden und machen mehr Laune denn je. 

Auch das Spielgefühl wurde überarbeitet: Die Animationen sind nun deutlich flüssiger als noch im Vorjahr. Dazu gibt es einige neue Probleme, wie unrealistische Backhandtore. Ärgerlich: Die Winterchallenge ist wieder weg, dabei hat doch gerade das Spiel im Freien besonders gebockt. Doch das ist schon ein Meckern auf hohem Niveau. "Be a pro", Playoff-Modus, Saison-Modus (auch in anderen Ligen als der NHL) - die Features sind zurück und das ist gut so. NHL 16 ist nicht perfekt, aber EA hat auf die Spieler gehört. 

 

Fazit: NHL ist zurück. Fast perfektes Eishockey-Spiel

 

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Review: Rory McIIroy PGA Tour

81jvz-GUuGL. SL1500 Der Tiger ist erlegt: Nachdem das Golf-Franchise von EA Sports jahrelang Tiger Woods als Partner aufweisen konnte, ist auch in diesem Segment sein Stern untergegangen. Deshalb hat sich EA nun Rory McIllroy geschnappt, um die nächste Konsolengeneration auch auf dem feinen Grün gescheit starten zu können.

Mit der Golfserie ist das ja so eine Sache: es gibt schlichtweg seit Jahren keine Alternative, wenn man gepflegt golfen will. Das Game nutzt als erstes Sportspiel die Frostbite 3-Engine, wodurch die Plätze vollständig gerendert werden und die oft nervige Wartezeit wegfällt. Das ist eine große Erleichterung und grafisch ist Rorys Golferlebnis auch wirklich top.

Neu ist auch das Schnellrunden-Feature. In diesem Modus müssen die Spieler nicht mehr sämtliche 18 Löcher eines Turniertags spielen, sondern es wird für jede Turnierrunde eine Loch-Auswahl bereitgestellt. Die Spieler steigen an jedem Turniertag an einem bestimmten Punkt der Runde ins Spiel ein. Die simulierten Löcher basieren auf den Werten und den Werteboni der Golfer. So weit, so spannend. Kurse gibt es nur zwölf, das war schon einmal deutlich mehr. Hier soll im Laufe des Jahres nachgebessert werden.

Wer mehr braucht, greift zum Konkurrenzspiel "The Golf Club" (PSN-Download). Das Erstellen eines eigenen Golfers ist ebenfalls eingeschränkt worden, die auswählbaren Details wurden heruntergeschraubt. Der Karrieremodus ist lieblos, zudem erhält nur hier der selbst erstellte Golfer Erfahrungspunkte. Das ist schwach. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad etwas heruntergeschraubt worden zu den Tiger Woods-Spielen. Dafür ist es nicht mehr wirklich möglich, dass Green zu "lesen", so dass so mancher Putt ein Zufallsprodukt ist.

Was fehlt noch: Wettereffekte etwa. Bei Rory McIllroy scheint immer die Sonne. Langweilig. Trotzdem macht das Spiel eine Weile Laune, doch in dem derzeitigen Zustand, hat EA Sports ein Vollpreis-Produkt mit zu wenig Inhalt auf den Markt geworden, ähnlich wie beim letzten NHL, das nach und nach um Optionen bereichert wurde. Ich spiele weiter "The Golf Club" - trotz der schlechteren Grafik.

 

Fazit: Viel Schatten, wenig Sonne

 

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PS4-Review: NHL 15

nhlManchmal muss man sich fragen, was in Softwarefirmen so vorgeht. Da ist die NHL-Reihe von EA Sports wirklich seit Jahren ein absolutes Qualitätsprodukt und dann bringt die Company in diesem Herbst mit NHL 15 ein im Gameplay immer noch überragendes Spiel heraus, bei dem aber mehr als die Hälfte der Features des Vorjahres fehlt. Klingt komisch, ist aber so: Einfach nur ein Play-Off spielen? Nicht mehr möglich. Eigene Ligen erstellen? Fehlanzeige. Erst einmal in Ruhe auf dem Eis trainieren? Gestrichen! Eine Karriere kann man auch nicht mehr in einer Minor League. Immerhin wurde der Play-Off-Modus jetzt per Patch nachgeliefert, weitere Dinge sollen kommen. Ganz klar: NHL ist nicht fertig geworden zum Release. Das ist peinlich und eine enorme Schande, denn ist man einmal auf dem Eis, ist alles bestens und gewohnt grandios: Stimmung, Gameplay, Atmosphäre - eine glatte 1.

Dass man ohne einen Ligamodus (NHL kann man natürlich spielen) aber ein deutsches Team etwa ausschließlich bei einem Freundschaftsmatch benutzen kann, ist sehr schwach.

Gestrichen wurde auch das Winterclassic unter freiem Himmel und die 3-Star-Bewertungen nach einer Partie (die jetzt mit dem Patch aber wieder hinzukamen).

 

Fazit: Jetzt noch ein Offenbarungseid - wenn die fehlenden Features gepatcht sind, ist NHL ein 5-Punkte-Spiel 

 

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Review: NHL14 (PS3)

Screenshot 2013-10-13 21.39.43Die NHL-Serie von EA Sports ist die mit Abstand beste Sportsimulation, die der Großkonzern im Portfolio hat. Dies ist auch ein Grund, warum es Jahr für Jahr nur leichte "Updates" (zum Vollpreis) gibt und daran ändert auch NHL14 nichts, wenngleich viele Punkte "Kauf mich" schreien. Da wäre das nochmals verbesserte und realistischere Spielgefühl. Man kann schlecht in Worte fassen, was EA Sports da in diesem Jahr für Schräubchen feinjustiert hat, aber vor allem Gelegenheitsspieler geht der aktuelle Ableger deutlich flüssiger vom Gamepad.

Als ein Spieler, der oft schnell genervt von den vielen Kämpfen auf den Eis ist, muss ich auch hier in diesem Jahr feststellen, dass die neue Darstellung der Fights aus der Third-Person-Perspektive deutlich mehr Spaß macht. Die Spielmodis sind zudem ein wenig vielfältiger geworden, der Soundtrack sucht auch in diesem Jahr seinesgleichen und zum 20-jährigen Jubiläum der Serie gibt es ein besonderes (und wirklich witziges) Schmankerl: EA Sports feiert sich nämlich mit der Einführung des NHL 94 Anniversary Modus. Mit Hilfe der NHL 14 Spielengine liefert dieser Modus durch spektakuläre Tore, harte Checks und beeindruckender Geschwindigkeit, ein völlig neues Spielgefühl. Die einfach Steuerung von damals ist geblieben, eine Mordsgaudi mit blauem Eis, den bekannten Spielerindikatoren und klassischer Orgelmusik. Stark! 

Probleme gibt es natürlich auch: So ist die Pfostenhäufigkeit übertrieben und sicherlich der Dramatisierung des Spielgeschehens geschuldet. Drei Pfostenschüsse sieht man in einem echten NHL-Match selten, bei EA Sports fast immer. Die Torhüter sind stark - oder ganz schwach. Ein Mittelweg scheint hier nicht zu bestehen. Der "Lebe als NHL-Star"-Modus ist ein nettes Feature, verkommt aber nach einigen (Spiel-) Monaten zu einer langweiligen Angelegenheit. Hier ist EA auf dem richtigen Weg, denn die Interaktion zwischen Spiel, Medien und Familie ist eigentlich eine tolle Idee. 

Das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn unter dem Strich ist NHL14 die beste Eishockeysimulation aller Zeiten, eine konsequente, wenn auch sanfte, Weiterentwicklung des Vorgängers, die durch die schönen Neuerungen aber anschaffenswert ist.