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Sonntag August 19, 2018
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3 items tagged "EA Games"

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Review: Burnout Paradise

Burnout-Paradise-Remastered-Box-ArtIch gebe es zu: Ich bin ein hemmungsloser Raser. Ich habe am Steuer der Burnout Paradise-Boliden damals mehr Zeit verbracht als in meinem echten Auto. Nun ist der Arcade-Raser der Extra-Klasse zurück: Als remasterte mit allen DLCs. Mit dabei sind also: 

 

- Cagney (zusätzliche Challenges und Online-Rennen)
- Party Park (Multiplayer-Herausforderungen, bei denen der Controller weiter gereicht wird)
- Burnout Bikes (Motorräder und Tag/Nacht-Zyklus kommen ins Spiel)
- Boost Specials (zwei neue Fahrzeuge mit einzigartigen Boost-Systemen)
- Legendary Cars (4 "Kultautos", z.B. eine Hommage an den DeLorean aus Zurück in die Zukunft)
-Toys (8 Spielzeug-Autos und ein Spielzeug-Motorrad)
- Cops and Robbers (Verfolgungsrennen und "Capture the Flag", Polizeitautos)
- Big Surf Island (komplett neuer Stadtbezirk)

 

Doch taugt das was? Zehn Jahre später? 

Zehn Jahre ist es her, dass EA mit Burnout Paradise den meiner Meinung nach besten Arcade-Raser aller Zeiten in die Läden gestemmt hat. Da das Spiel so mega war, hatte ich gehofft, dass man spielerisch einfach gar nichts veränderte bei der Neuauflage. Und siehe da: EA hört auf mich (*hüstel). Verändert wurde natürlich die Grafik. Der Wahnsinnsspeed des Games erstrahlt in schickem 4K und mit 60 FPS.

Das Spiel ist und bleibt der Racer mit dem besten Geschwindigkeitsgefühl. Es gibt 100 Offline-Rennen in verschiedenen Kategorien, 130 verschiedene Karren, kann online gezockt werden (nur acht gleichzeitig in einer Session).

Wenn zu Beginn Guns 'n' Roses Paradise City erklingt, ist es plötzlich wieder 2008 und man ist sofort mitten drin, während DJ Atomica einem die Leviten liest. Einfach nur mega! Die alten (wenigen) Nervfaktoren sind aber auch geblieben.

Der Fahrzeugwechsel ist weiter sperrig, die Richtungswechsel weiter seeeehr spät im Bild. Auch wirken die Städte etwas leblos, doch eigentlich ist das Game eh zu schnell, um sich um Fußgänger kümmern zu können. Aber: Burnout Paradise ist zehn Jahre später immer noch besser als jedes Need for Speed seit 2006 (Most Wanted) und das ist die eigentliche Sensation.

 

Fazit: Auch zehn Jahre später (noch und wieder): der König der Funracer

 

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Review: Mass Effect Andromeda (PS4)

91dod92QhML. SL1500 Die Mass Effect-Trilogie ist passé (der letzte Teil erschien im März 2012), mit Andromeda hievt Bioware ein neues Kapitel der epischen Spielreihe in die Regale. Bereits im Vorfeld hatte es große Kritik gegeben, die Erwartungen waren riesengroß und vor allem alte Hasen unter den MA-Zockern können sich oftmals nicht mit dem neuen Spiel anfreunden. Die Probleme des Spiels sind dabei vor allem technischer Natur: Die Animationen sind ein wenig hölzern, die Lippensynchronität ist nicht gegeben, die deutsche Sprachausgabe ist nicht immer (aber oft) überzeugend (umstellen auf Englisch mit Untertiteln ist aber möglich). Dazu gibt es immer mal wieder (aber keineswegs so oft, wie viele Spieler in einschlägigen Foren vorgaukeln wollen) Lags auch im Solospiel. Bioware führt uns in die Andromeda-Galaxie fernab der Milchstraße. Dort suchen wir in einer feindseligen Galaxie nach einer neuen Heimat und kämpfen gegen eine tödliche Spezies, die alles daransetzt, uns auszuläöschen. 

Nimmt man die Nostalgiebrille ab und lässt sich auf MA Andromeda ein, erhält man ein bockstarkes Open World-Rollenspiel. Wer vorher - wie die RocknRoll Reporter - nicht viel mit der MA-Reihe zu tun hat, wird 90 Prozent der inhatlichen Kritiken nicht nachvollziehen können. 

Die PS4-Fassung ist nicht so verbuggt wie alle tun, die oben aufgeführten Probleme stören, zerstören aber das Erlebnis nicht.

Mass Effect Andromeda ist eine Mischung aus Skyrim und Star Trek: Das Besiedeln der Planeten, der Kampf gegen die zahlreichen Gegner macht genauso viel Spaß, wie die Detektivarbeiten ("Finden Sie den Saboteur") auf der riesigen Homebase, der Nexus, oder dem eigenen Schiff. Dialoge gibt es für viele Stunden, zwischenmenschliche Probleme müssen gelöst, Brücken zwischen verschiedenen Wesen geschlagen werden - kurzum: Das alles ist unglaublich umfangreich und ziemlich episch. 

Allein für das Folgen der Hauptstory muss man mehr als 50 Stunden einplanen, dazu gibt es so viele Nebenquest (und einen Multiplayerpart), dass man bis Weihnachten zu tun haben dürfte. Na klar, gibt es auch Ärgernisse: Die Teamkontrolle wurde beispielsweise auf die Positions- und Zielbefehle beschränkt, so dass es eigentlich egal ist, ob man seinen Mitstreitern im Kampf Befehle gibt.

Dafür entschädigen die vielen unterschiedlichen Welten - angefangen von einer staubigen Wüste bis hin zum ultratoxischen auseinandergebrochenen Planeten. Die Erkundung macht eine Menge Spaß. Grafisch ist MA Andromeda kein Toptitel, schlecht sehen vor allem die verschiedenen Landschaften jedoch nicht aus. Musik und Sound hingegen sind ziemlich stark.

Liest man sich die diversen Meinungen zu diesem Spiel durch, fällt auf, dass vor allem Fans der ersten drei Games bitter enttäuscht sind. Doch, wer dahin geht, wo noch niemand vor ihm war - nämlich in die Andromeda-Galaxie und versteht, dass Teil vier ein Neubeginn ist, wird begeistert sein.

 

Fazit: Tolles, episches Spiel mit einigen technischen Problemen

 

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Review: Mirror's Edge Catalyst (PS4)

mirrors edge catalyst boxart ps4 1Ist es wirklich schon sieben (!) Jahre her, als EA Games mit "Mirror's Edge" ein wirklich richtig frisches Szenario auf den Markt warf? Parcourläuferin Faith hüpfte da in rasanter Ego-Perspektive Dächer, Zäune und Vorsprünge. Das war starl - kommerziell aber nicht erfolgreich.Trotzdem wagt man sich nun an einen zweiten Teil, der aber mit dem ersten in Sachen Storyline nichts zu tun hat, obwohl Faith wieder die Hauptperson ist. Klingt komisch, ist aber so. Gleich zum Start wird Hauptdarstellerin Faith aus dem Gefängnis entlassen. Warum sie einsaß?Man weiß es nicht, denn diese Info gibt es nur im kostenpflichtigen Comic Exordination. Das ist schon einmal ein fetter Minuspunkt. Faith schließt sich einer Runner-Gruppe um Noah an, die in der Stadt Glass Kurierläufe erledigt und der allmächtigen KrugerSec-Sicherheitsfirma in die Suppe spuckt. Während man vor sieben Jahren noch durch Schlauchlevel eilte, ist das Konzept dieses Mal eine Open World-Stadt, die man aber zumeist nur über die Dächer durchstreifen kann. Insgesamt ist hier Open World auch ein zu großes Wort, denn die Geschichte ist doch arg linear. 

Das war schon ein wenig viel Gemecker, denn (spiel-) technisch macht EA hier Einiges absolut richtig. Die Ego-Perspektive ist und bleibt beim Parcourslaufen atemberaubend, die Handlung ist packend, die Grafik etwas quietschbunt aber dennoch gelungen. Ob Wallruns oder Sprünge über enorme Abgründe - man ist wirklich mittendrin und zittert so vor mancher Aufgabe. Dass Faith immer mal wieder leicht aus dem Gleichgewicht kommt und die Kamera dies schön vermittelt, tut sein Übriges. Kein Spaß machen die Kämpfe gegen die Security-Heinis. Erst einmal sind die strunzdumm und außerdem ist das Kampfrepertoire mit einigen wenigen Moves viel zu gering. Online hingegen ist wieder alles gut: Die selbst erstellbaren Communityruns beispielsweise sind ein Riesenspaß. Achtung: Um seine Talente zu verpflegen muss man Punkte verteilen. Denkt man, dass die Kämpfe es eh nicht wert sind, hochgelevelt zu werden, könnte man am Ende dumm dastehen. Dann wird es nämlich richtig knackig und ohne Kampfkunst sieht es düster aus. Ob Mirror's Edge dieses Mal ein großer Verkaufsschlager wird? Ich kann es mir nicht vorstellen, Spaß macht es auf jeden Fall.

 

Fazit: Gelungene Fortsetzung mit einigen Mägeln

 

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