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Donnerstag Juli 19, 2018
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Fotos: Deep Purple / Axel Rudi Pell

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Strahlender Sonnenschein, feinster Classic-Rock: Im Mönchengladbacher Hockeypark zelebrierten Deep Purple eine wahre Hardrock-Hochzeit und präsentierten sich in feinster Spiellaune. Die hatte auf die Axel Rudi Pell-Band und so konnte der Sonntagsausflug an den Niederrhein kaum besser sein. 

Hier sind die Fotos von:

DEEP PURPLE

AXEL RUDI PELL

All pics by Thorsten Seiffert - no use without prior written permission.

"Ehrliche Musik": Richie Blackmore im Interview

PictureAm Donnerstag, 3. August, spielt der legendäre Gitarrenmagier Richie Blackmore (Ex-Deep Purple, Rainbow) mit seiner Mittelalterband "Blackmore's Night" im Burgtheater. Mit dabei natürlich auch seine Frau und Sängerin Candice Night. Wir baten beide zum Gespräch.

 

Richie Blackmore, Sie haben nach vielen Jahren wieder einige Rainbow-Shows gespielt, jetzt geht es wieder mit Blackmore's Night auf Tour – unter anderem nach Dinslaken. Wie würden Sie die Unterschiede zwischen diesen beiden Bands beschreiben?

 

Richie Blackmore (RB): “Eine Blackmore's Night-Show ist viel intimer und beinhaltet natürlich das Spielen vieler alter Instrumente, wie Mandolinen, Schalmeien und Drehleiern. Manchmal spielen wir vier Stunden und erfüllen Publikumswünsche. Das Ganze basiert mehr auf einer Party-Atmosphäre und einer akustischen Verbindung wie ein organisches Konzert. Im Gegensatz dazu spielen die Rainbow-Shows in größeren Hallen mit mehr Besuchern und ich spiele natürlich zehn Mal lauter als mit einer Akustikgitarre. Ich mag beides, Spaß mit der Stratocaster zu haben und auch die Instrumente im Renaissance-Stil zu spielen. Ich mag beide Stile, ganz gleich ob ich mit dem Fingern oder dem Plektrum bei den Rock'n' Roll-Shows spiele.”

 

Candice Night, Sie haben an den Rainbow-Konzerten als Backgroundsängerin mitgewirkt. Was waren da Ihre Eindrücke?
 
Candice Night (CN): “Die Shows waren brillant. Ich bin mit der Musik von Rainbow aufgewachsen und war immer schon ein großer Fan. Selber ein Teil der Songs auf der Bühne zu sein, war großartig. Das hat mich zurück ins Jahr 1995 katapultiert, als ich das zum ersten Mal gemacht habe (auf der “Battle rages on”-Tour – die Red.) - nur dieses Mal mit all den Songs, die ich als Teenager geliebt habe. Es ist darüber hinaus eine völlig andere Perspektive, wenn man im Backround singt. Ich konnte Spaß da hinten haben, ein Teil des Gesamtbildes sein, ohne den Druck zu verspüren, vorne zu agieren. Das war ein interessanter Wechsel.”

 

Mit Blackmore's Night wählen Sie die Auftrittsorte sehr sorgsam aus. Am 3. August spielen Sie im Burgtheater. Wie werden diese besonderen Orte bestimmt?

 

RB: “Mein Hobby ist das Übernachten in Burgen. Ich kenne viele sehr gut. Wir haben damit angefangen, bevor es Mode wurde. Heute spielen viele Leute in Burgen.”

 

Richie, Sie haben “Land of Hope and Glory” und “I Surrender” neulich mit Rainbow veröffentlich. Können wir uns auf weitere Rainbow-Songs freuen oder hat “Blackmore's Night” Priorität?

 

RB: “Blackmore's Night” hat in der Tat Priorität aber wir werden wahrscheinlich auch mit Rainbow noch einige Songs spielen und eine Menge Spaß haben. Die Musik von Blackmore's Night zu spielen ist eine größere Herausforderung, wohingegen es ja eine Menge Bands gibt, die im Stile Rainbows agieren.”

 

Richie, hören Sie heutzutage noch neue Musik oder interessiert Sie das gar nicht mehr?

 

RB: “Nein, ich muss zugeben, dass mein Hauptinteresse an der Musik puristischer Art ist und aus alter Musik der Renaissance oder dem Mittelalter besteht. Ich glaube, dass dieser Stil mit mehr Ehrlichkeit als im Rock einhergeht. Rockmusik wird häufig gemacht, um Geld zu verdienen, im Radio gespielt zu werden und in den Carts vertreten sein.”

 

Candice, Sie spielen viele mittelalterliche Instrumente. Wie kommt man auf die Idee, diese Fertigkeit zu erlangen? Ist es schwieriger, diese zu meistern als es bei “normalen” Instrumenten der Fall ist?

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CN: “Es hat alles mit einer Blechflöte begonnen, die wir vor vielen Jahren gekauft haben. Ich hab sie mir geschnappt und wusste inutitiv, wo die Noten waren. Da begannen wir alte Holzblasinstrumente aus der ganzen Welt zu sammeln. Ich habe damit dann die verschiedenen Fingersätze probiert bis ich die richtigen Noten für meine Songs gefunden habe. Ich bin Autodidaktin, bin also sicher, dass ein Lehrer sagen würde, dass ich alles falsch mache. Für mich ist es einfach toll, dass ich diese Sounds den Liedern hinzufügen kann. Wir nehmen hunderte Jahre alte Songs und peppen sie mit neuen Instrumenten, Arrangements und Texten auf. Diese historischen Instrumente zu spielen bewahrt den wahren Geist des Songs.”

 

Richie, es hat den Anschein, dass jeder eine finale Show von Deep Purple mit Ihnen sehen will. Was denken Sie darüber?

 

RB: “Ich denke, wenn sie interessiert wären und unsere Termine nicht kollidieren würden, wäre ich für eine einzige Show zu haben – der alten Zeiten wegen. Aber ich glaube nicht, dass Deep Purple daran interessiert sind. Sie haben ihre Nische und sind da nicht so für. Wir sind Freunde und ich mache meine Musik nun seit 20 Jahren, sie machen ihre seit 20 Jahren. Es ist wahrscheinlich nicht wahrscheinlich.

Einige Managements – und ich rede nicht von meinem eigenen – würden es nicht mögen, selbst, wenn wir nur an einer einzigen Show interessiert wären. Ihr Management würde es nicht erlauben, da bin ich sicher.”

Fotos: Deep Purple / Monster Truck

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"Das Ende wird kommen. Das ist uns allen klar und es ist ein wirklich angsterfüllender Gedanke, wenn man darüber nachdenkt, wann und wo das allerletzte Konzert sein könnte", sagte Drummer und Gründungsmitglied Ian Paice, der als einziger Musiker auf jedem Album von Deep Purple zu hören ist, Anfang des Jahres den RocknRoll-Reportern. Nun sind die Mannen von Purple auf der langen Abschiedstour "The long goodbye" und machten dabei in der Dortmunder Westfalenhalle Station. Vor knapp 6000 Zuschauern zeigten Ian Gillan und Co, dass sie scheinbar mit dem Alter immer besser geworden sind. Zwar vermeidet der Frontmann mittlerweile die ganz hohen Töne, doch die Truppe spielt immer noch gnadenlos tight und feuerte Hit um Hit ins weite Rund. Im Vorprogramm überzeugten die Kanadier von Monster Truck.

 

Wir haben Fotos von:

DEEP PURPLE

 

MONSTER TRUCK

 

All pics by Thorsten Seiffert - no use without prior written permission.

Deep Purple im Interview: Das Ende wird kommen

17310033 1536097169735320 8704386135555577978 oDas noble und distanzierte Ambiente des Düsseldorfer Hotels direkt an der Kö steht im krassen Gegensatz zur herzlichen und warmen Art, die hier zwei echte Legenden ausstrahlen: Roger Glover und Ian Paice, Bassist und Schlagzeuger der britischen Hardrock-Institution Deep Purple, sitzen zwischen dicken Teppichen und schnieken Gemälden und plaudern über ihr neues Album ("Infinite") und die möglicherweise letzte Tour mit dem Namen "The long Goodbye". Denn eines ist für beide klar: "Das Ende wird kommen."

"Das ist uns allen klar und es ist ein wirklich angsterfüllender Gedanke, wenn man darüber nachdenkt, wann und wo das allerletzte Konzert sein könnte", sagt Drummer und Gründungsmitglied Ian Paice, der als einziger Musiker auf jedem Album von Deep Purple zu hören ist. "Es ist, als würde man die Tür hinter einem 50 Jahre währenden Lebens schließen, um dann zu sagen, das kann niemals wieder passieren."
Deep Purple feiern im Laufe der Long Goodbye-Tour nämlich ihr 50-Jähriges. 1968 gründeten Paice, Rod Evans (bis 1969 dabei), Ritchie Blackmore (bis 1975 und von 1984–1993), Nick Simper (bis 1969) und Jon Lord (bis 2002) die Band.
"Ich bin nicht mutig genug", sagt Ian Paice und meint, nicht mutig genug, um ein verbindliches Ende der Hardrock-Veteranen zu benennen.
"Außerdem gibt uns das am Ende der Tour die Möglichkeit, einen langen Urlaub zu machen und uns dann zu fragen, ob wir noch mehr wollen." Wenn es dann nicht so sei, wäre es in Ordnung. Dann sei es vorbei. "Aber vielleicht sagen wir ja auch, dass wir einfach zwei, drei Wochen im Sommer in irgendwelchen schönen Städten auftreten wollen."
Man habe sich bewusst diese Möglichkeit offen gehalten. "Die Tür ist nicht geschlossen, wenn man noch den Fuß drin hat", ergänzt Roger Glover.
Auch muss "Infinite" nicht das letzte Album gewesen sein. "Platten aufzunehmen ist heutzutage nicht mehr so anstrengend", erzählt Ian Paice, "nicht mehr körperlich so fordernd. Eine Welttour aber ist es auf jeden Fall."
Mit dem exzellenten neuen Album hat die Band es zum ersten Mal zugelassen, dass ein Kamerateam einen intimen Einblick in die Arbeit im Studio bekam. Die Doku „From Here To inFinite“ begleitet die fünf legendären Musiker auf ihrer bewegenden Reise nach Nashville, um dort ihr Album in nur 28 Tagen aufzunehmen. Der Film hat am Donnerstagabend in Düsseldorf Premiere.


Betrunken in Düsseldorf


An Düsseldorf hat Ian Paice übrigens eher nebulöse Erinnerungen: "In den 70er habe ich mal die Altstadt besucht und es war ein sehr alkoholreicher Abend. Am Ende wusste ich nicht mehr, in welchem Hotel ich untergebracht war und irrte drei, vier Stunden durch die Stadt", lacht der 68-Jährige. Dann habe ihn jemand erkannt. "Er hat mir dann gesagt, wo ich wohne."

Zurück zur Doku. Warum braucht die Welt jetzt einen Einblick in die sehr späten Deep Purple?
"Wir haben das gemacht, weil es so viele Dokus gibt, die von den alten Zeiten handeln und es wirklich wenig gibt aus der Zeit seitdem Steve (Morse, Gitarrist seit 1994 - die red.) in der Band ist", weiß Paice zu berichten. Man habe das exzellente Filmteam quasi gar nicht bemerkt. Vom Songwritingprozess bis zu den Aufnahmen in Nashville begleitet die Doku die Formation mit intimen Einblicken. "Es ist so interessant für die Fans zu sehen, wie die Songs entstehen. Das ist es doch, wo man seine Lieblingsband immer mal bei zuschauen möchte. Wenn ich nicht im Fokus war, habe ich mich selbst wie ein Fan gefühlt", lacht der Schlagzeuger.


"Nashville ist der einzige Ort, der übrig ist"


Doch, warum überhaupt Nashville als Aufnahmeort? Steht das nicht eher für Blues und Country?
"Nashville ist der einzige Ort, der übrig ist", bekennt Paice. Los Angeles sei musikalisch erledigt, in New York laufe nicht mehr viel, London hat Abby Road und nur ein paar andere Studios.
"In Nashville ist einfach jeder. Nicht nur Country. Da gibt's Jazz, HipHop, klassische Musik, Folk, Rock. Sie haben die Infrastruktur. Große Studios, kleine Studios." Die besten Sessionmusiker der Welt leben in Nashville. In jedem Club gebe es Livemusik jeder Art. "Die Leute dort sind clever. Sie haben ihr Geschäft nicht abgegeben, sie haben alles selber unter Kontrolle. Ihnen gehören die Radiostationen, die Clubs, die Studios. Woanders wurde all das in andere Hände gegeben."
Natürlich wurde auch über das neue Album "Infinite" (Veröffentlichung am 7. April) geredet. "Das Schönste ist, dass Leute sagen, es würde wie die frühen Tage klingen", sagt Bassist Roger Glover. "Das war nicht unsere Absicht. Unsere Absicht war, so natürlich wie möglich an die Sache heranzugehen." Wenn man so viele Songs geschrieben habe, wolle man sich nicht selber kopieren. "Das ist schwer, sehr schwer", ergänzt Paice. "Wir haben aber für dieses Album Songs geschrieben, die klar nach Deep Purple klingen, aber anders sind als Sachen, die wir vorher gemacht haben", weiß Glover. Er selber mag die überraschenden Nummern auf dem Album am Liebsten, tut sich aber schwer, echte Favoriten zu benennen. Am Besten überzeugt man sich also selber von "Infinite" und verpasst keinesfalls die vielleicht letzte Tour der Rock-Urgesteine. Zu einem wird es zum Abschuss der Karriere der Band jedenfalls nicht kommen: Ein gemeinsames Konzert mit allen noch lebenden Deep Purple-Musikern aus allen Phasen der Gruppe. "Es wäre finanziell eine brillante Idee, künstlerisch und emotional würde es schrecklich sein", sagt Ian Paice. Es wäre ein Tiefpunkt", ergänzt Roger Glover.

 

Im Mai geht es los:
19.05.17 München, Olympiahalle
30.05.17 Hamburg, Barclaycard-Arena
06.06.17 Köln, Lanxess-Arena
07.06.17 Dortmund, Westfalenhalle 1
09.06.17 Leipzig, Arena Leipzig
10.06.17 Frankfurt, Festhalle Frankfurt
13.06.17 Berlin, Mercedes-Benz-Arena
14.06.17 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle

 

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Review: Purple Rising - Made in Purple

cover 1Purple Rising sind eine Coverband, die die Musik von Deep Purple auf Original-Instrumenten, ganz im Stil der Seventies präsentieren. Dafür werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Die Hammonorgel ist von 1955, die Leslies von 1964!

Die Idee zur Gründung einer Deep-Purple-Tribute-Band hatten Stefan Deißler, Thomas Hasenau und Christian Saal bereits 1996 in Frankfurt. 

Mit "Made in Purple" liegt nun eine Live-CD vor, die in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg mitgeschnitten wurde. Bereits das Cover macht Lust auf Purple, ein sehr geschmackvolles Design wurde hier angewandt. Alexx Stahl (voc), Dominik Stotzem (bass), Reik Muhs (git), Andreas König (keys) und Stefan Deissler (drums) zocken sich auf "Made in Purple" durch zehn Klassiker von Blackmore und Co, beweisen dabei, dass sie den Geist der Originale bestens aufgesogen haben und spielen die Songs authentisch im Stil der Klassiker. Hardcore-Purple-Fans könnten monieren, dass Alexx Stahl einen etwas zu deutlichen Metal-Touch den Songs hinzufügt und damit zu weit weg von Gillan oder Dio (Rainbow wird mit "Temple of the King"  und "Difficult to cure" gehuldigt) ist, doch in der Tat macht Stahl einen ausgezeichneten Job.

Kracher wie "Burn", "Stormbringer" und natürlich das unverwüstliche "Smoke on the Water" werden stilvoll und filigran in die Rillen geschossen. Besonders die Bandbreite macht den Reiz der Band aus. Blackmore-Songs aus den unterschiedlichen Perioden an einem Abend zu hören ist einfach etwas Besonderes. Musikalisch ist also alles in bester Ordnung, die Band spielt tight und klingt so authentisch wie möglich, wenn man eben nicht selber Blackmore, Gillan und Co ist. Besonders beeindruckend ist natürlich Blackmores Meisterwerk "Child in time", das hier in voller Länge von knapp 15 Minuten zelebriert wird (siehe Video unten).

Was Purple Rising auf "Made in Purple" abreißen, übersteigt zudem in Gänze Blackmores Rainbow-Reunion (Fotos HIER) in diesem Jahr. Authentischer klingt der Chef nicht einmal selber. Die CD ist HIER erhältlich.

 

Fazit: Fast besser als das Original 

 

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Fotos: Deep Purple / Rival Sons

PictureWenn man ein Set mit einem Song wie "Highway Star" beginnen kann, ist die Möglichkeit quasi nicht mehr gegeben, viel falsch zu machen. Deep Purple legten in der mit mehr als 7000 Zuschauer sehr gut besuchten Oberhausener Arena los wie die Feuerwehr und vor allem Ian Gillan hat scheinbar nichts an Feuer verloren und war stimmlich dieses Mal komplett auf der Höhe. Lediglich Steve Morse, der ewige Neue, schien etwas indisponiert und fiel durch schludriges Spiel auf, eine Eigenschaft, für die er eigentlich nicht bekannt ist. Das konnte die Purple-Mania aber nicht stoppen und der überaus gute Gig endete mit "Hush" und "Black Night" standesgemäß. 

Im Vorprogramm konnten die Rival Sons ihre Version von Led Zeppelin überzeugend rüberbringen. Neues konnten sie hingegen nicht vermitteln. 

 

Wir haben Fotos von:

 

DEEP PURPLE

 

RIVAL SONS

 

All pics by Thorsten Seiffert - no use without prior written permisson.

Fotos: Demon's Eye mit Michael Bormann

Demons Eye

Wenn man sich bei einer Band mit zwei Sängern nicht entscheiden kann, welcher denn der bessere ist, hat die Band alles richtig gemacht. So auch Demon's Eye in der Bochum Zeche. Die Gruppe ist seit 15 Jahren mit ihrer Deep Purple-Tribute Show unterwegs und erregte schon großes Aufsehen durch Auftritte mit den Deep Purple-Musikern Jon Lord und Ian Paice. Die Liste der prominenten Gastmusiker, die mit Demon's Eye auftreten, wurde nun um den ex-Jaded Heart-Sänger Michael Bormann erweitert. Michael Bormann teilte sich in Bochum mit dem regulären Sänger Dario Velasco das Mikro. Während Velasco einen gnadenlos guten Ian Gillan gibt, ist Bormann eher im Coverdale/Hughes-Line up von Deep Purple zuhause. In so einer Verfassung wie Demon's Eye in Bochum wird man Deep Purple wohl leider nie mehr sehen. 

 

HIER geht es zu den Fotos!

 

Alle Fotos: Thorsten Seiffert. No use without permission.

Blackmore´s Night:The Beginning Box

blackmoresnight the beginningRichie Blackmore hat viele Verdienstorden am imaginären Gitarrengurt kleben: Mit Smoke on the Water sorgte er für das allumfassende Anfängerlick, das von jedem Gitarrenneuling mindestens einmal gespielt wird, darüber hinaus erschuf er mit Deep Purple und später Rainbow vertrackte Klangpassagen ohne sich jemals vom Hardrockpfad zu weit zu entfernen. Da der gute Richie schon immer für diverse Verrücktheiten gut war (um es positiv auszudrücken), überraschte es niemandem so recht, dass er mit seiner holden Angetrauten Candice Night irgendwann der mittelalterlichen Schnarchmusik zuwandte und mit Blackmore's Night die Welt beglückte. Was die meisten Purple und Rainbow-Fans anwiderte, hat dennoch durchaus viele Freunde gefunden. Wer noch nicht auf den tuckernden Renaissance-Zug aufspringen wollte oder ein echter Hardcore-Fan ist, findet jetzt mit der noblen Box "The Beginning" reichlich Stoff, um dies nachzuholen. Geboten wird eine ganze Menge: Im wunderbaren Samtkarton finden sich die beiden Werke "Shadow of the Moon" und "Under a violett Moon" sowie zwei DVDs mit Live-Mitschnitten der dazugehörigen Touren. Letztere sind nicht unbedingt als Konzertaufnahmen anzusehen, vielmehr geht es hier ein wenig mehr dokumentatorisch zu, wobei mit Bühneneinblicken nicht gespart wird. Dazu gibt es Interviews und vieles mehr. Ergänzt wird das Werk durch dicke Booklets mit massig Fotos (aber keinen Hinweis auf die Namen der beteiligten Mitmusiker). Für Fans ist die Box ein schönes Geschenk, mit der Musik werden die RocknRoll-Reporter jedoch in diesem Leben nicht mehr warm.